Was versteht ihr unter Glauben

Hallo flo,

Das interessiert mich ja gerade. Wie kann aus Glauben Wissen
erlangen? Und warum bist du dir sicher, dass du Hilfe

Das habe ich auch nicht von heute auf morgen geschafft und auch mein Glaube ist sicherlich nicht so unerschütterlich, wie er sein konnte. Aber ich habe bisher noch keine großen Enttäuschungen erlebt, erst recht nicht in den Sachen, in denen ich inständig um Hilfe gebeten habe. Das ist ein langer Prozess, bei dem es auch mal kleinere Rückschläge geben kann, aber im Endeffekt gelange ich schließlich zu der Gewissheit, dass da „noch etwas“ ist. Und das ist dann Wissen, nicht in der Art „Ich weiß, dass es mir weh tut, wenn ich mir ein Bein breche“ sondern in der Art „Ich weiß, dass meine Familie mich liebt und im Zweifel für mich einsteht“.

bekommst? Wer sagt dir, daß du deine Probleme nicht auch ohne
einen Glauben an was auch immer gelöst hättest? Ist es

Die Erfahrung, mein Gefühl. Wobei es ein Trugschluss wäre jetzt zu sagen „dass wurde Dir so anerzogen“. Mir wollte man schon ganz andere Sachen anerziehen, aber da habe ich doch nen recht eigenen Kopf.

möglicherweise einfach der Wunsch, in manchen Situationen
nicht allein dazustehen, auch wenn es nur eine irreale,
fiktive Gestalt ist, an die man sich klammert?

Selbst wenn es so wäre (!), allein die Tatsache, dass es offenbar viele Menschen gibt, denen so im Leben geholfen ist, würde doch schon rechtfertigen, ihnen diesen Glauben zu lassen. Aber Gott ist für mich greifbar, ohne dass ich ihn dafür als einen alten Mann mit Bart sehen muss. Wie? So, wie Liebe greifbar ist, ohne dass man sie nachweisen kann (es sei denn, man versucht, Liebe über die Ausschüttung von Endorphinen zu erklären, aber auch da ist mehr wie man sieht, wenn Liebe etwa über lange zeitliche und räumliche Entfernung beibehält).

Das ist jetzt eine höchst philosophische Frage, aber was soll
dann Gott sein? Du personifizierst Gott, in dem du schreibst
„er sagt den Menschen“, „er hilft dir“, usw… Aber es ist ja
nichts physisches da, was dir hilft. Niemand, der dir wirklich
die Hand entgegenstreckt.

Eine ganz ganz weite Definiton wäre: Gott ist die Kraft des Guten und des Gewissens, das den Menschen von den Tieren unterscheidet und das den Menschen, obwohl ein Herdentier, dazu gebracht hat, soziale Systeme aufzubauen und auch die zu unterstützen, die aus eigener Kraft nicht mehr können - bis hin zu Selbstaufgabe und weit über tierischen Instinkt hinaus. Und die Kraft des schöpferischen Wirkens, in Kunst, Musik, Medizin. Insofern braucht Gott nicht vom Himmel herabzusteigen, sondern begegnet einem in anderen Menschen, in deren Aktionen. Die Antwort ist ähnlich „philosophisch“ und konstruiert wie die Frage, aber das bringt so eine Auseinandersetzung wohl mit sich :smile:

Inwiefern kann etwas, über einen Placebo-Effekt hinaus,
helfen, wenn es nur in den Köpfen der Menschen existiert?

Siehst Du, das ist eben der wesentliche Unterschied zwischen Deiner und meiner Ansicht. Für mich ist da mehr als ein Placebo-Effekt, da existiert mehr als nur eine Idee in den Köpfen der Menschen. Aber kann ich das vermitteln? Nein, die Erfahrung kann man nur selber machen, wenn man will, oder auch nicht. Ich werde nicht versuchen, Leute zu missionieren, dazu bin ich auch kaum in der Lage - ich kann es ja selber kaum erklären außer eben mit diesem inneren Wissen.

So long
Christian

… der konstruktive Diskussionen auch schätzt

glaube & syntax
tach jaro,

Für mich ist der Glaube eine Idee. Wir wissen, dass wir sind,
wir wissen nur nicht, warum wir sind, also gibt es eine höhere
Kraft, die es womöglich weiss.

feine vorlage. dein satz ist keine idee, sondern eine
tatsachenbehauptung.

wenn wir nun ein einziges wort verschieben, wären alle zufrieden:

„Wir wissen, dass wir sind,
wir wissen nur nicht, warum wir sind, also gibt es -womöglich- eine
höhere Kraft, die es weiss.“

…und schon muß keiner mehr dem anderen sein spielzeug wegnehmen.

gruß,
frank

Hi Hicham Bekouri.

niedliche Frage. :wink:)

Religiöser Glauben ist ein Gefühl tiefer Verbundenheit mit Gott, keine Sache der Ratio, sondern etwas zutiefst Spirituelles.

oder auch:

Religiöser Glauben ist eine Krücke aus Illusionen, für diejenigen, die zu schwach sind um die Bedeutungslosigkeit des Lebens zu akzeptieren, ein lächerlicher Trost für die Jammerlappen dieser Welt.

Kommt wohl auf die Betrachtungsweise, die Bildung, die Intelligenz und die psychische Reife und „Gesundheit“ des einzelnen Menschen an.

Gruß

Hi!

Das erste ist was versteht ihr unter Glauben?

Subjektiv für wahr halten, was sich objektiv nicht beweisen lässt.

Was gibt euch der Galube?

Potential, die subjektive Wahrheit zu revidieren

Was ich auch nicht vertsehe ist in welcherart Dient ihr ?

Dienen bedeutet, die Interessen anderer Leute zu erfüllen.

Grüße
Heinrich

Hallo Branden

Erst als Thomas in die Wunden des auferstandenen Christuses
seine Hand hineinstreckte glaubte er.

Umgekehrt: Da er nicht gluabte, wollte er wissen und
glücklicherweise ging Jesus darauf ein und ließ ihn die
Wundmale berühren. Dann spürte und wusste Thomas.

Stimme Dir bis auf den schluss u. Dann spürte und GLAUBTE Thomas. Er glaubte weil er wusste. Glaube ist kein Widerspruch zum Wissen

Oder anders gesagt, erst dieses unumstösslichen Beweis dass
Jesus auferstanden ist, liess ihn glauben.

Wieder falsch. Durch den Beweis brauchte er nicht mehr
glauben, sondern wusste.

Also das würde heissen Thomas glaubte danach nicht mehr an Jesus Christus. Er war danach kein gläubiger Christ mehr.
Was ich danmit sagen will, das Wort glauben wird heute falsch definiert! Thomas war ein gläubiger Christ, das kann man kaum bestreiten, keiner würde sagen dass er nicht gläubig war.

Ein gläubiger Christ kommt grundsätzlich nur dann zum Glauben,
wenn er es wie Thomas weiss.

Es wird immer fälscher - wenn es denn noch eine Steigerung von
falsch gibt.

Bist du ein gläubiger Christ? Wenn nein, kannst du es ja nicht wissen. Wenn Christen ähnliches wie Thomas erleben und deshalb Christen werden, was wären sie dann?

Wenn ein " JETZT gläubiger Christ DAMALS zum Glauben" (was ja
wiederum schon absurd ist, denn ein gläubiger Christ ist ja
schon gläubig und bracht nicht mehr zum Glauben zu kommen)

habe mich unklar ausgedrückt und GROSSGESCHRIEBEN was ich meinte

nur
durch Wissen käme, dann wäre es ja Wissen und kein Glauben.

Ist eben eine Definitionssache was man als glauben bezeichnet. Das ursprüngluiche Wort war eben kein Widerspruch zum Wissen, weshalb man durch wissen durchaus glauben kann.

Ich bin etwas atemlos, wie man so viel Unlogik in einen
einzigen Absatz hinein bringen kann.

Lach. Wenn man Definiert Glauben ist nicht wissen, dann ist alles unlogisch ja. Aber das Wort „glauben“, wird eben heute meist nicht richtig definiert. Versuche mal nicht auf der Definition glauben = nicht wissen zu bestehen, wie es ursprünglich auch nicht gewesen ist, dann denke ich verstehst du, was ich meine.

Gruss
Beat

Hallo!

Nun sieht man aber nicht jeden Tag jemanden auferstehen.
Abgesehen davon sollte man die Bibel nicht so wörtlich nehmen,
wie sie geschrieben steht. Die Texte entstanden sehr viel
später, und enthalten auch eine große Portion Naivität, nicht
zuletzt aufgrund der Macht des Glaubens zu dieser Zeit.

Das ist Deine Meinung die ich aber nicht teile

Vieles
hat sich bis heute als haltlos herausgestellt,

Interessant, nenne mir 3 Sachen die heute als haltlos bewiesen sind

und es ist
erschreckend, wie viele Menschen in der heutigen, eigentlich
ganz gut aufgeklärten Welt, noch einen Hang zum
„Übernatürlichen“ haben. Von gesichertem Wissen kann bezüglich
der Bibel wohl kaum die Rede sein.

Es ist erschreckend wie heute noch so viele menschen, trotz tausender Beispiele immer noch nicht glauben, dass es eine geistige Welt gibt.

Beat

Hallo Christian!

Sehr interessant, was du schreibst. Wie du sicher gemerkt hast, stehe ich diesen Dingen weniger emotional gegenüber, bin aber trotzdem offen für Diskussionen dieser Art. Ich finde, bisher hast du das gut dargelegt, finde ich. Eben gerade ohne diesen Touch von Missionierung. Das vermisse ich bei so manchen anderen.
Ein, zwei letzte Fragen hätte ich aber noch, wenn du gestattest…

Eine ganz ganz weite Definiton wäre: Gott ist die Kraft des
Guten und des Gewissens

Wie ist das mit den Ungerechtigkeiten und dem Elend vereinbar, was vielerorts auf der Welt herrscht? Ich nehme an, du lebst in gesicherten Verhältnissen, und mußt nicht jeden Tag aufs Neue um dein Leben fürchten, sei es durch Krieg oder Hunger? Ich kann mir nicht vorstellen, wie die Betroffenen trotzdem solch ein Gottesbild aufrechterhalten können (falls sie dies tun).

, das den Menschen von den Tieren
unterscheidet und das den Menschen, obwohl ein Herdentier,
dazu gebracht hat, soziale Systeme aufzubauen und auch die zu
unterstützen, die aus eigener Kraft nicht mehr können - bis
hin zu Selbstaufgabe und weit über tierischen Instinkt hinaus.

Nun ja, viele Tiere haben ebenfalls ausgeprägte soziale Systeme aufgebaut, und handeln auch nicht ausschließlich instinktiv, wenn man sich beispielsweise Menschenaffen ansieht. Was unterscheidet uns, daß viele Menschen ein Gottesbild „brauchen“ (vorsichtig ausgedrückt), und in der Tierwelt die Gruppe den Halt bietet.

Inwiefern kann etwas, über einen Placebo-Effekt hinaus,
helfen, wenn es nur in den Köpfen der Menschen existiert?

Siehst Du, das ist eben der wesentliche Unterschied zwischen
Deiner und meiner Ansicht. Für mich ist da mehr als ein
Placebo-Effekt, da existiert mehr als nur eine Idee in den
Köpfen der Menschen. Aber kann ich das vermitteln? Nein, die
Erfahrung kann man nur selber machen, wenn man will, oder auch
nicht. Ich werde nicht versuchen, Leute zu missionieren, dazu
bin ich auch kaum in der Lage - ich kann es ja selber kaum
erklären außer eben mit diesem inneren Wissen.

Ich verharre für gewöhnlich nicht auf festen Ansichten. Oftmals läßt sich der menschliche Geist aber allzuleicht täuschen. Unsere Wahrnehmung spielt uns da manchmal einen Streich. Inwieweit man hier eine Grenze ziehen kann, ist für mich eine interessante Frage. Ich kann nur schwer beschreiben, was ich ausdrücken will, daher höre ich an dieser Stelle besser erstmal auf :smile:

Gruß

flo

Hi,

ich glaube, es gibt einfach einen Knoten in der Geschichte:

Nachdem Thomas die Wunden berühren durfte, wusste er, dass Jesus’ Auferstehung „echt“ war. Das war für ihn der Beweis, dass die Lehre Jesu richtig ist, also glaubte er von da an an Dinge, die er aber immer noch nicht wissen konnte (z. B. die Existenz Gottes).

Gruß
Cess

Hallo Cess

Interessante Knotenlösungsidee die vieleicht zum Zentrum des Problems führt.
Thomas glaubte an die Person nicht an Dinge. Er glaubte dass Jesus Christus, dass der der verheissene Messias ist, nachdem er den Beweiss der Auferstehung gesehen und gefühlt hat.
Selbstverständlich hat er nebst den bisherigen Wundern Jesus, nur den persönlichen Beweis, dass Jesus auferstanden ist. Also es könnte rein thoretisch sein, dass dieser Jesus gar nicht der ist, der er angibt zu sein. Aber dies ist Theorie, rein praktisch ist es unmöglich für einen Menschen zu auferstehen. Ausserdem gibt es keinen Sinn als ein Mesnch so zu leben und schlussendlich zu leiden, wenn man mit diesen Kräften ein angenehmes leben führen könnte, ausser eben, das Gesagte von Jesus trifft mit dem geschehenen und den Wundertaten überein. Das Jesus ein Lügner wäre, ist praktisch auch nicht vorstellbar für Thomas und die Anderen.

Kurz gesagt, der Beweis ist im kontext erdrückend, das Jesus der war, den er vorgab zu sein. Wegen diesem Wissen glaubte Thomas an Ihn.
Aber der rein thoretische Fall das ja dadurch streng gesehen nicht 100%ig seine person bewiesen war, gibt eben jedem die möglichkeit die Augen zu bverschliessen und nicht zu glauben, sogar wenn man es eigentlich hätte wissen müssen.

Gruss
beat

ich glaube, es gibt einfach einen Knoten in der Geschichte:

Nachdem Thomas die Wunden berühren durfte, wusste er,
dass Jesus’ Auferstehung „echt“ war. Das war für ihn der
Beweis, dass die Lehre Jesu richtig ist, also glaubte
er von da an an Dinge, die er aber immer noch nicht
wissen konnte (z. B. die Existenz Gottes).

Gruß
Cess

Hallo Beat

Ausserdem gibt es keinen Sinn als ein Mesnch so zu leben und
schlussendlich zu leiden, wenn man mit diesen Kräften ein
angenehmes leben führen könnte, ausser eben, das Gesagte von
Jesus trifft mit dem geschehenen und den Wundertaten überein.

Na, dieser Umkehrschluss ist aber auch ganz hübsch zurechtgebogen. Bei den Philosophen kämst Du damit nicht durch. :wink:

Kurz gesagt, der Beweis ist im kontext erdrückend, das Jesus
der war, den er vorgab zu sein. Wegen diesem Wissen glaubte
Thomas an Ihn.

Kein Beweis und erst recht nicht erdrückend. Obwohl Deine Wahl des Wortes „er-drückend“ ja auch eine ganze Menge sagt. :wink:
Viele Christen haben wahrlich etwas „erdrücktes“ an sich, sie wirken merkwürdig zusammengedrückt, selten locker, noch seltener frei.
Gruß,
Branden

Hi,

Nun heute stelle ich nur Fragen und will geren wissen was ihr
unter diesen Sachen verstehet.

Das klingt für deine maßstäbe ja mal extrem unterwürfig. Glückwunsch.

Das erste ist was versteht ihr unter Glauben?

Dumme frage. Vor allem in einem religions-board.
Hier wirst du so viele antworten bekommen, wie es glaubensrichtungen gibt.
Daher solltest du deine frage präzisieren. Meinst du katholizismus, islamismus, buddhismus???

Was gibt euch der Galube? den es ist ja nicht wissen sonder
wie das wort schon sagt nur vermuten!

FALSCH!

Das wort sagt nicht „vermuten“.
Das ist einfach falsches wortverständnis…

Bitte behaupte nicht, du würdest nur fragen, wenn du eine vorgefertigte meinung hast. GLAUBEN bedeutet nicht nur schlichtes „vermuten“…

Was ich auch nicht vertsehe ist in welcherart Dient ihr ?

So wie ich es verstehe, die einzig vernünftige frage in diesem thread.
Christen verstehen unter „dienen“ nicht nur in die kirche zu laufen, sondern gottes wort zu folgen und es zu leben. Die nötigen antworten hierauf findet man in der bibel…

LG Alex:smile:

p.s.: was genau möchtest du eigentlich wissen? Und ist es nicht nur wieder ein versuch eine sinnlose diskussion los zureißen um „uns“ zu sagen, wie „falsch“ wir denken???

Guten Morgen, flo,

erstmal danke für die Blumen :wink: Hat doch keiner was von, wenn man sich nur
angiftet (auch wenn ich das manchmal selber auch mache :wink:)

Ein, zwei letzte Fragen hätte ich aber noch, wenn du
gestattest…

Dafür sind wir ja hier :smile:

Eine ganz ganz weite Definiton wäre: Gott ist die Kraft des
Guten und des Gewissens

Wie ist das mit den Ungerechtigkeiten und dem Elend vereinbar,
was vielerorts auf der Welt herrscht? Ich nehme an, du lebst
in gesicherten Verhältnissen, und mußt nicht jeden Tag aufs
Neue um dein Leben fürchten, sei es durch Krieg oder Hunger?
Ich kann mir nicht vorstellen, wie die Betroffenen trotzdem
solch ein Gottesbild aufrechterhalten können (falls sie dies
tun).

Das ist in der Tat eine sehr schwierige Frage, auf die es, wenn überhaupt, nur
äußerst unbefriedigende Antworten gibt. Und wir Menschen können keine Begründung
für das Leid finden, das es auf der Erde gibt, und auch keine Rechtfertigung.
Sicher, vieles Leid haben wir uns selber zuzuschreiben, insbesondere Kriege
fallen unter die negativen Aspekte des freien Willens, den uns Gott gegeben hat
und nach dem wir frei entscheiden können, was wir machen - ein schwacher Trost
für diejenigen, die einfach nur friedlich Leben wollen und dennoch in
Kriegsgebieten leben. Aber gerade bei diesen Menschen findet sich, soweit ich es
erfahren habe, ein weit stärkeres Vertrauen in Gott und ein Glaube an bessere
Zeiten, durch den die Menschen einen Großteil der Kraft finden, um zu überleben.
Auch bei vielen Naturkatastrophen würden weniger Menschen sterben, wenn man sich
rechtzeitig gegenseitig geholfen hätte (Warnsysteme aufbauen) oder etwas mehr auf
die Umwelt achtet, in der man lebt (nicht auf Vulkanen oder Erdbebenspalten
siedeln) - aber auch das ist keine befriedigende Antwort, die es, wie gesagt,
nicht wirklich gibt. Was bleibt ist eben das Vertrauen und die Hoffnung - und die
damit verbundene Anstrengung, daran mitzuwirken (!) - auf eine bessere,
friedlichere Zukunft.

Nun ja, viele Tiere haben ebenfalls ausgeprägte soziale
Systeme aufgebaut, und handeln auch nicht ausschließlich
instinktiv, wenn man sich beispielsweise Menschenaffen
ansieht. Was unterscheidet uns, daß viele Menschen ein
Gottesbild „brauchen“ (vorsichtig ausgedrückt), und in der
Tierwelt die Gruppe den Halt bietet.

Wer weiß, vielleicht glauben Affen ja auch an Gott? Nein, Scherz beiseite. Auch
wenn sich bei Affen starke Familienbande entwickeln, es gibt auch bei Ihnen
(soweit ich als nicht-Biologe weiß) kein wirkliches Sozialsystem, was allein
deshalb schon nicht geht, weil sie keine Anlagen für die Zukunft machen können
und auch nicht so sesshaft sind wie wir. Spätestens, wenn eine Herde weiterzieht,
werden meines Wissens die Tiere zurückgelassen, die nicht mehr mitziehen können,
die alten Männchen werden irgendwann vertrieben, wenn ein jüngerer Anführer
auftritt, der Stärker ist. Bei uns wird man (im Idealfall) im Alter geachtet und
78-jährige werden zur Führung von 1,2 Milliarden Menschen bestimmt. Es mag auch
Affen geben, die gelernt haben, dass man mit Pinsel und Stift Farbe auf ein
Papier bringt, aber ist das Kunst in unserem Sinne? Die Fähigkeit der Reflexion
der Umwelt und die genaue oder auch künstlerische Wiedergabe? Können Affen etwas
wie Aida komponieren? Da sehe ich also durchaus einen sehr wesentlichen
Unterschied und eine andere geistige Ebene - die uns ermöglicht, auch über die
sichtbaren Grenzen hinaus zu sehen und auch an etwas zu glauben, das wir nicht
immer mit eigenen Augen sehen und eigenen Händen fassen können.

Ich verharre für gewöhnlich nicht auf festen Ansichten.
Oftmals läßt sich der menschliche Geist aber allzuleicht
täuschen. Unsere Wahrnehmung spielt uns da manchmal einen
Streich. Inwieweit man hier eine Grenze ziehen kann, ist für
mich eine interessante Frage. Ich kann nur schwer beschreiben,
was ich ausdrücken will, daher höre ich an dieser Stelle
besser erstmal auf :smile:

Ich muss meinen Glauben auch immer wieder in Frage stellen und neu überdenken,
insofern kann ich durchaus verstehen, was Du ausdrücken willst, glaube ich :smile:
Habe auch schon oft gedacht „dass kann nicht sein“ - manchmal habe ich
festgestellt, dass es im Nachhinein betrachtet doch gut war, wie es gekommen ist,
manchmal warte ich noch heute auf eine Antwort, die ich vielleicht auch noch
bekomme. Mal abwarten, ich hoffe mal, noch ein bisschen Zeit für Fragen und
Antworten zu haben…

Würde mich über einen weiteren Gedankenaustausch freuen,
Christian

Hallo Hrald

ich staune immer wieder, mit welcher Sicherheit Du über
richtig und falsch urteilst, obwohl Du nur glaubst , das
Richtige zu kennen.

Um Dich mal mit Deinen Waffen zu „entwaffnen“:
Mein „Glaube“ an das „Richtige“ ist eben ähnlich fest und begründet wie der Glaube der Religiösen. :wink:
Gruß,
Branden

Hallo Branden

Ausserdem gibt es keinen Sinn als ein Mesnch so zu leben und
schlussendlich zu leiden, wenn man mit diesen Kräften ein
angenehmes leben führen könnte, ausser eben, das Gesagte von
Jesus trifft mit dem geschehenen und den Wundertaten überein.

Na, dieser Umkehrschluss ist aber auch ganz hübsch
zurechtgebogen. Bei den Philosophen kämst Du damit nicht
durch. :wink:

War weder filosofisch, noch zurechtgerückt.
Jesus Aussagen, Jesus leben etc würden (für Thomas der ihn ja kannte, lange mit Ihm eng zusammenlebte) einfach nebst dem Auferstehungswunder nicht zusammenpassen, wenn er nicht Gottes Sohn ist.

Kurz gesagt, der Beweis ist im kontext erdrückend, das Jesus
der war, den er vorgab zu sein. Wegen diesem Wissen glaubte
Thomas an Ihn.

Kein Beweis und erst recht nicht erdrückend.

Aha, dann bitte gib mir ein Mensch an, welcher auferstanden ist.

Obwohl Deine Wahl
des Wortes „er-drückend“ ja auch eine ganze Menge sagt. :wink:

Stimmt, der Beweis erdrückt alle Zweifel (in Thomas)

Viele Christen haben wahrlich etwas „erdrücktes“ an sich, sie
wirken merkwürdig zusammengedrückt, selten locker, noch
seltener frei.

Da kennen wir nicht die gleichen Christen. Einige, wenn auf leider immer noch viel zu viele) Christen wirken so wie du schriebst, aber es ist im Vergleich zu nicht Christen ein kleinerer Prozentsatz. Betreffend glücklich sein stellte dies sogar eine Studie fest.

Gruss
Beat

Was versteht ihr unter Glauben
Hallo
Meine Frage was ist Glaube würde nicht so beantwortet, das ich es verstehen kann. Denn Grund dafür habe ich schon raus gelesen. Die meisten sind von Gott so überzeugt das es ihn gibt als hätten sie ihn schon gesehen. Das sie damit Agumentieren, der glaube an ihn wäre nicht das selbe wie die vermutung das es ihn gibt. Ja nun dann will ich mal darauf eingehen.
Wenn es doch keine Vermutung ist warum können die meisten Gott nicht beschreiben. Damit meine ich nicht was er angeblich alles gemacht hat sprich Schöfungsgesichet, sonder wie er so ist. Wenn die meisten doch so überzeugt sind und wissen das es ihn gibt hat er einen von den schon Persönlich gesagt „ja ich habe diese Erde für euch erschaffen und das Universum“ ich denke es könnte mir keiner sagen er hätte es von ihn schon Persönlich gehört.
Aberdenoch sagt ihr sehr selbstbewusst damit meine ich davon Überzeugt das er es getan hätte.
Genau gesagt ihr vermutet das er es getan hat, den es würde euch ja nicht von ihm Persönlich gesagt.
Wer in unser Heutigen Zeit kann mir sagen das er Persönlich von Gott etwas gehört hat.
Manche behaupten Gott hätte ihn geholfen, ja nun wenn er sich doch die mühe macht einen zu helfen, dan kann er ja auch mit ihm sprechen. Wir wissen ja aus den Überlieferungen der Rligionen da ist auch egal ob Junden Christen oder Moslem das Gott ja in der Lange ist sich auch mit Menschen zu Unterhalten. Also wenn er manchen geholfen hat und sich mit ihm also beschäftigt hat dann wäre es ihn doch auch ein leichtes mit ihn zu sprechen.
Es basiert ob ihr es wahr haben wollt oder nicht Glaube(Religiös)=Vermuten
MFG
Hicham Bekouri

Hi Beat

Aha, dann bitte gib mir ein Mensch an, welcher auferstanden
ist.

Weder Jesus noch irgend ein anderer Mensch wird wohl je auferstanden sein von den Toten. Die Sprüche der Anhänger sind davon aber nie tangiert: „Che Guevara lebt!“ oder „Jesus lebt!“ ist allerhöchstens allegorisch zu verstehen, aber nicht biologisch-real.

Obwohl Deine Wahl
des Wortes „er-drückend“ ja auch eine ganze Menge sagt. :wink:

Stimmt, der Beweis erdrückt alle Zweifel (in Thomas)

Schade nur, dass das eine STORY ist. Zugegeben eine schöne, ähnlich wie „Das Mädchen mit den Schwefelhözern“, ein schönes Märchen von Hans-Christian Andersen, welches ich ebenfalls mag.

Gruß,
Branden

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Hallo,

ich versuche es noch einmal - obwohl ich eigentlich dachte, es wäre klar genug zum Ausdruck gekommen.
Glauben ist ein gefühltes Wissen - woran auch immer.

Ich erinnere mich da an meine Schulzeit. Mathematik - das ist das Fach, wo der Lehrer immer alles so schön bewiesen haben will. Da ist mir das mehrfach passiert, daß ich auf dessen Frage nach dem beweis einfach geantwortet habe „Das ist doch logisch.“ Einfach weil mir bestimmte Zusammenhänge und Realtionen gefühlsmäßig klar waren. Das mußte dann einfach so sein - auch wenn ich den Beweis dafür nie gesehen hatte und nicht hätte geben können.
Und so gibt es viele Dinge im Leben. Die wissen wir einfach - und wehe es hintragt einer oder wehe, sie verhalten sich plötzlich mal anders, als wir voraussetzen.

Deshalb ist Deine Frage, wie Gott aussieht und ob man mit ihm reden kann, sachlich sinnlos. Jemand der glaubt, der weiß - und für Wissen bedarf es keines Beweises. Den kannst Du nicht mit Argumenten überzeugen - er weiß es besser. Und mit einem echten Beweis für die Nichtexistenz Gottes kannst Du ja nicht kommen, weil es den auch nicht gibt.

Ich könnte ja die Gegenfrage stellen. was glaubst denn Du? Und kannst Du das beweisen? Denn letztlich ist ja auch der Atheismus ein Glaube - der Glaube daran, daß es keinen Gott gibt. Denn der Beweis dafür steht ja auch noch aus.
Die Kommunisten haben früher gelehrt „Die Lehre von Marx und Engels ist richtig, weil sie wahr ist.“ Das ist ein total blödsinniger Satz genau genommen. Aber den ist auch nichts besseres als Beweis eingefallen…

Gernot Geyer

gute erklaerung dataf0x. der gedanke ist nachvollziehbar.

gruss nickolas

m. E. treffende Definition …

Das erste ist was versteht ihr unter Glauben?

Ich habe gerade in Umberto Ecos „Das Foucaultsche Pendel“ die folgenden Sätze gelesen (TB-Ausgabe S. 65ff):

„Nicht daß der Ungläubige an nichts glauben dürfte. Er glaubt nur nicht an alles. Er glaubt jeweils an eine Sache und an eine zweite nur, wenn sie sich irgendwie aus der ersten ergibt. Er geht kurzsichtig vor, methodisch, ohne Horizonte zu riskieren. Von zwei Sachen, die nicht zusammenpassen, alle beide zu glauben, mit der Idee im Kopf, es gebe irgendwo noch eine dritte, die sie vereine - das ist Gläubigkeit.“

Perfekt, wie ich finde.

Grüße aus Duisburg
Garvey