Welche Pflichten und welche Rechte für 17 jährige?

Hallo,
bin mal wieder ganz durch den Wind. Eine harmlose Anfrage, ob Junior den Müll runterbringen könnte, artet derzeit in unserem Haus aus.

Er fühlt sich ausgebeutet, er müsse mehr im Haushalt machen als ich.
Seine Arbeiten bisher, die er sich mit seinem Bruder teilt:
Müll runter bringen
Hund Gassi gehen nach der Schule (5 Minuten Pippi, ausführliche Gänge mache ich)
Spülmaschine ausräumen
Waschmaschine in den Trockner umräumen

Das sind die ganzen Arbeiten, um die ich meine zwei Söhne bitte, alles andere wird von mir geschmissen, arbeiten gehen und Geld verdienen, einkaufen, Hund in Park Wäsche waschen (fertig gewaschene bei meiner Abwesenheit, dann von Junior in Trockner geräumt) Trockner ausräumen, kochen putzen, Spülmaschine einräumen (Spülmaschine ausräumenJuniors) Betten ab-beziehen, eben alles was zum Haushalt gehört, ausser Bügeln, dafür haben wir eine Bügelfrau.

Nun Frage ich mich natürlich, ist das unverschämt? Er bekommt Taschengeld, ich bezahle sein Fitnessstudio, seine Marken-Klamotten und Schuhe, sein Fahrgeld, seine Kino und Ausgehabende, seinen begonnenen Führerschein und sein künftiges Auto incl. Versicherung, seinen Internetanschluss.

Als erste Reaktion wurde erst mal sein Internetanschluss gekappt, darauf meinte er dann er bekäme Bafög, wenn er es beantragen würde und dann würde er ausziehen.

Die Frage mit dem Bafög habe ich an anderer Stelle hier gestellt, hier meine Frage, bin ich eine Rabenmutter, die ihrem Sohn zuviel abverlangt?

Würde mich freuen wenn ich kritische, aber auch aufbauende Antworten bekäme.
Lieben Gruß
Plö

Hi,

schau mal im Archiv, da gabs schon häufiger Fragen zu. Hier eine kleine Auswahl:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Gruß
Cess

Hallo Plö,

ich habe eher den Eindruck, du trägst Junior den Hintern nach. Betten beziehen für 17-jährige? Aber hallo.
Lass Junior doch mal probieren, den Haushalt allein zu schmeißen. Genau das muss er nämlich tun, wenn er auszieht (oder glaubt er, ins Luxushotel ziehen zu können).
Wenn ich mir so überlege, was deine Kinder alles bekommen und wie wenig sie selbst dafür tun müssen, wäre ich auch gern Kind bei dir. Ist doch das Paradies auf Erden…

Viele Grüße, Heike

Hallo,

All das, was dein Junior hat, hatte ich in dem Alter auch, bis auf den Internetanschluß, denn Internet gab’s damals noch nicht.

Haushaltsarbeiten mußte ich nicht machen, sondern habe sie freiwillig getan, wenn meine Mutter (Schichtdienst) auf Arbeit war. Sogar gebügelt habe ich und ich mache es heute noch gern. Meine Frau freut das natürlich :wink:

Laß ihn doch ausziehen, wenn er meint, er kriegt’s gebacken…Dann mußt du aber auch konsequent sein und nicht auch noch seine Wäsche mitwaschen etc. Wer auszieht zieht aus und soll kucken wie er klar kommt.

Gruß
Sticky

Hallo Plö,

nein, Du verlangst von Deinem Kronsohn nicht zuviel.
Vielleicht solltest zur Abwechslung Du mal Revolution spielen:
Abends nach Hause kommen und kein Abendbrot vorbereiten, bei der Wäsche nur Deine erledigen usw.
Spätestens wenn seine heißgeliebten Markenjeans und -T-Shirts alle schmutzig sind, kannst Du ja mal bemerken, dass Du Dich ausgebeutet und benutzt fühlst.

Mit meinen Damen habe ich das im zarten Alter von 6 und 8 mal gespielt: Was glaubst Du, wie schnell die gemerkt haben, wie der Hase wirklich läuft, wenn die Mutter nicht wie gewohnt funktioniert. Später haben dann dezente Hinweise in dieser Richtung gereicht.

Die erste Reaktion (Kappung Internet) war schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.

MfG M.P.

Hallo Chess,
der erste Artikel bezieht sich auf Kindergartenkinder bzw. Grundschüler, der zweite auf einen verzweifelten Unterhaltszahlenden Vater, der dritte Artikel ist auch nach den Antworten, nicht so richtig in die Pötte gekommen und hat das Problem nur angestreift.

Leider ist mit nicht Wäsche waschen, wie in dem dritten Artikel empfohlen, garnichts geholfen, denn Ungünstigerweise ist der Kleine Bruder ein Jahr jünger und hat die gleiche Größe wie der Große, also trägt er dann dessen Klamotten.

Trotzdem Danke für deinen Hinweis.
Lieben Gruß
Plö

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Müll runter bringen
Hund Gassi gehen nach der Schule (5 Minuten Pippi,
ausführliche Gänge mache ich)
Spülmaschine ausräumen
Waschmaschine in den Trockner umräumen

Hallo, Plö,
diese „Arbeiten“ - eigentlich sind es eher Handreichungen - kann man den beiden durchaus zumuten. Unser Sohn (mittlerweile 23) hat ebenfalls seit frühester Kindheit feste Pflichten im Haushalt, solange er bei uns wohnt.

Wenn der Herr Sohn es ablehnt, bestimmte Arbeiten auszuführen, muss er diese Leistung eben „einkaufen“ - sprich: Taschengeldkürzung. Der andere Sohn kann sich ja gern diese Beträge zu seinem Taschengeld hinzuverdienen, wenn er stattdessen diese Aufgaben übernimmt.

z.B. Müll rausbringen: dreimal die Woche incl. Mülltrennung je 20 Minuten = eine Arbeitsstunde = 5-8€ Abzug vom Taschengeld.

Übrigens: Da das Internet ursächlich nichts mit der Leistungsverweigerung zu tun hat, halte ich die Maßnahme „Internetsperre“ nicht für angebracht.

Gruß
Eckard

Hallo Plö,

wenn Dein Großer behauptet,das er die ganze Hausarbeit machen muss,dann lass sie ihn auch machen und ruhe Dich aus.;o)

Ich hatte das Problem mit unserer Großen,hab mir frei genommen,mich aufs Sofa gelegt und Anweisungen gegeben,nach 3 Tagen,hat sie es eingesehen,wieviel auch ich leiste,seit dem kein gemecker mehr u.s.w im Gegenteil hilft jetzt freiwillig.

Leider ist mit nicht Wäsche waschen, wie in dem dritten
Artikel empfohlen, garnichts geholfen, denn Ungünstigerweise
ist der Kleine Bruder ein Jahr jünger und hat die gleiche
Größe wie der Große, also trägt er dann dessen Klamotten.

Ja da muss der Kleine jetzt mit durch,bei uns haben die anderen mitgelitten,nur wenn Du was erreichen willst, geht es nun mal nicht anders.Nimm Dir frei,dann haste das alles besser im Blickwinkel,und kannst gegebenenfalls einreifen,wenn der Große sich Klamotten vom Kleinen nimmt.
Wünsch Dir viel Kraft,wenn der Große ausziehen will,lass ihn,der ist schnell wieder zurück!;o)

LG Biene

Auf in den Kampf,auch Du hast Rechte und die anderen Pflichten.

[offtopic]

Hallo Chess,

Cess bitte. :smile:

Hallo Sabine

Wünsch Dir viel Kraft,wenn der Große ausziehen will,lass
ihn,der ist schnell wieder zurück!;o)

Wieso das denn? Das ist der Lauf der Welt, dass die Kinder irgendwann ausziehen, und ich fände es nicht sehr positiv, wenn dessen Versuch auf Selbständigkeit misslingen würde.

Manchmal sind Kinder übrigens auch so aufsässig, wenn sie es provozieren wollen, dass die Mutter sie mal selber machen lässt.

Mich hat es früher wahnsinnig gemacht, dass meine Mutter mir alles abgenommen hat. Allerdings sieht Selbstverantwortung nicht so aus, dass man einzelne Tätigkeiten zugewiesen bekommt, sondern auch selbst entscheiden kann, wann was gemacht wird.

Allerdings muss derjenige, der die Miete bezahlt und dem alle Haushaltsgeräte gehören, gewisse Rahmenbedingungen bestimmen dürfen.

Viele Grüße
Simsy

1 „Gefällt mir“

sorry :wink:
War keine böse Absicht, sorry

Hallo Chess,

Cess bitte. :smile:

Ganz einfach
Hallo Plö,

Er fühlt sich ausgebeutet, er müsse mehr im Haushalt machen
als ich.

Cool! Dann ist es doch ganz einfach:

Müll runter bringen
Hund Gassi gehen nach der Schule
Spülmaschine ausräumen
Waschmaschine in den Trockner umräumen

…machst DU. Alles andere macht ER.

Viel Spass, das werden gemütliche Tage (für dich)!

Julia

Hallo Plö,

nimm’s mir bitte nicht übel, aber da scheint im Vorfeld doch erheblich was schief gegangen zu sein. Gerade wenn Du arbeitest, ist einfach mehr Hilfe der Kiddies angesagt. Bei mir war das so, dass die Aufgaben ganz automatisch mit dem Alter gewachsen sind, so wie die Vergünstigungen ja auch.

Ich für meinen Teil halte von „Mama streikt“ oder „Internetanschluss kappen“ ganz und gar nix. Denn so blöde und verstockt wie man mit 14 bis 17 nunmal ist, wird man als einzigen Ausweg „Haushaltshilfeboykott“ sehen. Und damit kriegen wir dann einen wunderschönen Kreislauf, wo allenfalls der Familienfrieden leidet.

Darum würde ich den Familienrat einberufen und klare Fakten auf den Tisch legen: Du arbeitest x Stunden in der Woche, dadurch könnt Ihr überleben bzw. wenn Du „Dazuverdiener“ bist Euch den einen oder anderen Luxus leisten. Das musst Du einfach ganz klar sagen „Würde ich nicht (dazu)verdienen, dann könnten wir uns x, y und z nicht leisten.“
Wenn nun „x, y und z“ Dinge sind, die den Herren Söhnen wichtig bzw. essentiell sind (Luxusklamotten, Handy, Internetanschluss) wirst Du wohl auf offene Ohren treffen.

Anschliessend überlegt Ihr Euch, wie man Dich wirklich entlasten kann. Ich für meinen Teil fand „Müll runterbringen“ immer das schlimmste von allem, lieber habe ich die ganze Bude gesaugt (obwohl das natürlich viel mehr Aufwand war). Sprich: lass die Jungs ruhig selber entscheiden, was sie tun wollen. Und vielleicht könnt Ihr’s ja auch so machen, dass der eine die Spülmaschine ein- und ausräumt und der andere die Waschmaschine oder so? Achja, es sollte auch klar sein, was passiert, wenn die Jungs ihre Aufgaben „unentschuldigt“ nicht erledigen. Was ich zum Beispiel schon sehr früh machen musste, war mich um mein Zimmer (aufräumen und saubermachen) zu kümmern. Dazu gehört dann auch Bett beziehen (Anfangs natürlich mit viel Hilfe *kicher*) und sowas halt.

Er fühlt sich ausgebeutet, er müsse mehr im Haushalt machen
als ich.

*grins* ja, aber das ist wohl normal in dem Alter :wink: Was für mich übrigens sehr heilsam war, waren diverse Neben- bzw. Ferienjobs. Irgendwie war das für mich schon eine grosse Erkenntnis, dass man für „viel Geld“ auch verdammt „viel schaffen“ muss! Danach hat sich der „Stundenlohn“ für die Haushaltsmithilfe (gegen Taschengeld und Extras gerechnet) doch stark relativiert *fg*

Nun Frage ich mich natürlich, ist das unverschämt? Er bekommt
Taschengeld, ich bezahle sein Fitnessstudio, seine
Marken-Klamotten und Schuhe, sein Fahrgeld, seine Kino und
Ausgehabende, seinen begonnenen Führerschein und sein
künftiges Auto incl. Versicherung, seinen Internetanschluss.

Nun, das ist schon oberster Standard, würde ich sagen :wink: Mal dumm gefragt: kriegt er denn Taschengeld oder kommt er bei Bedarf vorbei und Mama greift in den Geldbeutel?

Als erste Reaktion wurde erst mal sein Internetanschluss
gekappt, darauf meinte er dann er bekäme Bafög, wenn er es
beantragen würde und dann würde er ausziehen.

Naja, bis er 18 ist, habt Ihr ja noch ein Wörtchen mitzureden :wink: Und dann soll er sich doch mal schlau machen, ob und wieviel Bafög es denn gibt und was so eine Bude kostet. Und die Klamotten. Und das Auto. Und das Handy. Und das Internet. Und was-auch-immer Du Rabenmutter so alles bezahlst. Und dann soll er nochmal sagen, ob er wirklich lieber ausziehen will. Wenn ja - lass ihn ruhig, es gibt keine bessere Sache um erwachsen zu werden *fg*

*wink*

Petzi

Adoptier mich!
Hallo.

Seine Arbeiten bisher, die er sich mit seinem Bruder teilt:
Müll runter bringen
Hund Gassi gehen nach der Schule (5 Minuten Pippi,
ausführliche Gänge mache ich)
Spülmaschine ausräumen
Waschmaschine in den Trockner umräumen

Ja, das ist natürlich soo ein extremer Stress - die armen Jungs …

Mach einfach mal folgendes : schreib auf, was alles zum Haushalt gehört, aber wirklich alles. Den Zettel hängst Du an die Pinnwand. Dann pack einen Koffer und mache Dir ein schönes langes Wochenende. Räume, in die die zwei nicht reinkommen sopllen, sperrst Du narrensicher ab. Vorausgesetzt, die beiden finden nicht eine Oma, Tante oder sonstige Anverwandte, die ihnen den Arsch hinterherschleppt, werden sie sich schön umgucken. Und danach wird nicht im Bedarfsfall, sondern ein für alle Mal ausdiskutiert, wer was wann zu tun hat und was passiert, wenn das nicht erfolgt. Zum Bleistift gibts dann eben mal kalte Küche mit Fenster offen …

Alternativ kannst Du beide natürlich auch in den Wind schießen und die Überschrift befolgen. Ich komm auch auf den Arm und schnurre.

Gruß Eillicht zu Vensre

Hi Plö,

hier meine Frage, bin ich eine Rabenmutter, die
ihrem Sohn zuviel abverlangt?

Nein! Das bist du nicht. Mach dich deswegen bloß nicht verrückt. Deinen Jungs geht es, deinem Postig zu Folge, super. Eher noch zu gut. Ihr lebt zusammen und jeder muss seinen Anteil dazu beitragen.

Es ist normal, wenn jeder zur Hausarbeit heran gezogen wird. Du bist kein Dienstmädchen und auch keine Arbeitsmaschine. Wenn sich deine Jungs mal wieder soooo ausgebeutet fühlen, mach mal eine schriftliche Aufstellung. Für jeden eine Spalte, oben der Name und darunter schreibst du, wer was tut. Am besten du schreibst noch dazu, welche Aufgaben wie lange dauern. Damit mal aufgelistet wird, wieviel Freizeit du zur freien Verfügung hast (wenn denn noch was übrig bleibt *g*) und wieviel deine Jungs. Mach ihnen klar, dass auch du das Recht darauf hast, mal „frei“ zu haben und dass das nur möglich ist, wenn du auch entlastet wirst.

Wenn dein Sprössling unbedingt ausziehen will, kannst du ihm auch noch mal erklären, was dann alles nicht mehr drin ist. Beispielsweise geht dann das bisschen Bafög für Miete und Essen drauf! Und Handy, Markenklamotten oder Fitnessstudio kann er dann unter „die Dinge, die ich gerne hätte“ ablegen. Von den Dingen, die er sonst noch so braucht (Waschmaschine, Möbel, Küchenutensilien usw.) will ich gar nicht erst anfangen. Ich glaube dein Söhnke hat sich noch gar keine Gedanken gemacht, was das Leben kostet.

Liebe Grüße
Heli

Hallo Simsy Mone

Wünsch Dir viel Kraft,wenn der Große ausziehen will,lass
ihn,der ist schnell wieder zurück!;o)

Wieso das denn? Das ist der Lauf der Welt, dass die Kinder
irgendwann ausziehen, und ich fände es nicht sehr positiv,
wenn dessen Versuch auf Selbständigkeit misslingen würde.

Wieso?Weil er merkt,das er nicht weiss wie Betten bezogen werden.:o)

Manchmal sind Kinder übrigens auch so aufsässig, wenn sie es
provozieren wollen, dass die Mutter sie mal selber machen
lässt.

Oder weil sie denken,das Mutter zu funktionieren hat und gefälligst ihren Kram alleine macht.Damit Söhne in Ruhe ihre Freizeit genießen können.

Mich hat es früher wahnsinnig gemacht, dass meine Mutter mir
alles abgenommen hat. Allerdings sieht Selbstverantwortung
nicht so aus, dass man einzelne Tätigkeiten zugewiesen
bekommt, sondern auch selbst entscheiden kann, wann was
gemacht wird.

(Mich hat mein Vater genervt,so das ich mit 18 Jahren auszog.)

Dann hat man aber als Mutter auch das Recht zu entscheiden,das man heute mal nichts kocht,weil man dazu keine Lust hat.;o)

Allerdings muss derjenige, der die Miete bezahlt und dem alle
Haushaltsgeräte gehören, gewisse Rahmenbedingungen bestimmen
dürfen.

Genau und er hat zu bestimmen,wer,was wann macht,natürlich darf auch extra was getan werden ,nach freier Entscheidung.*g*

LG Biene

Hallöchen,

Ich war auch mal 17, und meine Pflichten sahen so aus:

Mein Wellensittich jeden tag saubermachen und füttern.
Abwasch (Geschirrspüle gab net)
Waschen, was Mama mir schon vorsortiert hat.
Wäsche auf-und abhängen.
Teilweise bügeln. T-Shirts usw.
Staubsaugen alle Zimmer
Frühstück machen Sonntags
Zimmer sauber halten
Samstag war Hausarbeitstag. Alle mussten Haushalt machen.
Hauswoche im Miethaus: Beete saubermachen, Treppe wischen usw.

Also ich denke, Du verwöhnst Deine Jungs.
Das mit dem Internet war gut, aber zB würde ich nicht alle Markenklamotten bezahlen, sondern er muss sich mitbeteiligen. Sprich: Du bist der Ansicht eine Jeans muss nur 30€ kosten, dann soll er gefälligst den Rest aufbringen, wenn er meint es muss die für 100€ sein.
Ich denke mit 17 wird es alle höchste Zeit, ihm den Wert der Dinge beizubringen
Und Bafög bekommt er nicht. Er bekommt gar nichts, solnage er bei Dir wohnt und Du für ihn aufkommst.

Also kannst Du auch die Regeln bestimmen :wink:

Gruß Wölkchen

Hallo Plö,

Er fühlt sich ausgebeutet, er müsse mehr im Haushalt machen
als ich.

Der arme Junge, aber hast Du Ohrenstöpsel?
Und wer braucht den Hund? Mir käme nie einer ins Haus, ich habe weder Lust auf Gassigehen, Hundefutter kaufen, Hundesteuer zahlen, Hundedreck wegmachen, Hundehaare im Haus etc.
Mein jüngerer Sohn, 16, bekommt keine Markenklamotten, beide Jungs haben auch nie danach gefragt. Höchstens bei Schuhen haben sie genauere Vorstellungen. Ich war, ich glaube, letztes Jahr, einmal in einem Geschäft (C&A?) und habe ihm ein, zwei Hosen gekauft. Wenn er jetzt welche braucht: nur gegen Gegenleistung. Basta.
Fitnessstudio: Mein Sprössling ging zu selten hin. Abgeschafft. Sein großer Bruder hats übernommen. Kino? Ausgehabende? Wie viel zahlst Du denn dafür, und warum? Wie soll er bei diesem Geldregen lernen, dass man mit seinem Geld auskommen muss? Und vor allem, dass Geld verdient werden muss? Selbst verdientes Geld gibt man lange nicht so leichtfertig aus wie geschenktes. Meiner bekommt freitags 10 Euro, und gelegentlich zwei, drei Euro dazwischen. Er gehört zu der Sorte, die auch 200 Euro in der Woche locker ausgeben könnten. Dabei käme er aber nur auf dumme Gedanken.
Die meisten Menschen, wozu auch Jugendliche gehören (obwohl ich es manchmal abstreiten könnte…) gehen so weit, wie man sie lässt. Also ist Dein Sohn nicht unverschämt, sondern testet nur, wie weit er gehen kann. Man könnte es zwar nicht unbedingt als soziale Intelligenz werten, aber auf alle Fälle als erfolgversprechende Überlebensstrategie.

Als erste Reaktion wurde erst mal sein Internetanschluss
gekappt, darauf meinte er dann er bekäme Bafög, wenn er es
beantragen würde und dann würde er ausziehen.

Ausziehen: Gute Idee. Soll ers doch versuchen. Solange er unter 25 ist, wird ihm das Sozialamt dabei aber nicht unterstützen. Aber er wird, wenn er es versucht, lernen, dass es nicht leicht ist, zu Behörden zu gehen und zentimeterdicke Unterlagen auszufüllen. Da gibt es Geld auch erst, wenn man viel dafür getan hat! Doch er bekommt höchstwahrscheinlich nichts, weil das Einkommen seiner Eltern zu hoch ist. Aber das wird er ja herausbekommen - wenn Du denn Lust hast, die Formularberge auszufüllen… Bafög muss man zurückzahlen, oder nicht?

Liebe Grüße, Susanne

Du erntest, was Du gesät hast…
Hoi Plö!

Du fängst recht spät damit an, die Aufgaben im Haushalt zu verteilen.
Was hast DU mit der Wäsche Deines Sohnes zu tun?
Schenk ihm eine Wäschekiste - waschen darf er dann nach Terminvereinbarung in Deiner/Eurer Maschine.
Sein Zimmer ist sein Ding - mit allem, was dazugehört!
Taschengeld…darüber kann man ja reden… aber Fitnessstudio, Internet, Klamotten darf er sich doch auch in seiner Freizeit selbst verdienen!

Sorry, aber ich gehe davon aus, dass DU ihm bisher einfach viel zu wenig abverlangt hast! Deine Aufgabe ist die ARbeit, um die grundlegenden Dinge heranzuschaffen (Wohnung, Nahrung) - der vollständige Rest wird geteilt!

LG Ulli, deren Nachwuchs schon mit 12 die eigene Wäsche selbst gewaschen hat… nachdem ich mal ein rotes T-Shirt in der Wäsche hatte :smile:

Hallo Plö,

was du aufzählst ist fast schon das Programm für unsere 9jährige Tochter. Luxus und Specials hängen von uns von eingehaltenen Vereinabrungen ab.
Oberste Pflicht für einen 17jährigen: langsam erwachsen werden und lernen wie man ein Konto führt und eine Waschmaschine bestückt. Oberstes Recht: 17 sein (inklusive Jammern) - aber so langsam sollte sich das Hotel Mama auf seine Schließung vorbereiten…und der Gast auf ein Leben ohne Full-Service.

lg
doscho