Eigentlich wollte ich zu dem Ursprungsthema nichts mehr sagen. Aber du lieferst mir eine Steilvorlage:
Und schon wieder kommunizierst du unpräzise / kreativ, willst aber die Verantwortung dafür nicht übernehmen.
Du behauptest fälschlicherweise eine 0,8 Promillegrenze und dieser Irrtum „fliegt auf“?
das ist ja eigentlich auch egal.
Mit großer Selbstverständlichkeit negierst du nun die Bedeutung deiner Aussage. Der Zuhörer (Leser), der dich und die Aussage vorher ernst genommen hat, ist nun der Depp. Um das zu unterstreichen, grenzt du aus:
Wir fahren nicht, wenn wir noch trinken müssen.
Jetzt ist er gleich doppelt der Depp. Die Benutzung des „Wir“, mit der nicht nur zahlenmäßige Überlegenheit, sondern eine Abgrenzung verbunden ist (im Gegensatz zu anderen, euch, dir) und die Bekräftigung der moralisch einwandfreien Null-Alkohol-Lösung.
Die ist aber gar nicht so Zero. Denn bereits im nächsten Satz weichst du deine eigene Aussage prompt wieder auf:
Bis auf die eine Flasche Bier oder das Glas Champagner zum
Frühstück!
Also doch nicht Zero.*
Da rettet dich der Altkanzler dann auch nicht mehr.
Und basta.
Du wirst es erneut nicht hören wollen, aber es ist dein eigener Kommunikationsstil, der Reaktionen provoziert, die du nicht haben willst und über die du dich an anderer Stelle beklagst.
*Kleiner Nachtrag: eine Flasche Bier oder ein Piccolo Sekt, schnell getrunken, können je nach Körpergewicht bereits zu einer deutlichen Überschreitung der 0,3 Promillegrenze führen! Dumm gelaufen.
