Hi Romana,
Hi Xelya,
du hast ja hier schon viele gute Tipps bekommen.
Ich würde dir auch empfehlen, einen Logopäden oder einen
Sprechtrainer aufzusuchen. Honig und warmen Tee
Eben besorgt. 
(kein
Pfefferminz, der trocknet die Schleimhäute aus) kann ich dir
empfehlen, keine kalten Getränke (reizt zu sehr). Milch ist
gut, meiner Erfahrung nach, eben weil sie schleimt.
Also, doch Milch? Ich liebe ja Milch, darf auch gerne Sojamilch sein. Ich könnte mich zwar etwas einschränken, doch verzichten würde ich nicht wollen. Und ich denke das soll es auch nicht sein, wenn man so gerne etwas trinkt.
Viel interessanter finde ich aber, hier mal draufzuschauen:
Interessanterweise sind meine Stimmbänder nur dann in
Mitleidenschaft gezogen, wenn ich in den Gesprächen sehr
konzentriert sein muss und sehr auf den Gesprächspartner
eingehen können muss. Ansonsten bekomme ich wissentlich keine
Halsprobleme.
Eines hast du ja unten weiter in einem Posting selbst
geschrieben, dass du vielleicht angespannter bist, wenn du
sehr nah bei den Menschen bist, mit denen du sprichst. Nimmst
du dann deren Anspannung auf? Oder woran liegt es, dass du
angespannter bist?
Nein, 1. bin ich ein in vieler Hinsicht sehr extremer Mensch. Zwar war ich nahezu mein gesamtes berufliches Leben selbständig, doch insgesamt dürfte ich schon ein Dreivierteljahr bis Jahr auf Lohnsteuerkarte auch gearbeitet haben. Das Problem ist hier, dass ich doppelt soviel - wenigstens - arbeite als die anderen. Dafür gab es auch Belege von z.B. bearbeiteten Aufträgen. Ich kann nicht langsam arbeiten sondern bin ein Mensch der gerne durchpowert und dann gerne was anderes, Neues machen möchte. Also, so ein Job im Büro von 9 - 5 Uhr wäre die Hölle für mich. Dh. ich habe in solchen Jobs dann halt auch mal bis zur totalen Erschöpfung gearbeitet, und begonnen zu verschlafen. Hatte kein Leben mehr. Die Anderen konnten ihre Pausen, ihr Nichtstun besser tarnen. Ach, was begann ich in dieser Zeit zu rauchen, so als wäre eine Rauchpause eine Legitimation überhaupt mal pausieren zu dürfen. Ich habe dann sozusagen acht Stunden am Tag Akkord gearbeitet, weil langsam kann ich eben nicht. (Es wäre sicherlich gut für mich zu lernen auch mal Pausen zu machen, machen zu dürfen. Aber ich glaube, das will ich gar nicht wirklich hinbekommen. So pendlich ich je nachdem was ich mache, machen muss, dann zwischen Akkordarbeit und totaler Erschöpfung hin und her.) Für den Arbeitgeber mag das ja angenehm gewesen sein, doch ich kam dann energetisch am Zahnfleisch daher. Ich hatte dann die verschlafene Zeit halt immer nachgearbeitet. 
Dh. ich brauche eine Tätigkeit bei der ich mir selbst die Zeit einteilen kann, bei der ich nach Tagesform arbeiten kann. Dh. für mich auch, mitunter mal ein paar Tage nichts zu tun und dann wieder voll zu powern. Das ist mein Ding. Ich meine gerade in kreativen Berufen, wirst Du halt nicht immer zwischen 9 - 17 Uhr von der Muse geküsst. Es kommt halt dann die kreative Phase oder der Arbeitstrieb, wenn es halt gerade so sein soll. Im Moment kann ich meine Zeit weitgehend selbst einteilen, wenn ich auch hauptberuflich nicht sonderlich kreativ sein kann, doch da ich vorhabe etwas zu machen, wozu ich ein kleines Vermögen brauche, arbeite ich entsprechend viel auch. Und das geht auf die Stimmbänder. (Sprich ich bin das viele Sprechen in der Form nicht mehr gewohnt bzw. siehe nachfolgenden Punkt.)
Ein anderer Aspekt ist, dass ich mir zwar Leute mit denen ich zusammen arbeite mehr oder weniger gut aussuchen kann, jedoch nicht unbedingt Kunden. Ansich hat es gar nichts mit Kunden zu tun. Als ich beispielsweise in Kenia war, war da eine Gruppe österreichischer Touristen und die fragten dann einen Kenianer der dort eine Berühmtheit ist und den ich unlängst im Fernsehen sah, wie alt er sei, ob er denn auch Kinder hätte, ob er Eier essen würde und Katzen? Als ich mit einer anderen Touristen zu ihm fuhr, wobei diese Gruppe von der anderen Touristen nichts wussten, war ja eh klar, weshalb ich hingefahren war: Sex. Was hätte ich denn auch sonst mit ihm machen wollen / können. Argh!!! Ein Mann aus dieser Gruppe erzählte, er hätte mal eine Farm in Kenia gehabt und sprach von den Kenianern als „Bimbo“ und nannte sie bestenfalls Neger, die total dumm seien und denen man alles sagen müsse, die nicht selbständig denken könnten. Ein anderer aus derselben Gruppe meinte, er habe mal einen Neger zusammen geschlagen und der Richter der auch ein Negerhasser gewesen sei, habe ihn dann freigesprochen. Der „Neger“ lag im Krankenhaus. Wenn ich solche Sachen höre, packt mich die Wut. Menschen sind wie sie sind. Und ich bin in der glücklichen Lage mit Menschen die solche Haltungen und Denkweisen haben zumeist nichts zu tun haben zu müssen. Doch so ganz frei bin ich im Moment gerade nicht.
Aktuelles Beispiel: ein Kunde meinte gestern zu Afrika, was ich denn von den Deppen da unten wollen würde. Auch fiel das Wort „Neger“ mehrmals. Auch erzählte er, er habe mal ein Angebot erhalten und auf dem Angebot sei ein Bild des Verkäufers gewesen. Und dann sprach er davon, dass er dem fetten Schwein nicht auch noch Geld geben wollte, dass das fette Schwein auf seine Kosten noch fetter werden könne. Das sind so Situationen wo ich einerseits mir denke, nun, es ist seine Meinung. Doch für mich sind das „dumme“ Ansichten und ich kann nicht ganz umhin auch meine Meinung kundzutun, um solch einem Menschen doch auch mal eine Anregung mit auf dem Weg zu gehen, dass es auch andere Sichtweisen gibt.
Erst sagte ich ihm, dass es nicht um das Aussehen eines Verkäufers ginge sondern um dessen Kompetenz. Das tat er ab und meinte, er könne mir ja das Bild faxen und der Verkäufer wäre so eklig fett gewesen, dem würde er nie was abkaufen, damit der nur noch fetter werden könne. Tja, dann meinte ich, dass das Gewicht eines Menschen nicht unbedingt von der Essmenge abhängen würde. Es gibt sicherlich auch übergewichtige arbeitslose Menschen, die ihr Übergewicht durch Fehlernährung, Stoffwechselkrankheiten usw. haben… Jedenfalls blieb er bei dem angwiderten Bild des fetten Verkäufers dem er nie Geld geben wolle.
Dann erzählte er mir noch von einem Russen der ein ganz tolles Gerät entwickelt habe, und mit dem ich ja Geschäfte machen könne. Der Russe könne zwar kaum Englisch, aber vielleicht mittlerweile doch…
Bei diesem Kunden kommt speziell hinzu, dass er eben vom eigentlichen Thema abschweift und ich Schwierigkeiten habe, ihn immer wieder zum Thema zurück zu führen. Das war bislang in der Form nie nötig. Und ich merke dann, dass ich zuviel erdulde, was mich dann auch ärgerlich macht. Doch dann stehe ich in dem Konflikt, meinen Ärger auch nicht ausdrücken zu können, da ich ihn ja auch als Kunden gewinnen / ahlten möchte. Gleichzeitig habe ich kein Interesse so viele Stunden hier zuzuhören bzw. ist es für mich eine Herausforderung seine Sichtweisen zu tolerieren.
Nunja. Doch die Halsschmerzen hatte ich vorab schon. Sprich, die Halsschmerzen haben sicherlich etwas mit angestauter Wut oder wenigstens ärgerlichen Gefühlen hinsichtlich Menschen und Menschsein zu tun. Ja, es gibt Menschen die so denken. Es fällt mir nur schwer das auszuhalten. Und hi und da kann ich es mir nicht verkneifen, wenn der Kunde auch König ist, auch mal eine andere Sichtweise einfließen zu lassen. Damit riskiere ich zwar auch einen Auftrag nicht zu erhalten, aber was soll’s. Dh. ich kann für mich nur versuchen möglichst bald wieder das beruflich machen zu können, wo ich möglichst wenig mit so denkenden Menschen zu tun haben muss.
Natürlich könnte ich mich nun fragen, was soll mir das sagen? Sollte ich die Gespräche rein auf das Geschäftliche beziehen? Derweil ich auch von Kollegen weiß, dass es um das Geschäftliche oft nur 5 - 10 Minuten geht und dann noch z.B. eine halbe Stunde um Dies und Das. Auch bin ich ja ein kommunikativer Mensch. Gestern wollte eine Frau ein Horoskop von mir haben und am Ende hatte sie vermutlich auch noch einen Wechsel der Telefongesellschaft.
Das war nun ein extremeres Beispiel, doch mich ärgern halt auch viele Kleinigkeiten, z.B. wenn mögliche Kunden sagen sie hätten keine Unterlagen erhalten, und das gleich mehrfach nicht. Oder mich ärgert es auch, wenn ich jemand berate und der Mensch dann in ein Gechäft vorort geht und dort seinen Vetrag abschließt, weil er davon ausgeht, dort wird ihm geholfen werden, wenn denn mal was sein sollte. Wieso sollte ich das nicht auch leisten können? Tja, und mich ärgert es halt auch, dass dann Kollegen Kunden einem in gewisser Weise klauen, in dem sie z.B. den bereits informierten Kunden anbieten, dass sie ihm was schenken. Dh. ich habe die Vorarbeit gemacht und ein Kollege kassiert dann ab. Dieser Job ist ein Job auf Zeit, doch da muss ich halt jetzt durch.
Und ich würde dich fragen, wenn du mit deinen Stimmproblemen
zu mir kämest, was es denn an positiven Effekten dieser
„Sprachhemmung“ geben könnte… Das sind meist nicht Sachen,
die einem sofort einfallen, aber vielleicht ist es ja für
einen Teil von dir irgendwie wichtig oder gut, dass du in
manchen Situationen nicht gut sprechen kannst.
Wenn ich nicht sprechen, sprich arbeiten, kann, muss ich mich auch weniger mit Menschen wie eben beschrieben auseinander setzen. Mit den Härten des Lebens, sprich so denkende Menschen so sein zu lassen wie sie eben sind, habe ich mitunter Halsschmerzen / Wutgefühle / Probleme. Die Welt ist in meiner Phantasie oder Wunschvorstellung heiler, schöner, idealer. 
Wie dem auch sei, was hilft noch meine Stimmbänder zu schonen,
denn sie fühlen sich gerade schon ziemlich entzündet an.
Nicht räuspern, nicht flüstern (verursacht mehr Anspannung als
leises sprechen), tiefe Atmung, deutlich sprechen (bessere
Verständlichkeit -> weniger Anstrengung), viel trinken.
Tja, ein Heilpraktiker sagte mir mal, ich solle wenigstens 3 l am Tag trinken. Mein aktueller Arzt ist der Ansicht, ich solle nur soviel trinken wie ich durstig bin, was ich nicht sonderlich bin. Wenn ich zwei, drei Liter an Tag trinken würde, selbst wenn es nur Wasser ist, was ich nicht schaffe, käme ich in keine Schuhe mehr rein. Habe ansich Schuhgröße 36, aber wenn ich viel trinke oder Zitrusfrüchte esse bzw. viel Zuckerhaltiges oder Kaffee, passe ich kaum noch in Schuhgröße 38 / 39 rein. Meine Nieren schaffen das trotz medikamentöser Unterstützung nicht.
Hör
und spür mal nach, wie sich dein Stimmapparat anfühlt, wenn du
unangestrengt sprichst
wohlig, geborgen, angemehm, Kraft ausstrahlend, in mir ruhend, gelassen…
und wie er sich anfühlt und klingt,
wenn du angestrengt sprichst.
Ist mir nicht so bewußt, doch sicherlich gestreßt, genervt, empfinde die Stimme dann als weniger wohlklingend, auch ein wenig lauter (wenn ich keine Chance sehe mir sonst Gehör zu verschaffen, wobei ich nicht wirklich laut werde, eher schärfer / giftiger im Ton. (Ich hasse laute hässliche Geräusche.)…
Und lass vom Arzt abklären, ob
du nicht doch ne Entzündung hast.
Habe ich im Moment garantiert. Doch von allein kommt sowas ja auch nicht. Gleich was jemand hat (Rückenprobleme, Neurodermitis, Krebs…) es liegt ja nicht nur an einer Disposition zu der jeweiligen Krankheit, sondern da kommen ja mehrere Faktoren zusammen, dass einer eine Krankheit bekommt und ein anderer nicht.
Wie übe ich mich in noch mehr Toleranz und wie werde ich noch gelassener? Wie kann ich das Wohl des Kunden im Auge haben und ihm bestmöglich dienen, ohne mich selbst dabei auszubeuten? Noch ein Beispiel: als ich im Sommer mit diesem neuen Job anfing, lockte mich ein Interessent damit, dass er es toll fände wie hartnäckig ich sei. Er wäre ja so interessiert, sogar an zwei Aufträgen… Doch nach einigen Anrufen schmiss ich das Handtuch. Sicherlich habe ich zwischenzeitlich bei anderen potenziellen Kunden häufiger angerufen als bei ihm, doch ich spürte bei diesem Menschen einfach, dass er das will / braucht, dass ich ihm nachtelefoniere / nachlaufe. Ja, vielleicht hätte er sogar irgendwann bei mir abgeschlossen. Doch wozu den Stress? Ich denke, es gibt auch andere Menschen, die einfach sagen können dass und was sie haben wollen. Ich will mir einen Kunden nicht erobern müssen. Wenn er nicht will, soll er es bleiben lassen. Ohnehin mag ich niemanden was nachtragen, das er / sie gar nicht haben möchte.
Das ist das, was mir spontan dazu einfällt. Gute Besserung!
Danke und ciao,
Romana
Gruß
Xelya