Nommahallo.
hddb://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchive.fbl?s…)
[Webseite versächselt wegen Zirkelbezug]
von der eigentwilligen [sic, hä, hä!]
rechtschreibung, die erkennen läßt, daß man selbige eigentlich
eher dem zufall überläßt, mal ganz zu schweigen…
Die Tastatur verleitet natürlich auch zu Schreibfehlern, die man im normalen Leben nicht macht. Andererseits dann die netten Bemerkungen wie „wer Fehler findet, darf sie behalten“ „sieh doch zu, wie Du meinen Kram in Deine hohle Rübe kriegst, Du Dilldoll“. Das hat natürlich primär mit den verlotterten Sitten zu tun … und, nein, ich schreibe jetzt nicht über die heutige Jugend.
andererseits bin ich vielleicht als vom lesen und schreiben
lebend etwas betriebsblind. ich sehe immer mehr
diskussionsforen über bücher und autoren, allerorten haben
lesungen großen zulauf, die wanderhure steht 26(?) wochen in
dem bestsellerlisten, um harry potter gibt es einen
wahnsinnshype, tintenherz bzw. -blut kennt mittlerweile jeder
(den ich kenne), buchtauschbörsen werden eröffnet und
schreibkurse schießen wie pilze aus dem boden.
Ein großer Teil davon ist künstlich - Harry Potter z.B. basiert doch zu großen Teilen auf dem dazu gehörigen Rummel. Was nichts gegen die Bücher selbst aussagen soll …
wie kann ich mir da einen reim drauf machen? seit jahren wird
dem buch der tod prophezeit. mal hatte man das video in
verdacht, das buch abzulösen, mal den PC.
Weißt Du, seit mindestens zwanzig Jahren wird das papierlose Büro angedroht. In regelmäßigen Zeitabständen. Und was passiert? Man druckt jeden *PIEP* aus, weil es sich einfacher lesen lässt, vor allem, wenn es eine bestimmte Länge überschreitet. Das Einzige, was an diesem Brimbamborium wahr ist, ist, dass man den *PIEP*dreck nicht mehr so lange aufhebt, wie es einst Usus war.
Nun zum Buch : Du schrubst mit Recht „Leute, die ich kenne“. Du wirst vermutlich nicht jeden Tag mit sehr vielen Leuten zusammenkommen, die noch die Eierschalen hinter den Ohren haben, sondern eher mit Menschen Deiner und meiner Altersstufe. Und bei diesen ist es in der Tat so, dass das Lesen wieder ein wenig mehr in Mode kommt. Sei es, weil das Fernsehprogramm - „Schlachtefest der Volksmusik“, „Wer schreit lauter“, „Journalisten gucken doof - Politiker antworten nicht“ - mittlerweile jeder Beschreibung spottet, oder, weil man an sich selbst entdeckt, dass es sich am Blechheini nicht so schön entspannt (Lesebrillenkandidaten aller Länder …) oder Weizenkeim.
Vor allem aber ist die Kaufkraft unserer Generation a) größer und b) auf andere Dinge gerichtet. Mein Buchbudget (und ich war schon immer ein Bücherwurm!) wächst von Jahr zu Jahr, nicht nur, weil die Dinger tendenziell teurer werden, sondern auch, weil manche Aktivitäten nicht mehr so mein Ding sind - z.B. gehe ich nicht mehr gar so oft in Discos (seitdem ich mal von einem i-Männlein dort angequatscht wurde „He, Opa, ist das Altersheim abgebrannt?“ - und da war ich 26!), sondern haue mich mit einem Buch auf das Sofa. Da verlagert sich denn so Einiges in Richtung Lesen, und ich denke mir, dass das nicht nur mir so geht. Außerdem ist Lesen, nicht zuletzt durch einschlägigen Medienbimbam, eben gerade en vogue. Aber auch nur bei den Älteren … meine Erfahrungen mit Jüngeren habe ich ja schon an anderer Stelle gescholderen.
Nur noch eines : Wenn"das Buch" irgendwann einmal tot sein sollte, wird das nicht auf ein Ersatzmedium zurückzuführen sein, sondern auf die inzwischen geradezu grottöse Lesekompetenz der nachwachsenden Generationen. Wenn unsereiner also entweder bei Humobil oder aber restlos senil geworden ist, dann könnte es so weit kommen. Sollte aber [hoffentlich] noch ein wenig dauern bis dahin,
meint Eillicht zu Vensre