Wendo (Frauenselbstverteidigung)

Nur so viel vorweg:
„Wir trainieren hier in kleinen Gruppen von Frauen… um den Frauen und Mädchen eine Möglichkeit aufzuzeigen sich selbst gegen stärkere Männer zu wehren…“ Zitat Wendo Trainierin

Da kommt mir nur die Frage auf, wie es denn die Frauen schaffen sich praktisch gegen Männer zu verteidigen, wenn sie nicht einmal die Theorie mit echten Männer trainieren?

Robert

vom fighters-board.de

Hi!

Nur so viel:

Es gibt keine guten SV-KURSE (und schon gar nicht für Frauen - nicht chauvinistisch gemeint, sondern Anti-Abzock-Mentalität)

LG
Guido

Hallo,
so unsinnig ich solche Kurse auch zur Steigerung der „Wehrkraft“ einschätze - sie können in der Praxis zwei Vorteile haben. Frau lernt prinzipiell zu reagieren - sie bleibt also nicht passiv. Hier würde ich vermuten, daß eine Frau, die z.B. Opfer einer Vergewaltigung geworden ist und Gegenwehr geleistet hat, im Nachhinein besser mit der Situation klarkommt (Selbstachtung wird weniger angekratzt). Die aggressive Reaktion der Frau liefert einen Überraschungsvorteil, weil der Angreifer vermutlich mit passiver Zurückhaltung rechnet. Hat sie nun noch irgendwas wie Pfefferspray, Taser etc. dabei, kann das den entscheidenden Zeitvorteil liefern sich in „sicheres Gebiet“ zu retten. Ich würde annehmen, daß sie hier auch bei unzulässigen Elektroschockwaffen im Falle eines Angriffs vor Gericht nichts zu befürchten hat aber evtl. kann sich dazu noch mal ein Jurist äußern.

Gruss
Enno

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Hi!
Also das mit dem „Zeitvorteil“ ist nicht von der Hand zu weisen.
Trotzdem halte ich Wendo für überaus zweifelhaft. Meine Tochter hat `mal einen Kurs besucht. Ich war mit den Ergebnissen nicht zufrieden (ich unterrichte behinderte Menschen in Selbstverteidigung und weiß eigentlich wovon ich rede).
Sieht man sich die (in der Regel) relativ hohen Kursgebühren an kommen einem da schon Gedanken die in Richtung überwiegend kommerrzieller Interessen gehen.
Von den „Geheimtechniken“ des Wendo (über die man Männern gegenüber nicht reden darf) kann sich jeder selbst Gedanken machen und/oder sich ein Urteil bilden.
Gruß
Holger

Wendo allgemein der letzte Scheiss…
ich hab’ selten so einen Muell gesehen. Hat mit SV nur geringfuegig was zu tun und gibt dem Kind 'n neuen Namen, um das Rad neu zu erfinden. Mahlzeit!

TapouT

Hallo,
Wendo sagt mir nichts. Schon gut denkbar, daß es bloße Abzocke ist. Zumindest ist es leicht einsehbar, daß man effektive SV Techniken nicht in kurzer Zeit erlernen kann. Und die meisten dieser Kurse haben ja einen ziemlich beschränkten Zeitrahmen.

Gruss
Enno

Sorry, muss grinsen!
Hi Enno!

so unsinnig ich solche Kurse auch zur Steigerung der
„Wehrkraft“ einschätze - sie können in der Praxis zwei
Vorteile haben.

Ich sehe eigentlich nur einen: Den Kontostand des Anbieters *sfg*

Frau lernt prinzipiell zu reagieren - sie
bleibt also nicht passiv. Hier würde ich vermuten, daß eine
Frau, die z.B. Opfer einer Vergewaltigung geworden ist und
Gegenwehr geleistet hat, im Nachhinein besser mit der
Situation klarkommt (Selbstachtung wird weniger angekratzt).

Sorry, aber hier muss ich grinsen! Da fällt mir der Spruch ein: Nichtraucher sterben gesünder…

Die aggressive Reaktion der Frau liefert einen
Überraschungsvorteil, weil der Angreifer vermutlich mit
passiver Zurückhaltung rechnet.

Du setzt voraus, dass eine Frau nach einem SV-Kurs reagiert! Ich glaube da nur bei einem sehr geringen Prozentsatz dran!
Außerdem könnte es sein, dass der Angreifer bei einem wehrhaften Opfer (das ihm körperlich in der regel unterlegen ist) erst richtig gewalttätig wird!

Hat sie nun noch irgendwas wie
Pfefferspray, Taser etc. dabei, kann das den entscheidenden
Zeitvorteil liefern sich in „sicheres Gebiet“ zu retten.

Dazu müsste sie aber eine Hand ständig am Teaser oder Pfefferspray haben, und selbige Dinge nicht in einer Handtasche oder verschlossenen Jackentasche tragen…

LG
Guido

Hallo,

Sorry, aber hier muss ich grinsen! Da fällt mir der Spruch
ein: Nichtraucher sterben gesünder…

Das Hauptproblem bei einer Vergewaltigung scheinen doch die psychischen Spätfolgen davon zu sein. Ich werde mal die Frage, ob offensives Verhalten einer Frau bei der Verarbeitung dieses Erlebnisses hilft, im Psychologiebrett stellen.

Du setzt voraus, dass eine Frau nach einem SV-Kurs reagiert!
Ich glaube da nur bei einem sehr geringen Prozentsatz dran!

Du meinst sie bleibt passiv ?

Außerdem könnte es sein, dass der Angreifer bei einem
wehrhaften Opfer (das ihm körperlich in der regel unterlegen
ist) erst richtig gewalttätig wird!

Dazu müßte man den „prototypischen Angreifer“ kennen. Sicher ist Alkohol nicht selten im Spiel, was für sie einen weiteren Zeitvorteil bringt (allerdings auch das Problem aufwirft, daß nahezu keine Hemmnisse seinerseits mehr vorhanden sind).

Dazu müsste sie aber eine Hand ständig am Teaser oder
Pfefferspray haben, und selbige Dinge nicht in einer
Handtasche oder verschlossenen Jackentasche tragen…

Sitzt der erste Konter halbwegs, hat sie ein paar Sekunden, wenn sie erst mal auf Distanz geht. Im übrigen - ich weiß nicht wie häufig Du spät nachts noch unterwegs bist - wenn ja, beobachte mal das Verhalten von Frauen, wenn Du ihnen solo auf dem Fußweg begegnest - insbesondere mit Hinblick auf die Hände und Handtasche. Nicht selten ist eine der Hand bereits in der Handtasche - aber vielleicht sehe ich einfach nachts so brontal aus *g*.

Gruss
Enno

Hallo!

so unsinnig ich solche Kurse auch zur Steigerung der
„Wehrkraft“ einschätze - sie können in der Praxis zwei
Vorteile haben.

Ich sehe eigentlich nur einen: Den Kontostand des Anbieters
*sfg*

Das stimmt. Sehr, sehr viele schwarze Schafe …

Frau lernt prinzipiell zu reagieren - sie
bleibt also nicht passiv. Hier würde ich vermuten, daß eine
Frau, die z.B. Opfer einer Vergewaltigung geworden ist und
Gegenwehr geleistet hat, im Nachhinein besser mit der
Situation klarkommt (Selbstachtung wird weniger angekratzt).

Sorry, aber hier muss ich grinsen! Da fällt mir der Spruch
ein: Nichtraucher sterben gesünder…

Selbstbehauptungs und Selbstverteidigungskurse machen durchaus Sinn. Es kommt nicht auf die Vermittlung von SV techniken, sondern vorallem auf Gefahrenwissen, verhalten etc. an.

Die aggressive Reaktion der Frau liefert einen
Überraschungsvorteil, weil der Angreifer vermutlich mit
passiver Zurückhaltung rechnet.

Du setzt voraus, dass eine Frau nach einem SV-Kurs reagiert!
Ich glaube da nur bei einem sehr geringen Prozentsatz dran!
Außerdem könnte es sein, dass der Angreifer bei einem
wehrhaften Opfer (das ihm körperlich in der regel unterlegen
ist) erst richtig gewalttätig wird!

Diese Vermutung ist wiederlegt. Gegenwehr ist in so gut wie immer Erfolgreich. In den Fällen, wo es dann zur Körperlichen Auseinadersetzung kam, ist eine Gewaltzunahme, äußerst selten zu beobachten.

Hat sie nun noch irgendwas wie
Pfefferspray, Taser etc. dabei, kann das den entscheidenden
Zeitvorteil liefern sich in „sicheres Gebiet“ zu retten.

Dazu müsste sie aber eine Hand ständig am Teaser oder
Pfefferspray haben, und selbige Dinge nicht in einer
Handtasche oder verschlossenen Jackentasche tragen…

Ist voll korrekt. Viel wichtiger ist das „richtige“ Verhalten …

Chris

Huhu!

Das Hauptproblem bei einer Vergewaltigung scheinen doch die
psychischen Spätfolgen davon zu sein. Ich werde mal die Frage,
ob offensives Verhalten einer Frau bei der Verarbeitung dieses
Erlebnisses hilft, im Psychologiebrett stellen.

Ich dachte eigentlich die Haupt motivation eines solchen Kurses soll sein, die Vergawaltigung als solche abzuwenden!
Ob die Frau sich besser fühlt, weil sie sich gewehrt hat, kann ich nicht beurteilen, spielt aber imho auch eher periphär eine Rolle…

Du meinst sie bleibt passiv ?

Ehrlich gesagt: Das weiß ich nicht! Aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Wehrhaftigkeit nach einem Kurs mit maximal dreimonatiger Dauer diesen Effekt bringen kann!
Ich halte es zumindest für zweifelhaft, dass man die Psyche eines Menschen in so kurzer Zeit (diese Kurse finden ja nicht täglich vier Stunden lang statt) derart beeinflussen kann…

Dazu müßte man den „prototypischen Angreifer“ kennen.

Der typische Angreifer ist ja eben nicht die dunkle Gestalt, die einer frau im Park(haus) auflauert! Der Großteil kommt ja aus dem (näheren) Bekanntenkreis! Und da sehe ich eine ganz andere Hemmschwelle!

Sicher
ist Alkohol nicht selten im Spiel, was für sie einen weiteren
Zeitvorteil bringt (allerdings auch das Problem aufwirft, daß
nahezu keine Hemmnisse seinerseits mehr vorhanden sind).

Das Opfer sollte aber ebenso keine Hemmnisse mehr haben, wenn es um die Verteidigung geht! Und ich bin mir nicht sicher, ob eine Person, die für ein paar Wochen lachend einen Kurs besucht hat, wirklich in der Lage ist, so richtig brutal zu werden…

Sitzt der erste Konter halbwegs,

Ich habe solche Kurse (mit dem Ziel, die Frauen langfristig an den Verein zu binden) auch betreut. Und ich habe nicht die Erfahrung gemacht, dass mehr als 5 % in der Lage waren, nach 4 Monaten mit dem ersten Tritt die männlichen Genitalien zu treffen! Selbst das von uns primäre Ziel (Schienbein) wurde nicht ordentlich getroffen!

Im übrigen - ich weiß
nicht wie häufig Du spät nachts noch unterwegs bist - wenn ja,
beobachte mal das Verhalten von Frauen, wenn Du ihnen solo auf
dem Fußweg begegnest - insbesondere mit Hinblick auf die Hände
und Handtasche.

Ähm - wo kommst Du her?
(achja - steht ja in der ViKa)
Ich finde es hier absolut nicht so schlimm…könnte aber auch an meiner sympathischen Art liegen *hüstel*

LG
Guido

Hi!

Selbstbehauptungs und Selbstverteidigungskurse machen durchaus
Sinn. Es kommt nicht auf die Vermittlung von SV techniken,
sondern vorallem auf Gefahrenwissen, verhalten etc. an.

In maximal drei Monaten?!?!?!

Diese Vermutung ist wiederlegt. Gegenwehr ist in so gut wie
immer Erfolgreich. In den Fällen, wo es dann zur Körperlichen
Auseinadersetzung kam, ist eine Gewaltzunahme, äußerst selten
zu beobachten.

Zum Einen traue ich keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe *fg*, zum Anderen sind die meisten Täter ja eher im näheren Bekanntenkreis zu finden!

Ist voll korrekt. Viel wichtiger ist das „richtige“ Verhalten

Also: Taxi nehmen!

LG
Guido

Hi Guido

In maximal drei Monaten?!?!?!

In 20 h kann man schon eine Menge tun. Zum Beispiel Vorurteile abbauen, wie Du sie selbst geäußerst hast. Dann ist es vielleicht möglich, sich anbahnende Übergriffe zu erkennen und zu vermeiden.

Das man die Wehrhaftigkeit entscheidend verbessern kann … da glauben wir beide nicht dran.

Zum Einen traue ich keiner Statistik, die ich nicht selbst
gefälscht habe *fg*,

… und ich geb nicht viel auf Meinungen, die nicht untermauert sind.

zum Anderen sind die meisten Täter ja
eher im näheren Bekanntenkreis zu finden!

Das ist nichts neues. Genau deswegen macht die psychologische Strecke soviel Sinn. Selbst wenn Frau voll gut kämpfen könnte … welche würde denn ihren Freund, Arbeitskollegen oder Onkel schlagen?

Also: Taxi nehmen!

Wieso Taxi? Wiedersprichst Du Dich nicht gerade?

Chris

Hallo,

Ich dachte eigentlich die Haupt motivation eines solchen
Kurses soll sein, die Vergawaltigung als solche abzuwenden!

ließ mal meine erste Antwort - in Kurzform stelle ich da nur die Frage in den Raum, ob der Dünnpfiff der in diesen Kursen vermittelt wird, auch etwas gutes für die Teilnehmerin haben kann :wink:.

Ob die Frau sich besser fühlt, weil sie sich gewehrt hat, kann
ich nicht beurteilen, spielt aber imho auch eher periphär eine Rolle…

Ich halte die Frage durchaus für wichtig. Aber evtl. läßt sich so eine Verhaltenseinstellung auch durch andere Kurse ohne „Gymnastik“ bewerkstelligen.

Ich halte es zumindest für zweifelhaft, dass man die Psyche
eines Menschen in so kurzer Zeit (diese Kurse finden ja nicht
täglich vier Stunden lang statt) derart beeinflussen kann…

Das ist vermutlich wahr.

Und da sehe ich eine ganz andere Hemmschwelle!

Korrekt.

… wirklich in der Lage ist, so richtig brutal zu werden…

na ja vielleicht kann man zumindest bei 10% die brutale Ader „wecken“ *g*. Was Du in Deiner anderen Antwort erwähnst - präventives Handeln (Taxi, Begleitung) ist ohnehin der sinnvollste Ansatz.

Gruss
Enno

Ähm - nö
Hi!

Wieso Taxi? Wiedersprichst Du Dich nicht gerade?

Nö! Ich meinte: Lieber im geschützten Taxi nach Hause, statt sich auf dunkler Straße (ach so, hier der Widerspruch *g*)…

Naja - für die restliche paar Prozent Dunkle-Gassen-Angreifer… *g*

LG
Guido

Also?

Es gibt keine guten SV-KURSE

Also was sollten die Ladys tun?

Also?

Du setzt voraus, dass eine Frau nach einem SV-Kurs reagiert!
Ich glaube da nur bei einem sehr geringen Prozentsatz dran!
Außerdem könnte es sein, dass der Angreifer bei einem
wehrhaften Opfer (das ihm körperlich in der regel unterlegen
ist) erst richtig gewalttätig wird!

Also was sollten die Ladys tun?

Einmal hätte auch gereicht
Hi!

Habe ich doch geschrieben!

Entweder, sie ergreifen präventive Maßnahmen (Taxi fahren, nicht alleine rausgehen) für den Fall, der selten eintritt, aber in den meisten SV-Kursen vermittelt wird (dunkler Mann in dunkler Ecke)…

oder sie betreiben eine Kampfkunst effektiv, also über Jahre hinweg!

Gruß
Guido

Vernuenftige Kampfkunst betreiben oder es bleiben lassen. Sich alleine nicht durch dunkle Gassen und Parks schlagen und im Parkhaus Kobutans, Pfefferspray schon griffbereit in der Hand halten. So einfach ist das.

TapouT