Hallo,
da sich die selbst ernannten Experten hier noch lustig streiten, will ich mal für Dich zusammen fassen, was für Dich vorab wahrscheinlich wichtig zu wissen wäre und was Du als Basiswissen mit in eine Beratung nehmen kannst, um die Du aber nicht herum kommen wirst.
Beamter (37 Jahre) mittlerer Dienst A8, verheiratet, 2 Kinder
(9 und 7 Jahre alt) ist als freiwillig Versicherter zu 100%
bei einer GKV versichert und zahlt pro Monat 412,00 Euro
Beitrag inkl. Pflegeversicherung (die Ehefrau und die beiden
Kinder sind mitversichert).
Beamte haben im Allgemeinen Anspruch auf Bundesbeihilfe, die normalerweise wie folgt aussieht:
Der Beamte selbst: 50%
nicht erwerbstätiger Ehepartner: 70%
Kinder (bis höchstens 27.LJ): 80%
Die restlichen Prozente sind über eine Restkostenversicherung selbst abzudecken.
Nun mal zur Frage, was besser ist, GKV oder PKV:
Das kann man so einfach nicht beantworten.
Die GKV hat den ganz großen Vorteil, dass man auch mit Vorerkrankungen genommen wird und eben die gesamte Familie als Familienversicherung versichert werden kann.
Nachteilig sind die Höhe des Beitrages im Vergleich zum immer dünner werdenden Leistungskatalog.
Als Beitragsberechnungsgrundlage wird hier prozentual das Einkommen zugrunde gelegt.
In der PKV wird nach Eintrittsalter der Beitrag berechnet, was sich, je jünger man ist, um so vorteilhafter auswirkt.
Die Beiträge variieren ansonsten stark tarifabhängig, was aber eben auch den Vorteil hat, dass man selbst entscheiden kann, wie wichtig welcher Leistungsumfang einem selbst ist und man sich eben ggf. sehr gut und umfangreich absichern kann, wobei dann natürlich die Beiträge entsprechend hoch ausfallen. Viele Tarife haben die Möglichkeit der Beitragsrückerstattung für Leistungsfreiheit, aber damit würde ich jetzt nicht unbedingt von vornherein rechnen, denn man weiss ja nie, ob man krank wird oder nicht.
In der PKV gibt es keine Familienversicherung in dem Sinne. Jede Person wird einzeln versichert und hat einen eigenen Beitrag, daher auch eigene Leistungsumfänge.
Größter Nachteil: mit Vorerkrankungen wird es richtig schwer, in der PKV genommen zu werden, also dies sollte unbedingt vorher abgeklärt werden. Nicht dass man seine GKV gekündigt hat und dann im schlimmsten Falle ohne Versicherungsschutz da steht, denn in der PKV besteht kein Kontrahierungszwang.
So, das sollte als Basiswissen aureichen.
Sehr wichtig ist wirklich die kompetente Beratung. Wenn Dir der Vertreter nicht mindestens die obenstehenden Sachen von sich aus erklären kann, solltest Du’s dort lassen. Lass’Dich ruhig mehrfach beraten und denk’dran, dass Beitrag nicht gleich Beitrag ist, Du musst die Leistungen im Verhältnis zum Beitrag vergleichen, nur so hast Du einen echten Vergleich.
Noch ein kleiner Tipp: es gibt auch sehr gute private Krankenzusatzversicherungstarife, wo man grundversichert in der GKV bleibt und seinen Versicherungsschutz noch zusätzlich privat aufmöbelt.
Grüsse
Icequeen