Welche Camera?

Hallo ! Ich möchte mir eine neue Digitalcamera kaufen und brauche einen Rat.Ich mache hauptsächlich Fotos von gemalten Bildern und Zeichnungen.Die Aufnahmen sollten so gut sein das sie für Reproduktion geeignet sind.Also das ich mein Foto an den Verlag mailen kann und sie dort gleich zum Druck verwendet werden können.Was habe ich da zu beachten? DANKE .Grüße Lilly

hallo
einige gegenfragen:
welche Formate haben deine Bilde/Leinwände?
Bei Zeichnungen mit klaren/geraden linien ist die Verzeichnung des Objektives Wichtig. Trifft das für deine werke zu?
Farbtreue Wiedergabe wichtig?
auch im privaten verwenden,weil wen nur für die Repro ist die größe der cam unwesentlich?
und das wesentlichste: Was darf sie Kosten?
wenn das dann klar ist kann ich dir besser weterhelfen
jan

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Hallo Lilly,
auf Grund deiner unpräzisen Frage gehe ich mal davon aus, daß deine Kenntnisse in der Fotografie begrenzt sind.
Vergleichsweise folgende Frage:
Ich möchte ein Landschaftsbild malen; welche Pinsel muss ich mir kaufen?

Wenn du selbst deine Bilder fotografierst, dann machst du schon die Reproduktion.
Reproduktion, das bedeutet, dass dein Gemälde möglichst naturgetreu bezüglich der Farben und der Verzeichnungsfreiheit im späteren Druck wiedergegeben werden soll.
Dazu brauchst du etliches an Geräten (was über eine einfache Digitalkamera hinausgeht) wie Beleuchtung, Kamerastativ und vor allem auch Fachwissen.
Schau dir mal den Link an: http://de.wikipedia.org/wiki/Reprofotografie

Mein Rat:
Überlass die Reproduktion denjenigen, die wissen was sie tun - oder sei bereit dich intensiv mit der Technik zu beschäftigen.
Rückschläge, wie Fehlfarben im Druck, verzerrte Bilder, unerwünschte Spiegelungen usw. werden nicht ausbleiben und dich ev. ein Mehrfaches an Geld und Zeit von dem kosten was ein Fachbetrieb berechnen würde.

Grüsse max

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Ohne zu wissen, wie groß Deine Werke sind und wie sie aussehen:

Eine digitale Spiegelreflex mit einem Makro-Objektiv und Stativ, dazu eine Lichtanlage (Studioblitz) mit zwei Reflektoren, die in Höhe des Bildes im Winkel von 45 Grad das Bild von beiden Seiten ausleuchten (frontales Licht würde Reflexe verursachen), einen Raum mit genügend Tiefe (Abstand für größere Bilder) und Verdunklungsmöglichkeit.

Die Blitze haben Tageslicht-Farbtemperatur, somit bist Du neutral (wenn die Kamera entsprechend dieser Farbtemperatur eingestellt ist und kein Mischlicht stört).

Möglichst in RAW fotografiert und auf einem kalibrierten Monitor bearbeitet (Feinjustierung von Helligkeit, Kontrast, Ausschnitt, Auflösung, Größe usw.), dann das Ganze mit dem Profil der Druckerei von RGB in CMYK (die Druckfarben) umwandeln. Dann kannst Du das Bild in die Druckerei (und nur in diese, die Dir das spezielle CMYK-Profil geschickt hat) geben - und das Bild wird in etwa so im Druckwerk sein, wie Du es möchtest …

Ist aber sicher nix für Leute ohne Fachkenntnis - außer es ist Dir wurscht, wie das Bild nachher aussieht. (Nicht böse gemeint)

Gruß, Artefakt

Hallo Lilly!

Ich mache solche Reproduktionen mit einer Digitalen Spiegelreflexkamera mit Makroobjektiv. Je nach Oberfläche der Bilder entweder mit vorhandener Beleuchtung oder auch Blitz. Preisklasse neu etwa 1000 €.
Gerade bei glänzenden Oberflächen und Farbtreue ist polarisiertes Licht beim Blitzen unbedingt erforderlich, damit die Reflexe zu 99% ausgeschaltet werden. Mit dem 2,8/100mm Makro gibts dann keine Verzeichnungen, weil der Aufnahmeabstand groß genug ist, die Vorlagengröße spielt kaum eine Rolle, weil der Makrobereich bis praktisch 1:1 geht, es sei denn, es sind Vorlagen über 3m Größe, dann muß nur der Aufnahmeraum groß genug sein…
Gruß
lichtpunkt
Wenn du weitere Fragen hast, kannst du mich gern direkt anschreiben.

Hallo Lilly,

die Kollegen hier haben dir ja schon alles wichtige dazu geschrieben.
Ich möchte nur einen Punkt relativieren:
Verzeichnungen der Optik kannst du dann vernachlässigen, wenn du ausschließlich die Fotos deiner Werke veröffentlichst und die Originale der Zeichnungen und Bilder etc. behälst.

Gruß
BT

Hallo ! Ich möchte mir eine neue Digitalcamera kaufen und
brauche einen Rat.Ich mache hauptsächlich Fotos von gemalten
Bildern und Zeichnungen.Die Aufnahmen sollten so gut sein das
sie für Reproduktion geeignet sind.Also das ich mein Foto an
den Verlag mailen kann und sie dort gleich zum Druck verwendet
werden können.Was habe ich da zu beachten? DANKE .Grüße Lilly

hallo
einige gegenfragen:
welche Formate haben deine Bilde/Leinwände?

VON 30x40cm bis 80x100cm Leinwand oder Papier

Bei Zeichnungen mit klaren/geraden linien ist die Verzeichnung
des Objektives Wichtig. Trifft das für deine werke zu?

Figural und auch abstrakt

Farbtreue Wiedergabe wichtig?
auch im privaten verwenden,weil wen nur für die Repro ist die
größe der cam unwesentlich?
und das wesentlichste: Was darf sie Kosten?

???

wenn das dann klar ist kann ich dir besser weterhelfen
jan


Meine Bilder haben eine Größe von 30x40cm bis 80x100cm auf Papier oder Leinen.Ich will ordentliche,scharfe Bilder gut farbgetreu.Teilweise für Kataloggestaltung und Pressegerecht.Bis jetzt hat man meine Digifotos immer für ungeeignet gehalten und ich muß die Bilder hinschleppen.Es würde schön sein wenn ich das selber schaffe.Nur muß ich sagen,keine Erfahrung zu haben.Sage mir Deine Meinung und wenn es möglich ist maile mir einige Vorschlage von Cameras(abgebidet mit Beschreibung vom Internet)Natürlich um keine Reklame zu machen an meine mail Adresse.Vielen herzlichen Dank Lilly

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Meine Bilder haben eine Größe von 30x40cm bis 80x100cm auf
Papier oder Leinen.Ich will ordentliche,scharfe Bilder gut
farbgetreu.Teilweise für Kataloggestaltung und
Pressegerecht.Bis jetzt hat man meine Digifotos immer für
ungeeignet gehalten und ich muß die Bilder hinschleppen.Es
würde schön sein wenn ich das selber schaffe.Nur muß ich
sagen,keine Erfahrung zu haben.Sage mir Deine Meinung und wenn
es möglich ist maile mir einige Vorschlage von
Cameras(abgebidet mit Beschreibung vom Internet)Natürlich um
keine Reklame zu machen an meine mail Adresse.Vielen
herzlichen Dank Lilly

Da braucht man eigentlich keine Reklame zu machen.
Können tut das jede Einsteiger DSLR.

Ausrüstungsvorschlag mit sagen wir mal Canon

450D + Kit (ganz nett für die allgemeine Fotografie)
EFs 60/2,8 Makro oder das alte EF 50/2,5 makro (gibts nur noch gebraucht)
Wenn Du richtig viel Platz nach hinten hast (6 meter oder mehr), wäre auch ein 100 Makro möglich (Fabrikat egal, Canon, Sigma, Tamron, Tokina sind alle gut)
Stabiles Stativ plus 3 Wege Neiger
Drahtauslöser der einfachsten Art

Einfarbige diffuse Beleuchtung!
(Tageslicht, Baustrahler, Blitzanlage)

Alle Aufnahmen im RAW Format, damit Du hinterher am PC den Weißabgleich problemlos machen kannst.
Der geht folgendermaßen: Du fotografierst als erstes irgendwas Neutralgraues am besten 18%Grau (Graukarte)
Am Rechner kannst Du dann anhand dieses bildes die Verfärbung durch das einfallende Licht herausrechnen, den Wert speichern und auf jedes andere Bild übertragen. Das ist wirklich total simpel.
Fotografiere die Sachen am besten in einem Raum mit weissen Wänden!

Mit dem Stativ kannst Du dann praktisch so lange Belichten, wie Du möchtest, mehrere Sekunden sind kein Problem. Iso 100 für möglichst rauscharme Bilder. Vergiss die Motivprogramme und die Vollautomatik!
Lies die Bedienungsanleitung! Die ist wirklich brauchbar. Den internen Blitz dieser Kameras kannst Du bei deinem Problem effektiv vergessen.

Geeignete Einsteigerbodies: canon 450D, Canon 1000D (die mir aus rein haptischen Gründen nicht so zugesagt hat) Pentax 200D,
Mit Abstrichen die Nikons (keine Spiegelvorauslösung, bei älteren Objektiven funktioniert der AF nicht) Die Sonys (Keine Spiegelvorauslösung).
Oly kenn ich mich nicht aus, aufgrund des anderen Sensorformates müsstest Du hier etwas andere Brennweiten nehmen.

canon hat auch eine recht brauchbare Software dabei, mit der Du die kamera direkt über den PC steuern kannst. (sehr praktisch: Auslösen, und das Bild gleich am großen PC-Bildschirm anschauen.)
pentax verfügt ebenfalls über diese Funktionen, ich kenn mich da aber nicht soooo gut aus.
pentax hätte den Vorteil, dass man sehr gute Manuelle Objektive ohne Autofokus verwenden kann. da gibt es teilweise großartige Linsen für ein Naswasser zu kaufen. Manuelles Fokussieren ist aber nicht jedermanns Sache.

Bei der Nachbearbeitung kusst Du darauf achten, dass die Bilder meist etwas weich wirken, wenn sie direkt aus der Kamera kommen. Das ist Absicht, die Bilder müssen dann noch nachgeschärft werden.
Auch nach dem Verkleinern auf Kataloggröße ist eigentlich immer noch ein gewisses Nachschärfen nötig, damit die Bilder nicht matschig wirken.

LG
Mike

und das wesentlichste: Was darf sie Kosten?

???

Wie viel Geld darf die Kamera und Zubehör kosten?
500 (zu wenig)
1000 (damit kann man arbeiten)
10.000 (damit kann man natürlich auch arbeiten *lach*)

Meine Bilder haben eine Größe von 30x40cm bis 80x100cm auf
Papier oder Leinen.Ich will ordentliche,scharfe Bilder gut
farbgetreu.Teilweise für Kataloggestaltung und
Pressegerecht.Bis jetzt hat man meine Digifotos immer für
ungeeignet gehalten und ich muß die Bilder hinschleppen.Es
würde schön sein wenn ich das selber schaffe.Nur muß ich
sagen,keine Erfahrung zu haben.Sage mir Deine Meinung und wenn
es möglich ist maile mir einige Vorschlage von
Cameras(abgebidet mit Beschreibung vom Internet)Natürlich um
keine Reklame zu machen an meine mail Adresse.Vielen
herzlichen Dank Lilly

Hallo Lilly,
eine weitere wichtige Frage ist wie groß maximal und mit welcher Technik (Offset- oder Tintenstrahl-Druck) deine Bilder gedruckt werden sollen. Danach muss sich dann die Kamera-Auswahl richten.

Beispiel für benötigte Pixel
Abbildung DIN A4 (29,7x21cm) - Druck Offset (80er Raster für hochwertigen Druck)
bei Qualitätsfaktor 1,5 -> 3564x2520 Pixel (mind. 9-Mega-Pixel-Kamera) Dateigröße CMYK 34MB
bei Qualitätsfaktor 2,0 -> 4752x3360 Pixel (mind. 16-Mega-Pixel-Kamera) Dateigröße CMYK 61MB

Abbildung DIN A3 (42x29,7cm) - Druck Offset (80er Raster für hochwertigen Druck)
bei Qualitätsfaktor 1,5 -> 5040x3564 Pixel (mind. 18-Mega-Pixel-Kamera) Dateigröße CMYK 68MB
bei Qualitätsfaktor 2,0 -> 6720x4752 Pixel (mind. 32-Mega-Pixel-Kamera) Dateigröße CMYK 122MB

Und damit bist du bei dig. Spiegelreflexkameras im High-End Bereich.
die „größte“ Canon EOS-1Ds Mark III hat 21 Mega-Pixel und kostet etwa 5.500 EUR ohne Objektiv
die „größte“ Nikon D3X hat 24 Mega-Pixel und kostet etwa 7.000 EUR ohne Objektiv

Frag doch mal deinen Reprobetrieb, ob du mal dem Fotografen über die Schulter schauen kannst wenn er wieder einmal etwas für dich macht.
Dann kannst du erkennen, welch ein Aufwand notwendig ist um gute Reproduktionen zu erhalten.

Grüsse max

die Kollegen hier haben dir ja schon alles wichtige dazu
geschrieben.
Ich möchte nur einen Punkt relativieren:
Verzeichnungen der Optik kannst du dann vernachlässigen, wenn
du ausschließlich die Fotos deiner Werke veröffentlichst und
die Originale der Zeichnungen und Bilder etc. behälst.

Ich möchte gerne verstehen warum die Verzeichnung zu vernachlässigen ist wenn die UP eigene Werke veröffentlicht. Mir ist unklar was der Besitz der Werke damit zu tun hat.
Sie will doch die Werke farbgetreu und gut für Katalog und Presse veröffentlichen (s. /t/welche-camera–2/4959618/8

Grüsse max

Hallo Mike,
neben einigen richtigen Aussagen haben sich durch deine Vereinfachung auch etliche Fehler in dein Posting eingeschlichen.
Ich weiß nicht wie viele Kunstreproduktionen du bisher gemacht hast, aber wenn ich so arbeiten würde wie du vorschlägst hätte kein Kunde mein Studio zufrieden verlassen.

Können tut das jede Einsteiger DSLR.

Als globale Aussage falsch.
Wenn du nicht weißt wie die Aufnahmen weiterverarbeitet werden sollen ist keine Empfehlung möglich. s. mein Posting /t/welche-camera–2/4959618/11
Allerhöchstens mein erstes Beispiel liese sich mit einer Einsteiger-DSLR realisieren und auch nur dann, wenn vollformatig aufgenommen wird.

Einfarbige diffuse Beleuchtung!

Falsch!
Richtig wäre neutrale, tageslichtähnliche, gerichtete Beleuchtung
Einfarbig heisst auch monochrom. Ein Vertreter von monochromen Leuchten sind Natrium-Dampf-Strahler die du sicher aus dem Strassenverkehr kennst (die gelben Lampen die nachts Plätze und Bahnunterführungen ausleuchten).
Wie du mit monochromen Licht farbrichtige Repros herstellen willst ist mir ein Rätsel.
Bei der Reproduktion setzt man statt diffusem Licht eher gerichtetes Licht ein.

(Tageslicht, Baustrahler, Blitzanlage)

Um Repros möglichst originalgetreu anzufertigen ist Tageslicht ungeignet.
Die Aufnahmefläche (bei Lilly bis zu 80x100cm) muss absolut gleichmäßig ausgeleuchtet werden. Eine Helligkeitsabweichung von max 1/10 Blendenstufe ist gerade noch tolerierbar. Mit Tageslicht nicht erreichbar.

Baustrahler, dieses Märchen kommt immer wieder hoch. In der künstlerischen Fotografie können durchaus nette Effekte erzielt werden. Aber in der technischen Fotografie haben sie nichts zu suchen. Wie du mit Baustrahler das von dir geforderte diffuse Licht erreichen willst, solltest du erklären (und bitte nicht mit weißen Tüchern kommen, denn die fackeln dir nach kurzer Zeit wegen der enormen Hitzestrahlung ab)
Dazu nur ein Aspekt: Die Farbtemperatur
Das menschlische Auge empfindet eine Farbtemperatur von 5000-5500° Kelvin als neutral weiß.
Höhere Farbtemperaturen erscheinen bläulich und niedrigere rötlicher.
Die Farbtemperatur von Baustrahlern liegt bei 2500-3000° K. Die Brennstäbe werden mit zunehmenden Gebrauch immer rötlicher. Es wird unmöglich sein mit mehreren Brennern eine gleichförmige Farbverteilung zu erreichen.

Blitzanlage - generell richtig. Aber genau so gut könntest du einer Spedition raten Autos und LKWs zu kaufen für ihren Betrieb. Alles hat mind. 4 Räder und fährt, ist es deshalb auch geeignet?

Alle Aufnahmen im RAW Format, damit Du hinterher am PC den
Weißabgleich problemlos machen kannst.

Weißabgleich muss vor der Aufnahme gemacht werden! Das spart Zeit bei der Nachbearbeitung.

Fotografiere die Sachen am besten in einem Raum mit weissen
Wänden!

Warum glaubst du sind die meisten professionellen Fotostudios schwarz gestrichen?

Mit dem Stativ …

… nicht matschig wirken.

Welche Kameras dir haptisch besser liegen hat mit der Fragestellung nichts zu tun oder?

Grüsse max

Hallo Mike,
neben einigen richtigen Aussagen haben sich durch deine
Vereinfachung auch etliche Fehler in dein Posting
eingeschlichen.

Vielen Dank für deine Korrekturen.

Ich weiß nicht wie viele Kunstreproduktionen du bisher gemacht
hast,

Ich fotografiere hauptsächlich Steine, die naturgemäß etwas andere Probleme stellen.

aber wenn ich so arbeiten würde wie du vorschlägst hätte
kein Kunde mein Studio zufrieden verlassen.

*grinsel*

Können tut das jede Einsteiger DSLR.

Als globale Aussage falsch.

Die Frage ist natürlich immer, welche Ansprüche man stellt. soll das Werk für Großkunstdruck abgelichtet werden, dann würde ich ja auch Großformat (eventuell Scanback) vorschlagen. Samt dem dazugehörigen Experten, der die Bilder macht :smile:

Wenn du nicht weißt wie die Aufnahmen weiterverarbeitet werden
sollen ist keine Empfehlung möglich. s. mein Posting
/t/welche-camera–2/4959618/11
Allerhöchstens mein erstes Beispiel liese sich mit einer
Einsteiger-DSLR realisieren und auch nur dann, wenn
vollformatig aufgenommen wird.

Es gibt keine Einsteiger DSLR mit Vollformat (sofern Du damit Kleinbildformatsensor meinst)

Einfarbige diffuse Beleuchtung!

Falsch!
Richtig wäre neutrale, tageslichtähnliche, gerichtete
Beleuchtung

Sorry, Irrtum/falscher Ausdruck meinerseits. Ich meinte, dass man blos kein Licht unterschiedlicher Farbtemperatur mischen sollte. Das gibt extremen Ärger.

Bei der Reproduktion setzt man statt diffusem Licht eher
gerichtetes Licht ein.

(Tageslicht, Baustrahler, Blitzanlage)

Um Repros möglichst originalgetreu anzufertigen ist Tageslicht
ungeignet.
Die Aufnahmefläche (bei Lilly bis zu 80x100cm) muss
absolut gleichmäßig
ausgeleuchtet werden. Eine
Helligkeitsabweichung von max 1/10 Blendenstufe ist gerade
noch tolerierbar. Mit Tageslicht nicht erreichbar.

Nicht Sonnenlicht (also bei Sonnenschein) sondern eher Im Schatten. Ergibt beim Steinefotografieren mit die besten Ergebnisse, da dann auf der Oberfläche durch feinste Rauhigkeiten keine Schatten entstehen und die Ausleuchtung meist recht gleichmäßig ist.

Im Notfall (bei Sonne) kann man versuchen das alles zu überblitzen, aber mach das mal bei einem Großtagebau *grinsel*

Die Farbtemperatur von Baustrahlern liegt bei 2500-3000° K.
Die Brennstäbe werden mit zunehmenden Gebrauch immer
rötlicher. Es wird unmöglich sein mit mehreren Brennern eine
gleichförmige Farbverteilung zu erreichen.

Gutes Argument, werde ich dann mal streichen.

Blitzanlage - generell richtig. Aber genau so gut könntest du
einer Spedition raten Autos und LKWs zu kaufen für ihren
Betrieb. Alles hat mind. 4 Räder und fährt, ist es deshalb
auch geeignet?

In Blitzanlagen kann man wohl noch mehr Geld versenken wie in Linsen :smile:

Alle Aufnahmen im RAW Format, damit Du hinterher am PC den
Weißabgleich problemlos machen kannst.

Weißabgleich muss vor der Aufnahme gemacht
werden! Das spart Zeit bei der Nachbearbeitung.

Natürlich stellt man am besten den Weißabgleich vorher möglichst korrekt ein, aber da kann man nach der Aufnahme auch ziemlich dolle Überraschungen erleben, besonders wenn es etwas an Erfahrung mangelt.
Wenn man gleich jpeg macht, dann ist man verratzt.

Fotografiere die Sachen am besten in einem Raum mit weissen
Wänden!

Warum glaubst du sind die meisten professionellen Fotostudios
schwarz gestrichen?

Wenn Sie es selber machen möchte, müsste Sie bei sich irgendwo einen Raum schwarz streichen. Wer macht das schon. Solange die Wände nicht in irgendeiner Farbe gestrichen werden, kann man das alles hinbiegen.

Mit dem Stativ …

… nicht matschig wirken.

Welche Kameras dir haptisch besser liegen hat mit der
Fragestellung nichts zu tun oder?

Nö, aber ich will auch darauf hinaus, dass die Haptik einer Kamera für die Anwendung wichtig ist.Man soll ja mit dem Ding auch irgendwie zurecht kommen.

Stellt sich mir die Frage, welches Niveau die TO erreichen will. Ein relativ hohes Niveau kann bereits mit relativ geringem Aufwand erreicht werden. Für Wischi Waschi Kataloge und Kleinformatigen Druck kommt man mit „Hausmitteln“ schon aus, sofern man die gleichmäßige Beleuchtung hinbekommt.

Natürlich: Für Kunstdruck und alles andere, was hohen Ansprüchen standhalten muß, geht man zum Profi. Punkt. Keine Diskussion. Der hat die entsprechende Technik und das entsprechende Know How. (Und einen wirklich guten Fotografen sollte man hegen und pflegen, die sind nämlich eine rare Spezies)

Gruß
Mike

Hallo Max,

ich schrieb:
„…wenn du ausschließlich die Fotos deiner Werke veröffentlichst und die Originale der Zeichnungen und Bilder etc. behältst.“
Wenn sie also NUR die Fotos veröffentlichen und die Originale NIE hergeben möchte.
Denn dann sieht ja keiner die Verzeichnungen, weil niemand den Vergleich mit dem Original machen kann.

Gruß
BT

Allerhöchstens mein erstes Beispiel liese sich mit einer
Einsteiger-DSLR realisieren und auch nur dann, wenn
vollformatig aufgenommen wird.

Es gibt keine Einsteiger DSLR mit Vollformat (sofern Du damit
Kleinbildformatsensor meinst)

Sorry, war missverständlich.
Ich meinte formatfüllend aufnehmen um so viele Pixel wie möglich zu nutzen.
Dann kann eine Einsteiger-DSLR ab 9 MPixel ausreichend sein.
Streng genommen ist das aber auch keine Einsteiger-Kamera mehr. lol

Nicht Sonnenlicht (also bei Sonnenschein) sondern eher Im
Schatten. Ergibt beim Steinefotografieren mit die besten
Ergebnisse, da dann auf der Oberfläche durch feinste
Rauhigkeiten keine Schatten entstehen und die Ausleuchtung
meist recht gleichmäßig ist.

Kommt auf deine Absicht an, aber Sonnenschein bringt Kristalle und Strukturen im Stein besser zu Geltung. Du musst nur die harten Schlagschatten mit geeigneten Mitteln aufhellen.
Aber das gehört jetzt nicht hierher weil OT.
Wir können bei Interesse gern einen neuen Thread aufmachen.

In Blitzanlagen kann man wohl noch mehr Geld versenken wie in
Linsen :smile:

Nur der wegen der Vollständigkeit:
HMI-Leuchten wie sie bei Filmproduktionen eingesetzt werden. Sie liefern von allen künstlichen Dauerlichtquellen das ausgewogenste Farbspektrum.
Für eine Ausrüstung mit 4 Lampen kannst du dir einen neuen Kleinwagen leisten.

Natürlich stellt man am besten den Weißabgleich vorher
möglichst korrekt ein, aber da kann man nach der Aufnahme auch
ziemlich dolle Überraschungen erleben, besonders wenn es etwas
an Erfahrung mangelt.

Weißabgleich kannst du nur vor der Aufnahme machen - alles was danach kommt gehört zur Farbkorrektur. Mach doch mal spaßeshalber mehrere Bilder von einem Motiv mit verschiedenen Farbeinstellungen und versuch dann mal hinterher die Farben exakt zu korrigieren.
Aber auch dazu mehr gern in einem gesonderten Thread im Brett dig. Grafik- und Bildbearbeitung hier und jetzt OT

Wenn Sie es selber machen möchte, müsste Sie bei sich irgendwo
einen Raum schwarz streichen. Wer macht das schon. Solange die
Wände nicht in irgendeiner Farbe gestrichen werden, kann man
das alles hinbiegen.

Hauptsächlich will mann unerwünschte Aufhellungen und Einspiegelungen verhindern.
Ölfarben können ganz schön glänzen und wenn sie mit Spachteltechnik aufgetragen wurden bekommst du die wilden Spiegelungen nur mit polarisiertem Licht in den Griff.

Stellt sich mir die Frage, welches Niveau die TO erreichen
will. Ein relativ hohes Niveau kann bereits mit relativ
geringem Aufwand erreicht werden. Für Wischi Waschi Kataloge
und Kleinformatigen Druck kommt man mit „Hausmitteln“ schon
aus, sofern man die gleichmäßige Beleuchtung hinbekommt.

Das hat sie doch schon gesagt: für „Katalog und Presse“, einzig die maximale Abbildungsgröße hat sie uns noch nicht verraten.
Mit Katalog ist vermutlich Ausstellungskatalog gemeint und der ist qualitätsmäßig Büchern fast gleichzusetzen.
Lilly ist laut Ihrer Visitenkarte „Akademische Malerin“.
Ich weiß, dass Künstler ein besonderes Verhältnis zu ihren Werken haben. Mir geht es mit einigen meiner Fotos ähnlich.
Es ist dann nicht mehr „mein Bild“ wenn es farbstichig und verzerrt abgedruckt wird.

Natürlich: Für Kunstdruck und alles andere, was hohen

Das ist die Premiumklasse
Dort wird mit noch höheren Ansprüchen gearbeitet als ich sie bisher beschrieben habe.

Ansprüchen standhalten muß, geht man zum Profi. Punkt. Keine
Diskussion. Der hat die entsprechende Technik und das
entsprechende Know How.

Tut mir leid, wenn ich dir auch hier widersprechen muss.
Ich habe größten Respekt vor engagierten Amateur-Fotografen.
Die Fotografie ist keine Geheimwissenschaft, aber benötigt Fachkenntnisse und die passende Ausrüstung.
Aber ich schüttele mich vor „Hobby-Knipsern“, die meinen mit einer guten weil teuren Kamera könnten sie jetzt auch komplexe Aufnahmen machen.
Ich möchte gerne wissen wie viele von denen sich zu Hause an die Elektro- oder Wasserinstallation wagen. Beim Fotografieren muss man ja nur den Auslöser drücken.
So ein Exemplar hat hat mir mal bei der Erstsemester-Beratung für Foto-Design-Studenten auf meine Frage warum er sich diesen Studiengang ausgesucht hat wörtlich gesagt: " in Mathe bin ich nicht gut, Sprachen liegen mir nicht, Jura ist mir zu trocken, aber mein Vater hat eine gute Kamera".

Grüsse max

Nicht Sonnenlicht (also bei Sonnenschein) sondern eher Im
Schatten. Ergibt beim Steinefotografieren mit die besten
Ergebnisse, da dann auf der Oberfläche durch feinste
Rauhigkeiten keine Schatten entstehen und die Ausleuchtung
meist recht gleichmäßig ist.

Kommt auf deine Absicht an, aber Sonnenschein bringt Kristalle
und Strukturen im Stein besser zu Geltung.

An der Steinoberfläche :smile:
wenn man die Interne Struktur des Gesteins, also die Beziehung der Kristalle untereinander herausarbeiten möchte, dann am besten alles „totblitzen“

Anderer Gedanke: Es ist gar nicht blöd, wenn man als „Nichtprofifotograf“ etwas Ahnung davon hat, da man dadurch mit dem Fotografen zusammen klar herausarbeiten kann, wie man das Bild möchte.

Wenn Sie es selber machen möchte, müsste Sie bei sich irgendwo
einen Raum schwarz streichen. Wer macht das schon. Solange die
Wände nicht in irgendeiner Farbe gestrichen werden, kann man
das alles hinbiegen.

Hauptsächlich will mann unerwünschte Aufhellungen und
Einspiegelungen verhindern.
Ölfarben können ganz schön glänzen und wenn sie mit
Spachteltechnik aufgetragen wurden bekommst du die wilden
Spiegelungen nur mit polarisiertem Licht in den Griff.

Bolfildet auf die Blitze und dazu mit Polfilter fotografieren…
das sind dann die Fälle wo ich meine Grenzen kenne und den Fachmann hole

Stellt sich mir die Frage, welches Niveau die TO erreichen
will. Ein relativ hohes Niveau kann bereits mit relativ
geringem Aufwand erreicht werden. Für Wischi Waschi Kataloge
und Kleinformatigen Druck kommt man mit „Hausmitteln“ schon
aus, sofern man die gleichmäßige Beleuchtung hinbekommt.

Das hat sie doch schon gesagt: für „Katalog und Presse“,
einzig die maximale Abbildungsgröße hat sie uns noch nicht
verraten.
Mit Katalog ist vermutlich Ausstellungskatalog gemeint und der
ist qualitätsmäßig Büchern fast gleichzusetzen.
Lilly ist laut Ihrer Visitenkarte „Akademische Malerin“.
Ich weiß, dass Künstler ein besonderes Verhältnis zu ihren
Werken haben. Mir geht es mit einigen meiner Fotos ähnlich.
Es ist dann nicht mehr „mein Bild“ wenn es farbstichig und
verzerrt abgedruckt wird.

Da muss man dann auch die richtige Druckerei finden, die einem die präzise farbkorrigierten und mit Farbprofil versehenen Dateien dann auch sauber ausbelichten.
Manchmal ist das zum verzweifeln, wenn die Druckerei mal wieder die Geologischen Manuskriptkarten verdruckt hat und die 3 Grüntöne wieder mal völlig gleich aussehen.
*Kopfgegendiewandschlag*

Natürlich: Für Kunstdruck und alles andere, was hohen

Das ist die Premiumklasse
Dort wird mit noch höheren Ansprüchen gearbeitet als ich sie
bisher beschrieben habe.

Ansprüchen standhalten muß, geht man zum Profi. Punkt. Keine
Diskussion. Der hat die entsprechende Technik und das
entsprechende Know How.

Tut mir leid, wenn ich dir auch hier widersprechen muss.
Ich habe größten Respekt vor engagierten Amateur-Fotografen.
Die Fotografie ist keine Geheimwissenschaft, aber benötigt
Fachkenntnisse und die passende Ausrüstung.

Du hast recht, aber diese entsprechende Ausrüstung kostet Geld und benötigt Erfahrung. Natürlich kann man sich als Amateur diese Kenntnisse aneignen, aber es ist für die TO wohl nicht effizient, sich eine sündhaft teure Anlage anzuschaffen.
Ich sehe das auch in meinem Beruf. Natürlich ist das auch keine Geheimwissenschaft, aber für ein Projekt, dass ich in wenigen Monaten durchziehe, braucht ein interessierter Laie Jahre, weil er nebenher noch Geld verdienen muss und ihm teilweise das Rüstzeug sowohl technisch als auch vom Wissen noch fehlt, um das Problem effizient angehen zu können.
Das heisst nicht, das ein Laie keine wertvollen Beiträge leisten kann, aber wenn es um Effizienz für den Kunden geht, dann vertraue ich mich lieber einem echten Profi an.

Aber ich schüttele mich vor „Hobby-Knipsern“, die meinen mit
einer guten weil teuren Kamera könnten sie jetzt auch komplexe
Aufnahmen machen.

Helmut Newton im Lokal:
Der Kellner: Ach, Sie machen so tolle Fotos, sie haben sicher eine ganz tolle Kamera.
Nach dem Essen „hats geschmeckt“
„Ja, ganz ausgezeichnet, Ihr Koch hat sicher ganz tolle Töpfe“

So ein Exemplar hat hat mir mal bei der Erstsemester-Beratung
für Foto-Design-Studenten auf meine Frage warum er sich diesen
Studiengang ausgesucht hat wörtlich gesagt: " in Mathe bin ich
nicht gut, Sprachen liegen mir nicht, Jura ist mir zu trocken,
aber mein Vater hat eine gute Kamera".

Und, wie lange hat der durchgehalten?
In Geologie werden diese Exemplare meist im 2. Semester ausgesiebt.

LG
Mike

An der Steinoberfläche :smile:
wenn man die Interne Struktur des Gesteins, also die Beziehung
der Kristalle untereinander herausarbeiten möchte, dann am
besten alles „totblitzen“

Geologie ist dein Fachgebiet.
Mit Blitzgeräten ohne Einstellicht kann man die Blitzwirkung vorher nicht beurteilen und in „freier Wildbahn“ braucht man ein gutes Maß an Erfahrung.

Da muss man dann auch die richtige Druckerei finden, die einem
die präzise farbkorrigierten und mit Farbprofil versehenen
Dateien dann auch sauber ausbelichten.
Manchmal ist das zum verzweifeln, wenn die Druckerei mal
wieder die Geologischen Manuskriptkarten verdruckt hat und die
3 Grüntöne wieder mal völlig gleich aussehen.
*Kopfgegendiewandschlag*

Viele Druckereien und Reproanstalten haben jahrzehntelang ihr Wissen unterm Deckel gehalten und bei Fehlern oft den Kunden beschuldigt schlechte Vorlagen geliefert zu haben.
Glücklicherweise gibt es heute digitale Verfahren wie Colormanagement und ISO-Zertifizerungen um die Spreu vom Weizen zu trennen.
Wg deinem Problem mit den Grüntönen (die Farbe ist wirklich schwer differenziert zu drucken),
da sollten wir einen gesonderten Thread aufmachen im richtigen Brett (dig. Bildbearbeitung)
Stichwort „Delta E“ und Fähigkeit von Farbdifferenzierung des menschl. Auges

Du hast recht, aber diese entsprechende Ausrüstung kostet Geld
und benötigt Erfahrung. Natürlich kann man sich als Amateur
diese Kenntnisse aneignen, aber es ist für die TO wohl nicht
effizient, sich eine sündhaft teure Anlage anzuschaffen.

Das ist genau das, was ich mit meinen Beiträgen vermitteln wollte.
Will ich etwas für mich selbst erlernen und bin bereit die Erfahrung (negative wie positive) zu machen - los geht’s. Da helfe ich auch gern mit Tipps weiter.
Wenn es aber darum geht, vermeintlich billiger die Arbeit von Fachleuten selbst machen zu wollen, dann muss man damit leben, dass
a) die Qualität unzureichend ist
b) viel Zeit zu investieren ist
c) die Kosten für Ausrüstung, Material, Schulung usw. erheblich höher sind als vorher gedacht.

So ein Exemplar hat hat mir mal bei der Erstsemester-Beratung
für Foto-Design-Studenten auf meine Frage warum er sich diesen
Studiengang ausgesucht hat wörtlich gesagt: " in Mathe bin ich
nicht gut, Sprachen liegen mir nicht, Jura ist mir zu trocken,
aber mein Vater hat eine gute Kamera".

Und, wie lange hat der durchgehalten?

4 Wochen - bei damals 36 Wochenstunden Pflicht-Vorlesung + praktische Aufgaben in der Fotografie - auch verständlich
Ohne eine gewisse Affinität zu dem Beruf braucht man gar nicht anzufangen.

Grüsse max