Wert der rechtschreibung?

hallo.

abgesehen von der seit jahren schwelenden diskussion um die reform:
mir fällt immer wieder auf, daß auch gebildete leute, die in ihrem fachgebiet absolut spitze sind, beim verfassen von emails oder irgendwelchen dokumenten fehler reinhauen, wo ich denke „das kann doch gar net sein…“.
im prinziep sind’s meißtens gans einfache wörter, das hälst du nicht für möglich!
und auch wenn’s fachlich völlig bedeutungslos ist, ich ertappe mich immer wieder dabei, des jeweiligen verfassers kompetenz anzuzweifeln.
vielleicht bin ich einfach zu pingelig? wie haltet ihr’s so mit der rechtschreibung an sich?

gruß

michael

Hi,
ich denke, die Rechtschreibung hat viele, viele Ausnahmen, die man nicht alle kennen muss, aber ein gewisses Grundwissen sollte schon da sein. Gerade bei am Computer geschriebenen Texten bin ich etwas nachsichtiger als bei handschriftlichen, da es sich hier oft um Tippfehler handelt, was vor allem beim Zehn-Finger-Schreiben leicht vorkommt. Im schlimmsten Fall spreche ich mir den Text vor und finde dann meist raus, was es bedeuten soll - aber das ist dann schon sehr schlecht geschrieben, finde ich. Man sollte schon noch ohne große Mühe lesen können, was da steht, aber im Privatbereich würde ich nie mit der Fehlersuche beginnen - das hebe ich mir für den Unterricht auf.

Die deutsche Rechtschreibung ist ja die schriftliche Umsetzung der als Hochsprache anerkannten Sprechart des Deutschen - so dass in ganz Deutschland jeder lesen kann, was ein anderer schreibt, egal was für einen Dialekt er zu Hause spricht. Es it ein Konsens, um sich schriftich verständigen zu können. Vor der Einführung der Rechtschreibung hätten sich Leute aus Hamburg und Mannheim oder aus Köln und München nicht miteinander verständigen können. Was man auch üblicherweise nicht weiß, ist, dass die Rechtschreibung nur für öffentliche Behörden und Schulen vorgeschrieben werden kann, für deinen Privatgebrauch kann dir da niemand feste Regeln vorgeben und du bist nicht verpflichtet, dich an die Regeln zu halten - außer du kommunizierst mit Behörden oder in der Schule.

Gruß, die Elbin

mir fällt immer wieder auf, daß auch gebildete leute, die in
ihrem fachgebiet absolut spitze sind, beim verfassen von
emails oder irgendwelchen dokumenten fehler reinhauen, wo ich
denke „das kann doch gar net sein…“.

Hallo!

im prinziep sind’s meißtens gans einfache wörter, das hälst du
nicht für möglich!
und auch wenn’s fachlich völlig bedeutungslos ist, ich ertappe
mich immer wieder dabei, des jeweiligen verfassers kompetenz
anzuzweifeln.

Wenn ich dich richtig verstehe, geht es dir nicht um eine weitere Diskussion zur Rechtschreibung, sondern um die Frage, wieso selbst kluge Menschen orthografische Fehler machen? Und aus diesen Fehlern leitest du dann Inkompetenz solcher „gebildeten Leute“ auf anderem Gebiet ab. Richtig soweit?

Ich denke, folgende Überlegung verhilft zu größerem Verständnis: Man setzt einfach die eigenen Rechtschreibfähigkeiten ins umgekehrte Verhältnis zur Toleranz, die man anderen Schreibern entgegen bringt.

Anders gesagt: Bin ich selbst perfekt, dann darf ich mit Fug und Recht über die anderen ablästern, dass es nur so kracht. - Stelle ich jedoch auch bei mir eine gewisse Unsicherheit fest (oder gar die Tendenz, einfache Regeln wie die Groß- und Kleinschreibung völlig zu ignorieren), dann trage ich die Nase einfach ein klein wenig tiefer und übe Nachsicht selbst mit einem Nobelpreisträger.

Auf diese Weise bin ich in den letzten Jahren ganz gut über die Runden gekommen. Könnte dieses Vorgehen auch dir helfen?

Gruß,
Andreas

Hi Michael,

sind’s
wenn’s

vielleicht bin ich einfach zu pingelig? wie haltet ihr’s so
mit der rechtschreibung an sich?

tja, wer so was bringt, darf wirklich nicht pingelich sein :wink:
Tschuldigung, aber das mußt wirklich raus!

Gandalf

Hallo Michael!
Selbstkritische Fragen sind selten hier im Forum und anderswo!
Ich denke, dass auch ich automatisch von der äußeren Formen eines Textes auf den Schreiber schließe. Es ist ja richtig, alle zur Verfügung stehenden Informationen zu sammeln, um den Gesprächspartner so gut wie möglich einschätzen zu können. Man muss halt versuchen, offen zu bleiben und immer damit rechnen, dass das Bild, das man sich vom anderen macht, doch schief ist!
Gruß!
Christian

Hi, Andreas,
Frage hierzu:

Anders gesagt: Bin ich selbst perfekt, dann darf ich mit Fug
und Recht über die anderen ablästern, dass es nur so kracht. -
Stelle ich jedoch auch bei mir eine gewisse Unsicherheit fest
(oder gar die Tendenz, einfache Regeln wie die Groß- und
Kleinschreibung völlig zu ignorieren), dann trage ich die Nase
einfach ein klein wenig tiefer und übe Nachsicht selbst mit
einem Nobelpreisträger.

Was, wenn ich jetzt wirklich perfekt z. B. in Rechtschreibung bin. Darf ich dann tatsächlich über andere lästern, die weniger perfekt sind? Finde ich nicht fair…

Hi Gandalf,

sind’s
wenn’s

tja, wer so was bringt, darf wirklich nicht pingelich sein :wink:

Du kritisierst Michael zu Unrecht, denn der DUDEN erlaubt den Apostroph genauso wie den Verzicht darauf:

Was den Ausfall des »e« im Pronomen »es« angeht, wenn dieses Pronomen mit dem vorangehenden Wort verschmilzt, kann man Entwarnung geben und raten: »Nimm’s leicht!« Oder aber auch: »Nimms leicht!« Solche Verschmelzungen sind leicht zu lesen und zu verstehen. Daher kann man »sich’s« (bzw. »sichs«) ruhig leicht machen und entweder mit oder ohne Apostroph schreiben.
(Quelle: http://www.duden.de/service/newsletterarchiv/archiv/…)

Zum ursprünglichen Thema: Auch ich empfinde orthographische Fehler in Texten fachlich kompetenter Autoren als störend. Ich wundere mich auch über diese Fehler, denn sehr gute fachspezifische Kenntnisse auf einem bestimmten Gebiet legen Rückschlüsse nahe auf eine insgesamt überdurchschnittliche Bildung. Allerdings scheint es sich bei den Rechtschreibfehlern um eine ähnliche Erscheinung zu handeln wie bei den Sprachfehlern: Beides sind – mehr oder minder krankhafte – Defekte bzw. Eigenheiten, welche in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit den sonstigen intellektuellen Qualitäten des Schreibers stehen. Viel auffälliger als Versagen im beispielsweise mathematischen oder musischen Bereich sind sprachliche Lapsus natürlich auch in Berufen, deren Kernaufgaben nicht im Verfassen von Texten liegen. Ich fahre ganz gut damit, über solche Fehler meist hinwegzusehen bzw. freundlich darauf hinzuweisen, solange der Inhalt stimmt – obwohl ich bei meinen eigenen Texten Wert auf Rechtschreibung lege (nicht nur, natürlich).

Gruß
Christopher

Hallo, Michael,
„Wie einer kommt gegangen, so wird er auch empfangen.“ ist einer der vielen Sinnsprüche, die mir meine Großmutter mit auf den Weg gegeben hat.

Und nur zu oft habe ich die Belastbarkeit dieser Weisheit prüfen können. Man beurteilt Menschen, mit denen man es zu tun bekommt, zunächst nach dem ersten Eindruck. Da ist es schon besser, wenn dieser Eindruck so gut wie möglich ist, denn nur das läßt Spielraum nach unten.

Besonders hier, wo sich das Leben im rein Schriftlichen abspielt, halte ich es schon für notwendig, sich bei der Verfassung von Beiträgen möglichst um Rechtschreibung und Ausdruck zu bemühen.

Denn welche anderen Grundlagen der Beurteilung hat mein Gegenüber denn als das, was ich hier in welcher Form von mit gebe? Neben dem sachlichen Inhalt doch nur die äußere Form. Und die sollte nach einer anderen guten Regel möglichst dem beabsichtigten Zweck folgen.

Gruß
Eckard

Hallo zurück!

Was, wenn ich jetzt wirklich perfekt z. B. in Rechtschreibung
bin. Darf ich dann tatsächlich über andere lästern, die
weniger perfekt sind?

Nein, darf man nicht! Oder wenigstens sollte man es nicht, wenn man einigermaßen gescheit ist. Gelegentlich neige ich in der Formulierung zur Übertreibung.

Ich kann mir ein weiteres Beispiel zur Verdeutlichung jetzt nicht mehr verkneifen. Aus dem folgenden Satz zu schließen,

„im prinziep sind’s meißtens gans einfache wörter, das hälst du nicht für möglich!“

dass man es beim in Bayern studierenden(?) Verfasser mit einem dummen, inkompetenten Menschen zu tun hat, der obendrein auch noch borniert ist, wäre falsch und ein Beweis für die eigene Engstirnigkeit.

Das war es, was ich Michael mit meinem ersten Artikel sagen wollte.

Gruß,
Andreas

„im prinziep sind’s meißtens gans einfache wörter, das
hälst du nicht für möglich!“

Das sollte wohl ein Gag sein.

Vermutende Grüße
C.

tja, wer so was bringt, darf wirklich nicht pingelich sein :wink:
Tschuldigung, aber das mußt wirklich raus!

hallo gandalf.

es gibt ja immer noch nen (sorry: einen) unterschied zwischen hochsprache und „geschriebener umgangssprache“. letztere ist ja z.b. in privaten emails und auch hier im forum nicht unüblich. aber wenn’s in den beruflichen/öffentlichen bereich geht, sollte man m.e. schon auf die richtige schreibweise achten.

gruß

michael

hallo.

Wenn ich dich richtig verstehe, geht es dir nicht um eine
weitere Diskussion zur Rechtschreibung, sondern um die Frage,
wieso selbst kluge Menschen orthografische Fehler machen? Und
aus diesen Fehlern leitest du dann Inkompetenz solcher
„gebildeten Leute“ auf anderem Gebiet ab. Richtig soweit?

so ungefähr. wobei der „kompetenzabspruch“ natürlich rein subjektiv ist.
daß jemand einfache wörter wie „prinzip“ oder „meistens“, die einem ja immer irgendwo KORREKT begegnen (man müßte also wissen, wie’s richtig geschrieben wird), immer wieder falsch schreibt, will mir nicht in den kopf.
ich weiß nicht, wie diejenigen das handhaben, aber wenn ich ein wort anders sehe als ich’s gewohnt bin, oder wenn ich’s nicht kenne, schau ich im duden nach.

Anders gesagt: Bin ich selbst perfekt, dann darf ich mit Fug
und Recht über die anderen ablästern, dass es nur so kracht. -
Stelle ich jedoch auch bei mir eine gewisse Unsicherheit fest
(oder gar die Tendenz, einfache Regeln wie die Groß- und
Kleinschreibung völlig zu ignorieren), dann trage ich die Nase
einfach ein klein wenig tiefer und übe Nachsicht selbst mit
einem Nobelpreisträger.

frage: schreibt jemand absichtlich falsch (oder „slang“, so wie ich das hier grad mach), oder schreibt jemand falsch, weil er die richtige schreibweise gar nicht kennt? letzteres dürfte m.e. bei einem abiturienten (oder „höher“) nicht vorkommen.

gruß

michael

kein gag, sondern realität
hallo.

das sollte kein gag sein, sondern ein beispielsatz mit fehlern, die mir im täglichen berufsleben immer wieder begegnen.

gruß

michael

hallo.

ich denke, die Rechtschreibung hat viele, viele Ausnahmen, die
man nicht alle kennen muss, aber ein gewisses Grundwissen
sollte schon da sein.

eben. aber bei unsicherheit schaut man halt nach. ich meine einfach, gängige wörter, die einem also immer irgendwo begegnen, sollte niemand falsch schreiben. zumindest ab einem gewissen bildungsstand. „vidiofilm“ und „fotoaperat“ sind vielleicht bei einem null-bock-hauptschüler akzeptabel, bei einem abiturienten nicht.

Gerade bei am Computer geschriebenen
Texten bin ich etwas nachsichtiger als bei handschriftlichen,
da es sich hier oft um Tippfehler handelt, was vor allem beim
Zehn-Finger-Schreiben leicht vorkommt.

klar, was emails (oder forenbeiträge) angeht, da sind tippfehler mehr oder weniger normal. in wissenschaftlichen arbeiten z.b. sollte sowas aber äußerst selten vorkommen, was eine gewisse sorgfalt des verfassers beim schreiben voraussetzt. und das läßt ja in gewissen grenzen auch auf seine „grundsorgfalt“ beim arbeiten generell schließen.

gruß

michael

Hi Michael,

das sollte kein gag sein, sondern ein beispielsatz mit
fehlern, die mir im täglichen berufsleben immer wieder begegnen.

so habe ich das verstanden. Ich meinte: Du bist nicht so blöd, dass Du diese Fehler selbst machst, sondern hast diesen extrem fehlerhaften Satz als verdeutlichenden Effekt eingebaut. Einige dachten offenbar, dass Du diese Fehler aus Unwissen gemacht hast.

Gruß
Christopher

hallo.

Ich kann mir ein weiteres Beispiel zur Verdeutlichung jetzt
nicht mehr verkneifen. Aus dem folgenden Satz zu schließen,

„im prinziep sind’s meißtens gans einfache wörter, das
hälst du nicht für möglich!“

dass man es beim in Bayern studierenden(?) Verfasser mit einem
dummen, inkompetenten Menschen zu tun hat, der obendrein auch
noch borniert ist, wäre falsch und ein Beweis für die eigene
Engstirnigkeit.

sicher. aber unter solchen fehlern leidet nun mal ein erster eindruck, bzw. überhaupt der eindruck, wenn man nur schriftlichen kontakt mit einer person hat oder nur deren schriftliche werke kennt.

gruß

michael

Wert der Rechtschreibung?
Hallo,

hätte Eckard nicht schon seinen Eingangssatz gebracht, wäre er von mir gekommen.

Sich der richtigen Orthographie zu befleißigen, hat meines Erachtens zwei wichtige Aspekte:

  1. Ist das Schriftstück eine Beschwerde/Reklamation/Kritik, wirkt es deutlich souveräner, wenn es nicht vor Fehlern strotzt. Mit solchen Schreiben habe ich tagtäglich zu tun, und es schockiert mich, was da von Akademikern eintrudelt: Anscheinend muß man sich abschminken, von Abiturienten und (Fach-)Hochschulabsolventen die Beherrschung der Rechtschreibung zu erwarten. Wenn ein Dipl.-Ing. droht, „seinen Anwald zu konsolidieren“, kann ich ihn irgendwo auch nicht mehr ernst nehmen. Sicher, es beeinflußt nicht die Sachlage, aber ich würde mir solcherlei Blößen-Breitseiten lieber verkneifen wollen.

  2. Grundsätzlich zeigt es aber auch die Wertschätzung des Empfängers, wenn man sein Schreiben vor Versand nochmals kurz überfliegt und ein gut lesbares, strukturiertes Schriftstück versendet - schließlich muß der andere es auch entziffern können. Da sind dann nicht nur Rechtschreibung und Grammatik, sondern auch beispielsweise Absätze hilfreich und damit Höflichkeit, die mir der andere durchaus wert sein sollte.

Gerade in diesem Zusammenhang finde ich es fürchterlich, daß Internet und E-Mails als schnelle Medien anscheinend einen Freifahrtschein für sprachliche Diarrhöen ausstellen. Sicher unterliegt eine E-Mail nicht mehr den gleichen Gestaltungskriterien wie ein gedruckter Geschäftsbrief, aber für das gezielte Einsetzen von Back- und Delete-Taste müßte schon noch Zeit sein.

Ich mag es daher auch nicht, wenn Beiträge oder Mails komplett kleingeschrieben werden, denn es stört meinen Lesefluß, da es vom gewohnten Schriftbild abweicht.

Es versteht sich natürlich von selbst, daß jedem Tipp- oder Flüchtigkeitsfehler unterlaufen können, die man auch beim Korrekturlesen übersieht. Aber hier ist es wie in der Medizin: Die Dosis macht das Gift.

Gruß
mowei

Hallo.

Ich werde mich bemühen, den Beitrag nach den Regeln der Groß- und Kleinschreibung zu verfassen :smile:

  1. Ist das Schriftstück eine Beschwerde/Reklamation/Kritik,
    wirkt es deutlich souveräner, wenn es nicht vor Fehlern
    strotzt. Mit solchen Schreiben habe ich tagtäglich zu tun, und
    es schockiert mich, was da von Akademikern eintrudelt:
    Anscheinend muß man sich abschminken, von Abiturienten und
    (Fach-)Hochschulabsolventen die Beherrschung der
    Rechtschreibung zu erwarten. Wenn ein Dipl.-Ing. droht,
    „seinen Anwald zu konsolidieren“, kann ich ihn irgendwo auch
    nicht mehr ernst nehmen. Sicher, es beeinflußt nicht die
    Sachlage, aber ich würde mir solcherlei Blößen-Breitseiten
    lieber verkneifen wollen.

Meine Rede. Das Ärgste, was ich mal erlebt habe, war der Anruf eines Dipl.-Ing. im Rathaus: „… er hat dann auch Gelobigung gebessert“.
Hat jetzt nichts mit Rechtschreibung zu tun, aber immerhin.

Ich mag es daher auch nicht, wenn Beiträge oder Mails komplett
kleingeschrieben werden, denn es stört meinen Lesefluß, da es
vom gewohnten Schriftbild abweicht.

Naja… das seh ich nun nicht so kritisch :smile: Vielleicht weil ich arbeitstechnisch fast nur mit englischen Dokumenten zu tun habe.
Recht locker „isses“ für mich auch, „nen“ Beitrag oder „ne“ Mail zu verfassen. Gegen umgangssprachliche Ausdrücke ist auf dieser Ebene - zumindest im privaten Bereich - nichts einzuwenden. Bei offiziellen Schreiben schon.

Es versteht sich natürlich von selbst, daß jedem Tipp- oder
Flüchtigkeitsfehler unterlaufen können, die man auch beim
Korrekturlesen übersieht. Aber hier ist es wie in der Medizin:
Die Dosis macht das Gift.

Eben.

Gruß

Michael

P.S.:

Wert der Ausdrucksweise
Hallo, Michael,

tatsächlich habe ich gestern Abend, ein wenig unter Zeitdruck stehend, diesen Paradesatz aus „Prinziep, meißtens, gans + hälst“ für bare Münze genommen. Du hattest ihn aber auch prima ohne Auszeichnung bzw. Erläuterung in den Text eingebaut. - Das wäre also geklärt :wink:

wobei der „kompetenzabspruch“ natürlich rein subjektiv ist.

Auch klar.

daß jemand einfache wörter wie „prinzip“ oder „meistens“, die
einem ja immer irgendwo KORREKT begegnen (man müßte also
wissen, wie’s richtig geschrieben wird), immer wieder falsch
schreibt, will mir nicht in den kopf.

frage: schreibt jemand absichtlich falsch (oder „slang“, so
wie ich das hier grad mach), oder schreibt jemand falsch, weil
er die richtige schreibweise gar nicht kennt? letzteres dürfte
m.e. bei einem abiturienten (oder „höher“) nicht vorkommen.

Sehe ich durchaus ähnlich, nur vermeide ich, die Schreiber tatsächlich als „blöd“ abzustempeln. Die Leute messen dem Geschriebenen vielleicht einfach eine andere (geringere?) Bedeutung bei. Solange sie wissen/glauben, verstanden zu werden, ist ein „e“ zuviel oder ein „ß“ statt „s“ für sie einfach belanglos. Kein Grund also, im Duden nachzuforschen.

Anderes Beispiel, ich habe diesbezüglich gestern schon eine Andeutung gemacht: Mir geht es nicht in die Rübe, wie man in der deutschen Schriftsprache auf die Groß-/Kleinschreibung verzichten kann. Ich kenne alle angeführten Argumente für die reine Kleinschreibung, das Thema wurde hier schon oft genug durchgekaut. Trotzdem halte ich die Groß-/Kleinschreibung für sinnvoller und - mit Blick auf den Duden - natürlich auch einzig richtig. - Was treibt also intelligente Menschen und Dudenfreunde wie dich dazu, es absichtlich falsch zu machen? - Blödheit kann es nicht sein, also muss es eine persönliche Vorliebe für unrichtig geschriebene Substantive und Eigennamen sein…(?)

Ich messe der falschen Rechtschreibung - speziell in Internetforen - keine besondere Bedeutung mehr bei, sondern denke mir, die Leute haben wahrscheinlich andere Qualitäten. Anders sieht es jedoch bei der Ausdrucksweise aus:

Wenn mir jemand auffällt, der häufig einzelne Wörter oder sogar ganze Satzteile vergisst, und dessen Texte dadurch wirr, sinnentstellt oder völlig unverständlich werden, dann überlege ich nach einiger Zeit schon eher, ob derjenige nicht doch Defizite hat, die sich auch auf andere Kompetenzbereiche auswirken.

Gruß,
Andreas

hallo.

Anderes Beispiel, ich habe diesbezüglich gestern schon eine
Andeutung gemacht: Mir geht es nicht in die Rübe, wie
man in der deutschen Schriftsprache auf die
Groß-/Kleinschreibung verzichten kann. Ich kenne alle
angeführten Argumente für die reine Kleinschreibung, das Thema
wurde hier schon oft genug durchgekaut. Trotzdem halte ich die
Groß-/Kleinschreibung für sinnvoller und - mit Blick auf den
Duden - natürlich auch einzig richtig. - Was treibt
also intelligente Menschen und Dudenfreunde wie dich dazu, es
absichtlich falsch zu machen? - Blödheit kann es nicht
sein, also muss es eine persönliche Vorliebe für unrichtig
geschriebene Substantive und Eigennamen sein…(?)

blödheit ist’s sicher nicht :smile: ich weiß auch gar nicht, wann und warum ich mir das angewöhnt habe… könnte ein relikt aus früheren chat-zeiten sein.
weil ich schnell tippen wollte, aber eben doch kein vollprofi an der tastatur war, hab ich halt schon mal # oder - oder häufig einzelne Wörter

oder sogar ganze Satzteile vergisst, und dessen Texte dadurch
wirr, sinnentstellt oder völlig unverständlich werden, dann
überlege ich nach einiger Zeit schon eher, ob derjenige nicht
doch Defizite hat, die sich auch auf andere Kompetenzbereiche
auswirken.

absolut.

gruß

michael