Wenn Kinder hysterisch werden

Was passiert: es fängt eine Diskussion zwischen Mutter und Kind oder Kind und Geschwister (wo meistens die Mutter sich „einmischen“ muss); Das kleinere Kind (7-W) wird dann hysterisch, so dass man es in einer Entfernung von 10 km (viell. übertrieben) hören kann. Die Mutter wird lauter, das größere Kind (13-M) muss seinen Salz dazu geben … Mutter und Kinder werden noch lauter. Die Mutter zieht sich mitte in Tränen, Zorn oder Wutanfall zurück … es wird leiser, aber nur bis zum nächsten Mal.

Das kann doch nicht sein, oder? Das erschöpft und deprimiert einer, macht machtlos und verzweifelt. Wie kann ich helfen? Es ist schwer, was dazu zu sagen, wenn man selbst keine Kinder hat.

Für jeden Kommentar, ein liebes Dankeschön!

Cl

Das, was Du beschreibst, ist als eine Form der „Zwangsinteraktion“ in der Erziehungsforschung bekannt. Durch das Geschrei des kleinen Kindes werden die Eltern dazu gezwungen, irgendwann von ihrer Forderung abzurücken, sei es - wie in diesem Fall -, daß sie mit den Nerven am Ende sind, sei es, daß sie sich still davon machen. Dadurch lernt das Kind aber erst, daß es mit seiner Schreierei die Eltern „erziehen“ kann. Um dieses „Erziehen“ der Eltern durch das Kind zu verhindern, müssen die Eltern die „Zwangsinteraktion“ durchbrechen, indem sie klare Regeln anwenden, das Kind auf angemessene Art bestrafen (keine Schläge natürlich!) und nicht von der Bestrafung abrücken (durchhalten).

Beispiel: Kind steht an der Kasse, will Lolli. Mutter will Kind aber keinen Lolli kaufen. Kind fängt an zu quengeln. Dann muß die Mutter konsequent sein und durchhalten: Es gibt keinen Lolli (das ist für das Kind eine Bestrafung: Vorenthalten eines gewünschten Objektes). Da kann das Kind sich auf den Boden werfen, schreien, weinen usw. Es gibt keinen Lolli. Wenn man das ein paar Mal durchgehalten hat, dann wird das Kind nicht mehr quengeln, weil es gelernt hat, daß es mit solchen Faxen sein Ziel nicht erreichen wird. Wenn das Kind aber manchmal seinen Willen durchsetzt, dann sieht´s ganz übel aus: Das Kind hat nämlich in diesem Fall gelernt, daß es hin und wieder doch mit seinen Faxen erfolgreich ist und wird dieses Verhalten nur sehr schwer verlernen.

Freundliche Grüße,

Oliver

Hallo Oliver,
das ich in diesem Brett schreibe ist mehr als selten.
Aus der Zeit der Kindererziehung bin ich glücklicherweiser raus.
Aber dafür gibt es mittlerweise Enkel, die diese „Spielchen“ natürlich auch testen.
Ich gebe Dir in Deiner Aussage vollkommen recht.
„ABER“, denk einmal weiter. Die Mutter verweigert diesen Lolli, und das zu recht. Die Blicke und auch die (bestimmt erfolgenden) Kommentare der Umstehenden zu diesem Thema, erfordern von der Mutter schon ein gewaltiges Mass an Selbstdisziplin um nicht doch nachzugeben. Ich selbst habe bei meinem ältesten Enkel (9 Jahre) kein Problem, er weiss das Opa auch mal nein sagt.
der jüngere hat das noch nicht raus, er versucht es, er wird noch lernen müßen.
Dadurch das wir uns nicht so oft sehen kennt er mich noch nicht so.
Dieses Durchsetzungsvermögen muß man lernen. Schade für die Elten, die es nicht von Anfang an durchgesetzt haben. Denn die „Zwerge“ haben das sofort raus.
Gruß
Dirk m. und mit Zustimmung von „Oma“ Karin

Hallo Clarisse!
Das hört sich ziemlich anstregend an. Ich hab nur eine. Wenn sie hysterisch oder laut wird, versuche ich erst recht ruhig zu bleiben und lehne jede weitere Diskussion in dem Zustand ab. (Soll sich erst mal auf ihrem Zimmer beruhigen, bis man in Ruhe reden kann) Schont die Nerven.
Liebe Grüße
Usch

Geschwisterstreit und Schreikrampf
Hallo Clarisse,

da ist lange Zeit - vermutlich 7 Jahre lang - beim Erziehungsthema „Geschwisterliebe“ einiges falschgemacht worden:

Bei von Anfang an richtiger Handhabung stellt sich eine gesunde Situation ein:
die Geschwister lieben einander und zanken nur selten.
Hierfür sollten die Eltern beim Geschwisterzank nicht mitmachen. Das ist alles; so einfach ist das.

Auch bei uns werden die Kinder nicht zurechtgewiesen, wenn sie sich im Kinderzimmer oder im Freien zanken. Sie sollen das nur nicht in Gegenwart von Erwachsenen oder auf der Treppe tun und werden ggfls. ins Kinderzimmer verbracht, mit der ausdrücklichen Weisung, jetzt da drin zu streiten.

Lautes Gestreite zwischen Mutter und kleinem Kind gehört zu den bedauerlichen Auswirkungen der partnerschaftlichen Erziehung, man könnte sagen, zu den Opfern, die viele Eltern einer lebensfremden Emanzipationsideologie bringen, an die sie inbrünstig glauben.

Da also eine vor etlichen Jahren bewußt getroffene Entscheidung diesem lauten Familienleben zugrundeliegt, wird man kaum auf Besserung hoffen können. Gelassene und sichere elterliche Autorität war nicht gewünscht, als sie den Eltern auf natürliche Weise geschenkt worden wäre; sie gegen aufmüpfige, ungezogene Kindern zu erkämpfen, wird die (wohl alleinerziehende) Mutter kaum noch in der Lage sein.

Etwas aber fällt mir ein, was man versuchen könnte, vielleicht wenn der Knabe 14 geworden ist: Ein paar Tage verreisen und das Pärchen alleinelassen. Die Kinder sollen dabei nicht die Mutter direkt, sondern im Notfall nur einen entfernteren Verwandten o.dgl. anrufen können.

Gruß,

Wolfgang Berger

Zeichen der Stärke?
Hi Dirk!

„ABER“, denk einmal weiter. Die Mutter verweigert diesen
Lolli, und das zu recht. Die Blicke und auch die (bestimmt
erfolgenden) Kommentare der Umstehenden zu diesem Thema,
erfordern von der Mutter schon ein gewaltiges Mass an
Selbstdisziplin um nicht doch nachzugeben.

Aber sind nicht gerade auch solche „Zeichen der Stärke“ etwas, was den Kids zeigt, dass dort eine Autorität steht, die sich so leicht durch nichts beeindrucken (vielleicht mal hilfreich für das Kind in einer anderen Situation) lässt?

Liebe Grüße
Guido

Hallo Guido,

vollkommen richtig.
Als mehr- oder weniger nicht Betroffener hab ich natürlich gut reden. :wink:
Hier könnte „Kind“ lernen:
1.Später muß ich mich so durchsetzen wie Opa ( Mamma)
2.„Kind“ setzt das sofort um und sagt den mach ich nieder.
3. Wer hat die „dickeren Nerven“
Gruß
dirk m.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Clarisse,

Soweit es sich um „normalen“ Geschwisterstreit handelt, wo
es schon mal laut hergeht (und nicht zu knapp), hab ich es
immer so gehalten, daß ich mich nicht eingemischt habe, das
sollen die beiden unter sich klären, da sie ja miteinander
eine andere Beziehung haben, als zu den Eltern.

Wenn nun Mutter und Kind diskutieren und das Geschwisterkind
mischt sich ein, so wird sofort geklärt: Das ist ein Gespräch
zwischen mir und Deiner Schwester/Bruder, Du hast hier kein
Mitspracherecht.

Durch mein ADSH-Kind weiß ich, was Du mit Hysterie meinst. Also
sollte die Mutter gut beobachten, wann das Kind dazu neigt
(man weiss ja nie…nur so zur Sicherheit).
Aber auch sonst gilt: Diskussionen sind überflüssig, kommen nicht an, wenn ein Kind hysterisch ist. Kurze klare Anweisung geben, sich zu beruhigen und vor allem als Mutter keinerlei
Schwäche zeigen, dann hat sie von vorn herein verloren.
Wenn sich dies erst chronifiziert, erzieht das Kind die Mutter.

Ist die Mutter nun schon so verzweifelt, lohnt sich immer
ein Besuch in einer Einrichtung, die auf solche Fragen
(Kinderschutzzentrum z.B.) lehrreiche Antworten geben.
Das Motto unserer Einrichtung heißt:
„Kinder haben Fragen - Eltern auch.“

Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen bzw. der Mutter
(bei Bedarf auch Mailkontakt).

Herzl. Grüße
hd

Episode 2: Heute Abend

Hallo Leute, schön dass ihr euch an der Diskussion beteiligt; ich finde es wichtig die verschiedene Meinungen zu filtern, da ich (wie gesagt) selbst keine Kinder habe und nicht weiß, wie ich reagieren würde. Sicher sage ich ihr oft meine Ratschläge, aber in der Situation (die nicht ganz einfach ist) zu stecken, na ja … ich weiß es nicht, ob ich ANDERS reagieren würde.

Also, wo war ich nochmal … Freitag! Wir treffen uns immer freitags zum quatschen und trinken, immer im selben Lokal. Sie kommt meistens mit der Kleine (der Große mag das nicht so und bleibt lieber die zwei - drei Stunden zu Hause am Spielen usw.); sie kam schon gestresst (ja, wir hatten am Nachmittag telefoniert und beide hatten sich wieder gezankt) an und fing gerade sich zu entspannen als die Kleine anstatt mir ihrer neugekauften Hose mit einer Altölgefleckten entgegen kam. Ich sah schon an der Reaktion: zahlen und gehen. Kein Wort. Nur ein Blick der Verzweifelung: „ich mache alles falsch“.

Ich muss auch sagen, dass sie sich viel zu viel Gedanken darüber macht, was ANDERE denken oder machen. Mir wäre die Meinung Anderen über mich EGAL! Ich lebe sehr egoistisch … aber okay, mit Kindern sieht das etwas Anders aus. Denn ich denke, Frau wird beobachtet, be- und veurteilt, besonders dann wenn sie alleine mit Kindern da steht.

So … ich trinke nun einen Espresso (musste ja schnell zahlen *gg*) und bin gespannt auf eure „Meinung“.

LG

Clarisse

Episode 2: Heute Abend

Dazu sag ich nur, hier reagierte eher die Mutter hysterisch.

d.

Lebenserfahrung.

Die Zustimmung zeigt mir, daß Lebenserfahrung und Fachwissen nicht immer so weit auseinander liegen, wie von manchem behauptet wird.

Nochmals danke,

Oliver

Meinst du?

Also ich vergleiche eine verheiratete Mutter, in einer Familie wo viell. beide arbeiten oder der Mann „gut“ verdient: da würde man viell. sagen, ach eine Hose! wir kaufen eine neue und es ist alles okay, das Kind hatte ja Spaß.

Dann eine Mutter, die auf jedes Cent achten muss (Kindesunterhalt? kein Cent!) … die Hose gestern gekauft und gestern zum Sondermüll aussortiert …

Tja, ich denke, ich hätte auch genauso reagiert :o((

LG

Clarisse

Episode 2: Heute Abend

Dazu sag ich nur, hier reagierte eher die Mutter hysterisch.

d.

Meinst du?

Ja und

Dann eine Mutter, die auf jedes Cent achten muss
(Kindesunterhalt? kein Cent!) … die Hose gestern gekauft und
gestern zum Sondermüll aussortiert …

geht mir ja auch so. ABER, das Kind versteht das noch nicht
so, da kannst Du reden, wie Du willst. Das kommt erst viel später und wenn man das Kind zum spielen schickt, zieht man
halt nicht die neue Hose an, oder nimmt eine mit, wenn man
in Ruhe Kaffee trinken will.

Tja, ich denke, ich hätte auch genauso reagiert :o((

Menschlich verständlich, aber dennoch falsch.

Grüsse
d.

2 „Gefällt mir“

Das, was Du beschreibst, ist als eine Form der
„Zwangsinteraktion“ in der Erziehungsforschung bekannt.

Interessant, auch einmal etwas „theoretisches“ dazu zu erfahren.

Ich habe das „Bestrafen“ bei meiner Tochter (vor etwa 20 Jahren) noch ein wenig verstärkt: Es gab ausnahmsweise für meine Tochter einen etwas teureren Pudding (wir lebten damals von der Sozialhilfe). Beim ersten Brüllstart sagte ich zu meiner Tochter: „Wenn jetzt nicht sofort Schluss ist, dann trage ich auch noch den Pudding weg!“ Es war nicht Schluss, und ich trug den Pudding weg. Meine Tochter hat vor lauter Schreck das Weiterbrüllen vergessen.

Gerade beim Einkaufen mit kleineren Kindern ist hilfreich, wenn diese Dinge, die sie selber gerne essen mögen, selber in den Einkaugswagen laden dürfen (durch die hintere Klappe). Dann ist das Bedürfnis, auch einkaufen zu wollen an der Kasse schon weitgehend befriedigt.

Gruß, Karin

2 „Gefällt mir“

Wenn Mütter hysterisch werden
Moin Clarisse

Dann eine Mutter, die auf jedes Cent achten muss
(Kindesunterhalt? kein Cent!) … die Hose gestern gekauft und
gestern zum Sondermüll aussortiert …

es gibt endlose Möglichkeiten günstige gebrauchte Kinderbekleidung zu bekommen (Basare, Second-Hand Shops etc.). 7-Jährige wollen nunmal spielen und machen sich dabei schmutzig.

Zudem dürfte ein Treffen der Mutter mit einer Freundin in einem Restaurant für eine 7-jährige wohl nicht sonderlich spannend sein, zumindest nicht wenn es über 20 Minuten hinaus geht.

Wenn du deiner Freundin was gutes tun willst, dann zeig ihr, wo es günstige gebrauchte Kinderklamotten gibt und biete ihr an, mal was mit der 7-jährigen zu unternehmen, damit die Mutter vielleicht auch mal einen Nachmittag ganz für sich hat. Ich könnte mir vorstellen, dass auch DAS die Situation zwischen Mutter und Tochter entspannt.

Gruss
Marion

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Hallo Clarisse,

die anderen haben schon viel gutes beigetragen. Mir ist auch noch etwas eingefallen - ich habe übrigens ein ähnlich hysterisch-trotziges Modell und kenne das Gebrüll ganz gut…

In schlimmen Phasen greifen wir immer wieder mal zu einem Punktesystem. Voraussetzung ist, dass das Kind die Notwendigkeit, „Anfälle“ zu vermeiden, einsieht, was bei uns der Fall ist.

Wir besprechen das in einer ruhigen, entspannten Situation mit unserer Tochter und gehen wie folgt vor:

Variante 1: Bonuspunkte:

Das Kind darf sich etwas wünschen (beschränkt sich bei uns übrigens auf ideelle Dinge, wie eine Extrarunde spielen ganz alleine oder so). Für 10 Punkte im Zeitraum von 14 Tagen z. B. wird der Wunsch dann erfüllt. Einen Punkt gibt es für jeden Tag, an dem bestimmte, vorher abgesprochene Dinge ohne nennenswerten Zoff geklappt haben (Beispiel: morgens pünktlich aus dem Haus kommen).

Diese Variante hat bei uns Nachteile, weil die große Schwester zu recht reklamiert, dass sie auch eine Extrawurst „erarbeiten“ möchte *g*. Sie argumentiert damit, dass sie, nur weil sie nicht herumtrotzt, um einen Vorteil gebracht und somit für Wohlverhalten „bestraft“ wird…

Variante 2: Maluspunkte:

Pro Tag stehen 5 Punkte zur Verfügung. Jeder größere Anfall gibt einen Punkt Abzug. Ab 3 Punkten wird ein liebgewonnenes tägliches Ritual gekürzt, bei nur noch einem Punkt entfällt es fast.

Wie gesagt, eine wichtige Voraussetzung ist, dass das Kind die ganze Sache versteht und akzeptiert. Wir malen das alles auch immer schön auf :smile:

Insgesamt hilt das alles nur für eine gewisse Zeit, denn die Neigung zu Wutanfällen ist auch Charaktersache - unsere Große hat sich nie so aufgeführt, redete uns dafür schon früh an die Wand, unser Jüngster wird auch gerne laut. Manchmal können diese Anfälle auch andere Ursachen haben, wir suchen da auch noch. Im Zweifelsfall würde ich mich nicht scheuen, professionelle Hilfe zu suchen, aber ob das bei der Tochter Deiner Freundin nötig ist, kann ich natürlich nicht beurteilen.

Und noch was, ganz off topic: Schön, dass Du als kinderlose Freundin Anteil nimmst :smile:

Viele Grüße,

Sylvia

P.S.: Hab ich noch vergessen: In Geschwisterstreit mische ich mir so wenig wie möglich ein !

Hallo Sylvia,

In schlimmen Phasen greifen wir immer wieder mal zu einem
Punktesystem. Voraussetzung ist, dass das Kind die
Notwendigkeit, „Anfälle“ zu vermeiden, einsieht, was bei uns
der Fall ist.

Ich kenne dieses Punktesystem auch sehr gut. Es hat uns mal ein Kinder- und Jugendpsychologe beigebracht, wobei wir aber nur die Malus-Variante gelernt haben.
Es kann wirklich eine große Hilfe für Eltern sein, wenn es konsequent (das ist wohl das Wichtigste dabei) eingesetzt wird und die Punktvergabe für das Kind nachvollziehbar ist.
Ich kann wirklich bestätigen, daß diese Methode, gezielt eingesetzt, sehr effektiv ist, wobei das ja auch bei uns Erwachsenen ganz gut funktioniert, wenn man an das Prinzip der Flensburger Verkehrssünderkartei denkt.

Gruß
Roland

Hi Karin!

Ich habe das „Bestrafen“ bei meiner Tochter (vor etwa 20
Jahren) noch ein wenig verstärkt: Es gab ausnahmsweise für
meine Tochter einen etwas teureren Pudding (wir lebten damals
von der Sozialhilfe). Beim ersten Brüllstart sagte ich zu
meiner Tochter: „Wenn jetzt nicht sofort Schluss ist, dann
trage ich auch noch den Pudding weg!“ Es war nicht Schluss,
und ich trug den Pudding weg. Meine Tochter hat vor lauter
Schreck das Weiterbrüllen vergessen.

Ja, so meinte ich das mit dem „Bestrafen“. Anscheinend ist es wirksam. Um noch etwas „Theoretisches“ auszupacken: Das, was Du gemacht hast (Pudding wegnehmen), heißt „negative Bestrafung“, weil ein als angenehm empfundenes Objekt (Reiz) weggenommen wird statt einen als unangenehm empfundenen Reiz hinzuzufügen, wie es bei der „positiven Bestrafung“ gemacht wird.

Gerade beim Einkaufen mit kleineren Kindern ist hilfreich,
wenn diese Dinge, die sie selber gerne essen mögen, selber in
den Einkaugswagen laden dürfen (durch die hintere Klappe).
Dann ist das Bedürfnis, auch einkaufen zu wollen an der Kasse
schon weitgehend befriedigt.

Danke für den Tipp!

Gruß, Oliver

Hi Sylvia!

Dein Punktesystem erinnert mich doch sehr stark an die sogenannten Token-Systeme aus den Anfängen der VT (werden heute auch noch benutzt). Ich als „Anhänger“ der operanten Konditionierung komme da ins Schwärmen. *g*

Grüße,

Oliver

Hallo Sylvia

ich habe von diesem Punktsystem noch nie gehört … könntest du mir das (noch) klarer erklären??? (habe irgendwie nicht ganz verstanden, sorry).

Ich denke manchmal darüber nach, ob ich eine gute Mutter sein würde, denn ich - als Einzelkind aufgewachsen, der Mittelpunkt und ohne Konkurrenz - bin (ich gebe zu!) sehr egoistisch. Zum Anderen bin ich schon 38 und noch nie (richtig) den Wunsch gehabt, heiraten und /oder Mutter zu werden … ich glaube, Mutter zu sein, fordert einen riesigen Maß an Hingabe und Selbstlosigkeit; Mütter und ihre Aufgabe/Tun werden in der Gesellschaft oft nicht anerkannt, sie werden benachteiligt und und … da denke ich, so ein Glück dass du kein Kind hast.

Die Freundschaft zwischen uns ist trotzdem wunderschön, und unsere Verschiedenheiten ergänzen uns irgendwie gegenseitig. Ich würde auch … nicht alles … aber alles möglich für sie tun ;o)

LG

Clarisse