Wer hat eigentlich recht?

  • Als Moslem anerkannt sein, d.h. eine (mir unbekannte)
    Aufnahme in eine islamische Gemeinschaft hinter sich haben.

Es gibt nur eine islamische Gemeinschat representiert von den Muslimen

war die Glaubensaussage, daß Mohammed der (einzige und
endgültige) Prophet Allahs war, aber ich denke, daß das auch
dazugehört.

Mohamed war NICHT der EINZIGE, sonder der letzte in einer langen Reihe von Prophete.

Unterschiede zum Christentum ergeben sich zunächst in der
Stellung Jesu, der vom Islam als Prophet aber nicht als Gottes
Sohn gesehen wird. "Liebe Deinen Nächsten wie Dich

Man müssen sich die Christen selbst hassen! :wink:

Ergänze mich, wenn ich noch was vergessen habe.

Das wäre noch einiges.

Hallo Roberto

Nun bin ich zugegeben kein Experte im Buddhismus, aber so weit
ich weiß, führt in diesen östl. Religionen der Weg zum Heil
ausschließlich über die Askese

nun, dann ist es ganz einfach falsch, was du zu wissen glaubst :smile:
Der historische Buddha hat sich einige Jahre in der damals üblichen Askese geübt, diesen Weg aber als zu extrem verworfen. Der Buddhismus ist die Religion des mittleren Weges, also fern der jeweiligen Extreme.

und ein entsprechendes

verhalten zu Lebzeiten. Einen anderen Weg schließen sie
meinens Wissens nach aus. Dies kann man mit dem Wort
Intoleranz umschreiben.

Und wieder falsch. Der buddhistische Weg steht jedem offen. Natürlich geht es auch um „Verhalten“ zu Lebzeiten, aber es geht eben auch um Einsicht, Erfahrung und Erkenntnis. In einem hast du jedoch recht, der „Glauben“ spielt im Buddhismus fast keine Rolle. Wenn jedoch ein Christ sagt, er „glaubt“ zwar, aber sein Verhalten nicht entsprechend ausrichtet, soll man diesem Menschen seinen Glauben dann wohl abnehmen ?

Das „asketischste“ was du im Buddhismus finden wirst, sind wohl buddhistische Mönche und Nonnen, und die leben gar nicht mal so unterschiedlich wie christliche Mönche und Nonnen (zumindest die christlichen Mönche und Nonne, die nicht Teil des Wirtschaftsunternehmes Kirche sind). Der Buddhismus verurteilt die Gier und födert das Geben, aber dies als Askese bezeichnen zu wollen, wäre doch wohl etwas übertrieben :smile:

sollte ich mich bei den östl. Religionen irren, so bitte ich
um neue Erkenntnis

hat das ein bisschen geholfen ? :smile:
Gruss
Marion

Schöner Satz, aber kannst Du mir mal erklären, wie man zum
Beispiel…

Also ich bin Wissenschaftler und dort gibt es einen Fundamentalsatz:
Mit Beispielen läßt sich nicht beweisen, nur etwas widerlegen.
Wir könen uns hier jetzt mit Beispielen und Gegenbeispielen zuschütten ohne etwas zu gewinnen. Meiner Meinung(!) nach gibt es so viele Wege zum Heil wie es Menschen gibt. Wenn Du also anderer Meinung bist, ist das Dein Weg, den ich Dir lasse.Aber laß mir dann bitte auch meinen Weg ohne Alleinvertretungsanspruch von Deiner Seite, OK

Gandalf

Mal wieder typisches Christendenken.

Das hat nichts mit Christendenken zu tun, es ist eine
Tatsache, daß sich „tolerantere Religionen“ im Abendland und
Mittelmeerraum nicht durchsetzen konnten.

Na da ist doch die schönste europazentrische Denke!! Ich fühle mich bestätigt :wink:

Nun bin ich zugegeben kein Experte im Buddhismus, aber so weit
ich weiß, führt in diesen östl. Religionen der Weg zum Heil
ausschließlich über die Askese und ein entsprechendes
verhalten zu Lebzeiten.

Das was Du über das Verhalten sagst stimmt in etwa (z.B. Barmherzigkeit). Was die Askese betrifft nicht, siehe oben. Es gibt in einer Richtung des Zen-Buddhismus z.B. sechs klassische Wege, aber auch Richtungen, die vieles mehr „zulassen“. Das bedeutet, es ist im Vorhinein nicht sicher, ob der Weg, den man einschlägt der richtige ist. Ein Meister ist dann sehr hilfreich, der Vorschläge macht und prüfen kann ob man auf dem richtigen Weg ist.

Einen anderen Weg schließen sie
meinens Wissens nach aus.

Dies kann man mit dem Wort
Intoleranz umschreiben.

Hab ich jetzt widerlegt :wink:

Der
Grundgedanke östl. Religionen ist es ja, durch Askese und
Lebensführung den Zyclus der Wiedergeburt zu verkürzen um ins
Himmelreich zu gelangen. Mir ist neu, daß man diesen Zyclus
durch alleinigen Glauben beeinflußen kann.

Durch Glauben nicht, da hast Du recht. Der Buddhismus ist eine atheistische „Religion“. Es gibt auch kein Himmelreich christlicher Prägung, sondern als Ziel den zyclus der Wiedergeburt zu durchbrechen.

+Und was die Mythen betrifft, so glaube ich, liegt es daran,
daß wir im Abendland in einer entmystifizierten Zeit leben,wir
denken viel zu rational und berechnend. Oder wie es B.Strauß
formuliert „Nutzdenken“.Diese Geisteshaltung schlägt sich
natürlich auch auf die kultischen Handlungen im Christentum
aus, was nicht bedeutet, daß es keine Mythen gibt.

Der Mangel an Mystizismus ist historisch. Die heute von der Kirche gerne angeführten Mystiker (z.B. Meister Eckhart und Hildegard von Bingen) hatten bezeichnenderweise zu Lebzeiten viele Schwierigkeiten und Teile ihrer Werke waren lange Zeit verboten.

Gandalf

ich weiß ja nicht, welche Bibel Du verwendest. Aber würdest Du
allen Ernstes behaupten, Paulus gehörte zu einem semitischen
Hirtenvolk? Immerhin war er römischer Bürger.

Das ist tatsächlich ein Problem bei Christen: welche Bibel verwendet Ihr, dann kann ich erst mit euch sprechen, weil ich mich entsprechend einstellen muß. Wenn denn wirklich so gottispiriert ist, warum dann so unterschiedlich?!
Das mir dem Codex bezog sich auch eher auf das alte Testament. Das neue Testament wurde ja sicherheitshalber gleich in (mindestens) vier verschiedenen Versionen angelegt.

Irendwelche tieferen Einsichten aus dem semitischen
Kulturkreis auf andere zu übertragen ist sinnlos, ja
lächerlich!

So manche Einsichten sind doch weltumfassend.
Oder gilt etwa „Liebe Deinen Nächsten“ nur für Hirtenvölker?
Und was hast Du an den 10 Geboten auszusetzen?

Universelle Bedingungen hab ich nicht gemeint, aber sein Leben auf die Bibel auszurichten und sie als Richtschnur des Lebens zu verwenden, bedeutet auch, vieles zu übernehmen, das nur für diesen Kulturkreis gilt.

Das haben übrigens auch die Kirchenväter erkannt und viele Dinge „adoptiert“. Z.B. ist der Marienkult ein Zugeständniss an die starken matriarchalischen Traditionen in Mittel- und Nordeuropa. Im Urchristentum kommt er nicht vor.

Gandalf

Hallo Gandalf,

ich weiß ja nicht, welche Bibel Du verwendest. Aber würdest Du
allen Ernstes behaupten, Paulus gehörte zu einem semitischen
Hirtenvolk? Immerhin war er römischer Bürger.

Das ist tatsächlich ein Problem bei Christen: welche Bibel
verwendet Ihr, dann kann ich erst mit euch sprechen, weil ich
mich entsprechend einstellen muß. Wenn denn wirklich so
gottispiriert ist, warum dann so unterschiedlich?!

Entschuldige bitte, wenn ich mich unklar ausgedrückt habe.
Ich habe kein Problem, aufgrund jeder Bibelübersetzung mit Dir zu diskutieren. Sie sind nämlich gar nicht so unterschiedlich, wie immer behauptet wird. Also halte ich sie doch für gottinspiriert.

Ich wollte nur aufzeigen, dass in keiner mir bekannten Übersetzung die Texte ausschließlich für semitische Hirtenvölker vorgesehen sind.

Universelle Bedingungen hab ich nicht gemeint, aber sein Leben
auf die Bibel auszurichten und sie als Richtschnur des Lebens
zu verwenden, bedeutet auch, vieles zu übernehmen, das nur für
diesen Kulturkreis gilt.

Natürlich ist vieles sinngemäß anzuwenden. Immerhin hätten weder Petrus noch Paulus sich etwas unter einer Kraftfahrzeug-Verordnung vorstellen können. :wink:)

Das haben übrigens auch die Kirchenväter erkannt und viele
Dinge „adoptiert“. Z.B. ist der Marienkult ein Zugeständniss
an die starken matriarchalischen Traditionen in Mittel- und
Nordeuropa. Im Urchristentum kommt er nicht vor.

Gandalf

Da hast Du wieder Recht. Vieles wurde im Laufe der Zeit zur Lehre Jesu hinzugefügt, das das Christentum leider verfälscht.

Gruß Harald

Aber laß mir dann bitte auch meinen Weg ohne
Alleinvertretungsanspruch von Deiner Seite, OK

Sei versichert, ich lasse Dir Deine Meinung, aber ich bin auch Wissenschaftler und als solcher ganz stark von der Erfahrung geprägt, daß es eine Realität gibt, die unabhängig von mir existiert.

Als Wissenschaftler will ich mir ein möglichst gutes Modell von der Realität machen und treffe dabei auch auf Situationen, die von zwei verschiedenen Modellen gleich gut beschrieben werden. Aber oft genug kann ich durch Erfahrung eine Differenzierung zwischen verschiedenen Modellen erreichen.

Gott gehört für mich zur Realität und existiert, handelt und ist damit auf eine ganz bestimmte Weise. Nach meinen Erfahrungen kommt das christliche Bild dieser Realität näher als andere Modelle.

Insofern ist meines Erachtens die Grundfrage nicht korrekt, denn die Frage ist nicht, wer recht hat, sondern wer mehr von der Realität erfasst.

Gruß
Thomas

Hallo Kubi,

Das hat nichts mit Christendenken zu tun, es ist eine
Tatsache, daß sich „tolerantere Religionen“ im Abendland und
Mittelmeerraum nicht durchsetzen konnten.

Ja und? Dafür haben sie sich in Asien umso stärker
durchgesetzt. Wie definierst Du denn „überlebensfähig“? Nur in
Europa?

In der meiner ersten Ausführung benutzte ich nicht ohne Grund die Wortwendung „in der Regel“.

Dies kann man mit dem Wort

Intoleranz umschreiben.

JEDE Religion muß in Deinem Sinne intolerant sein, da sie
gewisse „Spielregeln“ nötig hat, die sie von anderen
unterscheiden. In diesem Sinne hast Du dann mit Deiner Aussage
natürlich recht, nur daß die dann halt gar nichts mehr
aussagt.

Wenn man das Wort „Intoleranz“ in seiner eigentlichen Bedeutung benutzt,heißt es eben, sich von irgendetwas abzugrenzen. Das ist das eigentliche, was dieses Wort aussagt. Das dieses Wort heute negativ belegt ist, hat wohl etwas damit zu tun, daß uns bei vielen der eigentliche Sinn verloren gegangen ist, weshalb das so ist, kann man sehr schön bei D. Orwell „1984“ nachlesen.

Im Christentum führt der Weg nur über

den Glaube, nicht über die Tat.

Ach ja? Ich darf also tun, was ich will, solange ich an die
Dreifaltigkeit glaube (oder an das, was die entsprechende
Strömung halt benutzt)? Das höre ich zum ersten Mal. Alle
christlichen Richtungen verlangen von mir, daß ich mich auf
eine bestimmte Artt und Weise verhalte, schreiben mir also
bestimmte Taten vor und verbieten mir andere (wobei diese
Negativliste deutlich ausgeprägter ist als die Positivliste).

Das ist vielleicht auf den 1. Blick schwer einzusehen. Gerade Luther beantwortete die Frage „Wie schaffe ich mir einen gnädigen Gott?“ - Nur durch meinen Glauben. Dies ist und war ein zentraler Bestandteil der Lutherischen Lehre. Ich gebe Dir recht, im Katholizismus spielt auch das Werk eine Rolle, wobei auch dem Werk nur eine säkundäre Rolle bemessen wird. In einen neueren gemeinsamen Bekenntnis der r.k Kirche und der luth. Kirche wird nocheinmal die zentrale únd dominante Rolle des Glaubens betont. Natürlich wird ein Glaube auch automatisch ein gewisses Verhalten und Einhaltund von Regeln nachsichziehen, aber der Prius ist immer der Glauben. Um auch gleich einmal mit einen verbreitetn Irrtum aufzuräumen - Wenn ich nicht glaube, aber dennoch ein guter Mensch bin, komme ich nach christl. Verständnis nicht in den Himmel, da mir der Glaube fehlt.

Gruß Roberto

Dies kann man mit dem Wort
Intoleranz umschreiben.

Hab ich jetzt widerlegt :wink:

Der
Grundgedanke östl. Religionen ist es ja, durch Askese und
Lebensführung den Zyclus der Wiedergeburt zu verkürzen um ins
Himmelreich zu gelangen. Mir ist neu, daß man diesen Zyclus
durch alleinigen Glauben beeinflußen kann.

Durch Glauben nicht, da hast Du recht. Der Buddhismus ist eine
atheistische „Religion“. Es gibt auch kein Himmelreich
christlicher Prägung, sondern als Ziel den zyclus der
Wiedergeburt zu durchbrechen.

Somit schließen sie doch den Weg des Glaubens aus da sie ja, wieDu erwähnst,eine atheist. Religion sind. Der Weg zum Heil führt eben nicht über den glauben. Nun kann man sich ja überlegen, wie man etwas nennt, das etwas ausschließt. siehe Antwort auf Kubi

Roberto

Hallo Roberto,

In der meiner ersten Ausführung benutzte ich nicht ohne Grund
die Wortwendung „in der Regel“.

Ändert nichts an meinem Einwand. Europa ist nicht „in der Regel“. Immerhin gibt es sehr viel mehr Asiaten als Europäer.

JEDE Religion muß in Deinem Sinne intolerant sein, da sie
gewisse „Spielregeln“ nötig hat, die sie von anderen
unterscheiden. In diesem Sinne hast Du dann mit Deiner Aussage
natürlich recht, nur daß die dann halt gar nichts mehr
aussagt.

Wenn man das Wort „Intoleranz“ in seiner eigentlichen
Bedeutung benutzt,heißt es eben, sich von irgendetwas
abzugrenzen.

Sag’ ich ja. Aber dann ist eine Religion per Definition intolerant. Somit kann Intoleranz dann nicht mehr als Kriterium dienen, um die eine von der anderen zu unterscheiden.

Um auch
gleich einmal mit einen verbreitetn Irrtum aufzuräumen - Wenn
ich nicht glaube, aber dennoch ein guter Mensch bin, komme ich
nach christl. Verständnis nicht in den Himmel, da mir der
Glaube fehlt.

Umgekehrt aber auch nicht: wenn ich glaube, aber mich benehme wie ein Berserker, hab’ ich auch nicht viele Chancen darauf…also ist auch die Tat entscheidend. Davon ab wird anhand der Taten beurteilt, ob man „wirklich“ glaubt. Da beißt sich dann die Katze in den Schwanz.

Gruß, Kubi

hallo alex,

schöne antwort.

Von dem unten zitierten Mischmasch aus allen Religionen in
Lessings „Nathan“ halte ich übrigens gar nichts - das hat sich
ein Mensch ausgedacht!

wieso wertest du menschen so gering? die bibel ist von menschen aufgeschrieben worden - im gegensatz zum koran, beispielsweise.
zweitens vermischt nathan nicht das geringste an religionen, eher im gegenteil!

aber er tut das einzig richtige, was man tun kann, wenn jemand mit brennendem interesse eine frage stellt, die in sich völlig verkehrt ist.

auch wenn kirchen, theologen, propheten und gläubige das immer wieder kundtun wollen: eine religion ist nicht wahr oder falsch. sie ist. mit keinem argument der welt wirst du hieb- und stichfest beweisen können, dass der buddhismus unrecht hat, und gleiches gilt für islam und christentum (oder was auch immer…). das ist das großartige an der ringparabel: nathan sagt nicht, alle religionen sind gleich oder sollen vermischt werden. er sagt nur: die frage nach der wahrheit von religionen gehört nicht hierher, gehört nicht ins hier und jetzt.

ich will niemanden seinen glauben nehmen. ich will aber um gotteswillen auch niemanden meinen glauben geben. wir sollten uns nur alle darauf verständigen, dass die frage nach der wahrheit von religionen für uns keine sinnvolle frage ist.
gruß
jonas

hallo peter,

wir alle vereinfachen wohl gar zu gerne! aber einige habe wirklich geniale vereinfachungen gefunden. war es albert schweitzer (?), der so was feines gesagt wie (in etwa): nur weil ich in die kirche gehe, bin ich noch lange kein christ. ich werde ja auch kein auto, wenn ich mich in eine garage stelle!

viele grüße
jonas

Nach dieser Denkweise müsste ich Dich fragen, ob sich das
Christentum darauf beschränkt, an Sonn- und Feiertagen in die
Kirche zu rennen, aus Büchern vorzulesen und auswendig
Beschwörungsformeln herunterzuleiern und zur Krönung rituell
Fleisch und Blut zu verspeisen. Den Rest der Woche darf man
sich benehmen wie ein Arschloch, man geht ja nächste Woche
wieder hin.

hallo an alle,

(1/3 der Menschheit sind Christen).

ich hatte mal gehört, es gibt 800 mio. christen. wieviel sinds denn nun? gibt es zu solchen fragen, weltweiten (religions-)statistiken gute links?

gruß
jonas

hallo samenspender,
auch wenn hier einige sagen, alle religionen haben recht, und einige andere sagen, nur das christentum hat recht…

keine religion hat recht! das hat einen einfachen grund: recht haben, wahrheit etc, das alles beruht auf wissen.

aber religionen beruhen auf glauben.

deshalb ist die frage nicht beantwortbar, genauso wie die frage: welcher stein ist wahr und welcher falsch? auch keinen sinn ergibt (obwohl du sie natürlich stellen kannst).

viele grüße
jonas

Hallo Kubi,

ich bin´s schon wieder.

Sag’ ich ja. Aber dann ist eine Religion per Definition
intolerant. Somit kann Intoleranz dann nicht mehr als
Kriterium dienen, um die eine von der anderen zu
unterscheiden.

Richtig, Toleranz als absolut Begriff zu verwenden ist, so meine ich, eigentlich falsch. Dies stellt ja einen Grenzzustand dar, der nicht erreicht wird. Aber man kann ja das Wort Toleranter, welches einen relativen Begriff ist,verwenden, und somit kann ich wieder Religionen vergleichen.

Um auch
gleich einmal mit einen verbreitetn Irrtum aufzuräumen - Wenn
ich nicht glaube, aber dennoch ein guter Mensch bin, komme ich
nach christl. Verständnis nicht in den Himmel, da mir der
Glaube fehlt.

Umgekehrt aber auch nicht: wenn ich glaube, aber mich benehme
wie ein Berserker, hab’ ich auch nicht viele Chancen
darauf…also ist auch die Tat entscheidend. Davon ab wird
anhand der Taten beurteilt, ob man „wirklich“ glaubt. Da beißt
sich dann die Katze in den Schwanz.

Es ist in der Tat ziehmlich knifflig. Wenn man von ganzen Herzen glaubt, so werden auch meine Taten diesen Glaube entsprechen,ansonsten wäre mein Glaube eine hohle Worthülse und äußerst fraglich. Ich sage ja nicht, daß die Tat unwichtig ist, aber der Glaube ist das primäre und entscheidente Kriterium (im Gegensatz zu anderen Relig.). „Nur durch mich (Jesus) gelangt ihr ins Himmelreich.“
Würde die Tat das entscheidente Kriterium sein, wäre es schwer zu erklären, weshalb auch ein wahrhaft reuiger Sünder in das Himmelreich gelangen kann, denn die verfehlte Tat bleibt. Reue zeigt sich primär nicht dadurch, daß man weiterhin anständig lebt, sondern das man seine Tat innerlich von ganzen Herzen bereut. Wobei natürlich die Reue ein entsprechendes Verhalten nach sich zieht.

Gruß Roberto

die religionen habe alle nicht recht!
die einzig wahre religion, da sie keine religion ist, ist der buddhismus- ein buddha kann jeder werden wenn er nur dran glaubt und ein buddha sagt nicht er „sei von gott,allah etc. geschickt oder seine verkörperung“, er sagt er ist ein mensch der glaubt.
gruß
peter
http://www.possums.de

ich bin´s schon wieder.

na wie schön :smile:

Richtig, Toleranz als absolut Begriff zu verwenden ist, so
meine ich, eigentlich falsch. Dies stellt ja einen
Grenzzustand dar, der nicht erreicht wird. Aber man kann ja
das Wort Toleranter, welches einen relativen Begriff
ist,verwenden, und somit kann ich wieder Religionen
vergleichen.

Nach dem Grad ihrer Toleranz? Wird aber auch knifflig, weil die Religionen in verschiedenen Bereichen auch verschieden tolerant sind…

Es ist in der Tat ziehmlich knifflig. Wenn man von ganzen
Herzen glaubt, so werden auch meine Taten diesen Glaube
entsprechen,ansonsten wäre mein Glaube eine hohle Worthülse
und äußerst fraglich. Ich sage ja nicht, daß die Tat unwichtig
ist, aber der Glaube ist das primäre und entscheidente
Kriterium (im Gegensatz zu anderen Relig.).

Wer sagt denn das? Auch in anderen Religionen wird i.d.R. das gute Benehmen durch den Glauben gefordert. Zumindest in denen, die einen (oder mehrere) Gott/Götter kennen.

Würde die Tat das entscheidente Kriterium sein, wäre es schwer
zu erklären, weshalb auch ein wahrhaft reuiger Sünder in das
Himmelreich gelangen kann, denn die verfehlte Tat bleibt.

Es geht nicht unbedingt um konkrete Handlungen, sondern mehr um die Einstellung. Die Reue zeigt ja, daß dem Betreffenden seine Handlung leid tut, und damit stimmt seine Einstellung wieder.

Reue

zeigt sich primär nicht dadurch, daß man weiterhin anständig
lebt, sondern das man seine Tat innerlich von ganzen Herzen
bereut.
Wobei natürlich die Reue ein entsprechendes Verhalten
nach sich zieht.

Du sagst es. Also lebt man dann auch anständig weiter.

Gruß Kubi

Allah als Autor?
Hallo Jonas,

wieso wertest du menschen so gering? die bibel ist von
menschen aufgeschrieben worden - im gegensatz zum koran,
beispielsweise.

Und wer hat den geschrieben? Ist er als Quantenfluktuation spontan entstanden, oder hat Allah höchstpersönlich seinen Füller geschwungen?

eine religion ist nicht wahr oder
falsch. sie ist. mit keinem argument der welt wirst du hieb-
und stichfest beweisen können, dass der buddhismus unrecht
hat, und gleiches gilt für islam und christentum (oder was
auch immer…).

Dem stimme ich zu…

Gruß, Kubi

Hallo Jonas,

hallo kubi 8^>

wieso wertest du menschen so gering? die bibel ist von
menschen aufgeschrieben worden - im gegensatz zum koran,
beispielsweise.

Und wer hat den geschrieben? Ist er als Quantenfluktuation
spontan entstanden, oder hat Allah höchstpersönlich seinen
Füller geschwungen?

ich bin kein moslem, aber AFAIK ist es ein glaubensgrundsatz (zumindestens element muslimischer theologie) dass der Qur-ân (ihc liibä fremmdæ schr@ipwaizen *g* - so hab ich den koran auch mal buchstabiert gesehen, lustig, nicht?) tatsächlich gottes wort ist - wohingegen die schreiber der jüdisch-christlichen bibel „nur“ von gott inspiriert wurden.

im islam herrscht die vorstellung, dass es im himmel tatsächlich eine art urbuch gibt. nachdem die juden und später die christen trotz aller propheten (z.b. abraham, mose, jesus: das sind auch für den islam propheten!) immer wieder mist verzapft haben, erwählte gott muhammad als seinen letzten und wichtigsten propheten. er offenbarte sich ihm (da war muhammad so um die 40 jahre alt) und - wie es genau ablief, weiß ich auch nicht - offenbarte ihm auch den koran. da muhammad nciht schreiben konnte, diktierte er den text einen diener oder sklaven - dessen namen weiß ich nicht, aber der ist auch bekannt. abu zaid? oder irre ich mich da? wahrscheinlich… herrgott, ich könnte ja auch mal wo nachschlagen *g*

hans waldenfels: lexikon der religionen (herder spektrum, bd.4090)
der koran heißt auf arab. al-kur’ân (punkt unterm k, strich überm a), das wort kommt wahrscheinlich vom verb kara’a und bedeutet „rezitation, vortrag“.
_>>Er enthält die Worte Muhammads, die er in mekkanischer und medinischer Zeit zu Offenbarungen Gottes erklärte. Gott aber sprach nicht unmittelbar zu Muhammad - dazu war seine Vorstellung von der Unendlichkeit und Allmacht Gottes viel zu groß -, sondern durch die Vermittelung des Geistes oder Engels, der in der Sure 2,97 mit Gabriel identifiziert wird. […] Jedes Wort des K. ist Gottes Wort, und deshalb wird im Islam große Sorgfalt auf die Überlieferung dieser Worte verwendet. Schon früh ließ Muhammad seine an ihn ergangenen Offenbarungen schriftlich festhalten. Dabei dienten im in Medina Sekretäre wie z.B. Zaid ben Thabit. naja, lag ich also falsch mit dem namen :wink: die kanonbildung (festschreibung der texte) ging rasant, schon zwanzig-dreißig jahre nach muhammads tod war der koran unveränderlich festgesetzt. ich zitiere weiter aus dem lexikon: >>Für die Muslime ist der K. eine Teilwiedergabe des im Himmel gedachten Ur-K. (umm al-kitab, wörtlich „Mutter des Buches“), der ewig und unerschaffen ist und nicht mit irgendeiner menschlichen Schrift verglichen werden kann.

so weit, ein paar infos. bei fragen schlag ich gerne mehr nach.

noch eine anmerkung: ich (und das lexikon) sprechen immer von Gott statt Allah.
Allah ist arabisch (ach ne) und bedeutet Gott. nicht nur moslems, auch arabisch-sprechende christen sprechen von „allah“.

wenn man von Allah spricht (oder, in judaistischem zusammenhang, von jahwe-elohim oder so), dann vertuscht man dabei (ungewollt?) den traditionszusammenhang der drei religionen judentum, christentum, islam. diese religionen sind verwandt, genauer: sie stammen voneinander ab.
klar, ich rede auch von „allah“, aber nicht immer *g*

übrigens, ich bin kein moslem und meine einzige religiöse aktivität ist mein studium der (vergleichenden) religionswissenschaften. :smile:

kubi, zu deinem sprachhobby: ist denn arabisch auch darunter? ich hab im hinterkopf, es vielleicht ab dem nächsten semester zu lernen…

viele grüße
jonas_

Hi Ihr Wissenschaftler,
habt ihr so wenig selbstvertrauen in euer wissen, in euren glauben und in euren möglichkeiten, all dies in wohlverstandene Worte zu formulieren, dass ihr den Wissenschaftler heruashängen lassen müsst?
Wie jemand bereits sagte, es gibt kein Recht haben, denn das ist nur der Einklang zwischen Sachverhalt und Gesetzen, die Menschen oder ein Staat gemacht haben.
Es ist auch müssig, wahr und falsch, gut und schlecht, rot und grün zu definieren. Denn hier zählt tatsächlich der individuelle Glaube. Es ist wie der Geschmack und über den lässt sich bekanntlich nicht streiten.
Es sind genug Hexen verbrannt worden.