Wer hat die Ferienlänge entschieden?

Hallo zusammen,

ich wohne in BW, meine Frage bezieht sich wohl aber auf mehr Bundesländer.

Wer hat eigentlich mal festgelegt, wie lang die Ferien pro Jahr dauern?

2 Wochen Osterferien, 2 W. Pfingstferien, 6 W. Sommer, 1 W. Herbst, 2 W. Weihnachtsferien, plus die beweglichen Tage sind gute 14 Wochen Ferien pro Jahr.

Meine Meinung: das könnte mindestens um ein Drittel gekürzt werden, ohne dass meine Kinder Schaden dadurch erlitten.

Deshalb meine Frage, wer das mal entschieden hat und wem das nützen soll?

Freundliche Grüße
Jorge

Hallo Jorge,

Wer hat eigentlich mal festgelegt, wie lang die Ferien pro
Jahr dauern?

Die Länge der Ferien wurde von der Kultusministerkonferenz festgelegt und neben anderen Regelungen von den Ministerpräsidenten der Länder am 28. Oktober 1964 im sogenannten „Hamburger Abkommen“ in Gesetzesform geklopft.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hamburger_Abkommen
§3, Absatz 2 bestimmt dort die Gesamtlänge der Ferien auf 75 Werktage im Schuljahr. Weitere Bestimmungen zu den gestaffelten Sommerferien und dem Beginn der übrigen Ferien finden sich in den folgenden Absätzen 4 und 5.
http://www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_bes…

Meine Meinung: das könnte mindestens um ein Drittel gekürzt
werden, ohne dass meine Kinder Schaden dadurch erlitten.

Bin ich froh, daß Du nicht in der Kultusministerkonferenz sitzt :wink:

Viele Grüße
Marvin

Meine Meinung: das könnte mindestens um ein Drittel gekürzt
werden, ohne dass meine Kinder Schaden dadurch erlitten.

Bin ich froh, daß Du nicht in der Kultusministerkonferenz
sitzt :wink:

So schlimm wär es nicht, da die Schüler einfach zuviel Freizeit haben und dort Mist anstellen.

2 „Gefällt mir“

So schlimm wär es nicht, da die Schüler einfach zuviel
Freizeit haben und dort Mist anstellen.

Stimmt, man sollte sie wieder auf die Felder schicken, damit sie Abends erschöpft aber glücklich ins Bett sinken können.

1 „Gefällt mir“

Moin,

So schlimm wär es nicht, da die Schüler einfach zuviel
Freizeit haben und dort Mist anstellen.

Du hast Dich damals betimmt auch durch die ewig langen Ferien gequält und warst heilfroh wieder in die Schule gehen zu dürfen.

Gandalf

Hi,

nana, weiser Mann, sei doch froh, dass hier endlich mal Anzeichen sichtbar werden, dass unsere Jugend fleißig ist und sich genauso wie ihre Eltern Sorgen darum macht, wie unsere Steuergelder eingesetzt werden.

Die Franzi
PS: Zahle ich mich eigentlich selbst?

Hi

Toller Spruch, hast du auch irgendwelche Beweise für deine tollkühne Behauptung, oder richtest du dich nach Ali, Dimitrij und Florian, die um 12 Uhr besoffen an der Frittenbude stehen, sei es Ferien oder nicht?

lg
Kate

1 „Gefällt mir“

was für mist?

Hi
Ich finde die V e r t e i l u n g auch nicht sinnvoll. 6 Wochen Sommerferien finde ich etwas zu lang, hingegen würde ich die Osterferien und die Herbstferien (auf Kosten der langen Smmerferien) verlängern. Aber jeder hat eben so seine Vorlieben.
Gruß,
Branden

Hallo,

zieh nach Zimbabwe.
Dort gibt es die beste Ferienlösung, die ich irgendwo kennengelernt habe:
Das Jahr ist in 3 Trimester eingeteilt.
Schuljahr beginnt im Januar nach 4 Wochen Sommer/Weihnachtsferien.
Zweites Trimester beginnt nach den Herbst/Osterfeiren, ebenfalls 4 Wochen lang.
Dann gibt es nochmal 4wöchige Winter/Frühjahrsferien.
Alles gleichmäßig übers Jahr verteilt.
Zum Mid-Term (nach etwa 6 Wochen) gibt es den Midtermbreak, meist ein um ein oder zwei Tage verlängertes Wochenende.

Gruß
Elke

Moin,

wenn ich mich nicht gewaltig irre, war die Länge der Ferien schon in meiner Kindheit (Mitte der 50er Jahre) sehr ähnlich, wenn nicht sogar gleich.
[Bei uns auf dem Land hießen die Herbstferien noch Kartoffelferien, bzw. auf Saarländisch „Gromberferien“]
Die von Marvin erwähnte Kultusministerkonferenz hat wohl nur eine alte Tradition bestätigt.

Ansonsten gibt es wichtigere Reformen im kranken deutschen Bildungswesen als die Verkürzung der Schulferien.

Grüße
Pit

Fragt doch mal Reinerlein, was man früher an Freizeit hatte. Da kam niemand auf die Idee mit Unsinn oder kriminelles zu machen.

3 „Gefällt mir“

Hi

NIEMAND? Ist das dein Ernst? Du willst allen Ernstes behaupten das es früher keine Verbrechen oder Delikte gab, die von unter 30 Jährigen begangen wurden?

Solche Sprüche gehören maximal an den Stammtisch.

lg
Kate

1 „Gefällt mir“

Hi Elke
Das wäre nach meinem Geschmack.
Aber muss ich dafür nach Zimbabwe umziehen?
Ich würde es lieber nach D transferieren. Vielleicht kann man den einen oder anderen Schulsenator auf Urlaub nach Z. schicken, damit er sich erholt und gleichzeitig inspirieren lässt?
Gruß,
Branden

Es gab früher wirklich weniger Kriminalität (Gewalt, Drogen usw) usw., da es reichlich Freizeitmöglichkeiten gab und die Strafverfolgung besser war.

2 „Gefällt mir“

Hi

Kannst du das auch nachweisen? Hast du Quellen? Meines Wissens nach ist die Jugendkriminalität nämlich bis vor wenigen Jahren stetig gesunken, lediglich die Berichterstattung ist viel dichter geworden als sie früher je hätte sein können (denk nur mal daran, wie lang es gebraucht hat bis die Ermordung Kennedys in Deutschland bekannt wurde, während wir life auf Sat.1 zugucken konnten, wie die Türme des WTC zusammbrachen). Noch dazu, wo es, wie wir lesen können, diese widerliche Menge an Freizeit schon seit den 50ern gibt.

Und dass die Strafverfolgung ohne erhöhte Infrastruktur, bessere Kommunikationsmöglichkeiten, bessere Spurenuntersuchungen, fortgeschrittene Pathologie, Genanalyse etc. so viel besser gewesen sein soll, kann ich auch nicht glauben.

lg
Kate

4 „Gefällt mir“

Guten Tag junger Mann.

Bist Du von Sinnen?
Die tibetanische Gebetsmühle von den überforderten, gestreßten, ausbrennenden Schülern läuft ununterbrochen, wie kannst Du widersprechen?

Du forderst weniger Ferien?
Du willst unseren kleinen Demokraten ihre knappen Erholungsfreiräume kürzen?

Was bist Du nur für ein Mensch!

Du erinnerst mich in Deiner Unbarmherzigkeit an einen berühmten Charakter meiner Kindheit: Kennst Du den Film „Das kalte Herz“ mit Erwin Geschonneck??

Da rät der Schatzhauser dem im wahrsten Sinne des Wortes herzlosen Peter: „Verstand hättest Du Dir wünschen sollen!“. :wink:

Spaß beseite. :smile:

Unsere Ferienzeit fiel mit

8-9 W. Sommerferien
1 W. Herbstferien
3 W. Winterferien
1 W. Frühjahrsferien

nicht kürzer aus.

Das Schuljahr war jedoch besser durchorganisiert. Es gab grundsätzlich 38 Unterrichtswochen, von denen 30 Unterrichtswochen nach den Lehplänen liefen. Der Schulanfang war i m m e r der 1. September, es sei denn, der 1. September fiel auf einen Freitag oder Sonnabend. Dann begann die Schule am darauffolgenden Montag. Der Schuleintritt als das allesüberstrahlende Ereignis für die künftigen Schulkinder fand immer am Sonnabend vor dem 1. Schultag statt.
Weil die Termine bis auf die Datumsverschiebung der Feiertage starr geregelt waren, war für uns Kinder jedes Schuljahr von der 1.-12. Klasse gleich. Der Lernrhythmus war völlig gleichmäßig.

Nach ein paar Tagen echter Freizeit waren wir froh, wenn der Staat seine Angebote machte. (Ferienlager, Ferienspiele, Ausflüge mit den Interessenszirkeln oder der FDJ)
Andernfalls würde ich nicht meine Hand ins Feuer legen, ob wir uns irgendwann nicht auch so gestört aufgeführt hätten wie heutzutage, wo die Kinder sich gefälligst alleine kümmern und mit sich selbst beschäftigen sollen. Am besten im eigenen Kinderzimmer vor dem Fernseher oder der Spielkonsole, so daß die Erwachsenen bitte schön nicht behelligt werden. Der obligatorische Flugzeugurlaub in ferne Länder dient diesbezüglich als Sedativum für die kindliche Psyche, sonst gäbe es in den Kinderzimmern vermutlich nur noch Mord und Totschlag, wenn niemand was mit den Kindern macht.

Die Ferien dienten uns außerdem auch für das Arbeiten in der Produktion (wer wollte) und für die heiß geliebten :wink: Ernteeinsätze.

Die Betriebspraktika im Zuge der polytechnischen Schulausbildung fanden normalerweise nach den 30 Wochen Lehrplanunterricht statt, mitunter in den Ferien. Wiederholungsprüfungen bzw. Nachprüfungen (einschließlich des damit für den Schüler verbundenen Selbststudiums) zu den Schulabschlußprüfungen und den Prüfungen zur Versetzung in die nächste Klasse fanden zum Ende Sommerferien statt.

Die Verteilung der Ferien heute betrachte ich als schlecht. Die Sommerferien sind zu kurz für längeres Arbeiten, und zu lang, um das Loch im Gedächtnis der Schüler zu vermeiden. Die Rotation der Termine ist idiotisch hoch zehn und nervt – ähnlich wie die Unmode, Ferien in der halben Woche beginnen oder enden zu lassen, statt so oft wie möglich ganze Wochen und einen Beginn am Montag anzustreben.

Des weiteren gibt es für einen säkularen Staat des 21. Jahrhunderts viel zuviele religiös-christliche Feiertage, die einerseits kein Mensch braucht, außer in Bayern zum Biertrinken vielleicht, und die andererseits im allgemeinen mit überflüssigen freien Tagen aufgebläht werden, so daß wieder an Gleichmäßigkeit orientierte Unterrichtszeit verloren geht.

Nebenbei: Was glaubst Du, wie schnell Deutschland im Bürgerkrieg wäre, wenn die L e h r e r weniger Ferien bekommen sollen. :smile:

Tschüß

Hallo Reinerlein

Unsere Ferienzeit fiel mit

8-9 W. Sommerferien
1 W. Herbstferien
3 W. Winterferien
1 W. Frühjahrsferien

nicht kürzer aus.

Das ist ja n o c h schlimmer, mit Verlaub! Was soll der normale Mensch denn mit 8 bis 9 Wochen Sommeferien anfangen - und was soll er mit den anderen, zum Teil viel zu kurzen machen?
Mein Ideal wäre 4 x 3 Wochen (kommt aufs selbe raus, ist nur besser verteilt). Wenn man irgendwo Urlaub machen möchte, sind 2 bis 3 Wochen ideal, finde ich.
Wobei ich persönlich im Winter gar keine Ferien bräuchte, aber auf jeden Fall 3 Wochen im Frühjahr und 3 Wochen im Herbst.
Gruß,
Branden

Hallöle Branden.

Das ist ja n o c h schlimmer, mit Verlaub!
Was soll der normale Mensch denn mit 8 bis 9 Wochen Sommeferien anfangen

Seine freie Zeit genießen, Arbeiten (Geld!), Betriebspraktika machen, in den Urlaub fahren (wenn es unbedingt sein muß), Ferienlager, kulturelle Ausflüge, längere Hausaufgaben erledigen.

und was soll er mit den anderen, zu kurzen machen?

Im Schuljahr wird Schule gemacht. Straff und ohne nennenswerte Unterbrechungen bitte. Wir hatten über die kurzen Ferien des weiteren häufig (aber nicht immer) Hausaufgaben auf. Lesen, einen Schülervortrag ausarbeiten, eine längere schriftliche Arbeit anfertigen, Aufgaben wiederholen und üben (für die Klassenarbeit gleich nach den Ferien), irgendwas bauen für Mathe, Physik oder Technik, in der Abiturstufe zunehmend Selbststudium und Vorbereitung auf die Konsultationstage.

Die Winterferien im Februar markierten das Ende des 1. Halbjahres und eröffneten Möglichkeiten zum Wintersporturlaub.

Völlig ungeeignet finde ich die Einteilung in Schuljahresdrittel; das hatten wir im gegliederten Schulsystem der Weimarer Republik und für mein Empfinden zerfällt das als organisatorische Einheit konzipierte Schuljahr zu stark.

Und warum sollten denn die Herbstferien länger sein? Im September mit der Schule begonnen und im Oktober schon wieder wochenlang Ferien machen? Tzzzzz.
Das gleiche mit den Frühjahrsferien, und in der Zeit liegen die vielen Feiertage (1. Mai, Ostern, Pfingsten, Himmelfahrt/Männertag).

Vergiß nicht, daß zu meiner Schulzeit der Sonnabend normaler Unterrichtstag war; Ferien bedeuteten demzufolge auch zur Abwechslung lange Wochenenden (Sonnabend+Sonntag) zu bekommen. Atemberaubender Luxus, wenn man ansonsten sechs Tage die Woche in der Schule ist. Nicht daß das geschadet hätte, im Gegenteil.

Von mir aus können wir die Sommerferien gerne kürzen auf 5 W. macimal, wenn der Rest wie in meiner Aufzählung gestaltet wird.
:wink:

aber auf jeden Fall 3 Wochen im Frühjahr und 3 Wochen im Herbst.

Wozu denn bitte?

3 Wochen Drachensteigen, Kastanien sammeln und Blätter pressen?

3 Wochen Märzenbecher und Schneeglöckchen bewundern, den Osterspaziergang im dichten Pollenflug rezitieren und frühjahrsmüde bis in die Puppen im Bett bleiben?

-P

Viele Grüße

Hallo Branden,

Das ist ja n o c h schlimmer, mit Verlaub! Was soll der
normale Mensch denn mit 8 bis 9 Wochen Sommeferien anfangen

Also mir waren meine 8-9 Wochen Sommerferien gerade richtig und vergingen eigentlich wie im Fluge. Keine Spur von Langeweile und auch sonst habe ich niemanden aus meiner Schule gekannt, dem sie zu lang waren.
Schade, daß sich offenbar bis jetzt noch kein heutiger Schüler zur Sommerferienlänge geäußerst hat (ich entschuldige mich schon mal im voraus, wenn ich einen übersehen haben sollte).

Viele Grüße
Marvin