Wertpapieranlage

Grete fragt: Wie gehe ich am Klügsten/Effektivsten/Seriösesten usw. vor, wenn ich glaube meine Hausabnak hat mich mit einer Geldanlage (Fonds) sehr schlecht beraten/betrogen, Wert 55 Tsd Euro in einem Immofonds angelegt, aufgelegt von der dmalaigen Tochter der Bank „comdirect“, durchweg Minus gemacht, jetzt schnellstens mit Verlsut verkauft, weil Fonds durch Geldabwabderungen von der Allianz geschlosssen worden ist und daher auf unbekannte Zeit das Geld nicht mehr verfügbar wäre und was danach passiert, steht in den Sternen!!!

Grete ist da unbedarft und bittet um Mithilfe, vielen Dank im Voaraus!

Tja, Grete ist nicht die einzige, die von der Bank schlecht beraten wurde. Mittlerweile geht es dort nur noch um den Produktverkauf.

Was man dagegen tun kann? Die mit Abstand sinnvollste Möglichkeit ist die, sich mal SELBER mit der Materie zu beschäftigen. Das kostet natürlich einiges an Zeit, ist aber heutzutage dank des Internet problemlos möglich und wird eine Menge Geld sparen!

Eine Möglichkeit wären ETF’s, mal in Ruhe danach googlen.

Viel Erfolg
Granini

Tja, Grete ist nicht die einzige, die von der Bank schlecht
beraten wurde. Mittlerweile geht es dort nur noch um den
Produktverkauf.

Aha, mal eben ein Urteil über rd. 3000 Kreditinstitute und ca. 50.000 Mitarbeiter im Vertrieb gefällt und gesprochen. Im Einzelhandel wird natürlich viel mehr von jedem Mitarbeiter auf die Bedürfnisse des Kunden eingegangen.

Was man dagegen tun kann? Die mit Abstand sinnvollste
Möglichkeit ist die, sich mal SELBER mit der Materie zu
beschäftigen. Das kostet natürlich einiges an Zeit, ist aber
heutzutage dank des Internet problemlos möglich und wird eine
Menge Geld sparen!

Genau. Und die Leute fragen dann hinterher im Reisebrett, wieso sie in Addise Abeba sitzengelassen werden können, ohne daß es eine Entschädigung gibt.

Die selbst beschaffte Information führt nicht zwnagsläufig zu einer besseren Entscheidung. Solange es gut verschafft sie aber zumindest ein besseres Gefühl. Ob das auf Dauer besser ist…?

Eine Möglichkeit wären ETF’s, mal in Ruhe danach googlen.

Du meinst, weil man dann aus einer falschen Entscheidung zumindest besser wieder rauskommt? Aber ich dachte, man kann bei eigener Recherche praktisch keine falschen Entscheidungen treffen.

Verwirrend.

Aha, mal eben ein Urteil über rd. 3000 Kreditinstitute und ca.
50.000 Mitarbeiter im Vertrieb gefällt und gesprochen. Im
Einzelhandel wird natürlich viel mehr von jedem Mitarbeiter
auf die Bedürfnisse des Kunden eingegangen.

Dann sag mir doch bitte, was dem Bank"berater" gesagt wird, was er machen soll? Zu Tagesgeld raten wenn es am Besten wäre oder doch lieber das nehmen, für das es Provision gibt?`Sicherlich gibt es vereinzelt auch Berater die ehrlich beraten wollen, die halten sich aber nicht lange. Abgesehen dass die Presse genügend Fälle veröffentlicht hat, kann ich dir aus persönlichen Erfahrungen Dinge erzählen, dass dir die Ohren schlackern. Da werden hochriskante Derivate und eine 12 Jahre aufgeschobene Versicherung an eine 80-jährige Frazu vertickt, die schon einen Herzinfarkt hatte. Kannst mir ja gerne erzählen, wie du sowas rechtfertigen würdest…
Ach so, das Depot wurde „natürlich“ auch standardmäßug jedes Jahr umgewälzt, so dass jedes Mal wieder Ausgabeaufschlag fällig wurde.

Dass andere Verkäufer nicht anders agieren, bestreite ich ja nicht, aber es bedeutet für einen Menschen schon einen Unterschied ob er bei Kaisers 50cent mehr für seine Würstchen zahlt als bei Aldi oder ob er Tausende Euro Verlust durch ständige Falschberatung seitens der Bank macht. (die „unabhängigen“ Finanzberater sind leider meistens auch nicht besser, aber darum ging es hier ja gar nicht, und die habe ich ja auch nicht empfohlen)

Genau. Und die Leute fragen dann hinterher im Reisebrett,
wieso sie in Addise Abeba sitzengelassen werden können, ohne
daß es eine Entschädigung gibt.

Keine Ahnung, was du damit sagen willst.

Die selbst beschaffte Information führt nicht zwnagsläufig zu
einer besseren Entscheidung. Solange es gut verschafft sie
aber zumindest ein besseres Gefühl. Ob das auf Dauer besser
ist…?

Nicht zwangsläufig, aber umgekehrt, die Entscheidung die nur das einträglichste Produkt raussucht (oder weil gerade „Bausparwochen“ bei der Bank sind, und alle einen festgelegten Satz von Bausparverträgen verticken müssen) ist dast immer die schlechteste Entscheidung.

Du meinst, weil man dann aus einer falschen Entscheidung
zumindest besser wieder rauskommt? Aber ich dachte, man kann
bei eigener Recherche praktisch keine falschen Entscheidungen
treffen.

Hä?

Verwirrend.

Ich finde deinen Text überaus verwirrend.

Gruß
Granini

P.S. Ach so, was ist eigentlich dein KONSTRUKTIVER Beitrag zum Thema?
Du meinst also, man kann ruhig blind seinem Bankberater vertrauen, ja?
Wenn du das glaubst, lebst du genau so in einer Scheinwelt wie der Strukki, der meint nur sein Unternehmen rettet glorreich die Rente der deutschen Bevölkerung.

PPS: Ich finde es besser, die Dinge ruhig überspitzt auszudrücken, damit die Menschen sich endlich mal Gedanken machen darum was mit ihrem Geld so passiert. Wenn ich damit manche vor der (teilweise) Vernichtung ihres lange angesparten Vermögens bewahren kann, nehme ich es in Kauf, dass sich die wenigen Bankberater die tatsächlich provisionsneutral beraten vielleicht auf den Schlips getreten fühlen.
Übrigens könnte ich selber auch nicht beraten ohne auf die Provision zu schielen, wenn ich davon meine Familie ernähren soll. Ich mache also den Bankberatern den geringsten Vorwurf, das System ist das Problem. Und das wird sich erst ändern, wenn wir endlich den in Finanzdingen mündigen Bürger haben.

Um den „ehrlichen“ Bankberater (den es sicherlich auch gibt) erstmal zu finden, muss man nunmal auch ein gewisses Grundwissen haben, wie soll man das sonst herausfinden? Daher ist das immer mein erster Rat, andere haben das ja auch geschafft. Was das mit Äthiopien zu tun hat, ist mir allerdings schleierhaft.

PPS: Ich finde es besser, die Dinge ruhig überspitzt
auszudrücken, damit die Menschen sich endlich mal Gedanken
machen darum was mit ihrem Geld so passiert. Wenn ich damit
manche vor der (teilweise) Vernichtung ihres lange angesparten
Vermögens bewahren kann, nehme ich es in Kauf, dass sich die
wenigen Bankberater die tatsächlich provisionsneutral beraten
vielleicht auf den Schlips getreten fühlen.

Die wenigen? Woher nimmst Du die Berechtigung, über alle anderen zu urteilen? Wieviele Beratungsgespräche mit wievielen Beratern bei wievielen Kreditinstituten hast Du erlebt und wieviele offensichtliche Falschberatungen waren darunter?

Der Verkauf eines Immobilienfonds ist nicht besser oder schlechter als der eines ETF. Ob der Fond nun geschlossen wird oder ob man den ETF erst mit 60% Verlust verkauft, weil man auf eine Werterholung hofft, ist letztlich ohne Belang.

Für eine generelle Beurteilung des geschilderten Sachverhaltes reichen die Informationen jedenfalls nicht aus.

Um den „ehrlichen“ Bankberater (den es sicherlich auch gibt)
erstmal zu finden, muss man nunmal auch ein gewisses
Grundwissen haben, wie soll man das sonst herausfinden?

Das nötige Grundwissen würde ich mir auch wünschen, was ich hier auch schon hunderte mal geschrieben habe. Für das fehlende Grundwissen ausschließlich die Berater verantwortlich zu machen, greift aber zu kurz. Gerade in Finanzdingen sind viele Menschen einerseits kaum in der Lage, sich verständlich zu artikulieren. Andererseits überschätzen sie trotzdem ihre Fachkenntnis und Erfahrung bzw. räumen ihre Unkenntnis nicht ein.

Wenn immer nur „hab ich, kann ich, weiß ich“ geantwortet wird, darf man getrost davon ausgehen, daß der Kunde das Produkt und dessen Risiken verstanden hat. Dafür wird das ja auch mittlerweile dokumentiert.

Daher
ist das immer mein erster Rat, andere haben das ja auch
geschafft. Was das mit Äthiopien zu tun hat, ist mir
allerdings schleierhaft.

Das bezog sich darauf, daß die eigene Recherche im Internet nicht unbedingt und in jedem Fall hilfreich ist. Nicht wenige Fluggäste sind ohne Anspruch auf Schadenersatz irgendwo gestrandet, weil sie auf eigene Faust irgendeinen Unsinn gebucht haben und nicht auf ein Reisebüro vertrauten, weil dort ja nur provisionsgierige Schurken sitzen.

Gruß
C.

Grete fragt: Wie gehe ich am Klügsten/Effektivsten/Seriösesten
usw. vor, wenn ich glaube meine Hausabnak hat mich mit einer
Geldanlage (Fonds) sehr schlecht beraten/betrogen, Wert 55 Tsd
Euro in einem Immofonds angelegt, aufgelegt von der dmalaigen
Tochter der Bank „comdirect“, durchweg Minus gemacht, jetzt
schnellstens mit Verlsut verkauft, weil Fonds durch
Geldabwabderungen von der Allianz geschlosssen worden ist und
daher auf unbekannte Zeit das Geld nicht mehr verfügbar wäre
und was danach passiert, steht in den Sternen!!!

Welche Anlage wurde ursprünglich verlangt? Risikoprofil, Laufzeit, Verfügbarkeit, Sicherheit, Rendite? Nur, weil eine Anlage nicht den gewünschten Ertrag bringt, liegt nicht gleich Falschberatung vor. Wurde allerdings eine risikolose Anlage mit ständiger Verfügbarkeit verlangt, war ein Immobilienfonds sicherlich das falsche Produkt.

Hallo,

erst einmal der Hinweis auf diese Seite:

http://www.finanztip.de/recht/bank/wertpapier-starts…

Dann findet man hier etwas sehr praktisches:

http://www.sbroker.de/104.0.html

Da braucht man nur noch zu überlegen, wie man sein Geld anlegen will. Konserativ, leichtes Risiko, hohes Risiko. Dann braucht man hinterher nicht mehr zu meckern, die Bank hätte einen über den Tisch gezogen.

Ansonsten hasse ich Fonds. Es gibt zwar auch sehr gute, aber für mich sind sie ein rotes Tuch, da würde ich keinen Euro reinstecken.

Gruss

Andreas

Hallo erst mal,

Tja, Grete ist nicht die einzige, die von der Bank schlecht
beraten wurde.

Das mag stimmen.

Mittlerweile geht es dort nur noch um den
Produktverkauf.

Pauschalisierungen helfen nicht wirklich und treffen selten die Realität.

Was man dagegen tun kann? Die mit Abstand sinnvollste
Möglichkeit ist die, sich mal SELBER mit der Materie zu
beschäftigen. Das kostet natürlich einiges an Zeit, ist aber
heutzutage dank des Internet problemlos möglich und wird eine
Menge Geld sparen!

Natürlich ist selber informieren eine gute Sache.
Nur ob es einen Verlust verhindert hätte?

Ein anderer Gesichtspunkt ist, ob das im Internet gelernte immer zum gewünschten Erfolg führt. Sonst würden wir hier nicht ständig erleben, dass trotz der angeblich grossartigen informationen oftmals keine Ahnung herrscht.

Eine Möglichkeit wären ETF’s, mal in Ruhe danach googlen.

Ja, natürlich dann kann man bei NACHFRAGE zumindest verkaufen… wahrscheinlich auch mit 60% Verlust.

Abgesehen davon: Was hilft deine Antwort zur aktuellen Schilderung? Hilft sie irgendwie etwas bei der Feststellung ob eine Fehlberatug vorlag?

Daher geht mein Stern auch anderswo hin in diesem Thread.

Gruss HighQ
*und nein… ich verkaufe keine Produkte und auch ich erlebe, dass es überall gute wie schlechte Berater gibt*

Hallo,

ist mir völlig wurscht wo dein Stern hingeht.

Ansonsten ist es ja vollkommen in Ordnung, wenn ihr meine Posts kritisiert und andere Ideen habt, irgendwie beschränkt ihr euch aber auf die Kritik. Dann schreib doch mal eine in deinen Augen passende Antwort! Es ist immer leichter, andere zu kritisieren…
Zumal bei dem geringen Platz hier in einem Forum man nie alles sagen kann, was gesagt werden müsste. Aber ich finde es besser, etwas zu schreiben was zumindest ein Stück Wahrheit enthält, als wie ihr einfach gar nix selber zu schreiben…

Gruß

3 „Gefällt mir“

Hallo,

Aha, mal eben ein Urteil über rd. 3000 Kreditinstitute und ca.
50.000 Mitarbeiter im Vertrieb gefällt und gesprochen. Im
Einzelhandel wird natürlich viel mehr von jedem Mitarbeiter
auf die Bedürfnisse des Kunden eingegangen.

im Unterschied zum Einzelhandel täuschen die Banken aber vor, sie würden die Kunden toll und in deren Interesse beraten. Das Geschäftsmodell und die vertraglichen Grundlagen zwischen Bank und normalem Privatkunden sehen eine Beratung (gegen angemessene Vergütung)aber gar nicht vor.
Insofern ist der Einzelhandel ehrlicher. Ich habe zumindest noch nie in einer Aldiwerbung das Versprechen gesehen, dass mich der Regalauffüller ganzheitlich über gesunde Ernährung berät… . :wink:

Dem einzelnen Bankmitarbeiter kann man hier keinen Vorwurf machen. Aber das System könnte etwas mehr ehrlichkeit vertragen, finde ich.

Gruß vom Money-Schorsch

2 „Gefällt mir“

Ganz ehrlich… du haust hier eingentlich nur mit Vorurteilen um dich.

Die entscheidende Frage beantwortest du so gut wie nie und die lautet hier:

Wie weise ich eine Fehlberatung nach?

Tatsächlich ist dies einer der wenigen Bereiche in denen eine Beweislastumkehr vorhanden ist.
Allerdings hat Christian die entscheidenden Fragen schon gestellt die man sich ehrlich beantworten sollte um herauszufinden ob eine Klage sinnvoll ist.
Im Zweifelsfall wird das Beratungsprotokoll entsprechende Hinweise für einen Richter geben.
Alleine ein eingefahrener Verlust reicht da in der Regel wohl kaum. Es sei den der Kunde hätte ein Anlage verlangt, bei der jeder (Kurs-)Verlust ausgeschlossen ist.

Da nutzt es dem Fragesteller wenig wenn du hier erklärst, dass derjenige zu blöd war sich selbst zu informieren und eh alle Berater gewissenlose Verkäufer sind.

Dich wundert es dass ich dieses Verhalten kritisiere.

Gruss HighQ

Liebe Grete,

einen Betrug wirst Du kaum nachweisen können. Du hast Fondsnateile gekauft und bekommen. Der Fonds hat in Immos investiert. Soweit ist also alles in Ordnung.
Dass Immos auch an Wert verlieren können, liegt in der Natur der Sache und steht in den Verkaufsunterlagen, die Dir zur Verfügung gestellt wurden (hast Du sicher im Antrag bestätigt). Wenn Du diese -wie die meisten Anleger- nicht liest, kann man daraus dem Verkäufer rechtlich keinen Strick drehen.
Auch die zeitlich begrenzte Möglichkeit der Aussetzung von Rücknahmen von Anteilen (Schließung) ist dort erwähnt und ist auch gesetzlich geregelt.

Ich fürchte, Du hast sehr wenig Chancen, Deine Verluste von jemand anderem ausgleichen zu lassen.

Was ich nicht verstehe:
Die Comdirect berät als Direktbank meines Wissens nach gar nicht? Wer hat Dich denn „beraten“?

Gruß vom Money-Schorsch

Hallo,

Insofern ist der Einzelhandel ehrlicher. Ich habe zumindest
noch nie in einer Aldiwerbung das Versprechen gesehen, dass
mich der Regalauffüller ganzheitlich über gesunde Ernährung
berät… . :wink:

naja, in der Werbung wird auch viel erzählt, wenn der Tag lang ist und auch von Verkäufern wird man doch gerne mal hinters Licht geführt, wenn man keine Ahnung hat (insbesondere bei Technik, Kleidung, Möbeln usw.).

Dem einzelnen Bankmitarbeiter kann man hier keinen Vorwurf
machen. Aber das System könnte etwas mehr ehrlichkeit
vertragen, finde ich.

Dem will ich gar nicht widersprechen, nur wehre ich mich gegen Pauschalverurteilungen. Darüber hinaus wird hier auch gerne völlig unreflektiert dem KI oder dem Mitarbeiter die Schuld gegeben, wenn mal etwas nicht so läuft wie erhofft. Da spielen die eigene Einschätzung („klar bin ich Profihändler“), die Anlagevorgaben und nicht zuletzt die allgemeine Marktentwicklung nicht selten eine größere Rolle.

Gruß
Christian

Dem einzelnen Bankmitarbeiter kann man hier keinen Vorwurf
machen. Aber das System könnte etwas mehr ehrlichkeit
vertragen, finde ich.

Dem will ich gar nicht widersprechen, nur wehre ich mich gegen
Pauschalverurteilungen. Darüber hinaus wird hier auch gerne
völlig unreflektiert dem KI oder dem Mitarbeiter die Schuld
gegeben, wenn mal etwas nicht so läuft wie erhofft. Da spielen
die eigene Einschätzung („klar bin ich Profihändler“), die
Anlagevorgaben und nicht zuletzt die allgemeine
Marktentwicklung nicht selten eine größere Rolle.

pauschalisierung in einem berufsfeld das zum ziel hat anlageformen zu „verkaufen“, ist natürlich in dme risiko auf dieses „verkaufen“ beschränkt zuwerden. wehren kann man sich da gar nicht und ist etwas viel „auf den schlips getreten“ mentalität.

das problem an der sache ist doch das ein bank"berater" besser ist das vor „verkäufer“, in erster linie sich wirklich mit dem kunden beschäftigt. wo,wieviel,wann,in was soll das geld investiert werden.
leider wie in diesem diskutierten fall, ist die langzeit betreuung und schnelle reaktion auf (die von dir beschriebenen) Veränderung des „marktes“ nicht mehr vorgessen bzw werden vernachlässigt.

alle sin allem:

der bankverkäufer ist auf der sicheren seite solange die gewählte(auch die gewünschte) anlagefrom „damals“ war.
hat er sich absolut nix vorzuwerfen, bei unterschrift war alles ok :smile: :smile: :smile:

Hallo,

naja, in der Werbung wird auch viel erzählt, wenn der Tag lang
ist und auch von Verkäufern wird man doch gerne mal hinters
Licht geführt, wenn man keine Ahnung hat (insbesondere bei
Technik, Kleidung, Möbeln usw.).

das ist natürlich richtig. Da bewegen wir uns allerdings schon auf der Produktebene und der Kunde weiß, dass er einem Vrkäufer gegenüber steht. Inwieweit er sich vorher fachkundig macht, liegt dann in der Verantwortung des Einzelnen. Wie auch beim Thema Kapitalanlagen.
Dieses Problem auf Produktebene haben wir aber bei den Finanzdienstleistungen auch. Wie viele für den Kunden von vornherein ziemlich sinnfreie Produkte fallen Dir spontan ein, wenn Du mal 30 Sekunden intensiv nachdenkst? Reichen die Finger noch zum mitzählen…?
Bei mir wird´s knapp :wink:

Im Finanzbereich liegt das systematische Problem aus meiner Sicht einen Schritt früher, indem man dem Kunden gar nicht verrät, dass er in einem Verkaufsprozess ist, sondern ihm suggeriert, man würde ihn in seinem Interesse beraten.
Aber dazu gehören natürlich zwei… .

Dem will ich gar nicht widersprechen, nur wehre ich mich gegen
Pauschalverurteilungen. Darüber hinaus wird hier auch gerne
völlig unreflektiert dem KI oder dem Mitarbeiter die Schuld
gegeben, wenn mal etwas nicht so läuft wie erhofft. Da spielen
die eigene Einschätzung („klar bin ich Profihändler“), die
Anlagevorgaben und nicht zuletzt die allgemeine
Marktentwicklung nicht selten eine größere Rolle.

Da kommt eines zum anderen. Ein Kunde, der nicht bereit ist, die Verantwortung für seine Anlagen selbst zu übernehmen und eine Branche, die sich auf diesen Kunden eingestellt hat.

So gesehen passt´s wie Ar… auf Topf.

Schönen Feierabend wünscht der Money-Schorsch

unleserlich

Die wenigen? Woher nimmst Du die Berechtigung, über alle
anderen zu urteilen? Wieviele Beratungsgespräche mit wievielen
Beratern bei wievielen Kreditinstituten hast Du erlebt und
wieviele offensichtliche Falschberatungen waren darunter?

Wie erkennt man denn als Unerfahrener einen guten „Berater“ (es ist richtig, dass es lange keine Berater mehr sind, sondern Verkäufer). Im Grunde wird nach dem Ergebnis geurteilt. Aus Mangel an Hintergrundinformationen ist der Berater eben ein „Guru“, wenn er richtig getippt hat und eine „Niete, Verbrecher, Abzocker“, wenn er daneben lag.

Ich mache mir schon lange eine Spaß daraus, mich beraten zu lassen. Niemand fragte mich nach meinem Alter, nach meinem Einkommen, nach meinen Lebensgewohnheiten, um eine Aussage über das zukünftige Kapital zu machen. Nur wenige fragten mich nach meiner Risikobereitschaft. Keiner ließ erkennen, dass er ein risikominimiertes Portfolio (nach Markowitz oder nach der Tobin-Separation) aufstellen will. Aber alle hatten das passende Produktprospekt unter dem Tisch, jedoch nicht zu beliebigen Aktien, sondern stets zu den Fonds, die sie selber verwalten. „ETFs? So was haben wir nicht“, war die Antwort, wenn man mal etwas auf passive Strategien anspielen wollte.

Das Ganze ist ganz verständlich, da nicht der Kunde das Gehalt zahlt, sondern die Bank. Welches Interesse hat also der Verkäufer auf die Wünsche des Kunden einzugehen?

http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/stiftu…

unleserlich

sorry, war in zeitnot und musste den Hausfrieden wahren :smile:

Dem will ich gar nicht widersprechen, nur wehre ich mich gegen
Pauschalverurteilungen. Darüber hinaus wird hier auch gerne
völlig unreflektiert dem KI oder dem Mitarbeiter die Schuld
gegeben, wenn mal etwas nicht so läuft wie erhofft. Da spielen
die eigene Einschätzung („klar bin ich Profihändler“), die
Anlagevorgaben und nicht zuletzt die allgemeine
Marktentwicklung nicht selten eine größere Rolle.

es ist ja so:
ein „Bankmitarbeiter“ oder besser gesagt „Geldanlagenverkäufer“, beschäftigt sich (wie du sagtest) wirklich zu Anfang mit dem Kunden und kümmert sich fürsorglich um ein Anlagekonzept.
Das bedeutet: Wo,Wieviel,Wann und in Was soll das Geld investiert werden und zwar wie eine Mutter sich um ihr Kind kümmert.
Und dann kommt es zu einer „zu diesem Zeitpunkt“ natürlich bestmöglichen Anlageform.

Bis hier ist schonmal alles gut und kann deiner Verteidigung des „ehrbaren und ehrlichen“ Motiv des Bankberater zugeordnet werden.

Leider ist deine Verteidigung des „Bankberaters“ ab hier auch schon nicht mehr haltbar.

Denn:
Leider ist der Thema ja „Wertpapieranlage“ bzw Geldverlust nach Laufzeit X und vorheriger Anlageberatung.

Das Dilemma mit (salop gesagt) „Bankverkäufern“ (wie in dieser Themaeröffnung beschrieben) ist:
Sie beschäftigen sich über eine längere Laufzeit, nicht mehr (oder eher wenig) mit der Geldanlage.
Die Geldanlage wir also nicht mehr mit dem gleichen Elan verwaltet, wie bei Abschluss. richtig?

Jetzt kommt wahrscheinlich der Einwand des „man muss sich selbst kümmern“ aber dann geh ich nicht zur Bank. Wenn ich das selber kann, brauche ich keine Beratung bzw nicht die abschlusskosten zu bezahlen.

Alles in allem:

Der Bankberater ist auf der sicheren Seite solange die abgeschlossene Anlageform, die vom Kunden im Beratungsgespräch gewählte ist. Natürlich nach eingehender Erläuterung und Aufklärung über Chancen und Risiken.

Solange dies stimmt ist es irrelevant wie die Anlageform sich entwickelt, denn ein fortlaufender Tagescheck ist nicht verhandelt worden (keine Zeit,weil das sind ja Verkäufer und keine Betreuer).

Also bei Unterschrift war alles ok, was will man denn noch:smile:
Böse aber ist leider so…

Hallo,

Dieses Problem auf Produktebene haben wir aber bei den
Finanzdienstleistungen auch. Wie viele für den Kunden von
vornherein ziemlich sinnfreie Produkte fallen Dir spontan ein,
wenn Du mal 30 Sekunden intensiv nachdenkst? Reichen die
Finger noch zum mitzählen…?

was ist ein sinnfreies Produkt? Eines, das eine Anlagemöglichkeit schafft, die der Kunde selbst auch zusammenbasteln könnte? Eines, das von vornherein auf Geldvernichtung konzipiert ist?

Bei mir hakt es da schon an der Definition.

Im Finanzbereich liegt das systematische Problem aus meiner
Sicht einen Schritt früher, indem man dem Kunden gar nicht
verrät, dass er in einem Verkaufsprozess ist, sondern ihm
suggeriert, man würde ihn in seinem Interesse beraten.

Das suggeiert vor allem Böswilligkeit. Natürlich wollen die Mitarbeiter und ihr Arbeitgeber Geld verdienen. Ich glaube nicht, daß die Mehrzahl der Berater ihre Kunden bewußt über den Tisch zieht. Nach drei, fünf oder zehn Jahren festzustellen, daß das Produkt Verluste brachte oder den Vergleichsindex nicht schlug, ist keine Kunst. Die Frage ist, wer es schafft, das im Vorhinein zu erkennen.

Für mich ist eine Beratung dann richtig, wenn sie in dem Moment und nach den Informationen des Kunden richtig war. Wenn sich die Umstände ändern oder der Kunde falsch informierte, ist das nicht das nicht zwangsläufig Schuld des Beraters.

Ich glaube auch nicht, daß es regelmäßig darum geht, daß der Kunde ein Produkt erhielt, das es bei der Konkurrenz um 0,5% p.a. günstiger gegeben hätte. Wenn es Klagen gibt, dann weil das Produkt nicht zu den Anforderungen paßte (was uns wieder zum vorherigen Absatz bringt) oder weil es die Erwartungen nicht erfüllte.

Dann gilt es zu hinterfragen, warum das so war. Waren die Erwartungen falsch, wurden die Anlageziele nicht richtig beschrieben oder erfragt oder ist der Markt einfach nicht wie erwartet gelaufen.

Diese Fragen werden aber regelmäßig nicht gestellt. Läuft die Sache nicht wie geplant, ist als erstes mal die Bank oder der Berater schuld. Das kann es m.E. nicht sein.

gegeben, wenn mal etwas nicht so läuft wie erhofft. Da spielen
die eigene Einschätzung („klar bin ich Profihändler“), die
Anlagevorgaben und nicht zuletzt die allgemeine
Marktentwicklung nicht selten eine größere Rolle.

Da kommt eines zum anderen. Ein Kunde, der nicht bereit ist,
die Verantwortung für seine Anlagen selbst zu übernehmen und
eine Branche, die sich auf diesen Kunden eingestellt hat.

Ich warnte schon vor zehn Jahren, daß die Kunden, die nichts zahlen wollen, das bekommen werden, was es zu diesem Preis gibt. Qualität kostet Zeit und die kostet Geld. Problematisch wird es, wenn der Preis nicht für Qualität garantiert. Und da sind wir wieder ganz oben: wie definiert man Beratungsqualität? Rein nach dem Ergebnis der Anlage zu gehen, erscheint mir aus den oben erwähnten Gründen nicht ganz fair.

Gruß
Christian