Was ist PDD?

… im Zusammenhang mit Störungen des Lernens/ der Entwicklung bei Kindern?
Hat das etwas mit ADS/ ADHS oder Autismus zu tun? Immer diese Abkürzungen! Wahrscheinlich ein Zeichen dafür, dass wir immer mehr Details verstehen und doch nicht so recht zum Kern der Probleme vorstoßen!
Während meines Studiums war übrigens die Sprachstörung SES in aller Munde, die ja noch schlimmer ist als SEV!
Alles klar?
Gruß!
Christian

hallo.

„Pervasive Developmental Disorder“, laut LEO zu übersetzen mit „tiefgreifende entwicklungsstörung“.
neben ahds vielleicht die häufigste form von elternversagen?

gruß

michael

hallo,

… ahds … elternversagen?

Na dann! Geh mal schnell in Deckung …

Grüße

CMБ

räusper…
„Schnell fertig ist die Jugend mit dem Wort,
das schwer sich handhabt, wie des Messers Schneide.“

Schiller

grummel - sue

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PS:
mir ist die provokation dieser flapsig dahingesagten these durchaus bewußt, und wenn mir gestreßte supereltern (was jetzt nicht abwertend gemeint ist) demnächst die pest an den hals wünschen (oder ein kind mit ahds), kann ich das absolut verstehen.
vielleicht tritt ahds nur in seltenen fällen wirklich aufgrund falscher erziehung und miesem persönlichen umfeld des kindes auf - darüber läßt sich trefflich diskutieren.

gruß

michael

versteh ich nicht
Hallo Michael,

vielleicht tritt ahds nur in seltenen fällen wirklich aufgrund
falscher erziehung und miesem persönlichen umfeld des kindes
auf

Wie kann eine organische Krankheit durch Elternversagen
ausgeloest werden?

Gruesse
Elke

Hi Elke,

Wie kann eine organische Krankheit durch Elternversagen
ausgeloest werden?

es soll vielleicht darauf angespielt werden, daß viele Fälle von ADS gar keine sind, sondern falsch (v)erzogene Kinder.
Einige Fälle von ADS in meiner Umgebung (hab selber zwei Teppichratten von 5 u. 7 (ohne ADS oder ähnlichem)) haben sich nämlich als solche rausgestellt.

Und selbst in dem einen bestätigten Fall hat eine modifizierte Erziehung eine deutliche Verbesserung gebracht.

ADS ist (wie vielleicht auch Hochbegabung) momentan eine ‚Modekrankheit‘

Gandalf

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Hallo Gandalf,

es soll vielleicht darauf angespielt werden, daß viele Fälle
von ADS gar keine sind, sondern falsch (v)erzogene Kinder.

Dann soll er das bitte so ausdruecken und nicht
im Rundumschlag alle Betroffenen verunglimpfen.

Einige Fälle von ADS in meiner Umgebung (hab selber zwei
Teppichratten von 5 u. 7 (ohne ADS oder ähnlichem)) haben sich
nämlich als solche rausgestellt.

Das tut mir Leid fuer die Kinder. Aber jedem, der hier betroffen
ist, immer die Keule ‚erzieht eure Kinder erstmal richtig‘ in die
Knie hauen, ist alles andere als produktiv.

Und selbst in dem einen bestätigten Fall hat eine modifizierte
Erziehung eine deutliche Verbesserung gebracht.

Was nichts damit zu tun hat, alle Faelle ueber einen
Kamm zu scheren und die Eltern als Versager zu stempeln.
Auch ein Kind, das an Diabetes erkrankt ist, profitiert
davon, wenn die Eltern ihr Verhalten auf das Kind einstellen.

ADS ist (wie vielleicht auch Hochbegabung) momentan eine
‚Modekrankheit‘.

Mag sein. Aber der Umkehrschluss: dass es die Krankheit
gar nicht gibt, ist genauso falsch, wie jede Konzentrations-
schwaeche oder Hippeligkeit mit dem Etikett „ADS“ oder „ADHD“
zu versehen.

Gruesse
Elke

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hallo.

Wie kann eine organische Krankheit durch Elternversagen
ausgeloest werden?

adhs ist mit sicherheit keine organische krankheit. es ist, wie 99% aller allergien und eine vielzahl anderer beschwerden ein symptom einer krankheit, wollen wir sie der einfachheit halber mal „zivilisation“ nennen.
zu dieser zivilisation gehören neben hektischem alltag, lauten städten, reizüberflutung, wirrem fernsehprogramm, elektrosmog, … auch eltern, die sich nicht oder kaum drum kümmern (können), wie’s ihrem kind wirklich geht und was um es herum so abgeht.
und das ist m.e. durchaus ein faktor, der die entstehung eines aufmerksamkeitsdefizithyperaktivitätssyndroms begünstigt.

früher wurde sowas nie diagnostiziert (oder hieß es da nur anders? oder war’s damals jedem egal?). heute wird’s bei immer mehr kindern festgestellt und mit der wunderdroge ritalin behandelt. das stellt die kinder ruhig und alle sind zufrieden. tolle sache, was?

gruß

michael

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Hallo Michael,

früher wurde sowas nie diagnostiziert (oder hieß es da nur
anders? oder war’s damals jedem egal?).

FRÜHER waren auch die Diagnosemethoden nicht so weit.
Da war das Kind halt aufgedreht, der Mensch hatte einen „normalen“ Schnupfen, usw. usw.

Die Krankheiten gab es mit Sicherheit damals schon nur die Diagnostik noch nicht.

Nicht alles läßt sich auf die Zivilisation schieben.

Gruß Ivo

hallo.

dann müßte es fälle von „adhs“, heuschupfen, lebensmittelallergien usw. ebenso häufig bei naturvölkern geben. und in „unzivilisierten“ ländern wie peru, nepal, …
gibt’s irgendwelche studien, die das bestätigen?

gruß

michael

treffer!
hallo michael,

ich bleibe mal sachlich, okay?

ich habe 2 kinder: eine tochter, die „normal funktioniert“ und einen sohn, der dies eben nicht tut.

und ich danke gott (oder wem auch immer), daß meine tochter älter ist als mein sohn.
im umgekehrten fall hätte ich nämlich festgestellt, daß ich absolut unfähig bin, ein kind zu erziehen etc.
und ich hätte heute definitiv kein zweites!

vielleicht tritt ahds nur in seltenen fällen wirklich aufgrund
falscher erziehung und miesem persönlichen umfeld des kindes
auf - darüber läßt sich trefflich diskutieren.

ja, darüber ließe sich wirklich trefflich diskutieren… insofern gehen wir konform.
aber nicht mit jemandem, der irgendwann mal irgendwas darüber gelesen hat!

nb: mein sohn ist KEIN adsh-kind; es reicht aber auch so schon…
und ich ziehe meinen hut vor allen eltern von adsh-kindern.

igorella

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adhs ist mit sicherheit keine organische krankheit.

und mit der wunderdroge ritalin
behandelt. das stellt die kinder ruhig

Du bist ja ein wahrer Experte. Dafür müsstest du mindestens den Nobelpreis gewinnen

Woher hast du deine Weisheiten?

hallo Michael,

Informier dich doch erstmal, bevor du hier etwas
so Krasses schreibst.
ADHD ist KEIN Symptom.
Die Kinder werden mit Ritalin auch nicht ‚ruhiggestellt‘,
das kann nur jemand schreiben, der noch nie die Wirkung
des Medikaments aus erster Hand beobachtet hat (wobei
ich hier bitte keinerlei Wertung liefern moechte - es geht
mir nur um den Ausdruck ‚ruhig stellen‘).

Gruesse,
Elke

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okay,
ich nehme die passage mit „trefflich diskutieren“ wieder raus!

i.

Naturvölker etc

dann müßte es fälle von „adhs“, heuschupfen,
lebensmittelallergien usw. ebenso häufig bei naturvölkern
geben. und in „unzivilisierten“ ländern wie peru, nepal, …
gibt’s irgendwelche studien, die das bestätigen?

Also das nehmen Dir die Peruaner sicher übel wenn Du sie als unzivilisiert bezeichnest…

Das „Naturvolkargument“ ist statistisch gesehen irrelevant.
Wenn Du Naturvolk als eine soziale Gruppe von Menschen definierst die wenig oder keinen Zugang zu naturwissenschaftlichen Verfahrensweisen hat kann ich Dir folgendes sagen:
Die Überlebenschancen von Säuglingen liegen zum Beispiel in Nepal für die ersten 6 Lebensmonate bei 60%. Das heisst ein sehr großes Kollektiv an Kindern mit:
Gedeihstörungen, Lebensmittelunverträglichkeiten, Allergien, Hauterkrankungen, Stoffwechselerkrankungen usw. verstirbt vor erreichen des ersten Lebensjahres.
Alle diese Kinder können natürlich später auch nicht mehr „auffällig“ werden.

Je ärmer und unterpriviligierter eine Familie ist, um so besser muß sich das einzelne Kind an die Lebensumstände anpassen können um zu überleben.
Ein Kind dass nicht „aufpasst“, nicht schnell genug einen Sinn für die Gefahr der Umgebung entwickelt, hat ebenfalls ein hohes Mortalitätsrisiko.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein hyperaktives oder autistisches Kind in den Dschungelwäldern des Amazonas sehr alt wird.

Die Vorstellung des „unverdorbenen und natürlichen Lebens“ der „Naturvölker“ ist ein Mythos. Vielfach waren/sind die Beobachtungen der Ethnologen falsch oder geschönt.

Grüße - Sue

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nichts hinzuzufügen, daher * (owt)

hallo sue.

Also das nehmen Dir die Peruaner sicher übel wenn Du sie als
unzivilisiert bezeichnest…

deswegen steht’s ja auch in „“ :smile: zur sicherheit definiere ich den begriff „zivilisiert“ (auch in „“) für diese fragestellung mal als die westliche, industrialisierte umwelt und lebensweise.

Alle diese Kinder können natürlich später auch nicht mehr
„auffällig“ werden.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein hyperaktives oder
autistisches Kind in den Dschungelwäldern des Amazonas sehr
alt wird.

da ist natürlich was dran.

Die Vorstellung des „unverdorbenen und natürlichen Lebens“ der
„Naturvölker“ ist ein Mythos. Vielfach waren/sind die
Beobachtungen der Ethnologen falsch oder geschönt.

das würd ich allerdings nicht so stehen lassen. vielleicht sollte man sich auch nicht auf die naturvölker versteifen, wo du durchaus recht hast, wenn du sagst, schwache kinder haben sowieso keine chance.

es gibt aber durchaus regionen, deren bevölkerung durch beste gesundheit und hohe lebenserwartung glänzt. und das sämtlich aufgrund ihrer eigenen lebensweise, die mit der unsrigen wenig zu tun hat.

und was machen denn wir? bei neurodermitis wird eine kur auf sylt verschrieben, wegen der tollen luft… bei asthma geht’s ab in die tropfsteinhöhlen, weil das so gesund ist…
im medizinbrett hat jemand von seiner nach einem mehrwöchigen anden-aufenthalt deutlich besseren schuppenflechte berichtet…
etc. etc.

wenn’s also für organische beschwerden funktioniert, warum sollte eine entsprechende umgebung (ohne hektik, ohne streß, mit sozial intakter gesellschaft) nicht analog lebensfeindlich für PSYCHISCHE störungen sein?

gruß

michael

Hi Michael,

vielleicht tust du Eltern betroffener Kinder erst einmal den Gefallen und informierst dich genau über ADS.

früher wurde sowas nie diagnostiziert (oder hieß es da nur
anders? oder war’s damals jedem egal?).

Früher hatten wir auch mal einen Kaiser, kein AIDS etc…

Um ADS diagnostizieren zu können, sind sehr lange und genaue Untersuchungen und Tests nötig.

heute wird’s bei immer
mehr kindern festgestellt und mit der wunderdroge ritalin
behandelt. das stellt die kinder ruhig und alle sind
zufrieden.

Falsch.
Ritalin, Medikinet und wie diese Medikamente alle heissen, stellen die Kinder nicht ruhig.
Diese Medikamente gleichen einen fehlenden Botenstoff aus. Es sorgt dafür, dass die Kinder die Umwelt genau so wie alle „gesunden“ Menschen wahrnehmen können. ADS Kinder haben u. a. das Problem, wenn viele Geräusche um sie herum sind, sie diese nicht mehr filtern können, in ihren kleinen Köpfen herrscht dann nur noch Lärm. Die Ursache liegt an dem fehlenden Botenstoff, der ihnen durch diese Medikamente ersetzt wird.

Ein Kind, das nicht an ADS leidet, wird durch diese Medikamente nicht ruhiger, ganz im Gegenteil: wenn du Pech hast, dreht das erst richtig auf.

Ehe du wieder so einen Blödsinn schreibst, informiere dich ganz genau über ADS. Es ist keine Modekrankheit und hat auch nichts mit Süßigkeiten, Zeitmangel o. ä. zu tun. Es gibt hier scheinbar die abenteuerlichsten Versionen, das sogenannte „Ich-habe-das-Allheimittel-gefunden“-Menschen von sich geben.

mG
nyke

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wohlgemeinte Ratschlaege (leicht ot)
Hi Nyke,

erstmal danke: das hast du gut zusammengefasst
und ausgedrueckt.

Ehe du wieder so einen Blödsinn schreibst, informiere dich
ganz genau über ADS. Es ist keine Modekrankheit und hat auch
nichts mit Süßigkeiten, Zeitmangel o. ä. zu tun. Es gibt hier
scheinbar die abenteuerlichsten Versionen, das sogenannte
„Ich-habe-das-Allheimittel-gefunden“-Menschen von sich geben.

Das erinnert mich an die Zeit, in der mein Mann und ich
versucht haben, schwanger zu werden. Wir sind damit sehr
offen umgegangen. Was aber den einen negativen Effekt hatte,
dass mir JEDER, aber auch absolut jeder, Tipps gegeben hat,
was ‚bei sowas‘ hilft, von verschiedenen Stellungen beim Sex,
ueber Tee bis hin zu Klinikadressen. Am besten war der immer
wieder gehoerte Rat: „Einfach entspannen und nicht so viel
dran denken - frueher gab’s das viel seltener, weil
die Leute nicht so ein Problem draus machten!“ *grrrrrr

Gruesse

Elke

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