Hallo, habe eine Tochter (8 Monate) und ich beschäftige mich im Moment noch sehr viel mit ihr, da ich noch im Erziehungsjahr bin. Allerdings weiß ich nicht ob ich sie genug fördere. Was habt oder macht ihr mit euren Kindern??? Welches Spielzeug benutzt Ihr? Wie ist/war euer Tagesablauf???
Gruß Ilka
Hallo Ilka!
Genieße die Zeit mit Deiner Tochter! Gib ihr verschiedene Anregungen für alle Sinne:
Hören: Erzähle ihr Geschichten, auch, wenn sie noch kein Wort versteht. Sprich mit ihr in unterschiedlicher Lautstärke, achte besonders auf Lautmalerei, Betonung etc.
Sing ihr Lieder vor. Ein kleines Repertoire von höchstens fünf Liedern, noch dazu in ihren Alltag eingebaut (Guten-Morgen-Lied, Lied beim Ankleiden, etc.) wird sehr geliebt!!!)
Biete ihr Babyrasseln mit verschiedenen Geräuschen an.
Verwendest Du eine Spieluhr, achte darauf, dass die Töne rein sind (nicht um einen Viertelton verstimmt).
Erkläre ihr viel. Ich habe meinen Kindern seit ihren ersten Lebenswochen immer viel erklärt (und tue ich heute noch, obwohl sie schon groß sind *g*). Sogar mein 15jähriger hört noch gern und aufmerksam zu *megafreu*
Sehen: Stelle ihr Babyspielzeug zur Verfügung, das nicht in grellen Farben bemalt ist. Es gibt beispielsweise Holzspielsachen, die aus verschiedenen Hölzern gefertigt sind, die sich nur durch die natürlichen Holzfarbtöne unterscheiden. Das Baby muss lernen, genauer zu schauen, um Unterschiede auszumachen.
Hänge ab und zu ein anderes Mobile über das Gitterbett.
Fühlen: Sorge dafür, dass Deine Kleine Spielsachen mit unterschiedlicher Oberflächenstruktur erhält. Weich, hart, glatt, rau, …
Riechen: Für eine bewusste Erziehung zum Riechen ist Deine Tochter meines Erachtens noch zu jung, das heb Dir für später auf (Speisen am Geruch erkennen, T-Shirt von Papa und Mama am Geruch unterscheiden, Blumenduft bewusst wahrnehmen, ebenso Duft von Hund, Kaninchen, frisch gemähtem Gras, Holzrinde, …)
Schmecken: Versuche, auf Zucker und Salz (weitgehend) zu verzichten. Der Eigengeschmack der Speisen kommt besser zur Geltung. Wenn es Dir gelingt, Deine Kleine zuckerfrei zu ernähren, leistest Du überdies einen wichtigen Beitrag zu ihrer Gesundheit.
Im Kindergartenalter kannst Du sie auch Speisen am Geschmack erkennen lassen.
Über all dem achte darauf, Deine Tochter nicht zu überfordern. Sie wird Dir zeigen, wann sie genug von Lernerei hat. Gib ihr dann eine Pause 
Alles Liebe und weiterhin viel Freude mit Deinem kleinen Schatz!
Hanna
Hallo
Hören: Erzähle ihr Geschichten, auch, wenn sie noch
kein Wort versteht.
Wenn du zufaellig einen Chinesen kennst, dann koenntest du ihn bitten, ihr einmal woechentlich was vorzulesen oder zu erzaehlen. Dann haette sie spaeter keine Schwierigkeiten mit der Aussprache des Chinesischen und koennte es leicht lernen.
In Amerika sind mal entsprechende Versuche gemacht worden (schadet den Babies ja nichts). Es muss aber in diesem Alter sein, spaeter geht das nicht mehr.
Das geht natuerlich auch mit russisch oder jeder anderen Sprache, ich habe Chinesich nur genommen, weil das fuer uns besonders schwer auszusprechen ist.
Ich hatte auch noch so Vernetzungsuebungen rechte/linke Gehirnhaelfte gemacht, und zwar auf dem Wickeltisch mal das linke Bein mit der rechten Hand und das rechte Bein mit der linken Hand zusammengebracht, mit irgendeinem rythmischen Gedicht dazu, oder auch ohne. - Ob es was hilft, weiss ich nicht, schaden tut es aber sicher nicht.
Wichtig ist auch, dass man das Kind nicht immer auf die gleiche Art traegt, sondern mal rechts und mal links, und zunehmend auch mal so, dass es sich mal selbst festhalten und ausbalancieren muss (wie weit das moeglich ist, merkst du ja).
Uebrigens: Falls du jetzt ab und zu das Gefuehl hast, dass es dich aergert, wenn dein Kind schreit, und du deswegen ein schlechtes Gewissen haben solltest, moechte ich dir noch mitteilen, dass es in diesem Alter wichtig ist, dass die Mutter nicht mehr so ganz jeden Wunsch erfuellt, und dass es in diesem Alter auch ok ist, wenn die Mutter sich ab und zu ueber das Kind aergert. (nur ne Anmerkung, koennte ja zufaellig passen)
Viele Gruesse Thea
Hallo!
Wenn du zufaellig einen Chinesen kennst, dann koenntest du ihn
bitten, ihr einmal woechentlich was vorzulesen oder zu
erzaehlen. Dann haette sie spaeter keine Schwierigkeiten mit
der Aussprache des Chinesischen und koennte es leicht lernen.In Amerika sind mal entsprechende Versuche gemacht worden
(schadet den Babies ja nichts). Es muss aber in diesem Alter
sein, spaeter geht das nicht mehr.
Das kann ich (zumindest vom Hörensagen) bestätigen:
Eine Anekdote erzählt, dass eine deutschsprachige Mutter im ersten Lebensjahr ihres Kindes ein ungarisches Kindermädchen engagiert hatte. Als das Kindermädchen längst nicht mehr da war und das Baby sprechen lernte, hatte es einen ungarischen Akzent.
Hanna
Hallo Hanna,
Eine Anekdote erzählt, dass eine deutschsprachige Mutter im
ersten Lebensjahr ihres Kindes ein ungarisches Kindermädchen
engagiert hatte. Als das Kindermädchen längst nicht mehr da
war und das Baby sprechen lernte, hatte es einen ungarischen
Akzent.
Das ist ja interessant!
Was ist das fuer eine Anekdote? Aus dem Bekanntenkreis? Bist du einigermassen sicher, dass das so stimmt?
Viele Gruesse Thea
Hallo
Das kann ich (zumindest vom Hörensagen) bestätigen:
Eine Anekdote erzählt, dass eine deutschsprachige Mutter im
ersten Lebensjahr ihres Kindes ein ungarisches Kindermädchen
engagiert hatte. Als das Kindermädchen längst nicht mehr da
war und das Baby sprechen lernte, hatte es einen ungarischen
Akzent.
Au weia. Das lässt ja einiges befürchten, wenn die heutigen
1-jährigen den Ton der jetzt ständig laufenden Dokumentar-
filme zum 3.Reich mit den eingestreuten Schicklgruber-Reden
hören 
Grüße
CMБ
Babys, wie haltet ihr eure Mama beschäftigt?
Hallo!
Hallo, habe eine Tochter (8 Monate) und ich beschäftige mich
im Moment noch sehr viel mit ihr, da ich noch im
Erziehungsjahr bin. Allerdings weiß ich nicht ob ich sie genug
fördere.
Da werde ich richtig wehmütig, wenn ich das höre… Meine Tochter war in dem Alter bäuchlings schon ganz gut unterwegs. Sie liebte es, wenn ich gesungen habe (mein einziges Publikum, wahrscheinlich
, und wir waren viel draußen, wobei der Kopf auf einem Kugellager zu sitzen schien. Das wichtigste schien genug Platz zum Herumkriechen zu sein. Hinter dem Sessel durch, in den Waschbeckenunterschrank, etc. Kriechtunnel für Kinder waren dagegen nie der Hit.
Große Aufblasteile, die sie in der Gegend herumknuffen konnte, waren auch sehr begehrt. Das richtig gute pädagogische Naturspielzeug habe ich fast neu weiterverschenkt… Packungen mit Erbsen und Haferflocken zum Auskippen waren da viiiel toller.
Ansonsten gab’s Fingerspiele: Fünf kleine Zappelmänner, Steigt ein Bübchen auf den Baum, etc. Die hielten bis zum dritten Lebensjahr vor.
Was habt oder macht ihr mit euren Kindern??? Welches
Spielzeug benutzt Ihr? Wie ist/war euer Tagesablauf???
Ich war in einer „Krabbelgruppe“ mit ihr, da gab es immer ein paar Anregungen. Außerdem haben wir keinen Fernseher. Ob meine Tochter deshalb so lebhaft ist?
Gruß Ilka
Gruß, Claudia (Tochter wird nächsten Dienstag 8)
Hi Ilka,
das Wichtigste für Babies in dem Alter ist: Dabei sein. Nimm sie einfach bei allem mit, was Du tust, sei es Wäsche waschen, kochen, putzen oder was sonst es so sei. Am besten im Tragetuch auf die Hüfte gebunden. Laß sie bei allem dabei sein und erklärt ihr, was Du machst.
Damit war mein Sohn immer zufrieden, solange er in Körperkontakt sein durfte.
Ansonsten: Singen aller Art, Singespiele, dazu Krabbel- und Kitzelspiele. Und draußen im Garten sein, im Sand oder in der Erde buddeln (in dem Alter war es noch betasten und aufessen *seufz*).
Und falls Du dann immer noch Anregungen brauchst, empfehle ich das Buch
Zehn kleine Krabbelfinger
von Marianne Austermann, Gesa Wohlleben
ISBN: 3466305705 Buch anschauen
Liebe Grüße,
Nike
Hallo Claudia,
Packungen
mit Erbsen und Haferflocken zum Auskippen waren da viiiel
toller.
Hattest Du keine Angst, dass Dein Kind die einatmen könnte? Bei uns im Kindernotdienst hängt ein riesen Plakat auf dem steht, dass man solche Dinge unter 3 Jahren nicht (zum Spielen) geben darf, auch keine Nüsse, oder ähnliches, weil die Gefahr zu groß ist, sich zu verschlucken oder die Teilchen einzuatmen.
Zur Ursprungsposterin:
Ich habe mit meinem Sohn nie in der Babysprache geredet, sondern von Anfang an in ganzen Sätzen mit ihm gesprochen und alles erklärt was ich gerade mache, und wenns nur staubsaugen war (hab ihn wg. Reflux immer mit mir herumgeschleppt), dann hab ich ihm eben den Staubsauger erklärt 
Jetzt geht es bald in die Schule und bei den Vorunteruchungen ist aufgefallen, dass er sich schon sehr gut ausdrücken kann. (Hab ich mir also nicht umsonst die Lippen fusselig geredet)
Im Haushalt gibt es in der Tat viele Dinge die Kindern Spaß machen, das pädagogisch wertvolle Gedöns braucht man nicht wirklich…Und die Vielfalt der Fühlmichs ist schier grenzenlos.
Beim Spazierengehen auf Kleinigkeiten (einzelne Blume, eine Ameise wasweissichnochalles)aufmerksam machen fördert auch die Wahrnehmung, die meines Sohnes auch, so dass er alles was am Boden liegt „findet“ …ein Spaziergang dauert dann eben etwas länger 
Ich habe mal gelesen, dass Kinder die gerne schaukeln und so den Gleichgewichtssinn trainieren, sich später leichter mit Denksportaufgaben tun, ob das stimmt weiss ich allerdings nicht.
Unserer fuhr schon immer auf Kugelbahnen ab und tut das immernoch. Am Anfang hatten wir große Kugeln und eine überschaubare Bahn aus Holz. Die Bahnen wurden mit der Zeit größer und die Kugeln kleiner…so dass man aufpassen muss dass man sie rechtzeitig beim Saugen erkennt.
Gesungen habe ich mit ihm auch viel, heute mit 6 hat er einen ausgesprochen wählerischen Musikgeschmack
und betsimmt den Radiosender im Auto *g ich darf indes nicht mehr singen, weils zu falsch wäre *aha*
Grüßle
Maja
Hallo
Au weia. Das lässt ja einiges befürchten, wenn die heutigen
1-jährigen den Ton der jetzt ständig laufenden Dokumentar-
filme zum 3.Reich mit den eingestreuten Schicklgruber-Reden
hören
Au weia. Das lässt ja einiges befürchten, wenn die heutigen Eltern ihre 1-jährigen von Fernsehapparaten sitten lassen 
Hanna
Hallo Thea!
Diese Geschichte habe ich vor Jahrzehnten gehört und weiß nicht mehr, von wem.
Schade, dass ich Dir hier nicht mit gesicherten Quellen weiterhelfen kann.
Hanna
Hallo
das geht nur bei persoenlichem Kontakt. Mit Audiokonserven funktioniert das nicht (lt. o.g. amerikanischer Studie).
Viele Gruesse Thea
Gesungen habe ich mit ihm auch viel, heute mit 6 hat er einen
ausgesprochen wählerischen Musikgeschmackund betsimmt den
Radiosender im Auto *g ich darf indes nicht mehr singen, weils
zu falsch wäre *aha*
Bei mir ist das nicht nur zu falsch, sondern „absolut oberpeinlich“, wie mein 9-jähriger Sohnemann augenrolled schimpft, „weil die anderen Autofahrer das ja sehen könnten“ 
Liebe Grüsse
Danny
Hallo hHanna,
ich weiß nicht, ob sich das verallgemeinern lässt, mein Patenkind wird fast von Gebrut an bis jetzt (1. Klasse) von weissrussischen Au-Pairs mit betreut. Akzent und Russisch-Kenntnisse konnte ich noch nicht feststellen:smile:)
grüßli,
barbara
Hallo barbara!
Du hast von „mitbetreut“ geschrieben - in so einem Fall halte ich es für unwahrscheinlich, dass sich das Kind einen Akzent zulegt.
Allenfalls kann es gewisse Laute, die in unserer Sprache nicht oder nicht in dieser Form vorkommen, lernen, was dann später beim Erlernen der betreffenden Sprache durchaus hilfreich sein kann.
Hanna
Hallo, mein Linchen ist jetzt 22 Monate alt und im Alter von 4 Monaten haben wir angefangen, die eine oder andere Gruppe zu besuchen.
Besonders empfehlen kann ich das PEKIP-Programm, das es eigentlich in jeder größeren Stadt gibt. Grob gesagt geht es da um ganzheitliche Förderung und um das „Gruppenerlebnis“ schon für die ganz Kleinen. Kurz beschreiben kann ich das jetzt nicht so gut, ist eigentlich zum umfangreich. Aber beim Googeln wirst du mit Sicherheit auf allerlei stoßen.
Eine tolle Sache ist auch das Babyschwimmen, es macht meiner Tochter viel mehr Spaß, in einer Gruppe mit anderen Kindern was zu machen als alleine mit der Mama. Zumal man die ganzen Anregungen, die man in der Gruppe bekommt, sonst ja auch nicht hätte…
Achte einfach darauf, was deine Tochter gerne tut - jedes Kind ist anders!
Gruß
Kerstin
OT: Unfälle
Hallo Claudia,
Packungen
mit Erbsen und Haferflocken zum Auskippen waren da viiiel
toller.Hattest Du keine Angst, dass Dein Kind die einatmen könnte?
Bei uns im Kindernotdienst hängt ein riesen Plakat auf dem
steht, dass man solche Dinge unter 3 Jahren nicht (zum
Spielen) geben darf, auch keine Nüsse, oder ähnliches, weil
die Gefahr zu groß ist, sich zu verschlucken oder die Teilchen
einzuatmen.
Hallo, Maja,
aber sicher hatte ich das, und ich war auch immer stinkesauer, wenn ich das alles ausputzen musste. Aber ab und an schaffte sie es, sich hinter meinem Rücken anzuschleichen, sich die Packung zu schnappen, auszukippen, und dann saß sie stolz in dem Saustall und lachte. Sie spielte nicht damit, es war eher eine Art, Mamas Aufmerksamkeit auch kurz vor dem Abendessen zu erlangen.
Leider hatte ich nicht genug Oberschränke, um wirklich alles hochzuräumen, und Erbsen waren mir noch lieber als Scherben…
Gruß, Claudia
Hallo Barbara,
bei dieser amerikanischen Studie haben die Chinesen einmal woechentlich dem amerikanischen Kind eine Stunde lang Maerchen erzaehlt, was vorgelesen oder so, die Sprache stand also im Vordergrund.
Es wurde so erklaert:
Alle Lautebildungen, die in saemtlichen Sprachen der Welt vorkommen, sind bei allen Menschen angeboren. Mit so ca. 9 Monaten, wenn die Kinder so immer vor sich hinbrabbeln, kommen alle Laute vor, die das Kind von Geburt aus drauf hat. Diejenigen Laute, die das Kind nicht von aussen im direkten Kontakt wahrnimmt, verschwinden dann irgendwann und sind auch nicht mehr hervorzuholen.
Es ist also wichtig, das Kind anzuschauen und ihm in der Sprache was zu erzaehlen. Ein Kassettenrecorder oder ein Fernseher reicht nicht, wahrscheinlich auch nicht Leute, die sich nur miteinander unterhalten.
Wie lange das passieren muss, weiss ich nicht. Ich schaetze, schon regelmaessig ein paar Monate lang, aber das denke ich mir jetzt vollkommen aus. Jedenfall wird das irgendwann so gefestigt, dass das Kind diese Laute fuer immer (? jedenfalls viele Jahre) drauf hat.
Viele Gruesse Thea
Hallo Thea,
genau so haben wir es auch gelernt, nur mit einer kleinen Abweichung:
Gewisse Laute werden von den Babies aller Welt von alleine gesprochen.
Nicht benötigte werden vergessen, andere (teils mühevoll) hinzugelernt (beispielsweise r, sch).
Durch Krankheit (Gehirnschlag) gehen mitunter Laute verloren - und zwar als erstes just jene, die als letzte erworben worden waren …
Hanna
Hallo Hanna
genau so haben wir es auch gelernt,…
Wer ist denn „wir“? Bin ich hier etwa in illustrer Gesellschaft?
Viele Gruesse Thea