Wer liest überhaupt noch?

Huhu!

Weißt du, was mich letztens erschreckt hat?
Ich kenne im relaen Leben nur zwei Männer, die gerne lesen!
Mein Vater und mein Schwiegervater, also beides auch keine
allzu jungen Männer
mehr :wink:

Ich kenne mehr! Alle so im Schnitt zwischen 17- 25. :wink:

Mein Mann liest, wenn nötig, Fachliteratur, die Tageszeitung
und evtl.
Fachzeitschriften. Ebenso alle anderen Männer, die ich kenne.

Es ist sicherlich mehr von den Interessen & dem Beruf abhängig, ob nun eher zur SL oder zu Fachliteratur gegriffen wird.

Deckt sich nicht unbedingt mit meinen Erfahrungen. Es ist eher
so, dass Männer eher zu kürzeren Texten neigen als Frauen,
soweit ich das mitbekomme. Allerdings gibt es da einige
Ausnahmen von der Regel, die dann direkt ins Gegenteil
umschlagen (sowas wie Otherland am Stück).

Ich weiß nicht - ob es eine Sache von Männern & Frauen ist. (Ich möchte es bezweifeln. :wink: )
Vermutlich hängt es von einem Mittelding aus Informationsbereitschaft, Textbeschaffenheit (wenn jemand gut schreibt - aber nur in kurzen Artikeln, dann werde ich diese nicht ablehnen:wink: ) ab und nicht zuletzt ist es auch eine Frage der Zeit & der nötigen Konzentration.
Wir leben in modernen hektischen Zeiten - ideal also für den kurzen Text zwischen Tür und Angel. (nicht nur, aber auch)
Und ob einem nun nach viel Bla Bla oder Fakten ist - entscheidet sicher auch mit bei der Wahl. (Vorurteilsbelastet sind Männer geiler auf Fakten / Zahlen / konkrete Größen :wink: )

Egal, mich interessiert nur, ob andere Leute das in ihrem
Umfeld auch beobachten?

Nein - Männer und Frauen lesen gleichmäßig.
(so sie lesen…)

Die einzigen, die evtl. herausstechen, sind die PC-Freaks, aber da auch nicht alle! Und da mir soweit nur männliche PC-Freaks bekannt sind - und keine Weiblichen, möchte ich mich hier zu keiner Verallgemeinerung hinreißen lassen. :wink:

Syndi

hallo ihr,

erschreckt von wolfgang dreyer und eillicht zu vensre (siehe
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…)
stelle ich hier jetzt diese frage.

zwei seelen streiten da in meiner brust:
zum einen möchte ich den beiden zustimmen. mich erstaunt ja
schon sehr, was manche hier oft als langes postings bezeichnen
(vorsicht lang!): man muß ein paar mm runterscrollen, heißt
das gewöhnlich (außer bei nina. aber die warnt nicht). also
ca. 10 sätze, max. lang, jaja… von der eigentwilligen
rechtschreibung, die erkennen läßt, daß man selbige eigentlich
eher dem zufall überläßt, mal ganz zu schweigen…

Das Leid einiger Foren?!
(Was hat der Aufbau von Beiträgen mit der Frage zu tun? - abgesehen einmal vom Duden-Standpunkt @ Orthographie & Grammatik)

andererseits bin ich vielleicht als vom lesen und schreiben
lebend etwas betriebsblind. ich sehe immer mehr
diskussionsforen über bücher und autoren, allerorten haben
lesungen großen zulauf, die wanderhure steht 26(?) wochen in
dem bestsellerlisten, um harry potter gibt es einen
wahnsinnshype, tintenherz bzw. -blut kennt mittlerweile jeder
(den ich kenne), buchtauschbörsen werden eröffnet und
schreibkurse schießen wie pilze aus dem boden.

Hype? Schreiben ist ‚in‘. Lesen wird auch wieder ‚in‘.
Auf der einen Seite die Pop-Teens, auf der anderen Seite jene, die sich höher schätzen und den Wert ‚Buch‘ auch fern ab von dubiosen Biografien fest machen können.
Mancher sich allein glaubender Leser bekommt auch durch die Wunderwelt Internet + Vernetzung eine größere Spielwiese angeboten. Die Zeiten ‚da draußen‘ sind kalt - warum nicht zurück zu Büchern, Traumwelten (überspitzt ausgedrückt)…
Der Traum vom kleinen Glück, dem eigenen Buch? :smile: Sich öffnende Pforten hin zu neuen Themen…

wie kann ich mir da einen reim drauf machen? seit jahren wird
dem buch der tod prophezeit. mal hatte man das video in
verdacht, das buch abzulösen, mal den PC. aber geht mal auf
die frankfurter buchmesse: kein mensch ahnt, was so alles
gedruckt wird! aber das muß doch auch jemand kaufen/lesen.

was meint ihr?

Zurück in die Alte Zeit, ein Buch, die Bibel… :smiley: (Scherz!)

Also ich fühl’ mich mal als 20-Jährige kess angesprochen & kenne auch ein paar Leute in meinem Alter. (buhu ;o) )
Ich habe sehr viel mit Leuten zu tun, die selbst lesen, die Qualität mag zwar zeitweise jeder selbst bewerten - aber eine Handyton-Verdummung kann ich so innerhalb meines Bekannten- & Freundeskreises (vorangig Abiturienten & Sudenten… aber dies Kriterium halte ich für zu oberflächlich) nicht festmachen.

So nicht Schule drückte, oder Freunde, oder Haushalt, oder diverse andere Hobbies, oder PC (*gg*) - habe ich gerne gelesen. Mach’ ich immer noch. Die Anzahl Bücher pro XXX zähle ich dabei nicht. Ich kann ein ‚leichtes‘ Buch nehmen + da 2 Tage dran lesen… oder ich nehme ein ‚schwereres‘ und sitze halt länger… :wink: Jeder nach seiner Facon. :wink:
Eine Sozialisation fern ab von Büchern verdanke ich zunächst meiner Familie - dann aber sehr grotesker Weise dem Internet, auch wenn es bis heute noch Phasen gibt, wo ich meine Ruhe mit einem guten Buch höher schätze als mich mit vielen Menschen ins Getummel zu stürzen, aber lesen ist längst icht mehr mein einziges großes Hobby.

Ich komme gut mit Buch & PC zu Rande. Nachdem ich erst viel gelesen habe , habe ich dann viel im Internet mein Unwesen getrieben. Seit ein paar Monaten begeistern mich aber wieder Bücher mehr als der komische Kasten, der nun zusehends [wieder] mehr als Info-Quelle & Kommunikationsmittel (böse Foren) benutzt wird, denn als Zocker-Maschine.
Quote wäre 50 - 50.

Nicht töten - aber ergänzen & ausgleichen. Ich setze meine Prioritäten nicht nur auf die Lektüre von MNO Büchern, sondern auch auf eine gewisse Informiertheit - und da decken Bücher nur bedingt den Anspruch.

So long…
Hab’ das ganze mal mehr auf Bücher gepolt.

Bücher vs. neue Medien.

Moin,

Und ich stelle fest, daß sich das
Leseverhalten weitergeben läßt: meine Kinder lesen genauso
gern!

Kann - muss aber nicht. Von meinen beiden Söhnen liest einer leidenschaftlich gern, der andere hat nur PC-Fachbücher und den Shell-Atlas im Regal …

Sonntagsgruß an den hoffentlich Genesenen
von Anja

hallo www-/Leser,

ich war schon immer die absolute Leseratte, Einzelheiten der z.T.skurrilen Folgen lasse ich aus. Zugleich liebte ich es auch besonders, etwas vorgelesen zu bekommen. Geschah nur viel zu selten. Später, ein paar Leute aus Freundes- und Bekanntenkreis hatten Sehprobleme, las ich auf Cassette vor - da waren schon mal David Copperfield oder die ganze Löwensköld-Trilogie von Lagerlöf dabei, alle Cassetten kopiert und verschenkt. Begeistertes Echo. Und dann kamen die Hörbücher auf … ersparten mir Fortsetzung des Vorlesens …ich konnte nun selbst zuhören! - was war und bin ich froh darüber! Weite Autofahrten … langwierige Küchenarbeit … ewig lange schon wollte ich Sten Nadolnys Langsamkeit lesen, nie kam ich dazu - nun aber klappte es, per Hörbuch. Nicht, daß ich seitdem weniger läse. Ich lerne nur noch mehr Bücher kennen.
Aber vom sinnlichen Vergnügen und Ertrag her - ist das wirklich für alle so - Lesen ist durch nichts zu übertreffen / das Hören kann dem Lesen nicht das Wasser reichen? Den Fontane lese ich eigentlich nicht farbiger, eindrucksvoller oder gehaltvoller selbst, im Vergleich zu Gerd Westphal. Montaignes Essays treten mir in Otto Sanders Stimme von schönster und humorvollster Klarheit entgegen.
Es sagte ein kluger Mensch: durch die Augen gehen wir in die Welt hinaus. Durch die Ohren kommt die Welt zu uns herein. - Es werden beim Hören ganz andere Hirnreale betätigt - müßten wir für unsere Lieblinge nicht alle Optionen frei halten, potentiell? Zumindest auch die Hörbücher mal probieren?
Ich gebe aber zu, es muß in den Lebensrhythmus reinpassen.
Viele Freuden allen Leseratten und Gruß, I.

hallo,

(Was hat der Aufbau von Beiträgen mit der Frage zu tun? -
abgesehen einmal vom Duden-Standpunkt @ Orthographie &
Grammatik)

(weil man heutzutage anscheinend keine lange texte mehr gewöhnt ist - weder zu lesen, noch zu schreiben.)

Zurück in die Alte Zeit, ein Buch, die Bibel… :smiley: (Scherz!)

wieso scherz? die bibel ist die mutter aller bücher. man sollte sie unbedingt gelesen haben. das hat nichts mit glaubensfragen zu tun, sondern allein mit dem fundus an schöpfungs- und anderen mythen, die einem immer wieder in der literatur begegnen.

So long…
Hab’ das ganze mal mehr auf Bücher gepolt.

Bücher vs. neue Medien.

so ist recht :smile:

gruß
ann

hallo irmtraut,

Es werden beim Hören ganz andere Hirnreale betätigt - müßten
wir für unsere Lieblinge nicht alle Optionen frei halten,
potentiell?

ohne frage zudem haben papierbücher natürlich auch den unschlagbaren vorteil, ohne strom zu funktionieren :wink:
außerdem habe, wenn ich die worte selber lese (wie du schon sagst), das gesamte gehirn als spielfläche, kann mir die stimmen vorstellen und die bilder (bei einem film kann ich mir, so gesehen, gar nichts vorstellen. wird ja alles schon vorgegeben.)

Zumindest auch die Hörbücher mal probieren?
Ich gebe aber zu, es muß in den Lebensrhythmus reinpassen.

ich gebe zu, daß es auch lebenssituationen gibt, in denen hörbücher ein angebot sind.
so hatte ich mal einen auftraggeber, zu dem nur tägliche stundenlange staus führten: da habe ich heine gehört. und beim crosstrainig höre ich z.z. faust. nicht daß ich das nicht auch lese - aber hier lasse ich das gesprochene wort schon mal das feld vorbereiten. (womit wir wieder beim hirn wären :smile:

schöne grüße
ann

hallo,

(Was hat der Aufbau von Beiträgen mit der Frage zu tun? -
abgesehen einmal vom Duden-Standpunkt @ Orthographie &
Grammatik)

(weil man heutzutage anscheinend keine lange texte mehr
gewöhnt ist - weder zu lesen, noch zu schreiben.)

Alles eine Frage der Umgebung!
(Nicht jeder hat die Muße, die Zeit, die Flatrate … oder den Glauben in die Wichtigkeit seines Standpunktes, um viel/lang zu schreiben - obwohl natürlich einiges im Umlauf ist, aber da kurz, kann man schnell einmal darüber hinweg blicken. *hust* ( @mindere Qualität der Artikel)

Zudem: kurz!= schlecht (kurz ist nicht gleich schlecht :wink: ) - was nützt mir ein 10-seitiger Artikel voller ‚Bla Bla‘, nur weil sich der Schreiber gerne selbst liest… und dabei nicht auf den Punkt kommt + mir seine Meinung verschlossen bleibt.
(Aber ich will hier nicht abschweifen. *grins)

Evtl. schreiben die Leute nur so kurz, weil sie vor lauter Lektüre nicht an den PC gelangen. :stuck_out_tongue: Nicht jeder ist ein Freund ausgiebiger Diskussionen + lässt sich nicht nur gerne berieseln.

Zurück in die Alte Zeit, ein Buch, die Bibel… :smiley: (Scherz!)

wieso scherz? die bibel ist die mutter aller bücher. man
sollte sie unbedingt gelesen haben. das hat nichts mit
glaubensfragen zu tun, sondern allein mit dem fundus an
schöpfungs- und anderen mythen, die einem immer wieder in der
literatur begegnen.

Scherz:
Zurück zu _nur einem_ Buch, die Bibel. :wink:

Den Wert der Bibel als ‚Bildungsbuch‘ auch für einen Nicht-Gottgläubigen stelle ich nicht in Frage.

Hab’ das ganze mal mehr auf Bücher gepolt.

Bücher vs. neue Medien.

so ist recht :smile:

Gut! :smiley:

hallo monika,

du hast so schön viel über deine lesegewohnheiten geschrieben. da möchte ich dich gerne noch eins fragen (gerade, weil du „querbeetleserin“ bist, also ziemlich viel unterschiedliches liest):

wann oder wodurch entscheidet sich bei dir, ob du ein buch lesen wirst oder nicht?

Diesen Luxus leiste ich mir einmalim
Jahr(Samstag/Sonntag). Meine Erfahrung, die Gefahr ist immer
noch groß, daß einem die Füße plattgetreten werden, soviel
Leute sind dort.

das ist für mich kein luxus, sondern notwendiger horror :wink: aber schon mi/do/fr. ich glaube sa + so würde ich ersticken auf der messe.

Am schlimmsten ist es da, wo ein bekannter
Autor auftritt, da kommt man machmal gar nicht mehr durch und
muß einen Umweg machen.

auweia, ja. ich bin mal über dolly buster gestolpert, als sie aus ihren memoiren las, vor jahren. sah schlimm aus so ohne weichzeichner :wink:

Das heißt,
gerne lesen, kann man nicht den Schulabschluß festnageln.

nein, kann man nicht.

Schätze, Leseratten wird es immer geben, solange eine
Schriftsprache existiert.

das hoffe ich :smile:

Ist mein Text eigendlich ein langer oder ein kurzer Text?

für jemand, der liest, ist er normal.

schöne grüße
ann

auch so, herr rekonvaleszent,

naja, da muß man schon unterscheiden - zwischen dem Lesen aus
Vergnügen, das man in der literarischen Form findet, und der
Suche nach Informationen in einem Forum, das sich als
Wissensplattform ausgibt, gibt es deutlich unterschiedliche
Ansprüche. Und wenn hier jemand seine Gedanken wirr und
vielleicht noch unformatiert zum Ausdruck bringt, dann kann es
durchaus passieren, daß ich nach zwei, drei Sätzen die Lektüre
abbreche.

klar, aber so halte ich es auch bei papiertexten welchen genres auch immer.

Äh… Bücher und Birnen? Die Bestsellerlisten besagen doch
nur, welche Bücher sich am meisten verkaufen, aber da steht
nicht drauf, wie oft sie tatsächlich (also in absoluten
Zahlen) gekauft, geschweige denn gelesen werden.

wenn auch die leser, die buch antiquarisch erstehen oder es sich ausleihen, nicht exakt erfaßt werden können, so besteht doch tatsächlich ein zusammenhang zwischen verkaufszahlen und lesern des fraglichen buches (wenn auch nicht gerade 1:1).
du kannst aber sicher sein, daß „moppel-ich“ um ein zigtausendfaches öfter gelesen wurde als das abnehmbuch irgend eines verschrobenen gesundbeters, der über frieling veröffentlicht.

Dabei fällt mir auf, daß es
durchaus Leute gibt, die viel lesen: die Buchhändler, die
Verlagsmitarbeiter, so ziemlich alle, die beruflich mit
Büchern zu tun haben.

jaja… *g*

Und ich stelle fest, daß sich das
Leseverhalten weitergeben läßt: meine Kinder lesen genauso
gern!

freu dich, wenn es so ist. bei mir eher 50:50. und ich kann mich nicht daran erinnern, daß meine eltern - im gegensatz zu mir - außerordentlich viel gelesen hätten.

gruß & weiterhin gute besserung
ann

P.S. Danke übrigens nochmal für das Buch :smile:

na, nu ist gut. lol

hallo yolanthe,

auch von dir möchte ich gerne wissen, was dein interesse an einem buch weckt, das du nur aus vergnügen/zum zeitvertreib liest.

schöne grüße
ann

PS: leonie ossowski (die große flatter) erzählte mal, daß sie in wahrheit jolanthe von hieße. weil aber zufällig ein schwein in ihrem schlesischen dorf auch diesen vornamen hatte und die anderen kinder sie deshalb aufzogen, hat sie sich umbenannt *g*

hallo mrs sippi,

Traurig finde ich, daß die Lesemuffel gar nicht wissen, was
ihnen entgeht.

das stimmt! vielleicht fallen dir ja 2 oder 3 argumente ein, mit denen man lesemuffel überzeugen könnte?

schöne grüße
ann

hallo fritz,

Anedererseits habe ich in der Berufsschule eine ganze Reihe
von Leuten, die mit stolzgeschwellter Brust verkünden, noch
nie freiwillig ein Buch geöffnet zu haben.

ja, solche leute sind mir auch schon begegnet, hochqualifizierte ihres fachs darunter. ich war und bin immer noch entsetzt darüber.

was sagst du dann diesen berufsschülern? warum sollten sie bücher lesen? (nur kurz 2 oder 3 argumente bitte!)

und: kommt das bei ihnen an?

Es wird also weiterhin Leser und Bücher geben; vielleicht
weniger wirklich gute, aber für mich reicht es.
Und nach mir die Sintflut.

die zeit ist längst gekommen, daß ich die tür zunageln und mich den rest meines lebens ausschließlich mit büchern abgeben könnte…
aber das leben (draußen) ist soooo spannend :smile:

liebe grüße
ann

auch huhu :smile:

Das ging jetzt wahrscheinlich haarscharf an deiner Frage
vorbei, was? :wink:

nö nö, das interessiert mich schon! und auch, was die beiden herren (schwieger)väter so lesen.

Ich glaube, ich werde bei den Büchern bleiben. Bei Filmen wird
mir immer so
schnell langweilig.

eben :smile:

schöne grüße
ann

hallo barney,

Unbestreitbar ist auch, daß auch wir uns schon über Stil,
Moral und Schmalz in den Werken der „Klassiker“ lustig
machten. Wie viel mehr muß das heutzutage der Fall sein!!!
Goethe und Schiller etc. sind nicht mehr „knorke“.

ja klar, aber das hat sich seit der antike nicht geändert.

Auf diese Weise ist einerseits der Niedergang des Wortschatzes
an sich wie auch der Orthografie logisch nachzuvollziehen. Von
der Wertetradierung, die ja trotz unserer Erheiterung immer
noch stattfand, mal ganz abgesehen.

war das früher wirklich besser? oder haben wir früher fehlende/falsche orthografie oder werte nicht in dem ausmaß wahrgenommen wie heute?

Daß die Benutzung der Umstelltaste besser lesbare Texte
ermöglicht.

jetzt erst recht nicht :-}

schöne grüße
ann

hallo eckard,

ja, ich lebse noch. Allerdings bei weitem nicht so viel
wie ich das möchte. Dafür kann ich auch eine Reihe von
Ausreden Gründen anführen:

genau! ausreden :wink:

Aber das wird sich ändern, sobald ich den lästigen Broterwerb
vom Halse habe. Dann werden Regale gebaut und Bücher
einsortiert, nachdem sie gelesen wurden.

wir prüfen das.

Bücher wegwerfen, verschenken, verkaufen? No way, Sir! in der
Beziehung bin ich geizig wie Scrooge!

da bin ich anders: zeitdiebe werden erbarmungslos entsorgt.

Womit ich mich zuletzt beschäftigt habe? „Die Weisheit des
Rabbi Nachmann“, „Ratlos war der Rabbi nie“, und eine CD
„Lernen Sie Jiddisch“ von Talk Now! Weihnachtsgeschenke.

interessant! gibt es für dein spezielles interesse einen aktuellen anlaß?

schöne grüße nach solingen (wo auch noch irgendwelche verwandte von mir hausen)
ann

moin kuddel,

und heute? ich bin ganz bestimmt kein (t)eurojammerer, aber
gerade bei buechern sehe ich drastische preissteigerungen,

verstehe ich gut.

obwohl i.m.h.o produktion und vertrieb billiger geworden sein
sollte, und die honorare der verfasser sind wohl auch nicht
gestiegen…

nö, sind sie zumindest nicht für deutschsprachige autoren, kann ich dir versichern. die verlage verausgaben sich heutzutage gerne bei ausländischen verfassern. aus welchem land bestimmt die jeweils gültige mode.

vielleicht lese ich durch diees verhalten sogar noch mehr, als
frueher… aber wie schon gesagt: ich liebe sie nicht mehr - es
sind reine konsumartikel…

finde ich ok.

schöne grüße
ann

hallo tinchen,

Ja, ich muss gestehen: Ich lese!
Und zwar ausgesprochen GERNE!
Harry Potter, ja, das auch - mit Betonung auf „auch“!

ist ok, warum auch nicht?

aber auch an dich die frage:

was macht für dich ein buch so interessant, daß du es lesen möchtest?

Und ein Besuch der Frankfurter Buchmesse… naja, seit
Jahren (Jahrzehnten) ein Traum von mir. Aber andererseits…
kommt man dort wirklich zum Lesen?

ich bin da noch nie zum lesen gekommen. käme auch gar nicht auf die idee *g*
ne, aber wenn man als privatmensch und leser dort hingeht, ist es ja was anders. wobei ich denke, auch dann ist es mehr laufe- als leserei.

schöne grüße
ann

moin dirk,

Von diesem Herren wirst Du wohl bald mehr hören.

würde mich freuen :smile:
ich will nämlich mal wieder in die alte heimat.

herzliche grüße
ann

was sagst du dann diesen berufsschülern? warum sollten sie
bücher lesen? (nur kurz 2 oder 3 argumente bitte!)

Ich habe keine Argumente und ich trinke nie Milch! :wink:
Ich weise schon gern immer wieder darauf hin, wie interessant und unterhaltsam Lesen ist; abgesehen davon, dass man vieles erfährt und lernt. Aber der Antonius zu Padua hatte aufmerksamere Zuhörer im Wasser.

und: kommt das bei ihnen an?

Gar nicht.

Aber da man im Deutscgunterricht ja auch Literatur behandelt und behandeln muss, würge ich ihnen bisweilen ein Kurzgeschichte a la „wenn die Haifische Menschen wären“, Ein Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral", „Nachts schlafen die Ratten doch“ oder auch ein Goethe-Gedicht rein.
Der Zauberlehrling ist da gut.
Ich spiele die Aufnahme von Görner vor, lege dann den Text vor und wenn sie brav nachgebetet haben, was ich ihnen vorinterpretierte, dürfen sie noch den Auschnitt aus Fantasia sehen; mit Mickey Maus als Zauberlehrling mit der Musik von Paul Dukas.

So geht das, aber seeeehhr zäääääääääähhhhhhhhhhhhh!

Gruß Fritz

die zeit ist längst gekommen, daß ich die tür zunageln und mich den rest meines lebens ausschließlich mit büchern abgeben könnte…

Du sprichst mir aus dem Herzen.

aber das leben (draußen) ist soooo spannend :smile:

Finde ich nicht. Ich könnte leicht darauf verzichten, wenn ich eine Monatsrente gewönne.

Liebe Grüße auch dir.
Fritz

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hallo sonja,

Ich füge noch hinzu, dass ich ein wenig differenziere, viele
Bücher (Krimis, historische Romane, sehr kurze Bücher, Bücher
von mir unbekannten Autoren…) leih ich mir bloß aus der
Bibliothek und bring sie ohne Wehmut wieder zurück.
Andere, vor allem Anthologien, Biographien und manche Bücher,
die man einfach haben muss, außerdem welche, von denen ich
vorher schon weiß, dass ich sie mehrmals lese, die kauf ich
mir, auch wenn sie zum Teil unverschämt teuer sind.

ja, so halte ich es auch.

Ich mit
geschätzten 50 belletristischen Büchern im Jahr wäre wohl kaum
mehr erfasst :wink:
Wem gehts denn noch so?

dann sag doch auch du mal bitte, was den ausschlag gibt, ob du ein buch liest oder nicht.

herzliche grüße
ann