Welche Rolle spielt die Bibel?

Hallo,

nun zum einen beruft sich ja die Kirche auf die Bibel. DA muß ja dann wohl auch die Frage erlaubt sein, wieso eine Schrift einerseits angeblich die Menschrechte begründet, andererseits aber auch die teilweise völlig entegengesetzten Auslegungen der Kirche zuläßt. Und darauf kann die Antwort nur heißen, daß dann das Werk so eindeutig wohl nicht sein kann und daß da wohl beide Seiten mehr hineininterpretieren, als eigentlich drin ist.

Zumanderen bkeibt immer noch die Frage nach dem ersten Gebot - das verträgt sich nicht mit dem Menschrecht der Meinungsfreiheit. Und das ist eins der grundlegendsten Rechte überhaupt.

Und anders herum: Was soll da eigentlich drin stehen? Daß man nicht stehlen und nicht morden und ehebrechen darf? Na diese Dinge waren nun wahrlich auch Gesellschaften geregelt, die die Bibel nicht kannten. Die Gleichheit der Bürger? Die waren auch in Rom und Athen vor dem Gesetz alle gleich - sofern sie Bürger waren. Aber das AT erkennt ja auch nur die Gläubigen so richtig an. Und wer nicht pariert, wird bei der Sintflut halt weggeschwemmt oder wie Lots Weib zur Steinsäule. Was um alles in der Welt hat so was mit Menschenrechten zu tun?
Ich finde da nix - außer der Tatsache, daß man bitte immer schön brav auf Gott hören soll. Nur - ist das nicht eigentlich mehr Kadavergehorsam als Recht?

Gernot Geyer

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Hallo Rolf!

Mit anderen Worten, daß Judentum in seiner alten Form, ist mit
dem Auftreten Jesu aufgelöst worden.

Wenn aber nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden und du, der du ein wilder Ölzweig warst, in den Ölbaum eingepfropft worden bist und teilbekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums, so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen, daß nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich. Nun sprichst du: Die Zweige sind ausgebrochen worden, damit ich eingepfropft würde. Ganz recht! Sie wurden ausgebrochen um ihres Unglaubens willen; du aber stehst fest durch den Glauben. Sei nicht stolz, sondern fürchte dich! Hat Gott die natürlichen Zweige nicht verschont, wird er dich doch wohl auch nicht verschonen.“ (Röm.11,17-21)

Denk bitte mal drüber nach!

Gruss Harald

Hi,

Denk bitte mal drüber nach!

Habe ich gemacht. Wieder einmal die üblichen Drohungen. Anders konnten und können die Schäfchen wohl nicht bei der Stange gehalten werden.

Viele Grüße
WoDi

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Christi

Christi

Christi.

Welcher Religion gehört Christi eigentlich an?

Gruß
d.

PS du hast meine Frage noch immer nicht beantworte, warum eine gewisse Religion menschenverachtend ist, da am Samstag Kranke sterben müssen, wo es doch eine Erlösung ist, jemanden zu euthanasieren, dessen Leben nicht mehr spirituell vollkommen ist?

PS2 Christi ist ein Genitiv.

Ich habe von einem Geistlichen sogar die Äußerung gehört, dass
die Gesetzgebung der allermeisten Länder unheimlich viel
Ähnlichkeit mit den Gesetzen aus der Bibel hat, und da diese
Gesetzte nachweislich zuerst in der Bibel aufgezeichnet worden
sind, so seine Argumentation, müssen die Bibelschreiber quasi
als Urgünder unseres heutigen Rechtssystems gelten.

Das ist nicht ganz korrekt. Sehr ähnliche Verbots- und Gebotslisten gab es auch in anderen Kulturen. Aber man kann wohl mit Fug und Recht behaupten, daß es sich dabei um eine Minimalethik handelt, die in großen Teilen in Verfassungen von freien Staaten, dem Grundgesetz und den Menschenrechten aufgegangen ist.

Ich finde schon, dass diese Gebote damals eine wichtige Rolle
gespielt haben, sie haben schließlich das tägliche Miteinander
der Leute geregelt, die bereit waren sich an diese Gebote zu
halten, also das Leben im Israel zum Beispiel.

Das war wohl einfach gültiges Recht. Ich würde es nicht allzusehr überhöhen. Glaube an höhere Wesen war damals so normal wie heute Urknall und Evolution.

Was ich mich aber frage ist, hätten die Menschen eigentlich
selber darauf kommen können?

Meiner Meinung nach schon. :smile: Aber für das Ergebnis ist die Frage nun wirklich egal. Was jemand glaubt oder nicht ist doch einerlei, hauptsache er hält sich an die Regeln. Glaube hat sich da als ein sehr wirksames Motiv erwiesen.

Ich meine, braucht man tatsächlich göttliche Führung, um zu
erkennen, dass es falsch ist zu töten oder zu stehlen und dass
es andererseits etwas Gutes ist, dass man seine Eltern ehrt?

Dazu eine Anmerkung: Vom Töten ist da nirgends die Rede. Sowohl Krieg als auch Todesstrafe sind davon ausgenommen. Biblisches Recht ist nicht pazifistisch noch besonders menschenfreundlich. Kriege damals waren größer angelegte Raufereien, die in einem Massenmord endeten (nichts durfte am Leben bleiben, da dem anderen Gott gehörend). Ebenso war die Sklaverei Normalität, und die Behandlung von Frauen als Möbelstücken. (Nun, nicht ganz so, einzelne Paragrafen sind sogar sehr frauenfreundlich, aber in diese Richtung geht es.) Die damalige Gesellschaftiche Realität spiegelt sich im Recht wider.

Doch bin ich der Meinung,
dass die Gesellschaftsphilosophen, die sich damit beschäftigt
haben, alle von diesem bestimmten Verständniss dessen, was
Recht und Unrecht ist, vorgeprägt waren. Man könnte also
behaupten, sie kannten ja das Ziel und mussten nur den Weg
dorthin finden. Sie haben nichts neues gefunden, sie haben es
„nur“ neu begründet.

Analog zu einem berühmten Zität kann man sagen: Die Wissenschaft ist die Madg der gesellschaftlichen Trends.

Was denkt ihr? Kann man wirklich behaupten, dass unser
Rechtssystem, unsere Werte, heute andere wären, wenn es die
Bibel nicht gebe?

Ja.

Und weiter: Hat denn die Bibel durch die Einführung 10 Gebote
tatsächlich etwas neues gebracht oder den bereits bestehenden
Regeln des Miteinander eine verbindliche, schrifftliche Form
verpasst?

IMHO ist es nicht der konkrete Inhalt, der irgendwie innovativ wäre, sondern das Faktum, daß ein einziges Recht, das für alle (freien Männer) gilt, eingeführt wurde. Eine Absage an sich immmer steigernder Blutrache, Clanswesen, Despotentum. (In diesem Lichte ergibt auch das Talionsgesetz einen Sinn.)

Waren diese Gebote, vor ihrer Niederschrift damals, auch schon
selbstverständlich?

Das biblische Rechts- und Kultsystem ist eine Absage an umgebende gesellschaftliche Zustände. Dauernd ist von „den anderen“ die Rede und was sie alles machen, und das man das auf keinen Fall nachmachen darf (die schlimmste Übertretung ist, anderen Göttern zu dienen). Sämltiche antiken israelitischen kultischen Verbote von Prostitution bis Fleisch in Rahmsoße kann man so erklären. Insofern denke ich: Nein.

Gruß
d.

Moin, Moin Gernot,

Du scheinst es immer noch nicht begriffen zu haben: Elimelech ist Jude - JUDE, hörst Du ? - und hat mit der Kirche nichts zu tun - NICHTS! hörst Du? -
Also hör auf, ihn mit deinen Aversionen gegen die Kirche zu belämmern, laß Dich an mir aus!

Zumanderen bkeibt immer noch die Frage nach dem ersten Gebot -
das verträgt sich nicht mit dem Menschrecht der
Meinungsfreiheit. Und das ist eins der grundlegendsten Rechte
überhaupt.

Verzeih mir, aber das ist Schwachsinn. SCHWACHSINN! hörst Du?
Das erste Gebot ist Gottes Setzung und zwar die erste Setzung (deswegen das ERSTE Gebot) und darum allen anderen übergeordnet.
Die Menschenrechte sind demgegenüber menschliche Setzungen (und wie weit die aus der Bibel ableitbar sind, wird ja gerade diskutiert).

Niemand hindert Dich, anderer Meinung zu sein als Gott. Das Alte Testament ist voll von den Geschichten, wo die Menschen anderer Meinung waren. Niemand zwingt Dich auch, an ihn zu glauben. Deine freie Meinung bleibt vollkommen erhalten. Der Beweis ist doch Dein Posting, auf das ich gerade antworte.

Ich finde da nix - außer der Tatsache, daß man bitte immer
schön brav auf Gott hören soll. Nur - ist das nicht eigentlich
mehr Kadavergehorsam als Recht?

Weißt Du eigentlich, was Kadavergehorsam ist und woher der Ausdruck kommt?
Wenn ja, dann überlege noch mal, ob Du wirklich das sagen wolltest, was Du damit gesagt hast.
Wenn nein, dann informiere Dich über den Begriff „Kadavergehorsam“ - oder frag mich - und dann überlege noch mal, ob Du sagen wolltest, was Du gesagt hast.

Grundsätzlich gilt, daß Gott mit dem Volk Israel einen Bund geschlossen hat und daß dieser Bund ein rechtsförmiges Verhältnis begründet hat: beide Seiten hatten Pflichten und Rechte. Beide Seiten waren, das haben Verträge oder Bündnisse so an sich, sich im Klaren darüber, daß eine Verletzung dieses Bundes Sanktionen nach sich ziehen würde.

„Kadavergehorsam“ und die Karikatur

daß man bitte immer schön brav auf Gott hören soll,

kann ich da nicht finden.

Gruß - Rolf

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Hallo Rolf,

es geht doch nicht darum, ob jemand Jude ist oder sonstwas.
Es geht darum, daß hier jemand eine Behauptung aufstellt, die durch NICHTS zu belegen ist.
An keiner Stelle finde ich in Bezug auf Menschnrechte irgendwo im AT etwas, was so fundamental neu wäre, daß es nicht auch bei anderen Gesellschaften zu finden wäre, die dieses nicht kannten.
Und Du kannst mich anfeinden, wie Du willst: Wenn Gott bei der Sintflut die ganze Menschheit ersäuft, weil sie nicht seinem Willen folgt - dann ist das kein Zeichen für persönliche Freiheit sondern Diktatur in allerreinster Form. Es ist mir dabei Wurst, ob der Kerl, der mich umbringt, dabei Mensch oder Gott ist - tot ist tot.

Außerdem merkst Du gar nicht, daß Du Dir selber wiedersprichst - Du mußt Dich langsam makl einigen, was Du willst.
Entweder wir reden über die Bibel - dann gilt der Wortlaut der Schrift und nicht das, was ich in der heutigen gesellschaft denken und tun darf. Oder es gilt die heutige Gesellschaft - dann kann ich aber nur (da der Herr sich selber ja nicht äußert) nun einmal nur das Handeln der Kirche als Tun in seinem Auftrag betrachten(schließlich läßt der Herr ja den scheinheiligen Vater in Rom als seinen Stellvertreter agieren, ohne daß diesen der Blitz beim Schei0en trifft - also ist er offenbar damit einberstanden, was der da tut).
Also eins von beiden geht nur - entweder wir nehmen das ursprüngliche Wort oder die Interpretation.

Gernot Geyer

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Hallo,

ja natürlich sind Regeln reine Konventionen - was sonst?
Eine Gesellschaft (oder zumindest ein Teil von ihr) beschließt die Regeln, nach denen das Zusammenleben funktionieren soll.
Wenn diese Regeln mehrheitlich akzeptiert werden - dann funktioniert das (so wie in einer modernen Demokratie), wenn irgendeine kleine Führungsschicht das dem Volk einfach aufzwingen will, dann klappt es auf Dauer normalerweise nicht, weil sich dann keiner an die ungeliebten Spielregeln hält.
Natürlich ist dabei eine einheitliche Religion (welche auch immer das sein mag) hilfreich. Dann kann man verschiedene Dinge als Willen des Gottes bzw. der Götter deklarieren - und über diese Instanz kann ja dann keiner mehr diskutieren, das steht dann.

Nun sind ja einige Rechte so unviversal, daß wir sie praktisch in fast jeder Gesellschaft wiederfinden. Das Verbot, andere Menschen zu töten gehört dazu - aber auch der Schutz des Eigentums steht offenbar recht hoch im Kurs. Manchmal steht das Eigentum noch über dem Leben - in einigen Bundesstaaten der USA darf wohl ein Eigentümer heute noch auf jeden schießen, der unberechtigt sein Grundstück betritt.
Manches ist offenbar auch vom Wissens- und Entwicklungsstand abhängig. So kann es eine Gleichheit aller nicht geben, so lange die ganze Gesellschaft das Märchen von einer angeblichen höheren Geburt des Adels glaubt und bereit ist, Privilegien allein auf Grund der Abstammung zu vergeben.

Ich denke, da ist auch der Glaube an besondere universale Menschnrechte totaler Quark. Es gibt höchstens Rechte, über deren Gültigkeit bei einem großen Teil der Menschheit Übereinstimmung herrscht. Daß ich diese gut finde und richtig und daß ich sie für so wichtig halte, daß es sich lohnt darum zu kämpfen - das ist eine andere Sache. Aber sie gelten und bestehen nicht aus irgendwelchen höheren Erwägungen oder Notwendigkeiten heraus und sind noch lange keine Naturgesetze. Wasser kocht bei 100 Grad - das kann auch der Bundestag nicht per Gesetz ändern. Aber das Tötungsverbot des menschen besteht nur, so lange sich die Menschen selber dran halten - spätestens bei Kriegsausbruch ist da Schluß mit lustig. Dann ist es höchstens noch ein Schulterzucken wert, wenn irgendwo ein paar Tausend unbeteiligte Zivilisten draufgehen. Und das gilt auch dann, wenn diese Kriege im Namen der menschenrechte geführt werden. Napoleon konnte das sehr gut - aber auch in Serbien, Afghansitan und im Irak sind ja Tausende Unbeteiligte von denen umgebracht wurden, die ihnen eigentlich die Menschnrechte bringen wollten.

Gernot Geyer

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Hallo Gernot,

An keiner Stelle finde ich in Bezug auf Menschnrechte irgendwo
im AT etwas, was so fundamental neu wäre, daß es nicht auch
bei anderen Gesellschaften zu finden wäre, die dieses nicht
kannten.

Nun ja, wollen wir in den Gesellschaften bleiben, in denen das AT eine Wirkungsgeschichte hatte, so ist zwar das „Neuheitskriterium“ immer noch eines des 19.Jh.s, aber immerhin:
Die fundamentalste Aussage der allg. Menschenrechte ist die BEhauptung der Gleichwertigkeit aller Menschen.
Diese Aussage ist nicht anders zu erklären als durch Rezeption der Schaffung des Menschen nach dem Bilde Gottes. Diese Gottesebenbildlichkeit des Menschen gibt dem Menschen eine eigene Würde, unabhängig seiner sonstigen Eigenschaften.
Diese Idee ist geistesgeschichtlich nicht anders zu erklären als durch die Genesisrezeption mehrerer Jahrhunderte.
Sie hat sicherlich nicht dazu beigetragen, schon im 4. Jahrhundert die Sklaverei abzuschaffen, aber im 4. Jh. immerhin schon mal das Verbot der Kindstötung begründet.
Die hier arg verkitschte antike, griechische Philosophie sah die Gleich- bzw. Ähnlichwerdung mit Gott als das Ziel menschlichen Lebens an (also anders als das AT, das darin die Grundlage sieht): Dieses Ziel, darin war man sich einig, erreichen nur wenige, die große Masse sind Menschen zweiter Klasse - wer das nun als Ausdruck größtmöglicher Humanität feiert, kann zumindest nicht mehr die allg. Menschenrechte gleichzeitig für sich beanspruchen.

Und Du kannst mich anfeinden, wie Du willst: Wenn Gott bei der
Sintflut die ganze Menschheit ersäuft, weil sie nicht seinem
Willen folgt - dann ist das kein Zeichen für persönliche
Freiheit sondern Diktatur in allerreinster Form. Es ist mir
dabei Wurst, ob der Kerl, der mich umbringt, dabei Mensch oder
Gott ist - tot ist tot.

Du kannst aber nicht anderen Leuten Deine Hermeneutik aufzwingen.

Außerdem merkst Du gar nicht, daß Du Dir selber wiedersprichst

  • Du mußt Dich langsam makl einigen, was Du willst.
    Entweder wir reden über die Bibel - dann gilt der Wortlaut der
    Schrift und nicht das, was ich in der heutigen gesellschaft
    denken und tun darf.

Warum eigentlich? WEil Du das beschließt??? Zumindest in der christlichen Geistesgeschichte wurde die Bibel immer interpretiert (was immer wir von der jeweiligen Interpretation halten mögen).
Oder es gilt die heutige Gesellschaft -

dann kann ich aber nur (da der Herr sich selber ja nicht
äußert) nun einmal nur das Handeln der Kirche als Tun in
seinem Auftrag betrachten(schließlich läßt der Herr ja den
scheinheiligen Vater in Rom als seinen Stellvertreter agieren,
ohne daß diesen der Blitz beim Schei0en trifft - also ist er
offenbar damit einberstanden, was der da tut).

Ich verstehe auch nicht, warum Dein Gottesbild, was ebenfalls in der christlichen Geistesgeschichte so keinen Anhalt hat, plötzlich von anderen als das einzig gültige angesehen werden muss.

Also eins von beiden geht nur - entweder wir nehmen das
ursprüngliche Wort oder die Interpretation.

Bei der Frage: „Welche Rolle spielt die Bibel bei der geistesgeschichtlichen Entwicklung der allg. Menschenrechte?“
sollte man doch wohl historisch vorgehen, nicht ideologisch.
Wie haben die Erstverfasser diese Menschenrechte begründet und in welcher Argumentations- und Plausibilisierungskultur standen sie?
Im 20. Jh. nicht nur heutigen Christen, Juden oder allg. Philosophien, sondern auch denen der vergangenen Jahrhunderte vorschreiben zu wollen, wie sie die Bibel zu lesen haben, ist ein unglaublich absurdes Vorhaben.
Grüße
Taju

Gernot Geyer

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Welcher Religion gehört Christi eigentlich an?

Du fragst, welcher Religion gehört Gott an?

PS du hast meine Frage noch immer nicht beantworte, warum eine
gewisse Religion menschenverachtend ist, da am Samstag Kranke
sterben müssen, wo es doch eine Erlösung ist, jemanden zu
euthanasieren, dessen Leben nicht mehr spirituell vollkommen
ist?

Einen Tod aus einer dogmatischen Haltung (egal ob religöser oder politischer Art) zu verursachen, ist ein größeres Verbechen vor Gott, als den Tod eines lebensunfähigen Körpers willentlich herbeizuführen. Letzerer ist wohl eher ein Akt des Mitleids.

Das man dir da noch sagen muß )-: Du solltest mehr Gefühl für diese Dinge entwickeln, der Intellekt ist nicht alles und vor Verallgemeinerunge sollten wir uns hüten.

thorshammer

Du fragst, welcher Religion gehört Gott an?

Nein, aber um die Frage einfacher für dich zu machen: Welcher Religion gehören sämtliche Protagonisten des Evangeliums an? Buddhismus? Christentum?

Einen Tod aus einer dogmatischen Haltung (egal ob religöser
oder politischer Art) zu verursachen, ist ein größeres
Verbechen vor Gott

Lenk nicht ab.

als den Tod eines lebensunfähigen Körpers
willentlich herbeizuführen. Letzerer ist wohl eher ein Akt des
Mitleids.

Wieso ist es dann menschenverachtend, diese Akte des Mitleids einmal wöchentlich auszuüben? Die angeblich gebotene Unterlassung der Krankenrettung (also den Tod lebensunfähiger Körper zu verhindern) hast du als menschenverachtend bezeichnet.

Das man dir da noch sagen muß )-: Du solltest mehr Gefühl für
diese Dinge entwickeln, der Intellekt ist nicht alles und vor
Verallgemeinerunge sollten wir uns hüten.

Du solltest beim Ordnen deiner Vorurteile aufpassen, dich nicht in Widersprüche zu begeben.

PS meine Frage ist immer noch nicht beantwortet worden.

Freundlichst
d.

Und
das steht nun dem erstem biblichem gebot wirklich total
entgegen.

Welches meinst du? Wahrscheinlich das Verbot der Anbetung fremder Götter und keine Statuen zu bauen? Diese Dinge sind aber nur an das Volk Israel gerichtet (steht mehrfach, eigentlich ständig, so drin). Wer nicht dazugehört kann tun was er will. Damals ging man natürlich von einer Mehrheit der Götter aus. Jede Gruppe hatte ihren eigenen. Zugehörigkeit zur Gruppe bedeutet Fernhalten von anderen Göttern - eine Abweichung ist nicht geduldet. Es betrifft aber immer nur das eigene Volk (so wie jedes nationale Recht sich erstmal auf Staatsbürger bezieht). Es kann keine Rede davon sein, daß DIESER Gott die Absicht hat, alle Menschen dazu zu zwingen Regeln einzuhalten, die dem Volk Israel gegeben wurden.

Gruß
d.

Immerhin hatten schon im alten Sparte alle Spartaner
(allerdings nur die) gleiche Rechte.

In jedem Staat haben Staatsbürger die gleichen Rechte - und NUR DIE. Wäre ja eigenartig, wenn beispielsweise ein Inder darüber bestimmte, wer US-Präsident wird.

Gruß
d.

Du fragst, welcher Religion gehört Gott an?

Nein, aber um die Frage einfacher für dich zu machen: Welcher
Religion gehören sämtliche Protagonisten des Evangeliums an?
Buddhismus? Christentum?

Meine Frage war rethorisch. In der Bedeutung: „Du fragst, als ob man Gott fragen würde, welcher Religion er angehört.“

Ebenso bei den Protagonisten von Religionen, sie haben sich immer vom Göttlichen inspiriert gefühlt und standen geistig und zeitlich über jeder Religion.

Alles weitere bringst du durcheinander.

gruß

Hallo,

recht häufig begegnet man der Meinung, dass die Grundlagen für
die allgemeinen Menschenrechte in der Bibel gelegt wurden.

Na ja, ihre Wurzeln haben sie wohl auch auf die Bibel, aber da könnte man, wie schon hinreichend hier gesagt, jede beliebige andere Religion als Grundlage nehmen. Schau mal z.B. in http://de.wikipedia.org/wiki/Goldene_Regel. Verkündet und für ein staatliches Rechtssystem zugrunde gelegt wurden sie in der französischen Revolution. Dabei aber bekämpft von den christlichen Kirchen (Aussage von keinem Geringeren als Hans Maier, Ex-Kultusminister in Bayern).
Gehalten hat sich von den nächstenliebenden Europäern keiner daran. „Der Normalzustand (in Europa) war der Krieg, nur unterbrochen von Erschöpfungspausen.“ So steht es in einem Buch über die Einigungsgeschichte Europas.

Was sagt oder zitiert Augstein in „Jesus Menschensohn“? „Für das gedeihliche Zusammenleben der Menschen würden eine Handvoll Regeln der alten Griechen ausreichen.“

Gruss
Laika

könnte man, wie schon hinreichend hier gesagt, jede beliebige
andere Religion als Grundlage nehmen. Schau mal z.B. in
http://de.wikipedia.org/wiki/Goldene_Regel.

Das ist ja interessant. Die Goldene Regel ist überall in einer passiven Form formuliert, d.h. man soll Handeln unterlassen, von dem man möchte, dass man so selbst behandelt wird.
Nur Jesus und Ebay formulieren die Goldene Regel in der aktiven Form, die verlangt nicht lediglich unerwünschtes Handeln bei anderen zu vermeiden, sondern
andere aktiv zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte.

  1. Jahrhundert: „Alles, was ihr für euch von den Menschen erwartet, das tut ihnen auch.“ (Die Bibel, Matthäus 7, 12; Lukas 6, 31), Christentum

2000: „Wir fordern jeden dazu auf, sich anderen gegenüber so zu verhalten, wie er von ihnen behandelt werden möchte.“ (Verhaltenscodex des Internet-Auktionshauses eBay)

Rückblick
Lieber Harald, rückwirkend bezugnehmend auf unseren kleinen Disput vom 8.1 im „Fundamentalistischen Gott“ nur noch eine kurzer Hinweis. Deine Analogien sind fraglich, da es sich hier um ein tertium comparationis handelt. Auch kann ein indirekter Beweis, der aristotelische Satz: „…nicht zugleich Prädikat und sein Gegenteil sein kann“, besser Gott wird nicht gleichzeitig schwarz und/oder weiß sein in der Frage der Todestrafe. Der Heidenprediger, der auch Pharisäer ist, spricht aber vorwiegend zu Bauern und Handwerkern, die so viel vom Volk Israel wissen wie Omma von Determinismus. Im DE ist das Wort „Liebe“ all umfassend missbraucht.

Lukas redet zur Gemeinde, zu Gottberufenen, dies ist ein gewaltiger Unterschied! Gas Gesetz ist allein für den Übertreter gedacht, für den Kinderschänder. Der Gerechte ist sich selbst ein Gesetz und findet wie Abraham das Wohlgefallen. Ist dies nun Beweis genug?

Hoffentlich wird nicht einmal unsere Loyalität zu Gott durch eine Opferung unserer Kinder eingefordert. Welch ein Endzeitszenario, was da auf uns zu kommt!
Gott wird bestimm nicht Deine Humaninterpretation bezüglich der Gesetzauslegung billigen, im Gegenteil, gerade die Schriftgelehrten (Pharisäer) werden diesbezüglich in den Fokus der Iris Gottes geraten. ;-q

Ich wünsche Dir Frieden
Rainer

Hallo Rainer!

Stelle doch einen Mörder nicht auf die Ebene wie den Gottlosen
suchenden.

Warum nicht?

Gott macht da keinen Unterschied:
„Denn wenn jemand das ganze Gesetz hält und sündigt gegen ein einziges Gebot, der ist am ganzen Gesetz schuldig. Denn der gesagt hat (2. Mose 20,13-14): «Du sollst nicht ehebrechen», der hat auch gesagt: «Du sollst nicht töten.» Wenn du nun nicht die Ehe brichst, tötest aber, bist du ein Übertreter des Gesetzes.“ (Jak.2,10-11)

Und Jesus verschärft die Sache noch:
„Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist (2. Mose 20,13; 21,12): «Du sollst nicht töten»; wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein. Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Du Nichtsnutz!, der ist des Hohen Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr!, der ist des höllischen Feuers schuldig.“ (Matth.5,21-22)

Und von Suchenden ist im Text aus Hesekiel gar nicht die Rede.
Da muss ich Dir schon die Frage stellen: „Wie lieset du?“ (Luk.10,26)

Gruss Harald

Hi,

Hoffentlich wird nicht einmal unsere Loyalität zu Gott durch
eine Opferung unserer Kinder eingefordert. Welch ein
Endzeitszenario, was da auf uns zu kommt!

Diese Endzeit ist wohl schon da, wenn ich sehe, was du für ein Gottesbild hast.
Das Mittelalter erscheint mir dagegen als Hort der Moderne.

Viele Grüße
WoDi

Wodi, im Mittelalter mussten Kinder sehr schnell erwachsen werden, dort hättest Du nicht lange überlebt.
Akzeptiere doch einfach, dass es Gegner und Befürworter der Todesstrafe gibt und überprüfe Deine Argumente, wenn Du überhaupt welche haben solltest.
R.

Hi.

Jesus spricht im NT 33 (dreiunddreißig) Androhungen der Höllenstrafe aus. Diese Zahl nennt Prof. Franz Buggle in seinem Buch „Denn sie wissen nicht, was sie glauben“.

Gruß