H wie Hola.
Genau darauf bezieht sich die Kritik. Da die zu berwertenden
Verhaltensweisen gerade in der Grundschule von hoher
Anhängigkeit des Elternhauses stehen. Somit implizit eine
Bewertung dieses vorgenommen wird.
Was, wie bereits ellenlang erwähnt wurde, so nicht stimmt.
Es ist nur ein Teilaspekt, der sogar sehr sinnvoll ist.
Darüber hinaus führen gerade wir beide ein Gespräch, in dem
ich für meinen Teil mehr als deutlich gemacht habe, dass ich
nicht von einer generalisiert ungerechten Zensurenanstalt
ausgehe.
Und? Das ist ausweichend - ich sprach explizit von den vielen Leuten,
die sofort wieder wie ein V6 angesprungen sind mit irgendwelchen Anekdoten aus ihrer Schulzeit, ohne diese entsprechend nüchtern einzuordnen.
Davon war in der gesamten Diskussion jedoch nie die Rede.
Müßte es aber sein - daher brachte ich es als Denkanstoß ein.
Um es einmal anders zu formulieren: Normalerweise ist momentan jede Diskussion über absolute Detailfragen schlicht Zeitverschwendung, wenn eben das angemahnte Konzept nicht in der Schublade liegt.
Also entweder man akzeptiert Hinweise auf den Gesamtzusammenhang, oder Du schweigst. 
Aus Vernunftgründen selbstverfreilich.
Es geht um die Einführung von Kopfnoten unter den
vorherrschenden Bedinungen. Und dann gibt es durchaus
berechtigte Kritik.
Womit man wieder beim Thema wäre, wie man doch seine Zeit vertun kann, wenn man sich auf solche Details einläßt. Diese Verhaltensweise läßt sich immer gut bei Frau Christiansen beobachten - es ist schlicht nicht sinnvoll bspw. dieses Thema derartig aufzubauschen, weil die blanken Kopfnoten viel weniger bringen werden, als sie könnten, solange das System nicht radikal verbessert wird.
Den Vorwurf, damit die Diskussion zynisch abzuwürgen und auf das Schema „Einen Satz plus Nebenbemerkung“ zu reduzieren, nehme ich gerne hin. Trotzdem ist gerade diese Diskussion hier wieder ein Musterbeispiel, wie intensiv Details ohne den Roten Faden besprochen werden. So funktioniert es nicht. Dies anzuprangern mit einer pädagogischen Peitsche lasse ich mir nicht nehmen. 
Was wäre wenn und es müsste dann spielt keine Rolle.
Und ich habe mehrfach Stellung bezogen Kopfnoten Ja! Wenn sich
die Bedingungen ändern. Dann müssten aber vorrangig die
Reformen diskutiert werden und nicht ein in diesem Rahmen
„popeliger“ Unterpunkt wie Kopfnoten. Wird aber nicht.
Siehe oben.
Dann doch einfach sein lassen und sich hier nicht versteifen, gerade
wenn jemand (in dem Falle ich) am Roten Faden festhält.
Genau auf diese Antwort habe ich gewartet - daß wieder
irgendeiner die hochwissenschaftliche Keule schwingen will.
Die Aussage war alles andere als wissenschaftlich.
Es ging um den Grundton, der momentan durch den Zeitgeist hineingebracht wird. Würde man wirklich derart gründlich über Kopfzensuren herfallen, käme eine martialische Schlacht der Bürokraten heraus - ohne brauchbares Endergebnis.
Daher riet ich auch zum Pragmatismus.
Früher war alles besser, wa?
Was war jetzt IQ unterhalb von Forrest Gump.
Nein im ernst, würdest Du bitte berücksichtigen, dass die
Vorgehensweisen in der DDR sich auf eine andere
Gesellschaftsstruktur bezogen. Auch die Einstellungen
bezüglich Stellenwert und Aufgaben von Schule blieben von der
Teilung nicht unbetroffen.
Das ändert aber nichts daran, daß man in der Bundesrepublik seit mehreren Jahrzehnten schlicht zu dämlich ist, von anderen zu lernen.
Gesellschaftsstrukturen hin oder her - spielt alles keine Rolle.
Es geht um die Idee und deren Umsetzung. Klammert man die ideologische Komponente heraus, ist man beim Aktenschrank. Dort liegen nämlich vielerorts noch die alten pädagogischen Pläne für Kindergartenerziehung, Schulwesen et cetera.
Die Finnen haben auch keine bloße DDR-Kopie abgeliefert, sondern viel angepaßt. Doch nicht einmal zu so etwas zeigt man sich gegenwärtig in der Lage. Das mahne ich an. Es ist doch völlig egal, ob da DDR oder Hinterkurdistan drauf steht - es geht um die blanke, nüchterne Idee samt ihrer Umsetzung.
Allerdings gibst Du unten genau die Dinge wieder, weshalb ich
eine gründiche theoretische Auseinandersetzung mit den
Konstrukten für sinnvoll erachte. Nämlich:
Nicht nämlich. Die Zeit für gründliche (also hierzulande automatisch lange) theoretische Auseinandersetzungen ist schlicht vorbei.
Genau aufgrund dieser Überlastung halte ich eine zusätzliche
Bewertung Verhaltenskonstrukten für unangebracht.
Das kommt drauf an, ob man dem Lehrer wieder den gesunden Menschenverstand zutraut.
Maßstäbe für mündliche Beurteilungen und für Kopfzensuren zusammenzufassen ist eine Sache von einem Vormittag. Der Rest ist schlicht Logik, Distanz und eben gesunder Menschenverstand.
Dazu brauche ich eben *nicht* den gegenwärtigen Apparat oder Auswüchse davon anzukurbeln. Packt man es richtig an, entstehen durch die vier Kopfzensuren plus einer Beurteilung keine Mehrbelastungen, denn Schülerbeobachtung und Einschätzung ist das tägliche Geschäft eines Lehrers. Nichts für ungut, aber es ist schlicht lächerlich, hier die typische Maschinerie der Behören und Fachkommissionen benutzen zu wollen. Wenn ich einem Lehrer heutzutage auch noch sagen muß, wie er worauf schauen soll/darf/kann/müßte/muß - bei solchen Selbstverständlichkeiten wie Ordnung, Fleiß, Mitarbeit und Betragen - dann ist das weit jenseits von heilbaren Zuständen. Mit Verlaub, hier ist einzig und allein der Lehrer gefordert, und der tut diese Dinge doch sowieso schon. Jetzt soll er sie in ein paar Zensuren packen und eventuell in eine kurze, präzise Beurteilung auf dem Zeugnis. Als Maßstäbe liegen wie gesagt genügend Pläne und Vorschriften in den DDR-Altlasten, die man nur benutzen müßte (nach einer geringfügigen Anpassung). Und schon ist man durch.
Ich zitiere doch noch einmal Einstein, um den Grundgedanken klarzumachen „Geniale Dinge sind immer genial einfach.“.
… diese
Verhaltensweisen unterschiedliche Facetten haben. Deren
Stellenwert subjektiv wahrgenommen wird. Dem einen ist es
wichtig, dass die Hefte keine Eselsohren haben, der andere hat
den globaleren Blick zb. hinsichtlich von Projektarbeiten, wie
Du ebenfalls erwähnest.
Angesichts des Sprüchleins von Einstein oben kann man nur lachen und schlicht sagen: Warum nicht alles von dem Genannten einfließen lassen und Punkt? Wie gesagt, wenn ich den Lehrer heutzutage erst instruieren muß, daß gefälligst die Hefte keine Eselsohren haben (Selbstverständlichkeit), dann sollte man - Achtung Polemik - kollektiv Morphium verteilen, um den Weltuntergang wenigstens freudig und angenehm verleben zu können.
Spontan würde ich schätzen, daß ich in 10 Minuten Dutzende Leute auf der Straße finden könnte, die mehr als genug grundanständige Ideen aufzählen würden, was bspw. Ordnung, Fleiß oder dergleichen ausmacht.
Kopfzensuren haben eben diese erfreuliche Eigenschaft, dem gesunden Menschenverstand nahezustehen. Sofern man nicht gerade wirklich zur 68er-Plage gehört oder anders ins Unertragbare verzogen wurde, ist man sogar gegenüber gesellschaftlichen Modeerscheinungen resistent, was die Sicht auf solche Dinge angeht.
Man kann also reduzieren: Weil es schon einmal funktioniert
hat, braucht man nicht in heutigem Stile lange und streitbare
Studien anstellen.
Du bist also der Überzeugung, dass es nur im Sinne der
Angleichung abgeschafft wurde?
Ich bin gar keiner Überzeugung in solchen historischen Dingen. Es ist
einwandfrei als Faktum festzustellen, daß in jeder Hinsicht die Verhältnisse von West in Ost übergestülpt wurden. Ob das nun das Bildungssystem, das soziale Betreuungssystem oder auch die Bürokratie gewesen ist. Mit Überzeugung hat das nichts zu tun - das ist einfach eine Feststellung. Andernfalls gäbe es viele Probleme logischerweise nicht, die durch Fehlentscheidungen bei dem staatsrechtlichen Anschluß von fünf neuen Bundesländern heute brandaktuell sind.
Hier mit Überzeugungen zu handeln, ist fatal, da genau das draußen bleiben muß. Distanz ist das Zauberwort - vor allem ideologische.
Es ist mir völlig wumpe was andere tun. Du begegnest meinen
Argumenten mit Dingen die andere Leute tun oder nicht tun.
Ja, weil ich nicht Ziel dieser Argumente bin - falls Du Dir das eingebildet hast, dann tut es mir herzlich leid. Aber ich habe das meiste aus der Sicht eines Dritten geschrieben, der 20 Fuß abseits zu dem ganzen Hickhack hier stand. Und ich habe Dich eben daraufhingewiesen, daß es mir um das Gesagte der anderen ging.
Du stellst meine Beiträge voran, beziehst Dich zunächst auf
diese und landest dann inhaltlich auf nem ganz anderen Wagen -
dem anderer Leute.
Natürlich, völlig logisch. Alles andere würde mich zu einem Beteiligten oder persönlich Engagierten machen. In dieser Rolle trete ich hier nur sehr, sehr ausgewählt im Brett auf.
Dann achte auf den Ton.
Mein Ton ist immer bis ins kleinste Durchdacht. Mehrheitlich auch sämtliche Formulierungen, wenn man von gewissen Aussetzern durch entsprechende Tages/Nachtzeiten absieht.
Zum einen finde ich Zynismus an dieser Stelle mehr als
unangebracht,
Dennoch hat ein Zyniker immer recht. Dazu kommt noch, daß Zynismus eigentlich nie angebracht ist - das macht ja gerade nicht unerheblich viel an seiner Wirkung aus.
Zum anderen fühlen sich hier durchaus Leute mit solchen
Kommentaren unnötig auf den Schlips getreten.
Das ist mir dann insofern sofort egal, wenn diese Leute emotional reagieren. Siehe die Diskussion, die keine werden sollte, als ich den Artikel von der ZEIT zum DDR-Kindergarten zur Debatte gestellt habe.
Entweder mit Maß und ausgeblendeten Gefühlen oder gar nicht.
Ich handhabe es doch selbst nicht anders.
Darüber hinaus sollte man immer vorsichtig sein, Zynismus zu ernstzunehmen.
MfG