Wie bekundet man Interesse

Hallo zusammen

es geht nicht um Anmache oder so.
Wir haben eine Distanzentfernung und sehen uns nur selten.

Meine Partnerin fragt so nie nach irgendwas. Sie fragt nicht was ich mache, was mein Job macht (habe gerade gewechselt und wir haben eine Reorg usw.).
Wenn ich was frage, was machst du Ostern, dann bekomme ich eine Antwort. Aber sie fragt nicht:
Und Du?

Sie will umziehen und wir haben darüber gesprochen. Ich habe die letzten Monate in einem Boarding House gelebt und sie fragt nicht, ob ich da weiter bleiben will, wie es mir in dem neuen Boarding House gefällt oder ob ich plane mir eine Wohnung zu suchen.

Sie erzählt von ihren Kindern, ihrer Familie und ihren Problemen. Aber fragt nichts.
Und wenn ich ihr helfe, dann bekomme ich kein Feedback. Ich habe ihr IT seitig was geholfen, sie hat mir nicht erzählt ob es was geholfen hat oder nicht. Ich habe darüber nichts mehr gehört, bis ich nachfrage.
Klar, ich erzähle schon auch. Aber manchmal würde ich gerne das Gefühl haben, sie interessiert sich für mein Leben, mich. Aber der Eindruck entsteht einfach nicht bei mir.
Wenn ich mal Stress habe oder so und bin kurz angebunden, dann fragt sie nicht was los ist. Auch nicht am nächsten oder übernächsten Tag.

Kennt Ihr das?

Grüsse
Herbie

Hallo zusammen

Hallo!

Wir haben eine Distanzentfernung und sehen uns nur selten.

Distanznähe fände ich jetzt schlimmer.

Meine Partnerin fragt so nie nach irgendwas.

Aber sie fragt nicht:

und sie
fragt nicht, :

Aber fragt nichts.

sie hat mir nicht erzählt… bis ich nachfrage.

Klar, ich erzähle schon auch. Aber manchmal würde ich gerne
das Gefühl haben, sie interessiert sich für mein Leben, mich.

Ich denke, dass dahinter kein böser Wille stehen muss, keine Ignoranz, keine Verhaltensstörung, kein Egoismus, sondern es könnte sein, dass manche Menschen erfahren haben, dass sie sich nicht für andere Angelegenheiten zu interssieren haben oder sie haben erfahren, dass die eigenen Angelegenheiten niemanden interessieren, ihnen nicht vertraut und nichts zugemutet wird.

Ermutige sie, an deinem Leben teilzuhaben, dazu bezieh sie in deine Entscheidungen ein, und wenn es erstmal Kleinigkeiten sind. Bitte sie um Meinung und Rat, fordere sie heraus, zu ihrer Meinung zu stehen.

Gruß

Ehefrauen. :smile:

Lass es lieber. Falls ihr mal zusammen kommt, wirst du ihr vermutlich mit einem Knüppel auf den Kopf hauen müssen, damit sie dich mal was fragt.

Dass Frauen gerne von sich erzählen ist eigentlich normal. Man kann das gelegentlich am Telefon gut nutzen, indem man nebenbei Fernsehen guckt, oder ein gutes Buch liest und ab und zu brummt.

Frauen verarbeiten auf diese Weise für sich selbst ihre Tageserlebnisse. Sie wollen dabei gar keine Ratschläge oder Lösungsvorschläge, so etwas stört sie nur.
Und sie brauchen Zeit dafür.

Irgendwann ist sie dann aber durch und sollte sich nun auch für ihren Gegenpart interessieren, zuhören und gezielt nachfragen. Wenn sie das nicht tut, ist für die Zukunft nichts Gutes zu erwarten.

Manchmal erweckt man allerdings Interesse, indem man die Blondine aus dem Supermarkt, die mit dem tiefen Ausschnitt, geschickt in’s Gespräch einfließen lässt. Das muss man ausprobieren.

Eins solltest du dir von der Backe schmieren: Leistungen im Technischen Bereich, speziell im Computerbereich sind für Frauen meist uninteressant. Männer haben den Kram erfunden, Männer müssen das können, basta.

Oder interessierst du dich wirklich dafür, wie sie den Grasfleck aus ihrem hellen Sommerrock endlich heraus bekommen hat?

Bevor mir jetzt wieder die Frauen auf die Pelle rücken:
Ja, das ist natürlich überspitzt formuliert. Mit Absicht! :smile:

Gruß, Nemo.

Praxisfremd

Dass Frauen gerne von sich erzählen ist eigentlich normal.
Man kann das gelegentlich am Telefon gut nutzen, indem man
nebenbei Fernsehen guckt, oder ein gutes Buch liest und ab und
zu brummt.

Viele Frauen, diese Biester aber auch, haben Mittel, um festzustellen, ob das Gegenüber auch wirklich aktiv zuhört.

Gruß

To.i

Viele Frauen, diese Biester aber auch, haben Mittel, um
festzustellen, ob das Gegenüber auch wirklich aktiv zuhört.

Männer überspielen das: "Oh Entschuldige, gerade war ich abgelenkt, hab ich dich nicht ganz verstanden, es hat geklingelt, mein Haus brennt, die Nachbarin liegt schon wieder nackt auf dem Balkon (nur bedingt tauglich),usw.

Natürlich muss man mit einem Ohr zuhören, damit man merkt, wann die Geräusche aufhören. Ansonsten kann es passieren, dass einen plötzlich das Freizeichen aufschreckt. Das wird dann möglicherweise ein teures Gespräch.

Wir sind uns doch wohl einig, dass Männer weit gewitzter sind als Frauen? :smile:

Gruß, Nemo.

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Wir sind uns doch wohl einig, dass Männer weit gewitzter sind
als Frauen? :smile:

Weißte,

jahrhundertelang konnte das geheim gehalten werden.
Aber wer muss es ausplaudern? RSNemo.

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was habe ich getan?

Aber, andererseits, irgendwann muss man den bedauernswerten Emma-anzen doch sagen, dass all ihr Streben umsonst, all ihre Mühe vergebens ist.

Dass Männer nur für die Gleichberechtigung sind, weil sie es satt haben, Mäntel und Autotüren auf zu halten.

Dass sie auch mal angebaggert werden und nicht immer selbst graben wollen…

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Mein Gott?

Die korrekte Anrede lautet:

Tokei-ihto,
Schöpfer von Gott, Allah und Buddha, des Himmels und der Erde, der Flüsse, Wälder, Seen, Vögel, Äffen, Hünden den fleißigen Bienen und sogar von Johannes Rau,
Herrscher des Universums,
Begründer des Glaubens,
Säule des Lebens,
Erfinder der Selbstvertrocknenden Zimmerpflanze,

Dass Männer nur für die Gleichberechtigung sind, weil sie es
satt haben, Mäntel und Autotüren auf zu halten.

Was wie eine Höflichkeit aussieht und sich von daher als eine solche gut verkaufen lässt, ist eine rein praktische Angelegenheit:

Man öffnet die Autotür, weil lange Damenfingernägel an dem lackierten Bereich unter der Klinke hässliche Kratzsspuren hinterlassen.

Dass sie auch mal angebaggert werden und nicht immer selbst
graben wollen…

Ach, das hab ich jetzt so noch gar nicht gesehen.

To.i

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Selten so einen Quark gelesen.
ohne weitere Worte

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Allan & Barbara
Pease
Warum Männer
lügen und Frauen
immer Schuhe
kaufen

ISBN 3-550-07535-9 Buch anschauen

Kapitel 7

Nur so als ein Beispiel.

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Verzeih ihm…
…Ann,

Nemo scheint in den letzten Tagen schlecht drauf zu sein. Wahrscheinlich fehlt ihm eine Frau, die ihm zuhört! Davon soll es ja - trotz aller Klischees - einige geben; ansonsten stellen sich Prostituierte dafür auch gern zur Verfügung.

Viele Grüße

Kathleen

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dass ihr so gut zu mir seid?

Wie sagte der Bauer zum König, als dieser ihm die Prinzessin zur Frau anbot?

„Danke, Herr König, aber ich habe schon eine Frau. Die reicht mir vollkommen. Sie redet so viel, dass es mir, immer wenn ich nach Hause komme, erscheint, als stünde in jeder Ecke eine.“ :smile:

Gruß, Nemo.

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Hallo Herbie,

manchen Menschen fällt es schwer, Fragen zu stellen. Das muss nicht gleich eine Persönlichkeitsstörung sein (und ist auch nicht typisch weiblich).

Ich bin recht streng erzogen worden, das heißt: Der Respekt vor dem Gegenüber wurde immer als sehr wesentlich vermittelt. Das hieß dann in der Konsequenz auch, dass man Leute nicht ausfragt und stets sehr zurückhaltend war, wenn es um Belange des Gegenübers ging. Bloß den anderen nicht einschränken, war die Divise.

Ich habe zwar etwas dazugelernt, zähle mich aber auch heute nicht zu den Menschen, die „ausfragen“, sondern mehr als Reaktion von sich erzählen - in der Hoffnung, dass das Gespräch „in Gang kommt“.

Falls es so sein sollte: Frag Deine Freundin direkt! „Was sagst Du dazu, was hälst Du davon? Ich bin mir unsicher und würde gern Deine Meinung hören.“

Wie Tokei-ihto schon schrieb: Ermutige sie!

Liebe Grüße

Kathleen

Hallo,

da fehlt wohl ein wenig Emphatie. Kann sie denn Gefühle nachvollziehen, die Du äußerst? Steigt sie wenigstens ein, wenn Du erzählst, dass Du auf jemanden wütend bist, traurig bist, etwas besonders schönes erlebt hast?

Hast Du sie schon mal offen hierauf angesprochen?

Stelle es mir extrem schwierig und belastend vor, mit so jemand zusammen zu sein, der einem nicht vermitteln kann, dass man Teil eines gemeinsamen Ganzen ist, oder auch nur Interesse am anderen besteht.

Wie ist denn so der Stand der Dinge in Bezug auf die Beziehung? Wie lang existiert die schon, wie fest, eng ist sie? Willst Du da erst etwas aufbauen (was sie vielleicht gar nicht will)? Betrachtet sie deine Rolle in ihrem Leben ggf. anders als Du?

Gruß vom Wiz

Hallo Herbie,

Meine Partnerin fragt so nie nach irgendwas. Sie fragt nicht
was ich mache, was mein Job macht (habe gerade gewechselt und
wir haben eine Reorg usw.).

Sie erzählt von ihren Kindern, ihrer Familie und ihren
Problemen. Aber fragt nichts.

Klar, ich erzähle schon auch. Aber manchmal würde ich gerne
das Gefühl haben, sie interessiert sich für mein Leben, mich.
Aber der Eindruck entsteht einfach nicht bei mir.

Kennt Ihr das?

Ja, als eine, die lange nicht gefragt hat.

Bei mir lag es daran, dass ich als Jüngste einer großen Geschwisterschar schon frühzeitig mit einem „Hach, das WEISST Du nicht?!?!?“ ruhig gestellt wurde. Ehe ich wieder so lautstark niedergemacht wurde, habe ich lieber nicht mehr gefragt, auch in zwischenmenschlichen Dingen nicht.

Dazu kommt noch, dass meine Eltern seit meiner Pubertät ein ziemliches Kontroll- und Ausfrageverhalten an den Tag legten. Das war wohl normal für ihre Generation, aber mir war es peinlich. Und um mit anderen nicht auch so peinlich umzugehen habe ich auch lieber weniger als mehr gefragt.

Hast Du Deine Partnerin schon mal danach gefragt, warum sie nie nachfragt? So ein ungeschicktes Verhalten, das sich von klein auf eingefressen hat, fällt einem irgendwann nicht mehr auf.

Ich will jetzt nicht vertiefen, wieso und warum es bei mir anders wurde, aber auch bei mir kam der Anstoß von außen.

Gruß, Karin

ich finds prima…wie Faust aufs Auge

Gruss
pue

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Hi

Ehe ich wieder so
lautstark niedergemacht wurde, habe ich lieber nicht mehr
gefragt, auch in zwischenmenschlichen Dingen nicht.

Nichtmal ein ‚Hallo, wie gehts? Was macht die Kunst?‘ am Telefon?

Kann mir das gar nicht vorstellen gar nichts den anderen zu seiner Person und Leben zu fragen. Schon so die simpelsten Dinge wie z.B. was er mag, was er gemacht hat usw.

Aber würd mir so jmd begegnen der mir wichtig wäre dann würd ich ihn/sie auch fragen warum er/sie so ist.

MfG
Lilly

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Moin,

mit dessen Seichtigkeit und überflüssigem Klischee von
David Precht in seinem Buch über die Liebe zu recht abgerechnet wird.

Besser die Stange mal höher halten und für Veränderun plädieren als in überholten Muster zu stochern…

Dennoch: viel Spaß im Verharren

LG
Susanne

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Auch Moin.

Das Gute am Klischee ist, dass man immer mal wieder jemand findet, der genau da hinein passt.

So ist es schon fast Klischee, dass, wenn jemand ein Buch schreibt, das sich gut verkauft, sich alsbald jemand findet, der versucht, sein eigenes Süppchen zu kochen, indem er eben dieses Buch in Grund und Boden verreißt.

Diese Tour hat schon manchen Autor zum Selbstmord getrieben.

Bei jedem Verhaltensmuster, das jemand beschreibt, wird sich jemand finden, dem genau dieses nicht passt und der dann hoch erfreut ist, wenn er jemand findet, der der selben Meinung ist.

Auf diese Weise halten sich Kreationisten, Hohlwelttheoretiker und massenhaft Religionen am Leben.

Wir Menschen sind alle anders und stereotype Verhaltensmuster gibt es nicht?
Dass ich nicht lache!

Wenn wir, mit dem Menschen und als Menschen endlich weiter kommen wollen, müssen wir endlich erkennen und anerkennen, dass wir uns, in der Mehrheit, sehr wohl nach gewissen Mustern und Klischeevorstellungen verhalten.

Anders werden wir nie etwas von dem erreichen, was wir nun seit Jahrtausenden die hehren Ziele der Menschheit nennen.

Gruß, Nemo.

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So schwer, wie es zu Darwins Zeiten bis heute, vielen Menschen mit ihrem anthropozentrischen Weltbild, fiel, zu glauben, dass der Mensch irgendetwas mit dem Affen zu tun haben könnte, so schwer fällt es heutigen, „modernen“ Menschen, zu glauben, dass ein verliebtes Menschenpaar sich im Verhalten nicht wirklich von einem verliebten Gänsepaar unterscheidet.

Aber, wir, wenigstens die meisten von uns, stecken, wenn wir Liebe machen, komischerweise immer noch den Penis in die Scheide, wie das vor Jahrmillionen schon, unsere Spitzmaus-ähnlichen Vorfahren taten.

Und Frauen, die ein Kind geboren haben, geben Milch, genau wie eine Kuh.

Darüber sollte man eventuell mal nachdenken.

Nemo.

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