Was ist von Dienstleistern wie MLP zu halten?

Hallo im Brett,

in kürze werde ich nach erfolgreichem studium meinen ersten arbeitsvertrag unterschreiben. Dadurch bin ich scheinbar ein interessanter mann für allerlei finanzberater wie mlp und kosorten geworden die sich regelrecht um mich reißen. lässig schon so begehrt zu sein, aber bringen die es wirklich?
das die im finanzwesen mehr plan haben als ich will ich gar nicht abstreiten, aber ich hab das gefühl mich abhängig zu machen, wenn ich mit denen eine geschäftliche bindung eingehe bzw ihnen meine finanzielle zukunft anvertraue. und sind diese dienstleister wirklich unabhängig? oder holen die mit meiner kohle ganz klassisch das meiste (Provisionen) für sich raus

habt ihr erfahrungen mit MLP,AWD oder wie die heissen? fühlt ihr euch dort gut aufgehoben? wie finazieren die sich überhaupt überhaupt weil aus reiner nächstenliebe werden sie nicht machen?

bin gespannt auf eure erfahrungen…

euer wolfi

Hallo
Nah, als Ingeniuer wirst du sicherlich gut verdienen :wink: Zumindest AWD ist in der CH auch aktiv. Finanzieren tun die sich so, dass die einen gewissen (prozentualen) Anteil zahlen musst, denn sie dir rausholen durch die Optimierungen und Anlagen. Aber wie das exakt läuft, kann hoffentlich jemand anders beschreiben. Ich habe das Gefühl, bei „kleinen Leuten“ bringt das aber nicht soo viel. Dürfte vorallem interessant sein, wenn du eine AG hast und/oder sonst gut Kohle hast…

Hallo Wolfi,

natürlich ist es schön, wenn man so begehrt ist als junger Uniabgänger mit Job. Aber bedenke, du bist auch nur deshalb so interessant weil du noch nichts hast wie: Lebensversicherung, Berufsunfähigkeit, private Krankenkasse etc, etc.

Du bist sozusagen ein sprudelnder Provisionsstopf mit gutem Einkommen. Ich würde am Anfang eigentlich gar nichts großes Abschließen, sondern erst nach Ablauf der Probezeit und vielleicht einigen Gesprächen mit den neuen Kolleginnen und Kollegen. Dort erfährst du sicherlich so einiges Interessantes.

Lass dich durch das Umgarnen nicht blenden. Gerade Finanzdienstleister und sogenannte „Optimierer“ sind immer mit gesunder Vorsicht zu genießen.

Eine in aller Ruhe getroffene Entscheidung ist die bessere Wahl

Gruß
nala

Hallo Wolfgang,

ich war früher selber bei tecis (einer AWD-Tochter), kenne von einem guten Bekannten den AWD, habe zwei Jahre bei impuls verbracht, hatte ausgiebige Gespräche mit Geschäftsstellen- bzw. Regionalleitern von MLP und dem mobilen Vertrieb der Deutschen Bank. Daher erlaube ich mir mal ein halbwegs teifgehendes, wenn auch subjektives Urteil:

Die klasischen Strukturvertriebe wie AWD und tecis haben aus einem einfachen Grund bei mir verloren: Die „kleinen“ Anfänger werden mit kümmerlichen Provisionen abgespeist, die zum Teil gerade mal 10-15% dessen betragen, was freie Makler für Ihre Arbeit (zurecht) erhalten.
Vermutlich werden nun einige Mitarbeiter der o.g. Organisationen bleib oder wütend oder beides - ich kann’s nicht ändern: So ist es nun mal! Augen auf im Finanzverkehr!
Dadurch entsteht hier schnell der Zwang, höhe Beiträge zu verkaufen, um überhaupt auf eine angemessene Provisionssumme zu kommen. Jeder in der Struktur darüber verdient mit, auch wenn er den Finger nicht rührt.
MLP hat für mich den Vorteil, dass hier eine fundíerte vielmonatige Ausbildung durchlaufen wird, der Mitarbeiter bekommt in der Regel einen monatlichen Grundzuschuss/-gehalt, ist also etwas von dem inneren Zwang befreit, viel zu verkaufen. Damit tut man dem Kunden einen großen Gefallen, den hier kommt niemand, der tagsüber Bus fährt, Brötchen backt, programmiert oder sonstwas und abends dann „auf Versicherungen macht“. Das mag ich persönlich überhaupt nicht! Meiner Meinung nach ist hier die Fachkenntnis tendenziell höher als bei den o.g. - Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.
Der Vorteil von MLP ist die Spezialisierung auf Personen mit akademischer Laufbahn, Studenten werden angesprochen und über Jahre oder länger begleitet, die Finanzplanung auf den Lebensabschnitt zugeschnitten. Ich fühle mich aber in meiner Haut als MAkler wohl, da ich gerne JEDEN beraten möchte, den ich beraten möchte. Und nicht nur die, die ich beraten darf.
Die Gefahr, dich abhängig zu machen, gehst du nur dann ein, wenn du einer Person, die du kaum kennst, alles glaubst. Öffne die Augen, hole Angebot ein, vergleiche. Das nervt am Anfang, aber so stellt sich schnell raus, wer gute, günstige und nicht schlechte, billige oder überteuerte Produkte hat.
Grundsätzlich kann niemals ausgeschlossen werden, dass ein Berater bestimmte Lieblingsprodukte hat - aber das tritt auf Ausschließlichkeitsvertreter EINER Gesellschaft ebenso zu wie auf Mehrfachagenten, freie MAkler und Strukturvertriebler. Hier kann man also immer Glück haben, und auch daneben greifen.

Oberste Regel: Jedes Angebot kritisch prüfen, nach Möglichkeit Kenntnis-Nachweise des Berater fordern! Überlegen, ob du das was angeboten wird auch wirklich brauchst - aber auch mal vernünftige und schlüssige Argumente gelten lassen, wenn man auf dem Holzweg ist.

Es wird vielleicht nicht viel helfen, werd mir vielleicht ein paar böse Worte einfangen, aber mehr kann ich nicht schreiben, ohne zu mutmaßen, parteiisch zu werden oder zu werben.

Frank Wilke

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hallo frank,

danke für deine prompte und ausführliche antwort. ich zitiere dich kurz…

…Dadurch entsteht hier schnell der Zwang, höhe Beiträge zu
verkaufen, um überhaupt auf eine angemessene Provisionssumme
zu kommen. Jeder in der Struktur darüber verdient mit, auch
wenn er den Finger nicht rührt.
MLP hat für mich den Vorteil, dass hier eine fundíerte
vielmonatige Ausbildung durchlaufen wird, der Mitarbeiter
bekommt in der Regel einen monatlichen Grundzuschuss/-gehalt,
ist also etwas von dem inneren Zwang befreit, viel zu
verkaufen.

das wort „verkaufen“ gefällt mir nicht. ist es nicht so das „beraten“ werden soll?
der kunde (ich z.b.) wählt selbst aus bspw 3 produkten aus, die der profi (berater) nach intensiver recherche ausfindig gemacht hat.

aber in wirklichkeit werden eh erst nur die produkte feilgeboten, die sich fürn beraterverkäufer rentiern…oder?

wolfi

hallo frank,

ist also etwas von dem inneren Zwang befreit, viel zu
verkaufen.

das wort „verkaufen“ gefällt mir nicht. ist es nicht so das
„beraten“ werden soll?
der kunde (ich z.b.) wählt selbst aus bspw 3 produkten aus,
die der profi (berater) nach intensiver recherche ausfindig
gemacht hat.

aber in wirklichkeit werden eh erst nur die produkte
feilgeboten, die sich fürn beraterverkäufer rentiern…oder?

wolfi

Hallo Wolfgang.
Natürlich soll es zuerst darum gehen, ausfindig zu machen, was du brauchst und nicht brauchst. Im Optimalfall stehen dir dann Produkte offen, die den Anforderungen genügen, und deren Auswahl durch deine Wünsche und Vorstellungen gefiltert wird. Letztendlich verkauft dir der Profi ein Produkt, dass ihr zusammen ausgewählt habt. Wie du es dann nennst: „Einen Antrag stellen“, „mich absichern“, „ein Produkt auswählen“ oder „eine Lösung kaufen“ … es bleibt dasselbe. Findet er keine Lösung für dich, verdient er nix. Ansonsten gibt’s provision von den Gesellschaften (oder beim AWD noch ein Bonus für die Ersparnis oder für die Beratung überhaupt, weiß nicht wie die das machen, ich find’s jedenfalls nicht gut).
Frank Wilke

Hallo,

„Versicherungsvertreter“ und „Finanzberater“ werden ja gerne mit Maklern und Gebrauchtwagenverkäufern in der Seriositätsskala knapp hinter Leuten gehandelt, die wegen gewerbsmäßiger organisierter Kriminalität einen festen Wohnsitz haben, und ihr Ruf steigt durch Zugehörigkeit zu großen Organisationen nicht unbedingt.

Nachdem mich auch hin und wieder mal der ein oder andere Finanzdienstleister und auch der ein oder andere Versicherungsvertreter genervt hatte, war ich wenig davon angetan, als mir mein Doktorvater damals einen Gutschein für ein von MLP veranstaltetes mehrtägiges Seminar zuloste und ich schlecht ablehnen konnte.

Mit dem klaren Bauchgefühl, da jetzt drei Tage lang nach Strich und Faden bearbeitet zu werden, bis ich auch noch den letzten Pfennig in deren Produkte investiert habe, bin ich dann Richtung Heidelberg gefahren und war mehr als positiv überrascht. Natürlich wurde das Unternehmen vorgestellt, insbesondere aber auch das Ausbildungskonzept der Mitarbeiter, was - wie ja auch in der vorherigen Antwort schon geschrieben stand - eben nichts mit dem Vertriebstraining der Wettbewerber zu tun hat. Man beschäftigt sich nun mal hauptsächlich mit Akademikern, und die muss man natürlich auf einem entsprechenden Niveau ansprechen und die lassen sich nicht so leicht für dumm verkaufen, sind vielleicht doch etwas kritischer, besser informiert, … Inhalt der Tage waren aber hauptsächlich hochkaratig besetzte Seminare und Workshops mit Dingen, die man für den praktischen Berufsalltag brauchen kann, die man aber in der Uni nicht unbedingt lernt (Moderations- und Präsentationstechnik, Verhandlungsführung, …). Da hatte man an nichts gespart und wären die Tage nicht von MLP bezahlt worden, hätte ich für die Inhalte auch gerne € 1.000,-- oder mehr auf den Tisch gelegt.

Natürlich kam dann der Anruf, dass die Fotos fertig wären von einem MLP-Berater aus der Nähe, und natürlich habe ich mich mit dem dann auch mal getroffen, und um die Sache kurz zu machen, es laufen inzwischen beinahe alle Versicherungen und Anlagen meiner Frau und mir über ihn. Dazu muss man aber sagen, dass er 1. immer von sich aus mit ganz konkreten Dingen auf einen zukommt, die in dem Moment oder der entsprechenden Lebenssituation passen. D.h. da wird nicht ständig wild in der Gegend rumgespammt und versucht jeden mit einem Standardprodukt glücklich zu machen. Die geschlossenen Verträge mögen jetzt nicht unbedingt unschlagbar sein, aber sie sind schon gut und man muss ganz klar sagen, dass man den Preis einer Leistung immer in Relation zum Aufwand sehen muss, den man in die Geschichte hereinstecken muss. Ich war Ende des Studiums schon selbständig und da war Zeit Geld. Und wenn ich statt jetzt drei Tage in die Suche der billigsten Versicherung zu investieren mit einem Anruf die vielleicht nur drittbilligste bekommen, dann rechnet sich dies unter dem Strich auf jeden Fall. Und die damalige Erstberatung brachte in einer Stunde mehr lebenspraktische Erkenntnis, als manches Semester an der Uni, und wenn dann am Ende sogar die im Vergleich mit den Mitreferendaren mit Abstand günstigste Krankenversicherung unterschrieben wird, kann man eigentlich nicht meckern. An meine Autoversicherung haben sie sich erst nicht gewagt, weil auch ihnen mein Kirchentarif bei der Bruderhilfe unschlagbar erschien, kamen aber nach drei Jahren von sich aus auf mich zu, dass sie jetzt ein besseres Angebot machen könnten.

Natürlich habe ich auch oft in der Zwischenzeit schon Angebote abgelehnt, aber auch das war nie ein Problem. Auf der anderen Seite hat man mich bei Anfragen aber auch durchaus schon im ein oder anderen Fall an Dritte verwiesen, auf die ich selbst auch nicht so schnell gekommen wären. Das soll jetzt keine uneingeschränkte Lobhudelei auf MLP sein, sondern beschreibt eher mein gutes Verhältnis zu meinem MLP-Berater. Aber wenn ich mir im Gegensatz dazu ansehe, dass ich mal von einem ehemaligen Klassenkameraden (waren nie befreundet, absoluter Looser) urplötzlich zum Bier eingeladen wurde und dann mit AWD-Phrasen vollgetextet wurde und hinterher erfuhr, dass der Guteste gerade vier Wochen zuvor wegen erwiesener Unfähigkeit beim Bund rausgeworfen worden war, dann bewegt sich MLP da einfach auf einem anderen Niveau.

Gruß vom Wiz

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Hallo,
Inhalt der Tage waren aber
hauptsächlich hochkaratig besetzte Seminare und Workshops mit
Dingen, die man für den praktischen Berufsalltag brauchen
kann, die man aber in der Uni nicht unbedingt lernt
(Moderations- und Präsentationstechnik, Verhandlungsführung,
…). Da hatte man an nichts gespart und wären die Tage nicht
von MLP bezahlt worden, hätte ich für die Inhalte auch gerne €
1.000,-- oder mehr auf den Tisch gelegt.

Jaa, das machen die Jungs schon echt raffiniert!

Natürlich kam dann der Anruf, dass die Fotos fertig wären von
einem MLP-Berater aus der Nähe, und natürlich habe ich mich
mit dem dann auch mal getroffen, und um die Sache kurz zu
machen, es laufen inzwischen beinahe alle Versicherungen und
Anlagen meiner Frau und mir über ihn.

Respekt an die Mannen von MLP.

Semester an der Uni, und wenn dann am Ende sogar die im
Vergleich mit den Mitreferendaren mit Abstand günstigste
Krankenversicherung unterschrieben wird, kann man eigentlich
nicht meckern.

DA wäre ich allerdings vorsichtig. Die günstigste Krankenversicherung kann(!) auch so gut sein wie das günstiges Auto!

Gruß vom Wiz

Deckt sich mit der Beschreibung der Arbeitsweise, die ich kennen gelernt habe, allerdings ohne persönliche Erfahrung in der Beratung!

Auch die AWD-MAsche (nix auf dem Kasten, vier Wochen dabei, alle Bekannten auf Bier einladen und zum Geburtstag anrufen) ist bekannt, uralt, penetrant und uneffektiv. Nicht zu letzt: Schlecht für den Kunden!

Frank Wilke

Hallo im Brett,

es ist ganz einfach. Wenn Dein Berater ehrlich und sachkundig ist, kann Dir nichts passieren und dann ist egal, für wen er arbeitet. Wenn Dein Berater ein Halunke ist, dem es nur um seine Provision geht, hast Du gelitten, egal für wen er arbeitet.

MLP richtet sich im Wesentlichen an gut verdienende Akademiker. Das heißt aber nicht automatisch, dass die Berater „besser“ sind, als die anderer Strukturvertriebe.

Stell Deinen Berater auf die Probe, mehr kanst Du nicht machen.

Gruß

Nordlicht

Ich kann Frnak hier nur beipflichten. Die Methoden von einzelnen Strukturvertrieben sind immer ähnlich oder gleich - entscheidend sind die Produkte, die mit mehr oder weniger Rhetorik an den Mann/Frau gebracht werden. Oftmals erkennen die Leute, vollkommen egal ob MLP oder AWD, das sie nicht die besten Produkte gekauft haben - aber einen
„astreinen“ und rhetorisch geschulten „Berater“, der nur das Beste angeboten hat - die Fragem wie so häufig, für wen das Beste…für den Kunden?

Inhalt der Tage waren aber
hauptsächlich hochkaratig besetzte Seminare und Workshops mit
Dingen, die man für den praktischen Berufsalltag brauchen
kann, die man aber in der Uni nicht unbedingt lernt
(Moderations- und Präsentationstechnik, Verhandlungsführung,
…). Da hatte man an nichts gespart und wären die Tage nicht
von MLP bezahlt worden, hätte ich für die Inhalte auch gerne €
1.000,-- oder mehr auf den Tisch gelegt.

Jaa, das machen die Jungs schon echt raffiniert!

Natürlich kam dann der Anruf, dass die Fotos fertig wären von
einem MLP-Berater aus der Nähe, und natürlich habe ich mich
mit dem dann auch mal getroffen, und um die Sache kurz zu
machen, es laufen inzwischen beinahe alle Versicherungen und
Anlagen meiner Frau und mir über ihn.

Respekt an die Mannen von MLP.

Semester an der Uni, und wenn dann am Ende sogar die im
Vergleich mit den Mitreferendaren mit Abstand günstigste
Krankenversicherung unterschrieben wird, kann man eigentlich
nicht meckern.

DA wäre ich allerdings vorsichtig. Die günstigste
Krankenversicherung kann(!) auch so gut sein wie das günstiges
Auto!

Gruß vom Wiz

Deckt sich mit der Beschreibung der Arbeitsweise, die ich
kennen gelernt habe, allerdings ohne persönliche Erfahrung in
der Beratung!

Auch die AWD-MAsche (nix auf dem Kasten, vier Wochen dabei,
alle Bekannten auf Bier einladen und zum Geburtstag anrufen)
ist bekannt, uralt, penetrant und uneffektiv. Nicht zu letzt:
Schlecht für den Kunden!

Frank Wilke

Hallo,

DA wäre ich allerdings vorsichtig. Die günstigste
Krankenversicherung kann(!) auch so gut sein wie das günstiges
Auto!

Da hast Du grundsätzlich sicher recht. Ich habe meine Kasse inzwischen aber schon sieben Jahre und war bislang noch nie enttäuscht. Augrund geänderter Lebensumstände hatte mir mein Berater vor einigen Jahren zwar mal einen Wechsel ans Herz gelegt, aber ich bin da eher konservativ. Ohne Not und wegen ein paar Kröten von einem Anbieter wegzugehen, mit dem ich nur gute Erfahrungen gemacht habe, ist nicht so mein Ding.

BTW: Dass der Vorteil des Kunden, dass immer dann jemand auf der Matte steht, wenn man ihn brauchen könnte, natürlich auch der Vorteil des Beraters ist, ist selbstverständlich klar. Ich habe aber auch kein Problem damit, dass jemand der engagiert seinen Job macht, davon auch anständig leben kann.

Als Kunde in meiner persönlichen Lebenssituation sehe ich es einfach so (und ich weiß, dass es vielen Kollegen genau so geht), dass die finanzpraktischen Dinge des Lebens angesichts beruflichem Engagement und Familie immer zu kurz kommen. Und da ist es eben gut, dass sich jemand, der die persönlichen Parameter kennt, dann mit einer Auswahl passender Dinge von sich aus meldet, wenn es etwas zu tun gibt. Das habe ich abseits von MLP noch nie erlebt und daher scheinen die Jungs auch so erfolgreich zu sein. Natürlich finde ich in jedem Kontoauszug meiner Bank Werbung für die ein oder andere Versicherung oder Anlage, natürlich nerven mich oft genug Versicherungsvertreter ganz pauschal mit irgendwelchen Dingen. Aber das Gefühl, dass die wirklich verstanden haben, was ich konkret gerade gebrauchen könnte, vermitteln solche Werbemethoden natürlich nicht und mir ist die Zeit dann wirklich zu schade, mich damit zu beschäftigen, ob das denn passen könnte und dann ggf. ein ganzes Wochenende damit zu verbringen Alternativen zu suchen, die ggf. ein paar Cent günstiger sind.

Wenn mich mein MLP-Berater anruft, dann weiß ich, dass der sich vorher Gedanken gemacht hat (oder einfach über eine bessere EDV als seine Kollegen verfügt, was mir aber auch egal ist, ich will einfach nur nicht mit vollkommen unpassendem Müll geärgert werden) und die Dinge konkret sind. Dann muss ich eigentlich nur noch ja oder nein sagen und wähle maximal noch anhand klar herausgestellter Unterschiede aus zwei oder drei Angeboten aus, statt mich durch Berge von vollkommen unterschiedlich aufgebauten Informationsbroschüren von zig Anbietern zu wühlen.

Natürlich wird es so engagierte Leute auch außerhalb von MLP geben, nur sind sie mir ehrlich gesagt noch nicht über den Weg gelaufen und ich kann natürlich auch nur über meinen MLP-Berater sprechen, der in letzter Zeit übrigens ziemlich wenig Geld an uns verdient hat.

Gruß vom Wiz

dazu bitte eine frage:
„Der Vorteil von MLP ist die Spezialisierung auf Personen mit akademischer Laufbahn, Studenten werden angesprochen und über Jahre oder länger begleitet, die Finanzplanung auf den Lebensabschnitt zugeschnitten“

meine Frage:
mehr machen die nicht? Finanzplanung setzt doch m.E. erst dann ein, wenn ich soviel Kohle einfahre, das ich vor Steuern/Abgaben mich schützen muss. also so 8000 aufwärts im Monat einfahre.

Ein Irrtum?
Es geht doch (m.E.) doch nur darum an jene Informationen zu gelangen, die so nicht auf der Strasse geschrieben stehen (also Insiderinformationen, die von Finanziers unter der Hand gehandelt werden). Rechnen kann man doch als „Uniabgänger“ mindestens selbst.

„Der Vorteil von MLP ist die Spezialisierung auf Personen mit
akademischer Laufbahn, Studenten werden angesprochen und über
Jahre oder länger begleitet, die Finanzplanung auf den
Lebensabschnitt zugeschnitten“

meine Frage:
mehr machen die nicht? Finanzplanung setzt doch m.E. erst dann
ein, wenn ich soviel Kohle einfahre, das ich vor
Steuern/Abgaben mich schützen muss. also so 8000 aufwärts im
Monat einfahre.

Oh nein, die Finanzplanung setzt ein, wenn ich den ersten Cent ausgeben muss, also bei Risikoabsicherung. Dann Notgroschen ansparen, kurzfristige Geldanlage, mittelfristige Geldanlage, Altersvorsorge… Steuersparmodelle sind da schon wieder die hohe Kunst.

Ein Irrtum?
Es geht doch (m.E.) doch nur darum an jene Informationen zu
gelangen, die so nicht auf der Strasse geschrieben stehen
(also Insiderinformationen, die von Finanziers unter der Hand
gehandelt werden). Rechnen kann man doch als „Uniabgänger“
mindestens selbst.

Lehnst du dich damit nicht ein wenig weit aus dem Fenster? Einige meiner Studienbekanntschaften haben zwar ein Mathe-Diplom, aber „rechnen“ im Sinne von „bewerten was für das alltägliche Leben das wichtige ist“ können die nicht :wink:

nun ich hoffe nicht, das ich ich allzusehr übertreibe. nur habe ich den verdacht, das das verhalten am Markt genau von denen gemacht wird, der einen berät, bzw. die Branche der er/sie angehört, di macht schon so, das das auch annähernd „stimmig“ ist. Gewiss eine gehörige Portion Erfahrung IN DEM BEREICH muss schon sein.
meine vermutung.

kleiner Nachtrag:
mir wird ganz übel allein bei der Barwertberechnung. was für ein Beschiss, die Ware „Geld“ doch ist. Nicht nur, das diese komplett als eigenständiges Produkt steht und arbeitet, nein viel schlimmer: es wird mit einen völlig anderen Produkt (Essen, Haus…) in verbindung gebracht und „bewertet“ das nach freiem Belieben.

und genau das ist die Unwägbarkeit, die meines Erachtens auch nicht besser ein Berater errechnen kann oder lernt er andere (Finanz) Mathematik?

Wie schön hören sich 5000 Euro montliche Rente HEUTE an, wenn ich diese mit 92 Jahren erhalte! Bah! und vieviel „Wert“ hat diese nur noch in 50 Jahren. Was für eine Katastrophe. Stelle man sich einen Bauern vor der seinen Salat so pflegt: immer ist er vor erntezeit verschimmelt.

Oh nein, die Finanzplanung setzt ein, wenn ich den ersten Cent
ausgeben muss, also bei Risikoabsicherung. Dann Notgroschen
ansparen, kurzfristige Geldanlage, mittelfristige Geldanlage,
Altersvorsorge… Steuersparmodelle sind da schon wieder die
hohe Kunst.

"Der Vorteil von MLP ist die Spezialisierung auf Personen mit
akademischer Laufbahn, Studenten werden angesprochen und über

Wieso ist das ein Vorteil ? MLP konzentriert sich auf Akademiker, weil die im Schnitt ein höheres Einkommen haben und man deswegen an ihnen höhere Provisionen verdienen kann.

Nochmal: Es kommt nicht auf das Unternehmen an, sondern auf die Ehrlichkeit des Beraters und die ist auch bei MLP nicht garantiert (erinnere Dich mal, was im letzten Jahr bei MLP los war !!).

"Der Vorteil von MLP ist die Spezialisierung auf Personen mit
akademischer Laufbahn, Studenten werden angesprochen und über

Wieso ist das ein Vorteil ? MLP konzentriert sich auf
Akademiker, weil die im Schnitt ein höheres Einkommen haben
und man deswegen an ihnen höhere Provisionen verdienen kann.

Ja, und damit hättest du die Frage im Prinzip schon selbst beantwortet :wink:

Nochmal: Es kommt nicht auf das Unternehmen an, sondern auf
die Ehrlichkeit des Beraters und die ist auch bei MLP nicht
garantiert (erinnere Dich mal, was im letzten Jahr bei MLP los
war !!).

Das ist wohl war. Aber nochmal zum Thema Spezialisierung:
Nehmen wir mal an, du hast einen Bugatti XR3-2P aus dem Jahre '57 (nur ein Beispiel, das Ding gibt’s nicht). Nun hast du entweder einen Schaden an dem Ding oder wolltest immer schon mal 30 PS mehr aus der Karre holen.
Wem gibst du den Wagen zum Tuning:
1.) Horst Schlömker, Reperaturen aller Art, Hausmeisterdienst, C-Programmierer, Brötchenausträger, Elekroninstallteur.
oder
2.) Alfredo Conti, Meister aus der größten Bugatti-Werktstatt der Welt, Spezialist für PS-Tuning bei Fahrzeugen aus den 50ern?

Frank

Oh ich bin nicht informiert?
wenn du so fragst, dann hoffe ich auf den Tritt aller in die Obdachlosigkeit und wer dort keinen platz auf der strasse gefunden hat, der dann auf kreuzzug gesendet wurde…, Da ja keiner mehr arbeitet (und wer hat der auch kaum noch was kann) dann könnte das stimmig sein:smile:

Nochmal: Es kommt nicht auf das Unternehmen an, sondern auf
die Ehrlichkeit des Beraters und die ist auch bei MLP nicht
garantiert (erinnere Dich mal, was im letzten Jahr bei MLP los
war !!).

Oh ich bin nicht informiert?
wenn du so fragst, dann hoffe ich auf den Tritt aller in die
Obdachlosigkeit und wer dort keinen platz auf der strasse
gefunden hat, der dann auf kreuzzug gesendet wurde…, Da ja
keiner mehr arbeitet (und wer hat der auch kaum noch was kann)
dann könnte das stimmig sein:smile:

Dirk, ich kann mir einfach nicht helfen, mein armseliges Textverständnis kommt mit deiner Wortwahl einfach nicht klar. Was möchtest Du mir sagen? Hab ich dich irgendwie angegriffen, oder jemand anders, oder was eine Predigt gegen die Arbeitslosigkeit, oder …???

Ein verwirrter Frank

frank ich bin nicht informiert, was mit MLP passiert ist, darum meine Vermutung derartiger Weise. Ich „deutete“ nur an, das ich annehme, viele sind entlassen worden…:wink: