Was sind zeugen jehovas

Hallo Malte

Joah, weiter oben wurde das gefragt, aber nicht von mir. ICH
möchte von Dir wissen, wie die ZJ im Allgemeinen und Du im
speziellen dazu stehen, daß die Bibel in genau dem Absatz, den
Du als Grundlage für die Laien-Mission heranziehst, schreibt,
man solle zum Zwecke der Mission nicht von Haus zu Haus gehen.
Ein klarer, unmißverständlicher Satz. Kein
Interpretationsspielraum, nix. Eine klare Aussage.

Machen wir es ganz genau. Verse gemäß Einheitsübersetzung:

Lk 10,6 Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren.
Lk 10,7 Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes!

Hier kommt es. Wenn ein Mann des Friedens drin wohnt, kommen wir in das Haus rein und kriegen etwas zu essen und zu trinken. Da das üblicherweise nicht der Fall ist müssen wir wohl weiterziehen.

Falls es doch der Fall ist, dauert das genze so lang, dass der Dienst erst mal beendet ist und wir dann nach Hause fahren.
Du sagst es, eine ganz klare Aussage. :wink:

Gruß
Carlos

P.S. Dieser Artikel enthält Ironie

Hallo Carlos,

der vermutlich kleine aber feine Unterschied zwischen ZJ und den Jüngern Jesu ist m. E. jedoch, dass die Jünger Jesu nicht versuchten, Menschen zu bekehren, die schon Christen waren.

Gruss
tigegr

Hallo Tigger,

der vermutlich kleine aber feine Unterschied zwischen ZJ und
den Jüngern Jesu ist m. E. jedoch, dass die Jünger Jesu nicht
versuchten, Menschen zu bekehren, die schon Christen waren.

aber sie haben versucht, den Menschen eine neue Beziehung zu Gott zu vermitteln, die die Menschen (damals wie heute) verloren haben.

Gruss Harald

Hallo Malte,

wie Du weisst, bin ich kein Zeuge Jehova.

Joah, weiter oben wurde das gefragt, aber nicht von mir. ICH
möchte von Dir wissen, wie die ZJ im Allgemeinen und Du im
speziellen dazu stehen, daß die Bibel in genau dem Absatz, den
Du als Grundlage für die Laien-Mission heranziehst, schreibt,
man solle zum Zwecke der Mission nicht von Haus zu Haus gehen.
Ein klarer, unmißverständlicher Satz. Kein
Interpretationsspielraum, nix. Eine klare Aussage.

Wie Du siehst, gibt es hier doch Interpretationsspielraum.
Carlos hat beschrieben, wie die ZJ den Vers heute auffassen.

Ich will Dir sagen, wie ich den Vers aus der damaligen Perspektive sehe.

Wenn ihr aber in eine Stadt oder ein Dorf geht, da erkundigt euch, ob jemand darin ist, der es wert ist; und bei dem bleibt, bis ihr weiterzieht.“ (Matth.10,11)

In demselben Haus aber bleibt, eßt und trinkt, was man euch gibt; denn ein Arbeiter ist seines Lohnes wert. Ihr sollt nicht von einem Haus zum andern gehen.“ (Luk.10,7)

Vergleiche die Aussagen der beiden Evangelisten.

Die Jünger waren Wanderprediger. Sie kamen in eine Stadt und brauchten eine Unterkunft. Sie sollten in dieser Stadt nicht die Herberge wechseln, damit sie den Gsstgeber nicht beschämen.
Es hätte ja sein können, dass sie am zweiten Tag eine schönere Bleibe finden hätten können. Das wäre für den ersten Gastgeber peinlich gewesen.

Aber es sagt nichts über die Methoden der Missionierung (=Verkündigung) aus.

Gruss Harald

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Hallo,

Die Jünger waren Wanderprediger. Sie kamen in eine Stadt und
brauchten eine Unterkunft. Sie sollten in dieser Stadt nicht
die Herberge wechseln, damit sie den Gsstgeber nicht
beschämen.
Es hätte ja sein können, dass sie am zweiten Tag eine schönere
Bleibe finden hätten können. Das wäre für den ersten Gastgeber
peinlich gewesen.

Ich konnte mir bis eben keinen Reim darauf machen, aber Deine Erklärung ist völlig überzeugend.

Grüße,

Anwar

Höchstverehrtester Harald,

der vermutlich kleine aber feine Unterschied zwischen ZJ und
den Jüngern Jesu ist m. E. jedoch, dass die Jünger Jesu nicht
versuchten, Menschen zu bekehren, die schon Christen waren.

aber sie haben versucht, den Menschen eine neue Beziehung zu
Gott zu vermitteln, die die Menschen (damals wie heute)
verloren haben.

Das will ich in Bezug auf die Jünger Jesu wohl nicht bestreiten. Doch die Zeugen Jehovas bringen mir ja nichts zurück, was ich möglicherweise verloren habe, sondern sie treten in eigener Sache auf. Eben nicht, damit ich zum gesunden Glauben, wie Paulus es nennt, zurückkehre, sondern damit ich die Verkündigungen der Wachturmgesellschaft annehme. Verzeihe mir bitte meine Spitzfindigkeit, aber dann müsste es in Bezug auf ZJ konsequenterweise lauten:

„aber sie versuchen, den Menschen durch die Wachturmgesellschaft ein neues Gottesbild zu vermitteln, das die Menschen vorher nicht hatten.“

Gruss
tigger

.

Hallo Tigger,

Doch die Zeugen Jehovas bringen mir ja nichts
zurück, was ich möglicherweise verloren habe,

das mag für Dich persönlich stimmen.
Mir können sie auch nichts Neues berichten :wink:

Aber der Großteil der Christenheit hat den persönlichen Bezug zu Gott verloren. Damit gleichen sie dem Volk Israel zur Zeit Jesu.

sondern sie treten in eigener Sache auf.

no na :wink:
welche Kirche tut das nicht?
Soll ein evangelischer Pastor dazu aufrufen, katholisch zu werden?

Eben nicht, damit ich zum
gesunden Glauben, wie Paulus es nennt, zurückkehre, sondern
damit ich die Verkündigungen der Wachturmgesellschaft annehme.

Was nicht immer einen Unterschied bedeutet.
Sooo falsch, wie die meisten hier tun, liegen die ZJ gar nicht.
Es gibt Meinungsverschiedenheiten über die zukünftige Welt (Paradies - Neue Erde). Aber ein Leben in der Gegenwart Gottes vermitteln sie allemal. Auch wenn wir uns dieses Leben manchmal anders vostellen.

Verzeihe mir bitte meine Spitzfindigkeit, aber dann müsste es
in Bezug auf ZJ konsequenterweise lauten:

„aber sie versuchen, den Menschen durch die
Wachturmgesellschaft ein neues Gottesbild zu vermitteln, das
die Menschen vorher nicht hatten.“

Hmm ja, welches Gottesbild haben denn die Menschen?
Welches Gottesbild hast Du?
Und wo differiert es von dem Bild der ZJ?

Gruss Harald

Hallo Harald,

Aber der Großteil der Christenheit hat den persönlichen Bezug
zu Gott verloren. Damit gleichen sie dem Volk Israel zur Zeit
Jesu.

Harald, damit sagst Du, die Wachturmgesellschaft will auch einfach nur durch ihre „Missionare“ (oder, ich glaube, sie werden Felddiener genannt?) den Bezug der Menschen zu Gott wieder herstellen? Dem widerstreite ich aber vehement. Es geht der Wachturmgesellschaft nicht um Gott, sondern um die Wachturmgesellschaft und darum, dass möglichst alle Menschen unbedingt an ihre Verkündigungen glauben. Hinweis: Zeugen Jehovas exkommunizieren eigene Mitglieder u. a. dann, wenn sie die Verkündigungen der WTG infrage stellen. Ein Rauswurfgrund ist damit ein Fehlverhalten im Bekenntnis zum Wachturm. Die Prioritäten sehe ich damit gesetzt.

sondern sie treten in eigener Sache auf.

no na :wink:
welche Kirche tut das nicht?
Soll ein evangelischer Pastor dazu aufrufen, katholisch zu
werden?

Nein, natürlich nicht. Er soll aber auch nicht an der Tür eines Katholiken stehen und diesem sagen, dass er im Gefecht der Endzeit verbrennen würde, wenn er nicht evangelisch wird, da nur die evangelische Kirche ihn retten könne. Und ob tatsächlich jede Kirche in eigener Sache missioniert, das weiss ich nicht. Ich weiss aber sehr wohl, dass es einen Ökumenischen Rat und eine ACK gibt, in denen sich sehr viele Kirchen bemühen, Zusammenarbeit zu organisieren und Brücken zu anderen Konfessionen zu schlagen. Das ist aber mit den ZJ schlichweg unmöglich, da sie eben der Ansicht sind, dass alle anderen Christen, die nicht den ZJ angehören, ohnehin nicht auf der Seite Gottes stehen und daher verloren sind.

Was nicht immer einen Unterschied bedeutet.
Sooo falsch, wie die meisten hier tun, liegen die ZJ gar
nicht.

Ich meine nicht, dass wir hier objektiv zwischen richtig und falsch bemessen können, sondern lediglich im Rahmen konfessioneller Glaubensansichten. Da kann jeder falsch und jeder richtig liegen.

Es gibt Meinungsverschiedenheiten über die zukünftige Welt
(Paradies - Neue Erde). Aber ein Leben in der Gegenwart Gottes
vermitteln sie allemal. Auch wenn wir uns dieses Leben
manchmal anders vostellen.

Sicherlich. Da hast Du recht. Aber das ist ja längst nicht die einzige Meinungsverschiedenheit. Weiter unten dazu mehr.

Verzeihe mir bitte meine Spitzfindigkeit, aber dann müsste es
in Bezug auf ZJ konsequenterweise lauten:

„aber sie versuchen, den Menschen durch die
Wachturmgesellschaft ein neues Gottesbild zu vermitteln, das
die Menschen vorher nicht hatten.“

Hmm ja, welches Gottesbild haben denn die Menschen?

Die Menschen haben unterschiedliche Gottesbilder. Doch das der Zeugen Jehova gibt es ja logischerweise erst seit den Zeugen Jehova, weshalb es vor den ZJ kein Mensch kannte, mit Ausnahme ihres Gründers, der es kurz zuvor entwickelte. Die meisten Menschen werden eben ein anderes Gottesbild gehabt haben. Deshalb sprach ich bewusst von „einem (also unbestimmten) neuen Gottesbild“, und deshalb zielt Deine Frage daneben :wink:

Welches Gottesbild hast Du?
Und wo differiert es von dem Bild der ZJ?

Also Harald, war das jetzt 'ne Scherzfrage?

  1. Mein Gottesbild ist trinitarisch.
  2. Mein Gottesbild hat sich vor 2000 Jahren im östlichen Mittelmeerraum gezeigt.
  3. Mein Gottesbild umfasst auch einen Heiligen Geist, der für mich nicht nur eine ledigliche Kraft ist, sondern Gott selbst.
  4. Mein Gottesbild heisst Vater, Sohn und Heiliger Geist.
  5. Mein Gottesbild ist der Gott, der die Rettung der Menschen nicht von der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Kirche oder Gemeindeorganisation abhängig macht, sondern bereits alle Menschen gerettet hat, indem er sich selbst durch Jesus Christus mit den Menschen versöhnt hat.
  6. Schlüssel zur Erlösung ist der alleinige Glaube an Jesus Christus, den Sohn Gottes, den Retter.

Um die Differenz hervorzutragen:

Der Zeuge Jehova glaubt:

  1. Jesus Christus ist nicht Gott, sondern lediglich ein Geschöpf, vermutlich der Erzengel Michael.
  2. Der Heilige Geist ist nicht Gott, sondern eine Kraft Gottes, die nicht allein hilft, Gott kennenzulernen, sondern - neben der Wachturmgesellschaft, durch die sich Gott den Menschen in erster Linie offenbart - ein lediglich weiteres Offenbarungsmittel Gottes.
  3. Wer nicht der Organisation der ZJ angehört, kann nicht in Gemeinschaft mit Gott leben, sondern wir am letzten Tage vernichtet.
  4. Schlüssel zur Erlösung ist der Glaube an Jesus Christus, den Sohn Gottes, den Retter und die Zugehörigkeit zur Organisation der ZJ sowie der Glaube an die Verkündigungen der Wachturmgesellschaft in New York. Die Ablehnung der Verkündigungen der WTG führt zum Ausschluss aus der Organisation und somit zum Verlust der Erlösung, da Erlösung nur innerhalb der Organisation der ZJ möglich ist, womit ich wieder auf meinen eingänglichen Absatz zurückfinde, als ich dort schrieb: „da sie eben der Ansicht sind, dass alle verloren sind, die nicht den ZJ angehören.“

Die glaubenswirksamen Differenzen liegen m. E. daher auf der Hand.

Gruss
tigger

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vorverurteilt, wie ich zugeben muss
Hallo Hardy,

Du hast Recht, die Seite ist in der Tat erfreulich frei von der herrschsüchtigen Art anderer kirchlicher Publikationen. Ob das an dem .ch liegt? Jedenfalls entschuldige ich mich noch einmal für diese übereilte Falscheinschätzung und bedanke mich für den erneuten Hinweis.

Grüße,

Anwar

Hallo Tigger,

  1. Schlüssel zur Erlösung ist der Glaube an Jesus Christus,
    den Sohn Gottes, den Retter und die Zugehörigkeit zur
    Organisation der ZJ sowie der Glaube an die Verkündigungen der
    Wachturmgesellschaft in New York. …

Etwas zur Abmilderung.

http://www.jehovaszeugen.de/fua/gem/nur/default.htm

Gruß
Carlos

Hallo Tigger,

Harald, damit sagst Du, die Wachturmgesellschaft will auch
einfach nur durch ihre „Missionare“ (oder, ich glaube, sie
werden Felddiener genannt?) den Bezug der Menschen zu Gott
wieder herstellen?

zumindest haben sie mir das so gesagt.
Und ich hatte keinen Grund, daran zu zweifeln.

Dem widerstreite ich aber vehement. Es geht
der Wachturmgesellschaft nicht um Gott,

das ist eine schwere Beschuldigung.
Kannst Du das beweisen?

sondern um die
Wachturmgesellschaft und darum, dass möglichst alle Menschen
unbedingt an ihre Verkündigungen glauben.

Dsa haben sie doch mit anderen Religionen gemeinsam.
Wollen die Moslem etwas anderes?
Oder die rk Kirche?

Also ich möchte auch, dass man meinen Ausführungen Glauben schenkt.
Wozu rede / schreibe ich denn sonst?

Hinweis: Zeugen
Jehovas exkommunizieren eigene Mitglieder u. a. dann, wenn sie
die Verkündigungen der WTG infrage stellen.

Das ist doch nur konsequent.

Jesus sagt:„wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.“ (Matth.12,30)

Ich weiss aber sehr wohl, dass es einen
Ökumenischen Rat und eine ACK gibt, in denen sich sehr viele
Kirchen bemühen, Zusammenarbeit zu organisieren und Brücken zu
anderen Konfessionen zu schlagen. Das ist aber mit den ZJ
schlichweg unmöglich, da sie eben der Ansicht sind, dass alle
anderen Christen, die nicht den ZJ angehören, ohnehin nicht
auf der Seite Gottes stehen und daher verloren sind.

Diese Ansicht hat Carlos bereits zurückgewiesen.
Mit dem Ökumenischen Rat habe ich allerdings auch meine Probleme.
Man soll keine Zugeständnisse gegen seine Überzeugung machen.
Und mit manchen Kompromissen in der Lehre kann ich nicht wirklich mitgehen. (ist aber ein anderes Thema)

Was nicht immer einen Unterschied bedeutet.
Sooo falsch, wie die meisten hier tun, liegen die ZJ gar
nicht.

Ich meine nicht, dass wir hier objektiv zwischen richtig und
falsch bemessen können, sondern lediglich im Rahmen
konfessioneller Glaubensansichten. Da kann jeder falsch und
jeder richtig liegen.

nu ja, vielleicht bin ich nicht objektiv, aber konfessionelle Glaubensansichten prüfe ich gerne am Wort der Bibel.
Und da läßt sich schon ein richtig oder falsch ablesen.

Hmm ja, welches Gottesbild haben denn die Menschen?

Die Menschen haben unterschiedliche Gottesbilder. Doch das der
Zeugen Jehova gibt es ja logischerweise erst seit den Zeugen
Jehova, weshalb es vor den ZJ kein Mensch kannte, mit Ausnahme
ihres Gründers, der es kurz zuvor entwickelte.

Das ist auch wieder eine Behauptung, für die ich gerne einen Beleg hätte.
Kann es nicht sein, dass auch Russel sein Gottesbild von seinen Lehrern übernommen hat? Kennst Du das Gottesbild der 7-Tags-Adventisten? Es ist dem der ZJ sehr ähnlich.

Die meisten
Menschen werden eben ein anderes Gottesbild gehabt haben.

Die Griechen auch :wink:
Paulus aber stand mitten auf dem Areopag und sprach: Ihr Männer von Athen, ich sehe, daß ihr die Götter in allen Stücken sehr verehrt. Ich bin umhergegangen und habe eure Heiligtümer angesehen und fand einen Altar, auf dem stand geschrieben: Dem unbekannten Gott. Nun verkündige ich euch, was ihr unwissend verehrt.“ (Apg.17,22-23)

Welches Gottesbild hast Du?
Und wo differiert es von dem Bild der ZJ?

Also Harald, war das jetzt 'ne Scherzfrage?

  1. Mein Gottesbild ist trinitarisch.

Das hat ja auch erst ein Konzil so beschlossen, bevor es gelehrt wurde. Und kannst du das im Detail erklären?

  1. Mein Gottesbild hat sich vor 2000 Jahren im östlichen
    Mittelmeerraum gezeigt.

Hm ja, mein Gottesbild hat sich schon wesentlich früher im Zweistromland gezeigt.

  1. Mein Gottesbild umfasst auch einen Heiligen Geist, der für
    mich nicht nur eine ledigliche Kraft ist, sondern Gott selbst.

Abraham hatte bestimmt ein anderes Gottesbild. War es deshalb falsch?
Abram glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit.“ (1.Mose 15,6)

Der Zeuge Jehova glaubt:

  1. Der Heilige Geist ist nicht Gott, sondern eine Kraft
    Gottes, die nicht allein hilft, Gott kennenzulernen, sondern -
    neben der Wachturmgesellschaft, durch die sich Gott den
    Menschen in erster Linie offenbart - ein lediglich weiteres
    Offenbarungsmittel Gottes.

Da würde ich darauf vertrauen, dass der Heilige Geist den wirklich Suchenden die richtige Erkenntnis bringt.

Die glaubenswirksamen Differenzen liegen m. E. daher auf der
Hand.

Ich sagte ja schon: Dir und mir können die ZJ nicht viel Neues bringen :wink:

Aber kann der Durchschnittschrist, bei dem der ZJ klingelt, das auch so darlegen?
Und wenn nicht, warum nicht?
Hat er sich damit nicht beschäftigt? Dann ist es doch von Vorteil, wenn die Begegnung mit einem ZJ dazu führt, dass man sich mit den eigenen Glaubensinhalten auseinandersetzt.

Gruss Harald

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Hallo Harald,

Dem widerstreite ich aber vehement. Es geht
der Wachturmgesellschaft nicht um Gott,

das ist eine schwere Beschuldigung.
Kannst Du das beweisen?

Das kann ich nicht, aber ich kann es ableiten. In zahlreichen Aussteigerberichten liest man, dass es ZJ nicht erlaubt ist, den Wachturm zu kritisieren oder sich auch nur eine eigene, andere Meinung zum Glaubensbild des Wachturms zu machen. Ansonsten droht der Ausschluss. Daraus folgere ich persönlich, dass somit nicht Gott im Vordergrund stehen kann, sondern die wenig überzeugenden Glaubensansichten des Wachturms, da der Glaube an ihn ansonsten nicht unter der Androhung des Rauswurfs erzwungen würde.

sondern um die
Wachturmgesellschaft und darum, dass möglichst alle Menschen
unbedingt an ihre Verkündigungen glauben.

Dsa haben sie doch mit anderen Religionen gemeinsam.
Wollen die Moslem etwas anderes?
Oder die rk Kirche?

Mir ist es bisher persönlich in der Ev.-Luth. Kirche und auch nicht in unserer römisch-katholischen Nachbargemeinde, mit der es viele gemeinsame Aktivitäten gibt, noch nie passiert, dass mir jemand gesagt hätte, ich müsse unbedingt eine bestimmte Konfession annehmen, um gerettet zu werden. Es gibt mittlerweile im kleinen Rahmen sogar gemeinsame Aktivitäten mit der Neuapostolischen Kirche, der ja meine Frau angehört. Selbst von da kommt sowas nicht (mehr). Die NAK überarbeitet derzeit ihren Katechismus, wobei sie in der neuen Ausfertigung vom alleinigen Heilsanspruch Abstand nehmen will. Aber das ist ein anderes Thema.

Also ich möchte auch, dass man meinen Ausführungen Glauben
schenkt.
Wozu rede / schreibe ich denn sonst?

Die Frage ist nur, ob auch Du dann denkst, dass derjenige, der Dir keinen Glauben schenkt, zwangsläufig verloren sein muss. Ich denke da sehr stark an das Gleichnis vom Zöllner und Pharisäer.

Hinweis: Zeugen
Jehovas exkommunizieren eigene Mitglieder u. a. dann, wenn sie
die Verkündigungen der WTG infrage stellen.

Das ist doch nur konsequent.

Ja. Das Gegenteil wäre in diesem Sinne Dialogfähigkeit, Offenheit, Geduld und insbesondere der uns von Gott gelassene freie Wille. Ich habe in „meiner Kirche“ schon sehr oft harte Glaubensfragen angebracht, zu denen ich durchaus eine andere Meinung hatte, obwohl mir hinterher aus Selbstüberzeugung klar wurde, dass ich falsch lag. Was, wenn man mich vor dieser Selbstüberzeugung rausgeworfen hätte? Das wurde nicht mal thematisiert.

Jesus sagt:„wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.
(Matth.12,30)

Womit er natürlich gesagt hat, dass er damit jene meint, die in seinem Namen sammeln. Und in seinem Namen sammelt nicht der, der sich bereits als falscher Prophet bewiesen hat. Denken wir an die zahlreichst fehlgegangenen Endzeit- und Weltuntergangsprophetien der Wachturmgesellschaft und dann lesen wir nochmal bei

Apg 1,7
„Er sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat.“

Mt 24,36
„Von jenem Tag aber und jener Stunde weiß niemand, auch nicht die Engel in den Himmeln, auch nicht der Sohn, sondern der Vater allein.“

  1. Mose 18,22
    „wenn der Prophet im Namen des HERRN redet, und das Wort geschieht nicht und trifft nicht ein, so ist das das Wort, das nicht der HERR geredet hat. In Vermessenheit hat der Prophet es geredet; du brauchst dich nicht vor ihm zu fürchten.“

  2. Mose 18,20
    „Doch der Prophet, der sich vermessen sollte, in meinem Namen ein Wort zu reden, das ich ihm nicht befohlen habe zu reden, oder der im Namen anderer Götter reden wird: dieser Prophet muß sterben.“

Naja, solche Verse sind heutzutage ja nicht gerade „en vogue“, aber das heisst zumindest, dass Propheten, die Falsches verkünden, bei Gott nicht sonderlich beliebt sind. Deshalb frage ich mich: Kann die die WTG mit Jesus sammeln?

Diese Ansicht hat Carlos bereits zurückgewiesen.

Darauf werde ich mich dann noch beziehen.

Mit dem Ökumenischen Rat habe ich allerdings auch meine
Probleme.
Man soll keine Zugeständnisse gegen seine Überzeugung machen.
Und mit manchen Kompromissen in der Lehre kann ich nicht
wirklich mitgehen. (ist aber ein anderes Thema)

Nun, das soll man in der Tat nicht. Aber ich glaube, dass es ein höheres Ziel gibt, als die eigenen Überzeugungen durchzusetzen. Man soll nicht verlangen, dass andere Konfessionen sich so verbiegen, dass sie wie ein Hündchen über das Stöckchen springen. Aber man kann aufeinander zugehen und wenigstens einmal prüfen, ob viele Unterschiede tatsächlich so groß sind, wie sie geschrieben werden.

nu ja, vielleicht bin ich nicht objektiv, aber konfessionelle
Glaubensansichten prüfe ich gerne am Wort der Bibel.
Und da läßt sich schon ein richtig oder falsch ablesen.

Richtig. Dann vergleiche bitte Deine Bibel mit der Neuen-Welt-Übersetzung der Zeugen Jehovas und belege mir dann, welche Bibel die richtige ist. Denn der ZJ sieht es genau wie Du und wird deshalb anhand seiner NWÜ-Bibel für richtig belegen können, was Du anhand Deiner Bibel als falsch nachweisen kannst. ;-p

Hmm ja, welches Gottesbild haben denn die Menschen?

Die Menschen haben unterschiedliche Gottesbilder. Doch das der
Zeugen Jehova gibt es ja logischerweise erst seit den Zeugen
Jehova, weshalb es vor den ZJ kein Mensch kannte, mit Ausnahme
ihres Gründers, der es kurz zuvor entwickelte.

Das ist auch wieder eine Behauptung, für die ich gerne einen
Beleg hätte.
Kann es nicht sein, dass auch Russel sein Gottesbild von
seinen Lehrern übernommen hat?

Scheinbar nein. Wie ich gelesen habe, war er mit keinem der Glaubensbilder, die er zuvor kennengelernt hat, einverstanden. Daher ist es für mich schlüssig, dass es sich um eine neue, von ihm begründete Lehre handelt. Wäre es keine neue Lehre, hätte er sicherlich nicht die ZJ gegründet?

Die meisten
Menschen werden eben ein anderes Gottesbild gehabt haben.

Die Griechen auch :wink:
"Paulus aber stand mitten auf dem Areopag und sprach: Ihr
Männer von Athen, ich sehe, daß ihr die Götter in allen
Stücken sehr verehrt. Ich bin umhergegangen und habe eure
Heiligtümer angesehen und fand einen Altar, auf dem stand
geschrieben: Dem unbekannten Gott. Nun verkündige ich euch,
was ihr unwissend verehrt.
" (Apg.17,22-23)

Das sage ich ja: Die Menschen hatten unterschiedliche Gottesbilder. Und ich habe nicht gesagt, dass das Gottesbild der ZJ falsch, sondern dass es neu ist. Zum Gottesbild zählen für mich alle Aspekte eine Glaubens.

Abraham hatte bestimmt ein anderes Gottesbild. War es deshalb
falsch?

Wie gesagt. Ich sagte nicht, ein bestimmtes Gottesbild wäre richtig oder falsch, sondern die Gottesbilder wären unterschiedlich.

Der Zeuge Jehova glaubt:
2. Der Heilige Geist ist nicht Gott, sondern eine Kraft
Gottes, die nicht allein hilft, Gott kennenzulernen, sondern -
neben der Wachturmgesellschaft, durch die sich Gott den
Menschen in erster Linie offenbart - ein lediglich weiteres
Offenbarungsmittel Gottes.

Da würde ich darauf vertrauen, dass der Heilige Geist den
wirklich Suchenden die richtige Erkenntnis bringt.

Die wirklich Suchenden bekommen aber scheinbar Probleme mit ihrem Mitglieschaftsverhältnis. D. h., dass sie entwender innerlich und nach außen unbemerkt suchen, was dann aber zu einer inneren Zereissprobe werden kann (bleibe ich trotzdem dabei und quäle mich innerlich oder trete ich aus und laufe Gefahr, mein bisheriges Umfeld total aufgeben zu müssen), oder sie finden bei den ZJ wirklich das, was sie suchten, was dann aber nur heissen kann: Offenbarung durch die WTG an erster, Offenbarung durch den Heiligen Geist an zweiter Stelle.

Die glaubenswirksamen Differenzen liegen m. E. daher auf der
Hand.

Ich sagte ja schon: Dir und mir können die ZJ nicht viel Neues
bringen :wink:

Aber kann der Durchschnittschrist, bei dem der ZJ klingelt,
das auch so darlegen?

Ich bin auch nur ein Durchschnittschrist. Sehr durchschnittlich sogar :wink:

Und wenn nicht, warum nicht?
Hat er sich damit nicht beschäftigt? Dann ist es doch von
Vorteil, wenn die Begegnung mit einem ZJ dazu führt, dass man
sich mit den eigenen Glaubensinhalten auseinandersetzt.

Das bestreite ich auch nicht. Natürlich kann man es so sehen, dass eine solche Begegnung dazu führen kann, dass man sich selbst wieder mit dem eigenen Glauben befasst. Das ist vermutlich sogar nicht selten der Fall. Doch sicherlich wollen die ZJ mit ihrem Besuch nicht erzeugen, dass ein Lutheraner sich enger an die Lutherische Kirche bindet. Das ist es doch, was ich in meinem Ausgangspost kritisierte, als ich sagte, dass sie Christen missionieren wollen. Das ist nach meinem Dafürhalten Abwerben, was ich grundsätzlich nicht in Ordnung finde. Man kann den Glauben durchaus streiten, aber man darf seinen Gegenüber nicht unter Zwang setzen, indem man ihm unterschwellig das Jüngste Gericht androht, wenn er nicht das glaubt, was man ihm vermitteln will.

Gruss
tigger

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Lieber Carlos,

  1. Schlüssel zur Erlösung ist der Glaube an Jesus Christus,
    den Sohn Gottes, den Retter und die Zugehörigkeit zur
    Organisation der ZJ sowie der Glaube an die Verkündigungen der
    Wachturmgesellschaft in New York. …

Etwas zur Abmilderung.

http://www.jehovaszeugen.de/fua/gem/nur/default.htm

Lieber Carlos,

Etwas zur Abmilderung.

http://www.jehovaszeugen.de/fua/gem/nur/default.htm

Davon abgesehen, dass ich den Link als befangen betrachte, der Text des Links unter der Lupe:

„Sie (die ZJ) sind davon überzeugt, dass viele Millionen Menschen, die in vergangenen Jahrhunderten lebten und die keine Zeugen Jehovas waren, auferstehen und die Gelegenheit erhalten werden, Leben zu erlangen.“

  1. Auferstehung ist nicht gleich Erlösung! Wer auferstanden ist, ist noch nicht automatisch erlöst, da der Anschaaung vieler Kirchen nach erst nach der Auferstehung das Jüngste Gericht folgt (korrigiert mich).

  2. Streitet der Text nicht ab, dass für ZJ nicht eben doch die Zugehörigkeit zur Organisation der Hauptschlüssel ist, sondern lässt diese Frage offen. Allerdings beantwortet er auch nicht die Frage, wodurch sie „Gelegenheit“ erhalten werden, leben zu erhalten? Das lässt der Text interessanterweise auch offen. Er gibt jedoch an, dass die, die Zeugen Jehovas waren, diese Gelegenheit wohl nicht mehr benötigen, woraus sich ergibt, dass sie schon zum Leben gelangt sind allein aus der Tatsache, dass sie Zeugen Jehovas waren, ein anderer Schluss ist wenigstens aus dieser Textstelle nicht möglich. Ansonsten lasse ich mich gerne korrigieren, wenn Du mir bitte einmal darlegen möchtest, was mit dieser „Gelegenheit“ gemeint ist.

"Außerdem warnte Jesus davor, andere zu richten. Menschen sehen nur das Äußere; Gott aber sieht das Herz.

Er ist ein barmherziger Richter und hat die Aufgabe des Richtens Jesus Christus übertragen, nicht Jehovas Zeugen."

Nun gut. Das kann man nun so oder so lesen. Einerseits will damit gesagt sein, dass die Zeugen J. nicht richten, andererseits, der Absatz ist schon gut gewählt worden, könnte man darin auch gleichzeitig einen Anruf des Lesers sehen, mit dem gesagt sein will, dass diese „Warnung“ Jesu sich auch an ihn richtet und er von einer weiteren Prüfung der ZJ-Lehre absehen soll, weil er damit vermutlich auch in die sträfliche Bedrängnis geraten könnte, Richter zu werden.

Wenn ich Dich bitten darf: Was bedeutet „Gelegenheit“.

Gruss
tigger

Hallo Tigger,

Davon abgesehen, dass ich den Link als befangen betrachte, der
Text des Links unter der Lupe:

Befangen?! Das sind offizielle Aussagen der WT-Gesellschaft bezüglich der eigenen Glaubensansichten. Wenn Tigger meint Lutheraner zu sein ist das auch eine „befangene“ Aussage.

„Sie (die ZJ) sind davon überzeugt, dass viele Millionen
Menschen, die in vergangenen Jahrhunderten lebten und die
keine Zeugen Jehovas waren, auferstehen und die Gelegenheit
erhalten werden, Leben zu erlangen.“

  1. Auferstehung ist nicht gleich Erlösung! Wer auferstanden
    ist, ist noch nicht automatisch erlöst, da der Anschaaung
    vieler Kirchen nach erst nach der Auferstehung das Jüngste
    Gericht folgt (korrigiert mich).

Stimmt.

  1. Streitet der Text nicht ab, dass für ZJ nicht eben doch die
    Zugehörigkeit zur Organisation der Hauptschlüssel ist, sondern
    lässt diese Frage offen. Allerdings beantwortet er auch nicht
    die Frage, wodurch sie „Gelegenheit“ erhalten werden, leben zu
    erhalten? Das lässt der Text interessanterweise auch offen.

Tigger hat in seinen Texten nicht geschrieben, dass er nicht alle Z.J. totschlagen will. Sollte uns das zu denken geben? Nein.

Er
gibt jedoch an, dass die, die Zeugen Jehovas waren, diese
Gelegenheit wohl nicht mehr benötigen, woraus sich ergibt,
dass sie schon zum Leben gelangt sind allein aus der Tatsache,
dass sie Zeugen Jehovas waren, ein anderer Schluss ist
wenigstens aus dieser Textstelle nicht möglich.

Deine Logik ist fehlerhaft. Der Text besagt, das Z.J. die Zugehörigkeit zur eigenen Konfession für dir Resttung nicht nötig ist.
Was in dem Text nicht beschrieben wird ist der Punkt, dass die Zugehörigkeit zu den Z.J. keine Garantie für die Rettung bedeutet.

Ansonsten
lasse ich mich gerne korrigieren, wenn Du mir bitte einmal
darlegen möchtest, was mit dieser „Gelegenheit“ gemeint ist.

Die Auferstehung bedeutet nicht automatisch, die Auferstandenen für ewig im Paradies leben. Es ist eine Auferstehung zum Gericht. Sie können wieder sündigen. Dann gibt es kein Loskaufsopfer für sie mehr., sondern nur noch den endgültigen Tod (der Feuersee).

…könnte
man darin auch gleichzeitig einen Anruf des Lesers sehen, mit
dem gesagt sein will, dass diese „Warnung“ Jesu sich auch an
ihn richtet und er von einer weiteren Prüfung der ZJ-Lehre
absehen soll, weil er damit vermutlich auch in die sträfliche
Bedrängnis geraten könnte, Richter zu werden.

Könnte es sein, dass du einen Subtext reininterpretierst, der nicht vorhanden ist.

Gruß
Carlos

Hallo Carlos,

Davon abgesehen, dass ich den Link als befangen betrachte, der
Text des Links unter der Lupe:

Befangen?! Das sind offizielle Aussagen der WT-Gesellschaft
bezüglich der eigenen Glaubensansichten.

Naja gut, offiziell ist die Aussage allemal, womit ich jetzt aber auch nur weiss, wie sich die WTG offiziell von außen betrachtet wissen will. Mehr eben nicht. Möglicherweise gibt es auch bei den ZJ einen Unterschied zwischen offizieller Theorie und inoffizieller Anwendung. Deshalb hätte ich einen unabhängigen Link bevorzugt, da man sich doch schon die Frage nach der Zuverlässigkeit Deines Links stellt, wenn man auf 90% aller anderen Websites zu diesem Thema ganz andere Meinungen hört. Und ich glaube eben nicht, dass schlichtweg alle Aussteigerberichte erstunken und erlogen sind, weshalb ich ihnen nicht weniger Vertrauen entgegenbringe, als den Veröffentlichungen der Wachturmgesellschaft.

  1. Auferstehung ist nicht gleich Erlösung! Wer auferstanden
    ist, ist noch nicht automatisch erlöst, da der Anschauung
    vieler Kirchen nach erst nach der Auferstehung das Jüngste
    Gericht folgt (korrigiert mich).

Stimmt.

Das war mir schon klar. Anhand des Textes war ich mir jedoch nicht sicher, ob es WTG auch so sieht, da dort die Frage nach der Rettung mehr oder minder nonchalant mit einer Antwort zur Auferstehung bedient wird.

Tigger hat in seinen Texten nicht geschrieben, dass er nicht
alle Z.J. totschlagen will. Sollte uns das zu denken geben?
Nein.

Ist das jetzt die offizielle oder inoffizielle Art und Weise der Diskussion mit Kritikern? Aber es ist ja gerade im Falle von vielen Sekten so, dass sie Kritik als ungerechte Hetze gegen kleinere Religionsgemeinschaften tadeln, während jede positive Darstellung nur zu gern als Widerspiegelung der Realitäten angenommen werden. Siehe dazu auch diese m. E. recht merkwürdige Sozialstudie der ZJ:

http://www.manfred-gebhard.de/Sozialstudie.htm

Deine Logik ist fehlerhaft. Der Text besagt, das Z.J. die
Zugehörigkeit zur eigenen Konfession für dir Resttung nicht
nötig ist.

Das besagt der Text eben nicht, da er sich gar nicht auf die Rettung bezieht, sondern auf die Auferstehung. Daher hört es sich zwar gut an, wenn die WTG sagt, dass auch Nicht-ZJ auferstehen werden, das besagt aber noch lange nichts darüber, wie die WTG zur Erlösung von Nicht-ZJ steht, da der Auferstehung ja u. U. erst das Gericht folgt. Gerettet ist je erst der, der das Gericht „hinter sich hat“.

Ansonsten
lasse ich mich gerne korrigieren, wenn Du mir bitte einmal
darlegen möchtest, was mit dieser „Gelegenheit“ gemeint ist.

Die Auferstehung bedeutet nicht automatisch, die
Auferstandenen für ewig im Paradies leben. Es ist eine
Auferstehung zum Gericht. Sie können wieder sündigen. Dann
gibt es kein Loskaufsopfer für sie mehr., sondern nur noch den
endgültigen Tod (der Feuersee).

Eben. Die Frage war aber, ob die ZJ glauben, dass sie die einzigen wären, die gerettet werden. Das ist aber mit einer Antwort zur Auferstehung ungenügend beantwortet. Der Unbedarfte liest aus der Antwort, dass die ZJ keinen Alleinvertretungsanspruch auf das Heil erheben, obwohl jedoch in Wirklichkeit der Kern der Ausgangsfrage vollkommen unbeantwortet verbleibt.

…könnte
man darin auch gleichzeitig einen Anruf des Lesers sehen, mit
dem gesagt sein will, dass diese „Warnung“ Jesu sich auch an
ihn richtet und er von einer weiteren Prüfung der ZJ-Lehre
absehen soll, weil er damit vermutlich auch in die sträfliche
Bedrängnis geraten könnte, Richter zu werden.

Könnte es sein, dass du einen Subtext reininterpretierst, der
nicht vorhanden ist.

Naja, mag gut sein, dass ich daneben liege. Da sich aber m. E. schon im ersten Absatz Unstimmigkeiten finden ließen, hielt ich es für sinnvoll, auch an anderen Stellen nach möglichen Subtilitäten zu suchen. Denn, wenn alles so rosarot wäre, wie es auf den offiziellen Seiten der WTG sich wiederfindet, dürfte es solche merkwürdigen Dinger wie jene Sozialstudie wohl auch nicht geben.

Einen schönen Sonntag wünscht,

tigger

Offizielle und inoffizielle Lehrmeinung
Hallo Tigger,

Naja gut, offiziell ist die Aussage allemal, womit ich jetzt
aber auch nur weiss, wie sich die WTG offiziell von außen
betrachtet wissen will. Mehr eben nicht. Möglicherweise gibt
es auch bei den ZJ einen Unterschied zwischen offizieller
Theorie und inoffizieller Anwendung.

Nein. Alles, was von der Wachtturmgesellschaft kommt, ist die offizielle Lehrmeinung, sei es im Wachtturm, den Broschüren, den Büchern u allen anderen.
Es gibt keine Trennung zwischen Laien und Geistlichen. Jeder Z.J. ist ein Prediger (nah gut, die Meisten), der die Lehre der Z.J. weiterverbreitet. Wenn ein Z.J auf der Bühne etwas vorträgt, hat er die gleichen Quellen zur Verfügung, wie er sie auch von Haus zu Haus verbreitet. Wenn also die Wachtturmgesellschaft etwas schreibt, egal in welchem Medium, dann halten sich die Z.J. auch dran.

Und ich glaube eben nicht, dass schlichtweg alle
Aussteigerberichte erstunken und erlogen sind, weshalb ich
ihnen nicht weniger Vertrauen entgegenbringe, als den
Veröffentlichungen der Wachturmgesellschaft.

Bezüglich den Z.J sind neutrale Aussagen nahezu nicht zu finden.
Früher wurde von den Z.J. berichtet, dass sie eine böse Sekte sind, die ihre Mitglieder, wie bei anderen Gruppierungen nicht mehr ziehen lässt. Sicherlich gibt es dazu passende Aussteigerberichte,
Später wurden die Z.J. dafür kritisiert, dass sie Mitglieder ausschließen. (1.Korinther 5) Auch dazu wird es entsprechende Berichte geben.
Aussteigerbirichte, in denen Z,J, mit massiven Druck am Aussteigen gehindert werden, sind Bullshit. Insbesondere, weil es ein Einfaches ist, sich rausschmeißen zu lassen.
Ich kenne Aussteiger. In den meisten Fällen ist es ähnlich wie bei den Kirchen. Die entsprechenden Z.J. werden passiv und tauchen nicht mehr in der Versammlu8ng auf. Es gibt auch Fälle in denen jemand erklärt, kein Z.J. mehr sein zu wollen. Und schließlich gibt es die Außschlüsse. Der Grund ist meistens Hurerei.

Die Aussteiger, die ich kenne machen keinen großen Geschiß darum. Man lebt in der Welt, hat einen weltlichen Arbeitskollegen und hat weltliche Nachbarn und Bekannte. Wenn jemand aus beruflichen Gründen in eine andere Stadt zieht, sind die soziale Konsequenzen größer.

Das war mir schon klar. Anhand des Textes war ich mir jedoch
nicht sicher, ob es WTG auch so sieht, da dort die Frage nach
der Rettung mehr oder minder nonchalant mit einer Antwort zur
Auferstehung bedient wird.

Z.J. glauben nicht an eine unsterbliche Seele. Der Lohn der Sünde ist der Tod. Ohne das Loskaufsopfer Jesu gäbe es kein Auferstehung.
Wozu braucht es überhaupt bei eier unsterblichen Seele eine Auferstehung? Die Rettung bedeutet, dass man dieses Loskaufsopfer annehmen kann und die Befreiung von Sünde erfährt.

Ist das jetzt die offizielle oder inoffizielle Art und Weise
der Diskussion mit Kritikern?

Das ist Carlosstyle. Alles was ich hier schreibe, schreibe ich während meiner Freizeit ohne es vorher von einem Komitee abzeichnen zu lassen. Sind deine Aussagen von der evangelischen Kirsche abgezeichnet und offiziell?

Aber es ist ja gerade im Falle
von vielen Sekten so, dass sie Kritik als ungerechte Hetze
gegen kleinere Religionsgemeinschaften tadeln, während jede
positive Darstellung nur zu gern als Widerspiegelung der
Realitäten angenommen werden. Siehe dazu auch diese m. E.
recht merkwürdige Sozialstudie der ZJ:

http://www.manfred-gebhard.de/Sozialstudie.htm

Ich kenne die Studie. Die Ergebnisse sind teilweise in eine Broschüre eingeflossen (Jehovas - Zeugen, wer sind sie).
Jesus Christus hat seinen Nachfolgern prophezeit, dass sie mit Feindschaft und Verfolgung rechnen müssen. Ungerechte Hetze ist etwas mit dem ein Christ rechnen muss.
Oder bezog sich die Prophezeihung Jesu nur auf die ersten drei Jahrhunderte, als das Christentum noch keine Staatsreligion war?

Daher hört es
sich zwar gut an, wenn die WTG sagt, dass auch Nicht-ZJ
auferstehen werden, das besagt aber noch lange nichts
darüber, wie die WTG zur Erlösung von Nicht-ZJ steht,
da der Auferstehung ja u. U. erst das Gericht folgt. Gerettet
ist je erst der, der das Gericht „hinter sich hat“.

Es wird eine Auferstehung von Gerechten und Ungerechten geben. Die Auferstehung wir im Paradies erfolgen.(Du weisst, wo das Paradies lag und wieder liegen wird, hier auf der Erde). Die Auferstandenen können das Loskaufsopfer annehmen und gemäß Gottes Willen leben. Wenn sie es nicht tun, dann bleibt nur der zweite Tod. Es wird keine ewige Qual in einer Hölle geben.

Eben. Die Frage war aber, ob die ZJ glauben, dass sie die
einzigen wären, die gerettet werden. Das ist aber mit einer
Antwort zur Auferstehung ungenügend beantwortet. Der
Unbedarfte liest aus der Antwort, dass die ZJ keinen
Alleinvertretungsanspruch auf das Heil erheben, obwohl jedoch
in Wirklichkeit der Kern der Ausgangsfrage vollkommen
unbeantwortet verbleibt.

Die Z.J. glauben, dass auch Menschen gerettet werden, die nicht Z.J. sind. Irgendwo in China stirbt gerade ein Mensch der nie die Möglichkeit hatte, Jesus Christus als seinen Erlöser anzunehmen. Muss dieser Mensch auf ewig in der Hölle schmoren.
Andererseits sind sie der Meinung als Einzige völlig richtig zu liegen.

Naja, mag gut sein, dass ich daneben liege. Da sich aber m. E.
schon im ersten Absatz Unstimmigkeiten finden ließen, hielt
ich es für sinnvoll, auch an anderen Stellen nach möglichen
Subtilitäten zu suchen.

Du suchst also nicht nach unbiblischen Lehren, sondern nach Subtilitäten.
Ich fand die Sozialstudie, die meines Wissens nur in Deutschland erfolgte, eine gute Idee. Auf der anderen Seite weiss ich, wie die Bevölkerung emotional auf die Volkszählung reagierte. Immerhin war ja auch eine Sünde von David eine Volkszählung gewesen. :wink:

Gruß
Carlos

Hallo Tigger

Deshalb hätte ich einen
unabhängigen Link bevorzugt, da man sich doch schon die Frage
nach der Zuverlässigkeit Deines Links stellt, wenn man auf 90%
aller anderen Websites zu diesem Thema ganz andere Meinungen
hört. Und ich glaube eben nicht, dass schlichtweg alle
Aussteigerberichte erstunken und erlogen sind, weshalb ich
ihnen nicht weniger Vertrauen entgegenbringe, als den
Veröffentlichungen der Wachturmgesellschaft.

Ich bin auch einer der ‚Aussteiger‘. Und wollte mal etwas darüber sagen. Ich bin nicht ganz der Meinung, das alle Berichte von Aussteigern/Ausgeschlossenen stimmen.
Warum sag ich dies? Einmal der Stolz jedes Menschen. Einige fühlen sich gekränkt und reden desswegen negativ von den ZJ. Desweiteren meine ich, dass viele auch dazu ‚gedrängt‘ werden, weil sich andere gerne ‚die Ohren kitzeln lassen‘ und um Gründe zu haben, das JZ eine ‚gefährliche Sekte‘ sei. Es soll jetzt nicht heissen, dass alle Berichte nicht stimmen, es gibt bestimmt Fälle, die so vorgefallen sind (leider ist man nicht vollkommen).

In meinem Fall ist dies so. Ich habe mich mit einem Brief an die Ältesten gewendet, indem ich mich von den ZJ getrennt habe. Warum habe ich mich getrennt? Ich habe mich in jemanden verliebt und wusste das Gott das verurteilt (manchmal hat man auch die rosarote Brille auf). Aber ich kann nicht schlecht von JZ reden, da sie mir persönlich nichts getan haben. Ich glaube auch, dass das die Wahrheit ist (ich meine die Lehre der ZJ). Auch habe ich kontakt zu den meisten meiner Familienangehörigen (viele sind ZJ) jedoch reden wir nicht über den Glauben.

Ist der Ausschluss aus der Gemeinschaft der ZJ ein ‚brutales‘ Instrument? Ich finde NEIN. Warum? Ich vergleiche das gerne mit einem Vertrag den zwei Geschäftsleute schliessen. Wenn ich mich Taufen lasse, unterschreibe ich sogesagt einen Vertrag indem ja auch Richtlinien aufgeführt sind sowie auch Sanktionen. Wenn ich vertragsbrüchig werde, muss ich auch mit den konsequenzen rechnen.

Interessant finde ich auch, dass man hier sagte, JZ würden nur ihre Bibel benutzen. Ich kenne jedoch viele, die mehrere unterschiedliche Übersetzungen haben und in den Publikationen werde sehr oft auch andere Bibelübersetzungen genutzt (z.B. Elberfelder sowie auch aus dem englischem übersetzte Bibeln). Jedoch, ich habe die Einheitsübersetzung gelesen, ist m. E. die NWT eine gute und verständlichere Übersetzung.

Gruss

Sven

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Hallo pertincoion,

Ich bin auch einer der ‚Aussteiger‘. Und wollte mal etwas
darüber sagen. Ich bin nicht ganz der Meinung, das alle
Berichte von Aussteigern/Ausgeschlossenen stimmen.

Das sehe ich ebenso. Deshalb schrieb ich ja, dass ich nicht glaube, dass schlichtweg alle Berichte erstunken und erlogen sind. Das besagt ja, dass man meines Erachtens mit mindestens einem unstimmigen Bericht rechnen muss.

In meinem Fall ist dies so. Ich habe mich mit einem Brief an
die Ältesten gewendet, indem ich mich von den ZJ getrennt
habe. Warum habe ich mich getrennt? Ich habe mich in jemanden
verliebt und wusste das Gott das verurteilt (manchmal hat man
auch die rosarote Brille auf).

Wenn in einer Organisation der Glaube genährt wird, Gott würde es verurteilen, einen Menschen zu lieben, ist das schon der ausreichende Grund für einen Austritt. Gott verurteilt Liebe nie. Egal wie sie aussieht, weil Johannes sagt: „Gott ist Liebe.“ Wer also liebt, trägt Gott in sich und ist nicht von ihm verurteilt:

_Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollendet. (1. Joh 4,12) .

Auch habe ich kontakt zu den meisten meiner
Familienangehörigen (viele sind ZJ) jedoch reden wir nicht
über den Glauben.

Hmm. Kontakt „nur“ zu den Meisten? Und warum kein Gespräch über den Glaubem? Du hast doch gesagt, Du glaubst an das Lehrwerk der ZJ. Also warum sprecht ihr nicht drüber?

Ist der Ausschluss aus der Gemeinschaft der ZJ ein ‚brutales‘
Instrument? Ich finde NEIN.

Also ich fände es brutal, wenn die Ev.-Luth. Kirche mich rauswerfen würde, nur weil ich nicht in allen Punkten mit ihr übereinstimme. Diese „Friss oder Stirb“-Mentalität kenne ich von keiner der Großkirchen.

Warum? Ich vergleiche das gerne
mit einem Vertrag den zwei Geschäftsleute schliessen. Wenn ich
mich Taufen lasse, unterschreibe ich sogesagt einen Vertrag
indem ja auch Richtlinien aufgeführt sind sowie auch
Sanktionen. Wenn ich vertragsbrüchig werde, muss ich auch mit
den konsequenzen rechnen.

Sorry, das ist m. E. ein recht unzuverlässiger Vergleich. Eine Taufe ist kein Vertrag zwischen zwei Geschäftsleuten, die daraus „mutual benefit“ ziehen wollen, um sich dann im Falle des Vertragsbruches über Konventionalstrafen zu streiten, damit sie ihre Rechte durchzusetzen können. Die Taufe ist die Teilhabe im Leiden und Auferstehen Christi und daher ein erlösendes Bündnis zwischen dem Täufling und dem gütigen und ewiglich gnädigen Gott der Christen.

Interessant finde ich auch, dass man hier sagte, JZ würden nur
ihre Bibel benutzen.
Ich kenne jedoch viele, die mehrere
unterschiedliche Übersetzungen haben und in den Publikationen
werde sehr oft auch andere Bibelübersetzungen genutzt (z.B.
Elberfelder sowie auch aus dem englischem übersetzte Bibeln).
Jedoch, ich habe die Einheitsübersetzung gelesen, ist m. E.
die NWT eine gute und verständlichere Übersetzung.

Ja, der „Guten Nachricht“ sagt man auch ein erfrischendes Deutsch nach. Gleichzeitig ist ihr aber auch der Makel angehaftet, dass sie bestimmte Wortwendungen, die des Verständnisses wegen nicht ganz unwichtig sind, so sehr modernisiert, dass das Gewicht der urtextlichen Worte nicht mehr richtig zum Tragen kommt. Deshalb ist sie für 14-jährige Konfirmanden gut, aber für Studienzwecke wenig geeignet. Also nur, weil eine Bibel leicht zu lesen ist, besagt das nicht, dass sie deshalb sinnvoller zur Anwendung gebracht werden kann.

Allerdings wirst Du zugeben müssen, dass sich in der NWÜ der Wachturmgesellschaft einige Dinge finden, die man in keiner anderen Bibel liest, oder? Und merkwürdigerweise passt dann die Bibel der Wachturmgesellschaft auch haargenau auf deren Lehrwerk. Hält man (eigentlich alle) anderen Bibelübersetzungen dagegen, tun sich diverse Fragen auf.

Gruss
tigger_

Moinsen Carlos,

übelst anstrengenden Tag heute gehabt…daher die Antwort erst zu fortgeschrittener Stunde.

Das Problem für einen Außenstehenden ist, dass es sehr viele Negativberichte zu den ZJ gibt und sich ja scheinbar sogar zeitweilig die Behörden einschalten. Auf der anderen Seite stehen die ZJ, die behaupten: „Stimmt alles nicht! Ungerechte Hetze von Seiten des Staates und der Kirchen!“ Eine gerichtliche Klarstellung oder aber auch nur einfach eienn offenen Dialog mit ihren Kritikern wollen die ZJ aber auch nicht unter der banalen Begründung, dies sei nicht biblisch. Vielleicht fürchtet man auch nur das Ergebnis?

Nein. Alles, was von der Wachtturmgesellschaft kommt, ist die
offizielle Lehrmeinung, sei es im Wachtturm, den Broschüren,
den Büchern u allen anderen.

Verstehe. Wenn Du das so sagst, dann unterstelle ich jetzt einfach mal, dass das auch so ist. :wink:

Bezüglich den Z.J sind neutrale Aussagen nahezu nicht zu
finden.

Das ist ja aus o. g. Gründen auch nur schwer möglich.

Früher wurde von den Z.J. berichtet, dass sie eine böse Sekte
sind, die ihre Mitglieder, wie bei anderen Gruppierungen nicht
mehr ziehen lässt.

Wie dem auch sei, das habe ich persönlich nie angenommen. Das Problem, das ich sehe, ist, dass die Wachturmgesellschaft im Prinzip fordert: Zeugen Jehovas bleiben unter sich, haben einen ZJ-Freundeskreis und heiraten auch nur im ZJ-Kreis. Kontakte mit Nicht-ZJ sind auf ein unumgängliches Minimum zu reduzieren. Klar ist damit doch, wer die Gruppe verlässt oder rausgeworfen wird, lässt sich auf die Gefahr ein, sein zwischenmenschliches Umfeld gleich mit aufgeben zu müssen. Außerhalb der Gruppe hatte er ja kaum Freunde und Bekannte.

Später wurden die Z.J. dafür kritisiert, dass sie Mitglieder
ausschließen. (1.Korinther 5) Auch dazu wird es entsprechende
Berichte geben.

Vielleicht nicht wegen des Ausschließens selbst, sondern der Ausschlussfolgen. Wenn ich an die Folgen eines Ausschlusses denke, dürfte das allemal einer Kritik würdig sein. Abgesehen davon wird ja auch nicht nur wegen „Unzucht“ und „Hurerei“ rausgeworfen, sondern auch wegen anderen Gründe, womit sich Dein Hinweis auf den Korintherbrief schon wieder relativiert, wenn er überhaupt in den Zusammenhang passt.

Aussteigerbirichte, in denen Z,J, mit massiven Druck am
Aussteigen gehindert werden, sind Bullshit.

Wie gesagt, ich glaube nicht, dass der Druck aktiv ausgeübt wird, sondern passiv vorhanden ist. Wer seinen gesamten Freundeskreis und zu großen Teilen seine eigene Familie in einer bestimmten Gruppe weiß, der verlässt die Gruppe nicht so einfach, selbst wenn er will und er ist daher auch sicherlich bemüht, keinen Ausschluss zu riskieren.

Insbesondere, weil
es ein Einfaches ist, sich rausschmeißen zu lassen.

Gutes Stichwort. Darauf komme ich gleich noch zurück.

Ich kenne Aussteiger. In den meisten Fällen ist es ähnlich wie
bei den Kirchen. Die entsprechenden Z.J. werden passiv und
tauchen nicht mehr in der Versammlu8ng auf.

Okay, verstehe.

Es gibt auch Fälle
in denen jemand erklärt, kein Z.J. mehr sein zu wollen.

Auch in den Kirchen nicht unüblich.

Und
schließlich gibt es die Außschlüsse. Der Grund ist meistens
Hurerei.

Dafür gibt es für eine Glaubensgemeinschaft keinen hinlänglichen Grund, sofern es eine christliche Glaubensgemeinschaft ist! Christus setzt auf Gnade und Vergebung, nicht auf Strafe und Ausschluss.
Soweit.

Die Aussteiger, die ich kenne machen keinen großen Geschiß
darum.

Manche sind eben härter im Nehmen als andere.

Man lebt in der Welt, hat einen weltlichen
Arbeitskollegen und hat weltliche Nachbarn und Bekannte.

Was ist daran ungewöhnlich? Auch ohne Trennung, es gibt keinen ZJ, der nicht in der Welt lebt.

Wenn
jemand aus beruflichen Gründen in eine andere Stadt zieht,
sind die soziale Konsequenzen größer.

Das sehe ich anders.

  1. Das Umziehen in eine andere Stadt aus beruflichen Gründen bedeutet nicht zwangsläufig den Verlust von Teilen der Familie oder Bekanntschaft. Man sieht sich seltener, was aber nicht heißt, dass sie nichts mehr mit dem „Auswanderer“ zutun haben wollen/dürfen. Denn machen wir uns nichts vor, der Wachturm betitelt die Abtrünnigen als solche, „die am Tisch der Dämonen sitzen“, zu den „gespeiänlichen Lehren des Christentums“ zurückkehren und sich mit den „Trunkenbolden Babylons“ zusammentun. Der Wachturm sagt sinngemäß: Auch wenn mancher ZJ Mitleid mit einem Abtrünnigen hat, so sei Mitleid falsch und der Abtrünnige sei zu meiden, weil er eben am Tisch der Dämonen sitzt und auf diesem Wege vielleicht Reue zeigt und den Weg zurück findet.

  2. Das Umziehen in eine andere Stadt aus beruflichen Gründen dient der Eröffnung neuer Perspektiven und der sozialen Sicherheit, während ein Verlassen des engen Umfeldes der ZJ sicherlich nicht selten den Blick ins zwischenmenschliche Nichts bedeutet, da eben große Teile des Freundeskreises aufgegeben werden müssen - nicht, weil man sich nicht mehr sieht, sondern weil es die WTG so vorsieht. Denn die WTG fordert ja, dass ZJ eben auch einen ZJ-Freundes- und Familienkreis haben und den Kontakt zu Abtrünnigen auf das Mindestmaß zu reduzieren.

Z.J. glauben nicht an eine unsterbliche Seele.

Ich schon.

Der Lohn der
Sünde ist der Tod.

Und die Kraft der Sünde ist das Gesetz, wie Paulus sagt. Deshalb wohl den Christen, die durch Jesus Christus nicht mehr unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade stehen, weshalb es Paulus womöglich nicht verstehen kann, warum die ZJ es ablehnen, dass einem Hilfsbedürftigen gewisse medizinische Hilfeleistungen mit Blutstoffen zukommen.

Ist das jetzt die offizielle oder inoffizielle Art und Weise
der Diskussion mit Kritikern?

Das ist Carlosstyle. Alles was ich hier
schreibe, schreibe ich während meiner Freizeit ohne es vorher
von einem Komitee abzeichnen zu lassen. Sind deine Aussagen
von der evangelischen Kirsche abgezeichnet und offiziell?

Ich hoffe, auch meine Ironie war angekommen :wink:

Ich kenne die Studie. Die Ergebnisse sind teilweise in eine
Broschüre eingeflossen (Jehovas - Zeugen, wer sind sie).
Jesus Christus hat seinen Nachfolgern prophezeit, dass sie mit
Feindschaft und Verfolgung rechnen müssen. Ungerechte Hetze
ist etwas mit dem ein Christ rechnen muss.

Zeugen Jehovas sehen sich als Christen, Kritiker sind ungerechte Hetzer und Feinde? Gerechte und Ungerechte? Soviel also auch zu Deiner Anmerkung über das, was mit den Gerechten und Ungerechten nach der Auferstehung passiert. Also sicher ist zumindest der, der die Zeugen J. nicht kritisiert?

Die Z.J. glauben, dass auch Menschen gerettet werden, die
nicht Z.J. sind.

Danke, das wollte ich nur wissen. Die WTG vermag also nichts zur Rettung beizutragen.

Du suchst also nicht nach unbiblischen Lehren, sondern nach
Subtilitäten.

Die nach meinem Dafürhalten unbiblischen Lehren der ZJ habe ich ja schon gefunden, weshalb ich mein Suchen jetzt auf mögliche Subtilitäten konzentrieren kann :wink:)

Ich fand die Sozialstudie, die meines Wissens nur in
Deutschland erfolgte, eine gute Idee.

Generell stimme ich Dir da zu. Dennoch finde ich es sehr fragwürdig, wenn ZJ u. a. nach ihrer Kritik an der Organisation gefragt werden, dann aber ihren Namen draufschreiben sollen. Eingedenk der Tatsache, dass, wie Du selbst geschrieben hast, es eine Leichtigkeit ist, rausgeworfen zu werden, mag dies die Kritikfreudigkeit und Schreibbereitschaft einzelner „Befragter“ in einer solchen Sozialstudie doch einigermaßen dämpfen. Die Aussagekraft einer solchen Studie ist m. E. daher höchst zweifelhaft.

Gruss
tigger