Was hätte geholfen II ? (Sorry, muss lang werden)

Hallo

damit der untige Thread nicht über lastet wird, fang ich hier nochmal neu an. Außerdem habe ich persönliche Erfahrungen, die das Ganze auch noch mal verkomplizieren.

Zunächst mal meinen Respekt an orangegestreift für den Mut diese Erfahrung hier zu veröffentlichen. Auch wenn wenn etwas schief gelaufen ist (ich weiß nicht wie ich das anders beschreiben soll, es geht ja um ein Menschenleben), um Rat zu fragen ist nicht verkehrt.

Ich habe fast nur positive Erfahrungen mit der Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten, aber eben fast nur.

Bislang musste ich noch nie einen Einsatz bezahlen, aber leider liest man in der Presse zunehnemd, dass der Anrufer im Zweifel zahlen muss. Das wird die Bereitschaft zu helfen ganz sicher nicht stärken.

Meine negativen Erfahrungen:

Ein bewachter Badestrand (eine anerkannte Rettungsorganisation). Ich möchte nach einiger Zeit mal wieder schnorcheln und Kondition aufbauen, also ich schwimme parallel zum Ufer und sehe dann einen Taucher auf der vorgelagerten Sandbank winken.

Ich bin hin, „Ich hab meinen Tauchpartner verloren.“, „Kannst Du schwimmen?“,„Nein“, also Rückenlage ab zur nächsten Sandbank.

Da ich lange nicht im Wasser war, war meine Kraft erschöpft, also Seenotsignal gegeben (ganz langsames Winken mit beiden Armen). Die Damen und Herren des Rettungsdiensten haben fröhlich Kaffee getrunken.

Also nächste Sandbank in Richtung Ufer angesteuert, wieder Signal gegeben, keine Reaktion. Doch, von einem Motorboot sprang ein Mann ins Wasser und fragte was los ist. Sie haben dann das Boot gestartet und den zweiten Taucher aus dem Wasser geholt.

Es waren zwei Taucher, die nach langer Zeit mal in der Ostsee tauchen wollten. Sichtweite, kaum Armlänge, keine Bodyline …

Was hätte geholfen? Eigentlich hätte ich die Besatzung der Station anzeigen müssen. Hab ich nicht. Ich war einfach nur froh, dass alles gut ging.

So zweite Situation.

Ich gehe mit meinem Hund spazieren am frühen Studenten-Morgen, also so ca. 11 Uhr. Auf einer Kreuzung läuft aufgeregt eine Frau hin und her. Als sie auf den Bürgersteig kam, versuchte ich sie anzusprechen, Entfernung ca. 20m, sofort wurde um Hilfe gerufen und die Frau lief wieder in den fließenden Verkehr.

Ich hatte kein Handy bei mir, sah aber, dass jemand mit einem Handy telefonierte und bat darum, es für einen Notruf nutzen zu dürfen.
Ein Polizeiwagen kam, sah die Frau aber nicht aufgrund der Begrüng des Mittelstreifens und fuhr wieder weg.

Beim zweiten Anruf kam die Frage „Ist das ein Frau mit einer violetten Jacke?“, „Ja.“, ok., da kommen wir nicht, die läuft da immer rum.

Ich hätte die Polizei anzeigen müssen, war aber so verdattert, dass ich mir noch nicht mal das Datum und die Uhrzeit aufgeschrieben habe.

Nochmal zum Abschluss, weitaus mehr positive Erfahrungen und habt Mut zum Hinschauen und wenn ihr nicht selbst helfen könnt, Hilfe holen geht eigentlich immer.

Gruß Volker

Ich muss mich da auch nochmal einschalten:

Man kann und darf den Leuten keinen Vorwurf machen, die in einer Menge stehen und „einfach nur zusehen“, wie jemand vergewaltigt wird/Hilfe braucht, etc, denn sie erliegen (wie wir alle) einem ganz „normalen“ Prozess. Diese Menschen alle als „eigennützig, dumm, etc“ zu beschreiben und ihnen Schuldgefühle einzureden ist aus meiner Sicht zu einfach. Hier wird die Situation nämlich zu krass unterschätzt!

Trotzdem wundert es mich, wieso orangegestreift in der Situation, in der er alleine war nicht zumindest die Polizei angerufen hat, einfach um die Verantwortung abzugeben an welche, die damit Erfahrung haben?

Sei es drum, es ist nunmal passiert und wer weiß, ob die Frau überhaupt gestorben ist…

Hi Volker

Ich habe fast nur positive Erfahrungen mit der Feuerwehr,
Polizei und Rettungsdiensten, aber eben fast nur.

Ich hab mal versucht, die Feuerwehr/NOtarzt über 112 anzurufen , als eine Person auf der traße umgekippt ist. Es hat ungefähr 10 Minuten gedauert, ehe überhaupt jemand an den Apparat gegangen ist. Ich dachte, ich spinne. Ob die Person überlebt hat, weiß ich nicht.
Gruß,
Branden

Hallo,

was Du da beschreibst sind m.E. Beispiele für eine Art Abstumpfung, unter welcher die Leute leiden, die dauernd mit solchen Situationen zu tun haben.

Als ich noch in Frankfurt lebte (ich = totales Landei mit 21 nach FFM gezogen), war ich von den dort in den Bahnhöfen herumliegenden Junkies und Obdachlosen total geschockt. Ich habe mehr als einmal den Notarzt gerufen und teils auch eine gewissen Abstumpfung bei denen festgestellt - irgendwie verständlich, wenn man den - oberflächlich gesehenen!!! - Aspekt bedenkt, dass die Drogensüchtigen sich die Probleme ja selbst machen und dann wertvolle Ressourcen besetzen … und wenn man jede Woche denselben Junkie reanimiert, nur damit der sich dann wieder besinnungslos spritzt …

Ich habe am HBF auch mal einen U-Bahnfahrer um Anruf bei 112 gebeten, als am Bahnsteig ein junger Mann offensichtlich verwirrt/verzweifelt/high aufgeregt hin und herlief und sich vor die Bahn zu werfen drohte. Der Bahnfahrer hat sich geweigert, für mich zu telefonieren, so dass ich dann selbst hoch zur Bahnpolizei gegangen bin. Der hatte wohl auch schon zu viele Irre gesehen.

Wo setzt man an? Polizisten und Rettungsdienst sind sicher nicht von Natur aus abgebrüht, sondern prinzipiell erst mal Leute, die anderen helfen wollen. Dann macht ihr Job sie kalt und stumpft sie ab. Sie benötigen sicher viel mehr psychologische Betreuung, Motivation und Anerkennung - man kann den Leuten, die jeden Tag für uns alle den Kopf hinhalten nicht dankbar genug sein, denke ich.

Gruß,

Myriam

denn sie erliegen (wie

wir alle) einem ganz „normalen“ Prozess.

was soll denn das , bitteschön, für ein „Prozess“ sein?
Und „wie wir alle“ stimmt definitiv nicht, denn es gibt Leute, die helfen. Die Mehrheit würde ich fast sagen.

Aber man kann es sich natürlich auch einfach machen.

Anita

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Hallo Myriam,

Wo setzt man an? Polizisten und Rettungsdienst sind sicher
nicht von Natur aus abgebrüht, sondern prinzipiell erst mal
Leute, die anderen helfen wollen. Dann macht ihr Job sie kalt
und stumpft sie ab. Sie benötigen sicher viel mehr
psychologische Betreuung, Motivation und Anerkennung - man
kann den Leuten, die jeden Tag für uns alle den Kopf hinhalten
nicht dankbar genug sein, denke ich.

Myriam, ich stimme Dir zu, der Einsatz wird zu wenig anerkannt (und zu schlecht bezahlt!).

Nur verlasse ich mich auch auf die Hilfsangebote wenn ich Polizei, Feuerwehr oder … rufe. Wenn dann nichts passiert oder ich gar hinterher noch eine Rechnung bekomme, überlegt sich das mancher beim nächsten Mal.

Ich werde weiterhin im Zweifel Hilfe rufen und auch alle Anderen bitten, schaut hin!

Aber helft überlegt!

Ich habe mich mal in eine problematische Situation begeben, die erstens folgenlos war und mir erst zuhause bewußt wurde.

In einem Baumarkt rief ein Mädchen ca. 10 Jahre um Hilfe da sie von einer Gruppe Jungen „durch das Geschäft getrieben wurde“.

Die Angestellten haben nichts bemerkt (?), zumindest nichts unternommen.

Ich habe den Fehler gemacht, das Mädchen ins Auto zu packen und nach Hause zu fahren. Was wäre passiert wenn das Mädchen erzählt hätte, der Onkel hat…

Ich hätte das Mädchen zu mir nehmen müssen und aus dem Baumarkt die Eltern anrufen lassen. Hm, man lernt nie aus.

Allen Betroffenen eine ruhige Schicht!

Gruß Volker

Man kann und darf den Leuten keinen Vorwurf machen, die in
einer Menge stehen und „einfach nur zusehen“, wie jemand
vergewaltigt wird/Hilfe braucht, etc, denn sie erliegen (wie
wir alle) einem ganz „normalen“ Prozess.

Welchem „normalen“ Prozess??? (Ja, ich spendiere jetzt die Fragezeichen)

Diese Menschen alle

als „eigennützig, dumm, etc“ zu beschreiben und ihnen
Schuldgefühle einzureden ist aus meiner Sicht zu einfach. Hier
wird die Situation nämlich zu krass unterschätzt!

Was wird unterschätzt?

Trotzdem wundert es mich, wieso orangegestreift in der
Situation, in der er alleine war nicht zumindest die Polizei
angerufen hat, einfach um die Verantwortung abzugeben an
welche, die damit Erfahrung haben?

Ok., da sind wir zusammen.

Sei es drum, es ist nunmal passiert und wer weiß, ob die Frau
überhaupt gestorben ist…

und das war´s?

Ok., also noch eine Begebenheit.

Ich gehe mit meinem Hund die gewohnte Runde und treffe die Hundekollegen, die alle etwas irritiert um einen liegenden Hund herum standen.

Frage „Was ist passiert?“. Ich weiß den Namen nicht mehr, " Hund ist nach dem Spielen zusammengebrochen."

„Wie lang ist das her?“

Gerade eben.

Da hab ich den Hundehalter angesehen und gesagt „Du machst jetzt Herzmassage, ich Mund-Schnauze-Beatmung“

Leider haben wir´s nicht geschafft. Aber es stand eine Gruppe von knapp 10 Leuten um den kollabierten Hund herum, niemand hat etwas gemacht.

Wenn es erkennbar ist, dass niemand was macht, seit ihr die Macher und deligiert direkt Aufgaben an bestimmte Leute. Z.B. Polizei … zu rufen.

Gaffer brauchen wir nicht!

Gruß Volker

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Hallo Branden,

ja, deshalb meine Einschränkung fast nur positive Erlebnisse.

Ich war neu in eine Wohnung eingezogen und hatte einen älteren Herren als Nachbar, Mitte 70 schätzte ich. Nicht mehr sehr mobil.

Die ganze Geschichte ist zu lang, deshalb nur das Ergebnis.

Ich rief 110 an, schilderte die Situation, keine Lebenszeichen vom Nachbarn, gewohnte Verhaltensweisen nicht eingehalten (sorry, das soll nicht heißen, dass man immer alles gleich machen muss, aber ein älterer Mensch, der jeden Sonntag um 12 Uhr zum Restaurant geht, hat einen festen Plan)

Ich bekam nach ca. 15 Minuten einen Anruf der Polizei, der Herr ist in´s Krankenhaus eingeliefert worden.

Mich freute der Rückruf.

Tja, Du hast aus meinen Berichten auch gelesen, dass ich Probleme hatte. Trotzdem habe ich wirklich meist positive Begegnungen gehabt.

Gruß Volker

Moin Anita,

was soll denn das , bitteschön, für ein „Prozess“ sein?

Die Frage ist berechtigt.

Und „wie wir alle“ stimmt definitiv nicht, denn es gibt Leute,
die helfen. Die Mehrheit würde ich fast sagen.

Es gibt Leute, die helfen, ja, Polizei, Feuerwehr,
Rettungsdienste, Ärzte.

Aber im Bereich „Ich helfe sofort“ sieht es eher schlimm aus, sogar der Notruf über das handy ist nicht im blickfeld.

Ich wünsche jetzt eine ruhige Nacht, ohne Alarmmeldungen.

LG Volker

Hallo,

was soll denn das , bitteschön, für ein „Prozess“ sein?

es mag nicht wünschenswert sein, aber es gibt ihn; ich glaube, das nennt sich „soziale Hemmung“. Wenn mehrere Personen anwesend sind, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass jemand hilft, denn:

  1. verteilt sich die Verantwortung - bei mehreren Zeugen teilt man subjektiv die Verantwortung auf, bis der eigene Anteil möglicherweise so klein ist, dass er nicht mehr ausreicht, um ein Eingreifen zu motivieren.
  2. hat man negative Vorbilder - wenn die Leute um einen herum zögern, einzugreifen, geht man selbst eher davon aus, dass kein Eingreifen erforderlich ist und denkt vielleicht, dass man selbst die Situation falsch einschätzt, so nach dem Motto: „Wenn es wirklich so schlimm wäre, würden die Leute hier schon etwas tun anstatt rumzustehen.“
  3. kommt dazu, dass man, sofern man nicht davon ausgeht, überdurchschnittlich für Hilfe in Notlagen ausgebildet zu sein, Angst hat, sich zu blamieren und vermutet, dass die anderen Anwesenden im Zweifel besser geeignet sind, Hilfe zu leisten.

Das entschuldigt vielleicht keine Passivität, und es handelt sich auch um eher irrationale Überlegungen, aber es erklärt den beobachtbaren Effekt, dass es, wenn Gruppen Zeuge einer Notlage sind, öfter dazu kommt, dass niemand hilft, als wenn einer alleine so eine Situation beobachtet, weil dann die drei oben genannten Faktoren wegfallen.
Das war jetzt sicher nicht detailliert genug dargestellt,ich wollte nur verdeutlichen, dass es tatsächlich einen solchen Prozess gibt und man ihn nicht wegreden kann, nur weil man die Effekte nicht mag und glaubt, selbst anders zu handeln.

Grüße
Sonja

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Hallo Sonja,

Du beschreibst die Situation sehr gut „*“.

Auch ich schaue erstmal ob jemand anderes was tut, „Ist ein Arzt hier?“. Aber irgendwann muss jemand die Regie übernehmen, notfalls ich.

Tja, schaut euch auch mal an wann ihr den letzten Erste-Hilfe-Kurs gemacht habt. Meiner ist mit 4 Jahren auch schon wieder zu alt.

Gruß Volker

Ich muss mich da auch nochmal einschalten:

Man kann und darf den Leuten keinen Vorwurf machen, die in
einer Menge stehen und „einfach nur zusehen“, wie jemand
vergewaltigt wird/Hilfe braucht, etc, denn sie erliegen (wie
wir alle) einem ganz „normalen“ Prozess.

Ich habe selten solchen Unsinn gelesen.
Natürlichen unterliegen alle Menschen den gleichen „Prozessen“, nämlich irgendwelchen Vorgängen in ihrem Gehirn. Aber dann kann ich genauso sagen, man kann dem Vergewaltiger keinen Vorwurf machen, denn er unterliegt ja auch nur einem ganz „normalen“ Prozess. Von daher könnte man nach deiner Logik den Schuldbegriff gleich abschalten und jeder kann machen wozu ihm lustig ist.

Natürlich haben Leute die eine Vergewaltigung beobachten verdammt nochmal die Pflicht, irgendwas zu tun und nicht zuzuschauen. Das mindeste ist doch wohl, dass ich die Polizei rufe oder andere Passanten anspreche damit man gemeinsam was unternimmt, wenn man selbst Angst hat allein was zu tun. Unterlassene Hilfeleistung ist nicht ohne Grund eine Straftat.

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Hallo,

was soll denn das , bitteschön, für ein „Prozess“ sein?

es mag nicht wünschenswert sein, aber es gibt ihn; ich glaube,
das nennt sich „soziale Hemmung“.

Natürlich gibt es solche Prozesse. Das ist aber keine Entschuldigung dafür, nicht zu helfen. Es gibt auch Prozesse die zu Totschlag führen, z.B. Eifersucht wenn man seinen Lebenspartner beim Fremdgehen erwischt. Dennoch ist das keine Begründung oder Legitimation dann den Nebenbuhler oder den Partner zu töten.

Ich habe nichts dagegen, wenn jemand in einer Notsituation gafft, wenn den in Not befindlichen Menschen bereits ohnehin geholfen wird und ihr Eingreifen gar nicht notwendig ist. Wenn aber keiner hilft und 10 Leute drum rum stehen, dann gehören die alle wegen unterlassener Hilfeleistung vor Gericht. Egal ob sie „sozial gehemmt“ waren oder nicht.

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Auch ich schaue erstmal ob jemand anderes was tut, „Ist ein
Arzt hier?“. Aber irgendwann muss jemand die Regie übernehmen,
notfalls ich.

Eben. Und falls man sich selbst unsicher ist oder Angst hat, dann frägt man eben andere Passanten um ggfs gemeinsam was zu machen. Oder setzt einen Notruf ab. Zu letzterem gehört nun wirklich überhaupt kein Mut und es gibt keine Entschuldigung, dass man das nicht macht.

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Hallo,

Eben. Und falls man sich selbst unsicher ist oder Angst hat,
dann frägt man eben andere Passanten um ggfs gemeinsam was zu
machen. Oder setzt einen Notruf ab. Zu letzterem gehört nun
wirklich überhaupt kein Mut und es gibt keine Entschuldigung,
dass man das nicht macht.

Stimmt.
Warum nennst du dich dann „Beobachter“? Gerade du plädierst ja in diesem Thread dafür, das nicht zu sein - und das zu recht.

Gruß
Elke

OT: Vika

Warum nennst du dich dann „Beobachter“? Gerade du plädierst ja
in diesem Thread dafür, das nicht zu sein - und das zu recht.

Auch ein Jäger ist ein guter Beobachter. Dennoch drückt er im rechten Moment ab und bleibt nicht untätig sitzen :wink:
Mit „Beobachter“ meine ich in meiner Vika dass ich mit offenen Augen durchs Leben gehe und nicht, das ich tatenlos zusehe, wenn ich etwas „beobachte“, was ich nicht gut heißen kann.

Hi,

Mit „Beobachter“ meine ich in meiner Vika dass ich mit offenen
Augen durchs Leben gehe

ganz genau.erst muß man eine Situation nämlich erkennen.
Ich habe mal in einer Gruppe von hunderten von Leuten erlebt,dass ich die einzige war,die eine potentielle Gefahrensituation erkannt hat-den Ruf einer Frau aus der Dunkelheit.
Damals war ich auch knapp davor vorbei zu laufen weil sonst keiner reagiert hat.Zum Glück nur knapp.
Situationen sind leider nicht immer so eindeutig.
Insbesondere dann nicht,wenn man sich mittendrin befindet.

viele Grüsse
Heidi

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Schonmal vielen Dank
Moin,

vielen Dank für die Geduld den langen Artikel zu lesen und dann auch noch Antworten zu geben.

Fazit: Mehr Mut zum Hingucken und Mut zum Eingreifen. Leider nicht immer einfach. Wenn mir drei „Kleiderschränke“ gegenüberstehen, bleibt mir nur die Flucht und der Ruf per Handy nach der Polizei.

Ich hoffe, dass wir nicht oft in solche Situationen kommen.

Gruß Volker

Zahlen für den Notruf…
…muss keiner, der nach bestem Wissen und Gewissen handelt.

Bislang musste ich noch nie einen Einsatz bezahlen, aber
leider liest man in der Presse zunehnemd, dass der Anrufer im
Zweifel zahlen muss.

Das stimmt nicht. Sofern der Notruf nicht mißbräuchlich erfolgt, muss den Einsatz kein Anrufer bezahlen. Not- und Ersthelfer sind in Deutschland so gut abgesichert wie kaum sonstwo auf der Welt, in jeder Hinsicht.

Gruß,

Malte

Hallo Malte,

ich hoffe, dass es so bleibt. Alles andere wäre eine große Gefahr, da niemand mehr einen Notruf absetzt.

Leider weiß ich nicht mehr wann und wo ich mal eine Meldung gelesen habe, dass jemand zahlen sollte. Es handelte sich nicht um Unfug. Wenn ich mich richtig erinnere, was die Person nicht krankenversichert, deshalb versuchte der Rettungsdienst sich an den Anrufer zu halten, was daraus geworden ist, wurde nicht berichtet.

Gruß Volker