Was kann Kind wann sagen?

Hallo!

Mich würde mal interessieren, ob es so eine Art Auflistung gibt, wann ein Kind normalerweise sprachlich wie weit ist und wann es spätestens so weit sein sollte.

Also, z.B. mit xy Jahren fangen sie normalerweise an, Farben zu benennen, mit yx Jahren sollten sie es im Normalfall dann draufhaben.

Ist blöd zu formulieren *g* Aber ich denke, es ist klar, worum es mir geht. Sowas gibts ja auch bei Babies, dass man lesen kann, mit xy Monaten heben sie den Kopf, wenn sies mit dem und dem Alter noch nicht können sollte mal ein Arzt draufgucken oder so.

Wie gesagt, es geht mir primär um den Spracherwerb.

Neugierige Grüsse
Bine :smile:

Links zum Lesen
Startpunkt: http://de.wikipedia.org/wiki/Spracherwerb

Viel zum Lesen: http://www.google.de/search?client=opera&rls=de&q=Sp…

Generell wg. Psychologie/Neurologie: http://www.brainlogs.de/blogs/blog/braincast

Man darf an dieser Stelle nicht vergessen, dass es bei Menschen nicht um standardisierte Zuchtgewächse handelt. Abweichungen können vollkommen normal sein. Auch scheint es typisch zu sein, dass manche Änderungen im frühen Alter äußerst plötzlich eintreten.

Gruß

Stefan

Sprachentwicklung - ‚Entwicklungsgitter‘ und mehr
Hallo Bine,
es gibt das sogenannte sensomotorische Entwicklungsgitter nach Kiphard.
Dabei geht es zwar nicht ausschließlich um Sprache, es ist aber trotzdem interessant. (Spracherwerb hängt ja in vielerlei Hinsicht mit sensomotorischer Entwicklung zusammen)

Das Entwicklungsgitter:
http://www.bessersprechen.de/spraentw.htm#Entwicklun…
Wenn Du weiterscrollst, findest Du auf dieser Seite viele weitere interessante Informationen.
Vielleicht hilfreich für Dich?
Würde mich freuen, schönen Tag und Gruß,
Finjen

Hallo Bine,

Mich würde mal interessieren, ob es so eine Art Auflistung
gibt, wann ein Kind normalerweise sprachlich wie weit ist und
wann es spätestens so weit sein sollte.

das wird es kaum geben, weil Kinder so unterschiedlich sind.
Meine beiden fingen einigermaßen ‚normgerecht‘ an zu brabbeln, der eine mehr der andere war etwas maulfaul.
Bei Freunden war es extremer.
Der große war schnell mit dem Mundwerk dabei, der kleine sprach selbst mit drei so gut wie gar nicht. Aber nicht weil er nicht konnte, sondern weil er nicht wollte. Er konnte alles richtig verstehen und wenn man ihn etwas fragte oder bat, machte er es sofort - aber sprechen, keine Chance.
Jetzt mit knapp fünf spricht er immer noch so, als wenn Sprechen für ihn schmerzhaft wäre, jedes Wort ist fast eines zu viel. Organisch und geistig ist alles OK; er ist eben sprechfaul.

Gandalf

Hallo Stefan!

Danke für die Links!

Man darf an dieser Stelle nicht vergessen, dass es bei
Menschen nicht um standardisierte Zuchtgewächse handelt.

Nein, das tue ich nicht :smile: Deswegen habe ich auch versucht, meine Frage nicht zu sehr in diese Richtung zu formulieren. Wird ja gerne mal missverstanden :wink:

Hintergrund meiner Frage ist, dass mir mein Sohn relativ weit voraus erscheint und ich gerne wissen möchte, ob das tatsächlich der Fall ist oder ob es täuscht.
Er ist knapp 2,5 Jahre alt, kann Farben, verwendet Verben auch in Vergangenheitsform und einiges andere, wovon viele Leute uns sagen, dass er da relativ weit wäre. Da bin ich neugierig geworden :wink:

Das Alter jetzt ist sowieso wunderschön, und er überrascht täglich mit neuem. Eine tolle Sache, die wir mit Sicherheit nicht damit zunichte machen werden, dass wir ihn in irgendeine Richtung drängen :smile:

Liebe Grüsse
Bine :smile:

Hallo Gandalf!

Naja, dass man ein Kind nicht in ein starres Schema pressen kann ist klar, aber es gibt ja trotzdem Anhaltspunkte, in welchem Rahmen sich der Spracherwerb (weiter)entwickeln sollte. Und an denen bin ich eben interessiert.

Natürlich ist jedes Kind anders, genauso wie wir Grossen uns auch unterschiedlich ausdrücken.
Aber ich finde es trotzdem äusserst interessant, zu wissen, wo mein Kind steht. Einfach der Neugierde halber. Vergleiche mit anderen Kindern gehen schlecht, denn in seinem Alter (knapp 2,5) sind die Kinder ausserhalb ihrer Familien ja oft ganz anders als zu Hause in ihrem gewohnten Umfeld.
Also bleiben die wissenschaftlichen Untersuchungen zu solchen Themen. Dass es die gibt, weiss ich wohl, nur wo, das eben nicht genau.

Ich finde auch nicht, dass vergleichen unbedingt negativ sein muss. Man kann auch Chancen darin sehen, sein Kind bei etwas zu unterstützen. Dazu muss man aber auch erstmal wissen, worin das sinnvoll wäre.

Auch reden wir Mütter untereinander ja, und dann wird eben mal gefragt, wie macht denn Dein Kind dieses und jenes. Und wenn man zu zweit ist und ein Kind kann etwas, das andere kanns noch nicht, muss das ja nicht heissen dass das zweite Kind „hinterher“ ist.

Einfach so eine Art Standpunktermittlung aus purer Neugierde und natürlich mütterlichem Stolz :wink:

Liebe Grüsse
Bine :smile:

Hallo Finjen!

Vielen Dank für Deine Antwort! Ja, sie ist sehr hilfreich und auch interessant für mich :smile:

Liebe Grüsse
Bine :smile:

Hallo Bine,

Einfach so eine Art Standpunktermittlung aus purer Neugierde
und natürlich mütterlichem Stolz :wink:

das hier http://de.wikipedia.org/wiki/Spracherwerb#Von_der_Ge…
ist einigermaßen OK.

Gandalf

Hallo Biene,
ich meine noch von damals zu wissen, dass solche „Kataloge“ der Kinderarzt hat und auch nach diesen die Untersuchungen durchführt und den Entwicklungsstand kontrolliert und protokolliert.
Frage deinen Kinderarzt des Vertrauens.
Gruß Beatrix

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Bine!

Mir ist in Erinnerung, dass ein Kind mit zwei Jahren einen aktiven Sprachschatz von 50 Wörtern haben soll, ansonsten ist es bedenklich (habe ich mal gehört - bitte nicht prügeln!)

Meine Enkelin hat mit zwei Jahren einen Sprachschatz von 500 Wörtern gehabt, und dann haben wir zu zählen aufgehört …

Hanna

Hi Bine,

Hintergrund meiner Frage ist, dass mir mein Sohn relativ weit
voraus erscheint und ich gerne wissen möchte, ob das
tatsächlich der Fall ist oder ob es täuscht.
Er ist knapp 2,5 Jahre alt, kann Farben, verwendet Verben auch
in Vergangenheitsform und einiges andere, wovon viele Leute
uns sagen, dass er da relativ weit wäre. Da bin ich neugierig
geworden :wink:

Und was bringt es Dir, wenn hier Leute sagen, daß dies „nicht normal“ sei? Was machst Du dann?

Ich versteh übrigens auch den umgekehrten Fall nicht. Wenn das Kind jetzt mit 2 Jahren keine Lust zu sprechen hat und die Mutter ganz besorgt alle anderen gleichaltrigen Kinder begutachtet. Da wird den Müttern, sobald das Kind auf der Welt ist, von überall gesagt, daß Kinder unterschiedlich sind und sie vergleichen trotzdem, ständig.

Liebe Grüße,
Christiane

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Hallo,

interessante Liste - wie schon die Fragende geschrieben hat, so gibt es diese Kopfheben, sich drehen,
krabbeln usw.-Listen und die scheinen im großen und ganzen mit der tatsächlichen Entwicklung von der
großen Masse übereinzustimmen. Es scheint wie ein „Programm“ zu sein, was abläuft, mit sehr geringen
Differenzen. Je älter das Kind allerdings wird, so ab 1,5 zählen die äußeren Einflüsse mehr als das
mitgebrachte „Programm“.
Für mein Empfinden ist die Liste sehr vorsichtig eingestuft - mich würde mal interessieren ob ihr Kinder
habt, die in dieses Schema reinpassen. Mein Sohn ist da weit (sehr,sehr weit) voraus und alle anderen
Kinder, die ich kenne eigentlich auch.

Viele Grüße

Die Frage ist nachzuvollziehen, …
… unsere Tochter (wird jetzt 30) machte sich auch riesige Sorgen! Nu brabbelt und lärmt der Kleen und das Staunen ist groß…

Ich weiß von unserem Sohn, dass wir vor vielen, vielen Jahren (verdammt, ich glaub, ich werd alt) echten Trouble mit Erzieherinnen bekamen. Sie empfahlen uns, den Jungen einem Arzt vorzustellen, weil er mit knapp drei Jahren nicht reden konnte. Musste der Bengel auch nicht, weil der süße Knabe es verstand, mit seinen Patschpfötchen und liebenswerten Gehabe die Welt für sich zu lenken. Das er sich in die Ecken verzog bei einer Erzieherin: Tja, wir kamen erst später drauf, dass er sie einfach nicht mochte. Also verzog er sich …

Heute quackelt er wie ein Weltmeister, das hätte man vor vielen, vielen Jahren (schon wieder) nicht gedacht …

Hallo Christiane!

Und was bringt es Dir, wenn hier Leute sagen, daß dies „nicht
normal“ sei? Was machst Du dann?

Stolz sein, weil er weiter ist als er sein bräuchte? Mir keine Sorgen machen, weil ich weiss dass er da keine Defizite hat?
:wink:
Nein, ganz im Ernst, dass er in dem Bereich hinterher sein könnte, darüber mache ich mir absolut keine Sorgen. Das ist er definitiv nicht.
Aber, selbst wenn es so wäre, ist das für mich kein Beinbruch. Mein Kind muss nicht perfekt sein. Mir ist wichtig, dass er glücklich ist. Das geht über alles!
Wäre er aber in einem Bereich nicht normal im Sinn von „zu wenig weit“, würde ich versuchen, herauszufinden woran es liegt, und ob er Hilfestellung braucht. Ich weiss z.B., dass er ein Problem an den Nieren hat. Deswegen renn ich jetzt nicht wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Gegend, aber ich bin mir dessen bewusst und habe es im Hinterkopf. Wenn er einen Infekt hat, muss da besonders drauf geachtet werden. Dadurch, dass ich das WEISS, kann ich ganz anders reagieren, wenn er krank ist.
Nur so als Beispiel. Ich bin absolut kein Mensch, der aus so etwas ein Problem macht. Ich will nur Bescheid wissen. Dinge, über die ich Bescheid weiss, machen mir wenig Angst.
Klingt jetzt alles sehr dramatisch, ich weiss. Es soll nur zeigen, in welche Richtung ich so denke. Für mich ist sein Wohlergehen das Wichtigste, und ich finde, wir als Eltern gehen bisher den besten Weg, um ihn zu unterstützen.

Ich versteh übrigens auch den umgekehrten Fall nicht. Wenn das
Kind jetzt mit 2 Jahren keine Lust zu sprechen hat und die
Mutter ganz besorgt alle anderen gleichaltrigen Kinder
begutachtet. Da wird den Müttern, sobald das Kind auf der Welt
ist, von überall gesagt, daß Kinder unterschiedlich sind und
sie vergleichen trotzdem, ständig.

Verstehst Du wirklich nicht, dass Mütter sich Gedanken darum machen, ob ihr Kind ok ist? Es ist doch ganz normal, dass man die Gewissheit haben möchte, dass es dem Kind gut geht. Und dazu gehört für sehr viele eben auch eine Art Vergleich. Wie auch sonst soll man wissen, was ganz natürlich ist, und wo man ein Auge drauf haben sollte?

Im Übrigen wird gerne Müttern ein Vorwurf daraus gemacht, ihr Kind zu vergleichen. Dabei wird doch das ganze Leben lang immer wieder verglichen!
In der Schule und Ausbildung sind es die Noten, später irgendwelche Urkunden.
Man vergleicht Preise, Leistungen und was nicht alles.
Aber wenns wirklich darum geht, dass man sich Sorgen um sein Kind macht, ist vergleichen auf einmal nicht mehr ok?

Liebe Grüsse
Bine :smile:

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Hallo Hanna!

Verrätst Du mir, wie man das zählt? :wink:

Wie viele Wörter er kann, weiss ich gar nicht. Es sind auf jeden Fall genug, als dass er in den allermeisten Fällen ausdrücken kann, was er möchte. Eine tolle Sache, ich liebe es, ihm beim Sprechen zuzuhören. Und ständig kommen neue Dinge dazu!

Liebe Grüsse
Bine :smile:

Hallo Chili!

Meiner ist da auch weit voraus.
Ich denke, es kommt einfach daher, dass es gerade in so einem Alter eine sehr grosse Breite gibt, was die Kinder können. Wenn ich in meinem Bekanntenkreis schaue, hat jedes Kind andere Dinge, die es gut kann, und die auch von den Eltern, ob nun bewusst oder unbewusst, gefördert werden. Dafür sind andere Sachen eben so entwickelt, wie es so eine Liste beschreibt.
Da spielen ja zig Dinge eine Rolle, und um die alle mit erfassen zu können, braucht es wohl so vorsichtige Aussagen.
Interessant ist es allemal :smile:

Liebe Grüsse
Bine :smile:

Hallo!

Danke auch für Deine Antwort!

Ich finde es gar nicht schlecht, wenn ein Kind, das etwas anders ist als andere in seinem Alter, einfach etwas genauer beobachtet wird. Es kann, wie in Deinem Fall, ja etwas ganz normales sein. Genauso könnte aber auch ein Problem da sein, das das Kind nicht äussern kann, unter dem es aber leidet (Stichwort Schwerhörigkeit fällt mir da ein). Und ich finde es durchaus legitim, bei Zweifeln einfach mal den Kinderarzt zu fragen und zu äussern, dass einem etwas aufgefallen ist. Wenn nichts ist, umso besser!
Aber es muss für ein Kind auch eine unheimliche Erleichterung sein, wenn es nicht mehr alleine dasteht mit Problemen. Um beim Spracherwerb zu bleiben, es will sich ja vermutlich ausdrücken, aber den Weg schafft es nicht alleine. Da eine Hilfestellung, und es geht dem Kind und mit Sicherheit auch seiner Umwelt viel besser.
Deswegen muss ja nicht jedes Kind gleich krank oder unnormal sein, aber ich finde, man muss das in Betracht ziehen dürfen, ohne dass man vorgeworfen bekommt, dass man sein Kind in einen wie auch immer gearteten Wettbewerb drängen will.

Liebe Grüsse
Bine :smile:

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Hi,

Stolz sein, weil er weiter ist als er sein bräuchte?

Ja, aber dann hättest Du doch einfach hier schreiben können, stellt Euch vor, mein Sohn ist erst 21/2 und kennt schon sämtliche Farben und benützt Verben in der Vergangenheit. Die ohne Kind hätten komisch geschaut und die mit Kind, hätten sich gedacht, die traut sich was, aber ich versteh’s ja, da kommt halt der Mutterstolz durch.:wink:

Wäre er aber in einem Bereich nicht normal im Sinn von „zu
wenig weit“, würde ich versuchen, herauszufinden woran es
liegt, und ob er Hilfestellung braucht.

Ja, aber genau darum geht’s doch, oder? Wer bestimmt denn die Norm, wer sagt denn er ist wirklich „zu wenig weit“? Und Hilfestellung? Na, ich würd mir einfach denken, das Kind braucht halt auf dem Gebiet mehr Zeit als meinetwegen das Nachbarskind. Das kommt alles von alleine. (Das Thema „Wie förder ich mein Kind bestmöglich“ ist ja auch wieder so’n heißes Eisen:wink:))

Ich weiss z.B., dass

er ein Problem an den Nieren hat.

Das paßt überhaupt nicht zum Thema. Das ist ein medizinisches Thema und da hast Du alles Recht der Welt alles zu machen, was Du meinst, daß richtig ist. In so etwas dürfte Dir auch keiner reinreden.

Verstehst Du wirklich nicht, dass Mütter sich Gedanken darum
machen, ob ihr Kind ok ist?

O.K. in Bezug auf körperliche und geistige Gesundheit - ja, das versteh ich. Aber den Vergleich mit dem Nachbarskind nicht.

Wie
auch sonst soll man wissen, was ganz natürlich ist, und wo man
ein Auge drauf haben sollte?

Vertrauen, einfach nur Vertrauen.:wink:

Dabei wird doch das ganze Leben lang
immer wieder verglichen!

Genau. Ein weiteres Argument, daß man so lange nicht vergleicht bis es eben sagen wir mal gesellschaftsmäßig notwendig ist (Ausnahme Waldorf- oder Montessorischulen, da fängt’s wohl wesentlich später an mit den Noten oder es gibt nie welche?)

Man vergleicht Preise, Leistungen und was nicht alles.
Aber wenns wirklich darum geht, dass man sich Sorgen um sein
Kind macht, ist vergleichen auf einmal nicht mehr ok?

Ich zweifel halt, ob man jetzt die natürliche Entwicklung eines jeden Kindes an so Normen festmachen kann. Empfinde gerade so Entwicklungsvergleiche als sehr kontraproduktiv. Beispiel: Nachbarskind läuft mit 8 Monaten, das eigene Kind immer noch nicht mit 12 Monaten. Mit 15 immer noch nicht, auch nicht mit 17, aber irgendwann laufen sie doch alle. Den Stress kann man sich sparen als Eltern, nein? Auch mit 20 Monaten laufen würd ich als „normal“ empfinden.

Vor allem ist’s ja meist so, daß wenn ein Kind „besonders hinterher“ in einem Bereich ist, dann ist es in einem anderen Bereich „besonders weit“. Na, ich find die Wortwahl schon doof.

Dann kommt hinzu, daß gerade in den ersten Monaten so grobmotorische Sachen einfach vielmehr ins Auge fallen als andere. Die Kleinigkeiten werden gar nicht beachtet, aber mit großen Augen wird dem extrem früh krabbelnden Kind hinterher geschaut.

Ich hab da mal ein Kind mit absolut wahnsinnigen, feinmotorischen Fähigkeiten in einer Gruppe beobachtet und die Mutter hat die ganze Zeit davon geredet, daß es im Gegensatz zu allen anderen (in der Gruppe:wink: immer noch nicht krabbelt. So etwas bekommt übrigens auch das Kind mit.

Liebe Grüße,
Christiane

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Hallo Bine!

Verrätst Du mir, wie man das zählt? :wink:

Meine Tochter hat jedes Wort aufgeschrieben - und sich dabei die Finger wundgeschrieben :wink:))
Um das Ergebnis nicht allzu sehr zu verfälschen, hat sie dann mit zwei Jahren und zwei Monaten aufgehört mit Zählen.

Eine tolle Sache, ich liebe
es, ihm beim Sprechen zuzuhören. Und ständig kommen neue Dinge
dazu!

Ja, es ist faszinierend, an der Entwicklung eines Kindes teilhaben zu dürfen!

Hanna

Nachtrag zum ‚Entwicklungsgitter‘
Hallo Chili,
dieses Entwicklungsgitter wurde 1975 von E.J. Kiphard entwickelt, um Entwicklungsverzögerungen gezielt erkennen zu können und Förderung einzuleiten.
Ich zitier aus Zeitgründen mal:
>>Mit ihm wird Eltern, Pädagogen,
Therapeuten und Ärzten die Möglichkeit eröffnet,
die kindliche Entwicklung ganzheitlich wahrzunehmen,
zu beurteilen und gegebenenfalls frühzeitig Entwicklungsverzögerungen
und -störungen zu erkennen.

Anhand von speziellen Aufgabenstellungen werden
Entwicklungsschritte und Fähigkeiten überprüft und in
einem Entwicklungsgitter dokumentiert.

Die skizzierte Entwicklungstabelle gibt so einen Überblick
über den aktuellen Entwicklungsstand eines Kindes
im Hinblick auf fünf „Funktionsbereiche“ (Entwicklungsbereiche):
a) Sehen und optisch Wahrnehmen
b) Greifen sowie Hand- und Fingergeschick
c) Fortbewegung und Gesamtkörperkontrolle
d) Mundgeschick und aktiver Sprachschatz
e) Hören und akustisch Wahrnehmen
(Sprachverständnis)
Dieses Verfahren kann in größeren Abständen – ein halbes
Jahr – in der kindlichen Entwicklung wiederholt und
mit vergleichenden Ergebnissen in die Bewertung einbezogen
werden. So erhält man ein Entwicklungsprofil.
Es markiert Stärken und Schwächen des Kindes und
kann vor allem als Frühwarninstrument dienen.
Ziel
• Ganzheitliche Wahrnehmung und Beurteilung
des allgemeinen Entwicklungsstandes eines Kindes
• Frühzeitige Erkennung von Entwicklungsverzögerungen
und Entwicklungsstörungen

Eignung
Das sensomotorische Entwicklungsgitter ist für Kinder
von 0,5 bis 7 Jahre geeignet.

Zeitaufwand
Die Beobachtung und Dokumentation der Ergebnisse
können in jedem Entwicklungsstadium durchgeführt
und regelmäßig oder sporadisch wiederholt werden.
Dabei sollte das Verfahren vertraut und eine vorbereitete
Umgebung geschaffen sein, um unnötige Störungen
zu vermeiden.
Für die gezielte Wahrnehmung einzelner begrenzter
Entwicklungsbereiche genügt ein Zeitrahmen von zehn
Minuten. Die Durchführung ist im Gruppengeschehen
sowie extern möglich.
Die Auswertung kann in kurzer Zeit und auch graphisch
abgebildet erfolgen.

Für die Nachdiagnose früherer Entwicklungsphasen
können Eltern intensiv einbezogen werden, ebenso bei
den Auswertungen der Ergebnisse. Auch Kinder können
diesen Prozess gut nachvollziehen.

Pädagogische Konsequenzen
Das Entwicklungsprofil lässt Stärken und Schwächen
des Kindes erkennen. Eltern und Pädagogen können die
gezielte Förderung besprechen und unter dem Aspekt
„Stärken stärken und Schwächen schwächen“ planen.

Veröffentlichung
Dr. E. J. Kiphard: „Wie weit ist ein Kind entwickelt –
eine Anleitung zur Entwicklungsüberprüfung“
Verlag Modernes Lernen Dortmund, 2002, 11. Auflage
Name des Beobachtungsinstrumentes:
Sensomotorisches Entwicklungsgitter
nach Dr. E. J. Kiphard Da raus kopiert: https://www.datenschutzzentrum.de/schule/systematisc…

Für mein Empfinden ist die Liste sehr vorsichtig eingestuft -
mich würde mal interessieren ob ihr Kinder
habt, die in dieses Schema reinpassen. Mein Sohn ist da weit(sehr,sehr weit) voraus und alle anderen Kinder, die ich kenne eigentlich auch.

Die Kinder, die ich privat erlebe, meist auch. Aber freu Dich einfach, es zeugt von einem positiven Entwickungsumfeld, der Dir bekannten Familien, dass die meisten Kinder *hineinpassen oder weiter sind*, als dieses Raster…
Ich kenne ebenso leider viel zu viele Kinder, die deutlich entwicklungsverzögert sind und aus diesem Raster *rausfallen*.
Es gibt sie, glaub mir, und das nicht zu knapp…
sonst könnten die ganzen Frühförderstellen, Ergotherapeuten und Logopäden nämlich dicht machen und wären überflüssig :wink:
Wünsche Euch noch einen schönen Tag,
Finjen