Weiterbildung zur Heilerziehungspflegerin

Hallo Wissende,

meine Freundin möchte gern nach ihrer Erzieherausbildung eine Weiterbildung zur Heilerziehungspflegerin machen, weil Sie gern mit behinderten Kindern arbeiten möchte. Muss sie dafür nun nochmal 3 Jahre lernen oder kann sie aufgrund ihrer Erzieherausbildung auf 1 1/2 Jahre verkürzen? Gibt es vielleicht auch andere Berufe um bei der Förderung von Behinderten Tätig zu sein?
Heilpädgogin hat sie für sich ausgeschlossen, weil sie dann mehr mit den administrativen Aufgaben betraut wäre als mit den Behinderten selbst.

Um Vorschläge und Ideen wären wir sehr dankbar.

Gruß 3dsmax und Freundin

Hallo Wissende,

Hallo, 3dsmax + Freundin,

meine Freundin möchte gern nach ihrer Erzieherausbildung eine
Weiterbildung zur Heilerziehungspflegerin machen, weil Sie
gern mit behinderten Kindern arbeiten möchte. Muss sie dafür
nun nochmal 3 Jahre lernen oder kann sie aufgrund ihrer
Erzieherausbildung auf 1 1/2 Jahre verkürzen?

Hallo, kann dir leider da keine entgültige Auskunft geben, da dies von Bundesland zu Bundesland verschieden ist (in der Regel sind es jedoch 3 Jahre). Schau einfach mal auf der Seite von der Arbeitsagentur nach unter ‚Kurs‘ Stichwort ‚Heilerziehungspfleger‘, da steht die entsprechende Jahresangabe dabei…

Gibt es vielleicht auch andere Berufe um bei der Förderung von
Behinderten Tätig zu sein? Heilpädgogin hat sie für sich
ausgeschlossen, weil sie dann mehr mit den administrativen Aufgaben
betraut wäre als mit den Behinderten selbst.

Das stimmt so nicht. Als Heilpädagogin bekommt man während der Ausbildung zwar auch sehr viel Theorie vermittelt, aber nur, um gezielt Förderpläne für die Kinder zu erstellen. Man arbeitet sehr intensiv mit den Behinderten. Außerdem findet ein intensiver Austausch mit Therapeuten, Ärzten, Förderstellen, Psychologen, … statt.
Man hat in der Arbeit mit den Behinderten auch mehr zu sagen als ein ‚einfacher‘ HEP (Heilerziehungspfleger).
Ich mache selbst gerade die Ausbildung zur Heilpädagogin, da mir das Grundwissen des Erziehers auch nicht für die Arbeit mit Behinderten genügt. In der Ausbildung werden z.B. auch medizinische Themen theoretisch und praktisch durchgenommen, z.B. was bei einem epileptischen Anfall zu tun ist, auf welche Weise die entsprechenden Medikamente wirken und was dabei rechtlich zu beachten ist; etc. Auch Fördermöglichkeiten werden praktisch geübt und mit Hospitationen, Kurzpraktika etc. geschmückt :wink: Die Ausbildung ist sehr anspruchsvoll aber keinesfalls Langweilig. Und man hat echt viel mit den behinderten Menschen zu tun. Ich habe mich bewusst für die Ausbildungsform entschieden, da mir ein Studium auch zu ‚trocken‘ gewesen wäre.

Um Vorschläge und Ideen wären wir sehr dankbar.

Sonderpädagoge
Heilerzieher
Ergotherapeut/Logopäde/Physiotherapeut…
Gruß
Bettina
P.S. Bei Rückfragen gerne E-Mail an mich (Ich arbeite bereits seit einiger Zeit bei behinderten Kindern und Jugendlichen!)

Hallo!
Ich würde eher zur Heilpädagogin raten. Dabei handelt es sich um eine aufbauende Ausbildung, die man nur absolvieren kann, wenn man bereits Erzieherin ist, während HEP noch einmal eine neue Ausbildung wäre. In Vollzeitunterricht kann man die Heilpädagogen-Ausbildung in 1,5 Jahren absolvieren, incl. Praktika. Außerdem gibt es auch die Möglichkeit des Teilzeitunterrichtes, der in der Regel 3 Jahre dauert und den Vorteil hat, dass man in Teilzeit arbeitet und Geld verdient. Dafür dauert das Ganze aber länger. Muss also jeder für sich selbst entscheiden. Wer die Vollzeitausbildung wählt, hat aber idR die Möglichkeit, Meisterbafög in Anspruch zu nehmen. Dazu erkundigt man sich am besten bei der Bafög-Stelle des Wohnortes (meistens bei der städtischen Verwaltung angesiedelt).
Soweit ich weiss muss man für die Ausbildung zur Heilpädagogin aber 1 Jahr Berufserfahrung (nach dem Anerkennungsjahr als Erzieherin, da dieses noch zur Ausbildung gehört) nachweisen.
Falls du noch Fragen hast melde dich - gern auch unter Angabe des Bundeslandes für Details.
Schöne Grüße,
Kathi