Welcher arzt ist der richtige?

hallo,

ich habe schon seit monaten eine schilddrüsenunterfunktion und wollte deswegen jetzt mal zu einem spezialisten gehen.
welcher ist denn in diesem fall mein ansprechpartner?

lg,
nadine

Hallo,

ich habe schon seit monaten eine schilddrüsenunterfunktion und
wollte deswegen jetzt mal zu einem spezialisten gehen.

Hausarzt.
Der eigentliche Spezialist wäre ein Endokrinologe (Spezialist für Drüsen), aber eine Schilddrüsenunterfunktion ist so etwas weit verbreitetes, dass der Hausarzt der richtige Ansprechpartner ist.
Er schickt dich erstmal ins Labor zur Blutuntersuchung und zu einem Ultraschall. Und mit den Ergebnissen arbeitet er weiter. Sollte er die Notwendigkeit einer eingehenderen Untersuchung sehen, wird er an einen Spezialisten (s.o.) überweisen.
Gruß
Elke

Hallo,

ich möchte meinen Vorredner doch mal entschieden widersprechen. Der Bereich der Schilddrüse ist ein sehr heikler und Hausärzte verlassen sich nur allzugerne lediglich auf die Laborwerte. Wenn Du in einer größeren Stadt wohnst, solltest Du Dich nach einem Endokrinologikum umsehen.

LG

Avera

PS: habe selbst sehr gute Ergebnise bei Unterfuntion mit Ohrakupunktur und antroposophischer Medizin gemacht.

Generelle Anmerkung (leicht off topic)
Hallo,

erstmal zum Hausarzt, und zwar (fast) egal bei was.
Der Hausarzt wird dann schon sagen, wohin du dich anschliessend evtl. wenden kannst.

Diese grundsätzliche Verhaltensweise ist eine wirksame „Vorselektion“.
Sie ist (eine) Grundlage der hohen „Trefferquote“ der Fachärzte.

Gruss,
Thomas

Hallo Thomas,

vor Jahren hatte ich heftige Knieschmerzen, das Knie war geschwollen. Brav ging ich zum Hausarzt, der untersuchte und diagnostizierte „Arthritis“, verschrieb Diclofenac und schrieb mich 14 Tage krank mit der Maßgabe, mich still zu verhalten und das Bein hochzulegen.
Das tat ich zähneknirschend. Es wurde etwas besser, so daß ich eine Zeitlang wieder arbeiten konnte.
Es wurde nach relativ kurzer Zeit aber wieder schlimmer, so daß ich mich entschloß, ‚eigenmächtig‘ einen ausgewiesenen Sportarzt aufzusuchen, der untersuchte und diagnostizierte ohne Umschweife „Meniskusanriß“. Ich kam in eine Klinik, wurde ambulant operiert und konnte nach wenigen Stunden wieder nach Hause fahren.

Wenn ich kann, erkundige ich mich also lieber, welcher Facharzt der richtige ist und gehe sofort dorthin, ohne mich weiteren Fehldiagnosen und -behandlungen unpraktischer Ärzte auszusetzen.

LG,
MrsSippi

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hallo thomas,

auch ohne explizit so schlechte erfahrungen wie mrssippi gemacht zu haben (wohl weil ich schon länger anders vorgehe): ich suche mir die ärzte selber. wenn ich keine ahnung habe ein unkonkretes unwohlsein, ja, dann gehe ich zum hausarzt. wenn ich aber aus meinen symptomen eine fachärztliche zuständigkeit ableiten kann…dann nix wie hin, ohne hausarzt…

inzwischen gehe ich wg. unkonkretes unwohlsein auch schon nicht mehr zum hausarzt, der macht nämlich blutbilders div. detaillierungsgrade, schickt einen womöglich noch zum hämatologen etc. - auch das kann ich selber (nicht die blutbilder :wink:, aber die veränderten sich in den letzten 5 jahren sowieso eher kaum)

Diese grundsätzliche Verhaltensweise ist eine wirksame
„Vorselektion“.

für was?

Sie ist (eine) Grundlage der hohen „Trefferquote“ der
Fachärzte.

hm, da unterstellst du, dass jeder hausarzt sich in seiner umgebung in punkto facharzt für xyz gut auskennt - ist das nicht ein wenig viel verlangt? er ist doch nur mediziner :wink:

so long,

stefan

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Hallo Thomas,

lies dazu auch mal das posting von heute 12.07 h von Robde im Medizinbrett. Ein typischer Fall für meine Begriffe: Hausarzt glaubt alles korrekt diagnostizieren und mit Medikamenten behandeln zu können, anstatt bei den geschilderten Symptomen den Patienten - wenigstens parallel - schleunigst zum Endokrinologen zu überweisen.

LG,
MrsSippi