Als gutwillige Menschen, die noch ihr Herz auf dem rechten Fleck haben und die Gott nicht einen guten Mann sein lassen, sondern ihn in Jesus lieben wollen, versuchen wir uns zu vervollkomm-nen. Doch beschleichen uns immer wieder Zweifel und wir fragen uns, ob wir wohl auch alles richtig machen und was wir noch tun können.
Zunächst einmal sollten wir uns die Frage stellen: Wie will Gott geliebt werden? Die Antwort lautet: In dem wir seine Gebote anwenden! Das sind also einmal die 10 Gebote und die zwei Liebes-gebote, als der Grundlage unseres Lebens.
Joh 14,21 Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist es, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.
Dann hat uns Jesus in seinen Gleichnissen gezeigt, wie wir die Liebe leben sollen. Denn es genügt nicht, allein an Gott zu glauben und ihn zu loben, sondern wir sollen unseren Glauben an Gott durch die uneigenützigen Werke der Liebe lebendig machen!
Gal 5,6 Denn in Christo Jesu gilt weder Beschneidung noch unbeschnitten sein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe tätig ist.
Wie das zu verstehen ist, hat uns Jesus gezeigt im Gleichnis vom barmherzigen Samariter.
Lk 10,30 Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab gen Jericho und fiel unter die Mörder; die zogen ihn aus und schlugen ihn und gingen davon und ließen ihn halbtot liegen. Lk 10,31 Es begab sich aber ungefähr, daß ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und da er ihn sah, ging er vorüber. Lk 10,32 Desgleichen auch ein Levit; da er kam zu der Stätte und sah ihn, ging er vorüber. Lk 10,33 Ein Samariter aber reiste und kam dahin; und da er ihn sah, jammerte ihn sein, Lk 10,34 ging zu ihm, verband ihm seine Wunden und goß darein Öl und Wein und hob ihn auf sein Tier und führte ihn in die Herberge und pflegte sein. Lk 10,35 Des anderen Tages reiste er und zog heraus zwei Groschen und gab sie dem Wirte und sprach zu ihm: Pflege sein; und so du was mehr wirst dartun, will ich dir’s bezahlen, wenn ich wiederkomme.
Aber er hat es aber auch noch viel deutlicher gesagt:
Mt 25,31 Wenn aber des Menschen Sohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit, Mt 25,32 und werden vor ihm alle Völker versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, gleich als ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet, Mt 25,33 und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zu seiner Linken. Mt 25,34 Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! Mt 25,35 Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getränkt. Ich bin Gast gewesen, und ihr habt mich beher-bergt. Mt 25,36 Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich bekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht. Ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir gekommen.
Mt 25,37 Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dich gespeist? oder durstig und haben dich getränkt? Mt 25,38 Wann ha-ben wir dich als einen Gast gesehen und beherbergt? oder nackt und dich bekleidet? Mt 25,39 Wann haben wir dich krank oder gefangen gesehen und sind zu dir gekommen?
Mt 25,40 Und der König wird antworten und sagen zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.
Wird es durch diese Worte nicht überdeutlich, daß Jesu Lehre uns zur tätigen Nächstenliebe aneifern will?
Da wir vor unendlichen Zeiten als Anhang des Luzifer im Hochmut von Gott abgefallen sind, sollten wir nun vor allem unser Augenmerk darauf richten, demütig zu werden. Darauf kommt es an! Denn Hochmut ist die schlimmste Sünde und niemand kann in den Himmel gelangen, solange er noch einen Funken Hochmut in sich hat.
1Petr 5,5 Desgleichen, ihr Jüngeren, seid untertan den Ältesten. Allesamt seid untereinander untertan und haltet fest an der Demut. Denn Gott widersteht den Hoffärtigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.
Ist denn nicht Jesus, in dem Jehova selbst die Erde betreten hat, in der größten Niedrigkeit gekommen? Deshalb, so wir Kinder Gottes sein wollen, so laßt uns fliehen die Größe und Pracht der Welt! Denn alles, was vor der Welt groß ist, ist vor Gott Abscheulich! Andererseits aber ist es so, daß Gott nur das Kleine, von der Welt verachtete, ansieht. Wer worin immer sich für besser dünkt als andere Menschen, der wird bald gar sehr zuschanden werden.
Wie kann man aber demütig werden? Wir sollten uns nicht für besser halten als andere Menschen und sollen, in was auch immer, nie die Ehre der Welt suchen. Unsere Handlungen sollen keinen Ehr - Geiz verspüren lassen, sonst werden sie ohne Segen bleiben. Aber Handlungen, die der Nützlichkeit wegen begangen werden mit demütigem Gemüt, werden überaus gesegnet werden.
Wenn wir fragen, warum es auf der Welt so viele Dienstverhältnisse gibt, so heißt die Antwort, weil wir durch das Dienen zur Demut gelangen. Wir sollten uns deshalb nicht scheuen, unseren Nächste zu dienen. Immer wieder haben wir gute Gedanken, dieses oder jenes Gute zu tun. So laßt uns das Gute tun, was auch die Welt dazu sagen wird. Denn wer dies oder jenes Gute der Welt wegen zu tun unterlassen wird, wird bei Jesus keinen Lohn finden.
Wir sollen auch nicht sagen, dieses Haus, dieser Grund und dieses Vermögen gehört mir, in meinem Hause bin ich der Herr. Denn darin steckt noch eine große Portion Hochmut. Alles gehört Gott, es ist uns nur für kurze Zeit geliehen! Wie sollte denn Jesus, der Herr, in unsere Herzen einziehen, wenn wir selbst Herren sein wollen?
Wir leben in einer Zeit, in welcher die Erde erneut gereinigt wird. Vor 4000 Jahren geschah die erste Reinigung durch die Sündflut, welche die damaligen Menschen trotz der Warnungen Gottes selbst verursacht haben. In unserer Zeit wird die Erde durch das Feuer gereinigt, das wir Menschen selbst hervorrufen werden. Zwar wird die Erde noch Millionen Jahre um die Sonne kreisen, aber es ist vorausgesagt, daß wir Menschen Katastrophen verursachen werden, welche die heutige Zivilisation vernichten wird.
Wir sollen in diesen Wirren unser festes Vertrauen auf Jesus - Jehova setzen und sollen uns nicht viel darum kümmern, ob das, was da geschieht, recht oder unrecht sei. Wir sollen uns in nichts mengen und fein zu Hause bleiben, damit wir bereit sind, wenn der Herr kommt!
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