Nordlicht hat recht, die Versicherungen ziehen in den ersten
Jahren i.d.R. die kompletten Kosten des Vertrages ein, so dass
der größte Teil Deiner Beiträge zunächt einmal zur Tilgung
Deiner „Schulden“ genutzt wurde. Da ist es leicht
nachvollziehbar, dass derzeit deutlich weniger Rückkaufwert
besteht, als eingezahlt wurde. Ob das soviel anders wäre, wenn
die Märkte besser gelaufen wären, lasse ich an dieser Stelle
einmal der Phantasie des Lesers. Meine Erfahrungen sind
diesbezüglich zumindest recht eindeutig.
Jetzt wollen wir mal nicht übertreiben, Herr Heddinga! Bei uns, z.B. hätte der Fragesteller zu diesem Zeitpunkt die eingezahlten Beiträge (trotz Kosten und trotz Vers.Schutz ab dem 1. Monat) in etwa zurück, geschweige denn, es würden 14.000 fehlen. Die Augenwischerei Fonds-LV ist schon auch stark abhängig vom Börsenmarkt!
(Hätte er eine konventionelle LV ab 2001 bei uns abgeschlossen, wäre es sogar noch mehr, da die festgelegten Verzinsungen jahrelang wesentlich höher waren als heute.)
Für die Versicherungsunternehmen ist diese so genannte
„Zillmerung“, also die Verrechung der Kosten in den ersten
Jahren, ein äußerst einträgliches Geschäft,
Aber auch für den Kunden, wenn er den Vertrag für das benutzt, für das er vorgesehen war, nämlich für seine Altersversorgung (bei Zillmerung kommt bei Ablauf nunmal mehr heraus)
denn statistisch
gesehen, erleben rund 65% der Lebensversicherungverträge ihr
"natürliches (Vertrags-)ende nicht und werden zum Teil
deutlich vor der Zeit gekündigt oder beitragsfrei gestellt.
Dazu tragen auch häufig windige Gestalten bei, die dem Kunden windige Anlagen aufs Auge drücken, für die sie die Werte aus LV-Kündigungen oder LV-Verkäufen (+ regelmäßige beiträge) verwenden.
So
haben die Unternehmen dann bereits die „Schäfchen“ ins
Trockene gebracht und es kann ihnen egal sein, was mit dem
Vertrag geschieht.
Das ist ein Problem! Ich informiere den Kunden TROTZDEM, mit der Folge, dass noch nie eine LV oder RV (meiner Kunden) zugunsten einer neuen Anlage gekündigt oder verkauft worden ist.
Sie glauben gar nicht, wie dankbar Kunden sein können, wenn man sie über die Tragweite des Unterfangens informiert hat!
Welche Lösung nun für Dich die beste ist, lässt sich so
pauschal nicht beantworten. Das wäre hochgradig unseriös. Es
würde aber Sinn machen, den Vertrag finanzmathematisch zu
analysieren, um zu ermitteln, welcher Weg für Deinen Fall der
sinnvollste wäre. Höre Dich mal um, vielleicht findest Du
einen guten Berater in Deiner Nähe, der dazu fähig ist.
Diesen Fall können sie niemals mathematisch überprüfen, da sie auch niemals die Börsensituation vorhersagen können!
Man müsste allerdings wissen, ob in den Verträgen größere Berufsunfähigkeits- und Todesfallzusatzversicherungen integriert sind.
Da die Gesellschaften vom ersten Monat an in der Leistungspflicht sind,würde dies natürlich auch zu einem schwächeren Rückkaufswert beitragen!
Gruß cooler