Hallo Plö,
nimm’s mir bitte nicht übel, aber da scheint im Vorfeld doch erheblich was schief gegangen zu sein. Gerade wenn Du arbeitest, ist einfach mehr Hilfe der Kiddies angesagt. Bei mir war das so, dass die Aufgaben ganz automatisch mit dem Alter gewachsen sind, so wie die Vergünstigungen ja auch.
Ich für meinen Teil halte von „Mama streikt“ oder „Internetanschluss kappen“ ganz und gar nix. Denn so blöde und verstockt wie man mit 14 bis 17 nunmal ist, wird man als einzigen Ausweg „Haushaltshilfeboykott“ sehen. Und damit kriegen wir dann einen wunderschönen Kreislauf, wo allenfalls der Familienfrieden leidet.
Darum würde ich den Familienrat einberufen und klare Fakten auf den Tisch legen: Du arbeitest x Stunden in der Woche, dadurch könnt Ihr überleben bzw. wenn Du „Dazuverdiener“ bist Euch den einen oder anderen Luxus leisten. Das musst Du einfach ganz klar sagen „Würde ich nicht (dazu)verdienen, dann könnten wir uns x, y und z nicht leisten.“
Wenn nun „x, y und z“ Dinge sind, die den Herren Söhnen wichtig bzw. essentiell sind (Luxusklamotten, Handy, Internetanschluss) wirst Du wohl auf offene Ohren treffen.
Anschliessend überlegt Ihr Euch, wie man Dich wirklich entlasten kann. Ich für meinen Teil fand „Müll runterbringen“ immer das schlimmste von allem, lieber habe ich die ganze Bude gesaugt (obwohl das natürlich viel mehr Aufwand war). Sprich: lass die Jungs ruhig selber entscheiden, was sie tun wollen. Und vielleicht könnt Ihr’s ja auch so machen, dass der eine die Spülmaschine ein- und ausräumt und der andere die Waschmaschine oder so? Achja, es sollte auch klar sein, was passiert, wenn die Jungs ihre Aufgaben „unentschuldigt“ nicht erledigen. Was ich zum Beispiel schon sehr früh machen musste, war mich um mein Zimmer (aufräumen und saubermachen) zu kümmern. Dazu gehört dann auch Bett beziehen (Anfangs natürlich mit viel Hilfe *kicher*) und sowas halt.
Er fühlt sich ausgebeutet, er müsse mehr im Haushalt machen
als ich.
*grins* ja, aber das ist wohl normal in dem Alter
Was für mich übrigens sehr heilsam war, waren diverse Neben- bzw. Ferienjobs. Irgendwie war das für mich schon eine grosse Erkenntnis, dass man für „viel Geld“ auch verdammt „viel schaffen“ muss! Danach hat sich der „Stundenlohn“ für die Haushaltsmithilfe (gegen Taschengeld und Extras gerechnet) doch stark relativiert *fg*
Nun Frage ich mich natürlich, ist das unverschämt? Er bekommt
Taschengeld, ich bezahle sein Fitnessstudio, seine
Marken-Klamotten und Schuhe, sein Fahrgeld, seine Kino und
Ausgehabende, seinen begonnenen Führerschein und sein
künftiges Auto incl. Versicherung, seinen Internetanschluss.
Nun, das ist schon oberster Standard, würde ich sagen
Mal dumm gefragt: kriegt er denn Taschengeld oder kommt er bei Bedarf vorbei und Mama greift in den Geldbeutel?
Als erste Reaktion wurde erst mal sein Internetanschluss
gekappt, darauf meinte er dann er bekäme Bafög, wenn er es
beantragen würde und dann würde er ausziehen.
Naja, bis er 18 ist, habt Ihr ja noch ein Wörtchen mitzureden
Und dann soll er sich doch mal schlau machen, ob und wieviel Bafög es denn gibt und was so eine Bude kostet. Und die Klamotten. Und das Auto. Und das Handy. Und das Internet. Und was-auch-immer Du Rabenmutter so alles bezahlst. Und dann soll er nochmal sagen, ob er wirklich lieber ausziehen will. Wenn ja - lass ihn ruhig, es gibt keine bessere Sache um erwachsen zu werden *fg*
*wink*
Petzi