Hallo,
mich würde mal interessieren, was ihr so vom Weltjugendtag haltet, der ja im August in Köln stattfindet.
Werdet ihr hingehen, und warum?
Wenn ja was erwartet ihr?
Wenn nein, was müsste anders sein, damit ihr vielleicht hingehen würdet?
Vor allem würde mich auch interessieren, wie die "Nicht-Katholiken darüber denken und ob ihr vielleicht auch mit dem Gedanken spielt, hinzugehen.
Ich möchte hier einfach auch gleich mal vorweg sagen wie ich dazu stehe:
Ich werd auf jeden Fall dabei sein! Und ich freu mich schon darauf! Noch vor zwei Jahren, wär ich wahrscheinlich kaum bereit dazu gewesen. Meine Einstellung zur Kirche war damals noch etwas… hm… ablehnender. Ich bin zwar katholisch erzogen, aber dadurch, dass ich als Kind zur Kirche gehen musste, kam dann bei mir wahrscheinlich so eine Trotzreaktion. Aber jetzt habe ich das Gefühl, ich befinde mich wieder auf dem Weg zu Jesus. Deshalb fahre ich zum Weltjugendtag, um ihn noch besser kennenzulernen und in meinem Glauben gestärkt zu werden. Ich freue mich sehr darauf, dort eine Gemeinschaft zu erleben, die ich so wohl noch nicht kenne. Die vielen jungen Menschen, die auch so denken wie ich!
Zum Thema „Nicht-Katholiken“: Ich würde mich sehr freuen, wenn auch diese zahlreich vertreten sind. Damit es auch einen lebendigen Austausch geben kann.
Gruß
Michaela
Hi,
Werdet ihr hingehen, und warum?
ich werde Nachts in einer Grundschule Nachtwache sein und tagsüber hoffentlich etwas Zeit und Energie finden auch an den Veranstaltungen und Katechesen teilzunehmen.
Warum ich dort mitmache hat verschiedene Gründe, ich finde es schön zu sehen, wie verschieden die Menschen mit ihrem Glauben umgehen und finde es toll auf diesem Weg auch neue Formen und Ansichten kennen zu lernen.
Außerdem ist es einfach immer wieder schön, wenn man nicht nur weiß, dass man nicht alleine im Glauben ist, sondern es auch wirklich erfährt.
Desweiteren heißt es nicht umsonst „frohe Botschaft“ und je mehr Menschen da sind, destso besser kann man diese Botschaft feiern.
Wenn ja was erwartet ihr?
siehe oben
Wenn nein, was müsste anders sein, damit ihr vielleicht
hingehen würdet?
wie gesagt ich gehe hin, aber auch auf die Frage kann ich antworten, das Mottolied ist besch…eiden:wink:
Ich möchte hier einfach auch gleich mal vorweg sagen wie ich
dazu stehe:
Ich werd auf jeden Fall dabei sein! Und ich freu mich schon
darauf! Noch vor zwei Jahren, wär ich wahrscheinlich kaum
bereit dazu gewesen. Meine Einstellung zur Kirche war damals
noch etwas… hm… ablehnender. Ich bin zwar katholisch
erzogen, aber dadurch, dass ich als Kind zur Kirche gehen
musste, kam dann bei mir wahrscheinlich so eine Trotzreaktion.
Aber jetzt habe ich das Gefühl, ich befinde mich wieder auf
dem Weg zu Jesus. Deshalb fahre ich zum Weltjugendtag, um ihn
noch besser kennenzulernen und in meinem Glauben gestärkt zu
werden. Ich freue mich sehr darauf, dort eine Gemeinschaft zu
erleben, die ich so wohl noch nicht kenne. Die vielen jungen
Menschen, die auch so denken wie ich!
hehe, das beschreibt ungefährt meine persönliche Entwicklung in den letzten zwei Jahren.
Gruß
Cornel
Hallo,
ich geh nicht hin. Ich war für die Johanniter in Hannover auf dem DEKT - zum Glück hatte ich auf dem DEKT-Gelände nicht viel zu tun, ich hab mir da nur das Wise Guys-Konzert (sehr genial!) angetan und einen Bummel Querbeet - vorbei an den „Lesben in den Landeskirchen“ und der „Initiative ‚Muttermilch für Frieden und Gerechtigkeit‘“ - ja, die gibt es wirklich, ja, die meinen das ernst.
Das „Drumherum“ ist eine feine Sache, aber die Inhalte sind imho absolut indiskutabel.
Trotzdem viel Spaß,
Malte.
Hallo Michaela,
Zum Thema „Nicht-Katholiken“: Ich würde mich sehr freuen, wenn
auch diese zahlreich vertreten sind. Damit es auch einen
lebendigen Austausch geben kann.
Was soll es da für einen Austausch geben? Den austauschen heißt ja wohl geben und nehmen. Nachdem aber der scheinheilige Vater in Rom wieder mal klar gemacht hat, daß er von seiner stockkonservativen Haltung kein Stück abrückt - wie soll das da gehen?
Bist Du ein guter Katholik - dann mußt Du die Meinung des Papstes vertreten.Und die ist absolut undiskutabel für mich. also seh ich da einfach keinen Sinn drin, mit Dogmatikern kann man nicht diskutieren. Man kann nur deren Dogmen übernehmen oder sich mit ihnen streiten ohne Ende…
Gernot Geyer
Hallo Michaela,
Zum Thema „Nicht-Katholiken“: Ich würde mich sehr freuen, wenn
auch diese zahlreich vertreten sind. Damit es auch einen
lebendigen Austausch geben kann.
Was soll es da für einen Austausch geben? Den austauschen
heißt ja wohl geben und nehmen.
Natürlich heißt Austausch Geben und Nehmen!
Nachdem aber der scheinheilige
Vater in Rom wieder mal klar gemacht hat, daß er von seiner
stockkonservativen Haltung kein Stück abrückt - wie soll das
da gehen?
Bist Du ein guter Katholik - dann mußt Du die Meinung des
Papstes vertreten.
Ich weiß nicht ob ich von mir behaupten möchte ein „Guter“ Katholik zu sein, ich versuchs auf jeden Fall. Aber ich finde nicht, dass man als guter Katholik zu 100% die Meinung des Papstes teilen muss. Ich kenne Priester, die nicht immer alles super finden, was der Papst macht. Nur als „in der Kirche aktiver“ kann ich aber etwas gegen das tun, was mir nicht so gefällt.
Und die ist absolut undiskutabel für mich.
also seh ich da einfach keinen Sinn drin, mit Dogmatikern kann
man nicht diskutieren. Man kann nur deren Dogmen übernehmen
oder sich mit ihnen streiten ohne Ende…
Wer sagt denn, dass ich unbedingt mit Dogmatikern diskutieren will. Ich vor allem mit anderen Jugendlichen diskutieren.
Gruß
Michaela
Gernot Geyer
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Hallo Michaela,
ich will Dir Deinen jugendlichen Optimismus nicht rauben 
Nur als „in der Kirche
aktiver“ kann ich aber etwas gegen das tun, was mir nicht so
gefällt.
Das haben vor Dir schon viele andere versucht.
Das Ergebnis war entweder Resignation oder Austritt aus der Kirche.
So sehr ich mir den Dialog und auch Reformen wünschen würde, die Strukturen sind zu verkrustet (um nicht versteinert zu sagen), als dass sich da etwas bewegen ließe.
Wer sagt denn, dass ich unbedingt mit Dogmatikern diskutieren
will. Ich vor allem mit anderen Jugendlichen diskutieren.
Da wünsch ich Dir viel Glück!
Gruss Harald
Hi,
Bist Du ein guter Katholik - dann mußt Du die Meinung des
Papstes vertreten.
Ich weiß nicht ob ich von mir behaupten möchte ein „Guter“
Katholik zu sein, ich versuchs auf jeden Fall. Aber ich finde
nicht, dass man als guter Katholik zu 100% die Meinung des
Papstes teilen muss.
Es ist egal, was DU findest. Der Papst stellt den Idealzustand fest. Wenn Du nicht nach diesem strebst, dann ist das nicht katholisch.
Du musst ihn nicht sofort erreichen - aber Du musst Dich bemühen, das zu tun.
Kritik daran ist nicht katholisch.
Nach anderem zu streben ist nicht katholisch.
Vielleicht solltest Du Dir Deine Kirche mal genau anschauen.
Nur als „in der Kirche
aktiver“ kann ich aber etwas gegen das tun, was mir nicht so
gefällt.
Das ist ja ganz niedlich, aber es gibt KO-Kriterien - für mich zumindest. Und genau diese KO-Kriterien machen jede Diskussion mit Katholiken für mich schon von vornherein sinnlos und uninteressant. Ich will mit niemandem diskutieren, der solche Ansichten _nicht_ als KO-Kriterium ansieht. Genauer wurde das ja unlängst in diesem Brett schonmal diskutiert.
Gruß,
Malte.
Hallo Miachela,
:
Ich weiß nicht ob ich von mir behaupten möchte ein „Guter“
Katholik zu sein, ich versuchs auf jeden Fall. Aber ich finde
nicht, dass man als guter Katholik zu 100% die Meinung des
Papstes teilen muss. Ich kenne Priester, die nicht immer alles
super finden, was der Papst macht. Nur als „in der Kirche
aktiver“ kann ich aber etwas gegen das tun, was mir nicht so
gefällt.
Na das nenne ich scheinheilig. Der Papst ist das Oberhaupt der katholischen Kirche und nimmt für sich in Anspruch unfehlbar zu sein. (Ist das nicht eigentlich ne Gotteslästerung, ich dachte immer, alle Menschen wären fehlbar und unfehlbar ist nur Gott allein?). Und er legt fest, was die katholische Kirche und ihre priester dürfen und was nicht.
Was also wäre ein Kotholik, der nicht an den Papst und seine Unfehlbarkeit glaubt? Ist das überhaupt noch einer? Denn alles andere, den Glöauiben an Gott und an seinen Sohn, überhaupt alles adere am Christentum - das haben ja auch andere christliche Kirchen.
Um daran zu glauben, muß ich nicht katholisch sein.
Gernot Geyer
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Hi,
Na das nenne ich scheinheilig. Der Papst ist das Oberhaupt der
katholischen Kirche und nimmt für sich in Anspruch unfehlbar
zu sein.
Diese Aussage ist so allgemein nicht richtig!
Gruß
Cornel
Hi,
Na das nenne ich scheinheilig. Der Papst ist das Oberhaupt der
katholischen Kirche und nimmt für sich in Anspruch unfehlbar
zu sein.
Diese Aussage ist so allgemein nicht richtig!
Korrekt. Der Papst ist das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche.
Er bestimmt das Ziel dessen, was man umgangssprachlich „katholisch“ nennt.
Wenn der Papst sagt, vorehelicher GV ist „Sünde“ oder „nicht empfehlenswert“ oder wie auch immer, dann ist das das Ideal, was alle „guten“ Katholiken anzustreben haben, denn das ist das, was der römisch-katholische Gott will.
Wer dieses Ideal nicht lebt, darf trotzdem Katholik sein, denn dafür ist Vollkommenheit keine Voraussetzung - aber er ist dann trotzdem noch ein „Sünder“ oder „mangelhafter“ Katholik.
Genau aus diesem Grund ist das Argument „Kondome sind scheiße, weil ein guter Katholik eh keine braucht“ ein schon kriminelles Argument - eine katholisch-realistische Aussage wäre „verzichte auf Kondome und lebe Sexualität im Sinne der Kirche. So lange Dir das nicht gelingt, schütze Dein Leben.“ Der zweite Satz wird jedoch vorsätzlich weggelassen, weil ein Papst es für unanständig halten würde, in solchen Dingen Kompromisse vorzuschlagen.
Wer Ideale hochält, die den Äußerungen des Papstes widersprechen, ist im Grunde Häretiker. Der einzige Grund, aus dem das nicht massiv verfolgt wird, ist der, daß die Kirche dann fast keine Mitglieder (= fast kein Geld) mehr hätte.
Gruß,
Malte.
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Hi,
Na das nenne ich scheinheilig. Der Papst ist das Oberhaupt der
katholischen Kirche und nimmt für sich in Anspruch unfehlbar
zu sein.
Diese Aussage ist so allgemein nicht richtig!
Korrekt. Der Papst ist das Oberhaupt der römisch-katholischen
Kirche.
Es ging darum, dass Gernot anscheinend andeuten wollte, dass der Papst immer und überall unfehlbar ist, was definitv falsch ist.
Von Kondomen und Aids war überhaupt nicht die Rede.
Gruß
Cornel
Hi,
Korrekt. Der Papst ist das Oberhaupt der römisch-katholischen
Kirche.
Es ging darum, dass Gernot anscheinend andeuten wollte, dass
der Papst immer und überall unfehlbar ist, was definitv falsch
ist.
Von Kondomen und Aids war überhaupt nicht die Rede.
Richtig, die Sache mit den Kondomen wurde nicht „ex cathedra“ ausgesprochen, trotzdem gibt sie das anzustrebende Ideal vor. Eine Meinung, die dem widerspricht, ist per definitionem unkatholisch.
Gruß,
Malte.
Hi,
Korrekt. Der Papst ist das Oberhaupt der römisch-katholischen
Kirche.
Es ging darum, dass Gernot anscheinend andeuten wollte, dass
der Papst immer und überall unfehlbar ist, was definitv falsch
ist.
Von Kondomen und Aids war überhaupt nicht die Rede.
Richtig, die Sache mit den Kondomen wurde nicht „ex cathedra“
ausgesprochen, trotzdem gibt sie das anzustrebende Ideal vor.
Eine Meinung, die dem widerspricht, ist per definitionem
unkatholisch.
Stimmt, aber ich kann dir immer noch nicht folgen, wie du darauf jetzt kommst.
Gruß
Cornel
Richtig, die Sache mit den Kondomen wurde nicht „ex cathedra“
ausgesprochen, trotzdem gibt sie das anzustrebende Ideal vor.
Eine Meinung, die dem widerspricht, ist per definitionem
unkatholisch.
Stimmt, aber ich kann dir immer noch nicht folgen, wie du
darauf jetzt kommst.
Ich komme darauf über die Sache mit der „Unfehlbarkeit“, die von Katholiken immer gerne relativiert wird, indem behauptet wird, das gelte ja nur für ganz wenige Aussagen. Das ist ja formal auch korrekt so, aber de facto stellen auch alle anderen Aussagen des Papstes nichts wirklich anderes dar - es sind verbindliche Ansagen, Abweichung ist unkatholisch.
Außerdem beziehe ich mich damit auf die Aussage von Michaela
„Aber ich finde nicht, dass man als guter Katholik zu 100% die Meinung des Papstes teilen muss.“
Das darf sie gerne finden, aber dann hat das nicht mehr viel mit der römisch-katholischen Kirche zu tun. Wenn „Katholik“ also „Katholik in der römisch-katholischen Kirche“ bedeutet, dann ist die Aussage schlicht falsch und sie ist eine „schlechte“ Katholikin, je nach Standpunkt sogar gar keine.
Gruß,
Malte.
Hallo,
ja die Unfehlbarkeit…
Ich weiß, die gilt nur in machen Fällen. Aber dann gibt es sie, darauf besteht die römisch katholische Kirche. eigentlich ja komisch, es gibt sie erst seit 1870 - immerhion über 1800 Jahre haben die Nachfolger des heligen Petrus gebraucht, bis sie selber gemerkt haben, daß sie unfehlbar sind. Vorher war davon ja nie die Rede.
Und natürlich äußert sich der Papst oft recht allgemein.
Aber es bleit dabei, er hat erst letzte Woche wieder Empfängnisverhütung und die gleichgeschlechtliche Partnerschaft abgelehnt. Hoch offiziell in einer der ersten seiner Äußerungen. Da kommst Du nicht drumherum genau so wenig wie um die Ablehnung von Frauen als Priestern und um seine verbindliche Weisung damals an die deutschen Bischöfe, aus der Schwangerschaftsberatung auszusteigen. Denn das war eine Anweisung aus Rom, sie war verbindlich und die deutschen Bischöfe mußten sie umsetzen - gegen ihren eigenen Willen.
Da ist nichts mit eigenem Denken und da ist auch kein Raum für eigene Meinungen. Das ist eine Tatsache und deshalb lohnt es nicht, mit Anhängern der römisch/katholischenKirche zu diskutieren. Weil es auf den Versuch hinausliefe, sie ihrer eigenen Kirche zu entfremden.
Nur eins hätte ich echt gerne gewußt von euch, wenn ihr den Papst und seine Äußerungen nicht für verbindlich haltet: Was ist eigentlich an der römisch/katholischen Kirche noch römisch/katholisch, wenn man den heiligen Vater NICHT als Oberhaupt und verbindlich anerkennt?
Gernot Geyer
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Wenn der Papst sagt, vorehelicher GV ist „Sünde“ oder „nicht
empfehlenswert“ oder wie auch immer, dann ist das das Ideal,
was alle „guten“ Katholiken anzustreben haben, denn das ist
das, was der römisch-katholische Gott will.
Es gibt halt manche, für die sich das Leben nur aufs Bumsen reduziert. Wenn der Papst zwei Stunden spricht und dabei drei Minuten über Sexualmoral redet, dann werden nur diese drei Minuten von denen wahrgenommen.
Im übrigen ist Deine Aussage von vorn bis hinten falsch.
Maßgebend für einen Katholiken ist nicht das, was der Papst sagt, sondern maßgebend ist das, was ihm sein Gewissen sagt. Allein dem Gewissen ist nach katholischer Lehre der Mensch verantwortlich und sonst niemandem, auch nicht dem Papst.
Dazu gehört natürlich, daß man Gut und Böse (noch) unterscheiden kann, d.h. daß das Gewissen gebildet worden ist.
Gruß, Infotalk
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Gewissensprägung
Allein dem Gewissen ist nach katholischer Lehre der Mensch
verantwortlich und sonst niemandem, auch nicht dem Papst.
Dazu gehört natürlich, daß man Gut und Böse (noch)
unterscheiden kann, d.h. daß das Gewissen gebildet worden ist.
Hallo, Infotalk,
und wie unterscheidet das katholische Gewissen? Doch wohl nach der katholischen Meßlatte, deren Einteilung in Rom bestimmt wird - denn sonst wäre es ja kein christkatolisches Gewissen, sondern ein ketzerisches.
Es wird nicht wegzudiskutieren sein: was katholisch sein darf, wird in Rom bestimmt und von dort aus verkündet. Alles andere ist Ketzertum.
Gruß
Eckard
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Also wenn das stimmt, ist die halbe Menheit römisch/katholisch - sie weiß es nur nicht.
Denn zummanegefaßt aus dem PÖosting ergibt sich ja „Katholisch ist, wer nicht auf den Papst, sondern auf sein Gewissen hört:“ Na gut, selbst wenn ich den Glauben an Gott noch mit rein nehme - dann trifft das immer noch auf jeden ehrlichen Christen zu - außer an diue, die auf den Papst hören. Nur… wozu braucht die römisch/katholische Kirche den Ollen Mann in Rom, wenn sie ihn angeblich doch nicht ernst nimmt?
Gernot Geyer
Die katholische Kirche betrachtet sich als die allein seligmachende Kirche. Wäre es anders, so gäbe es keinen Grund für einen Katholiken, katholisch zu sein. Das gleiche gilt übrigens für Muslime und Christen. In diesem Zusammenhang muß angemerkt werden, daß ein grundlegendes Element der katholischen Glaubenslehre die Toleranz gegenüber anderen Religionen und Bekanntnissen ist. - Nach der Lehre der Kirche, vereinfacht gesagt, kann allerdings jeder Mensch das Heil erringen, auch wenn er nicht der katholischen Kirche angehören kann, z.B. weil er keine Kenntnis davon hat oder seinem Gewissen nach eine andere Religion als wahr erkannt hat. Er muß nur guten Willens sein.
Natürlich ist die Kirche als Institution nötig, denn sie tradiert den Glauben und gibt ihn über die Jahrhunderte weiter. Und ihr Oberhaupt ist nun einmal der Papst. Dies zu Deiner Frage, warum der „Olle Mann“ in Rom nötig ist.
Noch eine Anmerkung: In religiösen Fragen handelt es sich meist um Glaubensfragen, das bedeutet: Es ist nicht möglich, darüber zu diskutieren. Es handelt sich nicht z.B. um eine Naturwissenschaft, sondern um eine philosophisch-weltanschauliche Frage und jedem steht es zum Glück heute frei, sich dazu seine eigene Meinung zu bilden. Allerdings haben auch Christen und darin wiederum die Katholiken Anspruch darauf, daß man ihnen und ihrem Glauben mit Respekt begegnet.
Gruß, Infotalk
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Es wird nicht wegzudiskutieren sein: was katholisch sein darf,
wird in Rom bestimmt und von dort aus verkündet. Alles andere
ist Ketzertum.
Gruß
Eckard
Nein - die katholische Glaubenslehre gründet sich auf das Naturrecht (u.a. Leben, Freiheit, Eigentum).
Das positive Recht. d.h. ein von einem Staat erlassenes Gesetz darf sich nicht über das Naturrecht stellen.
Aus der Übereinstimmung von Naturrecht und positivem Recht ergibt sich dessen Verbindlichkeit.
Gruß, Infotalk