Was, wenn man kein Smartphone will?

Hallo,

können einen die Banken zwingen, sich ein Smartphone anzuschaffen?

Ich will so was b e w u s s t nicht (auch wenn das komisch ist, oder altmodisch) … !

Möchte aber weiterhin meine Bankkonten online nutzen können, ohne App-Schnick-Schnack oder so: Meinetwegen auch TAN-Generator, statt mTan.
Aber nicht dafür ein extra ein Smartphone kaufen.
Auch nicht kündigen.

Was also tun?

Hallo!

Nein.

Die Banken gestalten ihr Angebot eigenverantwortlich, dabei berücksichtigen sie neben Sicherheitsaspekten in der Regel auch die Interessen und Möglichkeiten ihrer Kunden. Auf einzelne Kunden wird nicht immer Rücksicht genommen, da es möglicherweise unwirtschaftlich wäre. @C_Punkt kann sicher ein paar bedauernsschwere Worte über die Ertragslage der Banken und über die Unwirtschaftlichkeit kostenfreier Girokonten beisteuern.

Wenn deine Bank ihr Angebot so einschränkt, dass Online-Banking nur noch mit SMS-Tan möglich ist, dann musst du gegebenenfalls die Bank wechseln. Einige Banken bieten auch andere Möglichkeiten als das SMS-Tan-Verfahren an. Ich habe noch eine (Neben-) Bankverbindung, bei der ich ganz altmodisch TANs von einem Zettel übertrage, furchtbar.

Schöne Grüße!

Hallo,

Ja, dann mach das doch. Oder impliziertest Du, daß Deine Bank weder chipTAN noch photoTAN (mit Gerät) unterstützen?

Falls ja, gibt es doch sicher noch (gegen Aufgeld) die Möglichkeit, Weisungen per Telefon zu erteilen.

Da würde ich mal den 14. September abwarten.

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In diesem Falle nicht. Mit der PSD2 wurde mit der Stufe 2 die 2 Faktor-Authentifizierung vorgeschrieben. Damit sind dann nur noch TAN-Verfahren erlaubt, bei denen für jede Transaktion eine eigene TAN generiert wird. Die TAN-Liste ist damit Geschichte. Leider und unnötigerweise.

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Mich hat das auch gewundert, ich musste dieses Konto als reines Transaktionskonto für eine Fintech-Webseite eröffnen, bei der ich windige Spekulationsgeschäfte tätige. Das war gerade vor zwei Monaten, also kein uralter Restbestand.

Hallo,
manche Bank oder Sparkasse ermoeglicht auch online-Konto nur mit den Automaten in den eigenen Filialen, ganz ohne Smartphone oder TAN.

Moin,

unabhängig von der Antwort auf diese Frage kannst du auch ganz einfach HBCI (heute FinTS) benutzen. Das ist eh die sicherste Möglichkeit von elektronischem Banking. Bei einem Gehaltkonto geht das sogar kostenlos und unter LINUX geht das natürlich auch was 1. NOCH sicherer ist und zweitens es auch da gute kostenlose Software gibt (aber auch Kaufware). Wenn man will sind dann die aller einzigen Kosten die für das Lesegerät und evtl 'n 10er für die Chipkarte.

Wollte ich ja nur mal erwähnt haben. Kennt ja kaum einer. Ist halt so wie mit VHS. Der Scheiß setzt sich durch, :smiley:

VG
J~

So wie die PIN an der Packstation :slight_smile: Dafür bekomme ich die TAN (die übrigens keineswegs einmalig ist, gestern erst für drei Pakete an zwei unterschiedlichen Packstationen dieselbe bekomme), nun auch nicht mehr per SMS sondern glaub nur noch per App (oder so) :wink:

VG
J~

Es gibt keine einzige Bank, die eine App voraussetzt. Eine SMS kann jedes Handy empfangen, dafür wurde noch nie ein Smartphone benötigt.

Btw ist eine Banking-App unter Sicherheitsaspekten das blödeste, was man sich antun kann.

Hmm, das verstehe ich nicht, mTAN wurde schon oder wird gerade abgeschafft. Bei der Postbank z. B. braucht man entweder die App (also ein Smartphone) oder ein BestSign-Gerät. Aus den FAQ:
Brauche ich ab dem 11.08.2019 ein Smartphone, um mich im Online-Banking einzuloggen?
Antwort der Postbank von Daniel W.
Nein, Sie brauchen nicht unbedingt ein Smartphone für die Anmeldung ins Banking & Brokerage der Postbank.
Sie können das BestSign-Verfahren auch über ein Zusatzgerät von SealOne® nutzen. Diese Geräte werden über USB oder Bluetooth mit Ihrem PC verbunden und nutzen eine digitale Signatur, die wie die Postbank BestSign App ein besonders starkes Sicherheitsmerkmal ist. Sie können ein passendes Gerät entweder über die Website des Herstellers, oder direkt in den Postbank Filialen kaufen.

Auch die DiBa gibt an:
Überweisungen und andere Aufträge dürfen Sie laut Gesetzgeber in Zukunft nicht mehr per iTAN freigeben, sondern nur noch mit einem „dynamischen Faktor“. Bei uns ist das die Banking to go App.

Und auch:
Wie geht es weiter mit FinTS/HBCI und PSD2?
Wir haben die Bedeutung des Zugriffs über die HBCI-Schnittstelle für
unsere Kunden und den Aufwand zur Integration des 2-Faktor Logins leider falsch eingeschätzt. Deshalb werden wir es auf absehbare Zeit nicht schaffen, die HBCI-Schnittstelle in vollem Umfang PSD2-konform zu gestalten. Wir arbeiten aber mit Hochdruck an einer Lösung, die zumindest weiterhin den Abruf des aktuellen Kontostandes erlauben wird.
Es tut uns leid, dass wir Ihnen derzeit keine zufrieden stellende Lösung
anbieten können.

Die Deutsche Bank bietet PhotoTAN an, auch dafür braucht man ein Smartphone.


Ohne die photoTAN können Sie Ihr Deutsche Bank OnlineBanking ab September nicht mehr nutzen.

Nicht allzu vielversprechend, oder?

Darüber können wir uns gern unterhalten, aber wenn man nicht gerade die Bank wechseln möchte, nützt das genau nichts.

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Du hast recht, mTan ist nicht mehr. Da habe ich weit daneben geschossen.

ChipTan geht aber weiterhin. Und ist erheblich sicherer als eine Banking-App auf demselben Gerät wie das, auf dem man gerade das Online-Banking betreibt. Siehe verlinkter Artikel. Und siehe einfache Logik.

ChipTan kostet dann einmalig ein Paar Euro (z.B.15€) (für das Lesegerät und ist ohne Smartphone nutzbar. Auch bei der Postbank.
Die Ing (Diba ist nicht mehr) bietet einen photoTan-Generator an. Auch ohne App. Genauso wie die Deutsche Bank. Und die Commerzbank. Liegt bei ungefähr 30€.

Btw., interessanterweise werben sowohl Ing als auch Deutsche Bank immer noch mit dem ganz einfachen mTan-Verfahren.

Also: wechseln muss man nicht, ein Smartphone braucht man auch nicht. Und die angebliche 2-Faktor-Sicherheit wird durch die Banking-App jeweils ausgeschaltet. Man lügt den Kunden wieder mal schamlos ins Gesicht.

Ich find’s aber ausgesprochen dämlich (aus Kundensicht), dass man für verschiedene Banken unterschiedliche Geräte braucht. :imp:

Ja, bei der Postbank einmalig 15 Euro, zumindest derzeit Versandfertig in 6 Wochen zzgl. Lieferzeit :smiley: Aber schon die drei anderen Banken haben nicht Chip- sondern PhotoTan, und da kostet das Gerät auch gleich das Doppelte …

Jo, und die Commerzbank kümmert sich sehr um meine Sicherheit:
grafik

Ich mache mir keinen Kopf darum, denn fürs Online-Banking ist mir mein Handy zu mickrig, und ich mache das sowieso nur am PC, insofern stört mich die Authentifizierung übers Handy nicht, zumal es bei mir über Fingerabdruck läuft, aber meine Mutter ist nicht mehr die Jüngste, sie hat nun das Smartphone meiner Tochter „geerbt“, kommt aber damit nicht klar und ist genervt, weil sie da halt immer die PIN eingeben muss, um die Transaktionen zu bestätigen.

Ich wusste, dass „die Hälfte“ weggefallen ist, wusste aber nicht mehr welche und war zu faul zum Nachschauen. :stuck_out_tongue_winking_eye:

Bei welcher Bank bist du denn, dass sie keinen TAN-Generator (sei es ChipTAN oder PhotoTAN) anbietet??

Hallo Heikeli,

besonders, wenn Du öfter Beträge im vier- oder fünfstelligen Bereich überweist, ist der Tan-Generator die beste Wahl. Du agierst ganz entspannt vom heimischen Computer aus.

Gruß, Hans-Jürgen Schneider

Ist bei der Postbank denn nach wie vor der Einsatz eines TAN_-Generators (Kobil) möglich?
Oder braucht man zwingend ein SeolOne?

Auf der Seite
https://www.postbank.de/privatkunden/chiptan-comfort.html?hl=tan-generator&search-type=direct&search-query=tan-generator
ist eine Übersicht der geeigneten Geräte verlinkt, ich gehe davon aus, dass sie auch am Ende des Jahres noch einsetzbar sind. :flushed:

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Das ist aber nur dann ein Problem, wenn man mehrere Konten zu brauchen glaubt oder unbedingt wechseln muss. Ich bin seit ungefähr 50 Jahren bei derselben Bank. Und die anderen Tan-Generatoren haben mich deshalb nie interessiert.

Ich habe keine Ahnung, warum das sicherer sein könnte. Ich weiß aber, dass die Dinger mit Sicherheit mehr Rechenleiustung und mehr Energie kosten als das Miniding, das meine EC-Karte (ja, die heißt gar nicht mehr so) schluckt und mit zwei Knopfzellen länger als ein Jahr auskommt.

Photo klingt halt besser und es gibt wohl genug Leute, die auf derartigen Unsinn abfahren.

Die Commerzbank ist nicht der einzige Laden, der die gesetzliche Regelung umgeht. Siehe verlinkter Text.

Übrigens hat auch meine Bank die Sicherheit meiner Kreditkarte „verbessert“. Mit einer App, die auf meinem gerooteten Handy (anders kommt man halt nicht an ein aktuelles Android wie LineageOS, Handyhersteller haben keinerlei Verantwortung) nicht lief, die aber ein uraltes Android jederzeit akzeptiert. Zum Glück haben die meisten Online-Shops auf diese „Verbesserung“ gepfiffen und ich musste diese App nie verwenden. Die Hotline der Bank jedenfalls hat nicht mal verstanden, was ich versucht habe zu erklären.

Deine Frage ist für mich interessant, weil ich meine " Bankgeschäfte" konsequent aus altersbedingter Sturheit und wenig ausgeprägter Bereitschaft, Daten im Netz annähernd öffentlich zu machen, in aller Regel analog abwickel. Bis auf die Betätigung der Automaten in den jeweiligen Bankfilialen.
Die Vorstellung, ich würde irgendwann gezwungen, auf voll digital umzusteigen, widerspricht meinem Freiheitsgefühl.
Der Mensch als solcher ist ja nicht digital, sondern eher analoh…
Ich würde mir das beschriebene Ansinnen einfach nicht bieten lassen.
LG
Amokoma1

Wenn man sich das leisten kann und will … das Problem ist, dass es vermutlich bei so gut wie jeder Bank extra kostet, wenn man alles am Schalter/über Formulare macht. Und es geht auch noch schlimmer.

Die Vermieterin meiner Mutter hat die dumme Angewohnheit, meiner Mutter bei Gutschriften Schecks zukommen zu lassen, anstatt ihr einfach das Geld zu überweisen. Meine Mutter muss die an ihre Bank per Post schicken (der Name ist Programm … POSTBANK), aber was wir letztes Mal vergessen haben, war, dass man dafür auch noch ein Formular ausfüllen musste, welches sie aber sowieso auch nicht mehr vorrätig hatte. Dadurch, dass die letzte Post im Kaff zugemacht hat, und die Lotto-Tante nicht auch noch solche Formulare führt, ist sowieso unklar, wie meine Mutter drankommen soll. Jedenfalls hatte sie einen Scheck über 15 Euro, und weil sie das notwendige Formular nicht mitgeschickt hat, musste sie 8,90 Euro oder irgendwas um den Dreh Gebühren zahlen. Wie gewonnen, so zerronnen. So viel zum Thema analoge Bankgeschäfte. :sob:

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