seit vielen Monaten habe ich nix als Ärger am Arbeitsplatz: Mobbing durch meinen Vorgesetzten (und einige Kollegen); so viel Arbeit, daß ich kein Land mehr sehe; etc. etc.
Obwohl mir meine Arbeit durchaus Spaß macht (ehrlich), werde ich durch das ganze Drumherum regelrecht krank. Das äusserte sich in den letzten Wochen in Magenbeschwerden, massiven Schlafstörungen und anderen unangenehmen Sachen.
Seit gestern habe ich auch noch Tinnitus: dieses „Meerrauschen“, das ohne die geringste Pause stundenlang in meinen Ohren klingt. Soweit ich mal gelesen habe ist dies nicht nur eine unangenehme Nebenerscheinung von Streß (u.ä.), sondern eine durchaus ernst zu nehmende Krankheit.
Was kann man daggegen tun???
Das Beste wäre wohl ein Wechsel des Arbeitsplatzes - dies ist aber bei der momentanen Situation am Arbeitsmarkt (und bei meinem ziemlich verkorksten Lebenslauf) so gut wie unmöglich.
Ich kann auch nicht dauernd zu meinen Ärzten laufen und mich krankschreiben lassen: so wie mein Arbeitgeber momentan drauf ist (er wandert schön langsam nach Osteuropa ab) würde dies im günstigsten Falle die Kündigung meines Arbeitsverhältnisses bedeuten. Und bei meinem ver… Lebenslauf (s.o.) bedeutet das für mich nichts anderes als lange andauernde Arbeitslosigkeit.
Also: weitermachen wie bisher? Schlafstörung, Magenbeschwerden, Tinnitus und so weiter?
Mit den ersten beiden Problemen komme ich mittlerweile zurecht (wenn auch nur durch den Einsatz von Medikamenten); bei Tinnitus weiß ich allerdings nicht mehr weiter.
Bitte gebt mir keine Ratschläge a la „Arbeitsplatzwechsel“ – das ist (zumindest kurzfristig) nicht machbar.
Was ist dann machbar???
Ich bin momentan ziemlich am Ende und hoffe, daß von Euch Ratschläge kommen, die für mich wirklich akzeptabel und praktikabel sind.
Du kannst bei erstmaligem Auftreten binnen 24 Std eine Infusionstherapie im KH beginnen: Dusodril HES i.v. und Vit B und E oral…
Oder wenns länger her ist eine Ozontherapie, die geht 10 Tage, da bekommst Du etwas Blut abgezapft, das wird mit Ozon vermengt, und Du bekommst Dein so angereichertes Blut wieder,
Du nimmst Durchblutungsfördernde Mittel, je nach dem, was der Artzt verschreibt…machst Akupunktur…Hyperbare Sauerstofftherapie, Räucherkerzen, Iontophorese, Aspirin, T’ai Chi, Autogenes Training, Massage, Physiotherapie…
Ich hab das seit Jahren…im Nachhinein weiß ich auch wieso…Streß spielt dabei eine absolute Rolle…und zwar nicht der Streß, den wir zum Funktinoieren brauchen, sondern der krankmachende Streß.
Es gibt im INet auch die Tiinitusliga.
Vielleicht findest Du da, was Dir weiter hilft.
Egal wo ich hinkam hieß es…„Gewöhnen Sie sich schon mal daran“
Hallo Wolfgang,
Ich würde sofort zu einem Arzt oder Heilpraktiker gehen, der die Neuraltherapie beherrscht. Ein paar Injektionen am Mastoid hinter dem Ohr und in ein paar Akupunkturpunkte am Ohr können oft ein kleines „Wunder“ bewirken.
Ebenso wichtig ist eine Anti-Stress-Strategie.
Hierzu gehört ein Entspannungstraining, ausreichend Schlaf, der Verzicht auf Betäubung mit Alkohol und Pillen sowie eine veränderte Einstellung zum Job in dem Sinne, dass du dich möglichst nicht auch noch selber unter Druck setzt und versuchst gelassener an die Sache heranzugehen.
Den Unfug mit Infusionsbehandlung und anderen durchblutungsfördernden Medikamenten kannst du dir ersparen weil in deienm Fall wahrscheinlich unwirksam und überflüssig.
Achte lieber darauf täglich 2 Liter guten Wassers zu trinken, um die Viskosität deines Blutes zu verbessern.
Wenn deine Belastung zu groß wird, dann lass dich bitte krank schreiben und klink dich 2 Wochen aus.
Gruß
KH
der entscheidende Punkt ist, daß Du umgehend zu einem HNO-Arzt gehen solltest, damit die notwendige Therapie angesetzt wird. Ein Tinnitus ist umso besser heilbar, je eher seine Behandlung einsetzt. Nach den ersten Tagen geht die Wahrscheinlichkeit rapide in den Keller. Es gibt zwar auch Fälle, die noch nach Jahren geheilt werden konnten, aber das sind die absoluten Ausnahmen, normalerweise geht es hier um Tage oder Wochen.
Zunächst geht es also erst mal um die Behandlung der Erkrankung und nicht um die Ursachenforschung. Mit Streßbekämpfung, Bachblüten und Nackt-bei-Vollmond-auf-einer-Nadelwaldlichtung-Tanzen kannst Du anfangen, wenn wieder Ruhe in Deinem Ohr herrscht.
Also: Morgen ab zum Arzt. Wenn man Dich auf nächstes Jahr vertrösten will, sag´ denen, daß Du seit soeben einen Tinnitus hast. Wenn das keine Idioten sind, bekommst Du morgen noch einen Arzt zu Gesicht.
Was Näheres weiß ich dazu nicht. Bisweilen wird die Behandlung stationär durchführt und dauert einige Wochen ( Kur).
Gute Besserung und schöne WEihnachten
R.
und zunächst gute Besserung und ein paar ruhige Tage!
Das Problem ist wie beschrieben stressbedingt. Den Stress zu reduzieren scheint bei „dieser Krankengeschichte“ schwer möglich zu sein. Also hilft hier nur die Stressresistenz zu erhöhen und parallel dazu eine Behandlung, die grundsätzlich die Wurzeln zu erfassen in der Lage ist.
Ich empfehle daher Bewegungstherapie (weniger geschwollen ausgedrückt heißt das, gezielt dosierter Sport) und eine Behandlung nach dem Verfahren der *klassischen* Homöopathie. bei Bedarf gebe ich gerne detailliertere Auskünfte.