Wer arbeitet ist schön dumm

Hallo Gerd,

ich stimme dir voll zu.

Gruß
Frank

empfänger denn eine Berufsgruppe, die wesentlich zur
Gesellschaftsbildung beitragen und den Staat am Leben
erhalten?

oder ist es so, daß SoHieempfänger, in dem von dir gepredigten
System eigentlich weder produzieren noch eine
Daseinsberechtigung hätten. Daß Sohieempfänger in deinem
System garnicht vorkommen, weil sie ideologisch und von ihrer
Konsequenz her weder produzieren noch verbrauchen könnten?

hallo winkel,

du hast echt den Schuss nicht gehört.

Nochmals, gehn dier die Argumente mal wieder aus, oder warum schon wieder dieser persönliche angriff?

willst du mir jetzt

allen Ernstes einzureden versuchen, dass SoHiempfänger an
ihrer Lage selbst schuld sind?

Das habe ich nicht gesagt. Ich habe nur gesagt, daß in deinem System es ja keine Sozialhilfe geben kann. Aber sicherlich hast du verstanden was ich meinte, sonst hättest du ja nicht wieder in persönliche Beschimpfung flüchten müssen.

Diese Art Menschen hat im Osten wenigstens einfache
Tätigkeiten erlernt, die monoton waren aber benötigt wurden.

zum Beispiel?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sowas heute nicht mehr
gibt. Dennoch wurden sie dafür noch vernünftig entlöhnt und
konnten sich - wenn auch auf geringem Niveau - gewisse Kultur
leisten.

50 Mark im Monat weniger als ein Akamdemiker. Für den Minderqualifizierten sicherlich ok. Aber für den Akademiker? Aber klar, der Akademiker hätte ja nicht intelligent sein können, ohne die Arbeit der Arbeitslosen!

Kultur? Akzisefreier Schnaps? Naja kann man so sehen. Schließlich wird in sozilistischen Staaten sowieso immer excessiv gesoffen, weil ja alle so glücklich und zufrieden sind.

und die Erde ist eine Scheibe.

gruss
winkel

Ich bleibe friedlich :smile:
Hallo,

50 Mark im Monat weniger als ein Akamdemiker. Für den
Minderqualifizierten sicherlich ok. Aber für den Akademiker?
Aber klar, der Akademiker hätte ja nicht intelligent sein
können, ohne die Arbeit der Arbeitslosen!

Ich verstehe nicht, warum eine Arbeit dadurch entwertet wird, dass eine andere Arbeit genauso gut bezahlt wird. Nehmen wir mal z.B. die Abfallentsorgungsexperten, vulgo: Müllmänner. Sicherlich gehört das Entleeren von Mülltonnen nicht zu den Berufen, für die man eine besondere Qualifikation benötigt. Dennoch sieht man bei einem Streik der entsprechenden Berufsgruppe innerhalb kürzester Zeit, wie entscheidend diese Arbeit für unser aller Wohlbefinden und letztlich unsere Gesundheit ist.

Die dort beschäftigten Arbeitnehmer bekommen sicherlich ein Gehalt deutlich unter der C3/C4 Besoldungsgruppe für die Herrn Professores. Doch selbst, wenn ein Müllwerker ein gleiches Einkommen hätte, bin ich mir dennoch sicher, dass kein einziger C3 Professor den Job tauschen wollte. Warum? Weil eben Arbeit nicht nur für Geld erledigt wird. Im Gegenteil. Geld ist die denkbar schlechteste Methode für Motivation. Sie kann für die Erledigung einfacher aber unangenehmer Arbeiten genügen. Kreativität hingegen kann man nicht kaufen. Die entsteht nur bei innerer Motivation der Sache wegen.

Deshalb muss man auf keinen Fall den Real existierenden Sozialismus der DDR für gut befinden oder für obskure Ostalgie-Produkte schwärmen (schmeckt euch diese Club-Cola wirklich?? *urgs*).

Ich finde jedenfalls, man sollte sich erst einmal an die geschätzten „mehreren dutzend Milliarden Euro jährlich“ (lt. Bundesministerium der Finanzen) alleine aus Steuerhinterziehung bei Kapitalanlagen heranmachen, bevor man den Schwächsten der Schwachen an den Kragen geht.

Gruß

Fritze

Moin Christian,

Insofern halte ich die Mutmaßung, daß alle anderen Supermärkte
kein Problem haben, Personal zu finden, für gewagt, zumindest
aber für unbewiesen. Ich werde aber zukünftig verstärkt auf
Stellenangebote der beschriebenen Art achten.

Hier in Münster kenne ich jedenfalls keinen Supermarkt, wo solche Anzeigen lange hängen bleiben. Dass die Festangestellten lange dort beschäftigt bleiben, muss nichts heissen. Erstens sitzen sie auf andere Stellen, zweitens kündigt heute niemand so leicht. Man weiss ja, dass man nicht leicht eine neue Stelle findet.

Es ist nun mal so: ich frage mich zuerst, was hat der Arbeitgeber falsch gemacht? Er kann seine Stelle dem Arbeitsamt melden, die ihm dann Leute schicken. Und wenn die dann die Arbeit ablehnen, erhalten sie kein Arbeitslosengeld mehr. Das ist Druck genug.

Auch dass sich in drei Jahren alle Bewerber bewusst dumm oder aufsässig anstellen, um schnell den Job wieder zu verlieren, ohne die staatliche Unterstützung zu verlieren, ist kaum denkbar. Denn wenn die Bewerber dies bei mehreren Jobs machen, werden sie ebenfalls Probleme mit dem Arbeitsamt bekommen. Das Arbeitsamt kann das Geld wegen Arbeitsunwilligkeit kürzen oder einstellen (der Arbeitnehmer hat die Kündigung aufgrund seines Verhaltens zu verantworten). Vielleicht klagt dann der Arbeitslose, aber erst einmal erhält er das Geld nicht. Und ob er seine Arbeitswilligkeit im Prozeß nachweisen kann, wenn er sich bewusst dumm bzw. aufsässig angestellt hat, ist sehr fraglich. Jedenfalls hat das Arbeitsamt bei solchen Prozessen als Behörde den längeren Atem. Daher nehmen viele Arbeitslosen eine solche Kündigung ja auch hin. Nur wenige Arbeitslose trauen sich ja das Arbeitsamt zu verklagen.

Ciao

Ralf

Hallo Fritze,

Deshalb muss man auf keinen Fall den Real existierenden
Sozialismus der DDR für gut befinden oder für obskure
Ostalgie-Produkte schwärmen (schmeckt euch diese Club-Cola
wirklich?? *urgs*).

Richtig - darum gehts auch nicht (aber koste mal Vita-Cola :smile:
Mich nervt nur die Dummheit der Leute. Gerade, wenn hier alles so dargestellt wird, als wennwir früher auf einer Müllhalde gehaust hätten.

Gruß
Frank

Ich ja auch,

denn es hat mir immer noch keiner erklärt, wie derjenige der ein Handbuch und eine CD-Rom in eine Plastikfolie einschweißt, mehr oder gleichviel an dem Produkt beteiligt ist, wie Bill Gates, der es erfunden hat.

Da wär ich ja mal gespannt, wie das zu erklären ist.

alle andere Diskussion eines Arbeiter- und Bauern-Staates führt zwangsläufig zu einem Polpotismus.

gruss
winkel

so krass würde ich es nicht formulieren.

Mich nervt nur die Dummheit der Leute. Gerade, wenn hier alles
so dargestellt wird, als wennwir früher auf einer Müllhalde
gehaust hätten.

Aber wer sich 1990 mal eure Betriebe und Innenstädte angeschaut hat und gesehen hat, wieviel Geld in die Erhaltung von Müll investiert wurde, (nur wegen der Produktverknappung), der hat sich schon gewundert.

Und Herr Kohl ging ja auch davon aus, daß dort Werte sind auf denen die Wirtschaft der NFL aufgebaut werden könnte. Schmerzlich sah er ein: es hilft nur verschrotten und in entwicklungsländer exportieren. Wirtschaftgskraft und Basis für Wiederaufbau: „Luftblase“

gruss
winkel

winkel, das ist wieder Bildzeitungsniveau. Das hier alles Schrott war, ist ein Witz schlechthin. Der diente nur als Rechtfertigung, von einer Treuhand die ganze DDR samt 350 Mrd. DM Steuergeldern, auch von dir, verschenken zu dürfen.
Bleib mal bei den Tatsachen. Es gibt noch heute Werke, die unwesentlich verändert weiterproduzieren (z.B. Stahl- und Hartgußwerk Bösdorf hier umme Ecke). Der Rest war lediglich Konkurrenz und war zuviel.

Frank

Hallo Ralf,

Hier in Münster kenne ich jedenfalls keinen Supermarkt, wo
solche Anzeigen lange hängen bleiben.

find ich toll, daß Du Dich in den vergangenen Tagen umfassend über die Thematik in allen Supermärkten Münsters informiert hast.

Dass die
Festangestellten lange dort beschäftigt bleiben, muss nichts
heissen. Erstens sitzen sie auf andere Stellen, zweitens
kündigt heute niemand so leicht. Man weiss ja, dass man nicht
leicht eine neue Stelle findet.

Darum geht es gar nicht. Es geht darum, die vergleichsweise teuren anderen Mitarbeitern mit etwas zu beschäftigen, was mehr Geld in die Kassen bringt, nämlich den Verkauf von Ware. Dies wiederum würde bedeuten, daß ich um 19 Uhr auf dem Weg von der Arbeit nachhause nicht zehn Minuten in der Schlange an der Kasse warten müßte, weil Teile des Personals mit dem Einräumen der Ware beschäftigt ist.

Es geht also nicht darum, jemanden zu entlassen oder darum, daß jemand gekündigt hat, sondern darum, einfach einen neuen Teilzeitarbeitsplatz zu schaffen, um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.

Wie ich sagte: Das Problem scheint kein Einzelfall zu sein, was ich daraus schließe, daß inzwischen vollständig uniformierte Mitarbeiter des jeweiligen Ladens die Ware einräumen und nicht mehr „Zivilpersonen“ in Straßenkleidung, die zusätzlich keine Ahnung vom Laden haben, in dem sie arbeiten.

Es ist nun mal so: ich frage mich zuerst, was hat der
Arbeitgeber falsch gemacht? Er kann seine Stelle dem
Arbeitsamt melden, die ihm dann Leute schicken. Und wenn die
dann die Arbeit ablehnen, erhalten sie kein Arbeitslosengeld
mehr. Das ist Druck genug.

José hat es doch fein formuliert: Die Motivation spielt eine entscheidende Rolle. Sanktionierung hin oder her: Die kann dem Arbeitgeber egal sein. Er kümmter sich nur um die Folgen. Wenn man erstmal ein paar Zwangsverpflichtete da hatte, die die Brocken dann nach ein paar Tagen wieder hinwarfen oder sich krankmeldeten, dann läßt man sich halt keine Leute vom Arbeitsamt mehr schicken. Kurzum: Die Stelle ist nach meinen Informationen dem Arbeitsamt nicht gemeldet.

Ralf, Du reitest hier auf einem Einzelfall rum, der sich definitiv so verhält, wie ich es beschreibe. Ich habe diesen Einzelfall genannt, weil ich ihn eben kenne.

Ansonsten kann ich undifferenzierte Aussagen von Kunden liefern, die mir erzählen, daß sie für bestimmte Aufgaben keine Leute finden. Ich könnte von meiner Freundin erzählen, die einen Praktikanten einstellte, in der Hoffnung, ihn später als Lehrling einstellen zu können. Der Kerl war 28 mit allen möglichen abgebrochenen Ausbildungen (das aktuelle war irgendeine Umschulung oder Fördermaßnahme vom Arbeitsamt) und wußte, was meine Freundin für ihn plante (also eine richtige Ausbildung). Trotzdem kam er in vier Wochen genau einmal pünktlich und zwar nach dem Tag, an dem ihm meine Freundin sagte, daß er nicht wiederzukommen bräuchte, wenn er nochmal zu spät käme. Wie gesagt, er kam einmal pünktlich und beklagte sich an diesem Tag lautstark darüber, wie heftig das sei, morgens um sieben arbeten zu müssen. Anschließend war er eine Woche krankgeschrieben und ward nicht mehr gesehen.

Ich könnte noch von unserer Azubine des Vorjahres berichten, die in ihrer Ausbildung schon faul war, als Angestellte der Auslandsabteilung weiterhin faul ist und einzig und allein eines gesteigert hat, nämlich ihr Talent zu frechen Sprüchen. Das vor dem Hintergrund, daß Auszubildende bei uns derzeit eigentlich nicht übernommen werden, ein Einstellungsstop besteht und daß einige Aufgaben der Auslandsabteilung in Frankfurt - mit entsprechender Reduzierung bzw. Velagerung von Teilen des Personals - zentralisiert werden sollen.

Dann könnte ich noch von meiner frisch eingestellten Kollegin erzählen, die in unserer Zentrale im Januar ihre Ausbildung abschloß und die mein Chef als Verstärkung organisieren konnte, obwohl wir - wie erwähnt - einen Einstellungsstopp haben und außer ihr nur eine von rund 45 Azubis übernommen haben. Sie ist stinkend faul, schreibt den ganzen Tag Privatemails und -SMS, tummelt sich im Internet inkl. Chat, verweigert die Annahme von Arbeit nach 15 Uhr bzw. wenn sie schon was anderes hat und nicht zuletzt hält sie sich exakt 8 Stunden und dreißig Minuten im Hause auf, wobei sie ihre Mittagspause ungefähr doppelt so lang gestaltet, wie die eigentlich einkalkulierten und abgerechneten 30 Minuten. Zarte Hinweise bzgl. ihres nicht ganz optimalen Verhaltens empfindet sie als Scherz und als Gelegenheit mir zu erklären, daß ich an diesem oder jenem Freitag auch schon um 16 Uhr statt um 17 Uhr gegangen bin. Daß ich (und andere Kollegen) morgens schon da bin, wenn sie kommt und noch da bin, wenn sie geht, gibt ihr offensichtlich nicht zu denken.

Alles Einzelfälle? Oder vielleicht alle fiese Chefs oder Kollegen? Alles ein Problem oder die Schuld der Behörden?

Ich kann es nicht beurteilen, aber ich erlaube mir, den Schluß daraus zu ziehen, daß es mit der Motivation so mancher Arbeitskraft trotz der aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt, nicht ganz so weit bestellt ist, wie man es meinen sollte.

Ich mutmaße, daß Dir ganz andere erklärungen einfallen und ich bin willig, diese zu hören und zu beurteilen. Ichmutmaße allerdings auch, daß diese genauso unzutreffend und hilflos sind, wie die Versuche bzgl. der Supermarktsache.

Wie gesagt: Dein Engagement in Sachen Ehrenrettung der Arbeitslosen in allen Ehren, aber mit dem Gedanken, daß nicht jeder so engagiert ist, wie Du, solltest Du Dich anfreunden.

Gruß
Christian

Moin Christian,

Alles Einzelfälle? Oder vielleicht alle fiese Chefs oder
Kollegen?

Wofür bezieht ein Chef eigentlich sein höheres Gehalt? U.a. auch für den Punkt Mitarbeitermotivation… Sollte einem Chef mal ein unmotivierter Mitarbeiter unterkommen, dann würde ich dies nicht dem Chef anlasten. Passiert ihm dies aber häufiger, dann würde ich dem Betrieb vorschlagen, diesen Chef mal auf einen Lehrgang zu schicken.

Sicherlich gibt es hoffnungslose Fälle. U.a. weil es solche immer gibt, u.a. natürlich auch, weil heute viele froh sind, überhaupt einen Job zu haben. Dass dieser Job dann nicht ihren Neigungen entspricht und sie damit erhebliche Mühe haben, sich selbst zu motivieren, dürfte klar sein. Insofern waren die Leute in den 50er, 60er Jahre wohl tatsächlich motivierter. Weil einfach (fast) jeder den Job machen konnte, den er machen wollte.

Ciao

Ralf

owt

Hi,

Wofür bezieht ein Chef eigentlich sein höheres Gehalt? U.a.
auch für den Punkt Mitarbeitermotivation… Sollte einem Chef
mal ein unmotivierter Mitarbeiter unterkommen, dann würde ich
dies nicht dem Chef anlasten. Passiert ihm dies aber häufiger,
dann würde ich dem Betrieb vorschlagen, diesen Chef mal auf
einen Lehrgang zu schicken.

und der Chef wird befördert, wenn die Mitarbeiter gute Arbeit leisten? Im Fall des Supermarktes, und das schrieb ich, ist es so, daß die restliche Truppe seit mindestens drei Jahren unverändert ist und deutlich besser ihren Job erledigt, als in den meisten anderen Läden, die ich kenne. Fehlendes Motivationstalent?

Sicherlich gibt es hoffnungslose Fälle. U.a. weil es solche
immer gibt, u.a. natürlich auch, weil heute viele froh sind,
überhaupt einen Job zu haben. Dass dieser Job dann nicht ihren
Neigungen entspricht und sie damit erhebliche Mühe haben, sich
selbst zu motivieren, dürfte klar sein.

Alle, von denen ich sprach, haben die Tätigkeit von sich aus angestrebt (außer den abgesprungenen Supermarktfritzen, die ich nicht kenne).

Nein, die Motivationssache will ich nicht auf einen anderen abschieben. Primär ist des jeden einzelnen Pflicht, um die ordnungsgemäße Ausübung seiner Tätigkeit selbst zu kümmern. Ein motivierender Vorgesetzter ist keine Voraussetzung, sondern kann nur eine Ergänzung sein.

Eigenes Fehlverhalten Dritten in die Schuhe zu schieben, ist zwar modern, aber trotzdem falsch. Eigenverantwortung ist das entscheidende. Weder der Chef, noch das System, noch das defekte Auto oder das schlechte Fernsehbprogramm ist schuld, wenn ich schlechte Arbeit leiste, sondern ich selbst.

Aber wie gesagt: Das ist derzeit in Deutschland Mode. In weiten Teilen der Bevölkerung ist derzeit weniger Eigenverantwortlichkeit gefragt, als vielmehr die Lebensvollkaskoversicherung. Wenig überraschend, daß das auch für die berufliche Tätigkeit eingefordert wird.

Gruß
Christian

Moin Christian,

und der Chef wird befördert, wenn die Mitarbeiter gute Arbeit
leisten? Im Fall des Supermarktes, und das schrieb ich, ist es
so, daß die restliche Truppe seit mindestens drei Jahren
unverändert ist und deutlich besser ihren Job erledigt, als in
den meisten anderen Läden, die ich kenne. Fehlendes
Motivationstalent?

Anscheinend. Denn offensichtlich ist er in der Lage festangestellte Mitarbeiter zu motivierten, Praktikanten aber nicht. Sollte der Chef mal drüber nachdenken.

Sicherlich gibt es hoffnungslose Fälle. U.a. weil es solche
immer gibt, u.a. natürlich auch, weil heute viele froh sind,
überhaupt einen Job zu haben. Dass dieser Job dann nicht ihren
Neigungen entspricht und sie damit erhebliche Mühe haben, sich
selbst zu motivieren, dürfte klar sein.

Alle, von denen ich sprach, haben die Tätigkeit von sich aus
angestrebt (außer den abgesprungenen Supermarktfritzen, die
ich nicht kenne).

Sicherlich „von sich aus“. Wahrscheinlich gab es keine Alternativen. Das meinte ich ja zu den Zeiten vor 30, 40 Jahren. Da konnte man weitaus eher sagen, dass man sich den Job „von sich aus“ ausgesucht hat. Heute nimmt man, was man kriegen kann (jedenfalls viele). Auf die Probleme, die sich daraus ergeben, müssen sich auch Chefs einstellen. Jedenfalls wenn sie fähig sind.

Nein, die Motivationssache will ich nicht auf einen anderen
abschieben. Primär ist des jeden einzelnen Pflicht, um die
ordnungsgemäße Ausübung seiner Tätigkeit selbst zu kümmern.
Ein motivierender Vorgesetzter ist keine Voraussetzung,
sondern kann nur eine Ergänzung sein.

Nein, ein motivierender Vorgesetzter bildet entweder die Voraussetzung oder gehört gefeuert.

Eigenes Fehlverhalten Dritten in die Schuhe zu schieben, ist
zwar modern, aber trotzdem falsch.

Ach? Dürfen das nur die deutschen Unternehmer? Die sind doch in dieser Beziehung Weltmeister. Hin und wieder sollte man sie schon daran erinnern, dass sie für ihr Gehalt auch mal arbeiten sollten.

Ciao

Ralf