Hallo Jonas,
hallo kubi 8^>
wieso wertest du menschen so gering? die bibel ist von
menschen aufgeschrieben worden - im gegensatz zum koran,
beispielsweise.
Und wer hat den geschrieben? Ist er als Quantenfluktuation
spontan entstanden, oder hat Allah höchstpersönlich seinen
Füller geschwungen?
ich bin kein moslem, aber AFAIK ist es ein glaubensgrundsatz (zumindestens element muslimischer theologie) dass der Qur-ân (ihc liibä fremmdæ schr@ipwaizen *g* - so hab ich den koran auch mal buchstabiert gesehen, lustig, nicht?) tatsächlich gottes wort ist - wohingegen die schreiber der jüdisch-christlichen bibel „nur“ von gott inspiriert wurden.
im islam herrscht die vorstellung, dass es im himmel tatsächlich eine art urbuch gibt. nachdem die juden und später die christen trotz aller propheten (z.b. abraham, mose, jesus: das sind auch für den islam propheten!) immer wieder mist verzapft haben, erwählte gott muhammad als seinen letzten und wichtigsten propheten. er offenbarte sich ihm (da war muhammad so um die 40 jahre alt) und - wie es genau ablief, weiß ich auch nicht - offenbarte ihm auch den koran. da muhammad nciht schreiben konnte, diktierte er den text einen diener oder sklaven - dessen namen weiß ich nicht, aber der ist auch bekannt. abu zaid? oder irre ich mich da? wahrscheinlich… herrgott, ich könnte ja auch mal wo nachschlagen *g*
hans waldenfels: lexikon der religionen (herder spektrum, bd.4090)
der koran heißt auf arab. al-kur’ân (punkt unterm k, strich überm a), das wort kommt wahrscheinlich vom verb kara’a und bedeutet „rezitation, vortrag“.
_>>Er enthält die Worte Muhammads, die er in mekkanischer und medinischer Zeit zu Offenbarungen Gottes erklärte. Gott aber sprach nicht unmittelbar zu Muhammad - dazu war seine Vorstellung von der Unendlichkeit und Allmacht Gottes viel zu groß -, sondern durch die Vermittelung des Geistes oder Engels, der in der Sure 2,97 mit Gabriel identifiziert wird. […] Jedes Wort des K. ist Gottes Wort, und deshalb wird im Islam große Sorgfalt auf die Überlieferung dieser Worte verwendet. Schon früh ließ Muhammad seine an ihn ergangenen Offenbarungen schriftlich festhalten. Dabei dienten im in Medina Sekretäre wie z.B. Zaid ben Thabit. naja, lag ich also falsch mit dem namen
die kanonbildung (festschreibung der texte) ging rasant, schon zwanzig-dreißig jahre nach muhammads tod war der koran unveränderlich festgesetzt. ich zitiere weiter aus dem lexikon: >>Für die Muslime ist der K. eine Teilwiedergabe des im Himmel gedachten Ur-K. (umm al-kitab, wörtlich „Mutter des Buches“), der ewig und unerschaffen ist und nicht mit irgendeiner menschlichen Schrift verglichen werden kann.
so weit, ein paar infos. bei fragen schlag ich gerne mehr nach.
noch eine anmerkung: ich (und das lexikon) sprechen immer von Gott statt Allah.
Allah ist arabisch (ach ne) und bedeutet Gott. nicht nur moslems, auch arabisch-sprechende christen sprechen von „allah“.
wenn man von Allah spricht (oder, in judaistischem zusammenhang, von jahwe-elohim oder so), dann vertuscht man dabei (ungewollt?) den traditionszusammenhang der drei religionen judentum, christentum, islam. diese religionen sind verwandt, genauer: sie stammen voneinander ab.
klar, ich rede auch von „allah“, aber nicht immer *g*
übrigens, ich bin kein moslem und meine einzige religiöse aktivität ist mein studium der (vergleichenden) religionswissenschaften. 
kubi, zu deinem sprachhobby: ist denn arabisch auch darunter? ich hab im hinterkopf, es vielleicht ab dem nächsten semester zu lernen…
viele grüße
jonas_