Weiterleben ohne Papa - wie umgehen mit Kindern?

Hallo Malte,

da hast Du an sich natürlich recht. Aber soll ich meinen Mann
jetzt beschwatzen, noch schnell vorm Ende zum Standesamt zu
latschen - ich meine, das muß dann schon sein Wunsch sein, ich
will ihm in seiner Situation partout nichts aufschwatzen, er
hat Sorgen genug. Ist sicher nachvollziehbar.

ein teil seiner sorgen wird eure zukunft sein. die zeit ist zu knapp, als daß ich sie noch mit geplänkel wie „sowas muß von ihm kommen“ (warum eigentlich?) zu verplempern.
mensch, ihr seid beide erwachsen und wißt, was auf euch zu kommt. also bittet handelt auch danach. schon im interesse der kinder.

gruß
ann

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Hallo Anne,

als erstes Mal mein Mitgefühl für Deine ausgesprochen schwierige Situation, ich kann mir nicht annähernd vorstellen, wie viel Kraft das erfordert.

Lass mich trotzdem vorsichtige Kritik äußern: Du fährst hier einigen Antwortenden recht harsch über den Mund/ die Tastatur - wahrscheinlich ungewollt? Ich fürchte, eines Deiner aktuellen Problem ist, dass Du alle Gedanken und alle Kraft im „Jetzt“ hast - verständlich, aber wenn Du überlegst, dass die Phase „danach“ Jahre/ Jahrzehnte dauern wird, wäre es doch vielleicht gut, sich dafür trotz allem jetzt schon etwas Zeit zu nehmen.

Wenn dann
die Steuern abgehen, ist es mir nicht ganz wurscht, aber das
ist einfach zweitrangig.

Vesrtändlich, dass Du das jetzt so siehst, aber wenn Du nicht ohnehin zu denen gehörst, die in ihrem Leben niemals finanzielle Sorgen haben werden, wird das ziemlich bald wichtig werden.

Wiz hat sehr sachlich geschrieben, was geregelt werden muss, ihr solltet das wirklich angehen. Als mein Vater im Koma lag, haben meine Mutter und ich festgestellt, was alles noch nicht geregelt war (und meine Eltern haben mir gezeigt, wo Testament und Schließfachschlüssel deponiert sind, als ich 12 Jahre alt war - sie gehören zur planenden Sorte).

Ihr müsst Euch jetzt darum kümmern, dass in seinen letzten Wochen und danach alles für Euch und Eure Kinder bestmöglich verläuft. Und Ärzte, die Deine Meinung ignorieren, Sachbearbeiter, mit denen Du um Hartz 4 streiten musst etc. gehören doch sicher nicht dazu.

Nein, ich kenne die Verwandten, da kommen keine Erbschleicher
aus den Winkeln gekrochen (echt nicht. Ich habe einen
Trödelladen und viel mit Geizhälsen zu tun, aber die Familie
meinnes Mannes fällt eindeutig nicht in die Kategorie - falls
doch gbit es da noch meine Schwiegermutter - wenn die
auftrumpft, kuschen alle).

Nun, wenn er ohne Testament stirbt, müssen sie weder geizig noch kleinlich sein, um ihr Geld, was ihnen völlig rechtmäßig zufällt, nicht Dir zu schenken.

Alles Gute und viel Kraft
Ramona

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Hallo Anne,

in eurer Situation ist es doch auch wichtig, Zukunftsfragen für Eure Kinder und Versorgungsfragen für Dich zu klären.

Das Argument „ich will ihm nun nichts aufschwatzen“ kann es doch nicht sein. Genausowenig das Argument „ich will ihn nicht zu Ämtern schleppen“.

Du willst einerseits Hilfe für Vorgehensweisen - aber jeden Rat, der Dich und Deine Kinder finanziell sichert, lehnst Du ab mit „ich will ihn zu nichts drängen“.

Zum einen: Ich würde den Kindern nun endlich die Wahrheit sagen. Auch wenn es den Umgang dann verändert - sie sollten auch die Gelegenheit haben, die verbleibende Zeit als etwas kostbares in Gedanken zu behalten.

Ich hätte mich als Kind in dem Alter eurer Kinder betrogen gefühlt, wenn man mir nicht die Wahrheit gesagt hätte und dann wäre alles recht plötzlich passiert.

Vielleicht ist es für Eure Kinder auch etwas besonderes, noch ein großes Fest zu feiern - eure Hochzeit. Wenn Ihr das nicht wollt - heiratet ggf. klein - auf dem Standesamt braucht man nichtmal Trauzeugen.

Laßt Euch nun endlich rechtlich beraten von einem Fachanwalt für Erbrecht. Niemand von uns kann Besitztümer, Rentenansprüche etc. von Euch persönlich genau beurteilen. Laßt Euch Rat geben, was in Eurer Situation richtig wäre. Auch im Hinblick auf Vorsorgevollmacht, Therapieverzicht, ggf. Organspenden, etc. etc.
Wenn ihr nicht verheiratet seid, kannst Du ggf. in einer sehr schlech

Artikuliert Eure Vorhaben. Mit „wir lassen das jetzt alles so laufen“ wird der Schock umso größer.

Heuchelt nicht heile Welt für die Kinder - sie werden Euch das sehr übelnehmen. Ihr habt keine Kleinkinder!

Und ich denke: „Wasch mich, aber mach mich nicht naß“ gibt es jetzt nicht mehr. Über Dinge nachdenken, aber nicht in die Wege leiten aus falsch verstandener zurückhaltung halte ist in dieser Situation für sehr schlecht.

Bei einem Freund starben im Abstand von einem guten Jahr beide Eltern an Krebs – die Hilflosigkeit beim Tod des Vaters belastet ihn noch heute – da wurde über die Familie letztlich hinweg entschieden, weil es keine klaren Anweisungen gab.

Die Mutter starb ca. 18 Monate später – ordnete alle Dinge, sprach mit Ihren Kindern sehr genau über ihre Wünsche, über ihren Nachlaß. Sie machte genaue Angaben, was sie wünscht, was für Behandlungen sie ablehnt. Sie starb zumindest auch in dem Wissen, alles noch geregelt zu haben!

Die letzten Wochen sind beiden Kindern sehr präsent – aber sie hatten das Gefühl, zumindest richtig gehandelt zu haben. Das war bei weitem nicht zu schwer zu verarbeiten.

Mein Vater hat sich vor ziemlich genau 4 Monaten das Leben genommen. Das verarbeiten ist enorm schwer, weil so etwas unvorhersehbar auf einen zukommt – das belastet einen selbst als erwachsenen Menschen enorm. Laß diesen Schock nicht auf Deine Kinder zukommen!

Wendy

mal was anders dazu
hallo anne,

aus deinen antworten an die anderen lese ich heraus (ich kann mich irren!), daß ihr selbst nicht so ganz mit der situation klarkommt, kann das sein? ich will sagen, weder du noch dein partner haben sich (wie es scheint) bisher mit dem sterben auseinandergesetzt. stimmt das?

ich will nicht gerade sagen, daß man sich dran gewöhnt, aber in der phase, in der ihr jetzt steckt, muß man in gedanken schonmal ohne den anderen leben, überlegen, wie das sein wird. das solltet ihr zusammen tun. ich weiß, daß das in der ersten zeit tränendurchflutet sein wird, aber ich versichere dir, daß du und auch dein mann davon zehren werdet, wenn es schlimmer wird und dem ende zugeht.
in dem maße, in dem ihr euch mit dem gedanken vertraut gemacht habt, daß einer von euch stirbt, wird es auch für die kinder „normal“. sie werden trotzdem trauern, keine frage, aber viele schmerzliche gefühle könntet ihr ihnen dadurch ersparen (z.b. das gefühl, vom vater verlassen worden zu sein. das kommt häufiger vor als du denkst und hat nichts mit verstehen zu tun! auch bei erwachsenen.)

ebenso solltest du wirklich die frage der eheschließung ansprechen. dich jetzt wie eine jungfrau zu zieren (sorry!), dazu ist keine zeit mehr (und mit 2 kindern auch etwas unangebracht).
es kann ja sein, daß heirat für euch wirklich keinen vorteil bedeutet, aber das solltet ihr ZUSAMMEN besprechen. gerade weil er jetzt andere dinge im kopf hat und mit sicherheit nicht daran denkst, um deine hand anzuhalten, sollte die initiative von dir ausgehen - die initiative zum GESPRÄCH darüber! kein mensch sagt, daß du den armen kerl zum standesamt schleifen sollst.

also redet, redet, redet. holt euch hilfe, wenn ihr es allein nicht könnt. im krankenhaus kann man euch sicher raten, wo ihr diese hilfe findet. (scheut euch auch nicht vor kirchlichen einrichtungen. niemand wird mit glaubensfragen belästigt. es geht immer um den menschen!)

um so besser ihr euch auf die phase des sterbens vorbereitet, desto leichter wird es ihm gemacht - und dir natürlich auch.
als meine mutter starb - 1/2 jahr lang - haben wir es auch so gemacht. ich denke heute sehr gern an diese zeit zurück. nicht an das sterben selbst, nein, an die intensität der beziehung damals. ich möchte diese zeit nicht missen und weiß, daß sie auch meiner mutter viel bedeutet hat.
meine schwiegermutter hingegen (die ich sehr mochte!), wurde von den ärzten „dumm“ gehalten. eititei und alle wird wieder gut. bald sind sie wieder gesund. das machte man damals so. es war grauenhaft, allein schon dieser betrug und daß man einem menschen die möglichkeit verwehrte, sich mit seinem leben und dem ende und der zukunft seiner liebsten auseinanderzusetzen! (ich war zu jung und zu dumm, um es besser zu wissen/machen. vorbei … zum glück …)

so, ich schließe jetzt. vielleicht muß sich in deinem kopf erstmal so einiges sortieren.

ich wünsche dir auf alle fälle kraft und mut, das wirst du brauchen. vielleicht sogar für euch beide.

herzliche grüße
ann

Hallo Anne,

hätte ich vielleicht dazu sagen sollen: Meine Mutter war ein Jahr älter als dein Mann jetzt als sie starb.

Aber ich verstehe das Problem nicht ganz, meine Tipps sind doch allgemein gültig und vor allem auch auf Kinder bezogen?

Gruß
Kati

Hallo Anne,

ach ja, das hatte ich unten noch vergessen, wenn dich die Kindsicht noch interessiert- ich weiß, nach der hast du nicht gefragt, aber vielleicht ist es trotzdem irgendwie hilfreich.

Meine Schwester war 8 und ich 10 als der Krebs meiner Mutter das erste Mal auftrat (als ich 5 war hatte meine Oma Krebs, da war es ähnlich):

Ich weiß noch, dass mich die ganzen Arztsachen ganz furchtbar erschreckt haben, auch dass auf einmal alle ganz komisch waren.
Für Erwachsene scheint es klar zu sein was los ist, aber mir und meiner Schwester hat es sehr geholfen, zu wissen, was eigentlich genau gemacht wird.

Also nicht nur zu wissen, dass im Krankenhaus alles gut wird (was ich eh nicht geglaubt habe), sondern dass der rote Schlauch in der Hand für das ist und der blaue für das (man muss ja nicht mit medizinischen Fachausdrücken kommen) und warum die Mama (bzw. der Papa) müde ist und vielleicht jetzt nicht Spielen kann (und dass das nichts mit den Kindern zu tun hat!)- ich dachte immer, es ist meine Schuld, dass es allen so schlecht geht, weil ich meine Eltern genervt habe.

Nachdem du auch nach der praktischen Seite gefragt hast: Meine Schwester und ich haben uns das Haus aufgeteilt für die Sachen, die wir konnten. Also der eine staubsaugt das eine Stockwerk, der andere das andere, der eine kümmert sich um das Spülmaschine-Einräumen, der andere um das Ausräumen etc.

Viele Grüße
Kati

Hi,

sorry, aber das

Z.Zt. kann mein Mann noch mit ihr z.B. Rollerblades fahren
gehen

und

ich schlepp doch meinen Liebsten
nicht krank durch die Stadt

passt irgendwie nicht zusammen.
Ab zum Standesamt. Die Heirat wird im Nachhinein vieles einfacher gestalten.

Gruß,

Steffie

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Hallo Sibylle,

heiraten ist inzwischen geplant (mein „Mann“ hat mir sozusagen heute einen Antrag gemacht - und ich habs geschaft, nicht zu heulen - ob ich das auf dem Standesamt auch schaffe, bezweifle ich), was das Testament angeht, das wird dann noch, er hat begonnen, seine Angelegenheiten zu regeln und das wird er kaum vergessen.

Ich möchte meinen „Mann“ das selbst planen lassen und ihn nicht mit Vorschlägen bedrängen - er stirbt, mit 41. Wer will da bitte anfangen, vom Testament zu reden ?? Wenn das einer tun kann, dann er selbst, es ist ausschließlich seine Sache, weil sein Testament.

Gut ist, dass die Familie meines Mannes eine sehr faire ist, lauter ehrliche gute Leute, die sich vielleicht stundenlang über Kunst streiten können, aber sich niemals dazu herablassen würden, um Geld zu streiten, obwohl sie teils nicht allzu gut über die Runden kommen. Da muß ich mir wirklich keine Sorgen machen (und entsprechende Wahrnungen hier empfinde ich auch ein wenig als Beleidigung dieser Menschen).
Zudem habe ich selbst ein bißchen von meinen Eltern geerbt und hoffe meinen Laden weiterbetreiben zu können (schon, weil ich was zu tun haben muß), so dass finanzieller Notstand so bald nicht bevorsteht.

Wichtiger sind mir Tips oder Erfahrungsberichte zum Thema Kinder - vor allem meine Tochter, die sehr an ihrem Vater hängt, macht mir Sorgen.
Ich bemühe mich schon seit Beginn seiner Erkrankung um ein besseres Verhälniss zu ihr (sie sich übrigens umgekehrt auch, da der Vater ja oft im Krankenhaus ist) und ich denke, wir schaffen das. Aber wie hart es sie treffen wird, kann ich letzlich nicht einschätzen.
Durch die zeitweise längeren Krankenhausaufenthalte meines Mannes haben sich die Kinder teils schon an das Leben mit mir alleine gewöhnt und es funktioniert bislang auch ganz gut. Aber es ging ja bislang auch immer nur um einge Tage, max. zwei Wochen (während des ersten, längeren Krankenhausaufentahlts war meine Schwiegermutter da, die Kinder also nicht so viel alleine.

Wenn ich dazu ein paar Tips, Erfahrungsberichte etc. bekommen könne, wäre ich sehr froh.

Gruß, Anne

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Hallo Steffie,

ja, mein Beitrag war nicht logisch, es ist auch immer schon spät, wenn die Kinder im Bett sind (wir haben noch Ferien) und ich habe nicht mehr recht nachgedacht. Mein Kopf funktioniert z.Zt. eh nicht ganz so, wie er sollte, sorry, ist vielleicht nachvollziehbar.

Es geht mir mehr darum, dass ich meinem Mann nichts vorschreiben will - nichts von wegen: jetzt, wo Du stirbst, müssen wir aber noch das und das erledigen - das finde ich zu makaber.
Abgesehen davon geht es ihm mal so, mal so. Er fährt nicht dauernd und jederzeit Rollerblades, nur wenn ers gerade mal mitmachen kann. Er hat ständig Schmerzen, eben unterschiedlich stark.
Die Heiraterei hat er heute selbst aufs Tapet gebracht, das ist geklärt, alles andere, was noch nötig ist, wird er auch berücksichtigen, er ist nicht auf den Kopf gefallen und auch nicht verantwortungslos.

Und dass es für eine 9jährige eine andere Sache ist, den Vater zu verlieren, als für eine Erwachsene, müssen wir sicher nicht diskutieren.
Da hätte ich gerne Tips, von Menschen mit ähnlicher Erfahrung (also von Erziehungsberechtigten von Kindern, deren Partner verstorben oder wegen kompletter Trennung gefehlt hat).

Gruß, Anne

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Ann,

ja, wir sind beide erwachsen, mein Mann auch. Deshalb kann ich ihm auch die Zeit lassen, dass Problem selbst zu erkennen und von sich aus zu entscheiden. Soviel Zeit ist noch.
Er hat nur bis heute gebraucht, um die Heirat vorzuschlagen.

Stell Dir vor, Deinem Mann und Dir wird eröffnet, dass seine Lebenszeit auf ev. einige Monate begrenzen ist - beginnst Du dann direkt mit der Kalkulation - das kann man doch nicht machen, nicht wegen des anderen, aber auch für sich selbst nicht.
Das muß man doch wenigstend erstmal verdauen und dann ist es immernoch Sache des Sterbenden, denn schließlich geht es in so einem Fall bei der Heirat vor allem um den Erbschaftsanspruch - meinen Erbschaftsanspruch, der der Kinder ist geklärt - es ist sein Erbe, es zu verteilen, ist seine Sache. Man kann ihn wegen seiner Krankheit ja nicht wie einen Unmündigen behandeln.
Und wenn er mir nichts würde vererben wollen, wäre das schließlich seine Entscheidung, die ich schlicht akzeptieren müßte und würde. Deshalb muß sowas von ihm kommen, aber absolut.

Gruß, Anne

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Kati,

sorry, es waren soviele Antworten gestern, es war spät und ich war ziemlich fertig.
Da ist wohl einges etwas barsch rübergekommen - war nicht meine Absicht, ich bin momentan ziemlich hinüber, da klappt dann einiges nicht so, wie sonst.

Aber es geht in dem Zusammenhang ja auch nicht um das Alter der Eltern, sondern um das der Kinder, wenn die Eltern sterben.
Wir haben erst rel. spät Kinder bekommen, so daß gerade die Papatochter mit 9 Jahren noch recht jung ist für so einen Schlag. Für sie ist es egal, ob mein Mann nun 41 oder 60 ist.
Den Kinder jetzt erklären, was los ist, hieße, sie mit auf die heiße Bank setzten. Wir wissen nicht, ob esum Wochen oder Monate oder ev. sogar ein Jahr oder mehr geht - derartige Ungewissheit kann ich den Kindern guten Gewissens nicht zumuten. Wenn klar ist, jetzt ist richtig bald ende, dann werde ich mit ihnen darüber reden, aber ich will sie nicht in den Horror schicken, den wir mitmachen müssen, die Zeit soll für sie absehbar sein.
Angenommen, ich erzähle ihnen jetzt, der papa stribt bald - und dan hält es doch noch ein halbes Jahr. Ein halbes Jahr ist für Kinder eine sehr lange Zeit - am Ende des halben Jahres glauben die schon garnicht mehr daran oder haben es vergessen. Das macht keinen Sinn. Lieber warte ich ab, bis es absehbar ernst wird. Dann kann ich immernoch mit ihnen reden und nehme niemanden was weg.
Das Ihr Vater sehr krank ist, wissen beide, was das Sterben des Vaters bedeuted werden sie ohnehin erst danach erfahren, das kann man sich auch als Erwachsener nicht vorstellen, als Kind schon garnicht.
Warum also sollte ich jetzt meinen Kinden und meinem Mann das Leben schwer machen?
Ist es nicht besser für die Kinder, den Vater solange wie möglich als normal anwesende und agile Person zu erleben, solange wie es geht?
Mein Mann wünscht sich das offensichtlich, und unter diesen Umständen ist sein Wunsch auch meiner.
Zum Trauern haben wir nachher Zeit genug. Was sollen denn sonst Familien machen, in denen ein Elternteil plötzlich z.B. durch Unfall stirbt? Die können sowieso nur nachher trauern - ob das dann besser oder schlechter ist, würde ich gern wissen, aber es geht offenbar auch irgendwie.

Vielleicht weiß ich auch garnicht, was ich hier eigentlich erfahren will, vielleicht muß ich mich nur austauschen über diese Scheißsituation.
Sorry, ich bin wirklich etwas daneben im Moment. Und jetzt muß ich schlicht mal schlafen.

Gruß, Anne

Hallo Anne,

hätte ich vielleicht dazu sagen sollen: Meine Mutter war ein
Jahr älter als dein Mann jetzt als sie starb.

Aber ich verstehe das Problem nicht ganz, meine Tipps sind
doch allgemein gültig und vor allem auch auf Kinder bezogen?

Gruß
Kati

Hallo Anne,

sorry, es waren soviele Antworten gestern, es war spät und ich
war ziemlich fertig.
Da ist wohl einges etwas barsch rübergekommen - war nicht
meine Absicht, ich bin momentan ziemlich hinüber, da klappt
dann einiges nicht so, wie sonst.

Das kann auch jeder verstehen. Solange du verstehst, dass wir dir mit unseren Erfahrungsberichten helfen wollen. Und mir persönlich ist nicht immer ganz klar, was dir helfen kann oder nicht, deswegen bekommst du eine Menge Ratschläge, die dich vielleicht nicht interessieren.

Ich fange mal damit an:

Vielleicht weiß ich auch garnicht, was ich hier eigentlich
erfahren will, vielleicht muß ich mich nur austauschen über
diese Scheißsituation.

Diesen Eindruck habe ich auch gewonnen. Helfen kann dir direkt ja auch keiner.
Deswegen noch ein Rat: Es gibt bessere Foren als www für eine Situation wie deine. Du hast die Krankheit nicht genauer beschrieben, deswegen nur allgemein: Für fast alle Krebsarten gibt es Foren oder Selbsthilfegruppen (manchmal auch nur für Angehörige), in denen du Leute treffen kannst, die dein Problem vielleicht besser verstehen können, weil sie sich JETZT in der gleichen Situation befinden wie du.

Einige allgemeine Beispiele:
http://www.krebsforum-fuer-angehoerige.de/forum/inde…
http://www.krebs-kompass.org/Forum/archive/index.php…
http://www.krebs-kompass.org/Forum/archive/index.php…

Aber es geht in dem Zusammenhang ja auch nicht um das Alter
der Eltern, sondern um das der Kinder, wenn die Eltern
sterben.
Wir haben erst rel. spät Kinder bekommen, so daß gerade die
Papatochter mit 9 Jahren noch recht jung ist für so einen
Schlag. Für sie ist es egal, ob mein Mann nun 41 oder 60 ist.

Da gebe ich dir Recht.
Allerdings ist eure Familie einzigartig, deswegen wirst du hier eine Menge Erfahrungsberichte bekommen, die nie wirklich auf deine Situation passen können.

Das Ihr Vater sehr krank ist, wissen beide, was das Sterben
des Vaters bedeuted werden sie ohnehin erst danach erfahren,
das kann man sich auch als Erwachsener nicht vorstellen, als
Kind schon garnicht.
Warum also sollte ich jetzt meinen Kinden und meinem Mann das
Leben schwer machen?
Ist es nicht besser für die Kinder, den Vater solange wie
möglich als normal anwesende und agile Person zu erleben,
solange wie es geht?

Ja, das ist natürlich richtig.
Vielleicht ist es auch in meinem ersten Posting nicht so ganz klar geworden, warum ich diese Tipps (Photos etc.) gebe.
Für viele Menschen sind Erinnerungen ein großer Trost nach dem Tod eines Menschen und dewegen ist es meiner Meinung nach nicht nur wichtig, dass deine Kinder ihren Vater JETZT als agile Person erleben, sondern auch, dass sie an diese Zeit Erinnerungen haben (auch Erinnerungsstücke).
Was ich meine: Wenn ihr einen Familienausflug macht, dann ist das jetzt für euch eine tolle Sache.
Wenn ihr davon viele Photos habt und evtl. die Kinder ein kleines Andenken haben (der Stein, der Papa für sie gesammelt hat- ich weiß, blödes Bsp.), dann ist das vielleicht noch in vielen Jahren eine gute Erinnerung.

Du kennst deine Familie besser als wir, deswegen musst du auch sehen, welcher der geratetenen Sachen für euch hilfreich sein können.

Mein Mann wünscht sich das offensichtlich, und unter diesen
Umständen ist sein Wunsch auch meiner.
Zum Trauern haben wir nachher Zeit genug. Was sollen denn
sonst Familien machen, in denen ein Elternteil plötzlich z.B.
durch Unfall stirbt? Die können sowieso nur nachher trauern -
ob das dann besser oder schlechter ist, würde ich gern wissen,
aber es geht offenbar auch irgendwie.

Das kann man wahrschinlich nicht vergleichen, die Trauer ist immer unendlich.
Aber du hast jetzt die Chance, noch über Sachen nachzudenken, die dir hinterher helfen könnten.
Ich glaube, einer der schlimmen Sachen nach dem Tod für die Angehörigen ist das „hätte“.
Hätten wir doch mehr Zeit miteinander verbracht. Hätte ich doch mehr Erinnerungsstücke. Hätte ich doch …

Ansonsten kannst du mir auch gerne noch eine Email schreiben, wenn du noch etwas loswerden willst.

Viele Grüße
Kati

Liebe Anne,

vorab: ich habe keinerlei Erfahrung, meine Beitrag fusst auf meiner Vorstellungskraft, wenn du darum diesen ignorieren möchtest, es sei dir unbenommen.


Ich habe deine Schilderung gelesen und vielleicht liegt es am meinem Selbstbild, sofort habe ich versucht, mich in die Rolle deines kranken Mannes zu versetzen. Und meine erste Überlegung war: Um Gottes Willen, ich verlasse meine Frau und meine minderjährigen Kinder, wie sollen die versorgt sein, wenn ich nicht mehr bin.

Ich für meine Person würde sicherlich vor Sorge zerfließen und keine Ruhe haben, bis ich alles Menschenmögliche und -unmögliche in die Wege geleitet hätte, damit es den Meinen in der Zeit nach mir an nichts fehlt. Ich glaube nicht, dass es mir in dieser Situation recht wäre, wenn meine Umgebung mir Normalität vorspielen wollte.

Ich habe keine Ahnung, ob ich mit meiner Vorstellung richtig liege. Aber solltest du in dieser Schilderung auch ein wenig deinen Mann wiederfinden, dann überlege ob es nicht schön für ihn wäre, wenn du einen Teil seiner Sorge übernehmen würdest und mithilfst, seiner Familie ein gutes Leben danach zu gewährleisten. Auf seine eigenen Entscheidungen zu warten heißt auch, ihm alle Entscheidungen abzuverlangen (das soll jetzt aber kein Vorwurf sein!). Ich stelle mir vor, dass die Abschiedszeit dann am einfachsten (schönsten?) sein kann, wenn man sich sagt: Ich habe alles getan, was zu tun ist.

Ich bitte nochmals um Entschuldigung für meine ungefragte Meinung, es war mir ein Bedürfnis zu schreiben in der Hoffnung es möge eine Hilfe sein.

Alles Gute
Hardey

Hallo nochmal,

  1. heiraten
  2. ab zum Notar und Testament machen

ja, an sich richtig, aber ich schlepp doch meinen Liebsten
nicht krank durch die Stadt, wenn er lieber seine Kinder sehen
möchte - das muß von ihm kommen oder eben garnicht.

Was das Thema Testament/Vorsorgevollmacht/Patientenverfügung angeht, muss niemand durch die Stadt geschleppt werden. Es finden sich genug Kollegen die auch Hausbesuche machen (mache ich ganz regelmäßig). Das Testament kann dann nach Vorlage handschriftlich erstellt werden.

Wenn dann
die Steuern abgehen, ist es mir nicht ganz wurscht, aber das
ist einfach zweitrangig.

Das magst Du heute so sehen, und ich habe dafür auch großes Verständnis. Aber es wird der Tag kommen, an dem Berge von Rechnungen rund um den Todesfall bei dir eingehen, und jeder Cent zählt. Denke auch daran, dass das Leben alleinerziehend mit zwei Kindern auch nicht unbedingt einfacher wird, was Job/Kinderbetreuung angeht. Rechne mit Einbußen bei der Einkommenssituation und zusätzlichen Kosten. Auch insoweit sollte man jetzt nicht wegen minimalem Aufwand Geld verschenken.

Du hast keine rechtlichen Ansprüche auf ein Erbe von ihm und
die Steuern sind erheblich, wenn er Dir - so als rechtlich
Fremde - doch etwas vererbt. Und ich kann Dir garantieren,
daß, sollte er tatsächlich sterben, plötzlich aus allen
möglichen Winkeln Verwandte auftauchen, die was abhaben wollen

  • und Du hast dann mit Sicherheit was anderes im Kopf, als
    Rechtsstreitigkeiten.

Nein, ich kenne die Verwandten, da kommen keine Erbschleicher
aus den Winkeln gekrochen (echt nicht. Ich habe einen
Trödelladen und viel mit Geizhälsen zu tun, aber die Familie
meinnes Mannes fällt eindeutig nicht in die Kategorie - falls
doch gbit es da noch meine Schwiegermutter - wenn die
auftrumpft, kuschen alle).

Das Problem liegt eher darin, dass Du ohne Trauschein überhaupt kein gesetzliches Erbrecht hast, also ohne Testament dann leer ausgehst. Alles geht an die Kinder, und Du darfst dich dann ständig mit Behörden rumschlagen, weil die Kinder natürlich selbst nicht entscheiden dürfen.

Vielleicht aber auch noch ein anderer Aspekt: Ich hatte vor einigen Monaten ein Ehepaar hier sitzen, was da eigentlich nicht hätte sitzen sollen. Ich habe durch Veröffentlichungen zum Thema inzwischen einen ganz guten Bekanntheitsgrad im Radius von sicherlich 50 Km, und die Leute kommen wirklich von weit her. Der Mann hatte versucht mich bei der Terminsvereinbarung schon am Telefon im Preis zu drücken, obwohl ordentliches Vermögen da war, und ich hatte dankend abgelehnt, zumal es auf der Strecke zwischen seinem Wohnort und mir sicher zig andere Anwälte gibt. Nach einigen Wochen hatte ich ihn wieder am Rohr, und das Theater ging wieder los. Schließlich akzeptierte er meine Konditionen. Als die beiden dann in die Kanzlei zur Besprechung kamen, erkannte ich sofort, dass die Frau nicht mehr lange haben würde. Wir haben alles besprochen, ohne dass dies aber zum Thema gemacht worden wäre. Wir haben dann alles geregelt, die Rechung wurde auch prompt bezahlt und einige Tage später rief mich der Mann an, und erzählte mir, dass seine Frau gerade verstorben sei. Er fragte, ob ich ihm in der Nachlassabwicklung helfen würde, und ich habe selbstverständlich zugestimmt. Da alles gut geregelt war, war diese aber auch vollkommen unproblematisch. Wir haben heute noch hin und wieder Kontakt, und er bestätigt mir jedes Mal, wie gut es damals seiner Frau getan habe, mit dem Bewusstsein aus unserem Gespräch gegangen zu sein, dass alles geregelt war, und die vorher bestimmende Sorge, was eigentlich nach Ihrem Tod passieren würde, sei einer gewissen Zufriedenheit gewichen, mit der sie dann auch friedlich und ohne diese Belastung habe sterben können.

Wenn ich mir selbst vorstelle, dass mir so ein Schicksal drohen könnte, so kann ich nur sagen, dass auch ich meine Dinge schon heute in dieser Hinsicht soweit wie möglich geregelt habe, und damit sehr gut lebe. Es wäre für mich der blanke Horror - gerade aufgrund des fachlichen Hintergrunds und der Erfahrungen aus zig Fällen, in denen Dinge eben nicht ordentlich geregelt waren - hier eine offene Flanke zu haben, und Frau und Kind insoweit unnötig zu belasten oder zu gefährden.

Ein Beratungsgespräch dauert vielleicht eine Stunde, und dann weiß man, wo man dran ist. Die Dinge zu erledigen, die zu erledigen sind, braucht auch nur wenige Stunden. Das Gefühl dann aber auch ein gut bestelltes Feld zu hinterlassen, könnte gerade ganz am Ende vieles leicher machen.

Gruß vom Wiz

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Hallo Anne,

auf deine Frage hast Du nun doch einige nützliche Hinweise erhalten, was vor dem „erwarteten“ Tode deines Mannes noch alles zu regeln wäre und wie mit den Kindern in einer solchen Situation umgegangen werden kann.
Gerade was die Kinder anbelangt, würde ich mich aber nicht allzu sehr auf die Erfahrungen anderer Betroffenen verlassen, denn der Umgang mit dem „Tod“ und die dabei auftretenden Zustände (Trauer, Wut, Gefühl des Verlassen-worden-seins, etc.) sind zutiefst mit dem eigenen Weltbild und den Überzeugungen über das, was der Tod darstellt, verbunden. Wenn ich im Tode eine Transition, die Erfüllung der Lebensaufgabe, das Eingehen in das Licht oder eine höhere Einweihung sehe, dann werde ich ganz anders darauf reagieren und meine Kinder auch anders darauf vorbereiten können, als wenn ich darin das Ende der individuellen Existenz, ein Verschwinden auf Nimmer-Wiedersehen, das Ende jeglichen Kontaktes oder gar das Eingehen des Toten in ein Fegefeuer bzw. die ewige Verdammnis sehe. Wenn Du es mit deinen Vorstellungen vereinbaren kannst, dann bist Du auf jeden Fall gut beraten, die Kinder nach dem Tode wissen zu lassen, dass ihr Vater sich nun in einer lichteren Welt befindet, er sich von dort aus weiterhin um sie kümmern wird und sie jederzeit zu ihm sprechen können. Ihre Trauer wird dann sehr gering und nur von kurzer Dauer sein. Dasselbe gilt natürlich auch für Dich.

Nichts ist dem Verstorbenen auf seinem weiteren Wege hinderlicher, als die Trauer der Hinterbliebenen! Das ist für ihn wie für jemanden, der nach einem anstrengenden Arbeitsjahr in seinen wohlverdienten Urlaub fliegt, sich gerade vergnüglich am Strand einer Palmeninsel niederlässt und nun permanent von den Daheimgebliebenen mit Telefonanrufen bombardiert wird, in denen sie ihm ihr Leid darüber klagen, wie schlecht es ihnen nun ohne ihn geht, dass sie ihn schrecklich vermissen und ihm womöglich sogar noch Vorwürfe machen, dass er sich erlaubt hat, überhaupt in Urlaub zu gehen. Eine angemessene Reaktion der Daheimgebliebenen wäre z.B., ihm ab und zu ein kleines Kärtchen zu schicken und ihm mitzuteilen, dass sie ohne ihn ganz gut zurechtkommen und alles so erledigen, wie er es gerne selbst getan hätte, er sich also keinerlei Sorgen um sie zu machen brauche, ihm liebe Grüße senden und er seinen Urlaub in vollen Zügen genießen möge.

Ich möchte Dir und deinen Lieben nun aber noch einen ganz anderen Dienst erweisen und ein paar „Tips“ geben, die nicht auf den Tod, sondern auf das LEBEN gerichtet sind!:
In allen deinen Ausführungen ist mir eine starke Fixierung auf den Tod aufgefallen. Es kann natürlich sein, dass die Auslassungen des Arztes bei Dir und deinem Mann diesen tiefen Eindruck hinterlassen und Euch jede Hoffnung auf eine Genesung genommen haben. Nur - es ist nicht so, dass wir Opfer eines „grausamen“ Schicksals sind, sondern vielmehr die Opfer unserer eigenen Gedanken, und diese Gedanken können wir ändern, und zwar nur wir selbst, aber von einer Sekunde auf die andere, ohne dass uns irgend jemand daran hindern könnte!

Jedes Geschehen hat seine geistige Ursache, so auch der Krebs. Verändert sich die innere Ursache, dann verändert sich gesetzmäßig auch das äußere Geschehen, und zwar völlig selbstorganisatorisch, weil es sich eben um einen „gesetzmäßigen“ synergetischen Vorgang handelt! Körperliche Beschwerden und sonstige menschliche Konflikte, egal welcher Art, haben ihre Ursache immer in inneren Einstellungen, Glaubenssätzen und Überzeugungen, die dem aktuellen Entwicklungsstand der betroffenen Person nicht (mehr) angemessen sind.

Das Krebsgeschehen selbst führt auf die Spur seiner Ursachen. Krebszellen sind Revolutionäre, sie rebellieren gegen die sie einengende Obrigkeit (den Regierenden im Gehirn), halten sich an keine körperliche Ordnung mehr und vermehren sich rücksichtslos. Sie wollen einen anderen Führungsstil erzwingen, weil sie die bestehende Sklaverei nicht mehr aushalten. Der Drang nach Freiheit hat sich derart aufgestaut, dass sie keinen anderen Ausweg mehr sehen, als dem Geist die Freiheit vorzuleben, die er sich selbst verweigert, auch auf das Risiko hin, damit den ganzen Staat (Körper) in die Auflösung zu treiben und damit auch sich selbst. Denn ein Leben, das nicht lebenswert ist, ist eh kein Leben. Je nach Art des Krebses, können die geistigen Selbstbeschränkungen verschiedene Schwerpunkte haben.

Wie Du schon ahnst, hat der Krebs deines Mannes wahrscheinlich auch etwas mit Dir zu tun (je größer die Betroffenheit, desto größer die Beteiligung). Nicht in der Form, dass dein Mann deinetwegen Krebs hat (wenn Du nicht wärst, befände sich eine andere Person an deiner Stelle!), sondern Du bist „nur“ das Werkzeug, das ihm SEINEN Konflikt bewusst macht. Gleichzeitig ist er natürlich das Werkzeug für deinen Konflikt, der eventuell darin besteht, zu selbstbewusst aufzutreten, anderen gerne zu sagen, wo es lang geht und dabei zu wenig auf deren Bedürfnisse und Befindlichkeiten zu achten.

Das geschieht natürlich alles, ohne dass es einem so richtig bewusst wäre, erst über die Reaktion anderer werden wir auf die eigenen Haltungen aufmerksam. Verfalle jetzt aber bitte nicht in die völlig falsche Haltung: „Jetzt soll ich auch noch Schuld sein am Krebs meines Mannes, wo ich doch eh schon die Hauptleidtragende bin!!!“ Es gibt keine Schuld! Nirgendwo! Niemand ist verantwortlich für das Befinden eines anderen Menschen! Es gibt nur Übernahme von Eigenverantwortung für das eigene Denken, Sprechen und Tun!

Mein Tip lautet also: Sprich mit deinem Mann über das eben gesagte. Redet offen miteinander und sage ihm auch, dass nun die Zeit der Ein- und Beschränkungen für ihn ein für allemal zu Ende ist und er keinerlei Skrupel mehr haben dürfe, endlich seine innersten Bedürfnisse zu leben und dass Du gerne bereit bist, Dich entsprechend zurückzunehmen. Dein Mann muss lernen, SEIN Leben zu leben und nicht wegen übertriebener Rücksichtnahme auf andere, seine eigene Lebensaufgabe zu verpassen. Du musst ihn glaubwürdig dazu ermuntern und ihn zum Beweis dafür, dass er auf Dich ab sofort keinerlei Rücksicht mehr zu nehmen braucht, sofort fragen, wie Du ihn dabei unterstützen kannst und was er von Dir in dieser Richtung erwartet. Mach ihm bewusst, dass es von nun an nur noch um ihn geht und alles andere zurücktritt. Deine Zurücknahme wird nun doppelt wichtig, da die Gefahr besteht, dass Du wegen seines Zustandes noch mehr um ihn bist und er sich dadurch noch mehr eingeengt fühlt.

Wenn er sich dazu durchringt, übertrieben formuliert, „rücksichtslos SEIN Leben zu leben“ (das hat nichts mit Egoismus zu tun, obwohl egoistische Menschen niemals Krebs bekommen), z.B. die Haltung restlos aufzugeben, sich irgend einer moralischen Vorstellung total unterwerfen zu müssen und wenn er, ohne dabei Gewissensbisse zu bekommen, seine neue Einstellung im täglichen Leben durchziehen kann, dann wird sich sein Zustand ab diesem Moment merklich bessern und sein Krebs wird verschwinden, so schnell wie er gekommen ist, denn: „der Krebs hat seine Schuldigkeit getan, der Krebs kann gehen“! Die Krebszellen haben ihr Ziel erreicht, womit ihre Revolution in sich zusammenbricht, denn sie macht keinen Sinn mehr!

Für Dich bietet sich (falls zutreffend) damit die Chance zu lernen, andere ihr Leben leben zu lassen, sie nach ihrer eigenen Facon glücklich werden zu lassen, ohne zu glauben, für sie mitverantwortlich zu sein und sie zu ihrem Glücke zwingen zu müssen (z.B.).

Das war jetzt für Dich wahrscheinlich etwas viel auf einmal. Nimm Dir einfach Zeit dazu. Nichts braucht mehr Zeit als das Stehen-Lassen, Annehmen und schließlich Akzeptieren eines neuen Gedankens. Sei Dir dabei aber bewusst: Es steht viel auf dem Spiel. Die Angelegenheit so weiterlaufen zu lassen wie sie läuft, oder ein paar lächerliche, festgefahrene Gedanken, Einstellungen und Haltungen zu ändern, um dem ganzen Theater-Spiel eine Wende zu geben und ein anderes Ende herbeizuführen. Wie würde Jesus sagen: „ICH BIN die befehlende Gegenwart!“

Wenn Ihr zu dieser anstehenden „Arbeit an Euch selbst“ weiteren Rat braucht oder etwas noch nicht ganz klar sein sollte, dann meldet Euch einfach bei mir über meine E-Mail-Adresse, denn ich bin nur sporadisch in diesem Forum.
Nur Mut, Ihr könnt nichts verlieren, aber ALLES gewinnen!!!

Liebe Grüße an Dich und deine Familie

F. B.

Hallo Kati,

vielen herzlichen Dank für Deine Tips.

Ich habe mir die Foren mal angschaut, aber lange lesen kann ich das nicht - es zieht mich total runter. Einzig positiv ist, dass man merkt: es könnte alles noch viel schlimmer sein (Kind mit Krebs und 4 Jahre verlorener Kampf - wie hält das bloß jemand aus?), aber das ist leider ein kruzlebiger Trost.

Reden mit meinem Mann wäre vielleicht gut, nur: er ist ein absolut stiller, in sich gekehrter Mensch (aber ein sehr lieber) und ich trage auch nicht gerade das Herz auf der Zunge.
Ich weiß nicht, ob er reden möchte - kann es überhaupt nicht einschätzen, will ihn aber auch nicht zwingen. Vielleicht kommt das noch, ergibt sich, wenns an der Zeit ist - ich weiß es nicht. Ich reagiere wies kommt - weiß nicht, was ich sonst machen könnte, was wem richtig ist.

Was die Kinder angeht, bin ich, auch durch manche Krebsforenbeiträge, zu dem Schluß gekommen, dass sie es besser erst erfahren sollten, wenn es wirklich ernst wird (jezt kann es ev. schon auch noch 2, 3 oder mit viel Glück mehr Monate halbwegs gut gehen).
Ich möchte die Kinder nicht über einen solchen Zeitraum dieser Belastung aussetzen. Ich schätze, sie verkraften eine kurze, heftige Trauer besser, als diesen schleichenden, (un)gewissen Zustand, in dem kein Lachen mehr möglich ist.
Abgesehen davon bringen sie uns tatsächlich noch auf andere Gedanken und sogar zum Lachen - solange die Kinder anwesend sind, geht es einigermaßen, manchmal sogar richtig gut, so dass auch wir manchmal untereinander wieder scherzen können - das sind schöne Momente.

Die Kinder wissen, dass er Krebs hat, aber Krebs ist ja nicht mehr immer ein Todesurteil und bis letzte Woche hatten auch wir angenommen, dass es mit Chemo vielleicht noch ein paar Jahre gut gehen kann - entsprechende Beispiele lagen zeitweise bei meinem Mann auf der Onkologie, wenn er seine Chemo bekam.

Aber im Grunde ist es doch immer dasselbe, wenn nahe Menschen sterben: Schludgefühle, weil man selber weiterlebt und nicht helfen kann, Angst darum, wie es weitergeht und bei Familien eben noch Angst darum, wie die Kinder damit klarkommen - die ersten zwei Seiten kenne ich aus Erfahrung, sie sind schlimm, aber sie machen mir nicht mehr solche Angst.
Die Sicht der Kinder ist es, die mir Sorgen macht.
Ich habe mir jetzt überlegt, dass möglichst während und die erste Zeit nach dem Tod des Vaters eine zweite Bezugsperson bei uns sein sollte, meine Schwiegermutter oder meine Schwester kämen in Frage, wobei meine Schwester, weil beliebter, vielleicht besser geeignet wäre, meine Schwiegermutter aber eher da sein wird, weil sie selbst nicht alleine sein wollen wird, Bzw. bis zum Tod ihres Sohnes auf jedenFall anwesen ist (ihr erster Sohn ist vor sieben Jahren gestorben, jetzt der zweite und damit ihr letztes Kind - das wird auch dieser bewundernswert starken Frau vielleicht zuviel abverlangen).
So gesehen weiß ich nicht, ob sie für die Kinder nicht eher ein Problem als eine Hilfe sein wird - zumal sie auch so ein Typ ist, der nicht weinen mag (mir fällts auch, aber nicht ganz so schwer) - meine Schwester ist da anders, offener und weicher, was den Kindern sicher besser täte - vielleicht am besten Beide da behalten. Ich kann ja meine Schwiegermutter in der Situation auch nicht nach Hause schicken. Wobei allerdings auch gut möglich ist, dass sie von sich aus Heim möchte in ihre vertraute Umgebung, aber nur gehen kann, wenn sie weiß, dass wir Unterstützung haben.

So, das hört sich alles schön rational, wenn auch ungenau, an, und genau das tut mir momentan gut - da habe ich endlich mal Ablengkung, weil ich mir vernünftige Lösungen ausdenken und obendrein formulieren und auf Rechtschreibung achten muß. Mindestens eine Stunde keine wirklich schrecklichen Gedanken.
Und es bildet sich ein `Danach´ heraus, dass mir sonst immer nur diffus grau und leer erscheint.
Ich bin heilfroh, morgen wieder arbeiten zu müssen / können - dieses dauernde Grübeln nebenbei macht mich so fertig, dass mir die letzten Tage schon fast dauernd übel war, es schlägt mir im Sinne des Wortes auf den Magen.

Die absolute Horrovorstellung ist die Beerdigung - ich hasse Beerdigungen, seit ich sie kenne (die meines Vaters war die erste). Ich hasse vor allem die trostspendenwollenden, unwissenden Reden von Pastoren oder Psychologen, die eigentlich alles nur noch schlimmer machen - ich hätte bislang auf allen Beerdingungen schreien mögen, ob des banalen Gelaberes, das man sich da in seiner Trauer anhören muß - und das alles nur noch schlimmer macht, sei es, weil es einfach falsch ist, sei es, weil es nicht tröstet, sondern nur noch trauriger macht oder wegen der immer gleichen Betohnung).

Natürlich muß man irgendwas machen, irgendetwas zelebrieren, das ist schon ganz richtig und könnte sicher auch gut tun. Aber diese Reden tun mir nicht gut. Ich bin nur froh, dass meinen Kindern das Gelabere zu langweilig und abgehoben sein wird, als dass sie es völlig aufnehmen und verstehen werden.
Besser fände ich eher etwas Symbolisches wie z.B. ein großes Lagerfeuer bei dem vielleicht jeder ein Geschenk hineinwirft, ein für jeden Beteiligten persönlicher Abschied, ohne geschwollene Reden.

Im Aufzug des Krankenhauses steht neben den Angaben zur jeweiligen Zuständikeit der Staionen am achten Stock (Onkologie) der Edingspruch `Ach Geli´ - er paßt so gut. Jedesmal, wenn ich da hochfahre, weil mein Mann dort wieder zur Chemo oder sonstwas liegt, lese ich ihn und denke: ja, Ach!

Falls Du es schafst, Dir dieses ganze Geschreibsel reinzuziehen, meine Hochachtung und meinen Dank.

Aber das Schreiben allein bringt schon was, auch wenns keiner ließt. Einfach, weil man sich da konkreter mit der eigenen Situation auseinandersetzen muß, als in dem Dauergegrübele.

Wie auch immer, Danke Kati.

Gruß, Anne

Hallo und vielen Dank an alle, die sich bemüht haben, mir zu helfen.

ich hätte vorausschicken sollen, dass mein Lebenspartner ein gewissenhafter Mensch ist - auf die Heirat kam er selbst, lag ja in der Luft, ich habe es auch schon mal anzusprechen versucht, während es noch besser auzugehen schien, aber er meinte nacher, er habe die drohende Gefahr erstmal sehr verdrängt - was ich verstehen und akzeptieren kann.
Abgesehen davon würde ich nicht gleich am Hungertuch nagen, wenn er mir nichts, sondern alles den Kindern und ev. noch seiner Mutter vererben würde - seine Mutter würde uns auf alle Fälle unterstützen und ich habe auch ein bißchen von meinen Eltern geerbt, zudem den Laden, es wäre auch ohne Heirat gegangen, nur der Staat hätte mehr kassiert - das mag man natürlich grundsätzlich nicht - aber um der Ersparniss willen einen todkranken Menschen zu etwas drängen ist halt nicht mein Ding. Letzten endes erben die Kinder eh alles, da mein Mann der einzige Erbe seiner Mutter ist, und wenn es die Kinder bekommen, bin ich zufrieden.
Wie gesagt, ich hatte keine Sorge, die Kinder und mich gut versorgen zu können, sonst wäre es etwas ganz anderes gewesen.
Soviel zu diesem viel angesprochenen Thema.

Das derzeit undvor allem unter diesen Gesichtspunkten größere Problem ist die psychische Seite.
Mir ist nur noch elend, es sei denn, die Kinder oder die Arbeit lenken mich ab. Ganz schlimm: wir haben einen Trödelladen und viele türkische Kunden fragen nach meinem Mann. Er war allerseits sehr beliebt und alle möglichen Religionen beeten für ihn, stehen aber zehn Minuten vor mir, sagen `O lieber Gott, ich und mein Mann beete, Gott hilft´ und lassen damit eine meiner wenigen Ablenkungen zu einem Desaster werden.
Ist ja gut gemeint von den Leuten, aber es macht mich zusätzlich fertig (mal abgesehen davon, dass der liebe Allah, der liebe Jave oder alle anderen lieben Götter offensichtlich nicht vorhaben, diesen ihren Fehler zu korrigieren und ich auf Götter also nicht gut zu sprechen bin).

Und neuerdings könnt ich bei jedem zweiten Gedanken heulen (ich hasse heulen) - entschuldigt, wenn eine meiner Antworten schief ausgefallen ist - da ist neben Trauer und Angst auch eine Menge Wut über diese `Ungerechtigkeit´ in mir, die kommt vielleicht, weil sonst nirgends sinnvoll anzubringen, hier und da im Forum heraus. Ist eigentlich nicht meine Absicht, richtet sich auch nicht gegen Euch. Es ist halt alles sehr schwer im Moment. Ich hoffe, Ihr versteht das und fühlt Euch nicht persönlich angegriffen.

Daher Euch allen Danke für die wohlgemeinten Ratschläge.

Gruß, Anne

Jeder hier liest deine Beiträge…
Liebe Anne,

Falls Du es schafst, Dir dieses ganze Geschreibsel
reinzuziehen, meine Hochachtung und meinen Dank.

Aber das Schreiben allein bringt schon was, auch wenns keiner
ließt. Einfach, weil man sich da konkreter mit der eigenen
Situation auseinandersetzen muß, als in dem Dauergegrübele.

Jeder hier liest deine Beiträge und wir alle wünschten, wir hätten den ultimativen Rat, der dir hilft, deine Situation zu meistern. Darum schreibe und frage, wenn dir danach ist.

Ich für meinen Teil möchte mit halbwissenden Ratschlägen (beginnend bei Beerdigungen bis hin zu Göttern) überfließen. Ich habe aber das Gefühl, dass manchmal Schweigen und Zuhören besser ist. Wie allerdings soll das in einem Forum funktionieren?

Alles Gute für Dich, Deinen Mann und Deine Kinder
Hardey

Hallo, Anne

Die absolute Horrovorstellung ist die Beerdigung - ich hasse
Beerdigungen, seit ich sie kenne (die meines Vaters war die
erste). Ich hasse vor allem die trostspendenwollenden,
unwissenden Reden von Pastoren oder Psychologen, die
eigentlich alles nur noch schlimmer machen - ich hätte bislang
auf allen Beerdingungen schreien mögen, ob des banalen
Gelaberes, das man sich da in seiner Trauer anhören muß - und
das alles nur noch schlimmer macht, sei es, weil es einfach
falsch ist, sei es, weil es nicht tröstet, sondern nur noch
trauriger macht oder wegen der immer gleichen Betohnung).

ich habe bis jetzt drei Beerdigungen von mir nahestehenden Menschen miterleben müssen.
Die von mir als relativ schonend für alle Beteiligten empfundene Beerdigung, war die meines Schwiegervaters.

Er starb im Krankenhaus, infolge einer Darmoperation, lag einige Monate im Koma auf der Intensivstation und hatte keine Regelung für eine etwaige Bestattung getroffen.

Mein Schwiegervater gehörte keiner kirchlichen Gemeinschaft an und meine Schwiegermutter, obwohl katholisch, hat eine Feuerbestattung gewählt.

Die Ansprache, in einem privaten Beerdigungsinstitut, hielt der Bruder meines Schwiegervaters, er hatte sie vorher meiner Schwiegermutter zum Einverständnis vorgelegt.
Er erzählte aus dem Leben meines Schwiegervaters, musste während seiner Rede aber auch weinen.

Die eigentliche Feuerbestattung wurde von der klassischen Musik, die mein Schwiegervater so sehr liebte, im Hintergrund begleitet.

Danach hat man einige Besucher vor dem Beerdigungsinstitut verabschiedet und sich mit, vorher schriftlich eingeladenen, nahen Verwandten und Freunden, zu einem gemeinsamen Essen in einem Restaurant getroffen.
Man hat sich während des Essens, über gemeinsame Erinnerungen unterhalten und es wurde auch gescherzt und gelacht, wenn man sich an komische Situtationen aus dem Leben meines Schwiegervaters, seiner Familie und Freunde erinnert hat.
Ich möchte damit ausdrücken, dass ich dieses gemeinsame Abschlußessen, nicht als Belastend für uns empfunden habe.

Lieben Gruß
karin

Hallo Karin,

Danke für Dein Intersse und Deine Teilnahme.
Die Idee, jemanden aus dem Bekanntenkreis (an Verwandten kommen leider nciht viele in Frage) zu wählen ist eine gute Idee.
Morgen kommt meine Schwiegermutter - da werde ich wohl abends nicht viel Zeit haben hier ins Forum zu schauen, mal sehen.
Ihr helft mir mehr, als diese Krebsforen, einfach, weil ihr nicht mit den immergleichen Antworten kommt und weil ich vielleicht wirklich nur ablabern muß.
Wie es mit Schwiegermutter laufen wird, fragt sich noch - sie ist zäh, aber das ist jetzt ein bißchen viel, auch für dise 83 jährige, die nach dem 2. Weltkrieg auf Fahrrädern ohne Reifen heim gefahren ist - ich werde sie nicht trösten können, schätze ich, aber sie wird mir durch ihre reine Anwesenheit helfen. Schon bei der Diagnosestellung im Frühjahr, wo wir (sie und ich) zeitweise fürchteten, dass mein Mann die OP-folgen garnicht überstehen würde, war sie einige Wochen hier und es war besser, als abends alleine da zu hocken.
Ich melde mich mal wieder, aber es kann ein Weilchen dauern.

Dir und allen anderen, die so lieb ihre Anteilnahme deutlich machten, vielen Dank - Ihr habt mir sehr geholfen, mit oder ohne Tips, einfach nur als Zuhörer. Das allein bringt schon sehr viel.
Und reden hätte ich das nicht können - schreiben ist einfacher, wenn einem etwas so an die Nieren geht.

Also bis auf weiteres, ich melde mich wieder,

Gruß, Anne