Was sind Gefühle/Emotionen?

Hallo zusammen:smile:,

mich würde mal interessseren wieso der Mensch Emotionen empfindet, wie Schadenfreude, Eifersucht, Minderwertigkeitsgefühle etc. hat…
oda wieso man als Mensch das Bedürfnis hat sich mitzuteilen, mit erlernten anzugeben etc. …
laut DAwkin sind wir ja letzlich nur ein „Genbehälter“, eine Maschine die gefüttert werden muss und irgendwann kaputt ist … und aus biologischer sicht kann ich mir diese „Phänomen“ eigentlich auch nicht erklären… hängt das mit Hormonen zusammen? oder woher kommt das?
DAnke schon mal für alle antworten, lg

HAllo Emotionen sind erst einmal nur so dinge wie Freude, Wut und Angst.
übrigens hat ausgerechnet Darwin auch ein Buch über Emotionen geschrieben,
http://uni.snooweatinganima.de/REF_evolutionaere_The…
http://etext.virginia.edu/etcbin/toccer-new2?id=DarE…
ich hab leider auf die Schnelle keine Ausgabe mit Abbildungen gefunden, es ist wirklich ein schönes Buch zum Stöbern mit jeder MEnge Abbildung von Gesichtsausdrücken.

Dass man sich mitteilen will und auch mal angeben hat eher damit zu tun, dass wir soziale Wesen sind und uns in einer Gruppe entsprechend aufführen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Gruppe
http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Interaktion
http://de.wikipedia.org/wiki/Kommunikation#Kommunika…

Gruß Susanne

Hallo,

Emotionen passen sehr gut in das evolutionsgenetische Konzept von Darwin. Darwin selbst war m.E. nach übrigens auch der erste Emotionsforscher vor biologischem Hintergrund.

Biopsychologisch betrachtet sind Emotionen überragende psychische Prozesse, da sie automatisiert und schnell auf unser Verhalten Einfluss nehmen können.

Wenn wir unser gesamtes Verhalten und unsere Entscheidungen bewusst steuern müssten, dann wäre das ein nicht mehr zu bewältigender logistischer Aufwand (jedenfalls für unser Gehirn).

Dadurch, dass Reaktionen automatisiert ablaufen können - und das ganze durch ein so effektives System wie die Emotion, welches absolut lernfähig ist - sinb wir erst so funktionsfähig wie wir sind. Und ein evolutionärer Vorteil ist das allemal!

Darwin war übrigens auch der erste, der gezeigt hat dass Emotion nicht nur etwas rein menschliches ist, sondern in der Tierwelt vielfach vorhanden.

Lieben Gruß
Patrick

Das hängt mit dem Göttlichen an Dir zusammen, das Dich erschaffen hat, das Dich sich wohlfühlen läßt wenn Du tust was ES will, und Dich mit Frustrationen bestraft, wenn Du es unterläßt.
Sigmund Freud nannte dies Göttliche oder Quelle all unserer Gefühle: „Libido“ (Urtriebenergie), Henry Bergson nannte sie: „elan vital“ und Darwin schließlich ging davon aus, dass die Emotionen auch des Menschen in dem einzelligen Urorganismus verankert sein müssten, von dem die Evolution auf diesem Planet ausgegangen ist.

Hallo,

Das hängt mit dem Göttlichen an Dir zusammen, das Dich
erschaffen hat, das Dich sich wohlfühlen läßt wenn Du tust was
ES will, und Dich mit Frustrationen bestraft, wenn Du es
unterläßt.

Das hört sich in meinen Ohren recht platt & theoretisch an.

Aus der Praxis kann ich berichten, dass es absolut nichts göttliches hat, wenn eine emotionale Störung vorliegt - meistens ist das recht unschön.

Sigmund Freud nannte dies Göttliche oder Quelle all unserer
Gefühle: „Libido“ (Urtriebenergie), Henry Bergson nannte sie:
„elan vital“ und Darwin schließlich ging davon aus, dass die
Emotionen auch des Menschen in dem einzelligen Urorganismus
verankert sein müssten, von dem die Evolution auf diesem
Planet ausgegangen ist.

Darwin dürfte zeitlich vor Freud und Bergson liegen (deswegen: erst Darwin, und dann schließlich Freud und Bergson). Allerdings bezweifle ich stark, dass Darwin’s Intention in seinen naturwissenschaftlichen Arbeiten die eines „emotionalen einzelligen Urorganismus“ gewesen ist. Die Literaturangabe täte mich sehr interessieren…

Lieben Gruß
Patrick

Das hängt mit dem Göttlichen an Dir zusammen, das Dich
erschaffen hat, das Dich sich wohlfühlen läßt wenn Du tust was
ES will, und Dich mit Frustrationen bestraft, wenn Du es
unterläßt.

Wie soll man das jetzt verstehen ? Der Mensch wird in deinen Augen von diesem „ES“ bestraft, wenn er nicht tut was „ES“ will ? Oder hab ich das hoffentlich falsch verstanden ?

allround

Genau so
Guten Tag,

was du hier ansprichst sind die evolutionsbiologischen Anpassungen der Lebewesen mit einem Zentralnervensystem (Nerven + Gehirn im Groben). Eben negative Gefühle zum Schutz (Schmerz, Angst, …) und zum Lernen um Schäden des Organismus immer besser zu vermeiden und positive Gefühle (Hunger auf spezielle Geschmacksrichtungen, sexuelle Begierde für die Fortpflanzung, Freude bei Begegnungen mit Artgenossen, Bedarf nach körperlichen Kontakten - Grooming) zur Aktivierung von Tätigkeiten und für das Sozialleben.

Wenn wir unser gesamtes Verhalten und unsere Entscheidungen
bewusst steuern müssten, dann wäre das ein nicht mehr zu
bewältigender logistischer Aufwand (jedenfalls für unser
Gehirn).

Genau! Wenn wir uns vom Hunger getrieben vor den Kühlschrank stellen, können wir binnen weniger Sekunden die Informationen unserer Augen und unseres speziellen Hungers in eine gezielte Aktion zur Nahrungsbeschaffung mit oder ohne Aufwand (Kochen, Zerteilen, …) umsetzen. Menschen, denen Gefühle mangeln (z.B. manche Autisten, Menschen mit Hirnschädigungen im Limbischen System oder einer defekten Amygdala) scheitern hier und brauchen sehr lange.

Darwin war übrigens auch der erste, der gezeigt hat dass
Emotion nicht nur etwas rein menschliches ist, sondern in der
Tierwelt vielfach vorhanden.

In diesem Sinne war er Begründer der Ökologie, Soziobiologie und Evolutionspsychologie.

»Ich sehe in der entfernten Zukunft offene Felder für weit wichtigere Forschungen. Die Psychologie wird auf neuen Grundlagen basieren, auf der Notwendigkeit geistige Leistungen und Fähigkeiten durch stetige,schrittweise Entwicklung erreicht zu haben. Licht wird fallen auf die Entstehung des Menschen und seine Geschichte.«

Emotionen passen sehr gut in das evolutionsgenetische Konzept
von Darwin. Darwin selbst war m.E. nach übrigens auch der
erste Emotionsforscher vor biologischem Hintergrund.

Man könnte auch sagen, dass er einer der Wenigen war, der seiner Zeit weit voraus war und NICHT in schlechten Unterkünften auf sie warten musste.

Emotionen sind die Triebfeder fast all unseres Verhaltens. Und sie sind alle aus guten Gründen entstanden. Diese Fähigkeit teilen wir mit allen Tieren. Und auch viele der Hormone, die dabei oft zur Steuerung genutzt werden (Oxytozin, Adrenalin, Phenylethylamin, Serotonin, …).

Büchertipps:

Warum wir krank werden (Randolph M. Nesse, George C. Williams)
Die Evolution des Menschen (Thomas Junker)

Gruß

Stefan

Das hängt mit dem Göttlichen an Dir zusammen, das Dich
erschaffen hat, das Dich sich wohlfühlen läßt wenn Du tust was
ES will, und Dich mit Frustrationen bestraft, wenn Du es
unterläßt.

Aus der Praxis kann ich berichten, dass es absolut nichts göttliches hat, wenn eine emotionale Störung vorliegt.

Meiner Ansicht nach soll dennoch das Versagen nicht beim Göttlichen vermutet werden, sondern wenn, dann beim Menschen. „Irren ist Menschlich“, und wenn alle Menschen nach dem Glück streben, hierbei versuchend, das Leiden zu meiden, dann deswegen, weil das Göttliche es in seiner Unfehlbarkeit so eingerichtet hat, dass sie das Leiden zwar emotionell spüren können aber nicht leiden mögen…

Darwin dürfte zeitlich vor Freud und Bergson liegen (deswegen: erst Darwin, und dann schließlich Freud und Bergson).

Da stimmt meines Wissens. Es ging mir jedoch nicht um die Erstellung einer historischen Liste, sondern nur um den Versuch einer Sinn-Zusammenhangsherstellung zwischen dem metapsychologischen Lebens- bzw. Schöpferprinzip/ Libido; elan vital; meine Auffassung der Göttlichkeit) und der Ebene der biologischen Phänomene. Darwin schien mir deswegen passend, weil Freud und Bergson Anhänger seiner Evolutionstheorie, die von der Annahme eines primitive einzelligen Urlebewesens ausgeht, waren.

Allerdings bezweifle ich stark, dass Darwin’s Intention in seinen naturwissenschaftlichen Arbeiten die eines „emotionalen einzelligen Urorganismus“ gewesen ist.

Natürlich nicht, da es sich bei ihm ja um einen emotionalen Vielzellerorganismus ziemlich fortgeschrittenen Evolutionsnievaus gehandelt hat, ansonsten aber hätte er auf Nachfrage, woher denn nach seiner Meinung die menschlichen Emotionen stammen, konsequenter Weise auf seinen hypothetischen Ureinzeller verweisen müssen. Von Gott wollte er ja am Ende nis mehr wissen (kein Wunder bei dem, was mit dem Begriff alles angestellt worden ist)…

Die Literaturangabe täte mich sehr interessieren…

Mit der befasst Du Dich gerade - der Autor der Zeilen hat sich erlaubt, Darwins Theorie eigenmächtig zu extrapolieren. Ihm selbst wurde jene Frage meines Wissens nicht gestellt, so hat er sich auf der emotional-evolutionären Verbindungslinie - rückwärts ausgehend vom Menschen - nur bis hin zu den etwas weniger komplexen Vielzellerorganismen voran gewagt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Ausdruck_der_Gem%C3…

Hoffentlich nicht. Da Unverstand von Frustrationen gefolgt zu sein pflegt.

Vorbemerkung:
Wenn ich schon das Wort wikipedia als Wissenschaftler lese, dann bekomme ich Schwämmchen vor die Augen. Auf einer Müllhalde gibt es auch immer noch brauchbare Dinge.

Ob wohl schon (fast) in Vergessenheit geraten:
Daniel Goleman - Emotionale Intelligenz - dtv - glaube unter 10,- €

Letzter Satz auf der Rückseite:
„Was nützt ein hoher IQ, wenn man ein emotionaler Trottel ist?“

Noch ein Lesetipp:
http://die-narzisstische-kraenkung.blogspot.com/

zitat
hi,

serge sulz hat es mal recht einfach formuliert, mir gefällt´s:

„gefühle sind handlungsimpulse, sie fordern uns auf, sozial aktiv zu werden. (zitat sinngemäß)“

das drückt gut aus, dass gefühle uns zum handeln auffordern sollen: wut für abgrenzung, liebe für´s schmusen, angst für schutz usw.

gefühle sorgen für das bunte leben!