aus dem Text: „Der Patient konnte sich zwar von der Mutter seiner Adoleszenz befreien, blieb aber emotional an die ödipale und prä-ödipale Mutter gebunden, die die Ehefrau ihm ersetzen musste, solange er die damaligen Gefühle nicht erleben durfte“
präödipale Mutter: Beziehung zur Mutter bis zum Alter von so ca. 3/4/5 Lebensjahre; Hauptproblematik: (instabile) Bindung zur Mutter, (Scheitern der) Ablösung von ihr; dyadisch
ödipale Mutter: Beziehung zur Mutter ab dem Alter von so ca. 3/4/5 Lebenjahren; Hauptproblematik: Rivalität mit einem Dritten (Vater) um die Mutter; triadisch
Erkennt jemand die Quelle wieder? ))
Die Quelle deines Textes, liebe Jenna?
na, Alice Miller wirds halt sein, nehm ich an
Hast du zufällig eine Quelle, in der ich das nachlesen kann?
Bei unserem Candide ist sowas schon erstmal überhaupt nicht „zufällig“, sondern alles wohlgeordnet und gut durchdacht.
Deswegen wird er dir auch flugs eine Quelle nennen können.
Gruß,
Branden
Bei der Quelle könnte es sich um Freud handeln, und wenn das so ist, dann würde das „ödipal“ auf den von Freud so genannten Ödipuskomplex verweisen, der sich auf der erzieherischen Initiierung des Inzesttabus in der kindlichen Psyche (des Sohnes der Mutter) verankert. Dies erfolgt frühestens ab dem 3. Lebensjahr/ ca. der Beginn der „analen Phase“ der psychischen Entwicklung)… Das Inzesttabu bestimmt demnach die ganze weitere Beziehung zur Mutter - von ihr löst sich der Sohn zwar bis zum Ende der Adoleszenzsphase/ von ca. 16 bis 21. L.j.), jedoch bleibt er gegenüber der fremden, nicht erstgradig verwandten Frau, mit der er körperliche Lust tauschen darf (weil das Inzesttabu hier nicht greift), an die (prä/ödipale („orale“, Mutter-Säuglingsbeziehungs-) Phase fixiert, bei ihr die Art „Liebe“ suchend, die ihm bei seiner Mutter nicht oder zuwenig gewährt worden ist. Solche „oral-narzißtischen“ Ambitionen, treten ebenfalls mit denen der sexuellen und erotischen in Konflikt, jedoch aus anderen Gründen, als es bei den erzieherisch auferlegten Komplexen der Fall ist.
Wo der Ödipuskomplex erstmals genannt erörtert wurde, müsstest Du mal Google fragen, oder die anderen Spezialisten hier, tippen würde ich jedoch für allegmeineres u.a. auf „Totem und Tabu“. Im Kern dieser Untersuchung aller damaligen anthropologischen Berichte über die exotischen Kulturen, steht die Hypothese der Urvaterbeseitigung durch dessen Söhne (aus Konkurrenz um seine Frauen bzw. ihre Mütter), gefolgt von der Hypothese, die Söhne hätten in Anschluß an ihre Mordtat die "Monogame Verpaarung/ das krankmachende Familienleben) samt Inzestabu eingeführt.
Vor Wochenfrist noch der Dandy, lieber Branden, nun der
Zwangscharakter. Na vielen, aber herzlichen
Irgendetwas in mir tief drin hat es befürchtet, als das Posting schon abgeschickt war, das du das wieder mal ganz subtil deuten könntest…
Dir zur EHre nochmal deutlich: Du bist weder Dandy noch Zwangi.
Aber eher Dandy
Dein
Branden
ich wollte auch nicht dein Wissen testen Sondern hätte gerne selbst gewusst, woher es stammt. Grundlagenwissen muss auch irgendwo herstammen und nachlesbar sein
One pill makes you larger and one pill … … makes you small.
And the ones that mother gives you
Don’t do anything at all.
Dir zur EHre nochmal deutlich: Du bist weder Dandy noch
Zwangi.
Aber eher Dandy
Danke, das wollt ich hören.
‚Zwangi‘ gefällt mir gut, das klingt so heimelig. Da fallen mir dann gleich die Hypies, Messies, Aspis, Bordis, und wie sie alle heißen, ein.
An dieser Stelle natürlich auch einen schönen Gruß an Ana & Mia.
ich wollte auch nicht dein Wissen testen Sondern hätte
gerne selbst gewusst, woher es stammt. Grundlagenwissen muss
auch irgendwo herstammen und nachlesbar sein
Im Ernst, die erste Schrift, die das Modell der ‚Phasen der psychosexuellen Entwicklung‘ -und damit auch die phallisch-ödipale sowie die präödipalen Phasen- umreißt, das dürften die „Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie“, 1905 sein.
Das von mir Geschriebene ist in dieser komprimierten Form in jedem Einführungswerk in die (Freudsche) Psychoanalyse nachzulesen - sowie in ungefähren 122.500 Aufsätzen und Fallstudien.
Mother, you had me, but I never had you
At The End einer Diskussion über Mütter und ödipale Komplexe hätte ich jetzt eigentlich standesgemäß Herrn Morrison zitieren können. Gleichviel.
Danke, das wollt ich hören.
Mehr beim Bier im April…
Das reimt sich doch gar nicht.
An dieser Stelle natürlich auch einen schönen Gruß an Ana &
Mia.
Analyse + Mia Farrow = Woody Allen?
Nee, halt, das kannst du kaum gemeint haben…Ich steh aufm
Schlauch gerade…
Oh Gott, nein, so komplex denke ich doch gar nicht.
Einführungswerke können hilfreich sein, um sich einen Überblick zu verschaffen, das denke ich auch. Ich sehe aber auch, dass solche Zusammenfassungen nicht nur einfach Zusammenfassungen sind sondern auch schon Interpretationen der Person, die den Freudteil verfasst hat.