Was sind zeugen jehovas

Hallo pertincoion,

Ich bin auch einer der ‚Aussteiger‘. Und wollte mal etwas
darüber sagen. Ich bin nicht ganz der Meinung, das alle
Berichte von Aussteigern/Ausgeschlossenen stimmen.

Das sehe ich ebenso. Deshalb schrieb ich ja, dass ich nicht
glaube, dass schlichtweg alle Berichte erstunken und erlogen
sind. Das besagt ja, dass man meines Erachtens mit
mindestens einem unstimmigen Bericht rechnen muss.

In meinem Fall ist dies so. Ich habe mich mit einem Brief an
die Ältesten gewendet, indem ich mich von den ZJ getrennt
habe. Warum habe ich mich getrennt? Ich habe mich in jemanden
verliebt und wusste das Gott das verurteilt (manchmal hat man
auch die rosarote Brille auf).

Wenn in einer Organisation der Glaube genährt wird, Gott würde
es verurteilen, einen Menschen zu lieben, ist das schon der
ausreichende Grund für einen Austritt. Gott verurteilt Liebe
nie. Egal wie sie aussieht, weil Johannes sagt: „Gott ist
Liebe.“ Wer also liebt, trägt Gott in sich und ist nicht von
ihm verurteilt:

Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir einander
lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns
vollendet. (1. Joh 4,12) .

Ich habe ja, muss ich fairer weise sagen, nicht erwähnt, das es keine ‚normale‘ Liebe ist. Ich habe mich in einem Mann verliebt. Ich weiss aus eigenem betrachten der Bibel, das Gott das nicht gut heisst (1.Korinther 6:9 indem es u.a. heisst, dass Männer die bei einem Mann liegen Gottes Königreich nicht erben werden). Allerdings hast du Recht, das Gott Liebe ist und wenn ich mich ändern würde ich auch in seiner Liebe bin. Jedoch ist dies nicht einfach, da ich ihn (meinen Partner) genauso Liebe wie Gott. Also stehe ich mit mir selber im innerlichen konflickt.

Auch habe ich kontakt zu den meisten meiner
Familienangehörigen (viele sind ZJ) jedoch reden wir nicht
über den Glauben.

Hmm. Kontakt „nur“ zu den Meisten? Und warum kein Gespräch
über den Glaubem? Du hast doch gesagt, Du glaubst an das
Lehrwerk der ZJ. Also warum sprecht ihr nicht drüber?

Die Familienbande bleibt ja bestehen, und es ist eine Gewissenssache der jeweiligen Personen mit mir Kontakt zu haben oder nicht. Ich akzeptiere diese, so wie sie ist. Ich, für meinen Teil, denke, dass man mit Sicherheit auch darüber reden könnte, jedoch würde ich meine Familie in keinen Gewissenskonflikt reindrängen und so würde ich einen Ältesten kontaktieren (im übrigen kommt regelmässig einer vorbei, der mir u.a. die Zeitschriften bringt).

Ist der Ausschluss aus der Gemeinschaft der ZJ ein ‚brutales‘
Instrument? Ich finde NEIN.

Also ich fände es brutal, wenn die Ev.-Luth. Kirche mich
rauswerfen würde, nur weil ich nicht in allen Punkten mit ihr
übereinstimme. Diese „Friss oder Stirb“-Mentalität kenne ich
von keiner der Großkirchen.

Da könnte ich dir einen bekannten Menschen nennen (ist aus der römisch-katholischen Kirchen). Galileo z.B. wurde für seine Behauptung in Bezug auf die Erde exkommuniziert. Er wurde erst letztes Jahrhundert erst rehabilitiert.

Warum? Ich vergleiche das gerne
mit einem Vertrag den zwei Geschäftsleute schliessen. Wenn ich
mich Taufen lasse, unterschreibe ich sogesagt einen Vertrag
indem ja auch Richtlinien aufgeführt sind sowie auch
Sanktionen. Wenn ich vertragsbrüchig werde, muss ich auch mit
den konsequenzen rechnen.

Sorry, das ist m. E. ein recht unzuverlässiger Vergleich. Eine
Taufe ist kein Vertrag zwischen zwei Geschäftsleuten, die
daraus „mutual benefit“ ziehen wollen, um sich dann im Falle
des Vertragsbruches über Konventionalstrafen zu streiten,
damit sie ihre Rechte durchzusetzen können. Die Taufe ist die
Teilhabe im Leiden und Auferstehen Christi und daher ein
erlösendes Bündnis zwischen dem Täufling und dem gütigen und
ewiglich gnädigen Gott der Christen.

Mit der Taufe verspricht man ja Gott ihm zu gehören. Desweiteren weiss man zu diesem Zeitpunkt (da man vorher ja die Bibel betrachtet hatte), welche Regeln Gott aufgestellt hat. in meinem Fall habe ich mich ja gegen diese Regel gestellt. Somit habe ich das versprechen ja auch gebrochen. Ich wollte ja nichts ändern. Allerdings, wenn ich es ändern würde, glaube ich, das Gottes Liebe gross ist und er mich wie ein verlorener Sohn wieder aufnimmt.

Interessant finde ich auch, dass man hier sagte, JZ würden nur
ihre Bibel benutzen.
Ich kenne jedoch viele, die mehrere
unterschiedliche Übersetzungen haben und in den Publikationen
werde sehr oft auch andere Bibelübersetzungen genutzt (z.B.
Elberfelder sowie auch aus dem englischem übersetzte Bibeln).
Jedoch, ich habe die Einheitsübersetzung gelesen, ist m. E.
die NWT eine gute und verständlichere Übersetzung.

Ja, der „Guten Nachricht“ sagt man auch ein erfrischendes
Deutsch nach. Gleichzeitig ist ihr aber auch der Makel
angehaftet, dass sie bestimmte Wortwendungen, die des
Verständnisses wegen nicht ganz unwichtig sind, so sehr
modernisiert, dass das Gewicht der urtextlichen Worte nicht
mehr richtig zum Tragen kommt. Deshalb ist sie für 14-jährige
Konfirmanden gut, aber für Studienzwecke wenig geeignet. Also
nur, weil eine Bibel leicht zu lesen ist, besagt das nicht,
dass sie deshalb sinnvoller zur Anwendung gebracht werden
kann.

Das ist eigentlich nur eine Übersetzungssache. Man kann Texte kompliziert oder auch verständlich übersetzen ohne den Sinn zu verändern. Die Bibel sollte doch ein Buch sein, das alle Menschen verstehen würden. Die Sprache an sich ist immer im Wandel und desswegen habe ich nichts gegen modernere bzw. verständlichere Übersetzungen. Wenn sich jemand sich für die Bibel interessiert, hat er ja die Wahl, sich den gleichen Text in anderen Übersetzungen anzuschauen.

Allerdings wirst Du zugeben müssen, dass sich in der NWÜ der
Wachturmgesellschaft einige Dinge finden, die man in keiner
anderen Bibel liest, oder? Und merkwürdigerweise passt dann
die Bibel der Wachturmgesellschaft auch haargenau auf deren
Lehrwerk. Hält man (eigentlich alle) anderen
Bibelübersetzungen dagegen, tun sich diverse Fragen auf.

Interessant finde ich allerdings, dass man in vielen Publikationen der WTG den Leser ermuntert die Bibelstellen in der eigenen Bibel, also nicht der NWÜ, nachschlägt. Warum sollte die WTG dies tun, wenn sie was zu verheimlichen hätte, bzw. wenn sie die NWÜ angepasst hätte.

Gruss
tigger

Gruss
Sven

Hallo pertincoion,

Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir einander
lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns
vollendet. (1. Joh 4,12) .

Ich habe ja, muss ich fairer weise sagen, nicht erwähnt, das
es keine ‚normale‘ Liebe ist. Ich habe mich in einem Mann
verliebt.

Das habe ich mir gedacht und kann dazu nur sagen: Na und? Was ändert’s? Liebe ist Liebe, oder? Der Pfarrer der Gemeinde, der ich angehöre, ist auch homosexuell. Keiner stört sich dran. Ich bin evangelisch-lutherisch, aber gerade dann, wenn es auf solche Themen geht, bei denen man sich streitet, ob sie Gott gefällig sind oder nicht, erinnere ich mich gern an etwas, was mal der Vorsteher der Gemeinde, der meine Frau angehört, eine neuapostolische Gemeinde, sagte: „Was auch immer ihr tut, lasst es in Liebe geschehen, dann geschieht es in Gott.“ Das passt doch sehr schön zu dem, was ich vorher aus dem Brief des Heiligen Apostel Johannes zitierte (1. Joh. 4,12).

Ich weiss aus eigenem betrachten der Bibel, das Gott
das nicht gut heisst (1.Korinther 6:9 indem es u.a. heisst,
dass Männer die bei einem Mann liegen Gottes Königreich nicht
erben werden).

In meiner „Guten Nachricht“ steht, „Männer, die mit Partnern aus dem eigenen Geschlecht verkehren“, während meine 1912-Lutherbibel und die Elberfelder (die für ihre Genauigkeit zum Urtext bekannt ist) wieder einfach nur von „Weichlingen“ bzw. „Lustknaben, die sich von Männern missbrauchen lassen“ sprechen. Auch die Einheitsübersetzung schreibt nichts, was die Liebe und Männern verurteilt, sondern bezieht sich auch nur auf diese „Lustknaben“. Nur die moderne „Gute Nachricht“ ist so geschrieben, als könnte hier auch Liebe unter Männern gemeint sein…aber soviel zudem, was Du später schreibst, dass Sprache ja dem Wandel unterliegt. Hier kommt so ein Problem zustande, dass der sprachliche Wandel eben auch bedeuten kann, dass man aus „Lustknaben“ eben nicht herausliest, dass es sich dabei um männliche Prostitution handelt, die vermutlich in Korinth ein Problem gewesen sein muss (sonst hätte Paulus es ja nicht geschrieben), sondern die moderne Übersetzung lässt den Schluss zu: Aha, Schwulsein ist böse. Und das ist quatsch. Nimmt man sich also die am Urtext orientierten Bibeln vor, klingt das schon ganz anders. Bleibt Ihr bei Euren neumodischen Übersetzungen, wundert Euch aber bitte nicht, wenn’s dann zu Fehlinterpretationen kommt. Und über dies: Wenn sich zwei Männer in einander verlieben, mißbrauchen sie sich dann?

Was immer ihr tut…

Allerdings hast du Recht, das Gott Liebe ist
und wenn ich mich ändern würde ich auch in seiner Liebe bin.

Gott hat Dich ja so gemacht, wie er Dich haben will. Zwar hat er Dir den freien Willen gelassen, aber es ist ja nicht dem Willen unterworfen, ob man sich verliebt oder nicht. Deshalb ist Deine Liebe zu einem anderem Mann nichts, was Gott abstößt. Was ihn vielleicht ärgern könnte, das ist, dass Du ihm unterstellst, er würde Dich nicht mehr lieben, weil Du so bist wie Du bist.

Jedoch ist dies nicht einfach, da ich ihn (meinen Partner)
genauso Liebe wie Gott. Also stehe ich mit mir selber im
innerlichen konflickt.

Die Frage nach einem Konflikt stellt sich im Glauben nur dann, wenn man Johannes nicht richtig liest. Wer liebt, der liebt Gott und Gott liebt ihn - sagt Johannes.

Ist der Ausschluss aus der Gemeinschaft der ZJ ein ‚brutales‘
Instrument? Ich finde NEIN.

Also ich fände es brutal, wenn die Ev.-Luth. Kirche mich
rauswerfen würde, nur weil ich nicht in allen Punkten mit ihr
übereinstimme. Diese „Friss oder Stirb“-Mentalität kenne ich
von keiner der Großkirchen.

Da könnte ich dir einen bekannten Menschen nennen (ist aus der
römisch-katholischen Kirchen). Galileo z.B. wurde für seine
Behauptung in Bezug auf die Erde exkommuniziert. Er wurde erst
letztes Jahrhundert erst rehabilitiert.

Dass es Ausschlüsse dieser Art gab, ist mir klar. Ich bezog mich vielmehr auf die Gegenwart. Und da ist mittlerweile auch die RKK umgänglicher geworden.

Sorry, das ist m. E. ein recht unzuverlässiger Vergleich. Eine
Taufe ist kein Vertrag zwischen zwei Geschäftsleuten, die
daraus „mutual benefit“ ziehen wollen, um sich dann im Falle
des Vertragsbruches über Konventionalstrafen zu streiten,
damit sie ihre Rechte durchzusetzen können. Die Taufe ist die
Teilhabe im Leiden und Auferstehen Christi und daher ein
erlösendes Bündnis zwischen dem Täufling und dem gütigen und
ewiglich gnädigen Gott der Christen.

Mit der Taufe verspricht man ja Gott ihm zu gehören.
Desweiteren weiss man zu diesem Zeitpunkt (da man vorher ja
die Bibel betrachtet hatte), welche Regeln Gott aufgestellt
hat. in meinem Fall habe ich mich ja gegen diese Regel
gestellt.

Du hast Dich in erster Linie mal gegen die Regeln der Zeugen Jehovas
gestellt. Über dies sagt Paulus, dass Christen nicht mehr unter dem (jüdischen) Gesetz stehen, sondern unter der durch Christus erwirkten Gnade.

Somit habe ich das versprechen ja auch gebrochen.

Ob jemand ein Versprechen gebrochen hat, entscheidet im Zweifelsfalle auch ein Stückchen der, dem das Versprechen gegeben wurde. Wenn Du aber schon hergehen möchtest, Gott zu sagen, Du hättest Dein Versprechen gebrochen und ihm damit die alleinige Entscheidungshoheit abnimmst, dann nimm ihm bitte nicht auch noch ab, dass er für sich selbst empfinden darf, ob er Dich nun noch liebt oder verstoßen hat oder nicht. Aber beides tust Du momentan, was, wie ich meine, der einzige Punkt sein könnte, woran Gott sich stoßen könnte. Du machst Dich selbst vor ihm runter, weil es nach dem Glaubensbild, das Dir vermittelt wurde, so sein muss. Aber er ist doch Dein Vater, vor dem Du aufrecht stehen darfst, um ihm zu sagen: So bin ich. Gott schickt Dich doch deshalb nicht in die Wüste. Würdest Du das mit Deinen Kindern tun?

Ich wollte ja nichts ändern.

Dein freier Wille war, dass Du nichts ändern wolltest, und das hast Du ja auch nicht getan. Kein Verstoß gegen Deinen „Vertrag“.

Allerdings, wenn ich es ändern
würde, glaube ich, das Gottes Liebe gross ist und er mich wie
ein verlorener Sohn wieder aufnimmt.

Wie groß wäre die Liebe eines Vaters zu seinem Kind, wenn er es wegen dessen Liebe zu einem anderen Menschen verloren gehen lässt und erst dann wieder aufnimmt, wenn es selbst diese Liebe innerlich zu Tode gerungen hat? Lies genau: Du hast Dich in einen anderen Menschen verliebt. Die Einzigen, die das momentan zu stören scheint, dass sind Deine ZJ-Freunde und Du selbst. Ich frage mich, wie oft öfters Jesus hätte noch sagen müssen, dass der, der einen anderen Menschen liebt, die Liebe Gottes in sich hat. Damit es endlich mal bestimmte Leute kapieren können, dass Gott niemanden verstößt, nur weil er schwul ist. Die Einzigen, die Dich deshalb haben ziehen lassen, sind die ZJ, oder liege ich da etwa falsch?

Ja, der „Guten Nachricht“ sagt man auch ein erfrischendes
Deutsch nach. Gleichzeitig ist ihr aber auch der Makel
angehaftet, dass sie bestimmte Wortwendungen, die des
Verständnisses wegen nicht ganz unwichtig sind, so sehr
modernisiert, dass das Gewicht der urtextlichen Worte nicht
mehr richtig zum Tragen kommt. Deshalb ist sie für 14-jährige
Konfirmanden gut, aber für Studienzwecke wenig geeignet. Also
nur, weil eine Bibel leicht zu lesen ist, besagt das nicht,
dass sie deshalb sinnvoller zur Anwendung gebracht werden
kann.

Das ist eigentlich nur eine Übersetzungssache. Man kann Texte
kompliziert oder auch verständlich übersetzen ohne den Sinn zu
verändern.

Dann kann es mitunter holprig werden.

Die Bibel sollte doch ein Buch sein, das alle
Menschen verstehen würden.

Sollte ist gut.

Die Sprache an sich ist immer im
Wandel und desswegen habe ich nichts gegen modernere bzw.
verständlichere Übersetzungen. Wenn sich jemand sich für die
Bibel interessiert, hat er ja die Wahl, sich den gleichen Text
in anderen Übersetzungen anzuschauen.

Hmm…und wenn ich mir dann die Neue-Welt-Übersetzung der ZJ anschaue und alle anderen Bibeln zum Vergleich dagegenhalte, komme ich zum Schluss, dass mit der NWÜ was nicht stimmt.

Allerdings wirst Du zugeben müssen, dass sich in der NWÜ der
Wachturmgesellschaft einige Dinge finden, die man in keiner
anderen Bibel liest, oder? Und merkwürdigerweise passt dann
die Bibel der Wachturmgesellschaft auch haargenau auf deren
Lehrwerk. Hält man (eigentlich alle) anderen
Bibelübersetzungen dagegen, tun sich diverse Fragen auf.

Interessant finde ich allerdings, dass man in vielen
Publikationen der WTG den Leser ermuntert die Bibelstellen in
der eigenen Bibel, also nicht der NWÜ, nachschlägt. Warum
sollte die WTG dies tun, wenn sie was zu verheimlichen hätte,
bzw. wenn sie die NWÜ angepasst hätte.

  1. Angepasst wurde die NWÜ allemal. Das lässt sich ja nun nicht leugnen.

  2. Es liegt in der Natur des Verheimlichens selbst, dass niemand, der kein absoluter Insider ist, weiss, ob etwas verheimlicht wird oder nicht.

  3. Es wurde ja schon an anderer Stelle geschrieben, dass sich ZJ an jene wenden, die nicht sehr fest im Glauben stehen. Dabei ist die Gefahr außerordentlich niedrig, dass sich von jenen dann auch noch jemand meinetwegen eine Lutherbibel nimmt, um diese dann auch noch mit einer ZJ-Bibel, die er vermutlich sowieso nicht hat, zu vergleichen. Wenn’s dann unter 1.000 Leuten doch zwei oder drei machen, ist es dabei unwahrscheinlich, dass diese die WTG entlarven. Das wäre anders, wenn diese 1.000 Leutchen gestandene Theologen wären. Aber die sind ja auch nicht Zielgruppe der WTG.

Effektiv ist es daher so, dass die WTG absolut keine Gefahr eingeht, wenn sie den Leuten erzählt, sie sollten die Wachturm-Bibel ruhig mal mit anderen Bibeln vergleichen, weil eben die WTG mit ruhigem Gewissen davon ausgehen kann, dass das - wenn überhaupt - sowieso nur ein verschwindend kleiner Anteil der Menschen macht. Und die wenigen darunter, die doch einen solchen Abgleich tun und „Aua, was ist das für ein Quatsch“ rufen, von denen wissen wir ja, dass sie dann mehr oder minder automatisch als solche abgestempelt werden, die von Staat und Kirche befangen wurden, sich gegen die ZJ zu richten, um diese herabzuwürdigen und ungerechte Hetzereien zu betreiben.

Gruss
tigger

Hallo Tigger,

übelst anstrengenden Tag heute gehabt…daher die Antwort erst
zu fortgeschrittener Stunde.

Kommt mir bekannt vor.

Das Problem für einen Außenstehenden ist, dass es sehr viele
Negativberichte zu den ZJ gibt und sich ja scheinbar sogar
zeitweilig die Behörden einschalten. Auf der anderen Seite
stehen die ZJ, die behaupten: „Stimmt alles nicht! Ungerechte
Hetze von Seiten des Staates und der Kirchen!“ Eine
gerichtliche Klarstellung oder aber auch nur einfach eienn
offenen Dialog mit ihren Kritikern wollen die ZJ aber auch
nicht unter der banalen Begründung, dies sei nicht biblisch.
Vielleicht fürchtet man auch nur das Ergebnis?

Von den ersten Christen im römischen Reich wissen wir, dass sie Staatsfeinde waren. Sie waren Gotteslästerer und zerstörten Familien. Sie haben sogar Kinder geopfert und ihr Blut getrunken.
Wenn du das Internet nach Z.J durchtöberst, findest du massenweise Anti-ZJ-Links. Was gerichtliche Klarstellungen betrifft, ist die Wachtturm-Gesellschaft durchaus aktiv und dies üblicherweise erfolgreich, aber das betrifft unsere Glaubensfreiheit und nicht Verleumdungen.
Ein offener kritischer Dialog macht keinen Sinn. Welchen Sinn soll das haben? Eine höhere Akkzeptanz bei anderen Religionsgemeinschaften? Überdenken der eigenen Glaubenssansichten? Bessere Anpassung an die Gesellschaft?

Zeugen Jehovas bleiben unter sich, haben
einen ZJ-Freundeskreis und heiraten auch nur im ZJ-Kreis.
Kontakte mit Nicht-ZJ sind auf ein unumgängliches Minimum zu
reduzieren. Klar ist damit doch, wer die Gruppe verlässt oder
rausgeworfen wird, lässt sich auf die Gefahr ein, sein
zwischenmenschliches Umfeld gleich mit aufgeben zu müssen.

Das stimmt im Prinzip, wobei dies in der Praxis stark variiert.

Dafür gibt es für eine Glaubensgemeinschaft keinen
hinlänglichen Grund, sofern es eine christliche
Glaubensgemeinschaft ist! Christus setzt auf Gnade und
Vergebung, nicht auf Strafe und Ausschluss.

In 1.Korinther 5, wird der Vorgang beschrieben, dass ein Mann mit seiner (Stief)Mutter Ehebruch begeht. Die Versammlung hat das toleriert und wird deswegen von Paulus scharf gerügt. Er hat erklärt, warum.
In 2. Korinther 2 gibt es einen Hinweis, dass sie diesem Mann wieder verzeihen sollen.

In Sizilien gibt es in manche Kirchen Hochränge, die seit vielen Generationen im Besitz von Mafia-Familien sind. Es fällt manchen Menschen schwer zu akzeptieren, dass Gott automatisch menschen verzeiht, die Morden, verstümmeln und quälen. Unabhängig davon, ob sie irgendwann bereuen und ihr Handeln ändern.

Glaubst du an eine Hölle? Und wenn ja, wer ist da drin?

Gruß
Carlos

Hallo Carlos,

übelst anstrengenden Tag heute gehabt…daher die Antwort erst
zu fortgeschrittener Stunde.

Kommt mir bekannt vor.

Ja, es wird schon bald zur bitteren Gewohnheit. Heute war mein letzter Arbeitstag vorm Urlaub, seit gestern ist der Urlaub meiner Frau zuende. Erholungserfolg der Sommerferien nach Tagen = 0. Also, wenn Du mich fragst, Carlos, ich habe davon gar nichts gehabt.

Von den ersten Christen im römischen Reich wissen wir, dass
sie Staatsfeinde waren. Sie waren Gotteslästerer und
zerstörten Familien. Sie haben sogar Kinder geopfert und ihr
Blut getrunken.

Hoppla, wo hast Du das denn her?

Wenn du das Internet nach Z.J durchtöberst, findest du
massenweise Anti-ZJ-Links. Was gerichtliche Klarstellungen
betrifft, ist die Wachtturm-Gesellschaft durchaus aktiv und
dies üblicherweise erfolgreich, aber das betrifft unsere
Glaubensfreiheit und nicht Verleumdungen.

Ja, ich weiss. Die KörperschaftdÖR-Sache. Gerade aber die aufgestellten (evtl. falschen) Tatsachenbehauptungen wären zur Klarstellung interessant.

Ein offener kritischer Dialog macht keinen Sinn. Welchen Sinn
soll das haben? Eine höhere Akkzeptanz bei anderen
Religionsgemeinschaften? Überdenken der eigenen
Glaubenssansichten? Bessere Anpassung an die Gesellschaft?

Nein. Eie höhere Akzeptanz in der Gesellschaft und eine bessere Position gegenüber vermeintlichen Verleumdern. Was die Glaubensansichten anbelangt, so ist ein selbstkritisches Vorgehen m. E. nie schädlich. Es nimmt ebenfalls vermeintlichen Verleumdern ein Stück weit den Wind aus den Segeln und führt vielleicht zu neuen Impulsen.

Das stimmt im Prinzip, wobei dies in der Praxis stark
variiert.

Ist ganz klar. Ich kenne einige ZJ persönlich. Ganz liebe Menschen. Mich stört es aber sehr, dass sie den Kontakt dann abbrechen, wenn sie merken, dass sie nicht bekehren können. Da merkt man, dass sie den Kontakt nur aus einem Grunde suchen. Da kommt sich benutzt vor und das nervt. Sowas könntet ihr tatsächlich mal abschaffen, denn das ist ziemlich Schade. Und warum das überhaupt so ist, das könntest Du mir vielleicht auch mal begründen.

Dafür gibt es für eine Glaubensgemeinschaft keinen
hinlänglichen Grund, sofern es eine christliche
Glaubensgemeinschaft ist! Christus setzt auf Gnade und
Vergebung, nicht auf Strafe und Ausschluss.

In 1.Korinther 5, wird der Vorgang beschrieben, dass ein Mann
mit seiner (Stief)Mutter Ehebruch begeht. Die Versammlung hat
das toleriert und wird deswegen von Paulus scharf gerügt. Er
hat erklärt, warum.
In 2. Korinther 2 gibt es einen Hinweis, dass sie diesem Mann
wieder verzeihen sollen.

Du nimmst es mir glatt vorweg. Verzeihen wäre auch durch Buße und Gnade möglich, der Rauswurf wäre überflüssig. Die andere Frage wäre, ob man es immer genauso machen muss, wie es in der Bibel steht. Dinge, die in Liebe geschehen, sind auch dann i. O., wenn sie nicht ausdrücklich in der Bibel beschrieben sind.

In Sizilien gibt es in manche Kirchen Hochränge, die seit
vielen Generationen im Besitz von Mafia-Familien sind. Es
fällt manchen Menschen schwer zu akzeptieren, dass Gott
automatisch menschen verzeiht, die Morden, verstümmeln und
quälen. Unabhängig davon, ob sie irgendwann bereuen und ihr
Handeln ändern.

Unabhängig davon, ob sich Menschen etwas vorstellen können oder nicht, kann jedem Menschen die Gnade Gottes zuteil werden. Und sei es Jack The Ripper, obwohl ich selbst dabei ein komisches Gefühl habe. Aber Gefühle sind nunmal kein Maßstab.

Glaubst du an eine Hölle? Und wenn ja, wer ist da drin?

Das ist nicht mit wenigen Worten beschrieben. Soviel - ich glaube nicht, dass die Hölle (ausschließlich) ein bestimmtes Ortsgeschehen ist. Und ich glaube auch nicht an die Hölle schlechthin, sondern, dass es sicherlich auch dabei Unterschiede und Abstufungen gibt. Wie ist Deine Meinung dazu?

Gruss
tigger

Neue-Weltübersetzung
Hallo Tigger,

Hoppla, wo hast Du das denn her?

Das waren gängeige Anscihten im römichen Reich. Über 3 Jahrhunderte wurden Christen phasenweise verfolgt und dann wieder geduldet.

Ja, ich weiss. Die KörperschaftdÖR-Sache. Gerade aber die
aufgestellten (evtl. falschen) Tatsachenbehauptungen wären zur
Klarstellung interessant.

Wozu? Dagegen vorzugehen ist ein Kampf gegen Windmühlen.

Ein Beispiel: In dem oben genannten Verfahren wurden den Z.J. vom Berliner Senat vorgeworfen, dass sie ihren Mitglieder eine gewalttätige Kindererziehung verordnen. Als Beweis wurde ein Buch zur Kindererziehung mit dem titel „Zucht und Rute“ benannt, welches von den Z.J. stammen sollte.
Peinlich: Ein solches Buch ist nie herausgegeben worden und der berliner Senat konnte das folglich Buch nicht vorlegen.
Und nun?
Der Berliner Senat hat wiederholt Revision eingelegt.

Was die
Glaubensansichten anbelangt, so ist ein selbstkritisches
Vorgehen m. E. nie schädlich.

Diskutiere mal mit einem Amnesty International-Mitglied, inwieweit die Menschenrechte und speziell das Folterverbot doch nicht universell für alle Menschen gelten. Überzeuge einen Veganer davon, dass der gelegentlcieh Fleischgenuß doch etwas Positives ist.

Und
warum das überhaupt so ist, das könntest Du mir vielleicht
auch mal begründen.

Im Predigtdienst, d.h. bei den Z.J., die bei dir an der Haustür klingeln, ist das der Sinn der Sache. Ansonsten kenne ich das auch anders. Ich kann mit dir ein Bier trinken, ohne dich missionieren zu wollen.

Du nimmst es mir glatt vorweg. Verzeihen wäre auch durch Buße
und Gnade möglich, der Rauswurf wäre überflüssig. Die andere
Frage wäre, ob man es immer genauso machen muss, wie es in der
Bibel steht. Dinge, die in Liebe geschehen, sind auch dann i.
O., wenn sie nicht ausdrücklich in der Bibel beschrieben sind.

Du gebrauchst hier das heute selten gebrauchte Wort Buße.
Ich schrieb von Reue. Letzendlich geht es darum, dass ein Mensch, wenn er Christus als seinen Erlöser annimmt, seine Sünden bereut und sich ernsthaft bemüht, nicht mehr zu sündigen.

In Römer Kapitel 6 wird dieses Thema behandelt.
Römer 6:1 Heißt das nun, dass wir an der Sünde fest halten sollen, damit die Gnade mächtiger werde?

Übrigens reitest du in vielen Beiträgen ständig darauf herum, das die Neue-Welt-Übersetzung den Glaubens-Vorstellungen der Z.J. angepasst wurde. Umgekehrt wird ein Schuh draus.
Die neue Welt-Übersetzung wurde in den 50er Jahren entwickelt. Davor haben Z.J. die lokal üblichen Bibelübersetzungen verwendet und daraus ihre Lehren entwickelt.
Der Unterschied von Z.J. zu anderen christliche Gruppierungen besteht darin, dass viele traditionellen Lehren beiseite gelegt wurden und man sich auf das konzentrierte, was in der Bibel selber steht.
Wenn ich etwas mit der Bibel begründen möchte, kannst du immer in deiner eigenen Übersetzung nachschauen.
Ich habe Metapher eine Studienversion der NW-Übersetzung zukommen lassen und er hat sich positv über ihre Qualität geäußert.

Gruß
Carlos

Hallo Carlos,

Das waren gängeige Anscihten im römichen Reich. Über 3
Jahrhunderte wurden Christen phasenweise verfolgt und dann
wieder geduldet.

Nochmal bitte, damit ich Dich richtig verstehe: Christen haben Kinder gefressen? Oder wurde ihnen das nur nachgesagt? Kann ich das irgendwo nachschlagen? Das habe ich noch nie gehört.

Ja, ich weiss. Die KörperschaftdÖR-Sache. Gerade aber die
aufgestellten (evtl. falschen) Tatsachenbehauptungen wären zur
Klarstellung interessant.

Wozu? Dagegen vorzugehen ist ein Kampf gegen Windmühlen.

Einen Versuch wär’s doch allemal wert. Hinterher kann man dann immer sagen, man hätte es wenigstens versucht, und damit stärkt sich dann auch die eigene Position.

Was die
Glaubensansichten anbelangt, so ist ein selbstkritisches
Vorgehen m. E. nie schädlich.

Diskutiere mal mit einem Amnesty International-Mitglied,
inwieweit die Menschenrechte und speziell das Folterverbot
doch nicht universell für alle Menschen gelten. Überzeuge
einen Veganer davon, dass der gelegentlcieh Fleischgenuß doch
etwas Positives ist.

Ist das jetzt als Selbstkritik zu verstehen?

Und
warum das überhaupt so ist, das könntest Du mir vielleicht
auch mal begründen.

Im Predigtdienst, d.h. bei den Z.J., die bei dir an der
Haustür klingeln, ist das der Sinn der Sache. Ansonsten kenne
ich das auch anders. Ich kann mit dir ein Bier trinken, ohne
dich missionieren zu wollen.

Okay, verstehe. Scheint also zu variieren.

Du nimmst es mir glatt vorweg. Verzeihen wäre auch durch Buße
und Gnade möglich, der Rauswurf wäre überflüssig. Die andere
Frage wäre, ob man es immer genauso machen muss, wie es in der
Bibel steht. Dinge, die in Liebe geschehen, sind auch dann i.
O., wenn sie nicht ausdrücklich in der Bibel beschrieben sind.

Du gebrauchst hier das heute selten gebrauchte Wort Buße.

Hö, dann frag’ mal bei den Katholiken nach…:wink:

Ich schrieb von Reue. Letzendlich geht es darum, dass ein
Mensch, wenn er Christus als seinen Erlöser annimmt, seine
Sünden bereut und sich ernsthaft bemüht, nicht mehr zu
sündigen.

Das ist klar. Das sollte dann aber doch von ihm selbst ausgehen. Wenn er quasi dazu erst ermuntert werden muss, kann das ja nicht richtig sein. Das wäre ja Zwang.

Übrigens reitest du in vielen Beiträgen ständig darauf herum,
das die Neue-Welt-Übersetzung den Glaubens-Vorstellungen der
Z.J. angepasst wurde. Umgekehrt wird ein Schuh draus.

Sicher doch. Im Urtext ist nichts von „Jehova“ zu lesen. Nun behaupten aber die ZJ, Jesus hätte im Tempel zu Nazareth den Namen Gottes, der den ZJ zufolge ja „Jehova“ sein soll, ausgesprochen. Das findet sich in keiner anderen Übersetzung.

Ich habe Metapher eine Studienversion der NW-Übersetzung
zukommen lassen und er hat sich positv über ihre Qualität
geäußert.

Ich kenne die NW-Übersetzung. Sie lässt sich leicht und verständlich lesen. Das will ich auch nicht bestreiten. Nur den Inhalt finde ich teilweise merkwürdig. Sie ist von daher keineswegs mit anderen Bibeln vergleichbar, da sie z. B. bestimmte Dinge ganz anders bezeichnet und ausdrückt - teilweise so, dass am Ende eine ganz andere Lesart der Texte entsteht.

Gruss
Simon

Hallo Simon,

Nochmal bitte, damit ich Dich richtig verstehe: Christen haben
Kinder gefressen? Oder wurde ihnen das nur nachgesagt? Kann
ich das irgendwo nachschlagen? Das habe ich noch nie gehört.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ritualmord

Sicher doch. Im Urtext ist nichts von „Jehova“ zu lesen. Nun
behaupten aber die ZJ, Jesus hätte im Tempel zu Nazareth den
Namen Gottes, der den ZJ zufolge ja „Jehova“ sein soll,
ausgesprochen. Das findet sich in keiner anderen Übersetzung.

Stimmt. Im Originaltext steht der Gottesnamen JHWH.
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
http://www.bibelbund.christen.net/htm/99-1-025.htm

Es gibt heute viele Christen, die glauben Gott hätte keinen Namen. Manche antworten mit „Ich bin, der ich bin“. Woher kommt das?
Daher, dass der Name Gottes, ob nun Jah, Jahwe oder Jehowa, nicht mehr in den Kirchen oder Bibeln verwendet wird.

Nur
den Inhalt finde ich teilweise merkwürdig. Sie ist von daher
keineswegs mit anderen Bibeln vergleichbar, da sie z. B.
bestimmte Dinge ganz anders bezeichnet und ausdrückt -
teilweise so, dass am Ende eine ganz andere Lesart der Texte
entsteht.

Dafür ein schönes Beispiel:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
Ich behaupte nicht, dass die NW-Übersetzung perfekt ist, aber die Übersetzer hatten viel zu viel Respekt vor dem Wort Gottes, um es zu verfälschen.

Gruß
Carlos

Na, bin immer noch skeptisch…
Hallo Carlos,

http://de.wikipedia.org/wiki/Ritualmord

lese ich mir nachher mal durch. Danke!

Stimmt. Im Originaltext steht der Gottesnamen JHWH.
Es gibt heute viele Christen, die glauben Gott hätte keinen
Namen. Manche antworten mit „Ich bin, der ich bin“. Woher
kommt das?
Daher, dass der Name Gottes, ob nun Jah, Jahwe oder Jehowa,
nicht mehr in den Kirchen oder Bibeln verwendet wird.

Und das zurecht. Christus hat seinen Jüngern gesagt, wie sie Gott anzusprechen haben: „Unser Vater, der in den Himmeln…“ [Mt 6,9].

Aus dem Vorwort der rev. Elberfelder:

Die Israeliten haben nie „Jehova“ gesagt, sondern wahrscheinlich „Jahwe“. Später wagte man nicht mehr, den heiligen Gottesnamen auszusprechen und sagte statt dessen „Adonaj“ (= Herr). Damit man nun beim Vorlesen aus der Bibel daran erinnert wurde, „Adonaj“ zu lesen und nicht versehentlich „Jahwe“, setzten die Juden in ihren Bibelhandschriften zu den Konsonanten des Namens „Jahwe“ (JHWH) die Vokale des Wortes „Adonaj“ (êoa, wobei das Zeichen für ê auch für â stehen kann), so daß Nichteingeweihte daraus „Jehovah“ lesen mußten. Daraus ergibt sich folgerichtig, daß „Jehova“ kein Name ist und man ihn deshalb auch in unserer Sprache nicht so schreiben und aussprechen sollte.

Ich behaupte nicht, dass die NW-Übersetzung perfekt ist, aber
die Übersetzer hatten viel zu viel Respekt vor dem Wort
Gottes, um es zu verfälschen.

Denken wir an die Verwendung „Jehova“, aber auch an Johannes 1,1, wo es in der NWÜ heisst „und das Wort war ein Gott“. Beides ist falsch.

Gruss
tigger