Was spricht gegen Leuchtstoffröhren?

Hallo,
hab mich jetzt ein wenig über leuchtmittel informiert und eine sache ist mir nicht ganz klar: warum werden eigentlich noch andere sachen als leuchtstoff-röhren verwendet? haben sie neben den vielen entscheidenden vorteilen gegenüber normalen glühbirnen denn noch irgendwelche nachteile? selbst wenn müßten diese ja schon sehr gravierend sein um höhere lebensdauer bei höherer lichtausbeute und besserer farbtemperatur zu relativieren!??

gruß narf!

Hallo!

warum werden eigentlich noch
andere sachen als :leuchtstoff-röhren verwendet?

Glühlampen brauchen zum Betrieb nur geringen technischen Aufwand und sie sind in der Anschaffung billig. Einfache Dimmbarkeit, kleine Bauformen und voller Lichtstrom unmittelbar nach dem Einschalten lassen sich noch ins Feld führen.

In den weitaus meisten Fällen lassen sich Glühlampen technisch und wirtschaftlich sinnvoll durch Leuchtstofflampen und Kompakt-Leuchtstofflampen (Energiesparlampen) ersetzen. Es hapert offenkundig an Kenntnis und Einsicht vieler Verbraucher sowie an Leuchtstofflampen angepaßte Gestaltung seitens der Leuchtenhersteller. In Elektroläden und Baumärkten gibts i. d. R. ein breites Angebot mit gewöhnlichen Glühlampen, aber nur eine kleine Ecke mit lückenhafter Auswahl weniger Exemplare von Energiesparlampen.

Gruß
Wolfgang

…kann nicht genau beschreiben warum, aber ich habe persönlich ein Problem mit dem Licht. Nach längerem Arbeiten mit Leuchtstoffröhren bekomme ich Kopfschmerzen und kann schlechter sehen. Das Problem habe ich bei normalen Glühbirnen oder Halogen nicht.

Ansonsten machen Leuchtstoffröhren, wenn ich mich richtig erinnere, nur Sinn, wenn sie länger angeschaltet sind. Um also ins dunkle Bad rein zu laufen oder mal kurz in der Speisekammer was zu holen, sind wohl normale Glühbirnen ,wenn höchstens die Energiesparlampen geeignet- zumal diese schneller reagieren.

Hi,

Energiesparlampen bringen auch erst nach 10-15min. etwas. Vorher verbrauchen sie mehr als herkömmliche Glühlampen (birnen wachsen auf Bäumen) . Es macht also nur Sinn Leuchtstofflampen zu verwenden, wenn man die Lechtmittel länger in Betrieb hat. Tja und dann ist es auch ne Geschmacksfrage ob man sich ne Röhre hinhängen will oder lieber nen hübschen Lampenschirm.

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also in erster linie wirklich nur die mangelnde akzeptanz beim käufer, bei einem so elementaren technologie-element des täglichen lebens greift der kunde wohl lieber zu altbewertem

>Nach längerem Arbeiten mit Leuchtstoffröhren bekomme ich Kopfschmerzen und kann
>schlechter sehen. Das Problem habe ich bei normalen Glühbirnen oder Halogen
>nicht.

hmm, mir erschien das licht im büro auch immer etwas fahl, aber in anbetracht der objektiven kriterien bleibt eher zu vermuten dass es an der öden umgebung oder ganz einfach an schlechten leuchtmittel-exemplaren liegt, normalerweise müßte die höhere farbtemperatur eigentlich als angenehm empfunden werden oder? hab aber auch schon röhren mit 3400 kelvin gesehen, was wohl etwa dem warmweiss einer halogenlampe entspricht, vermute mal derartiges unwohlsein ist am ehesten auf eine schlechte farbwiedergabe zurückzuführen, die besseren röhren habe „1B“ was eigentlich als sehr gut beurteilt wird

>Einfache Dimmbarkeit, kleine Bauformen und voller Lichtstrom unmittelbar nach dem Einschalten lassen sich noch ins Feld führen.

>Energiesparlampen bringen auch erst nach 10-15min. etwas.

ok das macht es schon plausibel, aber das gros der hauptbeleuchtung - zumindest in den zentralen wohnbereichen - läßt man doch fast immer länger brennen, und die zwei minuten „hochfahren“ sind dann auch kein echtes problem, glaube mich auch zu erinnern dass diese nachteile mittlerweile zumindest teilweise überwunden sind oder?

>Tja und dann ist es auch ne Geschmacksfrage ob man sich ne Röhre hinhängen will
>oder lieber nen hübschen Lampenschirm.
naja, es muss ja nicht „ne röhre“ sein, da gibt es auch sehr geschmackvolle lösungen, mit der langen oder runden bauform kann man damit sogar ziemlich gut form-akzente setzen

>In Elektroläden und Baumärkten gibts i. d. R. ein breites Angebot mit
>gewöhnlichen Glühlampen, aber nur eine kleine Ecke mit lückenhafter Auswahl
>weniger Exemplare von Energiesparlampen.

ja, genau das habe ich auch beobachtet, kein wunder dass das image der röhren so schlecht ist wenn man selbst im großen baumarkt nur die „basic“-varianten (bsp. osram-produkte) bekommt, und das obwohl die „deluxe“-varianten unwesentlich teurer und sehr wohl erschwinglich sind, im internet bekomme ich die daylight-modelle mit ganzen 95 lumen pro watt und 6200 kelvin für 6 euro! für den gleichen lichtstrom müßte man gut acht glühlampen verteilen! verrechnet mit der lebensdauer ist der vorteil doch ziemlich eindeutig

kann dann wohl beruhigt zur röhre greifen, vielen dank :smile:

gruß martin

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Hallo!

Energiesparlampen bringen :auch erst nach 10-15min. :etwas. Vorher verbrauchen sie :mehr als herkömmliche :Glühlampen

Ein hartnäckiges Vorurteil. Tatsächlich erzeugt eine Kompaktleichtstofflampe von 11W den gleichen Lichtstrom wie eine Glühlampe mit 60 W. Von Anfang an fließt bei einer Energiesparlampe nur ein Bruchteil des el. Stromes einer Glühlampe. Allerdings erreicht eine Energiesparlampe je nach Typ erst nach einigen Sekunden bis zu einigen zig Sekunden ihren vollen Lichtstrom.

Tja und dann ist es auch ne
Geschmacksfrage ob man sich :ne Röhre hinhängen will oder
lieber nen hübschen :Lampenschirm.

Ob Leuchtstoffröhren für Wohnräume in Frage kommen, hängt von der Gestaltung der Leuchte ab. Eine nackte Glühlampe an 2 Drähten in der Fassung baumelnd ist sicher nicht attraktiver als eine nackte Leuchtstofflampe. Das muß aber alles nicht sein. Dafür gibts nämlich eine ganze Industrie, die nichts anderes als Leuchten produziert. Im übrigen ist eine Kompaktleuchtstofflampe wenn überhaupt nur unwesentlich größer als eine gewöhnliche Glühlampe.

Nur aufgrund von Vorurteilen ohne den geringsten Wahrheitsgehalt betreiben wir überflüssigerweise mehrere Kraftwerke, die verzichtbar wären, wenn wir Raum- und Arbeitsplatzbeleuchtung durchgängig auf Leuchtstofflampen umstellen würden. Aufgrund der gleichen Vorurteile zahlen Millionen Verbraucher unnötig hohe Stromrechnungen.

Was die Augenverträglichkeit des Lichts von Leuchtstofflampen angeht: In hochwertigen Arbeitsplatzleuchten (Waldmann etc.) für sehr anspruchsvolle Arbeitsplätze findest Du schon seit vielen Jahren keine Glühlampen mehr.

Gruß
Wolfgang

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Hi,

sorry mein Fehler. Muss Wolfgang recht geben. Zu beachten ist, daß die Lampe vor dem Einschalten abgekühlt sein muß. Das bedeutet, daß man auf Leuchtpausen von 2-5 Minuten verzichten sollte und in diesen die Lampe lieber eingeschaltet läßt. Schaltet man eine Energiesparlampe in noch warmem Zustand wieder ein, so wirkt sich dies auf die Lebensdauer aus.

Ein weiterer Grund ist das diese Lampen nicht einfach so im Hausmüll entsorgt werden sollten, da sie ca 5mg Quecksilber enthalten.

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Hallo!

Das bedeutet, daß man auf :Leuchtpausen von 2-5 Minuten :verzichten sollte und in :diesen die Lampe lieber :eingeschaltet läßt.

Diese Aussage gilt für alle Lampen, aber in ganz besonderer Weise für Glühlampen. Der Wolframdraht einer Glühlampe wird reichlich 2.800 K warm. Von Raumtemperatur 300 K bis zur Betriebstemperatur sind das immerhin 2.500 K Temperaturanstieg innerhalb sehr kurzer Zeit. Das ist für die gesamte Konstruktion der Lampe (oft auch für die Leuchte) thermischer Streß vom Allerfeinsten. Dazu kommt die Kaltleitereigenschaft des Wolframdrahtes, die für einen heftig erhöhten Einschaltstrom sorgt. Wenn eine Glühlampe etwas nicht mag, dann ist es häufiges Ein- und Ausschalten.

Dazu kommt eine ausgeprägte Abhängigkeit der Lebensdauer gewöhnlicher Glühlampen von der Betriebsspannung. Die Lebensdauer von ohnehin durchschnittlich nur 1.000 h gilt für Nennspannung. Bei Allgebrauchslampen beträgt die Nennspannung 225 V. D. h., schon bei der üblichen Netzspannung von 230 V wird die Lampe mit Überspannung betrieben. Bei nur 5% Überspannung (bezogen auf 225 V), also bei einer Netzspannung von 236 V, reduziert sich die Lebensdauer der Lampe auf die Hälfte, also auf durchschnittlich 500 h.

Haushaltsglühlampen sind billige Produkte, aber im Normalfall für die Raum- und Arbeitsplatzbeleuchtung inzwischen Technik von gestern - zu kurzlebig, viel zu hohe Betriebskosten.

Das soll nicht heißen, daß Glühlampen überflüssig sind. Es gibt viele technische Anwendungen, in denen Glühlampen in unterschiedlichen Bauformen ihren Dienst tun und nur schwer durch andere Techniken ersetzbar sind.

Gruß
Wolfgang

>Zu beachten ist, daß die Lampe vor dem Einschalten abgekühlt sein muß. Das
>bedeutet, daß man auf Leuchtpausen von 2-5 Minuten verzichten sollte und in
>diesen die Lampe lieber eingeschaltet läßt. Schaltet man eine Energiesparlampe
>in noch warmem Zustand wieder ein, so wirkt sich dies auf die Lebensdauer aus.

oha, gut zu wissen, da ich mir aber erstmal kein discozimmer einrichte kann ich damit gut leben :smile:

hab heute drei baumärkte „konsultiert“ - nur einer hatte eine größere auswahl, leider alle mit einem „farbindex“ gekennzeichnet, natürlich konnte mir befragtes fachpersonal nicht sagen wie sich dieser zu kelvin-zahlen verhält (schlug mir eine „umrechnung“ in lumen vor Oo), so gerne ich im baumarkt nach heimwerkerlösungen stöbere, manchmal brauchts dann doch den fachhändler im netz

btw: hab heute ganz überraschend festgestellt dass ich in meiner küche bereits eine doppel-leuchtstoffröhre habe, die tut da unter ihrem glaskasten schon seit einzug (vor über fünf jahren!!!) so tadellos ihren dienst dass ich sie ganz vergessen habe, damit hat sie an die zehn generationen glühende verwandte überlebt :smiley:

da steckt noch ein vorteil der leuchstofflösungen: scheinbar mackt irgendwas in unserer verstromung sodass viele glühlampen bereits nach spätestens zwei monaten den dienst quittieren, die leuchtstoffröhren sind da viel toleranter

und noch einer: die temperatur, wer schon mal seinen arm aus versehen gegen die unbeschirmte 100 watt stehlampe gedrückt hat weiß es zu schätzen (hab immernoch ne narbe davon) :wink:

glaube da werden dann endlich alle meine glühlampen zugunsten des neuen standards in die reserve wandern :smile:

gruß narf!

Hi,

Leuchtstoffröhren unterscheiden sich durch die folgenden Merkmale:

  1. Lichttemperatur. Leuchtstoffröhren haben ein „kälteres“ Licht, und die sog. „warmweißen“ neigen zu einem Grünstich. Ein „gemütliches“ Licht bekommst Du damit nicht besonders gut hin, da in den Lampen der Rotanteil fehlt.

  2. Leuchtstoffröhren brauchen ein Vorschaltgerät für den Betrieb (einen sog. „Starter“). Du kannst sie nicht direkt an das Stromnetz anschließen.

  3. Leuchtstoffröhren haben meist eine besondere Form (lang und dünn) und sind alleine deshalb nur für bestimmte Zwecke einsetzbar.

Das Hauptmanko ist m.E. die Farbtemperatur, die sich eher für Büroräume und Geschäfte eignet, als für das Zuhause.

Ciao
Andreas

Hallo,

grundsätzliche falsche Annahme: höhere Farbtemperatur ist besser. Das empfinden die meisten Menschen ganz anders, gerade die rötliche Tönung von Glühlampen ist angenehm, und noch viel schöner ist Kerzenlicht.

Kannst du dir wirklich ein Rendevous mit einem guten Rotwein unter der Beleuchtung einer Leuchstoffröhre mit 6000 K Farbtemperatur vorstellen?

Interessant in diesem Zusammenhang ist auch die Theorie von Doug Adams (per Anhalter durch die Galaxis), dass die Qualtität von Speiserestaurants deren Beleuchtungsstärke umgekehrt proportional ist, und dass man deshalb Spitzenköche in Dunkelhaft halten sollte.

Gruss Reinhard

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Hallo Wolfgang,

Wenn eine Glühlampe etwas nicht mag,
dann ist es häufiges Ein- und Ausschalten.

Das ist aber auch ein weit verbreitetes Vorurteil, das sicher darauf zurückzuführen ist, dass Glühlampen gerne beim Einschalten durchbrennen. Solange die Glühwendel aber noch einigermaßen intakt ist, haben die Ein-/Ausschaltzyklen keinen oder nur geringen Einfluss auf die Lebenserwartung.

Jörg

Hi!

Glühlampen brauchen zum Betrieb nur geringen technischen
Aufwand und sie sind in der Anschaffung billig. Einfache
Dimmbarkeit, kleine Bauformen und voller Lichtstrom
unmittelbar nach dem Einschalten lassen sich noch ins Feld
führen.

Leuchtstoffröhren flimmern auch mehr als Glühlampen, weil sie eine tatsächlichen Nulldurchgang im Lichtstrom (alle 10ms bei 50Hz) haben. Glühlampen sind träge und leuchten daher auch wärend des Stromnulldurchgangs weiter.

Wer Leuchtstofflampen einsetzen will, der sollte unbedingt ein elektronisches Vorschaltgerät (statt Drossel + Starter) verwenden. Diese erzeugen „Hochfrequenz“ (einige 10 kHz) und starten die Lampe auch gezielt. Der alte Starter ist ja nur eine Krücke für die Röhre. Bei uns im Büro haben wir z.B. ganz moderne Leuchtstofflampen, wenn man die einschaltet sind sie sofort ein bisschen ein (ohne Blitzen!) allerdings noch sehr rosa. Dann sieht man wie sich in den nächsten Sekunden das Licht von einer Seite „einfüllt“. :smile:

Ich hab auch eine Nachttischlampe, die absolut keine Einschaltverzögerung hat, trotzdem eine Leuchtstofröhre mit elektronischem Vorschaltgerät ist. Hab ich extra mal zerlegen müssen, um das zu kontrollieren. :smile:

Leider sind die Anschaffungskosten eines modernen Vorschaltgeräts immer noch sehr hoch, wer weiß ob sie die gesparten Energiekosten wettmachen. Außerdem kostet die Herstellung dieser Vorschaltgeräte natürlich auch Energie (zwar nicht bei mir im Zählerkasten, aber ein Kraftwerk einsparen können wir deswegen auch nicht).

Noch ein Nachteil von Leuchtstoffröhren: Sie emittieren enorme elektromagnetische Störungen. Wer schon mal elektronische Schaltungen mit dem Oszi betrachtet hat, kann ein Lied davon singen. Durch die meist sehr große räumliche Ausdehnung sind sie gute Antennen.

Und wer nur schnell mal kurz aufs Klo muss oder aus der Speiskammer etwas holen will, ärgert sich recht über herkömmliche Leuchtstoffröhren, die alleine zum Zünden 5-10 Sekunden brauchen.

Im Moment sind auch Halogen-Lampen (viele kleine Lämpchen aufgefädelt) sehr beliebt. So einen Effekt kann man natürlich mit Leuchtstoffröhren nicht erzielen.

Obwohl ich jetzt einige Nachteile von Leuchtstoffröhren gegenüber Glühbirnen aufgezählt habe, finde ich sie trotzdem als wichtige Errungenschaft und werde sie, wenn ich dann mal eine eigene Wohnung oder ein eigenes Haus einrichten werde, bestimmt in der Überzahl einsetzen. Man darf dabei aber nicht knausern sondern muss gute Lampen mit einem guten Vorschaltgerät verwenden.

Bei uns im Studentenheim gibt es in den beiden renovierten Häusern IIRC keine einzige Glühbirne. Naja, vielleicht ist die Deckenbeleuchtung im Lift mit Glühbirnen, aber alle Gänge, alle Zimmer, Schreibtsichbeleuchtung, Nachttischlampe, Gemeinschaftsraum, WC+Duschen, … alles mit Leuchtstoffröhren. Und das Licht ist wunderbar wohnlich hier.

Leider kaufen manche Leute die Leuchtstoffröhren von Angebot zu Angebot. Dann kommt es auch vor, dass eine Deckenlampe mit 2 Röhren schon mal in zwei verschiedenen Farbtönen leuchtet oder ein Gang ein Farbmuster aufweist. Deshalb ganz wichtig: immer die passende Farbe wählen.

Bye
Hansi

Hi,
von der Farbtemperatur zur Farbwiedergabestufe gibt es nichts umzurechnen. Das sind zwei paar Schuhe.
Es gibt Leuchtstofflampen im Bereich von ca. 2.700K bis ca. 10.000K.
Und das auch mit verschiedenem Farbwiedergabeindex.
Das von Dir zitierte 1B enstspricht RA >80. 1A wäre >90.
Daher resultiert auch die Bezeichnung der Leuchtstofflampen:
830 wäre z.B. Farbwiedergabe RA >80 und 3.000K.
940 wäre z.B. Farbwiedergabe RA >90 und 4.000K.
Ein flimmerfreies Licht haben Leuchtstofflampen mit EVG-Betrieb.
Die alte Generation mit KVG ist nicht mehr zeitgemäss:
Flimmern, hoher Blindstromanteil, lange Startphasen und kürzere Lebensdauer.
Leuchtstofflampen gibt es ja auch zwischenzeitlich in kleinsten Abmessungen. Vor 20 Jahren waren es noch die 38mm-Rohre, später kamen die 26mm-Rohre die heute noch gebräuchlich sind. Zunehmend setzen sich die Lichtstarken 16mm-Rohre durch. Für Vitrinen gibt es Leuchtstofflampen mit 12mm-Rohr bis zur Kleinstleuchtstofflampe mit 7mm-Rohr und gerade mal 220mm Länge.
Diese kleinen Röhren bringen aber schon 330lm bei nur 6W.
Was das persönliche Wohlbefinden bei verschiedenen Lichtfarben betrifft sei der circadiane Wirkungsfaktor genannt, der z.B. hier http://www.osram.de/pdf/service_corner/skywhite.pdf erklärt wird.
Und für Kompaktleuchtstofflampen gibt es z.T. wunderschöne Leuchten für den Wohnbereich wie z.B. hier http://www.slv.de.
Gruss Sebastian

Hi Andreas,

  1. Lichttemperatur.

Nennen wir es korrekterweise mal Farbtemperatur :wink:

Leuchtstoffröhren haben ein „kälteres“
Licht, und die sog. „warmweißen“ neigen zu einem Grünstich.
Ein „gemütliches“ Licht bekommst Du damit nicht besonders gut
hin, da in den Lampen der Rotanteil fehlt.

Das ist so nicht korrekt. Leuchtstofflampen gibt es auch mit 2.700K, was der Farbtemperatur einer Allgebrauchslampe gleicht.
Schau mal in Hotels und Restaurants genauer hin oder schau Dir die spektrale Strahlungsverteilung der Lichtfarbe 827 an. Ein deutlicher Peak-Wert bei 629nm.
Gruss Sebastian

Hallo,

…kann nicht genau beschreiben warum, aber ich habe
persönlich ein Problem mit dem Licht. Nach längerem Arbeiten
mit Leuchtstoffröhren bekomme ich Kopfschmerzen und kann
schlechter sehen. Das Problem habe ich bei normalen Glühbirnen
oder Halogen nicht.

Dann ist das ganze konstruktiv schlecht gelöst. Moderne Leuchten mit elektronischem Betriebsgerät flimmern nicht. Auch ist dann evtl. das Leuchtmittel von der Art nicht für den benötigten Zweck ausgelegt.
Hierbei gibt es aber auch unterschiedliche Empfindungen.
Einige meiner Kollegen können am besten bei einer Beleuchtung mit der Lichtfarbe 827 arbeiten, ich persönlich bevorzuge zum Arbeiten am Schreibtisch die Lichtfarbe 840, zum Arbeiten in der Werkstatt die Lichtfarbe 860 bzw. 965.
Für jedes Beleuchtungsproblem gibt es eine Lösung :wink:
Gruss Sebastian

Hallo Wolfgang,

die Energiesparlampen neuester Generation erreichen 80% des max. Lichtstroms sogar schon innerhalb einer Zeit

Hallo Sebastian!

Sobald diese Energiesparlampe :auf dem Markt ist (geplant
Frühjahr dieses Jahr),wird :wohl auch der letzte von den
unschlagbaren Vorzügen dieser :Lampen überzeugt sein.

Kompaktleuchtstoffröhren (Energiesparlampen) führen bisher im Einzelhandel nach meiner Beobachtung ein Schattendasein. Der Markt wird weit überwiegend von gewöhnlichen Glühlampen beherrscht. Wie es scheint, leuchtet es den meisten Verbrauchern nicht ein, erstmal den mehrfachen Preis einer Glühlampe zu bezahlen und dennoch zu sparen. Vielleicht ist der Strom zu billig, um nachzudenken.

Gruß
Wolfgang

-sie brauchen mehr strom, wenn sie nicht durchweg laufen.
-frueher(vor wenigen jahren) flimmerten sie unangenehm
-und machten summende geraeusche
-sie induzieren einen blindanteil im netz, welches mit extraeinrichtungen kompensiert werden muss.
-die herstellung ist aufwendiger
-sie sind gross/sperrig

sind die, die mir in 5 minuten einfielen:smile:

mfg
rene

sammelantwort :wink:
ui, na da hab ich ja ein ganz schönes antwortbäumchen gezüchtet, find ja toll wie zwei antworten auf denselben beitrag jeweils vor und nach diesem stehen, anders wärs ja auch zu einfach :smile:

chatairliner:

>-sie brauchen mehr strom, wenn sie nicht durchweg laufen.
glaube das argument hatten wir schon als falsch entkräftet

>-frueher(vor wenigen jahren) flimmerten sie unangenehm
>-und machten summende geraeusche
früher mußte man autos auch ankurbeln :smile:, aber kann ich bestätigen, meine alte doppel-röhre in der küche summt auch hörbar, wird aber zum glück meist vom alten kühlschrank übertönt :smiley:

>-sie induzieren einen blindanteil im netz, welches mit extraeinrichtungen
>kompensiert werden muss.
>-die herstellung ist aufwendiger
ok aber ist ja das problem der hersteller oder? die lampen kosten trotzdem kaum mehr als glühlampen (die beste röhre bisher: 8 euro) - verrechnet mit der lebensdauer in etwa das gleiche

-sie sind gross/sperrig
also ich hab schon leuchtstoff in allen möglichen größen und formen gesehen, und das bei durchweg höherer lichtausbeute, ich würde eher sagen glühlampen sind in ihrer formen-vielfalt stark begrenzt :smile:

Reinhard Kern:

>grundsätzliche falsche Annahme: höhere Farbtemperatur ist besser. Das empfinden
>die meisten Menschen ganz anders, gerade die rötliche Tönung von Glühlampen ist
>angenehm, und noch viel schöner ist Kerzenlicht.

ok stimmt, dahinter steckt wohl die annahme dass tageslicht das beste ist und man ihm zumindestens bis 5500 kelvin (?) näher kommt

aber da es ein arbeitszimmer ist und ich generell kein gemütlichkeits-fan bin, ist in meinem fall kälter wirklich besser, will eher was aktivierendes

>Interessant in diesem Zusammenhang ist auch die Theorie von Doug Adams (per
>Anhalter durch die Galaxis), dass die Qualtität von Speiserestaurants deren
>Beleuchtungsstärke umgekehrt proportional ist, und dass man deshalb
>Spitzenköche in Dunkelhaft halten sollte.

vielleicht ist ja eher die attraktivität des rendevous umgekehrt proportional zur beleuchtungsstärke, vor allem nach phatasieanregenden alkoholgenuss, bei unserem italiener hab ich allerdings auch manchmal den eindruck dass der im dunkeln kocht :o)

Sebastian Namyslik:

>von der Farbtemperatur zur Farbwiedergabestufe gibt es nichts umzurechnen. Das
>sind zwei paar Schuhe.
>Es gibt Leuchtstofflampen im Bereich von…

oha, vielen dank, auch sehr aufschlussreich, darauf kann man ja nicht kommen, dachte es währe einfach eine andere skala, aber die bedeutung dieses indexes erklären zu können sollte eigentlich nicht zu viel vom baumarktpersonal verlangt sein oder?
ich hab heute auch die ganz kleinen röhren im baumarkt gesehen, hab allerdings nicht gesehen das die soviel leisten können, vielleicht kleb ich mir zwei davon direkt an den monitor - so ein bisschen rasierspiegelambiente (X-), wenn das dann nicht aktiviert…

hansi

>Im Moment sind auch Halogen-Lampen (viele kleine Lämpchen aufgefädelt) sehr
>beliebt.

da hab ich heute auch was von osram erstöbert: eine normale „edison-birne“ die eine lange mehrfach halogen-leuchte enthält, ist extrem hell und doppelt so effizient wie glühbirnen, vielleicht ist das ja eine geeignete zwischenstufe um den unsicheren kunden an die leuchtstoff-produkte heranzuführen, sind aber eben immernoch weit weniger effizient und wenn du mal vor so einem halogen-regal stehst merkst du noch einen anderen nachteil: die spots sind sehr heiss und selbst aus einem meter entfernung merkt man noch einen deutlichen „heizeffekt“ außerdem blenden sie bei direktem reingucken, und das meist notwendige rumgeziele mit dem lichtkegel ist auch nicht immer praktisch

gruß martin!