Was ist Antisemitismus bzw. Rassismus?

Huhu Marion,

und wer denkt an uns Protestanten bei dem Witz? Da gilt wieder der Papst als Stellvertreter Christi, wo er das doch lt. Meinung vieler Millionen Evangelen das gar nicht ist. So. Das wollte ich der katholischen Drachenreaktion jetzt auch mal gesagt haben.

*schnüff*

keiner macht Witze über uns *heul*

aber dann mit Buddhisten kommen,

Mir fällt grade auf, ich kenne keinen einzigen Buddhistenwitz.

…ich kenne sowieso überhaupt wenig Witze und kann mir die auch nie merken. *seufz*

Sind Buddhisten als Minderheit dermaßen diskriminiert, dass es
nicht mal Witze über sie gibt ?
Kenn jemand einen Buddhistenwitz ?

sie sind so eine Minderheit, dass sie das Diskriminieren nicht lohnen würde:wink:. Eine kritische Größe brauch’s da schon.

*verwirrt*

*wedelvorMarionsAugenrum*

besser?:smile:

babs§B-D

Ein Versuch…
Hi Marion
"Was haben Forschen in Deutschland und Buddhismus gemeinsam?

das Motto:
Leben ist leiden…"

Ok Ok
net so doll
(es gibt auch einige, die darüber gar nicht lachen können :smile:))

by the way…
alles Gute etc…

So, und jetzt bin ich wieder weg, bevor mir der Mod eins überbrät…

Gruß und Knuddel
Mike

Hallo MilkShake,

ich denke, man darf alles sagen was man möchte, vorausgesetzt man kann seinen Gegenüber genau einschätzen. Ich mache auch mal einen Christen-, Juden-, Türken- oder Behindertenwitz. Diesen würde ich aber nicht bei w-w-w reinstellen, sondern Freunden erzählen, bei denen nicht schwachsinnige Vorurteile ausgeprägt sind.
In der Mittagspause einer Konferenz hat eine Kollegin ständig „Türkenwitze“ erzählt, so dass es mir in dem Lokal langsam unangenehm wurde. Meinem Nachbarn am Tisch sagte ich leise, dass ich nach dem nächsten ätzenden Witz auf´s Klo gehe, und er erzählen solle, dass ich Halb-Türke bin (deutsch mit schwarzen Haaren). Ich kam vom Klo wieder und hatte endlich meine Ruhe.
Wie gesagt, es kommt auf den Erzähler an…

Gruß, Joe

Hi Pietro!

Dieser Witz ist ein Witz und beruht auch nicht auf Tatsachen. Das haben Witze oft so an sich.

Soweit ich mich erinnern kann ist Jesus ja nicht „Heiland“ geworden, sondern er war es schon immer.(Wenn man davon ausgeht, daß sich alles so zugetragen hat wie berichtet)

Dusan

Hallo Iris,

ich schiebe noch eine Mammutmail als Antwort auf deine vor mir her; also da kommt noch was…

Das ist jetzt eine Auslegung der Witzaussage. Eine andere
wäre, dass Juden seit jeher gut mit Geld umgehen können.

Was ihnen aber oft mehr negativ ausgelegt wird als positiv.

Die Bezugnahme auf die die Auslegung als eine "oft mehr negativ"e ist die konstruktivistische Fehlleistung. Niemand kann die Auslegungen alle Durchzählen, vielleicht waren sie „überwiegend“ negativ. Das Entscheidende ist, die Geldschneiderei hat sich international als erstrebenswerte Eingenschaft druchgesetzt. Wir leben nicht in Stalins Sowjetunion, wo man wegen „Spekulantentum“ an die Wand gestellt wurde. In der SU wäre der Witz eine gefährliche antisemitische Denunziation (oder „Provokation“) gewesen. Nur in der globalisierten Welt von 2002 ist Kohle machen Leitkultur. Und es wirkt beleidigend, wenn ein Hinweis auf kommerzielle Traditionen im Judentum als Versuch einer Einschmuggelung antijüdischer Stimmungen gewertet wird. Der Verdacht, so etwas versucht zu haben, oder einen solchen Versuch als aussichtsreich erscheinen zu lassen, wirkt kränkend.

Eli, der wieder da, oder nie weg war, sagt das in erfrischender Deutlichkeit in seinem beitrag, das es im Judentum keine Probleme mit dem Geld verdienen gibt. Vielmehr hat ein Problem, wer damit ein Problem hat. Auf der Grundlage fährt jeder „antisemitische“ Vorstoß sofort vor die Wand und kommt gar nicht erst zur Entfaltung.

es ist lediglich nur eine lustige Anekdote.

Ist nur die Frage, ob Du es noch als nette Anekdote
empfindest, wenn Du das in gewisser Häufigkeit in vielen
Variationen abbekommst, z.B. das durchaus manchmal von
Nichtjuden auch manipulativ eingesetzt wird, wenn ich für eine
Dienstleistung ein Honorar verlange, was im oberen Mittelfeld
liegt also absolut angemessen ist, und dann genau an dieser
Stelle mit so leicht fragendem Ton - gewisser Unterton
schwingt mit - die Feststellung kommt: „Sie sind doch Jüdin“

und dann gleich der Versuch kommt runterzuhandeln, weil man
sich meint so schön darauf verlassen können, daß das jüdische
Gegenüber jetzt beweisen muss, dass Juden wirklich nicht
geldgeil sind.

Aber Iris, warum lässt du denn da die Stimmung immer zur falschen Seite der Kante herunter kippen? Wenn jemand sagt, „Sie sind doch Jüdin“, vielleicht meint er auch, du seist von zu Hause aus reich und bräuchtest das Honorar gar nicht? Auf „den Juden als Honorarwucherer“ wäre ich gar nicht so schnell gekommen, wie auf den „Juden, der gar nicht arbeiten muss, wegen der reichen Verwandten in den USA“. Das ist es was ich meine, wenn ich sage, dass die Stereotype inzwischen alles überlagern. Warum sagst Du nicht (soweit du dich überhaupt dazu verhalten willst): „Ich brauche das Geld leider trotzdem?“ oder „Bestimmt können sie die Honorarfrage trotzdem völlig vorurteilslos behandeln.“

Natürlich musst du genervt sein, wenn du jede Thematisierung der Judeneigenschaft einer Person als „manipulativ“ wahrnimmst. Behandle sie als Ausdruck von Unsicherheit und du wirst es zu einer 99% igen Erfolgsquote beim Verhindern der Entfaltnug einer antisemitischen Einstellung bringen (in den kommerziellen Fällen wenigstens).

Ich habe mal eine oberpeinliche Szene mit durchmachen müssen, wo ein nichtjüdischer Bankdirektor einem jüdsischen Geschäftskunden ein Konditionszugeständnis gemacht hat und hinterher fürchterlich losgewettert hat, wie „erpresst“ er sich durch die Judeneigenschaft des Geschäftspartners gefühlt hat. Er hatte Bammel, als diskriminierend dazustehen, wenn er das Zugeständnis nicht gemacht hätte. Ich finde, wenn es das Gefühl einer Befangenheit, also eine regelrechte „Störung“ gibt, sollte man das ansprechen und nicht zu umschiffen versuchen. Umgekehrt, wenn angesprochen wird „Sie sind doch Jüdin“, sollte man auch fragen, ob das nun stört, oder ob man sich dennoch normal verhalten kann.

das hat aber nicht den gleichen Stellenwert, weil es kein
Stereotyp gibt, daß Christen Zechpreller sind.

Auf Zechprellerei gründet keine Wirtschaftethik, aber auf Geld verdienen sehr wohl. Un da ist es in Ordnung, im Trend zu sein.

Es wäre eine negative Verhaltensweise in einem Einzelfall, aber
halt von dem, der später christlicherseits später dann einen
besonderen Stellenwert hat. Meinst Du der Witz hebt darauf ab?
Glaub ich nicht.

Es kann natürlich noch ein anderer Kontext theoretisch im Spiel sein. Wenn sich das ein paar altkatholische Klosterleute erzählen, könnten sie auch in einem altertümelnd antijudaistischen Sinne auf „Pietätlosigkeit“ hinauswollen, in dem Sinne, dass es „den Juden nicht gereicht habe, Jesus beseitigen zu lassen, sondern auch noch bei ihrem Opfer keinen Roten Heller offen stehen lassen wollen“. So entfernt in dem Sinne, wie der Schah auch die Exekutionskosten bei Verwandten der Ofer in Rechnung gestellt haben soll.

Sektiererische Kontexte gibt es genug. Nur die gezielte Aufwertung bestimmter sektiererischer Kontexte wirkt irgendwann selbst sektiererisch. Und sektiererisch zu wirken, kommt nicht gut rüber, um es mal vereinfacht zusagen. Was allerdings zugleich auch in Richtung Lösung verweist, nämlich dahin, einfach die sektiererischen und sonstigen jämmerlichen Kontexte dortselbst auch zu belassen und nicht als „feindlichen“ einen Anschein von Relevanz zu vermitteln, den sie nicht verdienen.

Ich denke es ist sehr wichtig, dass man in diesen Belangen
sehr sensibel auf beiden Seiten umgeht.

Tja, nur oft läuft es darauf hinaus, dann den betroffenen
Juden Überempfindlichkeit oder Humorlosigkeit zu unterstellen.

Sensibilität ist ok. Und Humor ist kein Pflichprogramm. Aber zu spüren gibt es nicht nur die Dimension freundlich/unfreundlich, sondern auch relevant/ irrelevant. Wer allem Unfreundlichen Relevanz zuerkennt, (über das übliche Mass hinaus) handelt nicht „überempfindlich“ sondern unklug.

Die Zeiten, in denen man noch versuchen konnte, den Eindruck zu erwecken, die Juden hätten das Geldverdienen erfunden und ihnen sei das Abhandenkommen einer solidarischen indogermanischen Volksgemeinschaft anzulasten, sind doch nun sowas von vorbei, dass man nun auch nicht für so hinterwäldlerisch gehalten werden möchte, als rechtfertige man als Person noch eine Spekulation auf solch einen Empfängerhorizont.

Damit solle aufgehört werden, wünscht sich mancher Nichtjude und nimmt mangels besseren Redevermögens das Wort „Schlußstrich“ in den Mund, womit das ganze Elend von vorne beginnt. Alles nur, weil er vom Unterschied zwischen Erinnerung und Wahrnehmungshorizont keinen Begriff hat, aber dennoch ein Wort verwendet, das so klingt, als fordere er ein Ende von Erinnerung.

Viele Grüße

Thomas

Aber einen wirklich guten jüdischen Witz hab ich in diesem
Thread trotzdem noch nicht gelesen.

Frage an Radio Eriwan: Stimmt es, das die Juden so reich sind?
Das wird wohl stimmen, denn sie müssen ja für alles bezahlen.

Ein armenischen Zwischenruf.

leider nur
1 * möglich!

Hallo Gandalf,

dein Text ist gut !
v.a.

es gibt Menschen, die ob der Tatsache, daß kein Haar in der
Suppe schwimmt, so lange den Kopf schütteln, bis eines
hineinfällt.

So oder ähnlich denke ich manchmal, wenn in an sich harmlose
Sachverhalte immer wieder große Inhalte hineininterpretiert
werden.
Und dann wundern sich die Kopfschüttler, daß die anderen ein
wenig genervt sind.

Tschuess Marco.

Hallo Barbara,

und wer denkt an uns Protestanten bei dem Witz? Da gilt wieder
der Papst als Stellvertreter Christi, wo er das doch lt.
Meinung vieler Millionen Evangelen das gar nicht ist. So. Das
wollte ich der katholischen Drachenreaktion jetzt auch mal
gesagt haben.

*schnüff*

keiner macht Witze über uns *heul*

Bei den „Vergleichswitzen“ gibt es eine Reihe, wo auch von Evangelischen die Rede ist:

In der Kreisstadt wird ein neuer Krankenwagen eingeweiht. Die Vertreter der örtlichen Religionsgemeinschaften werden eingeladen mit der Bitte, daß sie zur Einweihung etwas beitragen sollen, was für ihre Religion typisch ist.

Der katholische Priester besprengt den Krankenwagen mit Weihwasser und spricht einen Segen.

Der evangelische Pfarrer zieht seine Bibel heraus und liest einige Verse.

Der Rabbiner zückt eine Feile und säbelt ein Stück vom Auspuff ab.

Bei einer Reihe von Witzen haut es einfach nicht hin, sie auf evangelische Verhältnisse zu übertragen:

Ein Priester und ein Rabbiner sind zu einem Abendessen eingeladen. Der Rabbiner läßt einige der Gerichte an sich vorbei gehen. Das kommentiert der Priester: „Wann werden Sie endlich die rückständigen Speisegebote Ihrer Religion hinter sich lassenP“
„Bei Ihrer Hochzeit, Hochwürden“

viele Grüße

Iris

*kicher*
Hallo Irisn,

immerhin, Danke für den Versuch *gg*:

Bei einer Reihe von Witzen haut es einfach nicht hin, sie auf
evangelische Verhältnisse zu übertragen:

Ein Priester und ein Rabbiner sind zu einem Abendessen
eingeladen. Der Rabbiner läßt einige der Gerichte an sich
vorbei gehen. Das kommentiert der Priester: „Wann werden Sie
endlich die rückständigen Speisegebote Ihrer Religion hinter
sich lassenP“
„Bei Ihrer Hochzeit, Hochwürden“

uaaah :smile:)…stüümmt ja, wir sind einfach zu langweilig in unserer Religionsausübung.

beste Grüße,

barbara

hallo Gandalf,

Hi Iris,

es gibt Menschen, die ob der Tatsache, daß kein Haar in der
Suppe schwimmt, so lange den Kopf schütteln, bis eines
hineinfällt.

Das soll wohl der berühmte Wink mit dem Zaunpfahl sein?
Du hast aber Pech, ob Du es glaubst oder nicht: Ich hab eine Glatze :smile:
Kann schon sein, daß es manchen Leuten nicht so gefällt, wenn ich bei
bestimmten Punkten auf eine differenzierte Betrachtungsweise dränge. Das
ist halt anstrengender - ob mit oder ohne Haarpracht !

Diese wiederholten Versuche hier und auch im Inlandspolitikbrett, dann
zu unterstellen Juden sein überempfindlich, es mangle ihnen an
entsprechender Souveränität, und alles sei doch ganz anders gemeint
(wie - das wissen dann immer die Nichtjuden am besten, die zwar
unterstellen, daß Juden das Deutungsmonopol beanspruchen würden, das
aber heftig selber tun bevor ein Jude überhaupt dazu käme).

Also bitte zukünftig den Hinweis nicht vergessen:
Wir wollen hier über jüdische Witze diskutieren und ob die antisemitisch
sein können oder nicht - aber sollten Juden in diesen Brett mitlesen,
dann bitte den Mund halten.

Wer jetzt noch zu einer adäquaten Auseinandersetzung bereit ist, kann
weiterlesen, die anderen sollen es eben bleiben lassen. Es ist niemand
dazu gezwungen, etwas zu tun, was ihm zu anstrengend, zu wenig relevant
oder was auch immer ist.

So oder ähnlich denke ich manchmal, wenn in an sich harmlose
Sachverhalte immer wieder große Inhalte hineininterpretiert
werden.

Wieso hineininterpretiert werden? Ich habe nur darauf hingewiesen, daß
Kontexte, in denen Witze erzählt werden können, ganz unterschiedlich
sind - und die Wirkung dann eben auch variiert.
Wer bestimmt eigentlich, was für wen harmlos ist oder nicht und was für
jemand anderen an der Schmerzgrenze liegt?

Entweder sind wir hier bereit - so wie es in den Diskussionsregeln
beschrieben wird - uns auch auf Dinge einzulassen, die uns erst einmal
fremd sind und sie zumindest zur Kenntnis zu nehmen und stehen zu lassen
oder wir können die ganzen Diskussionen eigentlich lassen und drüber
schreiben:
Bestätigung der schon vorhandenen Meinung gesucht.

Und dann wundern sich die Kopfschüttler, daß die anderen ein
wenig genervt sind.

Wie gesagt, es muß sich niemand auf ihn anstrengende, zu komplexe, ihn
langweilende Gedankengänge einlassen.
Die Bild-Zeitung hatte gestern 50igsten Geburtstag, weil es dafür einen
Bedarf gibt!

nein - denn es ist genau der Unterschied zwischen
„Judenwitzen“ oder „jüdischen Witzen“
Judenwitze gehen auf Kosten von Juden - bedienen uralte
Klischees beispielsweise.

Du kennst doch sicher Woddy Allen? Hast Du schon mal seine
alten Soloprogramme gehört. Nun ist er selber Jude,

und die Funktion von Witzen ist dann - egal welche Minderheit sie
betreffen - eben auch die Klischees im Umgang mit dieser Minderheit zu
karrikieren.

aber wenn
ein Nichtjude nur 10 % dieser Sachen gebracht hätte, wäre ein
Aufstand losgebrochen, auch in den USA. Was in D passiert wäre
möchte ich gar nicht wissen.

Schon möglich, weil man in den USA mit Witzen im Hinblick auf
Minderheitengruppen wenn sie nicht von Angehörigen dieser Minderheit
selber erzählt werden, einen sehr sensiblen Umgang pflegt.

Und da in Deutschland das Miteinander oder Nebeneinander aus
historischen Gründen noch schwieriger ist, kann man nur mutmassen, was
es für Reaktionen geben hätte können.

Beispiel gefällig?

Sara hat einen neuen Bekannten, einen Reformrabbi, er ist
seeeehr reformiert - er ist Neonazi

Na ja, ich find es bloß banal noch nicht mal besonders orginell, vermute
aber im allgemeinen wäre er hier inakzeptabel oder würde gar nicht
verstanden und zwar aus mehreren Gründen - folgende fallen mir spontan
ein:

  1. In Amerika ist jüdisches Leben etwas absolut Normales im Gegensatz zu
    Deutschland. In Amerika ist es kein Dauerzustand, daß jüdische
    Einrichtungen bewacht werden müssen oder manche Synagogen
    Hochsicherheitstrakte sind.

Es ist auch für niemand nötig sich zu überlegen, ob er seine
Telefonnummer ins örtliche Telefonbuch eintragen läßt oder nicht, und
auf der Straße kannst Du mit Davidstern oder T-Shirt mit hebräischer
Aufschrift oder auch einer Kippa herumlaufen …

Hier hat so ein Witz mit Neonazi doch einen etwas bitteren Beigeschmack.

  1. In Amerika ist Judentum so normal, daß Du voraussetzen kannst, daß
    die Leute über unterschiedliche Richtungen im Judentum grob informiert
    sind und von daher auch was mit der Bezeichnung „Reformrabbi“ anfangen
    können.

  2. Es gibt unzählige Witze, die genau die Unterschiede zwischen
    orthodoxem, konservativen, rekonstruktionistischen und Reformjudentum
    auf die Schippe nehmen und wegen des anderen Hintergrunds auch
    problemlos verstanden werden und andere Konotationen noch hervorrufen.

Bei dem eingangs geposteten Witz kommt es ganz stark auf den
Kontext an, in dem er erzählt wird.
Wenn der Kontext ist: Schaut mal so geldgeil sind Juden, daß
sie sogar noch nach 2000 Jahren Rechnungen präsentieren, dann
wäre es eine Wiederholung gängiger Stereotypen.

Also bitte nie wieder einen Witz darüber, daß die Deutschen
humorlos und brutal sind, das sind Wiederholungen gängiger
Stereotypen.

ich muß solche Witze wirklich nicht haben, kann dem nichts abgewinnen -
aber vielleicht wolltest Du eher was anderes mit dieser Bemerkung
ausdrücken:
Nämlich daß ich bitte schön Judenwitze nicht thematisiere, weil Du ganz
gut mit deutschen Stereotypen leben kannst.

Judenwitze sind nicht geistreich - jüdische Witze schon!

Welch feine Unterscheidung! Jüdische Witze sind dann wohl auch
nur dann geistreich, wenn sie von den richtigen Menschen
erzählt werden?

Warum willst Du Einschränkungen machen, wer jüdische Witze erzählen kann
und wer nicht - es gibt einfach Leute, die Witze erzählen können und
andere, die es halt nicht können.
Und wenn man in Witzen Minderheiten aufs Korn nimmt, ist es sowieso
nicht schlecht, eine gewisse Sensibilität zu haben, was wann wo paßt
oder auch nicht - egal welche Minderheit es ist.

Judenwitze dürfen dann wohl nur von Juden
erzählt werden, (siehe W.A.)

Ich weiß nicht was (siehe W.A.) bedeutet?
Wie gesagt, auf Judenwitze können Juden ganz gut verzichten, auf
jüdische Witze und jüdischen Humor nicht, denn der hat ihnen sehr oft
das (Über-)Leben erleichtert.

Würde ein Witz über humorlose Juden witzig sein?, Einer über
humorlose Deutsche scheinbar schon - und ich reg mich doch
tatsächlich nicht darüber auf!

siehe oben - ein entsprechendes Beispiel habe ich gerade nicht parat.

Wobei Witze bei Minderheiten durchaus die Funktion haben
können, sich über die Klischees, die über die betreffende
Gruppe im Umlauf sind, lustig zu machen.

Und wo ist dann bitte der Knackpunkt beim Ausgangswitz?

Wurde der von Juden in einem jüdischen Kontext erzählt?

Genau
das trifft auf ihn zu!

Nur daß Du Dich darüber aufregst und
das Ganze zu einer Sache machst, die nicht nötig wäre.

Ich rege mich auf? staun…

In der Diskussion wurde doch deutlich, daß der Witz von
unterscheidlichen Leuten auf unterschiedlichen Ebenen verstanden werden
kann und genau das habe ich thematisiert.

Wenn er mit anderen Witzen in einer Reihe (und so werden Witze eben oft
erzählt - einer ergibt den anderen) erzählt wird, wo das „Witzthema“
ist: die geldgeilen Juden, dann fände ich ihn nicht so toll.

Es gibt wesentlich bessere und intelligentere Witze zum Thema Juden -
Christen (speziell Katholiken und Papst).

Abgesehen davon gibt es eine ganze Reihe von Leuten, die meinen, einem
zeigen zu sollen / müssen, wie toll sie jüdische Witze finden und
meistens wird irgendwie Geld thematisiert. Das ist irgendwann schlicht
und einfach langweilig und etwas öde und einseitig.

Ach - und Du bist hier der Oberschiedsrichter, der entscheidet, was
nötig zu sein hat und was nicht ??? Wundert mich aber sehr - siehe
einleitende Bemerkung zu meinem Posting.

Iris

Hallo Rolf,

Das ist jetzt eine Auslegung der Witzaussage.

Ja - eben EINE - andere Möglichkeiten wurden auch schon durchgespielt.

Eine andere
wäre, dass Juden seit jeher gut mit Geld umgehen können.

Das mag manchmal wirklich nett von den Mitmenschen gemeint sein, weil ahäm, es ist doch was Gutes, wenn man gut mit Geld umgehen kann und ahäm, also es ist doch ganz toll, wenn die Juden den Nachteil, daß sie andere Berufe nicht ausüben durften zu ihrem Vorteil machen konnten …
Nur: die Fähigkeiten mit Geld gut umzugehen sind bei Juden genauso unterschiedlich verteilt wie bei anderen Leuten auch.

Ich denke es ist sehr wichtig, dass man in diesen Belangen
sehr sensibel auf beiden Seiten umgeht.
Derjenige der das Thema aufgreift (jetzt nicht nur bei Witzen)
muss sehr genau abwägen ob er jüdische Gefühle verletzt.

Und zumindest, wenn er halt grad keinen Bock zum Abwägen hat, eine gewisse Bereitschaft haben darauf einzugehen, wenn signalisiert wird, es war halt doch etwas daneben.

Derjenige, der dann eventuell kritisiert sollte aber auch
darüber nachdenken was der Andere gemeint hat. Schnell fühlt
sich der Witzeerzähler in eine Ecke gedrängt in die er
überhaupt nicht wollte mit dem Erfolg dass er sich lauthals
wehrt (Auschwitz-Keule o.ä.).

Warum da immer gleich Auschwitz eine Rolle spielen muß? Kapiere ich ehrlich gesagt nicht.

Schwierig wird es für Leute wie mich, denen nichts ferner
liegt als gegen Juden oder jüdischen Glauben zu sein. Wenn sie
sich nicht mehr trauen einen Witz oder ihre Meinung kundzutun
weil sie davor Angst haben, eine übergebraten zu bekommen wird
es kritisch weil diese Situation automatisch Wiederstand
erzeugt.

Gesprächsbereitschaft reicht völlig - warum immer gleich die Ängste, daß jemand von jemand eine übergebraten bekommt?

Iris

Hallo Thomas,

Das ist jetzt eine Auslegung der Witzaussage. Eine andere
wäre, dass Juden seit jeher gut mit Geld umgehen können.

Was ihnen aber oft mehr negativ ausgelegt wird als positiv.

Die Bezugnahme auf die die Auslegung als eine "oft mehr
negativ"e ist die konstruktivistische Fehlleistung.

nö - das stellst Du nur fest mehr nicht!

Niemand
kann die Auslegungen alle Durchzählen, vielleicht waren sie
„überwiegend“ negativ.

wirklich nur vielleicht? Ich empfehle Dir das Archiv vom Institut für Antisemitismusforschung in Berlin - da gibt es eine Abteilung über alltagskulturelle Äußerungen

Das Entscheidende ist, die
Geldschneiderei hat sich international als erstrebenswerte
Eingenschaft druchgesetzt.

Das muß deswegen noch nicht heißen, daß es - inzwischen - auch bei Juden als positiv angesehen wird.
Juden haben kein Problem mit Geld verdienen - warum auch-
Das muß nicht heißen, daß andere kein Problem damit haben - zumindest in speziellen Fällen.

Wir leben nicht in Stalins
Sowjetunion, wo man wegen „Spekulantentum“ an die Wand
gestellt wurde. In der SU wäre der Witz eine gefährliche
antisemitische Denunziation (oder „Provokation“) gewesen.

Schon mal was von den sogenannten Ärzte-Prozessen 1953 gehört?

Nur
in der globalisierten Welt von 2002 ist Kohle machen
Leitkultur. Und es wirkt beleidigend, wenn ein Hinweis auf
kommerzielle Traditionen im Judentum als Versuch einer
Einschmuggelung antijüdischer Stimmungen gewertet wird.

muss man von Fall zu Fall sehen was es ist. Warum denn gleich Beleidigung?

und dann gleich der Versuch kommt runterzuhandeln, weil man
sich meint so schön darauf verlassen können, daß das jüdische
Gegenüber jetzt beweisen muss, dass Juden wirklich nicht
geldgeil sind.

Aber Iris, warum lässt du denn da die Stimmung immer zur
falschen Seite der Kante herunter kippen?

Meine Empfehlung: Du liest einfach mal die gesamten Kontexte und nimmst sie zur Kenntnis auch wenn sie Dir nicht gefallen ohne zu Unterstellungen zu greifen. Das würde die Diskussion erheblich erleichtern.

Wenn jemand sagt,
„Sie sind doch Jüdin“, vielleicht meint er auch, du seist von
zu Hause aus reich und bräuchtest das Honorar gar nicht?

Und selbst wenn es so gemeint wäre, würde es das um nichts besser machen, weil wir dann wieder beim Bild vom reichen Juden sind.

Auf
„den Juden als Honorarwucherer“ wäre ich gar nicht so schnell
gekommen, wie auf den „Juden, der gar nicht arbeiten muss,
wegen der reichen Verwandten in den USA“. Das ist es was ich
meine, wenn ich sage, dass die Stereotype inzwischen alles
überlagern. Warum sagst Du nicht (soweit du dich überhaupt
dazu verhalten willst): „Ich brauche das Geld leider
trotzdem?“

Wieso sollte ich mich auf eine solche Ebene begeben.
Meine Dienstleistung ist mit einem bestimmten Beitrag zu honorieren oder er läßt es bleiben.
Manchmal reizt es mich allerdings schon und ich frage dann nach: „Darf ich fragen, warum bei Ihnen gerade wenn es um das Honorar geht, die Frage aufkommt, ob ich Jüdin bin?“

Die Reaktionen sind allerschönst :smile:

Natürlich musst du genervt sein, wenn du jede Thematisierung
der Judeneigenschaft einer Person als „manipulativ“
wahrnimmst.

Tue ich das? Sicher nicht! Aber da Dich Dein Profil als jemand ausweist, der beruflich viel mit Kommunikation zu tun hat, wirst Du wissen, daß sich Kommunikation auf sehr unterschiedlichen Ebenen abspielt und man da mit der Zeit durchaus seine Wahrnehmung erweitern kann sodaß man Manipulationen durchaus mitbekommt.

Behandle sie als Ausdruck von Unsicherheit und du
wirst es zu einer 99% igen Erfolgsquote beim Verhindern der
Entfaltnug einer antisemitischen Einstellung bringen (in den
kommerziellen Fällen wenigstens).

Ja klar, Du hast ja im Inlandsbrett ausführlich deutlich gemacht, daß Antisemitismus Deiner Ansicht nach ein semantisches Problem, Kommunikationsproblem u.ä. ist.
Darauf habe ich dort schon geantwortet.

Ich habe mal eine oberpeinliche Szene mit durchmachen müssen,
wo ein nichtjüdischer Bankdirektor einem jüdsischen
Geschäftskunden ein Konditionszugeständnis gemacht hat und
hinterher fürchterlich losgewettert hat, wie „erpresst“ er
sich durch die Judeneigenschaft des Geschäftspartners gefühlt
hat. Er hatte Bammel, als diskriminierend dazustehen, wenn er
das Zugeständnis nicht gemacht hätte. Ich finde, wenn es das
Gefühl einer Befangenheit, also eine regelrechte „Störung“
gibt, sollte man das ansprechen und nicht zu umschiffen
versuchen.

Kann man ihm nur wünschen, daß er Wege in seiner beruflichen Praxis findet, adäquater damit umzugehen.

Umgekehrt, wenn angesprochen wird „Sie sind doch
Jüdin“, sollte man auch fragen, ob das nun stört, oder ob man
sich dennoch normal verhalten kann.

Eigentlich geht es ihn gar nichts an, wenn ich es nicht von mir aus thematisiere.
Wenn er sich normal verhalten könnte, wäre es für ihn in diesem Kontext kein Thema.

Auf Zechprellerei gründet keine Wirtschaftethik, aber auf Geld
verdienen sehr wohl. Un da ist es in Ordnung, im Trend zu
sein.

Es wäre eine negative Verhaltensweise in einem Einzelfall, aber
halt von dem, der später christlicherseits später dann einen
besonderen Stellenwert hat. Meinst Du der Witz hebt darauf ab?
Glaub ich nicht.

Es kann natürlich noch ein anderer Kontext theoretisch im
Spiel sein. Wenn sich das ein paar altkatholische Klosterleute
erzählen, könnten sie auch in einem altertümelnd
antijudaistischen Sinne auf „Pietätlosigkeit“ hinauswollen, in
dem Sinne, dass es „den Juden nicht gereicht habe, Jesus
beseitigen zu lassen, sondern auch noch bei ihrem Opfer keinen
Roten Heller offen stehen lassen wollen“. So entfernt in dem
Sinne, wie der Schah auch die Exekutionskosten bei Verwandten
der Ofer in Rechnung gestellt haben soll.

Sektiererische Kontexte gibt es genug. Nur die gezielte
Aufwertung bestimmter sektiererischer Kontexte wirkt
irgendwann selbst sektiererisch. Und sektiererisch zu wirken,
kommt nicht gut rüber, um es mal vereinfacht zusagen.

Wieso sind wir jetzt auf einmal bei „sektiererisch“, wenn es um sehr unterschiedliche Kommunikationszusammenhänge geht.
Sektiererisch kann man immer so schön abwerten und sagt erst mal gar nichts.

Was
allerdings zugleich auch in Richtung Lösung verweist, nämlich
dahin, einfach die sektiererischen und sonstigen jämmerlichen
Kontexte dortselbst auch zu belassen und nicht als
„feindlichen“ einen Anschein von Relevanz zu vermitteln, den
sie nicht verdienen.

Was für wen Relevanz hat, muß jeder selber entscheiden.
Ich brauche mich dafür weder zu entschuldigen noch zu rechtfertigen, wenn meine Prioritäten andere sind als meine.
Im Gegensatz zu Dir begründe ich, warum ich was in welchem Zusammenhang einschätze.
Du agierst eher mit Zuschreibungen „feindlich“, „sektiererisch“, „Antisemitismus als semantisches Problem“, die zwar sehr eloquent klingen, aber wenig sagen bis Worthülsen sind.

Ich denke es ist sehr wichtig, dass man in diesen Belangen
sehr sensibel auf beiden Seiten umgeht.

Sensibilität ist ok. Und Humor ist kein Pflichprogramm.

Dann aber bitte auch für mich nicht. Denn in diesem Thread wurde doch immer wieder direkt oder indirekt damit argumentiert, ich hätte nicht genug Humor, Souveränität etc.

Aber
zu spüren gibt es nicht nur die Dimension
freundlich/unfreundlich, sondern auch relevant/ irrelevant.
Wer allem Unfreundlichen Relevanz zuerkennt, (über das übliche
Mass hinaus) handelt nicht „überempfindlich“ sondern unklug.

und das Mass legst Du fest und den Grad an Relevanz auch ?
Merkwürdig!

Iris

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Hi Marion
"Was haben Forschen in Deutschland und Buddhismus gemeinsam?

das Motto:
Leben ist leiden…"

Boah, und ich dachte du sagst jetzt wenigsten: „Nach Erleuchtung trachten“ *ggg*

(es gibt auch einige, die darüber gar nicht lachen können

-)))

Forscher oder Buddhisten ? *g*

by the way…
alles Gute etc…

Danke :smile:
*schmatz*

Marion

ahoi babs,

und wer denkt an uns Protestanten bei dem Witz? Da gilt wieder
der Papst als Stellvertreter Christi, wo er das doch lt.
Meinung vieler Millionen Evangelen das gar nicht ist. So. Das
wollte ich der katholischen Drachenreaktion jetzt auch mal
gesagt haben.

uaaaaaaah, bitte bring mich hier nicht mit dem Katholizismus in Verbindung, davon hab ich null Ahnung. Bin zwar in einer extrem katholischen Gegend aufgewachsen (die letzte Bastion des Katholizismus vorm Wehrwall zum heidnischen Ostfriesland) aber das ist alles schon ziemlich lange her.

*schnüff*

keiner macht Witze über uns *heul*

pah, und ob es Witze über Protestanten gibt:

Ein Katholik, ein Protestant und ein Jude sitzen in einem Boot auf dem See Genezareth und angeln. Da muss der Jude zur Toilette.

Damit nicht alle zum Ufer zurückrudern müssen, steigt der Jude aus dem Boot, wandelt übers Wasser tiptiptip…zur Toilette und wieder zurück…tiptiptip.

Nach einer Weile muss der Katholik zur Toilette…steigt aus dem Boot, wandelt über das Wasser…tiptiptip…zur Toilette und wieder zurück ins Boot…tiptiptip…

Dann muss auch der Protestant und denkt sich, was die beiden können, kann ich schon lange, steigt aus dem Boot und *platsch* fällt ins Wasser.

Da flüstert der Jude dem Katholiken zu: „Hey, was meinste, wollen wir ihm verraten, wo die Trittsteine sind ?“
Antwortet der Katholik: „Was für Trittsteine“ ?

Sind Buddhisten als Minderheit dermaßen diskriminiert, dass es
nicht mal Witze über sie gibt ?
Kenn jemand einen Buddhistenwitz ?

sie sind so eine Minderheit, dass sie das Diskriminieren nicht
lohnen würde:wink:. Eine kritische Größe brauch’s da schon.

Boah, bist du fies *knuff*

*wedelvorMarionsAugenrum*

=B-)

*in Hypnose fall*
M.

Hallo Zusammen,
ich habe gerade eine Auseinandersetzung mit einer Freundin
über den folgenden Witz:

Zwei Juden kommen in den Vatikan und wollen den Papst
sprechen.
Die Schweizer Garde fragt, ob es nicht auch möglich wäre, das
schriftlich zu erledigen. Dies wird strikt verneint und
erklärt, daß es sich um eine ganz private Angelegenheit
handele. Nach langer Diskussion werden sie beim Papst
vorgelassen und er fragt sie, was ihr Anliegen sei.
Darauf fragt ihn einer der beiden Juden:„Entschuldigen’s mei
Herr. Kennens nicht den Jesus Christus und seine Jünger,
bittschön.“ „Aber ja doch“,erwidert der Papst.
„Da wäre noch eine unbezahlte Rechnung für ein Abendessen.“

Soweit der Witz. Nun werde ich angegriffen, da es sich
offenbar um einen antisemitischen Witz handelt. Nun meine
Frage: Wann ist ein Witz antisemitisch oder rassistisch? Was
darf ein Witz? Darf man Witze über die Bayern machen? Häufig
spielen solche Witze ja mit den Vorurteilen. Ich bin nun ein
wenig ratlos und hoffe ihr könnt mir sagen, wann der Vorwurf
des Antisemitismus / Rassismus gegeben ist und wann nicht.

Dieser Witz ist sehr skurril und spielt auf etwas umständlich verzerrte Weise auf die typisch negativen Klischees an, die sich im Zusammenhang mit der Tradition der Juden ergeben. Rassistisch ist er nicht, da es sich um keine rassebasierte Diskriminierung handelt, sondern nur um eine sehr suggestiv fahrlässige Bezugnahme auf die soziale Rolle der Juden sowie eine ironische Anspielung auf kleinkarierte nicht nach ökonomischer Billigkeit revidierbare Gesetzesdisziplin. Da die Juden in vieler Hinsicht Inbegriff für doktrinäres unverbesserliches Gesetzespharisäertum sind, die sich aus vielen Teufelskreisen sozialer Disziplinunterwerfung nur schwer befreien können und oft zu starr an einem sehr antiquierten patriarchalischen Glauben festhalten sowie an einer mechanistischen Moral mit wenig Problemlösungsbewusstsein und konstruktivem Entwicklungsspielraum, wird hier das Judentum aus zynisch einseitige Weise charakterisiert.

Wie weit dieser Witz antisemitisch ist, hängt von den weiteren Umständen und Rahmenbedingungen seiner Äußerung ab. Da er eher schwer verständlich ist, kann man ihn auch nur bedingt zur Hetze verwenden. Er taugt hier eher dazu, die Vergangenheit der Juden als Geldleiher und angeblich besonders skrupellose nonkonforme und unnachgiebig penible Geschäftemacher in ein schlechtes Licht zu stellen. Insofern ist dies arrogant verächtlich. Für richtigen Antisemitismus dürfte es aber wirkungsvollere Methoden und Diskreditierungsinstrumentarien geben.

Gerald

Nachfrage
Moin Gerald,

also sag mal, ist folgendes:

Rassistisch ist er nicht, da es sich um keine rassebasierte
Diskriminierung handelt, sondern nur um eine sehr suggestiv
fahrlässige Bezugnahme auf die soziale Rolle der Juden sowie
eine ironische Anspielung auf kleinkarierte nicht nach
ökonomischer Billigkeit revidierbare Gesetzesdisziplin. Da die
Juden in vieler Hinsicht Inbegriff für doktrinäres
unverbesserliches Gesetzespharisäertum sind, die sich aus
vielen Teufelskreisen sozialer Disziplinunterwerfung nur
schwer befreien können und oft zu starr an einem sehr
antiquierten patriarchalischen Glauben festhalten sowie an
einer mechanistischen Moral mit wenig
Problemlösungsbewusstsein und konstruktivem
Entwicklungsspielraum, wird hier das Judentum aus zynisch
einseitige Weise charakterisiert.

deine persönliche Meingung über „die Juden“ oder wie sollen wir das verstehen ?

Gruss
Marion

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deine persönliche Meingung über „die Juden“ oder wie sollen
wir das verstehen ?

Ich habe es eher als Aufzählung ziemlich gängiger Vorurteilsstrukturen verstanden

Iris

Heiland
Hi Dusan!

Soweit ich mich erinnern kann ist Jesus ja nicht „Heiland“
geworden, sondern er war es schon immer.(Wenn man davon
ausgeht, daß sich alles so zugetragen hat wie berichtet)

Theoretisch ja,
aber „geworden“ ist er es erst durch seinen Tod bzw. Auferstehung.

Paulus sagt: „Wäre Christus nicht auferstanden, wäre euer Glaube vergeblich.“ (1.Kor.15,14)

Gruss Harald

Amen

Ich habe es eher als Aufzählung ziemlich gängiger
Vorurteilsstrukturen verstanden

gängig ??? Also in dem Umfeld und der Welt, wo ich lebe, ist das keinesfalls gängig…

Aber wenn du meinst…
So hast du dich allerdings um das nicht alltägliche Schauspiel gebracht, wie es aussieht, wenn ein Drache mal wirklich sauer wird :smile:

Gruss
Marion, *Iris den Feuerlöscher in die Hand drück*

Hallo !

Rassismus sind die Artikel einiger südeuropäischer Zeitungen über den Gewinn der deutschen Fußballmannschaft gestern (25.6.).
Dort schreiben sie :

Deutschland hat die europäischen Länder gerächt!

Die Arier haben die Arierverwandten bei den Asiaten gerächt, in dem sie ihnen zeigten, was der weiße Mann doch kann.

Grüße Max