Was ist mit den Chinesen los?

Klasse. Danke an Mike! Und ein Aufruf zur Tat:smile:)
Wie herrlich ist es, dass niemand auch nur eine Minute zu warten braucht, um damit zu beginnen, die Welt langsam zu verändern. " (Anne Frank)

Hallo Mike (und alle, die jetzt Lust bekommen haben, was zu tun)

zunächst eine Anekdote aus meinen Leben:wink: zum Thema, was wir tun können: In den frühen 80er Jahren war der Boykott von südafrikanischen Produkten heiß umstritten- zumindest in meinen Kreisen :wink:). Ein Argument war, dass man ja eh nur den Schwarzafrikanern damit schaden würde, wenn man die Produkte boykottiere. Meine Mutter hat noch mehr getan und sich einige Winter die Beine in den Bauch gestanden und mitten vor unserem kleinen Dorfrathaus in Edingen- Ba-WÜ- mit einigen anderen Frauen Mahnwache für ANC-Kämpfer, die in südafrikanischen Gefängnissen saßen, gehalten. Ehrlich gesagt war mir das in meinen jungen Jahren eher peinlich und ich hab auch nicht geglaubt, dass das viel bringt. Trotzdem stand eines Tages ein junger Schwarzer vor meiner Mutter und hat sich bei Ihr bedankt, für das was sie und andere für ihn getan haben.

Fazit: Manchmal reicht schon ein kleines Briefchen zu schreiben (schaut mal in die AI-Seiten)- wer keinen Bock hat, das für Dissidenten in Diktaturen zu tun, kann ja auch Petitionen gegen Todeskandidaten in us-amerikanischen Gefängnissen unterschreiben.

und noch ein Zitat:

"Nur wer das Herz hat zu helfen, hat das Recht zu kritisieren." Abraham Lincoln :smile:)

Hallo,

eigentlich wollte ch hier nicht noch mal schreiben, aber ich mache es trotzdem.

Es geht mir doch gar nicht darum, irgendwelche „edlen Wilden“ zu konstruieren. Das ist Unsinn. Und es geht auch nicht darum, daß ich Menschenrechtsverletzungen nicht kritisiere. Natürlich tue ich das.

Das Problem ist doch ein ganz anderes, und hier zitiere ich wörtlich aus dem ersten Beitrag zu diesem Thema:

" Ich habe den Eindruck, dass dieses in der Vergangenheit so hochstehende Volk ethisch ganz tief steht.
Oder habe ich den falschen Eindruck? "

Das kann ich so nicht stehen lassen. Denn daraus spricht die verurteilung eines ganzen Volkes und einer ganzen Kultur. Das ist für meine Begriffe schlicht weg die typische eurpäische Überheblichkeit. Wir sind besser und uns kann keiner. Wie weit ist es eigentlich noch zu Hitler und seiner Rassenkunde, wenn ich Völker pauschal nach ihren ethischen Höhe einstufe?

Wir sind nämlich nicht besser, wir sind höchstens anders. Ich habe das Glück, im reichen Europa zu leben. Die Chinesen nicht, aus welchen Gründen auch immer.
Und noch ein kleiner Hieb zum Abschluß, weil hier auch schon so viel von Demokratie die Rede war. Im alten Griechenland, bekanntlich die Wiege der Demokratie, wurden verkrüppelte Kinder einfach ausgesetzt. Da wäre ich auch mit dran gewesen… Und dann noch einen, als Zugabe: Das große Heimatland der Demokratie und der unbegrenzten Möglichkeiten, die USA, haben so ziemlich als letzter Staat der Welt die Skaverei abgeschafft. Das war zu einer Zeit, da hat im feudalen China kein Mensch gewußt, was Sklaven überhaupt sind. Übrigens wurden in den vereinigten Staaten noch in den 60iger Jahren Schwarze ermordet, weil sie ihr Wahlrecht eingefordert haben und die Indianer (von denen spricht keiner) hausen noch heute in Reservationen. Aber die sthen ja sicher auch ethisch viel tiefer als wir…

Gernot Geyer

Hallo Gernot,

Das Problem ist doch ein ganz anderes, und hier zitiere ich
wörtlich aus dem ersten Beitrag zu diesem Thema:
" Ich habe den Eindruck, dass dieses in der Vergangenheit so
hochstehende Volk ethisch ganz tief steht.
Oder habe ich den falschen Eindruck? "
Das kann ich so nicht stehen lassen. Denn daraus spricht die
verurteilung eines ganzen Volkes und einer ganzen Kultur.

Aaaalso, wenn du mit Raimund diskutieren willst, dann poste an ihn, wenn du mit mir oder anderen diskutieren willst, dann lies unsere Postings und antworte auf unsere Postings und Argumente. Das ist sonst etwas lästig. Außerdem hat Raimund, wenn ich das richtig gesehen habe, seine Aussage weiter unten stark relativiert und sowieso eine Frage im ersten Posting draus gemacht.

Und noch ein kleiner Hieb zum Abschluß, weil hier auch schon
so viel von Demokratie die Rede war. Im alten Griechenland,
bekanntlich die Wiege der Demokratie, wurden verkrüppelte
Kinder einfach ausgesetzt.

Wenn du schon argumentierst, dann bitte richtig. Athen war eine Demokratie und dass die alles andere als demokratisch in unserem Sinne war, würde niemand heute bestreiten. Nur 10 Prozent der Menschen hatten dort überhaupt die Möglichkeit an den Wahlen und Abstimmungen teilzunehmen. Das Aussetzen der verkrüppelten Kinder verwechselst du mit Sparta!

gewesen… Und dann noch einen, als Zugabe: Das große
Heimatland der Demokratie und der unbegrenzten Möglichkeiten,
die USA, haben so ziemlich als letzter Staat der Welt die
Skaverei abgeschafft.

Mach Sachen. An der Sklaverei in Amerika und den Umgang mit den Indianer ist dieses demokratische Gemeinwesen auch fast zerbrochen. Wer Infos haben will und Fragen hat zu Sklaverei und Abolitionsbewegung in Amerika und den französischen Kolonien: da ich meine Staatsexamensarbeit über Alexis de Tocqueville und das Problem der Skaverei und der Sklavenbefreiung geschrieben habe, bin ich da mal wirklich ne Expertin :wink:(ansonsten würd ich mir das bei keinem Thema wirklich anmaßen zu behaupten :wink:))

Das war zu einer Zeit, da hat im

feudalen China kein Mensch gewußt, was Sklaven überhaupt sind.
Übrigens wurden in den vereinigten Staaten noch in den 60iger
Jahren Schwarze ermordet, weil sie ihr Wahlrecht eingefordert
haben und die Indianer (von denen spricht keiner) hausen noch
heute in Reservationen. Aber die sthen ja sicher auch ethisch
viel tiefer als wir…

…wie gesagt, ich weiß nicht, mit wem du da grad diskutierst, das war nie eine Argumentationsschiene von mir *leichtbeleidigtsei,dassdumeinedreiPostingsandich nichtgelesenhast*

beste Grüße,

barbara

Hallo Barbara,

ich habe Deine Postings gelesen, keine Bange. Sonst wäre ich ich nicht über Deine Formulierung mit den „idealisierten Wilden“ gestoßen, die ich da angeblich male.
Im Übrigen weiß ich sehr wohl, daß das ganze Problem wahnsinnig komplex und eigentlich in einem Artikel nicht abzuhandeln ist.

Was mich ein wenig stört, ist diese plaktive Berufung auf Grund- und menschenrechte. Wer legt eigentlich fest, was dau gehört und was nicht? Denn letztlich zählt ja dazu immer das, was in einer bestimmten Gesellschaft dafür gehalten wird dazu.
Nimm doch mal das recht auf Leben, das ist auf ersten Blick noch sehr elementar und einleuchtend. Aber wenn es um ein Leben in Würde geht, dann wird es schon eng. Denn was ist würdevoll am Leben eines unverschuldet in Not geratenen deutschen Sozialhilfeempfängers? Ich hoffe mal stark, Du hast das nie erleben müssen, diese ständige Betteln im Sozialamt mit der ständig neuen Überprüfung aller Besitzverhältnisse, ob da nicht doch noch irgendwo ne Mark zu holen ist.
Oder die Geschichte mit dem Recht darauf, sich seinen lebensunterhalt durch eigene Arbeit zu verdienen. Ist es überhaupt ein Menschenrecht? In deutschen Gesetzen kommt so etwas nicht vor. Ist nicht einklagbar, somit auch nicht gesetzesrelevant sagt der Gesetzgeber.

Was also ist ein Menschenrecht, wer legt das fest? Und was ist, wenn eine Gesellschaft in weitestgehender Übereinstimmung beschließt, eins davon zu negieren? Willst Du sie zwingen? Wie verträgt sich das dann mit dem Recht auf Selbstbestimmung?

Ich weiß Barbara, das klingt alles fürchterlich spitzfindig angesichts des toten Mädchens in China. Nur, wie willst Dudiese Gesellschaft dazu bringen, daß sie keine Mädchen mehr umbringt? Der Verweis auf die Menschenrechte und die Drohung mit dem erhobenen Zeigefinger bringen da wahrscheinlich nur wenig. Ich muß zugeben, eine Lösung dafür habe ich auch nicht.
Aber eins weiß ich: Wenn ich auf dem hohen Roß der moralischen Überlegenheit nach China reite und versuche zu agitieren, dann schalten die dort auf stur. Da kommt höchstens das Gegenteil raus. Mich würde ja auch kein Chinese überzeugen können, daß Männer mehr wert sind als Frauen, das würde bei mir sicher keiner schaffen.

Gernot Geyer

Hallo Barbara,

manche Threads haben’s so an sich, lang zu werden und dabei auszuufern, immer neue und angrenzende (Teil-) Themen aufzugreifen. Trotzdem noch 'ne Antwort.

aber und jetzt mal ganz europäisch chauvinistisch:
ich danke Gott, dass ich in Westeuropa geboren wurde …

Das ist gar nicht „europäisch chauvinistisch“, ich bin auch sehr froh darüber. Ich bin auch froh über die „Gnade der späten Geburt“! Im Ernst!

Yep, aber China ist gross und wurde nie vollständig von
Europäern kolonialisiert und besetzt, …

Richtig, China ist gross: ?? % der Fläche sind fast nicht nutzbar (Gebirge, Wüste u.ä.). Die wirtschaftlich interessanten Gebiete sind an den Küsten - eben da, wo sich die Europäer gütlich getan haben.

und gerade das Beispiel HongKong zeigt ja eigentlich eine
Erfolgsgeschichte. Ein Vergleich des Lebensstandards in
HongKong und China wäre ja eher ein Argument für den
Kolonialismus!

Na, na! Wie lange war die „Erfolgsgeschichte“ von Hongkong ausschliesslich eine der Kolonialherren!? Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jhdts., als überall die Kolonialherrschaft zusammenbrach, hatte auch ein wesentlicher Teil der Chinesen Anteil daran. Abgesehen davon ist Hongkong da eine der ganz, ganz wenigen Ausnahmen auf der Welt. Was allerdings, so sage ich mal, unmittelbar für die Chinesen spricht! Gerd Ruge hat in einem seiner (hervorragenden!) Filme über Ost-Russland und das angrenzende China mal die „politisch unkorrekte“ Frage gestellt: „Ob das wirklich nur an 70 Jahren Kommunismus liegt?“, als er den Unterschied im Hochkommen der Regionen beiderseits der Grenze am Amur zeigte. Auf der chinesischen Seite war deutlich mehr Wohlstand und Leben!

Die Kolonialisten in Frankreich haben … den Abolitionsten
spöttisch vorgeworfen, dass die Lebens- und
Arbeitsbedingungen der Arbeiter in Europa schlechter als
die der Sklaven in der Karibik wären.

Nicht nur die: Der selbe Vergleich wurde bezüglich der amerikanischen Baumwollsklaven in den Südstaaten und der Arbeiter in den Fabriken der Nordstaaten gezogen - ich meine, da gibt es ein Buch darüber. Aber wie gesagt: Zynisch!

… der „edlen Wilden“, die ganzheitlich und mit der Natur
und sich selbst im reinen friedlich vor sich hin gelebt haben,
bis die bösen, technisierten Europäer kamen und mit ihren
Werten und unterdrückerischen Methoden das Paradies
zerstörten, zu hinterfragen.

Zustimmung. Das hat’s nur in Ausnahmefällen gegeben. Pizarro hat die Streitigkeiten unter den Inkas ausgenutzt, die nach Amerika einwandernden Europäer konnten die Indianer nicht nur wegen der technischen Überlegenheit relativ leicht besiegen. Allerdings haben diese sich nicht gegenseitig ausgerottet, müssen sich die Europäer (die Nordamerikaner sind in diesem Sinne auch welche) vorwerfen lassen, dass sie in der Weltgeschichte die meisten und grausamsten Völkermorde auf dem Kerbholz haben. Mehr als ein „mea culpa“ ist da bis heute meist nicht rausgekommen … Es gibt da eine Geschichte, dass (Schwarz-) Afrikaner, die als UNO-Blauhelme auf dem Balkan waren, entsetzt über die ungeheuren Grausamkeiten dort waren. Von den Chinesen ist ein Verhalten, wie es die Europäer jahrhunderte lang praktiziert haben nicht bekannt!

"Dem Staat (kommunistisch) ist das gänzlich gleichgültig.
Hauptsacche die Partei wird reich und reicher … " Schlicht
falsch, meine liebe Barbara.

Wo soll ich das bitte gesagt haben??

Sorry, hab mich verguckt. Das hat Raimund am 5.3.2001 um 16:19 Uhr als Antwort auf Dein Antwortposting an Wolfgang Dreyer gesagt. Nehme alles zurück!

Gute Güte!

Heinz Erhard lässt grüßen :wink:

Das Problem Russland ist wohl ein bisschen differenzierter
zu betrachten!

Z.B., dass in der ersten Hälfte der 90er Jahre mehr Geld aus Russland heraus auf Privatkonten floss, als an Krediten rein!

… dass das Gemetzel am Platz des himmlischen Friedens eine
legitime Beseitigung der Konterrevolution gewesen wäre.
Na servus!

Nein, so sehe ich das nicht, das ist zynisch. Aber versuchen wir das doch mal formal aus der Sicht eines Politikers, der an solchen Stellen Entscheidungen treffen muss, zu sehen. Ein Politiker kann nicht auf einzelne Menschen achten, sondern muss so etwas wie ein „Gesamtoptimum“ des Staates/Volkes im Auge haben. Da gibt’s auch die schöne Geschichte über Churchill: Als die Engländer im 2. Weltkrieg den Geheimcode der deutschen Enigma geknackt hatten und wussten, auf welche Städte die Deutschen Bombenangriffe fliegen, hat er einige nicht evakuieren lassen - aus Angst, die Deutschen könnten merken, dass die Engländer den Geheimcode kennen und die ganze Sache damit noch schlimmer wird, damit hat er im Prinzip die Leute dort aus übergeordneten Überlegungen dem Tode geweiht. Na ja, Vergleiche hinken, das Eine (Tienanmen) war aktives, das Andere (Churchill) war passives Töten. Auch Pius 12. (?) wollte ein starkes Nazi-Deutschland als Bollwerk gegen den atheistischen Bolschewismus, auch Amerika hat tatenlos zugesehen, als Saddam nach dem Golfkrieg die Schiiten im Süden des Iraks massakriert hatte, weil sie fürchteten, diese könnten im Bunde mit dem Iran Ungemach bereiten … So ist die Welt, man kann manchmal schon kirre daran werden - freuen wir uns, wie gesagt, dass wir hier und jetzt leben!

Grüße, Stucki

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

soll also jeder, der nicht so denkt, wie Du es haben möchtest
seinen Mund halten?
Jede Frage, die nicht politisch korrekt ist, soll gefälligst
nicht gestellt werden?
So hat´s 1933 angefangen!

Und das schreibt jemand, der aus monetären Gründen zu den Hitlerbildern seiner Kunden schweigt?

mfg Sylvia

Beleg: Titel Re^10: Von Goethe und Götzen
Thema Religion und Ethik
Autor Raimund Brendle
Datum 19.9.2000 11:50 Uhr
Gelesen 8 mal
Bewertungspunkte (0)



Vor einiger Zeit kam ich in die Wohnung eines sehr rechts Eingestellten. Das erste, was mir auffiel: auf der Kommode, inmitten von Blumen: eine Broncebüste von Hitler. Als ich (vorsichtig = ist ja einer meiner Kunden) nachfragte, bekam ich heraus, warum er die so auffällig hinstellt. Ihm ist es nicht bewusst. Aber ich glaube, es herausbekommen zu haben: aus Protest, um andere herrauszufordern, zu schocken.
Dieser Mann ist zwar Anhänger Hitlers, doch auch ihn würde ich nicht als Anbeter bezeichnen.
Doch wenn Du auch diese Form als Anbetung bezeichnest, dann müssten wir viele, viele uns angenehme Gegenstände aus unserem täglichen Gebrauch entfernen!
Dann muss ich mich auch Götzendiener nennen: ich bewundere das Können vieler Maler und Bildhauer, vieler Schriftsteller, vieler Philosophen, vieler Religionsgründer (Jesus, Paulus, Mohammed, Buddha…), spiele zwischendurch mal Lotto, bewundere meinen Sohn (ich hoffe er merkt es nicht) usw. Aber ich bete niemanden an!

Herzliche Grüße
Raimund

Menschenrechte-allgemeingültig?
Hallo Gernot

anbei ein Link, der die Entwicklung der G+MR von der Magna Charta bis zur Erklärung der Menschenrechte der UNO 1948 aufzeigt. Er beschreibt dabei auch ganz gut die Diskussion um die sozialen Rechte.

http://www.bpb.de/info-franzis/info_210/body_i_210_3…

Fast alle UNO-Staaten haben diese Erklärung unterschrieben und auch in einem gemeinsamen Diskurs aufgesetzt.
Da die AME keinen völkerrechtlichen Status hat, ist sie aber de jure nicht einklagbar. Nur über solche „moralischen Entüstungen“:wink:.

Oder die Geschichte mit dem Recht darauf, sich seinen
lebensunterhalt durch eigene Arbeit zu verdienen. Ist es
überhaupt ein Menschenrecht? In deutschen Gesetzen kommt so
etwas nicht vor. Ist nicht einklagbar, somit auch nicht
gesetzesrelevant sagt der Gesetzgeber.

Außer: in Hessen steht das Recht auf Arbeit in der Landesverfassung, aber Bundesrecht bricht Landesrecht.

Was also ist ein Menschenrecht, wer legt das fest? Und was
ist, wenn eine Gesellschaft in weitestgehender Übereinstimmung
beschließt, eins davon zu negieren? Willst Du sie zwingen?

Wie man das alles durchsetzt, kann man ja erst diskutieren, wenn man sich darauf geeinigt hat, was man durchsetzen will. Das ist ja 1948 in der UNO geschehen (und danach: Sozialcharta uswusf.) Und ein ganzes Volk, einen ganzen Staat, kann man einfach aus Machtlosigkeit nicht zwingen, das sieht man an China. Mal davon abgesehen, dass ich es für hochproblematisch halten würde G+MR mit Gewalt durchzusetzen. Da bricht man das, was man durchsetzen will. Aber: Hat denn wirklich ein ganzes Volk beschlossen , die G+MR abzuschaffen? Nein. Ausnahme Verletzung der G+MR aus Tradition, z.B. bei Frauen. Die G+MR stehen aber auch auf der Seite der Schwächeren, vor der „Tyrannei der Mehrheit“ (Tocqueville, wenn auch in anderem Zusammenhang) und dem Recht des Stärkeren müssen sie schützen.
(Was auch deine Frage mit der Selbstbestimmung klärt.)

By the way: ich finde, auch in D. sind keineswegs immer und überall die G+MR beachtet, wie hier einige Asylbewerber abgeschoben wurden, menschenverachtend und in den sicheren Tod, dass behinderte Kinder noch bis zum 6. Monat abgetrieben werden dürfen, verstößt gegen den Gleichheitsgrundsatz- die Würde des Menschen ist da schwer angetastet!

Jedoch. Nie aufgeben!

Beste Grüße,

Barbara

was soll der Blödsinn?
Grüße
Raimund

Übrigens werden auch bei uns Babys getötet, in Plastiksäcken
in die Mülltonne gesteckt, etc. ->*ggggggggggggggggggg*

was gibt’s da denn zu lachen, Jürgen?

Oder habe ich den falschen Eindruck?
Grüße
Raimund

Nein.
Werner