Was ist das ewige Leben (im christlichen Sinne)?

„Was ist das ewige Leben (im christlichen Sinne)?“
Diese Frage bzw. die Aussage „Jesus gab uns die Hoffnung auf das ewige Leben“ habe ich oft in diesem Brett gelesen. Habe es besonders häufig in der Superdiskussion „Hitler im Himmel“ gelesen (siehe auch meine Antwort auf Harald Zauner am 29.4.). Ich kann damit (noch) wenig anfangen. Hätte daher gern einige Antworten.
Gruss Stucki

Hallo,

„Was ist das ewige Leben (im christlichen
Sinne)?“

Um diese Frage zu beantworten müssen wir uns erstmal über den Sinn des Lebens unterhalten. Immer mehr Menschen heutzutage glauben dass der Sinn des Lebens es ist 80 Jahre zu arbeiten und dann zu sterben, also das das Leben keinen Sinn hat. Aber kann das sein??? Wäre das Leben ein Produkt des Zufalls, dann hätten diese Menschen sicher Recht. Aber ein Schöpfer hat uns ja ins Dasein gebracht. Aber kann es sein Wunsch sein, dass wir nur eine Kurze Zeit leben??? Nein!!! Unser Körper wurde auf die Ewigkeit ausgelegt. Der menschliche Körper generiert sich ständig neu. Aber ca ab dem 30. Lebensjahr beginnen die Zellen sich nicht mehr zu generieren. Warum??? Um diese Frage zu klären müssen wir auf den Beginn der Menschheitsgeschichte zurückschauen. Jehova Gott erschuf mit Adam und Eva. Sie waren vollkommende Geschöpfe. Sie sollten auf Ewigkeit die Erde bewohnen und sie sich untertan machen. Jehova legte ihnen jedoch eine EInschränkung auf. Sie durften von einem Baum im Garten nicht essen. So wollte er ihren Gehorsam sicherstellen. Jedoch brachte Satan Adam und Eva dazu dieses Gebot zu brechen. Daraufhin verwies er Adam und Eva aus dem Garten Eden und nahm ihm die Unsterblichkeit: „… denn Staub bist du und zum Staub wirst du zurückkehren…“ (nachzulesen in 1.Mose Kapitel 3) Der Mensch war nun dazu verdammt zu sterben. Wir alle sind Adams Nachkommen, und darum tragen wir seine Sünde in uns. Aber in seiner unendlichen Liebe uns gegenüber sorgt Jehova dafür, das wir wieder in einem Zustand leben können, wie es Adam und Eva vor ihrer Übertretung taten. In Offenbarung 21:4 heisst es: „…und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“ Ja, Gott wird die Zustände wieder herstellen, die Adam und Eva „verspielt“ haben, als sie vom Baum der Erkenntnis assen. Ist das nicht eine schöne Aussicht??? Aber wie können wir es erreichen, das wir im Paradies sein können, so wie es Jesus dem Verbrecher am benachbarten Pfahl versprach (Luk 23:43). In Mat 20:28 steht, das Jesus gekommen ist um sein Leben als Lösegeld im Austausch gegen viele zu geben. Ja Jesus wurde als vollkomender Mensch geboren und hat sich auch während seiner Lebzeit keine Sünde begangen. Er gab also sein volkommendes Leben und dadurch wurde die Sünde Adams aufgehoben. Das heisst, wenn wir etwas bereuen, was wir aufgrund unser aller Unvollkommenheit getan haben, können wir durch Jesu Tod um Vergebung beten. Wir haben die Chance auf ewiges Leben. Wenn Jehova die Welt richtet wird er in Gute und Böse trennen und er wird die Toten wieder zum Leben erwecken, und alles wird wieder so sein wie es zu Adams Zeiten war und wie es in Offenbarung 21:4 beschrieben wird. Und dieses Königreich wird hier auf >Erden errichtet werden.

Gruss alex

naja, merkwürdige art der interpretation einer eschatologischen größe mittels physischen zusammenhängen und wörtlicher bibelauslegung.

außerdem lese ich dauernd jehova. meinst du wirklich, daß gottes heil nur 144000 menschen zuteil wird?

Hallo,

naja, merkwürdige art der interpretation
einer eschatologischen größe mittels
physischen zusammenhängen und wörtlicher
bibelauslegung.

das empfinde ich gar nicht. Bei meinem nächsten Posting werde ich mehr Bibelstellen angeben…

außerdem lese ich dauernd jehova. meinst
du wirklich, daß gottes heil nur 144000
menschen zuteil wird?

Du kennst Jesu gleichnis mit den zwei Herden??? Eine davon sind die angesprochenen 144000. Sie werden mit Jesus das K´önigreich aus dem Himmel regieren. Die andere Herde ist auch als grosse Volksmenge bekannt. Sie werden auf der Erde im Paradies Leben.

gruss alex

Hallo,

In Mat 20:28 steht, das Jesus gekommen
ist um sein Leben als Lösegeld im
Austausch gegen viele zu geben. Ja Jesus
wurde als vollkomender Mensch geboren und
hat sich auch während seiner Lebzeit
keine Sünde begangen. Er gab also sein
volkommendes Leben und dadurch wurde die
Sünde Adams aufgehoben.

Das ist etwas, was ich noch nie verstanden habe: warum sollte die Vergebung der Sünden (wenn man schon an sowas wie eine Erbsünde glaubt) ausgerechnet dadurch erreicht werden, daß man jemanden (noch dazu einen so perfekten Menschen) auf brutalste Art ermordet??

wir etwas bereuen, was wir aufgrund unser
aller Unvollkommenheit getan haben,
können wir durch Jesu Tod um Vergebung
beten.

Wenn Gott so gütig und verzeihend ist, wieso reicht das dann nicht, wenn man ihn einfach so darum bittet. Ist da wirklich ein „Menschenopfer“ notwendig??

Wir haben die Chance auf ewiges

Leben. Wenn Jehova die Welt richtet wird
er in Gute und Böse trennen und er wird
die Toten wieder zum Leben erwecken, und
alles wird wieder so sein wie es zu Adams
Zeiten war und wie es in Offenbarung 21:4
beschrieben wird. Und dieses Königreich
wird hier auf >Erden errichtet werden.

Werden die Toten physisch wieder zum Leben erweckt?? Und was ist dann mit denen, von denen nichts mehr übrig ist? Oder ist das nur eine Auferstehung der Seele und weshalb nuß man dann bis zum jüngsten Tag warten, bis man „abgeurteilt“ wird??

Zugegeben, die Fragen sind ein wenig naiv, aber ich kapiers wirklich nicht und wüsste schon gerne, wie sich ein gläubiger Mensch das vorstellt.

Gruß,
Lisa

Hallo,

also ich werd’s mal versuchen Dir deine Fragen zu beantworten:

Das ist etwas, was ich noch nie
verstanden habe: warum sollte die
Vergebung der Sünden (wenn man schon an
sowas wie eine Erbsünde glaubt)
ausgerechnet dadurch erreicht werden, daß
man jemanden (noch dazu einen so
perfekten Menschen) auf brutalste Art
ermordet??

na dann werde ich mal versuchen das mit dem Lösegeld verständlich zu machen: Gemäss 1.Petrus 2:22 und Heb. 7:26 war Jesus als vollkommener Mensch geboren und begang auch zu lebzeiten keinerlei Sünde. Gott bezeugte das es sein Sohn war, bei der Taufe durch Johannes, wo er heiligen Geist ausgoss. Weiterhin ist es wichtig zu betrachten, dass er sein Leben „freiwillig“ gab. Er hätte wie er zu Petrus im Garten gesagt hat Legionen von Engen zu seiner Hilfe rufen können, er tat es aber nicht.
Jetzt zu der schwieriegen Frage des Sinns des Loskaufopfers: Gemäss Römer 5:12 sind wir aufgrund Adams Vergehen alle Sünder von Geburt an, und haben gemäss Ps 51:5 selber keine Möglichkeit etwas daran zu ändern. Halten wir fest, kein unvollkommender Mensch ann die Sünde Adams aufheben(Ps 49:6-9) Es musste dafür ein vollkommendes Leben geopfert werden!!! Also Jesus Christus. Warum wirst du dich jetzt sicherlich fragen bestrafte Jehova Gott nicht einfach Adam und Eva und würde uns bei Sündlosigkeit ewig leben lassen??? Weil Jehova Gerechtigkeit und Recht liebt(Ps 33:5). Wieso???
Zum Zeitpunkt der Sünde Adams und Evas hatten sie noch keine Kinder. Das heisst alle Nachkommen sind in Sünde geboren. Hätte Jehova das ignoriert, so hätte er gegen seine eigenen Massstäbe verstossen. Welche glaubwürdigkeit hätte er dann noch??? (nachzulesen in Rmer 3:21-26)
Wie konnte, ohne die Forderung des Rechts zu ignoriren, eine Vorkehrung getroffen werden, um die Nachkommen Adams, die Gott lieben und ehren zu erlösen??? Kein Mensch konnte diese Sünde ausgleichen, da die Waage der Gerechtigkeit sonst nicht ausgeglichen wäre. Nur Jesus konnte dieses tun. Aus der Liebe zu den Menschen fühlte er sich veranlasst sein vollkommendes Leben im Himmel neben seinem Vater aufzugeben und als Mensch wiedergeboren zu werden. Er starb für die Menscheit. (zum nachlesen: 1.Kor 15:45; 1.Tim 2:5,6; Joh 3:16; Röm 5:8; Phil 2:7,8…)

Ein Versuch der Veranschauligung:

Ein Familienvorstand wird kriminell, und schliesslich verurteilt man ihm zum Tod. Seine Kinder stehen völlig mittellos da, hoffnungslos verschuldet. Sie haben jedoch einen gütigen Grossvater, der ihnen hilft, indem er durch seinen Sohn, der bei ihm wohnt, dafür sorgt, dass ihre Schulden beglichen werden und sie somit die Möglichkeit erhalten ein neues Leben zu beginnen. Damit die Kinder einen Nutzen davon haben müssen sie natürlich mit der Vorkehrung einverstanden sein, und der Grossvater mag natürlich gewisse Bedingungen stellen, um sicher zu gehen, dass die Kinder die Handlungsweise ihres Vatars nicht nachahmen.

Werden die Toten physisch wieder zum
Leben erweckt?? Und was ist dann mit
denen, von denen nichts mehr übrig ist?
Oder ist das nur eine Auferstehung der
Seele und weshalb nuß man dann bis zum
jüngsten Tag warten, bis man
„abgeurteilt“ wird??

Also mit der Auferstehung isz eine Physische gemeint. Jehova wird hier auf Erden das Paradies wieder herstellen, so wie es Adam auch hatte. Wer aber nun errettet wird und wer nicht, das kann nur Jehova und sein Sohn Jesus Christus entscheiden. Wir können aber, indem wir unser Leben an der Bibel ausrichten einen grossen Schritt in die richtige Richtung tun.

Zugegeben, die Fragen sind ein wenig
naiv, aber ich kapiers wirklich nicht und
wüsste schon gerne, wie sich ein
gläubiger Mensch das vorstellt.

So naiv sind die Fragen ja wohl nicht. Wie schon mal erwähnt kennen die wenigsten Menschen die Bedeutung des Reich Gottes, obwohl sie täglich in Ma 6:9,10 danach beten. Die meisten wissen mit diesem Ausdruck nichts anzufangen…

Wenn du noch mehr fragen hast… nur zu :smile:

Gruss alex

Hallo Lisa,

Das ist etwas, was ich noch nie
verstanden habe: warum sollte die
Vergebung der Sünden (wenn man schon an
sowas wie eine Erbsünde glaubt)
ausgerechnet dadurch erreicht werden, daß
man jemanden (noch dazu einen so
perfekten Menschen) auf brutalste Art
ermordet??

Das ist auch mir und noch vielen anderen Leuten ein Rätsel und war es wohl auch den Jüngern, die sich fragten, warum Gott den Tod des unschuldigen Jesus zugelassen hatte. Der Gedanke, der dahintersteht, ist der des Sündenbocks, dem in einer jährlichen Zeremonie die Sünden des Volkes „aufgeladen“ wurden und der dann in die Wüste gejagt wurde.

Wenn Gott so gütig und verzeihend ist,
wieso reicht das dann nicht, wenn man ihn
einfach so darum bittet. Ist da wirklich
ein „Menschenopfer“ notwendig??

Interessanterweise vergibt Gott im Alten Testament die Sünden der Menschen (z.B. des König David, der einiges auf sein Gewissen geladen hatte) „einfach so“.

Werden die Toten physisch wieder zum
Leben erweckt??

Ja und nein. Jesus sagt, sie „werden sein wie die Engel im Himmel“, also nicht mit einem gebrechlichen oder krankheitsanfälligen Leib behaftet, aber auch keine körperlos herumschwimmenden „Geister“. die beste Illustration ist wohl die Erscheinung des auferstandenen Jesus, der leiblich und doch nicht leiblich war.

Und was ist dann mit

denen, von denen nichts mehr übrig ist?

Macht nichts. Gott hat in seinem großen Computer sicherungsdateien von uns allen angelegt.

Zugegeben, die Fragen sind ein wenig
naiv, aber ich kapiers wirklich nicht und
wüsste schon gerne, wie sich ein
gläubiger Mensch das vorstellt.

Beim Vorstellen wird es schwierig. Mit den Bildern der Bibel - goldene Stadt, Kronen, Edelsteine etc. - kann ich nicht viel anfangen, jedenfalls stelle ich es mir öde vor, die ganze Ewigkeit mit einer Krone auf dem Kopf auf goldenen Straßen herumzulaufen.
Es heißt: „Was kein auge gesehen und kein Ohr gehört und in keines Menschen herz gedrungen ist, das wird Gott denen bereiten, die ihn lieben.“
gruß,
bb

Verstaendisfragen
Hi Alex,

habe ich das jetzt alles richtig verstanden?

Ein Versuch der Veranschauligung:

Ein Familienvorstand wird kriminell,

das entspricht dem Sündenfall Adams und Evas

und

schliesslich verurteilt man ihm zum Tod.

Gott ist der Richter, der Adam und Eva die Unsterblichkeit nimmt. D.h. das Todesurteil wird dadurch vollstreckt, daß Adam und Eva eines „natürlichen“ Todes sterben müssen.

Seine Kinder stehen völlig mittellos da,
hoffnungslos verschuldet.

Das sind alle Menschen nach Adam und Eva. Ist es korrekt, daß es Gott ist, bei dem die Menschen so hoffnungslos verschuldet sind? Außerdem: muß ich das so verstehen, daß Gott nicht nur Adam und Eva (den Familienvorstand), sondern auch deren Kinder (die zu diesem Zeitpunkt noch nicht geboren waren) für das begangene Delikt zum Tode verurteilt hat?

Sie haben

jedoch einen gütigen Grossvater,

Das ist Gott

der

ihnen hilft, indem er durch seinen Sohn,

Das ist Jesus Christus

der bei ihm wohnt, dafür sorgt, dass ihre
Schulden beglichen werden

Das geschieht durch den Opfertod am Kreuz. Dadurch werden die Schulden bei Gott beglichen. Im Beispiel: die Kinder des Hingerichteten haben beim Großvater 10000 Mark Schulden. Der Großvater verzichtet nicht auf die Zahlung der 10000 Mark, sondern läßt diese durch seinen Sohn abarbeiten. Dadurch werden die Schulden der Kinder getilgt.

und sie somit

die Möglichkeit erhalten ein neues Leben
zu beginnen.

Die Kinder sind nun schuldenfrei. Wurde das Todesurteil nun aufgehoben?

Gruß
Michael

Hallo Alex,

Jetzt zu der schwieriegen Frage des Sinns
des Loskaufopfers: Gemäss Römer 5:12 sind
wir aufgrund Adams Vergehen alle Sünder
von Geburt an, und haben gemäss Ps 51:5
selber keine Möglichkeit etwas daran zu
ändern. Halten wir fest, kein
unvollkommender Mensch ann die Sünde
Adams aufheben(Ps 49:6-9) Es musste dafür
ein vollkommendes Leben geopfert
werden,

Deine Argumentation hat nur einen schwachen Punkt: Adam und Eva gab es nur in der Mythologie. „Adam“ heißt „erde“ und „Eva“ heißt „Mutter“. Mythen hin oder her, wir wissen heute, dass die Menschheit sich über verschiedene Vorstufen (Hominiden) zum heutigen Menschen entwickelte. Wenn aber Adam und Eva keine Personen waren, dann konnten sie auch keine Erbsünde vererben und niemand musste von einer solchen erlöst werden. Wäre das nicht auch sehr ungerecht, wenn Gott Menschen (und sogar Babys) in die Hölle schickt, weil irgendjemand vor zigtausenden Jahren gesündigt hat?
Das wäre so, als würde man mich heute ins gefängnis stecken für die Taten, die Adolf Hitler begangen hat, nur weil der auch Österreicher war.
gruß,
bb

Hallo Stucki,

am liebsten lasse ich da die Bibel selbst reden. Hier also zwei Aussagen Jesu über das ewige Leben:

JOH 17,1 So redete Jesus, und hob seine Augen auf zum Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist da: verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche;
JOH 17,2 denn du hast ihm Macht gegeben über alle Menschen, damit er das ewige Leben gebe allen, die du ihm gegeben hast.
JOH 17,3 Das ist aber das ewige Leben, daß sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.

JOH 5,24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.

Diese Aussage besagt, dass wer die Erlösung durch Jesus annimmt, nicht mehr im Gericht am Jüngsten Tag negativ beurteilt wird. Also auf jeden Fall ins Gottes Reich leben darf.

Gruß Harald

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo alex,

das empfinde ich gar nicht. Bei meinem
nächsten Posting werde ich mehr
Bibelstellen angeben…

ERBARMEN! Und: Noch mehr aus dem Zusammenhang gerissene Verse machen deine Argumentation auch nicht besser.
bb

Hallo Stucki

Die von Dir gestellte Frage zählt in meinem Verständnis zu den nicht Glaubens-relevanten Fragen, das heisst, die Bibel – Gott – gibt keine spezifische Vorstellung vor, die Du Dir von der Auferstehung oder der Unsterblichkeit machen musst. Wesentlich ist für die Bibel alleine die nackte TATSACHE des ewigen Lebens, d.h. die Tatsache, daß mit dem Tod nicht alles vorbei ist, sondern, daß es auch über diese Grenze hinaus eine Existenz gibt und daß Gott mächtiger ist als selbst der Tod.

In der Bibel steht nichts darüber, wie man sich das ewige Leben vorzustellen hat und ich denke aus gutem Grund. Das Analogon, das ich hier immer gerne gebrauche ist die Aufforderung, zu versuchen, einem dreijährigen Kind zu erklären, warum es Geld gibt. Die ganzen Konzepte, die notwendig sind, um zu verstehen, was Inflation oder Bruttosozialprodukt ist und was den Wert eines Gegenstandes ausmacht, wird es nicht begreifen, also wird man auf ganz einfache Worte und Vorstellungen zurückgreifen, die der Komplexität des Gegenstandes nicht gerecht wird, die aber ausreichen, um dem Kind das Geld näher zu bringen, ohne die Unwahrheit zu sagen.

Genauso ist es mit dem ewigen Leben in der Bibel. Wichtig ist die Tatsache an sich. Darüber hinaus gibt es zwar Andeutungen und Analogien, aber inwieweit diese wirklich wörtlich oder übertragen zu verstehen sind, ist eine völlig offene Frage, die auch jeder selbst beantworten kann und soll.

Als Beispiel will ich die Aussage der Bibel bringen, in der gesagt wird, daß wir zusammen mit Gott an einem Tisch sitzen und gemeinsam essen werden. Das kann man wörtlich nehmen und daraus schliessen, daß wir im ewigen Leben einen Körper haben werden, der Nahrungszufuhr braucht und daß dieses Bedürfnis in derselben Weise gestillt werden wird, wie heute. Man kann aber auch daran denken, daß das gemeinsame Mahl in der damaligen Zeit – und auch heute noch – ein Inbegriff des integriert sein - akzeptiert sein war und daß das Mahl am Tisch des Herrschers eine sehr grosse Ehre war. Insofern kann diese Bibelstelle auch ausdrücken, daß wir im ewigen Leben von Gott voll akzeptiert und integriert sein werden und einfach mit in die Gemeinschaft gehören werden.

Du siehst, es gibt eine sehr grosse Variationsbreite von Vorstellungen, die alle den eigentlichen Kernpunkt – Gott überwindet den Tod und sichert uns eine Existenz auch über den Tod hinaus – bejahen. Du hast jetzt die Wahl. Entweder Du denkst selber und baust Dir mehr oder weniger fest gefügte Vorstellungen oder Du denkst nicht selber und schliesst Dich den Vorstellungen einer Gemeinschaft wie der Zeugen Jehovas an, die Dir viele Schwierigkeiten bereiten, wenn Du wagst, Dir eigene Gedanken zu machen.

Natürlich habe ich auch eigene Vorstellungen vom ewigen Leben, aber ich glaube nicht, daß sie so gut sind, um sie hier als allein seligmachende Vorstellung anzupreisen. Nur wenn Du sagst „weil ich mir nicht vorstellen kann, wie das ist, deshalb glaube ich nicht dran“, dann würde ich sagen „So sehen meine Vorstellungen aus und die sind so gut, daß ich damit leben kann, also gibt es keinen Grund, nicht daran zu glauben“

Gruß
Thomas

Hallo Michael,

ja, alles richtig.

Durch Jesu Opfertod(Loskaufopfer) wurde Adams Sünde zugedeckt.

Das heisst, wenn wir unser Leben gemäss der Bibel umstellen haben wir gemäss dieser eine Hoffnung auf ewiges Leben (wichtig: Auf Erden)

gruss aex

Hallo bb,

Deine Argumentation hat nur einen
schwachen Punkt: Adam und Eva gab es nur
in der Mythologie. „Adam“ heißt „erde“
und „Eva“ heißt „Mutter“. Mythen hin oder
her, wir wissen heute, dass die
Menschheit sich über verschiedene
Vorstufen (Hominiden) zum heutigen
Menschen entwickelte. Wenn aber Adam und
Eva keine Personen waren, dann konnten
sie auch keine Erbsünde vererben und
niemand musste von einer solchen erlöst
werden.

mit dieser Rgumentation stellst du die ganze Bibel in Frage. So richtig kann ich ihr auch nicht fogen. Meiner Meinung nach gibt es auch keine biblischen Beweise dafür.
Der lebensige Bericht aus 1.Mose lässt doch keinen anderen Schluss als den von mir erwähnten zu.

Wäre das nicht auch sehr
ungerecht, wenn Gott Menschen (und sogar
Babys) in die Hölle schickt, weil
irgendjemand vor zigtausenden Jahren
gesündigt hat?

genau so ist es… Aufgrund von Adams Sünde sind wir nicht mehr vollkommen. Wäre das nicht so, so würden wir alle ewig leben, nie krank sein, keinen Schmerz empfinden…

Das wäre so, als würde man mich heute ins
gefängnis stecken für die Taten, die
Adolf Hitler begangen hat, nur weil der
auch Österreicher war.

Ein recht extremer Vergeich (Adam unser Urvater gleich Hitler???) aber genau so ist es doch.

gruss alex

ein Einwurf…
Hi,

Diese Aussage besagt, dass wer die
Erlösung durch Jesus annimmt, nicht mehr
im Gericht am Jüngsten Tag negativ
beurteilt wird. Also auf jeden Fall ins
Gottes Reich leben darf.

es wird aber auch gesagt, dass es nicht unsere Sache ist sich damit auseinanderzusetzen wer Gottes Königreich erben wird, sondern Gottes sache. Wenn wir uns aber an sein Wort halten haben wir gute Chancen.

gruss aex

Hallo Stucki

Die von Dir gestellte Frage zählt in
meinem Verständnis zu den nicht
Glaubens-relevanten Fragen, das heisst,
die Bibel – Gott – gibt keine spezifische
Vorstellung vor, die Du Dir von der
Auferstehung oder der Unsterblichkeit
machen musst.

was meinst du mit nicht glaubensrelevant??? ich finde schon das es wichtig ist sich daymit auseinanderzusetzen. Nur so können wir auch Wertschätzung für Gottes Werk empfinden und das ist sicherlich glaubensstärkend.

Wesentlich ist für die
Bibel alleine die nackte TATSACHE des
ewigen Lebens, d.h. die Tatsache, daß mit
dem Tod nicht alles vorbei ist, sondern,
daß es auch über diese Grenze hinaus eine
Existenz gibt und daß Gott mächtiger ist
als selbst der Tod.

Es gibt keine Existenz nach dem Tod, wie du es meinst (Jo 11:11-13 , Ps 9:5) sondern Gott wird das Paradies zu einem Zeitpunkt in der Zukunft wieder herstllen und zwar auf Erden.

In der Bibel steht nichts darüber, wie
man sich das ewige Leben vorzustellen hat

doch: z.B Offenbarung 21:3,4 …

und ich denke aus gutem Grund. Das
Analogon, das ich hier immer gerne
gebrauche ist die Aufforderung, zu
versuchen, einem dreijährigen Kind zu
erklären, warum es Geld gibt. Die ganzen
Konzepte, die notwendig sind, um zu
verstehen, was Inflation oder
Bruttosozialprodukt ist und was den Wert
eines Gegenstandes ausmacht, wird es
nicht begreifen, also wird man auf ganz
einfache Worte und Vorstellungen
zurückgreifen, die der Komplexität des
Gegenstandes nicht gerecht wird, die aber
ausreichen, um dem Kind das Geld näher zu
bringen, ohne die Unwahrheit zu sagen.

Sicher ist es schwierig sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen, und wir werde auch sicher nie alles verstehen, aber trotzdem muss man sich damit aus o.g. Gründen auseinandersetzen.

Genauso ist es mit dem ewigen Leben in
der Bibel. Wichtig ist die Tatsache an
sich. Darüber hinaus gibt es zwar
Andeutungen und Analogien, aber inwieweit
diese wirklich wörtlich oder übertragen
zu verstehen sind, ist eine völlig offene
Frage, die auch jeder selbst beantworten
kann und soll.

ich finde das dazu eine sehr detallierte Aussage in der Bibel getroffen wird. Vor allem im Bibelbuch Offenbarung wird darauf eingegeangangen.

ich empfinde es für äusserst wichtig sich damit auseinanderzusetzen was die Bibel über das ewige Leben sagt, denn ohne Wissen ist es nicht einfach zu glauben, oder besser andersherum, mit Wissen und Verständnis ist es einfacher zu glauben. Es fällt einem doch sicherlich leichter, wenn man weiss was Jehova für die Zukunft vorgesehen hat.

gruss alex

Hi Alex,

Du bist ein Zeuge Jehovas, nicht wahr? Wie ist das eigentlich, wie steht Ihr zur weltlichen Gesetzgebung? Dürfen Menschen überhaupt übereinander zu Gericht sitzen? Wenn man nämlich eine weltliche Justiz nach diesem göttlichen Vorbild aufbauen wollte, dann müßte man ja wirklich einen fundamentalen Grundsatz unseres Rechtswesens über Bord werfen, nämlich den, daß jeder nur für das zur Rechenschaft gezogen werden kann, was er selbst in irgendeiner Weise zu verantworten hat (weil er es herbeigeführt oder geduldet hat). Kann das Bestrafen der Nachkommen ein Modell für die weltliche Justiz sein?

Gruß
Michael

„Was ist das ewige Leben (im christlichen
Sinne)?“

Langer Debatte kurzes Ende. Frage doch ein jeder Interessierter einfach den „Chef“ selber! Ich hab’s getan, vor etwa 9 Jahren, und er hat mir, auf Seine Art, darauf geantwortet. Ich habe Ihn gefragt: Wenn es Dich da oben (oder sonstwo!) geben sollte und Du tatsächlich Gott, der Gütige, Barmherzige sein solltest, weiß ja nicht so ganz genau, dann hilf mir bitte, Dich zu finden und antworte mir bitte - auf Deine Weise, wie Du willst, wenn Du willst!..
Ich vergaß dieses für ein paar Wochen. Nach einiger Zeit, es ging mir hervorragend gut, fiel mir diese Frage abends mal wieder ein. Ich fragte sofort nach: „Hast Du etwa daran gedreht, Chef?“ Ein siedenheißes Gefühl durchströhmte mich und ich wußte (das ist natürlich nicht im mathematisch-naturwissen-schaftlichen Sinne ein „Beweis“, ist mir klar!) das dem so war. Seitdem beantwortet mir mein Chef im Himmel so gut wie jede ernsthafte Frage, die mich im geistig-seelischen Sinne weiterentwickeln kann. Trallala-Fragen werden natürlich nicht berücksichtigt.(Habe ich auch lernen müssen!) So will es der „liebe“ Gott mit allen Seinen Kindern halten. Wer da anklopfet, dem wird aufgetan!" Wer nich fragt, den läßt er auch „in Ruhe“. Er prüft genau, welch „Kaliber“ da anklopft. Versucht es mit ganzem Herzen und ganzer Seele - und Ihr werdet es auch bestätigen können was ich hier gerade in aller Kürze verhackstückelt habe.
Übrigens, der „Boß“ hat auch Humor!
Deswegen gehöre ich auch voll Freude zu Ihm. Das ewige Leben fängt schon jetzt im materiell-dinglichen Körper an, für diejenigen, die von Ihm (Gott) das Zeichen geschenkt erhalten, als Kind „angenommen“ zu sein. Dieses Zeichen vergißt niemals jemand, der es erhalten hat. Gelobt sei mein Herr und Gott, in und durch Jesus Christus, Amen.

Von der Freiheit eines Christen
Hallo Alex

was meinst du mit nicht
glaubensrelevant???

Ich meine, daß es nicht relevant ist, welches Bild, welche Vorstellung oder welche Theorie wir hier genau haben. Du glaubst an die leibliche Wiederherstellung der Erde, ich neige mehr einer Auferstehung des Geistes zu - wie auch immer. Keine dieser Ansichten hindert uns daran, gemeinsam Christen zu sein.

ich finde schon das
es wichtig ist sich daymit
auseinanderzusetzen. Nur so können wir
auch Wertschätzung für Gottes Werk
empfinden und das ist sicherlich
glaubensstärkend.

Ok, ich setze mich ja auch auseinander. Aber wenn Du jemanden sagst „Du bist kein Christ, weil Du hier nicht so denkst wie ich“, dann begehst Du eine schwere Sünde wider den heiligen Geist.

Es gibt keine Existenz nach dem Tod, wie
du es meinst (Jo 11:11-13 , Ps 9:5)

Doch, kann schon sein, siehe Lk 23,43

ich finde das dazu eine sehr detallierte
Aussage in der Bibel getroffen wird. Vor
allem im Bibelbuch Offenbarung wird
darauf eingegeangangen.

Allerdings ist die Offenbarung auch das Buch, das am allermeisten von Bildern, Analogien und Gleichnissen lebt. Jeder Versuch, hier ganz konkrete Theorien über sehr abstrakte Fragen zu gewinnen und dann auch noch zu behaupten, man hätte DIE Lösung, ist Hochmut.

Es fällt einem doch sicherlich leichter,
wenn man weiss was Jehova für die Zukunft
vorgesehen hat.

Ja, es wäre leichter, aber ist das Gottes Weg? Es geht doch nicht darum, die Zukunft zu kennen, sondern darum, sich jeden Tag neu auf Jesus einzulassen und nach seinem Willen zu fragen. Der wahre Glaube zeigt sich nicht in den Momenten der Klarheit, in denen man alle Wege sieht, sondern in den Momenten der Dunkelheit, in denen einen die Zweifel und die Fragen zu verschlingen drohen.

Gruß
Thomas

Hi Michael,

Du bist ein Zeuge Jehovas, nicht wahr?

ja

Wie ist das eigentlich, wie steht Ihr zur
weltlichen Gesetzgebung?

wir befolgen sie, solange sie nicht gegen Gottes Gesetz verstossen (Wahlen, Wehrdienst etc)

Dürfen Menschen
überhaupt übereinander zu Gericht sitzen?
Wenn man nämlich eine weltliche Justiz
nach diesem göttlichen Vorbild aufbauen
wollte, dann müßte man ja wirklich einen
fundamentalen Grundsatz unseres
Rechtswesens über Bord werfen, nämlich
den, daß jeder nur für das zur
Rechenschaft gezogen werden kann, was er
selbst in irgendeiner Weise zu
verantworten hat (weil er es
herbeigeführt oder geduldet hat). Kann
das Bestrafen der Nachkommen ein Modell
für die weltliche Justiz sein?

In Pre 8:9 sagt der Knig Salomo, der ja so ziemlich ales ausprobiert hatte „… der Mensch über den menschen zum Schaden geherrscht…“ Keine menschliche Regierung wird je Krieg, Krankheit… in den Griff bekommen. Darum warten wir auf die Königreichsrehierung Jesu.

gruss alex