Welche Art von Firma ist die Beste?

Ich würde mich gerne irgendwann einmal in der Software-Entwicklung selbstständig machen. Leider weiss ich nichts davon, wie man sich selbstständig macht. Aber ich glaube am Anfang ist es wichtig, dass man erst einmal entscheidet was für ne Art Firma man überhaupt will. Es gibt doch verschiedene Möglichkeiten wie AG, GmbH und noch ein paar andere von denen ich genauso wenig Ahnung habe. Welche Art von Firma ist die Beste?

Es gibt doch verschiedene Möglichkeiten wie AG, GmbH und noch :ein paar andere von denen ich genauso wenig Ahnung habe. Welche :Art von Firma ist die Beste?

Guten Morgen!

Die Beantwortung Deiner Frage in dieser allgemeinen Form ist schlicht unmöglich. Es gibt keine für jeden Fall optimale Rechtsform für ein Unternehmen. Es gibt aber für den Existenzgründer, der Software entwickeln möchte, eine nach aller Wahrscheinlichkeit geeignete Rechtsform, das ist die Einzelfirma. Dafür gehst Du zur Stadtverwaltung/Gerwerbeamt, besorgst Dir für ca. 40 DM einen Gewerbeschein und fertig.
Darauf wird es hinauslaufen

Bevor Du das machst, solltest Du zur örtlichen Industrie- und Handelskammer (IHK) gehen. Die halten Bröschüren für Existenzgründer u.a. auch über die richtige Wahl der Rechtsform bereit. Das hier auszuführen, würde den Rahmen sprengen. Bei der IHK kannst Du Dich auch erkundigen, ob Du hinsichtlich Deiner Ausbildung und geplanter Tätigkeit als Freiberufler in Frage kommst.

Unabhängig von der Rechtsform solltest Du Dir den Schritt in die Selbständigkeit gründlichst überlegen. Das ist nicht im Sinne von „abraten“ gemeint. Ob mit oder ohne fremde Geldgeber brauchst Du ein schlüssiges Geschäftskonzept (ich verwende absichtlich nicht dieses scheußliche Wort „business plan“). Du must vorher wissen, wovon Du anfänglich leben willst, wovon die Krankenversicherung bezahlt wird und was sonst noch so anfällt. Du brauchst klare Vorstellungen über das Preisniveau am Markt und über Deine Methode, an Kunden zu kommen. Und Du brauchst elementare Buchhaltungskenntnisse (VHS-Kursus reicht schon). Sonst kannst Du nämlich Deine eigenen Zahlen des Betriebes nicht lesen und schon überhaupt nicht im Rahmen legaler Möglichkeiten beeinflussen. Entgegen landläufiger Meinung ist ein Steuerberater kein Ersatz dafür. Den brauchst Du zwar trotzdem voraussichtlich irgendwann, aber eben nicht für den täglich anfallenden Kleinkram.

Also kurz die Reihenfolge:
Erst zur IHK. Infos holen.
Geschäftskonzept zu Papier bringen. Gedanken über Kunden-Zielgruppe, Kosten und Erlöse.
Parallel dazu VHS-Buchhaltungskursus belegen.
Gewerbeschein besorgen.

Gruß
Wolfgang

das hängt ganz von Deinem Geldbeutel ab! Wenn Du viel Kohle im Rückhalt hast, dann beginne mit einer GmbH, ansonsten bleibt nur die Einzelfirma für den Otto Normalgründer übrig. Bevor ich mich hier seitenlang auslasse, informiere Dich bei Deiner Bank/Sparkasse, gehe zur nächsten IHK und/oder hole Dir Unterlagen aus dem Web. Zwei Vorschläge:

  1. http://www.gruenderlinx.de (http://www.akademie.de)
    = eine der umfangreichsten Infos zum Thema mit einer Menge Links
  2. http://www.bmwi.de/Homepage/Existenzgr%fcnder/existe…
    = da kannst Info-Material kostenlos bestellen (insb. „Starthilfe“)

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Danke
Danke Klaus und Wolfgang. Jetzt weiss ich wenigstens wo ich anfangen muss :smile:

PS: Die wer-weiss-was site ist total Spitze!

hi ludanto,
kann hier nur wolfgabng zustimmen. ergänzend sei anzufügen, dass es inzwischen auch unternehmensberatungen gibt, die bei
" kleinen " existengründern " babaysitter " spielen. diese kosten solltets du auf keinen fall sparen. viele in der " new econonmy " haben geglaubt, es reicht ein steuerberater und eine " gute " idee. die folgen liest du jetzt täglich in der zeitung.
also machs nur dann, wenn dein geschäftskonzept passt und die zahlen stimmen. wie gesagt consultiere mal ne beratungsgesellschaft. die kostet zwar geld, aber sie ist billger als der zu erwartenden konkurs.
toi toi toi als existenzgründer
hans-jürgen

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

hi ludanto,
kann hier nur wolfgabng zustimmen. ergänzend sei anzufügen,
dass es inzwischen auch unternehmensberatungen gibt, die bei
" kleinen " existengründern " babaysitter " spielen. diese
kosten solltets du auf keinen fall sparen. viele in der " new
econonmy " haben geglaubt, es reicht ein steuerberater und
eine " gute " idee. die folgen liest du jetzt täglich in der
zeitung.
also machs nur dann, wenn dein geschäftskonzept passt und die
zahlen stimmen. wie gesagt consultiere mal ne
beratungsgesellschaft. die kostet zwar geld, aber sie ist
billger als der zu erwartenden konkurs.
toi toi toi als existenzgründer
hans-jürgen

rehi hans-jürgen,

ich denke, ein kompetenter steuerberater, wenn er zur richtigen zeit zugezogen wird, ist auch i.o.! das problem ist halt, das viele erst anfangen und dann sich beraten lassen. somit hat er schon alles richtig gemacht, weil er erst fragt.
im übrigen muss eine nichterfolgte anfangsberatung nicht gleich zur insolvenz des unternehmers/unternehmen führen. male nicht gleich schwarz, sonst hat deutschland bald keine existenzgruender mehr!

gruss

showbee

p.s. gesagt waere auch ein gang zum arbeitsamt, ggf. bekommt man zuschüsse, wenn man sich aus der arbeitslosigkeit heraus selbstständig macht!