Was geht in dem kleinen Kopf bloß vor?(sehr lang)

Hallo liebe Hobby- oder vielleicht auch hauptamtliche Psychologen.
Ich schreib mein Problem bewusst nicht im Eltern und Kinder Brett da ich denke das hier vielleicht eher die Antworten bekomme die ich suche.
Wir haben ein Problem mit unserem Junior. Der kleine ist 7 Jahre alt. Ich hol mal ein bisschen weiter aus um vielleicht den Umfang des Problems ein bisschen besser zu verdeutlichen.
Angefangen hat alles als er ca. ein halbes Jahr alt war. Damals „durfte“ er ein paar Tage bei Mama und Papa im Bett schlafen weil wir sein Zimmer renoviert hatten.
Nach ca. einer Woche waren wir mit dem renovieren fertig und er sollte wieder alleine in seinem Bett schlafen. Aber der kleine war mit seinen 6 Monaten der Meinung bei Mama und Papa ist’s irgendwie gemütlicher und schrie wie am Spieß sobald wir nur mit ihm in die nähe seines Bettes kamen.
Das Resultat war, das er bis zu seinem 5.!!! Lebensjahr bei uns im Bett schlief. Wir haben zwar zwischendurch immer wieder versucht ihn an sein Bett zu gewöhnen aber es half nichts. Sobald er alleine in sein Bett lag schrie er das ganze Haus zusammen. Manchmal so das die Nachbarn schon dachten wir würden ihm was antun. Dabei würden meine Frau und ich NIEMALS körperliche Gewalt als Problemlösung sehen und dies auch noch nie praktiziert haben.
Als er dann so ca. 5 Jahre alt war und auch soviel Verständnis besaß das man mit ihm auch mal ein „richtiges“ Gespräch führen konnte haben wir dann „weichgekocht“ und er schlief ab und zu mal in seinem eigenem Bett. Wobei das meistens darin endete das er Nachts, so gegen 3 oder 4 Uhr doch zu uns ins Schlafzimmer kam und sch heimlich zwischen uns legte.
Mit 6 Jahren hatten wir ihn dann soweit das er wirklich in seinem Bett durchgeschlafen hat.
Die einzige Ausnahme die wir erlaubten war am Wochenende. Da durfte er bei seiner 4 Jahre älteren Schwester schlafen oder sie bei ihm, wenn beide wollten Was aber immer der Fall war.
Nun ist der Zwerg 7 und die ganze Geschichte scheint von vorn los zu gehen. Der Grund war das wir vor 2 Monaten sein Zimmer renoviert haben. Nachdem das Zimmer fertig war (ist wirklich gut gelungen) fand unsere Tochter es dort so schön und Gemütlich das sie lieber bei ihrem Bruder schlafen wollte. Ok, dachten wir uns, es ist was neues das Zimmer ist schick also werden wir unsere Wochenendausnahmen mal ein wenig ausdehnen und lassen beide Kinder, wenn sie das wollen in einem Zimmer Schlafen.
Mittlerweile ist der Zauber des neuen Zimmers verflogen und unserer Tochter zieht es vor wieder alleine in ihrem Bett zu schlafen, was auch völlig verständlich ist für uns.
Nachdem ich nun soviel Vorgeschichte erzählt habe, nun aber unser eigentliches Problem:
Seit mehreren Tagen, also seit dem er wieder alleine schlafen soll macht er ein Riesen Theater.
Wir haben mit ihm mehrfach in aller Ruhe geredet. Das Resultat ist, das er ganz „mutig „ alleine in sein Bett geht, so ca. um 19:30 Uhr. Dann darf er noch ein bisschen Fern sehen und spätestens um 20:15 Uhr ist Zapfenstreich. Das geht dann bis ca. 22/23 Uhr gut. Dann wird er wach und fängt fürchterlich an zu weinen. Dann die üblichen Betteleien : „Darf ich bei euch schlafen…“ „Ich hab Angst…“ usw. Wir haben uns jetzt vorgenommen das konsequent durchzuziehen und schicken ihn jedes Mal zurück wenn er neben unserem Bett steht.
Gestern aber verhielt er sich wirklich merkwürdig. So das wir echt Angst bekamen.
Um 22 Uhr hörten wir wie er plötzlich aus seinem Bett aufsprang und zu uns ins Schlafzimmer gerannt kam. Er rannte als ob er um sein Leben rennen würde. Dann stand er total zitternd und apathisch da und stammelte wirres Zeug zusammen. Er stand total verkrampft und halb zusammengekauert da. Als ich ihn fragte was denn los sei drehte er sich um, ging wieder in sein Bett legte sich hin, zitterte am ganzen Körper und stammelte nur „Ich hab Angst!!!“
Da bekamen wir dann schon ein komisches Gefühl.
Wenn man ihn fragt warum oder wovor er denn Angst habe, sagt er, her hat Angst das einer in unsere Wohnung einbricht und zu ihm ins Zimmer kommt.
Wir haben keine Idee wie er darauf kommt. So etwas ist bei uns noch nie passiert und wir wohnen auch in einer sehr ruhigen Gegend wo es, soweit ich weiß, seit 100 Jahren keine Einbrüche gegeben hat.
Sein sonstiges Verhalten tagsüber ist eher als Mobil zu beschreiben. Also er ist kein Einzelgänger oder ähnliches. Er ist sehr kontaktfreudig und auch an allem Interessiert. Auch aus der Schule höre ich keine Auffälligkeiten. Manchmal ist er dort ein wenig zu Mobil aber laut der Lehrerin ist das alles im Rahmen.

Meine oder besser unsere Frage ist nun: Was geht in seinem kleinen Kopf nur vor, das er solch panische Angst hat alleine in einem Bett zu schlafen? Wo liegen die Ursachen dafür.
Und wie kann man ihm die Angst nehmen? Wir haben schon alles versucht.
Wäre schön wenn mir jemand von euch einen Tipp geben könnte, denn ich denke so geht’s auf Dauer nicht weiter.

Danke
Der Ronny

Sicherheit und Geborgenheit contra Veränderungen
Hallo Ronny,

ich bin kein Psychologe, aber ich möchte einen kleinen Impuls dazu geben. Als ich deinen Beitrag gelesen hab, bin ich ganz spontan und gefühlsmäßig an den „Renovierungen“ immer hängengeblieben.

Wenn ich an meine eigene Kindheit zurückdenke und mich jetzt in die Lage eines Kleinen versetze, dann kommen mir Dinge in den Sinn, wie „Sicherheit“, „Geborgenheit“.

Beides ist für kleine Kinder, die ihr Vertrauen ins Leben, die Welt erst aufbauen möchte, immens wichtig.
Vielleicht, ja, ich glaube schon fast, ganz sicher gehört dazu auch ein häusliches Umfeld, das ihm auch äußerlich eine „Insel“ bietet, Sicherheit, Geborgenheit.

Etwas, was sich ständig ändert (wie ständige Wohnungsrenovierungen), machen Angst, da ist was Unbeständiges, was Unkalkulierbares, was Unsicheres - nichts, was immer gleich bleibt zuhause, das macht kleinen Kindern (und übrigens auch vielen Erwachsenen!) Angst.

Gerade zuhause braucht ein Kind seine „Insel“, sein Bettchen, sein Zimmer, das möglichst immer gleich aussieht, gleich „riecht“ - was Bekanntes, was Vertrautes - gerade in der Nacht, die die Kleinen vielleicht ängstigt.

Ein renoviertes oder umgeräumtes Zimmer, neue Tapeten, neue Vorhänge suggerieren ihm ja, da ist was neu, was ist das, das macht mir Angst, da ändert sich ständig was, auf was kann ich mich noch verlassen …

Das elterliche Bett, die Nähe der Eltern - das ist Sicherheit, Geborgenheit, da hat man schon die körperliche Sicherheit der Eltern.

Aber im eigenen Bett, das dann auf einmal anders aussieht, anders riecht, sich anders anfühlt - das macht erstmal Angst.

Und ich könne mir - als Laie - vorstellen, je mehr ein Kind mit ständigen Veränderungen zu tun hat, umso schwerer tut es sich mit Vertrauen fassen in seine Umgebung.

Ich weiß nicht, wie man das jetzt dann bei euch „auffangen“ kann - aber ist das Kinderzimmer direkt neben dem Schlafzimmer?
Könnte man dem Kleinen anbieten, als „Sicherheit“ die Tür zum Schlafzimmer offen lassen?
Und wenn das Kinderzimmer woanders in der Wohnung ist, ihm zeigen: alle Türen sind nachts bis zum Schlafzimmer offen, wir hören dich und du kannst jederzeit kommen, wenn du Angst hast.

Hat er nicht ein Kuscheltier, immer dasselbe, das nachts bei ihm ist?

Wie wär’s mit einem Walkie-Talkie neben seinem Bett, auch wenn er schon „groß“ ist?
Sowas macht doch „Eindruck“ auf kleine Kinder, wenn er sowas neben dem Bett hat und wenn man ihm vielleicht sagt, wenn du nachts Angst kriegst, kannst du durch das Ding Mama und Papa „anrufen“ - dann hat man ihn vielleicht durch diese (spannend-schmackhaft gemachte Technik) soweit, dass er wenigstens in seinem Zimmer bleibt, anstatt gleich ins elterliche Bett zu schleichen.

Und bei aller Renovierlust: sein Zinmer vielleicht mal eine ganze Zeitlang davon ausnehmen, bis er seine Sicherheit, seine Geborgenheit in seinem eigenen Bett gefunden hat.

Unbekanntes, Neues, Unbeständiges, Veränderliches ist für ein kleines Kind nicht „kalkulierbar“ und macht damit immer Angst.

Und dann ist es dem Kind nicht zu verdenken, wenn es zur Mama flüchtet.

Alles Gute und viel Erfolg in kleinen SChritten für euch,
Christina

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Hallo Christina,

Hmm, dann hab ich mich bei dem ganzen vielen Text den ich aufgeschrieben hatte wareinlich doch nicht richtig ausgedrückt.

Etwas, was sich ständig ändert (wie ständige
Wohnungsrenovierungen)…

Wir haben sein Zimmer das erste mal renoviert als er 6 Monate alt war und dann wieder als er jetzt in die Schule kam. Also 6,5 Jahre später.
Ich denke mal da kann man nicht von ständigem renovieren reden.
Unter uns, dazu bin ich auch viel zu faul. :wink:))

Wir haben jetzt beim letzten Renovieren, da wir auch ähnliche Gedankengänge hatten wie du, extra drauf geachtet das wir ihm voll mit einbeziehen. Das heißt es ist nichts in dem Zimmer gemacht worden was er sich nicht selber so gewünscht oder ausgesucht hätte.
Als wir fertig waren war er total begeistert und doch ab da tatsächlich auch Nachmittags in seinem Zimmer gespielt weil er es dort so schön fand und nicht mehr unser Wohnzimmer verwüstet.

Gerade zuhause braucht ein Kind seine „Insel“, sein Bettchen,…

Sein Bett ist das einzige was wir vom alten Zimmer behalten haben. Das ist erst 2 Jahre alt und noch super in Schuss. Klar, er hat ja auch selten drin geschlafen.

…aber ist das Kinderzimmer direkt neben dem
Schlafzimmer?..

Es ist genau gegenüber. Zwischen unserem Schlafzimmer und seinem Kinderzimmer sind gerademal 2 Meter Flur und die Türen stehen bei uns immer alle offen. Er kann von seinem Bett aus auch direkt auf unseres sehen. (Was manchmal auch kreativität unsererseits verlangt :wink:)))

Könnte man dem Kleinen anbieten, als „Sicherheit“ die Tür zum
Schlafzimmer offen lassen?

Ist ja, wie gesagt.

Hat er nicht ein Kuscheltier, immer dasselbe, das nachts bei
ihm ist?

Hat er auch. Ist für ihm aber irgendwie kein Ersatz für körperliche näche zu einem anderen Menschen.

Alles Gute und viel Erfolg in kleinen SChritten für euch,

Danke.

Ronny

Um 22 Uhr hörten wir wie er plötzlich aus seinem Bett
aufsprang und zu uns ins Schlafzimmer gerannt kam. Er rannte
als ob er um sein Leben rennen würde. Dann stand er total
zitternd und apathisch da und stammelte wirres Zeug zusammen.
Er stand total verkrampft und halb zusammengekauert da. Als
ich ihn fragte was denn los sei drehte er sich um, ging wieder
in sein Bett legte sich hin, zitterte am ganzen Körper und
stammelte nur „Ich hab Angst!!!“

Hallo Ronny,
speziell dieser Absatz deines postings lässt mich an etwas Bestimmtes denken. Hier ein link, den du dir durchlesen könntest. Unter dem Stichwort „pavor nocturnus“ findest du sicherlich noch mehr. Einen handfesten „Rat“ habe ich leider auf die Schnelle nicht parat, aber vielleicht hilft dir das einmal weiter.
Alles Gute und liebe Grüße
Irene

http://www.medizinfo.de/kopfundseele/schlafen/schpav…

Moin,

Das Resultat
ist, das er ganz „mutig „ alleine in sein Bett geht, so ca. um
19:30 Uhr. Dann darf er noch ein bisschen Fern sehen und
spätestens um 20:15 Uhr ist Zapfenstreich.

Soll das heißen, dass er in seinem Zimmer einen Fernseher hat, in dem er allein jeden Abend ab 19:30 bis mindestens 20:15 Fernsehn schaut ? Was kommen denn da so für Programme, die für 7-jährige geeignet sind ? Die Nachrichten sicher nicht, oder ?

Wenn man ihn fragt warum oder wovor er denn Angst habe, sagt
er, her hat Angst das einer in unsere Wohnung einbricht und zu
ihm ins Zimmer kommt.
Wir haben keine Idee wie er darauf kommt.

Ich hätte da schon eine Idee.

Gruß
Marion

Hallo Ronny!

Also ich bin kein Fachmann und mein Sohn wird erst 4, deswegen unter Vorbehalt.

Also meine Meinung:
Zuerst wäre es wichtig daß ihr ausschließen könnt das es durch den Fernseher oder andere ‚abstellbare‘ Dinge kommt. Oder durch schwerwiegende Probleme die sich so äußern.

Ängste sind bis zu einem gewissen Maß an Häufigkeit und Intensität völlig normal, auch daß man irrationale Ängste hat. Das muß man erstmal akzeptieren, bzw. euer Sohn sollte wissen daß er auch Angst haben darf und ihr ihn versteht. Und seine Ängste auch ernst nehmt. Was meiner Meinung nach wichtig ist: eurem Sohn zu zeigen daß man mit Angst umgehen kann.

Als Idee: Überlegt euch zusammen eine Strategie was man denn tun könnte wenn ein Einbrecher kommen würde, bzw. wie man es verhindert. (ich weiß nicht wie das bei einem 7-jährigen funktioniert und wie rational sie denken, vielleicht eine ‚Alarmanlage‘ oder ‚Falle‘ bauen. Ein unsichtbares Phantasienetz wo er sich verheddert? Wenn ihr religiös seid einen Schutzengel beauftragen? Vielleicht kann man einen 7-jähigen fragen, was ihm ein Gefühl von Sicherheit geben könnte, Beratungsstelle der Polizei aufsuchen und sich beraten lassen wie man eine Wohnung sichert?)

Vielleicht ist es aber für einen 7-jährigen eine Schnapsidee.
Grüße
Emina

Hallo Ronny
Ich gehöre zwar zur „antiautoritär denkenden Alt-68-Generation“, habe mich aber nie so extrem von meinen Kindern terrorisieren lassen. Dass Ihr über Jahre zugelassen habt, dass Euch der Kleine Eure Privatsphäre in Eurem elterlichen Schlafzimmer massiv einschränkt, ist eines, aber dass Du Dich jetzt wunderst, dass der kleine Prinz (um ncht zu sagen:der leine Pascha) nun so weiter verfahen möchte (inzwischen mit etwas subtileren Strategien, ist klar :wink:), ist ein anderes.
Ich halte, mit Verlaub, das Problem für selbst-erzeugt. Aber da Du da selber kaum rauskommst, empfehle ich mal einen Termin bei einem Familientheerapeuten.
Gruß,
Branden

Selber Moin,

Soll das heißen, dass er in seinem Zimmer einen Fernseher hat,

Ja natürlich und ich weis auch nicht wo da jetzt das Problem sein soll.

in dem er allein jeden Abend ab 19:30 bis mindestens 20:15
Fernsehn schaut ?

Hmm, wie war das jetzt? Lesen bildet (mehr als Fernsehen)?
Ich zitire mal mich selbst in meinem Ursprünglichem Post:

Dann darf er noch ein bisschen Fern sehen und spätestens um 20:15
Uhr ist Zapfenstreich

Also für mich ist zwischen den Wörtern mindestens und spätestens doch ein ziemlich großer Unterschied.

Was kommen denn da so für Programme, die für
7-jährige geeignet sind ? Die Nachrichten sicher nicht, oder ?

Na z.B. „Spongebob Schwamkopf“ „Disneys große Pause“ „Jim Knopf“ oder, und du wirst es nicht glauben : „logo“ - Das Kinder-Narichtenmagazin!!! :open_mouth:))

Ich hätte da schon eine Idee.

Na her mit deiner Idee!!! Darum hab ich mich ja so ausführlich ausgelassen.

Gruß
Marion

Gruß Ronny

PS: Ich weis ehrlich nicht wer hier für was Sterne verteilt. *mitdemkopfschüttel

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Hallo Ronny,

bisher dachte ich, dass mich nichts so schnell schockieren kann. Aber jetzt bin ich es wirklich. Ich hoffe, ich habe mich verlesen oder ich habe es falsch verstanden - ein fuenfjaehriges Kind hat einen FERNSEHER in seinem Zimmer??? Und darf alleine von 19:30 bis 20:15 fernsehen??? Ich bin fassungslos. Auch, wenn Du ihm vielleicht eine kinderfreundliche Sendung eingestellt hast - glaubst Du, der kann die Fernbedienung nicht bedienen? Die meisten sind da mit drei schon ziemlich fit! Und die Nachrichten (und was da zu der Zeit alles noch so kommt) sind ganz sicher nichts fuer einen Fuenfjaehrigen. Da musst Du Dich wirklich nicht wundern, dass er Angst hat.
Auch, wenn er etwas fuer Kinder ansieht - Fernsehen macht nervoes, Comics sind heute of so hektisch, dass er da sicher sowieso schon Probleme hat, einzuschlafen. Und es ist doch etwas sehr Einsames, alleine mit der Kiste, bis es Zeit ist, das Licht auszumachen…
Warum liest Du ihm nicht vor dem Einschlafen eine schoene Geschichte vor? Oder Ihr geht den Tag nochmal gemeinsam durch, er erzaehlt Dir, was er alles erlebt hat - dann muss er beim Einschlafen nicht darueber nachdenken.
Den Fernseher wuerde ich ganz schnell entfernen. Ich bin nicht prinzipiell gegen Fernsehen. Aber ich finde, ein Fernseher hat in einem Kinderzimmer nichts zu suchen.

Schoenen Gruss, Gnlwth

Hallo Irene,

Super! Vielen Dank für den Link. Ich hab mir das gerade mal durchgelesen und es sind genau die Syntome (schreibt man das so?) die er gestern Abend gezeigt hat.
Vom Prinzip passt alles was die da geschrieben haben super zusammen. Schule - Stress - Weihnachten gerade hinter sich - Urlaub vor sich (in 2 Wochen, und ne riesen Freude drauf)
Also denk ich, werden wir mal den Rat befolgen und einfach mal abwarten.

Danke für den Hinweis
Ronny

Moin,

Soll das heißen, dass er in seinem Zimmer einen Fernseher hat,

Ja natürlich und ich weis auch nicht wo da jetzt das Problem
sein soll.

Siehe Posting von Gnlwth weiter oben.

Gruß
Marion

Hallo,

also das der Kleine einen eigenen Fernseher besitzt,
finde ich auch unmöglich! Aber das wurde ja schon geschrieben.
Wenn mein Kind dann aber nachts Angst bekommt, ist es doch selbstverständlich, das die Kiste abends ausbleibt-oder?
Irgendwoher muss er ja diese Angst bekommen, klar sind die Sendungen alle für 7-jährige geeignet, leider aber zu einer falschen Zeit ausgestrahlt!!!
Wieso müssen Kinder eigentlich in dem Alter einen eigenen Fernseher in ihrem Zimmer haben? Früher, als wir beide noch Kinder waren, sass man bei den Eltern und spielte etwas zusammen oder guckte zusammen mit den Eltern fern.
Verbringt die Restzeit des Tages mit euren Kindern und macht etwas zusammen,redet über heutige Ereignisse, Schule etc., vielleicht klappt es dann mit dem ruhigeren Durchschlafen.
VG Manu

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Hi Ronny,

ich habe jetzt nicht mehr alle Antworten gelesen, wahrscheinlich schreibe ich jetzt auch „doppelt“

Zum Einschlafen - ich denke dass ihr den „Einschlafablauf“ überdenken solltet.
Meine Kinder brauchen vor dem Einschlafen eine „Abkühlphase“ das heisst, ab 19.00 ist der Fernseher aus, sie baden vielleicht und ziehen dann schon vor dem Abendessen den Schlafanzug an. Nach dem Abendessen ist dann Bettzeit - ich lese etwas vor, wir reden noch über den Tag, was wir morgen machen usw… - und dann ist Licht aus und Schlafen!
Dass dein Kleiner im Bett fernsehen darf halte ich für kontraproduktiv - das Bett ist zum Schlafen da und sonst nichts.
Wenn es ganz schwer geht mit dem Einschlafen komme ich immer wieder, sehe nach, aber sie müssen im Bett bleiben.
Das sind natürlich keine schnellen Lösungen, es klappt bei uns auch nicht immer aber an den meisten Abenden gehen die Kinder inzwischen ohne Terz in Bett.
Meine Tochter mault zwar manchmal dass sie so „früh“ ins Bett muss - aber ganz ehrlich - dafür ist sie dann in der Früh auch ausgeschlafen (:smile:)

Wenn es möglich ist gehe ich mit den Kindern am Abend auch mal eine Runde um den Block - frische Luft und laufen am Abend macht nämlich auch müde und sie können die angestaute Energie noch etwas rauslassen.
Da fällt mir ein - hat Dein Sohn tagsüber richtig Bewegung? Heranwachsende Jungs können richtige Adrenalinschübe haben und die kann man nur „abrennen“, wenn die Energie nicht rauskann fällt es dann schwer Abends zur Ruhe zu kommen.

Das Dein Sohn momentan große Ängste hat halte ich für mehr oder weniger normal - mit 7 Jahren erweitert sich der Horizont von Kindern ganz gewaltig - also auch das Bewusstsein für Dinge vor denen man Angst haben kann. Andererseits kann er ja vieles noch nicht richtig verstehen - wenn er also bei „LOGO“ Bilder von der Flutkatastrophe oder dem Irak Krieg sieht, kann er wahrscheinlich gar nicht einordnen wo und wann das passiert ist und überträgt es auf seine Welt.

Meine Kinder sind 5 und 8 und ich räume momentan die Zeitungen weg und achte darauf dass ich immer dabei bin wenn Nachrichten laufen. Die privaten Sender mit den unsäglichen Spots trauernder Eltern und ertrunkener Kinder laufen zur Zeit gar nicht bei uns. Nur als Beispiel - als mein Sohn (5) in der Zeitung das Bild aus Abu Graib sah auf dem die Soldatin den Mann am Gürtel usw…
fing er fast zu weinen an und meinte dass das eine sehr böse Frau sei und wo die wohnt!!!

Wenn die Angstattacken nicht besser werden würde ich aber schon mal mit dem Kinderarzt reden - die haben nämlich auch oft noch gute Tipps auf Lager (:smile:)

Viele Grüße

Sue

Hi G,

bisher dachte ich, dass mich nichts so schnell schockieren
kann. Aber jetzt bin ich es wirklich. Ich hoffe, ich habe mich
verlesen oder ich habe es falsch verstanden
- ein
fuenfjaehriges Kind hat einen FERNSEHER in seinem Zimmer???

Der Kleine ist 7 Jahre alt

steht im Ausgangsposting.

Und darf alleine von 19:30 bis 20:15 fernsehen??? Ich bin
fassungslos. Auch, wenn Du ihm vielleicht eine
kinderfreundliche Sendung eingestellt hast - glaubst Du, der
kann die Fernbedienung nicht bedienen?

Es steht nicht geschrieben, ob alleine…ob ein Video…oder sonst was.
Du kannst ja nachfragen, bevor du hier ausflippst…kommt auch Kindern zu Gute.

*Froschpillen* sind im Angebot im w-w-w, hilft gegen fassungslos!

Rda wünscht sich
Kerbi

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Moin,

Moin Marion

Soll das heißen, dass er in seinem Zimmer einen Fernseher hat,

Ja natürlich und ich weis auch nicht wo da jetzt das Problem
sein soll.

Siehe Posting von Gnlwth weiter oben.

Ahhhhjaa

Gruß
Kerbi

Liebe Kerbi,

Der Kleine ist 7 Jahre alt

steht im Ausgangsposting.

Obgleich ich mich offensichtlich verlesen habe, macht es fuer mich nach wie vor keinen Unterschied - auch sieben Jahre halte ich fuer zu jung, und ich finde nach wie vor, ein Fernseher hat in einem Kinderzimmer nichts zu suchen. Nicht im Zimmer eines Fuenfjaehrigen, nicht im Zimmer eines Siebenjaehrigen, und auch nichts im Zimmer eines Neunjaehrigen. Gar nicht.

Du kannst ja nachfragen, bevor du hier ausflippst…kommt
auch Kindern zu Gute.

Ja, da hast Du Recht, es war ein Fehler, einfach drauflos zu schreiben - das ist sonst gar nicht meine Art. Allerdings war ich beim Lesen des Wortes „Fernseher“ im Zusammenhang mit „Kinderzimmer“ tatsaechlich einigermassen konsterniert.

*Froschpillen* sind im Angebot im w-w-w, hilft gegen
fassungslos!

Was sind denn Froschpillen?

Rda wünscht sich

Was ist Rda?

Schoenen Gruss, Gnlwth

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Hallo Gnlwth,

… Nicht im Zimmer
eines Fuenfjaehrigen, nicht im Zimmer eines Siebenjaehrigen,
und auch nichts im Zimmer eines Neunjaehrigen. Gar nicht…

Hmm, gut das ist deine Meinung, die will ich dir auch gerne lassen. Aber was meinst du denn ab wann ein Kind - Teenie - Erwachsener denn in der Lage ist den Umgang mit einem solchen Medium zu erlernen, respektive eines sein eigen zu nennen? Würde mich einfach nur mal interesieren.

Ronny

Hallo Gnlwth,

Obgleich ich mich offensichtlich verlesen habe,

Du hast das geschrieben

bisher dachte ich, dass mich nichts so schnell schockieren
kann. Aber jetzt bin ich es wirklich. Ich hoffe, ich habe mich
verlesen oder ich habe es falsch verstanden
- ein
fuenfjaehriges Kind hat einen FERNSEHER in seinem Zimmer???

Dass der Junge 7 Jahre ist, hat Ronny einige male geschrieben, also wenn du schon die Hoffnung äußerst, dass du dich verlesen hast, hättest du seinen Artikel nur genau lesen müssen.

macht es fuer
mich nach wie vor keinen Unterschied - auch sieben Jahre halte
ich fuer zu jung, und ich finde nach wie vor, ein Fernseher
hat in einem Kinderzimmer nichts zu suchen. Nicht im Zimmer
eines Fuenfjaehrigen, nicht im Zimmer eines Siebenjaehrigen,
und auch nichts im Zimmer eines Neunjaehrigen. Gar nicht.

Die Probleme des Jungen auf das vorhanden sein eines Fernsehers zu reduzieren, ist unfair. Ronny hat lange und ausführlich seinen Fall geschildert, welche Gedanken sich die Eltern machen, wie sie auf ihre Kinder eingehen usw.
Du unterstellst ihm einfach weil dir danach ist, Unverantwortlichkeit seinen Kindern gegenüber, mehr noch…

Da musst Du Dich wirklich nicht wundern, dass er Angst hat.

…dass die Eltern Schuld an der Angst des Kindes haben!

Du unterstellst den Eltern, dass sie nicht aufpassen was das Kind guckt, du unterstellst ihnen, dass sie sich keine Zeit nehmen, mit ihren Kindern den Tag zu besprechen…ihnen keine Geschichten vorlesen, lauter Quatsch der aus dem Posting von Ronny nur zu lesen ist, wenn man sein Posting so lesen will.
Du zeigst kein Interesse an dem Problem des Posters, du brauchst nur eine Plattform um jemanden runter zu machen.

Du kannst ja nachfragen, bevor du hier ausflippst…kommt
auch Kindern zu Gute.

Ja, da hast Du Recht, es war ein Fehler, einfach drauflos zu
schreiben - das ist sonst gar nicht meine Art. Allerdings war
ich beim Lesen des Wortes „Fernseher“ im Zusammenhang mit
„Kinderzimmer“ tatsaechlich einigermassen konsterniert.

Du gehst von einer Voraussetzung aus, wie du deine Erziehung und deine Kinder siehst, es gibt aber noch andere Eltern-Kind Beziehungen.
Eine davon ist auf Vertrauensbasis, also wo man so normale Altagsdinge wie einen Fernseher nicht zum Schreckgespenst aufbaut, sondern dem Kind vorlebt und dem Kind vertraut, mit diesen Dingen umgehen zu können.

Was sind denn Froschpillen?

Im Plauderbrett steht das Rezept :wink:

Rda wünscht sich

Was ist Rda?

Rege dich ab!

Grüße von Kerbi

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Hallo Ronny,

es geht doch nicht darum, ab wann ein Mensch in der Lage ist ein Medium wie einen Fernseher sein eigen zu nennen. Es geht darum - wie Sue es schon sehr sehr anschaulich beschrieben hat - dass Kinder in diesem Alter die schrecklichen Bilder, die gehäuft im Fernsehen zu sehen sind gar nicht verarbeiten können. Und erst recht nicht, wenn sie alleine vor dem Fernseher sitzen. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass ihn die ganzen Bilder, die er im Fernsehen so kurz vor dem schlafen gehen sieht, beim einschlafen weiter verfolgen. Dass er Angst hat, ist nur allzu verständlich. Wie soll ein so kleines Kind solche Bilder alleine verarbeiten, ohne dass sie zusammen mit Personen seines Vertrauens aufgearbeitet werden? Ich finde die Bilder ja als Erwachsener schon ziemlich schlimm, wie findet sie dann ein 7jähriges Kind, dass noch an das Gute auf der Welt glaubt und eine ganz andere Betrachtungsweise der Dinge hat?

Ich empfehle dir, dich mehr in dein Kind reinzuversetzen. Wenn dein Kind schon solche Bilder zu sehen bekommt, dann bitte im Beisein eines Erwachsenen, der ihm alles versucht zu erklären, so dass es das Kind kindgerecht erfassen kann. In Zukunft würde ich völlig darauf verzichten, den Kleinen kurz vor dem Zubettgehen vor die Flimmerkiste zu setzen. Du wirst sehr schnell beobachten, wie seine Angst und seine Innere Unruhe verschwinden.

In einem Kinderzimmer eines kleinen Kindes sollte kein Fernseher stehen, das wurde hier ja schon mehrfach angesprochen. Du fragst, wann ein Mensch in der Lage ist einen selbständigen Umgang mit solch einem Medium zu pflegen. Ich würde dir darauf antworten frühestens mit 16. Warum? Ich finde es nicht richtig, wenn Kinder frei und ohne Aufsicht der Eltern entscheiden können, was sie sehen wollen. Oder findest du es richtig, wenn Kinder sich schon frühzeitig Gewaltfilme, Sexfilme etc anschauen, ohne dass die Eltern dies überprüfen? So, das war jetzt etwas OT, aber du hattest ja danach gefragt.

Als Fazit nochmal meine Empfehlung:

* Fernseher raus aus dem Kinderzimmer
* Wenn die Kinder fersehen schauen, sollte ein Erwachsener dabei sitzen
* Abends ein bestimmtes Einschlafritual aufbauen (inklusive schöne Geschichte vorlesen und den Tag nochmal reflektieren lassen)
* Die Kinder viel draußen toben lassen

Viele Grüße

Phoebe

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Eigener Fernseher
Hi,

zu dem, was Du geschrieben hast, gibt es fast nichts mehr hinzuzufügen. Ausser meiner eigenen, bescheidenen Meinung, dass nur der einen Fernseher haben sollte, der ihn sich selber kaufen kann (von selbst erarbeitetem Geld, nicht von Geschenktem). Bis man soweit ist, hat man in der Regel den Umgang mit dem Gerät gelernt.

Grüsse,

Herb

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