Was passiert bei der nächten Wahl?

Hi!

Du zeigst damit lediglich, dass Du Deine Stimme „verbrannt“
hast.

und sonst, wäre sie zuwas nütze?

Das gilt für viele, aber nicht alle Politiker.
Das Problem, welches ich bei diesen Leuten eher sehe ist, dass
sehr viele von ihnen niemals „normal“ gearbeitet haben, sie
somit die Sorgen des normalen Menschen in Deutschland kaum
verstehen können.

Damit hast Du gewiss Recht. Die wissen nicht, wie es ist, wenn man einen gewissen Betrag zur Verfügung hat, wie teuer es ist, wenn man die Tankrechnung selber zahlen muss, meistens auch nicht, was ein Brot kostet… war mal ne Umfrage von Stern-tv oder so…
Aber davon kann ich mir auch nichts kaufen. Soll ich jetzt noch die armen Politiker bedauern, dass sie so abgehoben sind?

Shit happens…
Ändern wird sich das nicht durch die Wahl der PDS.

eben… shit happens, deswegen gehe ich protestwählen :wink:

Ich freu mich drauf

LG

sarah

Hi!

Das ist das deutsche Dilemma. Der Bürger will Reformen, aber
bloss nicht bei ihm selbst.allerdings muss ich widersprechen,
dass unsere Ökos zu Einsparungen beitragen.
Die Grünen sind die teuerste Aktion Deutschlands seit dem 2.
Weltkrieg, s. Arbeitsplatzvernichtung durch steigende Energie-
und Infrastrukturkosten -> Standortnachteil. Nur als
kleines Beispiel.

ach komm. Du siehst das durch eine völlig ideologisch gefärbte
Brille.

Ich sehe das durch eine durch die böse Wirtschaftswelt glasklargewischte Brille…

Echt jetzt mal. Der Gedanke der Gründen war ja,
Energie zu verteuern und Lohnnebenkosten billiger zu machen.
Das ist ein sinnvoller GEdanke, denn bei Energie kann man
sparen; unter anderem auch, indem man effizienter arbeitet -
Effizienz = Standortvorteil. (Die Energiepolitik in den USA
z.b. ist durchaus weniger gelungen als unsere, dabei werden
die USA ja immer als DAS beispiel schlechthin für
Wirtschaftswunderländer angeführt.)

Wo sind unsere Lohnnebenkosten mit einer positiven Wirkung vergünstigt worden?
Der Bürger hat weniger in der Tasche, die Unternehmen bezahlen nicht weniger Steuern und Abgaben. Was soll das also?
Daruf fällt doch schon seit Waigel keiner mehr rein.

Dass das nicht so klappt sondern auf halbem Wege stecken
geblieben ist, hängt wohl eher mit der Unbeweglichkeit unserer
reformfeindlichen "Volks"parteien zusammen und mit der seit je
betriebenen zähen Konsens-Suppe, die diese zusammen kochen.

Das ist das Grundproblem.

Mit „System“ meine ich die soziale Marktwirtschaft, die
momentan ganz offenkundig zuviel „sozial“ und zuwenig
„Marktwirtschaft“ beinhaltet, um auf Dauer weiter zu
funktionieren. Systemimmanente Kritik bedeutet also für mich,
mehr „Marktwirtschaft“ und weniger „sozial“, um das Ganze am
Laufen zu halten.

Richtig. Das läuft allerdings Deinen Umverteilungszielen
zuwider.

Kommt drauf an. Bring meine Gedanken zu ererbtem Vermögen
nicht mit dem andern hier durcheinander, das unten ist nur
meine ganz persönliche Meinung zu falschen Auswüchsen des
„sozialen Kapitalismus“.

Ererbtes Vermögen ist ja in den seltensten Fällen Cash. Meistens geht es (auch) um Unternehmensanteile, deren Besteuerung zur Veräußerung derselben oder eben des gesamten Unternehmens führen können.

Meine Umverteilungsziele lauten eigentlich nur: Subventionen
weg, Sozialausgaben überdenken, keine dämlichen
Prestigeobjekte mehr bauen, Hochschulen Selbstverwaltung
geben, Schulen Selbstverwaltung geben,

Bis hierhin gehe ich absolut mit.

Geld umverteilen in
Bildungssektor. Bildungsausgaben soweit erhöhen, dass
Deutschland wieder ein geistiges Hochleistungsland wird.

Auch hier gehe ich mit, allerdings Umverteilung nur nach den von mir genannten Massgaben aus dem Staatsetat, der ja noch massiv sinken muss, Stichwort Staatsquote.

Tja. Manchmal frage ich mich ja ohnehin, ob wirklich
langfristige, nachhaltige Politik und Mediendemokratie
wirklich miteinander zu vereinen sind.

Klar sind sie das. Nur unsere deutsche Mentalität steht einer
erfolgreichen Lösung entgegen. Zuviel Neid bei zuwenig
Leidensfähigkeit…

Hat m.E. nichts mit deutscher Mentalität zu tun, einen
funktionierenden Sozialstaat zu haben. Eher mit europäischer.

Das ist ein weiterer Aspekt, klar.

Der speziell schiefgelaufene Aspekt in detscuhland ist, dass
das soziale Netz mitunter früher eher einer Matratze glich,
von der jetzt keiner mehr runter will. (geil, mit so sprüchen
sollte ich eigentlich politiker werden können)

Nein, denn damit verlierst Du Wählerstimmen…

Ich sehe da kein Problem. Es sind eben nicht alle gleich. Zur
Besteuerung von erbschaften habe ich ja schon etwas
geschrieben.

Steuern hin oder her, ich finde es einfach ungerecht.

Finde ich keineswegs. Ungerecht ist es in meinen Augen,
Leuten, die viel geleistet haben (oder eben deren Erben) ihr
Vermögen wegzuverteilen an andere, die weniger haben,
vielleicht, weil sie sich nicht so bemüht hatten oder nicht so
clever waren.

Was hat denn jemand geleistet, dessen Eltern mit Glück, Arbeit
und Verstand ein Vermögen angehäuft haben?

Nichts. Aber seine Eltern haben etwas geleistet. Das muss reichen. Das Familienvermögen geht keinen etwas an.

Schlicht
und ergreifend. Dass man mit harter Arbeit ein gutes Leben
führen kann, ist doch eine riesige Lüge. Klar, mir könnte es
egal sein. Ich hab wohlhabende Eltern, eine gute Bildung und
studiere ein Studium, das mit etwas Fleiß ebenfalls Wohlstand
verheißt.

Also weshalb schreibst Du dann diesen altsozialistischen Käse?
Wenn Du irgendwann mal Miete zahlen und Kinder füttern musst,
wirst Du Dich über ein paar Einnahmen aus Deinem Erbe freuen.

Je nun. Eine hohe Erbschaftssteuer auf Immobilien z.b. fände
ich auch durchaus zu krass. Aber wer 1 Million auf dem Konto
hat, ohne je was geleistet zu haben, ist m.M.n. selbst bei 90%
Steuern auf das Vermögen mit 100.000 noch immer reicher als er
es eigentlich verdient.

Wieso? Was „verdient“ ein mensch? legst Du das fest? Verdient man 10.000 €uro, aber nicht 15.000?

Sorry, meine Meinung. Wie gesagt, wirf
das nicht mit dem obigen durcheinander, das eine solche Steuer
ohnehin niemals hier eingeführt würde, ist mir auch klar. Aber
wir reden von Chancengleichheit und blablabla. In Wirklichkeit
gibt es 2 Möglichkeiten, reich zu werden: Du bist es, weil
deine Eltern es waren und bewahrst und mehrst dein dir in die
Wiege gelegtes Vermögen mit bescheidenem Fleiß. Oder du
genießt eine gute Ausbildung (wie wir beide wissen, nicht ganz
so einfach), und ackerst dich danach halbtot. Hast Du keine
gute Ausbildung, wirst Du es nie mehr schaffen, als am
Wohlstand zu kratzen. Reich wirst Du nie. Geschweige denn
deine Kinder, denn denen kannst Du ja keine gute Ausbildung
gewähren.

Ja und?
Das zu ändern ist Aufgabe der staatl. Steuerpolitik, die dem Normealbürger ncihts über lässt, nicht aber der „Reichen“.

Andererseits kann ein so großes soziales Gefälle durchaus zu
argen Problemen führen; vor allem auf kommunaler Ebene. Was
machen Städte, in denen ca. nur Rentner und sozial Schwache
leben?

Sie können aich um die Ansiedelung von Unternehmen bewerben,
indem sie günstige Rahmenbedingungen schaffen.

In concreto? Wie kann Cottbus im schönen Brandenburg günstige
Rahmenbedingungen schaffen? Junge, gut ausgebildete
Arbeitskräfte sind nicth vorhanden.

Sie können dorthin ziehen.

Niedrige Gewerbesteuern
gibt es auch anderswo.

Aber vielleicht nicht niedrigere Umweltauflagen.

Bessere INfrastruktur vielleicht auch.

Dann optimiert man sie.

Was könnte dich bewegen, dein Unternehmen dort anzusiedeln?

Ein sinnvolles Gesamtpaket, s. Porsche Leipzig.

na, bonn halt im moment.

Na dann…
Geht da noch was seit dem Umzug der Regierung…?

Mehr als vorher. Man profitiert vom Verbleib von Telekom
(sorry, „t-com“) und Post, verbliebenen Ministerien,
UN-Institutionen und demnächst dann Kongresszentrum und
ähnlichem. Bislang die einzige Stadt in NRW ohne
Nachtragshaushalt, hat sich jetzt aber auch erledigt - telekom
kriegt Gewerbesteuer zurück. Just 100 milliönchen…

Na also…

wenn auch der schnitt
-zugegebenermaßen- besser ausgebildet sein mag als in nrw.

Ganz recht.

Ja, schön und gut. Ich würde mich allerdings nicht gerade
darüber freuen, im Bundesschnitt unter den Blinden der
einäugige König zu sein.

Ich persönlich komme als jemand, der in bayern Abitur gemacht
und studiert hat im internationalen Vergleich ganz gut
zurecht.

Es geht ja weniger um dich persönlich als um bayrischer
Politiker, die so tun, als könne man das bayrische Modell 1:1
auf andere Bundesländer übertragen. Viel Spaß dabei, in
Duisburger Stadtteilen mit 60% ausländischen Kindern
funktionert das bestimmt 1a.

Das Problem der Überfremdung ist durch Sprachtests bei Einwanderern lösbar.

Ich behaupte, dass die Qualität vieler Gymnasien in NRW
durchaus mit der jener in Bayern vergleichbar ist. Nur wird
das NRW-Abi durch Gesamtschulen und schwache Gymnasien
entwertet, was in Bayern und BaWü so nicht der Fall ist. Und,
wie gesagt, Real- und Hauptschulen sind dort sicherlich
besser.

Solche Details, sorry, jucken mich wenig, denn was zählt, ist
eine sehr gute Ausbildung für die guten Leute, die etwas
leisten wollen. Hier ist Bayern sehr gut, unsere Realschüler
machen einem hessischen Gesamtschulabsolventen locker etwas
vor. Daher sollte man das bayerische System bundesweit
installieren und fertig. Die Bildungsautonomie der Länder
scheint nicht zu funktionieren.

Mann, wer macht sich denn mit 10, 11, 12, 13, 14 Jahren
GEdanken über Karriere und „was leisten wollen“?!

Niemand. Daher muss das Schulsystem dies für ihn erledigen.

Klar, man
versucht vielleicht, gut in der Schule zu sein, ist ja auch in
Ordnung. Aber irgendwann hat man auch mal keinen Bock mehr
Schule, Pubertät etc. Ist doch normal. Gerade in der Phase ist
es aber alles andere als gut, Klassen mit 30 Schülern zu
haben.

Gibt´s in Bayern auch.

Man bräuchte viel bessere Einzelbetreuung. Mehr
Fremdsprachen, auch in unteren Klassen, aber auch nicht zu
früh zu gezwungen, in der Grundschule raffen viele ja nichtmal
Deutsch.

Das liegt oft auch an den Eltern.
Hier muss man im Kindergarten schon einhaken.

Boah, und in der Oberstufe plädiere ich ja ohnehin für
Abschaffung dieses ganzen „ich wähle mir mein Abi zusammen“.
Überhaupt, die Abinote als Qualifikationsmaßstab für NC-Werte
im Studium zu nehmen, wie lächerlich. Als ob ein Mathematiker
gute noten in Sport oder Religion bräuchte, um ein guter
Mathematiker zu werden. Oder ein Jurist gute Noten in
Biologie.

Naja, es geht um eine breite Allgemeinbildung. Das englische Spezialistensystem ist ja auf der anderen Siete auch nciht schlecht, aber die Diskussionen dort sind zumeist recht „einseitig“…
Aber ich sehe ein, dass man hier ruhig etwas straffen könnte.

haha, und dann wieder „Zukunftsminister“ Rüttgers an den Start
bringen? Rotgrün hat, soweit ich weiss, die Zuschüsse des
Bundes an die Hochschulen verdoppelt im Vergleich zu dem, was
die ach so forschungsfördernde CDU-Regierung gebracht hat.

Wer hat die meisten arbeitslosen produziert?
Bei wem wandern die meisten Unternehmen ins Ausland ab?

Ich bin kein Anwalt der rotgrünen Regierung. Ich stelle nur
faktisch fest, dass die CDU-Regierung halb so viel Geld für
die Hchoschulen ausgegeben hat wie die jetzige.

…zu einer Zeit, in der die Sache insgesamt dennoch besser lief.

Und ich bin gespannt, wann das auch die
verstanden haben, die jetzt fleißig Bauern und Bergwerke
subventionieren.

Dann, wenn es zu spät ist.

Ist kurz davor. Bis sich eine neue, verbesserte
Bildungspolitik auszahlt, werden 10-20 Jahre vergangen sein.

Richtig.
Und dann braucht die Leute keiner mehr, denn bis dahin gibt´s hier kaum noch Privatwirtschaft. Bin gespannt ob uns der ÖD, die Beamten, die Rentner und die Pensionäre dann füttern können…

Das tun sie durchaus, denn keine Uni hat eine unbegrenzte Zahl
an Mitteln und Hörsälen.

Gut. Sozialpädagogen werden also nicht gebraucht?

Kaum.

Behinderte
Kinder etc. brauchen keine Betreuung?

Die brauchen sie. Nur brauchen sie keine Betreuung durch
200.000 studierte Soz.-Päds, sondern durch qualifizierte
Pfleger.
Irgendwer muss halt die Arbeit machen…

Jo, Pfleger aus Polen, Russland und der Türkei; der Deutsche
macht solche Jobs ja nicht mehr so gern.

Wie gesagt, bei Veränderung der Zumutbarkeitsgrenzen und Sozialhilfesätze ändert sich das ganz fix.

Grüße,

Mathias