Wasserführender Küchenofen

Hallo Prepper, :grinning:
Ich habe vor einen wasserführenden Küchenofen anzuschaffen. Der Schornsteinfeger weiß davon und nickte dazu. Vor kurzem habe ich im Tausch gegen die Ölheizung eine Wärmepumpe installieren lassen. Schon bei der Planung habe ich dafür einen zusätzlichen Anschluß für den Küchenofen am Pufferspeicher beauftragt.
Wie wird der Küchenofen angeschlossen? Thermische Ablaulaufsicherung und Rücklaufanhebung sind klar. Nicht weit vom Ofen (1,5 m) ist ein kleiner Heizkörper den ich nicht benötige, könnte man den Heizkörper entfernen und den Ofen an die Leitung anschließen? Das würde mir (dem Heizungsbauer!) jede Menge Arbeit und Geld sparen, statt durch die Decke nach unten in den Keller zum 8 Meter entfernten Pufferspeicher. Evtl. müßte ich noch eine Pumpe anschließen die manuell eingeschaltet wird wenn der Ofen angefeuert wird. Ist das zu einfach gedacht?
Gruß Hartmut

Das ginge allenfalls wenn die 2 Heizrohre direkt in den Keller gehen und keine weiteren HK dran angeschlossen sind. Normalerweise sind sie das aber ! Dann käme es auf den Durchmesser an ob der ausreichen wird und wo der Ablauf eingeleitet werden soll ?
und einen Schornstein braucht die Küchenhexe ja auch noch

MfG
duck313

hatse, deshalb nickt der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger ja. :blush:
Durchmesser zu den Heizkörpern m. E. 3/4 Zoll. Die Ringleitung wie ich sie mal nenne bestimmt 1,5 Zoll. Muss ich nachher mal messen. Ich kann mir vorstellen dass da zuerst eine Schwerkraft Heizung dann hing und dann vor 15 Jahren die „moderne“ nachgerüstet wurde. Der Heizungsbauer der die WP eingebaut hat meinte, dass meine Heizkörper ein ungewöhnlich großes Wasservolumen haben und daher die WP „geht“.

verstehe ich jetzt nicht.

Warum wäre das nachteilig oder nicht möglich?

Gruß Hartmut

Meinst Du von der Thermische Ablauflaufsicherung? Hinter dem Ofen ist ein ehemaliger Wasseranschluß und unter dem Ofen ein ehemaliger Abfluß. an der Stelle war ein vorsintflutlischer „Wasserstein“ und daneben ein riesiger Küchenherd.

Hi,

so ähnlich hatte ich mir das auch überlegt und kam bei „Fachleuten“ auf „hamma noch nie gemacht, ist net wie Vorschrift“ und welche Vorschrift? „na so, wie mer das immer mache“
Finde die Überlegung aber reizvoll: vom RL des Heizkörpers durch den Ofen und dann in den VL.
Irgendwann regelt das Ventil des HzKrp. ab und das warme Heizungswasser drückt sich durch das System und wird dann automatisch mit dem restlichen VL vermischt/verteilt.
Kreispumpe an RL -HzKrp. zum Herd-VL würde ich durch 3 Rohranlegethermometer steuern (quasi noch im Herd) 60° Stufe 1 - 85° Stufe 2 - 95° Alarm

Das denke ich mir auch. Einzig was vielleicht etwas „stören“ könnte wäre, dass der „nächste“ Heizkörper der durchflossen wird etwas „wärmer“ als gewohnt werden könnte. Aber beim Erwärmen des Raums macht der Thermostat ja „zu“.

hassu mal 'nen Link für sowas?

Und da ist das Problem: es darf nicht alles zu sein, denn dann wird es arg warm, weil keine Verteilung. Es darf also niemals alles zu sein und der Herd bollern…
Deswegen auch der „Alarm“… dann mind. einen Heizkörper voll aufdrehen.

bitteschön

Aber ich habe ja einen Pufferspeicher, wenn alles zu, dann warm im Keller für morgen.

Super genau was ich brauche!

da muss es aber auch erst mal hin… und das tut es nicht (freiwillig)

Deshalb will ich ja auch mit dem Mischer eine Heizungspumpe mit Mischer verbauen.
Ich bin noch am suchen ob es zulässig ist die Pumpe nur manuel zuzuschalten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es die Heizungspumpe im Keller stört wenn sie mit dem Wasserstrom mitläuft.

nee… die Pumpe am Herd läuft prinzipiell gegen den Strom.
Aber mit einem Mischer sollte es funktionieren, da dann der Rücklauf auch (zumindest etwas) wieder zurück läuft… (also am eigentlichen Heizkessel ankommt)

Nein, das funktioniert so nicht.
Aber das wird der Heizungsbauer der den Anschluß machen soll dann schon wissen.
Du benötigst zwingend eine separate Leitung vom Pufferspeicher zum kaminofen.
Erwarte aber nicht zuviel von derartigen Öfen.

Verstehe ich nicht. Die Pumpe am Küchenofen wird doch das Wasser in die gleiche Richtung fördern wie die Pumpe im „normalen“ Heizkreis. Meiner Vorstellung nach müßte die Pumpe des Küchenofens das Wasser „durch“ die Pumpe des Heizkreises „durchziehen“ wenn diese gerade nicht läuft.

Was ist der Grund, das das nicht funktionieren sollte? Ich habe zwar einen zusätzlichen Anschluß an dem neuen Pufferspeicher explizit für einen wasserführenden Ofen bestellt, aber der Gedanke die naheliegende Rohrleitung statt aufwendiger zusätzlicher Leitungsverlegung zu verwenden, ist zu reizvoll.

Und um der überaus bekannten Antwort:

was entgegen zu setzen, höre ich mir mal die Meinung von Fachleuten und Leuten die auch mal eingetrampelte Denk- und Handlungspfade verlassen (so wie ich, der gefühlt nur im Matsch kraucht) an.

Wenn du die Anschlüsse des Heizkörpers verwenden willst ist dein Speicher im Keller nutzlos da er nichts speichern wird.

Stattdessen wirst Du ständig damit beschäftigt sein die Temperaturen zu überwachen, Holz nachzulegen und Pumpen ein und auszuschalten.
Du könntest den Heizkörpervorlauf als Rücklauf deines Ofens verwenden, dann würde immerhin noch wärmeres Rücklaufwasser dem Speicher zugute kommen.
Natürlich würde dann immer noch die Wärmepumpe und die Heizungspumpe deiner Heizkörper dagegen arbeiten.
Läuft die Heizungspumpe dann etwas schwächer, zieht die Pumpe deines Kamins die Wärme aus den Heizkörpern aus dem Rücklauf der Heizkörper und die Körper bleiben trotz hoher Vorlauftemperatur kalt.
Elektronische Pumpen würden eh immer dagegen arbeiten und das ganze noch zusätzlich durcheinander bringen.
Es würde ganz sicher irgendwie funktionieren, aber du hättest eine chaotische Hydraulik der Heizungsanlage die nahezu unmöglich zu regeln ist.
Und das alles um 8m Rohr einzusparen?
Legst du stattdessen die Leitungen zum Speicher wie es sich gehört würde alles automatisch und problemlos funktionieren.
Ofen anfeuern, die Regelung springt an, die Pumpe läuft und schickt wassr mit 65° in den Puffer.
Ist die Solltemperatur dann im Puffer erreicht, schaltet sich die Wärmepumpe aus und alles läuft vollautomatisch über den Puffer und deinen Kaminofen.
Ohne Tricks, merkwürdige Fühler oder Regelungen die Fehler ausbügeln sollen.
Warum also nicht gleich vernünftig machen.
Ob der ganze aufwand sich mal irgendwann lohnt ist eine ganz andere Sache.
Normalerweise ist die leistungsabgabe an das Heizungswasser viel zu gering um überhaupt einen nennenswerten beitrag in den Speicher für den Rest vom Haus zu liefern.
Aber das hängt dann wiederum von deinem Haus, dem Wärmebedarf und dem standort deines Ofens ab.
Meistens gibts sinnvollere möglichkeiten.( Hab selber einen Kachelofen mit Heizungsunterstützung bei meinen Eltern in Betrieb)

Ich verstehe nicht warum den Heizkörpervorlauf als Rücklauf des Ofens verwenden? Wenn ich den Heizkörpervorlauf als Vorlauf des Ofens verwende, fungiert der Ofen eben als „(Dauer)-Heizkörper“ wenn er nicht befeuert wird. Das schadet dem Raum nicht da der in der Heizperiode eh ständig geheizt wird.
Wenn ich jetzt den Ofen anfeuere, dann wird das zirkulierende Heizwasser weiter erwärmt und gibt über den nachfolgenden Heizkörper im Haus die Wärme ab. Was nicht an Wärme auf diesem Weg abgeführt wird, wird dem Wasser beim Durchfließen des Wärmetauschers im Pufferspeicher entzogen.
Habe ich da einen Denkfehler?

Ja.
Wie soll denn die Wärme dann in den Speicher kommen wenn zb. die Heizkörperventile alle geschlossen sind weil die gewünschte Raumtemperatur erreicht ist?
Über den Vorlauf wirst du kein Wasser in den Speicher hinein bekommen.
Klar kannst du das irgendwie hinfummeln aber es bleibt halt kacke.
Wie gesagt, den nutzen einer Heizungsanbindung von derartigen Öfen ist eh fragwürdig und wird wohl nur in den seltensten Fällen wirklich wirtschaftlich sein da der Wärmeertrag meistens viel zu gering ist.
interessanter wäre da schon eher ein kleiner feststoffkessel neben dem Speicher der wesentlich effizienter wäre und mit dem Du dann viele Probleme gar nicht erst hättest.
Küchenöfen sind ohne Heizungsanbindung auch um einiges günstiger und langlebiger.
interessanter

Meine Heizkörper sind doch nicht „in Reihe“ geschaltet. Es ist ein Zweirohrsystem. Wenn das Ventil eines Heizkörpers dicht macht, werden trotzdem alle anderen Heizkörper weiter „bedient“. Und selbst wenn alle Ventile zu gemacht haben würde die Pumpe des Küchenofens weiterlaufen und dafür sorgen, dass das warme Wasser durch den Pufferspeicher geleitet wird, wo es dann seine Wäme abgibt.

Das Wasser kommt ja ganz „normal“ über den Rücklauf an. (Beim OfenEINGANG schließe ich den ehemaligen Vorlauf des Heizkörpers an, an den Ofen-Ausgang den ehemaligen Rücklauf). Letztendlich wie ein Heizkörper, nur dass da statt abgekühltes Wasser erwärmtes Wasser rauskommt und weitergeleitet wird. Und da das erwärmte Wasser über den Rücklauf, in dem Wärmetauscher unten im Speicher ankommt, kann es dort prima Wärme abgeben.

So zumindest meine verwirrten Gedanken.

Ich hatte ja geschrieben das es so gehen „könnte“ aber eben auch einige nachteile hat.
Ob du mit denen leben willst kann ich nicht beurteilen und ich kenne weder dein Haus noch deine Heizung oder gar die Leistung deines Ofens.
Was bei einem super funktioniert bringt beim nächsten nur Probleme.
Im bin daher immer dafür alles so komplikationslos wie möglich zu bauen.

halt mich bitte auf dem Laufenden - bisher habe ich bei drei von denen für eine ähnliche Idee jedesmal nur gehört: mach ich nicht, muss direkt an den Speicher aka Wassersack angeschlossen sein… warum? s.o.