Welche Bücher muss man gelesen haben?

Immer wieder höre ich: Dies und jenes Buch MUSST du lesen. Welche Bücher 1-5 oder 1-10 sollte man Eurer Meinung nach gelesen haben? Ich weiß, es ist eine mühselige Frage weil jeder seine eigene Favouriten hat, seinen Hang zur Lyrik, Melancholie, Romantik, Dytopie … vielleicht könnt ihr mir trotzdem ein wenig Anregung geben?
Und um meinen guten Willen zu zeigen, fange ich selber mal mit den Büchern an, die man meiner Meinung nach wirklich gelesen haben MUSS :wink:
Oscar Wilde „Das Bildnis des Dorian Gray“
Pitigrilli „Kokain“
Jörg Fauser „Rohstoff“
Hubert Selby „Mauern“ und „Requiem für einen Traum“

Ciao

Stefan

Hallo Stefan

Also meiner Meinung nach (Reihenfolge nicht gewertet):

Saint Exupéry: Der kleine Prinz
Goethe: Faust
Dickens: Oliver Twist
Tolkien: Herr der Ringe
Süsskind: Das Parfum
Molière: Der eingebildete Kranke
Harry Potter Teil 1 (nicht weil es der Beste ist, sondern weil man danach entweder alle liest oder nie mehr einen anfasst)

So, dass sind diejenigen, die mir auf die Schnelle einfallen.

Gruss
Andrea

Karl May! Alle! Und zwar die Originale! (owT)
FR

Und zwar die Original!
Hallo Fritz,

wie meinst du das, die Orginale?(normalerweise meist gesagt, wenn Orginale auf Englisch oder andererer Sprache. Soviel ich weiß, war Karl May Deutscher.

Gruß
Monika
die als Kind eine Menge Bücher von Karl May gelesen hat.

Hi!

Ich schließe mich Ascarte größtenteils an.

-)

(Ich finde auch, man sollte wenigstens den ersten Harry Potter kennen…
damit man überhaupt weiß, worum’s geht.)

Ansonsten gibt’s halt einfach gewisse Klassiker, die man eigentlich kennen sollte.

Mir fallen noch ein:

  • Onkel Tom’s Hütte (weiß ich momentan nicht, von wem das ist)
  • Die unendliche Geschichte v. Michael Ende
  • 1984 v. George Orwell

Hm…zur Allgemeinbildung gehören meiner Meinung nach auch:

  • Die Leiden des jungen Werthers v. Goethe
  • Der Schimmelreiter v. Theodor Storm
  • Die Räuber v. Schiller
  • Hamlet v. Shakespeare
  • Romeo und Julia v. Shakespeare

Naja… und ich denke, dann sollte man von einigen Autoren einfach mal was gelesen haben.
Kafka, Mann, Twain, Hemmingway etc.

Aber ich finde, es muss sich gar nicht jeder irgendwas reinquälen, was eigentlich gar nicht seinem Geschmack entspricht.

Man sollte nur nicht völlig blind durch die Welt laufen… einfach aufmerksam sein und sich weiterentwickeln.

:wink:

Viele Grüße,
Leah

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Hallo, Monika,

wie meinst du das, die Orginale?(normalerweise meist gesagt,
wenn Orginale auf Englisch oder andererer Sprache. Soviel ich
weiß, war Karl May Deutscher.

Nun, neben Übersetzungen gibt es auch Bearbeitungen, gekürzte Fassungen, jugendfreie Ausgaben.

Zwar sind die „grünen Bände“ vom Karl-May-Verlag als „DIE KMs“ bekannt, aber das ist nicht Karl May selbst.
Der Karl-May-Verlag hat alle - ALLE - Texte KMs bearbeitet, z. B. Fremdwörter entfernt, weitschweifige Landschaftsschilderungenn gekürzt, „Sexszenen“ entschärft (aus einem Kuss wird eine Umarmung) und gestrichen, ja, sogar Antisemitismen, die Karl May so unterliefen, verschärft.

Original meint also hier: die Nachdrucke der ersten Auflage von Fehsenfeld und die Nachdrucke der in Zeitungen als Fortsetzungsgeschichten oder als Wochengroschenhefte erschienenen Erstfassungen.

Wenn du mehr dazu wissen willst, frag nach.
Z. B. bei mir oder hier: http://karlmay.leo.org/kmg.htm

Gruß Fritz

1 „Gefällt mir“

Hallo Stefan,
zu meinen Favoriten gehören u.a. „Die Päpstin“ von Donna W. Cross sowie „Eine Billion Dollar“ von Andreas Eschbach. Ich bin ein interdisziplinärer Vielleser und könnte noch mindestens hundert andere Titel nennen, die mir persönlich gefallen. Auch „Wurzeln“ von Alex Haley, „Die Schatten von La Rochelle“ von Tanja Kinkel und historische Biographien wie, „Katharina von Medici“ von Cornelia Wusowski, „Heinrich der VIII.“ von Margaret George - gehören dazu, um nur einige zu nennen.
Viel Spaß beim lesen und Gruß Iso.Osi

Ist vielleicht nicht gerade ein Must-Read, aber da schon Harry Potter und Herr der Ringe hier aufgetaucht sind, möchte ich auf ein weiteres episches Werk hinweisen. Der Dunkle Turm von Stephen King. Ja, pfui, King, der mit der Horror-Massenabfertigung. Aber den Dunklen Turm kennt kaum jemand und er unterscheidet sich stark von den meisten seiner Bücher. Alleine, dass jemand es schafft, eine Geschichte über gut 25 Jahre am Leben zu halten (Band eins Ende der 70er, der finale siebte Band kommt im September) ist schon beeindruckend, außerdem scheinen sich durch diese Geschichte die meisten Bücher von King zu einem Gesamtwerk zusammenzufügen. Dazu kommt, dass es sich um eine großartige Fantasygeschichte handelt. Ich denke, diese Bücher werden in Zukunft in einem Atemzug mit Herr der Ringe genannt werden.

Grüße,
Eddie

Man MUSS überhaupt kein Buch gelesen haben und doch sollten es viele sein…:smile:

Gruß Maid

P.S. Lieblingsbuch nach heutigem Empfinden: Ditte Menschenkind
Kann aber morgen schon ein anderes sein.

is doch klar!!!

Welche Bücher 1-5

Per Anhalter duch die Galaxis (Band 1-5)

gruß
ad

Old Shatterhands Brille
Hallo,

ein wunderbares Beispiel dafür, wie der Karl-May-Verlag in die Texte eingegriffen hat, ist nachzulesen unter
http://wwwhomes.uni-bielefeld.de/mailman/unibi/publi…

Old Shatterhand will mal wieder beweisen, was für ein Meister im Schießen er ist. Dazu braucht er aber seine Brille:
„Was lacht ihr, Mesch’schurs? Wenn man dreißig Jahre lang über den
Büchern sitzt, so leiden die Augen, und es ist besser, man tut mit der
Brille einen guten Schuß, als ohne dieselbe einen schlechten!“

Da sich so etwas für einen Superhelden aber nicht gehört, hat der Verlag das einfach gestrichen.

Ein anderes Beispiel: Den May-Roman „Deutsche Herzen - Deutsche Helden“ hat der Verlag einfach in vier einzelne Bänder verhackstückt („Der Derwisch“, „Zobeljäger und Kosak“ - die anderen habe ich gerade nicht im Kopf), hat die handelnden Personen rausgestrichen und neue Personen - sprich: altvertraute May-Helden - stattdessen eingesetzt. Kaum eine Zeile Karl May.

im übrigen für all die Freunde des Stichworts, das Fritz nicht mehr so gerne hört: Rechtschreibreform. Ich zitiere Joachim Biermann:
(http://wwwhomes.uni-bielefeld.de/mailman/unibi/publi…)
„vor 102 Jahren wurde die deutsche Rechtschreibung erstmals reformiert. Nach 1902 wurde ein Teil der Mayschen Schriften der (damals) neuen Rechtschreibung angepaßt, wogegen May u.W. zwar nicht protestierte, was er aber für sich selbst in seinen Manuskripten nie akzeptiert hat. Der „wirklich originale Karl May“ ist also eigentlich nur in seinen Manuskripten zu lesen. Auch vor 1902 wurde … die Rechtschreibung der Mayschen Texte vielfach für den Druck vereinheitlicht und dem in den 1880er und 1890er Jahren sich wandelnden Schriftbild angepaßt. (So ist erkennbar, daß man weit vor 1902 bereits anfing, Verben wie „flankiren“ einzudeutschen und „flankieren“ zu schreiben, auch bevor dies 1902 so normiert wurde; auch beim Wechsel von c zu k bzw. z ist dies erkennbar, so daß wir in Mays Texten alle Varianten etwa wischen „Capitain“, „Kapitain“ und „Kapitän“ finden.) Nur bei relativ frühen May-Texten (in Münchmeyer-Zeitschriften, für die May ja auch sein eigener Redakteur war, und wohl auch in den Kolportage-Romanen) bekommen wir vermutlich einen Eindruck davon, wie May wirklich geschrieben hat.
Verfolgt man die Entwicklung der Rechtschreibung in May-Texten von c. 1875 bis 1912, so bekommt man in der Tat einen interessanten Einblick in schriftsprachliche Entwicklungen.“

Soweit zum „originalen“ karl May. Ich kann Fritz nur zustimmen und dazu raten, sich möglichst nahe an das Original zu begeben…

Bernhard

Mal ehrlich
Hallo Fritz,

ab „Und Frieden auf Erden“ und „Am Jenseits“ sträubt sich in mir einiges, auch wenn andere erst das Spätwerk als Mays eigentliche Leistung würdigen. „Ardistan“ und „Babel“ - ich glaube, das werde ich mein Leben lang nicht lesen. Du etwa?

Klar, seine Orient- und Wildwestromane sind schon ein Muß. Aber wie hältst du es mit den erzgebirgischen Heimatschnulzen. Die würde ich höchtens mal als Vergleichslektüre empfehlen. Kannst du die genießem?

Bernhard

off topic - Dein Name
Hi Eddie,

dann kommt dein Name sicherlich aus Der Dunkle Turm, oder?
Ich hab die Bände 1-5 schon verschlungen - jetzt ist der 6. dran…
Kommt der 7. (deutsche Ausgabe) wirklich schon im September?

lg

Hej, es gibt noch jemanden, der die Bücher kennt :smile:
Ja, der Name kommt aus den Büchern. Ich habe sie auf Englisch gelesen, in Amiland kommt Band 7 am 21.09. raus (Kings Geburtstag, so ein Zufall…). Hier in Deutschland wohl erst im November (laut amazon).
Dann viel Spaß mit Susannah, es passieren einige interessante Dinge in diesem Buch! Allerdings endet es auch mal wieder mit einem üblen Cliffhanger. Das erste Kapitel zu Band 7 kann man sich inzwischen schon von Kings Webseite (www.stephenking.com) laden.

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Hallo,

Alexandre Dumas - Der graf von Monte Christo
Arthur Schnitzler - Traumnovelle
Gustave Flaubert - Madame Bovary
Robert Schneider - Die Unberührten
Petra Hammesfahr - Die Sünderin

sind meine Buchtipps :smile:

Gruß Diana

Die Russen!
Ich persönlich mag die russischen Klassiker sehr:
Die Brüder Karamasow (Dostojewskij)
Alles von Vladimir Nabokov, der ein wunderbarer Erzähler ist
Alles von Michail Bulgakov

Und wie wäre es mit den beiden Brocken:
Die göttliche Komödie(Dante Alighieri)
Die gute alte Bibel (die ich selber mir immer wieder vornehme und noch nie ganz durchgekommen bin)

Etwas sachbuchartiger, liest sich aber weg wie ein Roman:
Egon Friedell:
Die Kulturgeschichte Griechenlands und die Kulturgeschichte der Neuzeit

Bevor ich nicht mehr aufhören kann…
Gruß
Lea

Hallo Stefan!

Die Antworten auf Deine Frage, sind wild gewürfelt, dann kann ich also auch noch meinen Senf dazu geben.
Gelesen haben muss man:

  • Harry Potter
  • Der Todesengel (Autor fällt mir gerade nicht ein)
  • ES und Misery (Stephen King)
  • Der kleine Prinz
  • alles von Minette Walters
  • Das Wunschspiel (Patrick Redmond)
  • Der zehnte Richter (Brad Metzeler)
  • alles von John Grisham

Gruß
Nicki

Oscar Wilde „Das Bildnis des Dorian Gray“
Jörg Fauser „Rohstoff“

Die beiden Beispiele machen mir Mut, daß wir einen ähnlichen Literaturgeschmack haben, wären auf meiner Liste nämlich auch dabei. Deshalb werde ich mich demnächst mal an „Kokain“ versuchen…

Hinzuzufügen hätte ich z.B.:
„Ende der großen Ferien“ von Pavel Kohout
„100 Jahre Einsamkeit“ von Marquez
„Der Plan von der Abschaffung des Dunkels“ von Peter Hoeg

lg
F.

Ehrlich!
Hallo, Bernhard,

ab „Und Frieden auf Erden“ und „Am Jenseits“ sträubt sich in
mir einiges, auch wenn andere erst das Spätwerk als Mays
eigentliche Leistung würdigen. „Ardistan“ und „Babel“ - ich
glaube, das werde ich mein Leben lang nicht lesen. Du etwa?

Aber ja doch! Und du versäumst etwas! Glaub mir!
Wenn du dennoch zögerst, so lies zuerst die May-Biografie von Wollschläger, dann wird dir klar, wie wichtig gerade diese Texte für ein Gesamtverständnis Mays sind.

Klar, seine Orient- und Wildwestromane sind schon ein Muß.
Aber wie hältst du es mit den erzgebirgischen Heimatschnulzen.
Die würde ich höchtens mal als Vergleichslektüre empfehlen.
Kannst du die genießen?

Nun, ich lese sie nicht so begeistert wie die „Münchmeyer-Kolportagen“, aber sie enthalten Mays Schreibart ebenso wie die exotischen Geschichten. Und hier nicht im exotischen Gewand, sondern in der aktuellen Umwelt Mays.
Es kommt wohl darauf an, was man mit Karl May im Sinn hat. Unterhaltung oder Einsicht in eine ganz besondere Art von Literatur.

Und da ist May interessanter und aufschlussreicher als fast alles andere in deutscher Sprache.

Dazu sagte Ernst Bloch: Es gibt Hegel und es gibt May. Alles andere ich Wischiwaschi. (Ich zitiere sinngemäß.)

Man liest keine Zeile Mays umsonst!

Gruß Fritz

Ein anderes Beispiel: Den May-Roman „Deutsche Herzen -
Deutsche Helden“ hat der Verlag einfach in vier einzelne
Bänder verhackstückt („Der Derwisch“, „Zobeljäger und Kosak“ -
die anderen habe ich gerade nicht im Kopf), hat die handelnden
Personen rausgestrichen und neue Personen - sprich:
altvertraute May-Helden - stattdessen eingesetzt. Kaum eine
Zeile Karl May.

Arno Schmidt hat berechnet, dass in diesen KM-Verlagsausgaben nur 30% May enthalten sind.

Dasselbe geschah mit allen fünf „Münchmeyer-Romanen“, als da sind:

Das Waldröschen
Der verlorene Sohn
Die Liebe der Ulanen
Der Weg zum Glück

und dem von dir schon genannten

Deutsche Helden - Deutsche Herzen

Diese wurden von „Olms-Press“ im Originaltext veröffentlicht. Heute sind diese wohl nur noch antiquarisch zu bekommen, oder bei der Karl-May-Gesellschaft.
Ich habe zwanzig Jahre gebraucht, bis ich alle hatte.

im übrigen für all die Freunde des Stichworts, das Fritz nicht
mehr so gerne hört: Rechtschreibreform.

Das ist ein anderes Thema.

Gruß Fritz