Wenn die eigene Wohnung zum Truppenübungsplatz für ganze Ameisenvölker wird, wird es selbst dem größten Tierfreund zuviel.
Was kann man tun?
Die Vermeidung
Ameisen marschieren nicht als Selbstzweck sondern zur Nahrungsbeschaffung. Bevor man also Maßnahmen ergreift, sollte man zuerst mal die Kolonnen verfolgen um herauszufinden, welche Nahrungsquelle die Ameisen derart anzieht. Wenn möglich, sollte man diese Quelle dann beseitigen. Aber auch nicht vergessen, die Insekten beim Nachhauseweg zu verfolgen, um rauszufinden, wie sie überhaupt in die Wohnung gelangt sind. Wenn die Nahrungsquelle versiegt und das Schlupfloch verschlossen ist, hat sich meist das Problem erledigt.
Die Vertreibung
Wenn die Maßnahmen unter 1 nicht gefruchtet haben bzw. nicht möglich sind, muss man die Invasion aktiv bekämpfen. Bewährt hat sich z.B. Zimtpulver oder Teebaumöl. Beide Substanzen werden auf die Laufstraßen und die Schlupflöcher appliziert und sollen die Insekten vergraulen.
Die Vernichtung
Manchmal entwickeln Ameisen eine bemerkenswerte Hartnäckigkeit. In diesem Falle bleibt oft nur die Vernichtung des Ameisenvolkes.
Achtung: Ameisen haben ihren Sinn in der Natur – dies sollte wirklich die letztmögliche Maßnahme bleiben.
Für die Vernichtung eines Ameisenhaufens kann man entweder Backpulver oder eine Mischung aus Borax und Puderzucker (1:9) verwenden. Durch beide Mittel werden die Ameisen getötet. Es gibt aber auch fertige Mittel im Fachgeschäft zu kaufen. Allen Mitteln ist gemein, dass sie von den Ameisen als Nahrung in das Nest geschleppt werden und dann die Königin und die Brut vernichten.