Hi,
Stolz sein, weil er weiter ist als er sein bräuchte?
Ja, aber dann hättest Du doch einfach hier schreiben können, stellt Euch vor, mein Sohn ist erst 21/2 und kennt schon sämtliche Farben und benützt Verben in der Vergangenheit. Die ohne Kind hätten komisch geschaut und die mit Kind, hätten sich gedacht, die traut sich was, aber ich versteh’s ja, da kommt halt der Mutterstolz durch.
Wäre er aber in einem Bereich nicht normal im Sinn von „zu
wenig weit“, würde ich versuchen, herauszufinden woran es
liegt, und ob er Hilfestellung braucht.
Ja, aber genau darum geht’s doch, oder? Wer bestimmt denn die Norm, wer sagt denn er ist wirklich „zu wenig weit“? Und Hilfestellung? Na, ich würd mir einfach denken, das Kind braucht halt auf dem Gebiet mehr Zeit als meinetwegen das Nachbarskind. Das kommt alles von alleine. (Das Thema „Wie förder ich mein Kind bestmöglich“ ist ja auch wieder so’n heißes Eisen:wink:))
Ich weiss z.B., dass
er ein Problem an den Nieren hat.
Das paßt überhaupt nicht zum Thema. Das ist ein medizinisches Thema und da hast Du alles Recht der Welt alles zu machen, was Du meinst, daß richtig ist. In so etwas dürfte Dir auch keiner reinreden.
Verstehst Du wirklich nicht, dass Mütter sich Gedanken darum
machen, ob ihr Kind ok ist?
O.K. in Bezug auf körperliche und geistige Gesundheit - ja, das versteh ich. Aber den Vergleich mit dem Nachbarskind nicht.
Wie
auch sonst soll man wissen, was ganz natürlich ist, und wo man
ein Auge drauf haben sollte?
Vertrauen, einfach nur Vertrauen.
Dabei wird doch das ganze Leben lang
immer wieder verglichen!
Genau. Ein weiteres Argument, daß man so lange nicht vergleicht bis es eben sagen wir mal gesellschaftsmäßig notwendig ist (Ausnahme Waldorf- oder Montessorischulen, da fängt’s wohl wesentlich später an mit den Noten oder es gibt nie welche?)
Man vergleicht Preise, Leistungen und was nicht alles.
Aber wenns wirklich darum geht, dass man sich Sorgen um sein
Kind macht, ist vergleichen auf einmal nicht mehr ok?
Ich zweifel halt, ob man jetzt die natürliche Entwicklung eines jeden Kindes an so Normen festmachen kann. Empfinde gerade so Entwicklungsvergleiche als sehr kontraproduktiv. Beispiel: Nachbarskind läuft mit 8 Monaten, das eigene Kind immer noch nicht mit 12 Monaten. Mit 15 immer noch nicht, auch nicht mit 17, aber irgendwann laufen sie doch alle. Den Stress kann man sich sparen als Eltern, nein? Auch mit 20 Monaten laufen würd ich als „normal“ empfinden.
Vor allem ist’s ja meist so, daß wenn ein Kind „besonders hinterher“ in einem Bereich ist, dann ist es in einem anderen Bereich „besonders weit“. Na, ich find die Wortwahl schon doof.
Dann kommt hinzu, daß gerade in den ersten Monaten so grobmotorische Sachen einfach vielmehr ins Auge fallen als andere. Die Kleinigkeiten werden gar nicht beachtet, aber mit großen Augen wird dem extrem früh krabbelnden Kind hinterher geschaut.
Ich hab da mal ein Kind mit absolut wahnsinnigen, feinmotorischen Fähigkeiten in einer Gruppe beobachtet und die Mutter hat die ganze Zeit davon geredet, daß es im Gegensatz zu allen anderen (in der Gruppe:wink: immer noch nicht krabbelt. So etwas bekommt übrigens auch das Kind mit.
Liebe Grüße,
Christiane