Was ist ein Christ?

Steigerung
Tach Tony

Für meine Mutter und alle andern bekennenden
Christen die jeden Sonntag in die Kirche gehen

Dann kann ich Dir noch ein altes niederrheinisches Sprichwort ins Schriftdüütsch übersetzen: Wenn die Kirchen voll sind, sind die Teufel von der Strasse.

Tschö ErBi, mit ‚em Grues an d‘ Muetter

ein Gedanken * chen
Hallo Quest,

gerne hätte ich Dir ein Sternchen gegeben (bin erst zu kurz da), denn ich finde es gut, wenn es noch ein paar Forenteilnehmer gibt, die auf eine ernstgemeinte Frage klar antwortet.
Manche scheinen ihre Langeweile mit solchen Verbalalbernheiten vertreiben zu müssen, aus reiner Profilierungssucht.
www - widerliche Wortwechsel

Dir noch ein schönes Wochenende mit vielen Grüße von
Claudia (*ziemlichgenervt*)

Hi ErBi,

laß es bleiben, ich „Glaube“ die Ursache zu kennen,
du kannst auf diesem Format nicht gewinnen…also bleib gelassen…

und sei nicht der „Oberkotzbrocken“…das Kleinbürgertum steht dir nicht…

Ich hatte dieser Tage Pia versprochen, mich zu bessern. Ich
hoffe nicht, dass es schon wirkt. :wink:

*lach* ich denke schon !!!

Kerbi
auch ein tschööönes

wie ist ein Christ?
Hallo Kerbi,

meiner Meinung ist es nicht unwichtig an dieser Stelle darauf aufmerksam zu machen, dass Andreas gefragt hat, was ein Christ ist und nicht wie ein Christ (oder Moslem oder was auch immer) ist.
Religiösität nimmt für manche Menschen eine wichtige Rolle in ihrem Leben ein, das zu respektieren gilt. Das bedeutet natürlich nicht dem Tun der Kirchen und deren Anhänger stumm zuzuschauen, wohl möglich vor lauter Pietät nicht darüber zu reden oder zu kritisieren. Aber dies sollte man wohl in einzelnen Fällen tun, und mit stichhaltigen Argumenten.
Bestimmte Richtungen der verschiedenen Religionen abzulehnen ist jedem seine persönliche Sache. Das kann man nicht für andere tun.
Ich z.B. bin evangelisch und gehe nicht regelmäßig zur Kirche, aber bin von unserem Pastor begeistert. Der verkörpert meines Erachtens nach einen Christen. Da hat jeder seine eigenen Vorstellungen.

ErBi trammelte so eine Art These los: besser ein ehrlicher Zyniker, der Religiösität ablehnt, als ein schlechter Christ.
Dieses Niveau ist es nicht wert zu betreten.

viele Grüße
Claudia

Allright,
dann gefallen mir die Indianer mit dem direkten Draht zu
Mother Nature noch am besten. Bin aber Deutscher aus dem
Abendländle; und nu?
*******
Erik
p.s. i know about der Frage, ob ich an Jesus glaube,
aber waren denn die Indios völlig auf dem falschen Dampfer?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Claudia,

meiner Meinung ist es nicht unwichtig an dieser Stelle darauf
aufmerksam zu machen, dass Andreas gefragt hat, was ein Christ
ist und nicht wie ein Christ (oder Moslem oder was auch immer)
ist.

Die Frage wurde um 12:29 von Quest beantwortet.

Religiösität nimmt für manche Menschen eine wichtige Rolle in
ihrem Leben ein, das zu respektieren gilt.

jawohl liebe Claudia !

Das bedeutet

natürlich nicht dem Tun der Kirchen und deren Anhänger stumm
zuzuschauen, wohl möglich vor lauter Pietät nicht darüber zu
reden oder zu kritisieren.

ich bin ganz deiner Meinung.

Aber dies sollte man wohl in

einzelnen Fällen tun, und mit stichhaltigen Argumenten.

soll ich dir jetz von „Frau Müller“ oder von „Frau Huber“ erzählen ?

Bestimmte Richtungen der verschiedenen Religionen abzulehnen
ist jedem seine persönliche Sache. Das kann man nicht für
andere tun.

genau Claudia, weil jeder für sich seine persönlichen Erfahrungen sammelt.

Ich z.B. bin evangelisch und gehe nicht regelmäßig zur Kirche,

Ich bin auch evangelisch und gehe nicht regelmäßig zur Kirche.

aber bin von unserem Pastor begeistert. Der verkörpert meines
Erachtens nach einen Christen. Da hat jeder seine eigenen
Vorstellungen.

wie wäre es, wenn du mir etwas genauer schreiben würdest.
oder war das jetzt schon dein „Sichhaltiges Argument“ ?

ErBi trammelte so eine Art These los:

???

besser ein ehrlicher

Zyniker, der Religiösität ablehnt, als ein schlechter Christ.

wo hat ErBi geschrieben dass er Religion ablehnt ???

ErBi hat seine persönliche Meinung über Christen gepostet, die zu respektieren ist.
Ich habe meine persönliche Meinung mit ihm geteilt.
Du, Claudia darfst deine persönliche Meinung gerne mir schreiben oder auch direkt ErBi (was etwas ehrlicher wäre).

Keine Angst Claudia…ErBi beißt nicht…*gg*

Dieses Niveau ist es nicht wert zu betreten.

Meinst du meines ?
Meinst du ErBi`s ?
Meinst du das Niveau der meisten Forumteilnehmer die aus Langeweile und Profilierungssucht Verbalaberheiten verbreiten ?

Ach Claudia bleib einfach etwas gelassener, du schreibst viele gute Artikel und Antworten…auch oft zynisch…mit kitzekleinen Stacheln…:wink:)
ich persönlich lese dich gerne…darum merke ich deine „Genervtheit“…dazu kann ich dir nur sagen dass mir persönlich so… „hin und wieder“… (eben nicht andauernd) die… „bösen“…„zynischen“ …Antworten, so …„frisch von der Leber weg“…gefallen.

liebe Grüße
Kerbi

viele Grüße
Claudia

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nicht immer gut drauf
Hallo Kerbi,

ok. wer so wie ich ein wenig stänkert, muß damit rechnen dass zurück gestänkert wird.

Andreas Frage: was ist ein Christ? Nur eine Frage, aber eine wichtige.
ErBis posting: Jemand der am Sonntag in die Kirche rennt und betet, aber den Rest der Woche mobbt, lügt, krumme Sachen macht, fremdgeht und heuchelt.
Dein Posting: aber es ist nun mal so, ich muß auch ErBi recht geben.
Nach meiner Erfahrung sind die untolerantesten Menschen die religiösen. Unter dem Schutz des Glaubens werden die größten Missetaten begangen die schlimmsten Kriege geführt und jeden Tag Menschen ausgeschlossen herabgewürdigt und verletzt.
Also, zugegeben, ich habe ein wenig ungehobelt reagiert. Aber nach meinen bisherigen Erfahrungen sehe ich im Gegensatz zu Dir bei ErBi keinen Sinn mich mit ihm auszutauschen.
Ich wollte nicht arrogant sein. Nur Andreas hat ja nicht nach den Erfahrungen mit religiösen Menschen gefragt, sondern nach der Personifizierung in einer Religionsrichtung (ein wenig umständlich beschrieben, kann es nicht besser formulieren).
Um nicht noch die Sauce hier zu verlängern, schicke ich Dir mal eine Mail. Ok?
Viele Grüße
Claudia

Hallo Zyniker

Kein Christ ist, wer

am Sonntag in die Kirche rennt und betet, aber den
Rest der Woche mobbt, lügt, krumme Sachen macht, fremdgeht und
heuchelt.

Kann man problemlos fortsetzen

Ein Humanist = einer, dem das Menschsein am wichtigsten ist, vorausgesetzt er ist selbst damit gemeint.

Ein Demokrat = Einer, für den alle Macht vom Volke ausgeht, vorausgesetzt er kontrolliert das Volk.

Ein Idealist = einer, der sich für SEINE Ideale einsetzt, weil sie ihm Vorteile bringen.

Ein guter Mensch = einer, der für das Gut sein nicht zu viele Unbequemlichkeiten auf sich nehmen will.

Ein Ungläubiger = Einer der glaubt nichts zu glauben.

Ein Zyniker = Einer der verletzt, weil er zu bequem ist, ernsthaft zu diskutieren.

Du siehst, zynisch sein ist leicht. Sag doch mal, zu welcher Weltsicht Du Dich bequemst, damit wir die auch zerreissen können.

Gruß
Thomas

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Hallo

Meine Meinung ist unten schon angeklungen, aber ich will sie noch einmal klar ausdrücken:

Ein Christ ist jemand, der glaubt und anerkennt, daß Jesus Christus der von Gott gesandte Erlöser ist und der ihn als seinen Herrn ansieht.

Diese Aussage ist für sich vollständig ausreichend, alles andere (z.B. eine bestimmte Ethik) ist Konsequenz daraus, die aber nicht selbstverständlich ist, sondern immer wieder neu erdacht und erobert werden muß.

Insbesondere halte ich die Taufe zwar für ein wichtiges und sinnvolles Element im christlichen Glauben, aber es ist keines, das einen zum Christ macht, sie ist noch nicht einmal notwendige Voraussetzung.

Gruß
Thomas

Tut mir leid Kerbi,

aber es ist nun mal so, ich muß auch ErBi recht geben.

aber so ist es eben nicht!

Die Menschen, die ErBi beschrieben hat, sind keine Christen sondern Heuchler. Und die findest Du in jeder Religion.

Gruss Harald

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kein Verein
Hi lehitraot,

jeder verein hat seine statuten.

das Christentum ist kein Verein, sondern ein Glaube.
Und glauben kann ich auch ohne Verein.

christ wird man durch taufe.

auch nicht!
Christ wird man, wenn man Jesus von Nazareth als Messias (= Christus) anerkennt.

jude ist man durch eine jüdische mutter oder ein ritualbad.

Erzähl mir doch bitte etwas über das Ritualbad.

Schalom

Harald

Tach Claudia

Ich muss mich einmischen.

ok. wer so wie ich ein wenig stänkert, muß damit rechnen dass
zurück gestänkert wird.

Das kenne ich allzu gut.

ErBis posting: Jemand der am Sonntag in die Kirche rennt und
betet, aber den Rest der Woche mobbt, lügt, krumme Sachen
macht, fremdgeht und heuchelt.
Dein Posting: aber es ist nun mal so, ich muß auch ErBi recht
geben.
Nach meiner Erfahrung sind die untolerantesten Menschen die
religiösen. Unter dem Schutz des Glaubens werden die größten
Missetaten begangen die schlimmsten Kriege geführt und jeden
Tag Menschen ausgeschlossen herabgewürdigt und verletzt.

Also, zugegeben, ich habe ein wenig ungehobelt reagiert. Aber
nach meinen bisherigen Erfahrungen sehe ich im Gegensatz zu
Dir bei ErBi keinen Sinn mich mit ihm auszutauschen.

Warum? Hatten wir schon Probleme miteinander? Nachtragend zu sein ist aber auch unchristlich.

Ich möchte hier ganz deutlich klarstellen, dass Religion, egal welche, für mich eine Volksverdummung darstellt.

ACHTUNG: Dennoch bin ich der Meinung, dass die Menschen, die an eine Religion glauben, diesen Glauben auch praktizieren sollen können, ohne deswegen diskriminiert zu werden. Dies gilt jedoch nur solange, wie sie Anders- bzw. Nichtgläubige nicht belästigen oder beeinträchtigen. Und wenn diese Menschen ihren Glauben auch Leben, dann muss ich ihnen Respekt zollen. Um zu meinem ursprünglichen Posting zurückzukehren, meine Erfahrungen im Verwandten- und Bekanntkreis sind so wie ich sie beschrieben habe.

Tschö ErBi

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Im Prinzip stimmt das mit den Statuten, aber ich denke,
reduziert betrachtet ist man schon XXX wenn man an die
jeweiligen Lehren glaubt und gemäß den jeweiligen Regeln lebt.
Formal natürlich nicht, das weiß ich.

versteh ich nicht. entweder man ist oder man ist nicht. judesein ist so wie schwangersein - es gibt kein bißchen schwanger oder halbschwanger.

bei christen und den anderen wirds doch auch so sein.

Christ wird man, wenn man Jesus von Nazareth als Messias (=
Christus) anerkennt.

okay. was ist, wenn einer das glaubt aber nicht getauft ist. darf er dann heiraten zum beispiel?

Erzähl mir doch bitte etwas über das Ritualbad.

das symbolisiert spirituelle und rituelle reinigung. da gehen religiöse frauen hin, wenn ihre regel aus ist (blut ist nicht rituell rein). auch wenn man konvertiert, muß man da rein. dreimal untertauchen, in anwesenheit von ein paar zeugen oder so. was ich auch weiß ist, daß es kein heiliges wasser ist, sondern natürliches wasser sein muß, also auch das meer oder ein fluß kann benutzt werden. heißen tut das mikwe. ganz ganz genaue infos gibt sicher iris, die ist da expertin. :smile:

das mit den indios verstehe ich nicht! (nt)
.

…um Christ zu sein - und man kann im „Verein“, ohne Christ
zu sein:smile:

ist das tatsächlich die offizielle lehre der kirche(n)? oder ist das die moderne form des christentums liberalen und antikirchlichen typs?

Hiho!

versteh ich nicht. entweder man ist oder man ist nicht.
judesein ist so wie schwangersein - es gibt kein bißchen
schwanger oder halbschwanger.
bei christen und den anderen wirds doch auch so sein.

Formal nicht, da hast Du sicher recht, vor allem wenn Du dabei an Protestanten oder Katholiken denkst.
Bei sogenannten Freikirchen ist das aber anders, es gibt zwar welche, die auch formale Regeln erfüllen, aber es gibt welche, die rein dem Gedanken und den Kernlehren von Jesus folgen, ohne irgendwelche Formalia.
Und umgekehrt?
Gemäß kirchlicher Lehren ist z.B. die Taufe als Aufnahme in die christliche Gemeinschaft nicht rückgängig zu machen. Also sind alle Christen, rein kirchenrechtlich auch solche, die zu einer anderen Religion konvertieren.
Also bin ich rein formal Christin (getauft als Kleinkind und im protestantischen Glauben erzogen), auch wenn ich aus Glaubensgründen der Kirche ausgetreten bin.

Wie gesagt, von der Formalität her hast Du recht, in Glaubensdingen bin ich persönliche aber doch lieber „ein bißchen schwanger“.
Liebe Grüße nochmal#
Birgit

Hallo Lehitraot,

…um Christ zu sein - und man kann im „Verein“, ohne Christ
zu sein:smile:

ist das tatsächlich die offizielle lehre der kirche(n)?

oder

Es gibt keine offizielle Lehre der Kirchen, allerhöchstens offizielle Lehre n! Definitiv Plural:smile:. Man kann sich ja auf kirchlicher Eben noch nichtmal auf ein gemeinsames Abendmahlsverständnis einigen, geschweige denn bei anderen Dingen. Gelebt wird aber jetzt schon was anderes (es gibt z.B. ökumenische Abendmahlgottesdienste ohne den offiziellen Segen von oben.)

Es gab noch nie DAS Christentum wie du es offensichtlich verstehst, es gab schon früh die koptische Kirche, diverse „Schismen“ führten zu „Glaubensspaltungen“, „Ketzer“ und nicht zuletzt die Reformation. Wahrscheinlich haben deshalb auch alle immer so laut geschriehen, das sie jetzt aber das „wahre“ Christentum verkörpern, man muss sich ja im pluralistischen Glaubenschaos durchsetzen:wink:)…

Der kleinste gemeinsame Nenner ist der Glaube an Jesus Christus als dem auferstandenen Sohn, der für unsere Sünden gestorben ist. Aber schon bei unserem üblichen Glaubensbekenntnis bin ich mir nicht sicher, ob auch die orthodoxen das unterschreiben würden und die Kopten. (Katholiken und Protestanten bekennen den gleichen Text, bis auf die Ausnahme: ich glaube an die heilige christliche Kirche wird bei den Katholiken zu „Ich glaube an die heilige katholische Kirche“- was mich immer maßlos ärgert.:smile:

Ansonsten unterscheidet sich das Christentum da schon vom Judentum. Man wird Christ nicht durch Geburt, wie im Judentum.
Das Judentum bemüht sich m.E. nach um größere „Exklusivität“, wenn ich das mal so nennen kann - positiver formuliert: es ist weniger missionarisch und deshalb auch nicht sooo interessiert an Proselyten, die konvertieren. Weshalb jemand sich Christ nennen kann ohne in der Kirche zu sein. Er ist dann nur nicht Mitglied einer protestantischen Kirche (oder welcher Kirche auch immer).

zu deiner Bemerkung an Harald:
Ich kenne einige Leute, die kirchlich geheiratet haben und einer der beiden nicht mehr in der Kirche war. Nur die Taufe ist - wenn ich das richtig weiß- zumindest bei den Protestanten Pflicht (wie das Kopten, Orthodoxe und Katholiken halten, mal von den ganzen Freikirchen abgesehen, kann ich dir nicht mit Sicherheit sagen:smile:)

ist das die moderne form des christentums liberalen und
antikirchlichen typs?

Antikirchlich und liberal ist nicht unbedingt das Gleiche und schon gar nicht ein bestimmter „moderner“ Typ von was auch immer. Die Liberale Theologie ist jetzt auch schon bald 200 Jahre alt. Na, ob das noch „modern“ ist?:smile: Und mit antikirchlich hatte mein Spruch gar nichts zu tun.

Beste Grüße,

barbara

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Filialunternehmen
Hallo Erwin,

Warum? Hatten wir schon Probleme miteinander? Nachtragend zu
sein ist aber auch unchristlich.

Ich habe nicht von mir behauptet eine gute Christin zu sein. Aber ich kann dieser Glaubensrichtung etwas abgewinnen.

Ich möchte hier ganz deutlich klarstellen, dass Religion, egal
welche, für mich eine Volksverdummung darstellt.

Was meinst Du damit? Macht Religion das Volk dumm? Wird das Volk durch die Religion für dumm verkauft? Bedeutet das, dass Du Religionen deshalb ablehnst, weil Du befürchtest so dumm zu werden wie die, die religiös sind?
Ich frage deshalb, weil ich bei Deinen Aussagen den Verdacht habe, dass Du nicht für Dich selbst beschlossen hast Dich nicht mit Religionen abzugeben, sondern weil Du mit dem Tun der Kirchen nicht klar kommst.
Und dennoch sind einzelne Personen gläubig, beschäftigen sich mit christlichen Philosophien - die manchmal einer gewissen Logik nicht entbehren - und nehmen dennoch Abstand von dem kirchlichen Geschehen.

Für mich persönlich erzeugen die Institutionen um die Religionen eher Argwohn, weil sie mich sehr an Filialunternehmen erinnern. Der Pfarrer ist der Filialleiter, der Papst ist der Vorstandsvorsitzende der AG, und die Kirchgänger die Kundschaft. Und es geht oft um Geld und Macht. Das finde ich auch nicht so schön.
Trotzdem, ich kenne ein paar klasse „Filialleiter“, mit denen man richtig gut über Gott und die Welt reden kann. Deren Hintergrundwissen um die christlichen Philosophien sind dabei hilfreich, so dass die Gespräche auch Handfestes zum diskutieren vermitteln.
Wer als „Kunde“ den regelmäßigen Gang zu seinem „Laden“ braucht, muß deswegen auch noch kein schlechter Christ sein.

ACHTUNG: Dennoch bin ich der Meinung, dass die Menschen, die
an eine Religion glauben, diesen Glauben auch praktizieren
sollen können, ohne deswegen diskriminiert zu werden. Dies
gilt jedoch nur solange, wie sie Anders- bzw. Nichtgläubige
nicht belästigen oder beeinträchtigen. Und wenn diese Menschen
ihren Glauben auch Leben, dann muss ich ihnen Respekt zollen.
Um zu meinem ursprünglichen Posting zurückzukehren, meine
Erfahrungen im Verwandten- und Bekanntkreis sind so wie ich
sie beschrieben habe.

Da simma einer Meinung!

Hiermit möchte ich mich bei Dir entschuldigen, einfach über Dich hinweggelästert zu haben. Kommt nicht mehr vor. Ehrenwort :smile:

viele Grüße
Claudia

Christ wird man, wenn man Jesus von Nazareth als Messias (=
Christus) anerkennt.

okay. was ist, wenn einer das glaubt aber nicht getauft ist.
darf er dann heiraten zum beispiel?

Heiraten hat nichts mit Christsein zu tun. Auch wenn es vorteilhaft ist, wenn ein Christ eine Christin heiratet :wink:

Wer aber Wert darauf legt, in einer großen Zeremonie (eventuell in einer berühmten Kirche) zu heiraten, der muss dann eben dem jeweiligen Verein beitreten.

Ein Eheversprechen vor Gott braucht aber nicht solchen Aufwand. Gott ist überall :wink:

Erzähl mir doch bitte etwas über das Ritualbad.

das symbolisiert spirituelle und rituelle reinigung. da gehen
religiöse frauen hin, wenn ihre regel aus ist (blut ist nicht
rituell rein). auch wenn man konvertiert, muß man da rein.
dreimal untertauchen, in anwesenheit von ein paar zeugen oder
so. was ich auch weiß ist, daß es kein heiliges wasser ist,
sondern natürliches wasser sein muß, also auch das meer oder
ein fluß kann benutzt werden. heißen tut das mikwe. ganz ganz
genaue infos gibt sicher iris, die ist da expertin. :smile:

Klingt ganz so, wie es Johannes der Täufer gemacht hat. (Taufe kommt schließlich von eintauchen).

Gruss Harald