Wer zahlt Maklerprovision?

Wenn ich eine Immobilie über einen Makler verkaufe, wer zahlt dann die Maklerprovision? Ich und der Käufer? Wenn ja in welcher Höhe?

Die Höhe der Provision wird frei vereinbart, sie kann bis zu 6 % des Kaufpreises zuzüglich Mehrwertsteuer betragen. Welchen Anteil davon Verkäufer und Käufer übernehmen, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Fehlt es an einer Vereinbarung zur Höhe der Provision, ist die „übliche“ Maklerprovision als vereinbart anzusehen.
Gruss
Chrisma

Hallo,

Welchen
Anteil davon Verkäufer und Käufer übernehmen, ist …

… wie auch die Höhe der Provision reine Verhandlungssache!
Die Aufteilung der Anteile an der Maklerprovision an Käufer und Verkäufer kann stufenlos von „100% zahlt der Käufer“ bis zu „100% zahlt der Verkäufer“ gehen.
Wobei das für den Verkäufer alles nur rein auf dem Papier steht. In der Regel rechnet der Käufer nämlich eine eventuelle Maklerprovision dem Kaufpreis zu (ihm ist es egal, ob er 200.000 Euro an den Verkäufer zahlt oder 190.000 Euro an den Verkäufer und 10.000 Euro an den Makler -> die Immobilie kostet ihn 200.000 Euro, das ist die einzige Zahl die ihn interessiert, d.h. im Endeffekt „zahlt“ der Verkäufer so oder so).

Grüße von
Tinchen

"In der Regel rechnet der Käufer nämlich eine eventuelle

Maklerprovision dem Kaufpreis zu (ihm ist es egal, ob er
200.000 Euro an den Verkäufer zahlt oder 190.000 Euro an den
Verkäufer und 10.000 Euro an den Makler -> die Immobilie
kostet ihn 200.000 Euro, das ist die einzige Zahl die ihn
interessiert, d.h. im Endeffekt „zahlt“ der Verkäufer so oder
so).

guten tag,
das stimmt so nicht. dies wird einem gleich klar wenn man betrachtet, wie ein kaufpreis zustande kommt. dieser errechnet sich aus vergleichspreisen, eben ähnlichen objekten in der umgebung und einem bauchpreis, einem menschen gefällt das objekt. da keine immobilie gleich ist, sind die vergleichspreise nicht richtig vergleichbar und nur ähnlich. macht man 10 gutachten für eine immobilie bei verschiedenen fachleuten, bekommt man 10 verschiedene preise. es gibt eben keine schwacke-liste für immobilien und selbst beim autokauf erhebliche preisunterschiede bei doch ganz gleichen autos.
von daher liegt der erzielte preis ganz erheblich am verhandlungsgeschick und der art der präsentation des verkäufers/anbieters/maklers…
grüße
Thilo Rose

http://www.hausundharmonie.de

Hallo Thilo,

dies wird einem gleich klar wenn man
betrachtet, wie ein kaufpreis zustande kommt. dieser errechnet
sich aus vergleichspreisen, eben ähnlichen objekten in der
umgebung und einem bauchpreis, einem menschen gefällt das
objekt.

Sicher hast du recht was den „Bauch“ anbelangt.
Auch „die Anschaffung fürs Leben“ - eine Immobilie - wird in erster Linie aus dem Bauch heraus gekauft.
ABER:
Als Käufer interessiert mich was mich das INSGESAMT kostet.
Und das meine ich damit, dass der Verkäufer im Endeffekt den Makler bezahlt. Als Käufer werde ich versuchen den Gesamtpreis auf den von mir maximal zu zahlenden Preis zu drücken. Klar abhängig von der Immo, je nach Gefallen. Aber für die gleiche Immo bekäme der Verkäufer ohne Makler eben mehr.
Wobei der Markt für Käufer, die von privat kaufen und diejenigen, die über Makler kaufen i.d.R. wenig Überschneidungspunkte hat (ist auch die Erfahrung von mir bekannten Immo-Maklern).

Grüße von
Tinchen

http://www.hausund

Puh! Eigenwerbung stinkt…
…und ist hier bei w-w-w verboten!

„Als Käufer werde ich versuchen den Gesamtpreis auf den von mir maximal zu zahlenden Preis zu drücken.“

hallo tinchen,
erkläre mir doch bitte wie du diesen wert präzise ermittelst, dass du so genau sagen kannst, wo der maximal zu zahlende betrag liegt? wenn selbst gutachter zu verschiedenen beträgen bei gleichen immobilien kommen (5 bis 15 prozent sind bei seriöser arbeit keine seltenheit), finde ich das ziemlich hypothetisch. wir sprechen von 3 bis 8 prozent die für einen makler zu bezahlen sind. meine erfahrung zeigt, dass die meisten kunden diesen betrag eben nicht mit in einen preisvergleich nehmen. es gibt sicher kunden, die können nur einen bestimmten betrag bezahlen, weil sie mehr nicht finanziert bekommen. in der regel ist da aber oft noch spielraum. immobilienkauf beruht eben nicht nur auf harten fakten, sondern sehr stark auf gefühl und das ist das glück und gleichzeitig die größte gefahr für den käufer…
grüße
Thilo

Hi Thilo,

ich nehme Dir das mal ein wenig auseinander. Ganz flockig erkundigen wir uns beim zuständigen Gutachterausschuss und ermitteln den Bodenrichtwert für das Grundstück. Dann schauen wir uns die Sanierungskosten an, die ein Immoberater, wie Du, sicherlich bis auf 5 % Genauigkeit ermittelt. Dann mal die m² Wohnfläche mit den Neubaukosten (Zeitungsanzeigen Hausbaufirmen) multipliziert und die Rechung angestellt: Bodenrichtwert + Neubaukosten - Sanierungskosten + Hausanschlußkosten + Außenanlagenpauschalbetrag und schwubs ist die eigene Kalkulation für den eigenen Kaufpreis fertig. Mit dieser Kalkulation zur Bank und mal hören, wie die den Kaufpreis sehen. Schön zuhören, was die Banker sagen und wenn die sagen finanzieren wir zu 100 % ist der Preis ok. Dann Finanzierungszusage erstellen lassen aber keinen Darlehensvertrag unterschreiben. Was Makler, Gutachter und Verkäufer wollen ist doch erst mal völlig wurscht. So und dann den Preis durchsetzen. Wie macht man das? Erst mal zum Makler und sagen. He Makler mein Banker sagt, mehr als … geht nicht. Der Makler wird dann meist ungehalten und bietet eine Finanzierung an oder was auch immer. Besonders naschforsche Makler beenden die Geschäftsbeziehung. Besonders gute Makler nehmen das Angebot an und tragen es dem Verkäufer vor. Kennt Ihr gute Makler? Egal spielt keine Rolle. Nachbarn fragen und Eigentümer ermiiteln. Dann dem Eigentümer das Angebot übergeben und zwar mit dem Hinweis. He alles klar. Kohle bewilligt. Ich kann morgen kaufen. Dann die coolen Sprüche an den Eigentümer. „Schnelles Geld ist doppelt Geld.“ „Hat der Makler einen Kunden, der morgen kauft.“ Wie lange wollen Sie noch auf Geld warten." Wer zahlt die Maklercourtage? Natürlich der Verkäufer. Weil man dem Verkäufer sagt: „Du Deinen Makler musst Du bezahlen. Dafür lege ich beim Kaufpreis noch 3 % drauf. Aber mehr geht nicht.“ Der Makler wird sich mit seinem Auftraggeber auseinander setzen müssen und nimmt meist die 3 %. Für die wenige Arbeit ist das gut bezahlt. Hier aufpassen. Makler sind Füchse und wollen schon für die Nennung der Adresse und des Käufers 6 % des Kaufpreises. Also in den Notarvertrag schreiben lassen: „Der Verkäufer stellt den Käufer von Ansprüchen des Maklers frei.“ Ich habe bisher keinen Makler getroffen, der sich mit seinem Verkäufer angelegt hat. Ist auch logisch?

Thilo nun noch mal im Kurztext:

Banken bestimmen Immobilienpreise

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

roger, du schreibst wie ein echter vollprofi, denkst aber manchmal vorher nicht nach:smile: scheinbar hast du ein echtes problem und antipathie gegen makler.
zur sache: ein laie kauft eine wohnung.
der witz ist ja der, dass du um all das zu tun was für eine immobilienbewertung notwendig ist, ziemlich viel fachwissen haben musst. das haben käufer in der regel?
das banken immobilienpreise machen ist quatsch. natürlich gibt es richtlinien, bei der finanzierung. diese richten sich aber zuerst nach der liquidität und als zweites nach dem objekt. es gibt viele menschen die kaufen immobilien ohne bankfinanzierung. die bodenpreise oder vergleichspreise der gutachterausschüsse geben in guten lagen oft nicht den erzielbaren preis wieder. die schöne aussicht, die besondere lage…, so etwas nennt man liebhaberei. preise entstehen durch angebot und nachfrage.
grüße
Thilo Rose

p.s.: deine plakativen unterstellungen und eigene hochlobere auf deiner homepage langweilen und deine angeblich kostenlosen informationen bekommt man durch zahlung von 29,-€ oder einer registrierung. mir scheint, wer böses denkt der böses tut.

„Als Käufer werde ich versuchen den Gesamtpreis auf den von
mir maximal zu zahlenden Preis zu drücken.“

Hi Thilo,

ich nehme Dir das mal ein wenig auseinander. Ganz flockig
erkundigen wir uns beim zuständigen Gutachterausschuss und
ermitteln den Bodenrichtwert für das Grundstück. Dann schauen
wir uns die Sanierungskosten an, die ein Immoberater, wie Du,
sicherlich bis auf 5 % Genauigkeit ermittelt. Dann mal die m²
Wohnfläche mit den Neubaukosten (Zeitungsanzeigen
Hausbaufirmen) multipliziert und die Rechung angestellt:
Bodenrichtwert + Neubaukosten - Sanierungskosten +
Hausanschlußkosten + Außenanlagenpauschalbetrag und schwubs
ist die eigene Kalkulation für den eigenen Kaufpreis fertig.
Mit dieser Kalkulation zur Bank und mal hören, wie die den
Kaufpreis sehen. Schön zuhören, was die Banker sagen und wenn
die sagen finanzieren wir zu 100 % ist der Preis ok. Dann
Finanzierungszusage erstellen lassen aber keinen
Darlehensvertrag unterschreiben. Was Makler, Gutachter und
Verkäufer wollen ist doch erst mal völlig wurscht. So und dann
den Preis durchsetzen. Wie macht man das? Erst mal zum Makler
und sagen. He Makler mein Banker sagt, mehr als … geht
nicht. Der Makler wird dann meist ungehalten und bietet eine
Finanzierung an oder was auch immer. Besonders naschforsche
Makler beenden die Geschäftsbeziehung. Besonders gute Makler
nehmen das Angebot an und tragen es dem Verkäufer vor. Kennt
Ihr gute Makler? Egal spielt keine Rolle. Nachbarn fragen und
Eigentümer ermiiteln. Dann dem Eigentümer das Angebot
übergeben und zwar mit dem Hinweis. He alles klar. Kohle
bewilligt. Ich kann morgen kaufen. Dann die coolen Sprüche an
den Eigentümer. „Schnelles Geld ist doppelt Geld.“ „Hat der
Makler einen Kunden, der morgen kauft.“ Wie lange wollen Sie
noch auf Geld warten." Wer zahlt die Maklercourtage? Natürlich
der Verkäufer. Weil man dem Verkäufer sagt: „Du Deinen Makler
musst Du bezahlen. Dafür lege ich beim Kaufpreis noch 3 %
drauf. Aber mehr geht nicht.“ Der Makler wird sich mit seinem
Auftraggeber auseinander setzen müssen und nimmt meist die 3
%. Für die wenige Arbeit ist das gut bezahlt. Hier aufpassen.
Makler sind Füchse und wollen schon für die Nennung der
Adresse und des Käufers 6 % des Kaufpreises. Also in den
Notarvertrag schreiben lassen: „Der Verkäufer stellt den
Käufer von Ansprüchen des Maklers frei.“ Ich habe bisher
keinen Makler getroffen, der sich mit seinem Verkäufer
angelegt hat. Ist auch logisch?

Thilo nun noch mal im Kurztext:

Banken bestimmen Immobilienpreise

Auf meiner Page musst Du nicht bezahlen. Ich habe gar kein Abrechnungssystem. Also gut, klar gibt es Liebhaberei.
Es gibt Kunden, die ohne Bank kaufen und jeden Preis bezahlen, um genau an der Stelle (z.B. Sylt, Tegernsee usw.) dabei zu sein. Genau. Wo Geld keine Rolle spielt, da bestimmt auch die Bank nicht den Preis. Wäre doch unkologisch. Du weißt doch genau, dass bald die Finanzierungsrichtlinien nach Basel II gelten. Bonität des Kunden und Lage des Objektes.

Beispiel:

Du ermittelst einen Marktpreis von 200.000 € und der Kunde kann nicht bar bezahlen. Der Kunde will kaufen und geht zur Bank. Der Banker sagt: „Alles klar Bonität stimmt aber unsere Wertermittlung macht bei 180.000 € Schluß.“ Das heißt nun, dass der Kunde einen Preis bei einer 100 % Finanzierung 20.000 € Eigengeld + Nebenkosten mitbringt und die Kondition für 100 % Beleihung erhält. Nun hast Du evtl. Glück und der Kunde hat die 20.000 € und ist verliebt und bezahlt oder der Kunde sagt:" He, Makler, warum soll ich höhere Zinsen bezahlen? Setz den Preis runter oder ich nehm was anderes.

Thilo die Zeiten ändern sich. Es gibt Basel II und bald den Energiepass. Die Zeiten mit der Liebhaberei sind aus meiner Sicht in den unteren Marktsegmenten vorbei.

Ich habe kein Problem mit Maklern. Ich bin ja selbst einer. :smile:

Für meine Anleitung zur überschlägigen Ermittlung von Kaufpreisen brauchst Du kein Fachwissen. Noch einmal:

  1. Gutachterausschuss anrufen
  2. Katalog inkl. Preisliste von einem Hausbauunternehmen anfordern
  3. Im Baumarkt Springbrunnen, Garage usw. Preise addieren
  4. Sanierungskosten ermitteln lassen (kann kostenpflichtig sein)
  5. Versorger anrufen und Hausanschlusskosten erfragen
  6. Landschaftsgestalter nach dem m² Preis Pflaster befragen

Dann m² x Bodenrichtwert = Grundstückswert
Dann aus dem Hausbaukatolog Preis eines gefallenden Neubaus durch m² Wohnfläche teilen und diesen Wert x m² Bestandsobjekt - Sanierungskosten = Bauwert
m² befestigte Flächen abschätzen x m² bestehende Pflasterflächen + Garagen, Springbrunnen usw. = Preis Außenanlagen

Kaufpreisorientierung = Grundstückswert + Bauwert + Außenanlagen + Anschlusskosten

Ist ungenau aber durchaus machbar und für jeden unbedarften Käufer zu leisten. Du schreibst irgendwo das selbst die Gutachter Differenzen von manchmal 20 % prodzieren. Also da sind wir doch gut im Limit. Oder?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]