Hi!
Nein, Du pauschalierst, wie ich schon sagte. Es gibt Fälle, da
stimme ich Dir zu. Und es gibt Fälle, da ist auch ein Zeitraum
von 5 Jahren für die betreffende Person nicht zumutbar.
Das sind sehr wenige, deren Interessen nicht diejenigen von 15
Mio. anderer Arbeitnehmern negativ beeinflussen können
sollten.
Nö, weit mehr als Du zu glauben scheinst.
Schmarrn.
99% der arbeitsfähigen Arbeitslosen und Sozialhilfeempfänger könnten ohne große Härte umziehen. Sie wollen halt nicht. Ich verstehe das ja sogar. Würde es aber diese Wahlmöglichkeit nicht mehr geben, wäre das System eben deutlich fairer.
Tja, das sehe ich eben anders.
Was gehen mich anderer Leute Kinder an, um mal ganz hart zu
fragen.
Wenn die von Dir vertrene Politik die Kriminalität aufgrund
der sozialen Entwurzelung erhöht wird, geht Dich das durchaus
etwas an (weil Dich das dann auch finanziell betrifft und Geld
ja das einzige zu sein scheint, was Dich interessiert).
Ich bin nicht kriminell geworden.
Genausowenig wie mein gesamter Freundeskreis, der schon Jobs in der ganzen Welt machen musste.
Mein Vater war fast nur unterwegs als ich klein war. Heute
arbeiten wir zusammen und es ist durchaus etwas aus mir
geworden.
Kann man aber nicht verallgemeinern.
Oh doch, das muss man sogar.
Wird meine Eltern (beide über 60) wohl auch in der nächsten
Zeit. Nur Du kannst nicht alle 70-jährigen gleichsetzen. Für
einige wäre der Auszug aus dem Haus ihrer Kinder, ihres
verstorbenen Mannes praktisch ihr Todeurteil.
Das ist mir zu polemisch.
Nein, ist nicht polemisch sondern so ist die Welt.
Die Welt ist hart.
Also, wenn durch die von Dir vertrenede Politik viele alte
Menschen an sozialer Entwurzelung sterben, sagst Du nur: „Die
Welt ist hart.“ Auch eine Einstellung.
Keine 2% sterben. Und das ist dann ein Grund, die Gesellschaft bis über die äußerste Grenze hinaus zu belasten?
Wenn es denn so schlimm ist, nur um noch mal auf diesen
absoluten Einzelfall einzugehen,
Ist auch alles andere als ein Einzelfall. Du scheinst von
Menschen nicht viel zu verstehen. Kann das sein?
Was soll das?
Nur ein Ratschlag. Solltest Dich mal mit Menschen
beschäftigen, bevor Du Kommentare abgibst, die zu einer
Erhöhung der Selbstmordrate führen.
Sag mal, liest Du eigentlich Deine Postings bevor Du sie abschickst?
sollte das doch für den
40-jährigen Sohn eine ganz besondere Motivation sein, das Haus
zu erhalten und sich eben woanders einen Job zu suchen. Die
Oma kann wunderbar von einer Pflegerin betreut werden.
Wenn er beides finanzieren kann.
Das sollte er versuchen.
Ja. Aber wenn er es nicht kann, was dann?
Dann werden die beiden wohl umziehen müssen.
Wird
doch sowieso weitgehend vom Staat bezahlt.
Mit der Pflegeversicherung und wann man in welche Pflegestufe
kommt, hast du dich noch nicht beschäftigt, nicht wahr?
Ansatzweise.
Wenn auch nur „ansatzweise“ stimmt, dann solltest Du wissen,
dass eine an sich rüstige Frau, die aber hinter ihrem Sohn
hergezogen ist und in Depression verfällt, weil sie das Haus
ihres verstorbenen Mannes etc. aufgegeben hat, keine Pflegerin
gestellt bekommt. Hieran sind aber schon viele Menschen
gestorben.
Die Frage hier ist eben, wieweit die Solidarität gehen soll.
Wenn ich nun meinen Job verliere, wird mich auch niemand danach fragen, ob ich mein Elternhaus verkaufen will. Die Bank wird das freudig für mich übernehmen.
Warum also mit zweierlei Maß messen?
Die Allgemeinheit ist nicht zuständig für die freie Wohnortwahl von Leuten, die sich nicht selbst ernähren können. Sie ist lediglich dazu verpflichtet, diesen Leuten Obdach und Essen zu geben, bis sie einen Job finden (falls sie arbeiten können).
Wir kommen so wieder auf die Frage zurück, weshalb ich der
alten Dame ihr Haus finazieren sollte, wenn sie in einem
Stift, der ja sowieso vorhanden ist und auch vpon mir bezahlt
wird, relaistischerweise viel besser aufgehoben ist.
In ihrem Haus, in dem sie 50 Jahre (oder vielleicht sogar seit
ihrer Geburt) gelebt hat, ist sie besser aufgehoben als in
einem Stift.
Das mag stimmen, aber es ist m.E. IMMER zuerst zu betrachten, wer das bezahlen soll.
Wenn man nicht selbst für sich sorgen kann oder will, muß man
sich eben auch gefallen lassen, daß die Versorgung durch die
Mitbürger nicht exakt so ist, wie man das haben will. Die
Interessen derjenigen die bezahlen, sind hier genauestens zu
berücksichtigen.
Dir ist also egal, wenn die Selbstmordrate durch die von Dir
vorgeschlagene Politik ansteigt?
Diese FRage muß unbeantwortet bleiben, da Du selbst im Einzelfall selten beweisen kannst, daß die betreffende Person sich nicht auch zuhause umgebracht hätte.
Des weiteren verweise ich darauf, daß nicht jeder all seine Probleme zu denen der Allgemeinheit machen kann, denn dann funktioniert das System nicht mehr.
Grüße,
Mathias