Wechseljahre

Hallo,

welche Frau hat bereits die Wechseljahre hinter sich und kann mir berichten, wie sich der Zyklus verändert hat? Ich selbst bin 47 Jahre alt und bekomme jetzt häufiger als früher meine Monatsblutung (inzwischen bin ich bei einem 16 - 18 tägigem Zyklus). Die Blutungen sind zwar längst nicht mehr so stark wie früher, aber ich habe immer geglaubt, dass der Zyklus eher unregelmäßig und länger wird.

Freue mich über alle Antworten/Erfahrungen.

Danke und viele Grüße
Sylvia

Hallo,
jeder Mensch ist unterschiedlich, bei mir kam die Monatsblutung anfangs unregelmässig, aber normal stark. Dann, seit einigen Monaten ist einfach schluß. Ich hoffe stark es bleibt auch dabei. In dieser Zeit war ich gereizter und musste acht geben anderen gegenüber nicht nicht ungerecht zu werden.
LG Doro

Hallo Sylvia,
warum nimmst du nicht die Pille oder ein anderes Präparat wie den Nuvaring? Damit kannst du die Periode ganz gezielt steuern.
Gehe zu deinem Gynäkologen und lasse dich fachmännisch beraten, auch wozu du gerade jetzt Östogene brauchst.
Liebe Grüße
Leia

Hi,

Gehe zu deinem Gynäkologen und lasse dich fachmännisch
beraten, auch wozu du gerade jetzt Östogene brauchst.

Dass frau in den Wechseljahren zusätzlich Östrogene braucht ist eine Erfindung der Pharmazie.

Dass der Körper sich in den Wechseljahren hormonell umstellt ist ein natürlicher Vorgang und gestaltet sich nicht gradlinig für jede Frau gleich. Also einfach diesen Zustand als gegeben hinnehmen und keine Hysterie entwickeln - das Thema erledigt sich irgendwann von selbst. Bei manchen dauern sie 3 Jahre, bei manchen 10 - so what.

Dass alle heute meinen, bestimmte köerperliche Vorgänge besser zu wissen als der Körper selbst und ihn entsprechend manipulieren zu wollen, ist schon erstaunlich…

Gruß,

Anja

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Prämenopause
Hallo Sylvia,

Ich selbst bin 47 Jahre alt und bekomme jetzt häufiger als früher meine Monatsblutung (inzwischen bin ich bei einem 16 - 18 tägigem Zyklus).

verkürzte Zylken sind sogar sehr typisch für die Prämenopause, erklärt wird das hier: http://wechseljahre-klimakterium.de/hormone/praemeno…

Viele Grüße
Diana

Hallo Anja,
als ich meinen Beitrag geschrieben habe, habe ich mir schon gedacht, dass ich damit höchst wahrscheinlich genau die Leute aufs Trapez hole, die Verfechter von Östrogenen sind.
Da braucht man nur die diversen Fachzeitschriften aufschlagen und du kannst die Diskussion zum „Für und Wider“ um Östrogene nachlesen.
Dazu will ich hier aber nichts sagen.
Am besten aber ist, wenn man es mal ausprobiert hat und merkt den Unterschied.
Viele Grüße
Leia

Hallo,

Dass frau in den Wechseljahren zusätzlich Östrogene braucht
ist eine Erfindung der Pharmazie.

Brauen ist relativ. Ich lebe mit Hormonen wesentlich besser als ohne.

Dass der Körper sich in den Wechseljahren hormonell umstellt
ist ein natürlicher Vorgang und gestaltet sich nicht gradlinig
für jede Frau gleich.

Und zum Teil mit sehr drastischen "Neben"wirkungen.

Also einfach diesen Zustand als gegeben
hinnehmen und keine Hysterie entwickeln - das Thema erledigt
sich irgendwann von selbst. Bei manchen dauern sie 3 Jahre,
bei manchen 10 - so what.

Das kann nur jemand schreiben, der keine starken Wirkungen kennengelernt hat (und ich rede nicht von „ein bisschen Schwitzen“).

Gruß
Elke

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Hallo an alle, die geantwortet haben,

vielen Dank für Eure Antworten. Mir ging es wirklich nur darum zu wissen, wie sich der Zyklus bei anderen Frauen „entwickelt“ hat. Ansonsten bin ich gesund und es geht mir gut. Zur Zeit kommt eine Hormonbehandlung für mich nicht in Frage, ich habe ja keine Beschwerden (Schwitzen, schlechte Laune, Haarausfall usw.).

Grundsätzlich denke ich auch, dass es sich um einen natürlichen Vorgang handelt, kann aber nachvollziehen, wenn Frauen Östrogene nehmen, gerade auch, wenn starke Beschwerdn vorhanden sind.

Also nochmals danke an alle.

Sylvia

Das kann nur jemand schreiben, der keine starken Wirkungen
kennengelernt hat (und ich rede nicht von „ein bisschen
Schwitzen“).

Du irrst, liebe Elke,

ich habe heftigst damit zu tun… Aber ich versuche einfach, mich deshalb nicht verrückt zu machen und das als eine natürliche Zeit zu betrachten, die eben irgendwann ganz sicher vorüber geht.

Gruß,

Anja

Hallo Anja,

ich habe heftigst damit zu tun…

Heftig ist relativ. Ich weiß, dass ich ohne Hormone

  1. nicht mehr verheiratet wäre
    und
  2. Depressionen hätte
    und
  3. körperliche Beschwerden
    und
  4. bekam ich nicht nur meine Tage in einem Zyklus von weniger als drei Wochen, sondern sie dauerten auch gut 10 Tage, von denen ich 4-5 Tage nur mit wirklich hohen Dosen ovn Schmerztabletten überstehen konnte.

Gruß
Elke

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Hallo Anja,

ich habe heftigst damit zu tun… Aber ich versuche einfach,
mich deshalb nicht verrückt zu machen und das als eine
natürliche Zeit zu betrachten, die eben irgendwann ganz sicher
vorüber geht.

ich weiß natürlich nicht, was Du unter „heftigst“ verstehst. Die Leidensfähigkeit der Menschen ist ja bekanntlich sehr unterschiedlich.
Bei meiner Mutter war es z.B. so, dass sie nachts mehrmals ihren durchgeschwitzten Schlafanzug wechseln musste, ihr Zudeck zumindest wenden, wenn nicht neu beziehen musste. Wenn sie eine Hitzewelle bekam, brannte ihr das Gesicht wie Feuer, dass ihr schwarz vor Augen wurde und sie sich hinsetzen musste. Wenn sie Auto fuhr, konnte sie nicht mehr weiterfahren, sie konnte ihrem Job nicht mehr in vollem Umfang gerecht werden. Einladungen zu Partys, Geburtstagen etc. schlug sie aus, aus Panik vor den Augen anderer Leute wieder so eine Hitzewelle zubekommen. Sie wurde in ihrem ganzen Wesen anders, war manchmal zickig, agressiv und gemein, dann wurde sie regelrecht depressiv.
DASS - liebe Anja, verstehe ich unter heftigsten Wirkungen. Das kann niemand „als eine natürliche Zeit betrachten, die eben irgendwann ganz sicher vorüber geht“!
Nachdem meine Mutter über ein Jahr lang gelitten hat, hat sie sich doch dazu entschlossen, Hormone zu sich zu nehmen. Seitdem ist sie wieder die alte.

Grüße
Blümchen

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Hallo, Leia!

als ich meinen Beitrag geschrieben habe, habe ich mir schon
gedacht, dass ich damit höchst wahrscheinlich genau die Leute
aufs Trapez hole, die Verfechter von Östrogenen sind.

Vielleicht haben sie gute Gründe dafür? Ich habe, als sich die Wexeljahre bemerkbar machten, auf Hormone verzichtet, auch weil meine sechzehn Jahre ältere Schwester von sich erzählte, dass sie auch keine nimmt; wenn eine Hitzewallung kommt, setzt sie sich eben hin und trinkt einen Espresso und entspannt sich, bis es vorbei ist. Mir war halt auch wenig mulmig wegen der möglichen Nebenwirkungen einer Hormontherapie, also dachte ich, ich lasse den Dingen ihren Lauf. Jetzt wäre ich froh, ich könnte noch anfangen, Hormone zu nehmen, vielleicht berate ich mich auch mit meinem Arzt, was da in Frage käme.

Das häufige nächtliche Aufwachen, in Schweiß gebadet, am Tag deswegen müde und unlustig, Hitzewallungen tagsüber, dass mir der Schweiß aus den Haaren übers Gesicht läuft - ganz toll, wenn man z.B. im Postamt in der Schlange steht und am liebsten aus den Kleidern fahren möchte, weil man das Gefühl hat zu verglühen und zu ersticken. Man fühlt sich angestarrt und ach, wie toll, jeder weiß jetzt, dass ich in den Wechseljahren bin!

Die berufliche Leistungsfähigkeit lässt nach, ich kann mich bei meiner Arbeit (Übersetzen) einfach nicht mehr konzentrieren, wenn so eine Saunawelle kommt. Voll im Leben stehend, beruflich sehr angespannt, kann ich es mir nicht leisten, mich hinzusetzen, einen Kaffee zu trinken und zu warten, bis es vorbei ist. Das hat nichts mit „sich verrückt machen“ zu tun. Je nachdem, wie es einen trifft, erlebt man auch eine Entfremdung von eigenen Körper, der plötzlich als Neutrum unterm Kopf baumelt. Ich finde den Zustand scheußlich, und ich habe keine Lust, mich damit zu trösten, dass er in zehn Jahren vielleicht vorbei ist. In zehn Jahren bin ich 64 und habe bis dahin wahrscheinlich werweisswas für andere Zipperlein. Wenn man die Lebensmitte überschritten hat, sind zehn in Missbehagen vergeudete Jahre verdammt viel Zeug!

Niemand kann vorher genau wissen, wie stark es ihn erwischt, höxtens, wenn man bei den weiblichen Familienmitgliedern herumfragt, aber das ist auch keine Garantie. Jeder erwartet auch anderes vom Leben und lebt anders - da muss man einfach abwägen, wo die eigenen Prioritäten liegen. Wo man richtig Geld raushaut, das sind diese Dinger wie Remifemin. Selbst wenn es hilft, muss man es monatelang schlucken, bevor man Linderung merkt, und weil man immer hofft, dass doch noch eine Besserung kommt, kauft und schluckt man, kauft und schluckt man, bis - wenn man zu der Gruppe gehört, bei der’s nicht anschlägt - das Portemonnaie qualmt.

Ich würde immer raten, die persönlichen und familiären Risikofaktoren zu bedenken, sich vom Arzt des Vertrauens ausführlich beraten zu lassen und dann zu entscheiden, was man tun möchte. Manche von den Leuten, die gegen Hormone in den Wexeljahren sind, hatten nichts dagegen, jahrzehntelang die Pille zu schlucken, was ich ziemlich seltsam finde.

Nichts für ungut!
Grüße,
Eva

Das häufige nächtliche Aufwachen, in Schweiß gebadet, am Tag
deswegen müde und unlustig, Hitzewallungen tagsüber, dass mir
der Schweiß aus den Haaren übers Gesicht läuft - ganz toll,
wenn man z.B. im Postamt in der Schlange steht und am liebsten
aus den Kleidern fahren möchte, weil man das Gefühl hat zu
verglühen und zu ersticken. Man fühlt sich angestarrt und ach,
wie toll, jeder weiß jetzt, dass ich in den Wechseljahren bin!

Die berufliche Leistungsfähigkeit lässt nach, ich kann mich
bei meiner Arbeit (Übersetzen) einfach nicht mehr
konzentrieren, wenn so eine Saunawelle kommt. Voll im Leben
stehend, beruflich sehr angespannt, kann ich es mir nicht
leisten, mich hinzusetzen, einen Kaffee zu trinken und zu
warten, bis es vorbei ist. Das hat nichts mit „sich verrückt
machen“ zu tun. Je nachdem, wie es einen trifft, erlebt man
auch eine Entfremdung von eigenen Körper, der plötzlich als
Neutrum unterm Kopf baumelt. Ich finde den Zustand scheußlich,
und ich habe keine Lust, mich damit zu trösten, dass er in
zehn Jahren vielleicht vorbei ist. In zehn Jahren bin ich 64
und habe bis dahin wahrscheinlich werweisswas für andere
Zipperlein. Wenn man die Lebensmitte überschritten hat, sind
zehn in Missbehagen vergeudete Jahre verdammt viel Zeug!

Hallo Eva,

ich bin wohl ganz am Anfang der Wechseljahre (bin jetzt 40)…irgendwann fängt es ja mal an und der Prozess kann bis zu 15 Jahre dauern (Hormonstörungen habe ich aber schon seit vielen Jahren und deswegen auch die Pille genommen)und wenn ich zuviel schwitze helfen mir Salbei-Kapseln aus der Apotheke ganz gut…ich würde auch den Tee trinken, aber den mag ich kalt nicht und während der Arbeit sind die Kapseln praktischer. Besonders nachts helfen sie mir gut, weil ich dann durchschlafen kann.
Es sind auch keine Chemikalien drin in den Kapseln.

LG
Marion

ich zuviel schwitze helfen mir Salbei-Kapseln aus der Apotheke
ganz gut…

Hallo, Marion!
Danke für Deinen Tipp! Einen Versuch ist es wert, denn manchmal bin ich wirklich am Rand der Verzweiflung :-/ Ich habe aber auch eine Bekannte, die hat in den Wexeljahren schwere psychische Störungen bekommen und muss seit vielen Jahren Medikamente schlucken, um nicht von irgendeinem Dach zu springen. Damit verglichen ist nächtliches Schwitzen ein Klacks :smile:

Beste Grüße,
Eva