Guten tag,
neulich las ich eine werbeanzeige in der hiesigen zeitung, dass ein honorarberater ein büro eröffnet hat. er bekommt anscheinend keine provision sondern verlangt einen stundensatz.
gibt es praktische erfahrungen?
bartholomäus
Guten tag,
neulich las ich eine werbeanzeige in der hiesigen zeitung, dass ein honorarberater ein büro eröffnet hat. er bekommt anscheinend keine provision sondern verlangt einen stundensatz.
gibt es praktische erfahrungen?
bartholomäus
Hallo,
vom Grundsatz her ist die Idee super. Leider ist den wenigsten Deutschen eine gute Beratung eine sinnvolle Vergütung eines qualifizierten Menschen wert.
Sie versenken lieber viel Geld mit nutzlosen Verkaufsempfehlungen von Hausbanken und provisionsabhängigen Verkäufern.
Zu prüfen ist die Qualifikation des Honorarberaters. Ein guter Ansatz ist schonmal, wenn er cfp (certified financial planner) ist.
Problem ist auch oft, dass man dann mit der Umsetzung der Empfehlung ein bisserl alleine da steht. Optimal ist es, wenn Dir der Honorarberater auch provisionsfreie Produkte vermitteln kann.
Gruß vom Money-Schorsch
anscheinend keine provision sondern verlangt einen stundensatz.
Es ist von Vorteil, wenn der Berater einen Stundensatz berechnen kann, weil er dann neutral beraten kann (ob er es tut, ist eine andere Frage). Mir stellt sich die Frage in welcher Hinsicht Du Dich beraten lassen willst. Im Finanzbereich gibt es sicherlich merh Produkte, die provisionsfrei kalkuliert sind, im Versicherungsbereich habe ich a so meine Zweifel.
Ist kein provisionsfreies Produkt erhältlich, zahlst Du dann doppelt, einmal das Hionorar für den Berater udn zusätzlich das provisionsbelastete Produkt. Diesen Punkt solltest Du also mit dem Berater klären.
Auch ein Honorarberater verfolgt eigene Interessen, und die gängigen Ausbildungen sind sehr umstritten.
Da die auswahl im finanzbereich nicht sehr groß ist, und praktische Erfahrungen andere Verbraucher nur in geringem Maße vorliegen, würde ich hiervon abraten.
guten abend,
gerade heute habe ich im neuen finanztestheftgelesen, dass die letzte überprüfung der beratungsqualität grottenschlecht ausgefallen ist.
für so eine leistung vergönne ich einer bank oder berater keine provision.in meinem job hieße das ein erinnern an meine pflicht, beim zweiten mal kann ich mir dann dauerfreizeit nehmen.
da ist eigentlich die direktzahlung faierer, dann nämlich kann ich ihn bei schlechter leistung direkt an der krawatte ziehen.
oder unterliege ich da einem denkfehler?
bartholomäus
guten abend,
ich habe es im vorhergehenden posting schon gesagt.gerade heute kam der neue bankentest von finanztest heraus.also so eine grottenschlechte leistung!
vielleicht denken jetzt mehr leute anders?
bartholomäus
da ist eigentlich die direktzahlung faierer, dann nämlich kann
ich ihn bei schlechter leistung direkt an der krawatte ziehen.oder unterliege ich da einem denkfehler?
Nein ! Das ist eine gute Einstellung, die ein Finanberater zu schätzen weiß.
Das sollte jetzt nicht heißen, dass man sich von Banken beraten lassen soll; mit einer Beratung hat das ja eh nichts zu tun, sondern das ist eine Vermittlung mit Provisionen vom Anbieter. Was soll da schon an vernünftiger Beratung herauskommen?
Leider ist es so, dass eine vernünftige Beratung in Deutschland bisher erfolgreich verhindert worden ist, und die Anzahl von Beratern dementsprechend klein ist, und die Erfahrungswerte gegen null gehen.
Im Prinzip kommt ein Anleger also nicht drumherunm, sich einige Grundlagen selber anzueignen: z.B. das die einfache Geldanlage das beste ist, eine zusammengesetzte komplizierte Anlage kann das Chance _Risiko Profil nicht verbessern, es wird aber die Transparenz verschlechtert.
Hallo,
der Denkfehler liegt woanders:
Aus der Sicht seines Auftraggebers, der Bank, bringt der Mitarbeiter ja keine schlechte Leistung, wenn er auf biegen und brechen deren Produkte verkauft.
Was zählt ist nicht der Anlageerfolg des Kunden, sondern der Ertrag für die Bank.
Aus Kundensicht hast Du recht und kannst auch mal an der Krawatte rupfen, das wird aber den Job des Bankvertrieblers nicht gefährden.
Gruß vom Money-Schorsch
Man kann zu Banken und Provisionen und zur Honorarberatung stehen wie man will… letztendlich steht und fällt das Ergebnis mit der Qualität des Beraters.
Das mag daran liegen, dass die wenigsten Deutschen genug Geld zum anlegen haben als dass sich das lohnt…
Honorarberater berät und verkauft nicht
neulich las ich eine werbeanzeige in der hiesigen zeitung, dass ein honorarberater ein büro eröffnet hat. er bekommt anscheinend keine provision sondern verlangt einen stundensatz. gibt es praktische erfahrungen?
Ich gehe bei jeder Finanzdienstleistung nur noch zum Honorarberater, weil:
Der Honorarberater wird pro Stunde bezahlt, und verdient nix an der Vermittlung von Produkten. Er hat also kein Interesse daran, Dir überflüssige oder sinnlose Produkte zu verkaufen. Er MUSS Dir evtl. gewährte Provisionen durchreichen, falls nix anderes vereinbart wurde.
Der Verkäufer bekommt Provision und hat demzufolge Interesse daran, Dir viel zu verkaufen, immer wieder umzuschichten
usw.
Wichtig: Der Honorarberater hat Zugang zu speziellen Honorarberater- Tarifen, in welche keine Vertriebsprovision einkalkuliert ist.
Besonders bei Dingen wie PKV oder Rentenversicherung merkst Du am Preis oder am Ergebnis sehr schnell, ob Du vorher beim Honorarberater oder bei Herrn Kaiser von der Humbug Mülleimer warst
. Der Unterschied, ob z.B. bei einer Rentenversicherung 3-5% DEiner Beiträge für Vertriebskosten abgezwackt werden, oder 0%, ist hinsichtlich der Leistung erheblich…
Google hat z.B. gefunden:
http://www.kerner.de/quirin%20bank-%20kostenlose%20b…
Ist kein provisionsfreies Produkt erhältlich, zahlst Du dann
doppelt, einmal das Hionorar für den Berater udn zusätzlich
das provisionsbelastete Produkt. Diesen Punkt solltest Du also
mit dem Berater klären.
Dann erhält der Berater, wenn er sich kümmert, die Provision und MUSS diese 1:1 an seinen Mandanten durchreichen. Doppelt wird nie bezahlt
.
Im Finanzbereich gibt es sicherlich merh Produkte, die provisionsfrei kalkuliert sind, im Versicherungsbereich habe ich a so meine Zweifel.
Selbstverständlich gibt es z.B. bei der PKV ebenfalls Honorarberater- Tarife. Ich zahle Monat für Monat ca. 10% weniger Beitrag an meine PKV, nur weil sich ein Honorarberater darum gekümmert hat. Die Tarife heißen dann meist nicht „provisionsfrei“ sondern laufen mehr unter „Gruppentarif Honorarberatung“ oder ähnlich
. In einen echten Gruppentarif wäre ich wegen fehlender Voraussetzungen übrigens nie reingekommen.
guten tag,
wie ich lese, hast du die besten erfahrungen mit einem honorarberater gemacht.
was nimmt der denn für die stunde beratung?
bartholomäus
Hallo,
grundsätzlich ist eine neutrale Beratung natürlich von Vorteil.
Es gibt aber auch andere! Vor ca. 6 Monaten ist ein Kunde von mir mit Angeboten von verschiedenen Versicherern zu einem Honorarberater.
Der Kunde hat sich dann für mein Angebot entschieden. Einen Tag später erhielt ich einen Anruf vom HB. Er forderte eine Beteiligung an der Provision. Da ich nicht auf seine Forderung eingegangen bin, habe ich seitdem nie wieder ein Geschäft über diesen Weg bekommen (mag Zufall sein).
Da unsere Produkte sich nicht geändert haben, ist die Bewertung dieses
HB wohl nicht nur objektiv.
Gruß
tycoon
wie ich lese, hast du die besten erfahrungen mit einem
honorarberater gemacht. was nimmt der denn für die stunde beratung?
Das ist extrem unterschiedlich.
Es geht darum, zunächst mal Deinen (incl. Familie) finanziellen IST- Stand aufzunehmen, incl. Deiner Planungen für die Zukunft. Im Ergebnis erhältst du Empfehlungen für finanzielle Dinge. Für diese Arbeit bist Du erstmal einen Tausender los
.
Dann gibt es Honorarmodelle für Wertpapiere. Beispielsweise die Quirinbank hat gemanagte Depots, wo sie 20% vom Wertzuwachs bekommt. Zusatzlich zahlst Du noch monatlich 75€, bekommst aber dafür die Finanzplanung (die für einen Tausender) kostenlos, kannst Rentenversicherungen etc. zum Honorarberatertarif abschließen, kannst für die reinen XETRA- Kosten Aktien kaufen etc.
Kostenloses Infomaterial hier: http://www.quirinbank-privatebanking.de/?pid=2018
Ausschließlich für Versicherungen gibt es behördlich zugelassene Versicherungsberater (Honorarberater; http://www.finanz-lexikon.de/bundesverband%20der%20v…). Da zahlst Du pro Stunde vielleicht 100€. Die Auswahl meiner privaten PKV, und deren Abschluß zum günstigeren Tarif hat mich einmalig 200€ gekostet
.
Wichtig ist für mich nicht, ob der Honorarberater oder der Vermittler bei Abschluß eines Vertrages mehr verdient. Wichtig ist, dass mir der Berater nichts sinnloses empfiehlt, keine provisionsgetriebenen Umschichtungen vorschlägt, und damit in meinem Sinne handelt.
Ob der Berater Honorarberater oder nur Berater heißt ist doch völlig egal nur unabhängig sollter er sein- was drin steckt zählt. Für eine gute Arbeit sollten beide gut bezahlt werden. Entweder man zahlt zusätzlich zu seinen Beiträgen das Honorar oder die Bezahlung erfolgt über Provisionen, also über die Beiträge/ Einlage. Am Ende ist es nur ein anderes Gebührenmodell. In Einzellfällen macht es Sinn.
Aber es gibt wohl gleich viel unfähige Honorarberater wie unabhängige Finanzberater. Die Bezeichnung Honorarberater sagt gar nichts über die Qualität aus.
Und das ein auf Provisionsbasis arbeitender Finanzberater nicht objektiv ist ist wohl meist auch eine Mähr. Gleichgelagerte Produkte haben meist auch ähnliche Provisionsregelungen. Es gibt für den Berater tatsächlich nur wenig Anreiz hier Produkte auf Grund der Provision zu bevorzugen.
Und das ein auf Provisionsbasis arbeitender Finanzberater
nicht objektiv ist ist wohl meist auch eine Mähr.
Gleichgelagerte Produkte haben meist auch ähnliche
Provisionsregelungen. Es gibt für den Berater tatsächlich nur
wenig Anreiz hier Produkte auf Grund der Provision zu
bevorzugen.
Nun ja, das ist auch meistens weniger das Problem.
Sondern dass lange laufende Verträge, bei denen die Kosten schon lange bezahlt sind, zu Gunsten einer „besseren“ Anlage einfach gekündigt werden. Ein Honorarberater kann da ganz entspannt sagen: Die Produkte die Sie haben sind gut, Sie brauchen nichts weiter.
Nur sehr wenige Berater auf Provisionsbasis wären so ehrlich, das zu sagen. Strukkis sicherlich schonmal gar nicht.
Hallo,
hierzu mal etwas kritisch:
Es geht darum, zunächst mal Deinen (incl. Familie)
finanziellen IST- Stand aufzunehmen, incl. Deiner Planungen
für die Zukunft. Im Ergebnis erhältst du Empfehlungen für
finanzielle Dinge. Für diese Arbeit bist Du erstmal einen
Tausender los.
Jeder gute Versicherungsberater macht das kostenlos. Von dem bekommst du dann natürlich Angebote für die Provision gezahlt wird und die ggf. nur von einer Gesellschaft kommen. Zum Abschluss bist du nicht gezwungen, also kannst du die „Finanzanalyse“ auch für andere Anbieter nutzen. Die Analyse ist natürlich nur so gut wie der Berater.(gilt aber auch für den Honorarberater)
Dann gibt es Honorarmodelle für Wertpapiere. Beispielsweise
die Quirinbank hat gemanagte Depots, wo sie 20% vom
Wertzuwachs bekommt. Zusatzlich zahlst Du noch monatlich 75€,
bekommst aber dafür die Finanzplanung (die für einen
Tausender) kostenlos, kannst Rentenversicherungen etc. zum
Honorarberatertarif abschließen, kannst für die reinen XETRA-
Kosten Aktien kaufen etc.
Kostenloses Infomaterial hier:
http://www.quirinbank-privatebanking.de/?pid=2018
Mindestanlagesumme bei der Quirin Bank 50.000 €
Erwartete Gewinnentwicklung: 7% p.a.
sind: 3500,–€
Kosten:
75,–€ monatlich = 900,–€
20% vom Gewinn: 700,–€
1,2% vom Portfoliovolumen: 600,–€ (hast du wohl vergessen)
bleiben vom Gewinn 1300,–€ oder 2,6%
1500,–€ Kosten fallen auch an, wenn kein Gewinn erwirtschaftet wird.
Die Kosten fallen jedes Jahr an!
Ich kann dieses Angebot nicht so toll finden wie du! In der Vergangenheit konnte eine Rendite von 2,6% oft problemlos und kostenfrei mit Tagesgeld erzielt werden.(ohne Risiko!)
Die Flatrate macht wohl erst bei wirklich grossen Summen Sinn.
Ausschließlich für Versicherungen gibt es behördlich
zugelassene Versicherungsberater (Honorarberater;
http://www.finanz-lexikon.de/bundesverband%20der%20v…).
Da zahlst Du pro Stunde vielleicht 100€. Die Auswahl meiner
privaten PKV, und deren Abschluß zum günstigeren Tarif hat
mich einmalig 200€ gekostet.
Das war günstig.
Wichtig ist für mich nicht, ob der Honorarberater oder der
Vermittler bei Abschluß eines Vertrages mehr verdient. Wichtig
ist, dass mir der Berater nichts sinnloses empfiehlt, keine
provisionsgetriebenen Umschichtungen vorschlägt, und damit in
meinem Sinne handelt.
Fast alle Versicherungsgesellschaften bieten heute umfassende Finanzdienstleistungen an. Wenn man langfristig denkt, sind die Provisionen für die verschiedenen Produkte durchaus vergleichbar.
Ein seriöser, langfristig orientierter Versicherungsberater braucht dir
daher nichts sinnloses empfehlen. Leider machen die „Provisionsgeier“
i.d.R. Strukkis da viel kaputt.
Gruß
tycoon
Begriffe, Begriffe …
Guten Tag Ruhestandsplaner,
woher Sie die Sicherheit nehmen, zu behaupten, dass es gleich viel unfähige Honorarberater gibt wie sogenannte unabhängige Finanzberater,
bleibt bis auf weiteres Ihr Geheimnis.
Indessen ist so eine Einlassung auch Unfug.
Unfug deswegen, weil in der sogenannten Finanzanlagenbranche vergleichsweise nur sehr wenige Honorarberater unterwegs sind -
sogenannte unabhängige Finanzberater dagegen zig- und hunderttausendfach. Der Begriff unabhängiger Finanzberater ist per se eine unsinnige Konstruktion. Es schmücken sich damit sowohl Makler als auch Mitarbeiter von Vermittlungsfirmen und von Erstanbietern jedweder Couleur. Der Umstand, dass in der Finanzbranche nach wie vor
Tohuwabohu und Chaos bezüglich der Berufsbezeichnungen herrscht - dank der Lobbyarbeit der Branche - und die Bezeichnung „Berater“
dort rechtlich ungeschützt ist, hat über Jahrzehnte das gesamte Umfeld vergiftet. Einerseits soll die Beratungsleistung betont werden,
andererseits spricht das über alle Arbeitsverhältnisse hinweg geltende Provisionssystem und dessen Folgen für das Land diesem Anspruch Hohn.
Die Versicherungsbranche ist in diesem Bereich - zumindest formal -
ein Stück weiter. Bleibt zu hoffen, dass der Druck in der Öffentlichkeit zunimmt und die Unterschleife mit dem Beraterbegriff
auch in der Finanzanlagebranche irgendwann im Mülleimer der Geschichte landen. Auch wenn auf dem Weg dorthin noch so viele
unabhängige Finanzberater zum Professor ehrenhalber einbalsamiert werden.
Gruß
Günther